Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Gedanken über Zuversicht und Hoffnung

Hab ich noch Hoffnung, oder muss ich mir welche machen? von Till Raether

„Hab ich noch Hoffnung, oder muss ich mir welche machen?“ ist ein interessantes Sachbuch des Autors Till Raether.

Mir fällt es schwer den Inhalt des Buches zusammenzufassen. Der Autor schreibt über unsere Welt, über Probleme unserer Zeit, der nahen Vergangenheit und der Gegenwart.
Dabei verwendet Till Raether einen sehr angenehm lesbaren Schreibstil.

Es fließt viel Persönliches von ihm mit ein und trotz des hoffnungslosen Ausblick auf unsere Welt, haben seine Worte Witz und Ironie.

Er bringt die Dinge auf den Punkt, was fehlt ist eine Lösung. Auch wenn ich diese nicht wirklich erwartet hatte, schön wäre es schon gewesen.
So bleibt es ein Buch, das viel Input gibt, zum Nachdenken anregt und durch neue Perspektiven Zuversicht und Hoffnung schöpfen lässt.

Auch wenn ich mir von dem Buch mehr versprochen hatte - da ich die Artikel und Kolumnen des Autors immer mit großem Interesse verfolge - hat sich das Lesen für mich gelohnt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara

Rezensionen von Tara:

Einfach schön – ein richtiges Wohlfühlbuch

Der späte Ruhm der Mrs. Quinn von Olivia Ford

„Der späte Ruhm der Mrs. Quinn“ ist das Debüt der in London lebenden Autorin Olivia Ford.
Die 77-jährige Jennifer Quinn ist seit 59 Jahren mit ihrem Mann Bernard verheiratet. Sie liebt es zu backen und ihre Lieblingssendung ist „Das Backduell – Backen auf der Insel“.
Kurz vor ihrem 60.

Hochzeitstag wird ihr bewußt, dass das Leben endlich ist und hat das Gefühl, dass sie etwas wagen muss. So beschließt sie, sich heimlich bei ihrer Lieblings-TV-Backshow zu bewerben.
Sie beginnt zu kochen und zu backen, kämpft mit der Technik und mit jedem Rezept, der Zubereitung und dem Duft kommen Erinnerungen hoch - Erinnerungen an eine schwierige Vergangenheit, in denen ein Stück gesellschaftliche Zeitgeschichte steckt.
Der Schreibstil von Olivia Ford ist einfach grandios. Jennifer und Bernard muss man einfach mögen und da die Autorin durch ihre eigenen Großeltern inspiriert wurde, glaube ich sofort, dass sie diese sehr geliebt hat und Backen in ihrer Familie ein großes Thema ist.

Gegenwart und Vergangenheit werden hier durch Rückblenden perfekt miteinander verwoben. Es ist ein wunderbares Buch zum Wohlfühlen, dass durch das lang gehütete Geheimnis von Jennifer auch ein wenig Spannung enthält. Es ist ein Buch, das Mut macht, aufzeigt, dass es für einen Neuanfang nie zu spät ist und das einfach von seinen liebenswerten Charakteren lebt.
Außerdem gibt es einen interessanten Blick hinter die Kulissen des Fernsehens. Die damit verbundene Aufregung wird spürbar und man merkt sofort, dass die Autorin selbst in diesem Sektor gearbeitet hat.
Ich kann diesen herzerwärmenden Wohlfühlroman, der eine Menge Tiefgang und Emotionen enthält, nachdenklich macht und berührt, nur empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleser TILL, Tyrolia-Filiale Innsbruck (11 Jahre, Rankweil)

Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1) von David Farr

Testleser TILL, Tyrolia-Filiale Innsbruck (11 Jahre, Rankweil)

In dieser Geschichte ist ein Buch die „Hauptperson“. In ihm sind Träume niedergeschrieben. Den Geschwister Rachel und Robert Klein fällt es in die Hände und sie finden heraus, dass sie mit ihm Verstorbene zurück ins Leben rufen können.

Diese Macht möchte auch der Präsident Charles Malstain nutzen, der Kinder hasst und Geschichten verbietet. Können die beiden verhindern, dass er das Buch zu seinen Zwecken nutzt?

Ein Buch über Bücher zu lesen, finde ich eine tolle Idee. Sie spielen für viele Menschen eine große Rolle, in diesem Buch haben sie sogar eine Hauptrolle!
Schon nach den ersten Seiten war ich gleich mitten in der Geschichte, die Spannung hat bis zum Ende angehalten. Besonders gut gelungen fand ich, dass es viele unheimliche Stellen gibt, die am Ende doch gut ausgehen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tyrolia-Testleser

Rezensionen von Katzenmicha:

Fesselnder Norwegen Krimi

Eisige Nacht von Niklas Sonnenschein

Bei einem Sturmtief geht ein Notruf von der Wetterstation auf der Bäreninsel ein.Ein Forscher verschwinden von einer arktischen Wetterstation ,es findet sich keine Spur von ihm. Kommissar Karl Sortland und sein neuer Partner Mats Samuelsson werden nach Bjørnøya geschickt, um das Geheimnis seines Verschwinden zu lüften.

Sie erwarten eine verwüstete Forschungsstation, so wie eine Leiche und eine schwer verletzte Stationsleiterin.Karl Sortland und sein neuer Kollegen Mats Samuelsson arbeiten zum ersten mal zusammen und müsssen sich erste mal kennenlernen.Zudem macht ihnen das Wetter zu schaffen und die Dunkelheit und Kälte.An der Jagd nach der Wahrheit enthüllen die Kommissare ein Netz aus Geheimnissen was sie an ihre Grenze bringt -ebenso die Intrigen die gesponnen werden….

Der Autor Niklas Sonnenschein hat einen spannenden und mitreißenden Schreibstil.Bildhaft nahm er mich mit zu der Bäreninsel.Da sich die beiden Ermittler noch nicht gut kennen und es ihr erster Fall ist kommen die Beiden sich beruflich wie privat näher .Ihre unterschiedliche Sicht den Fall zu lösen hilft ihnen den Fall zu klären-sehr gerne 5 Sterne für den spannenden Norwegen Krimi.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katzenmicha

Rezensionen von Lesemama:

Ein kleines Gespenst wächst über sich hinaus

Huuu-Berta - Das kleinste Gespenst von allen von Annette Langen

Zum Buch:

Huuu Berta ist noch sehr jung für ein Gespenst, erst 107 Jahre. Und sie ist klein, das kleinste Gespenst der Huuu Familie. Um zu wachsen müsste Huuu Berta Menschen erschrecken und diese in angst und Schrecken versetzten. Aber Huuu Berta hat Angst vor Menschen. Zum Glück hat sie eine Freundin, Flitzi, eine kleine Fledermaus, die Huuu Berta überall hin begleiten.

Und zu zweit sind Menschen vielleicht gar nicht so gruselig...


Meine Meinung:

Wer kann so einem Cover widerstehen? Zuckersüß sieht man darauf Huuu Berta und ihre Freundin Flitzi.
Zu Beginn erfährt man einiges über Gespenster, z.B. wo sie wohnen und was sie essen. Warum es für Gespenster ganz schlecht ist wenn es regnet und vieles mehr. Kindgerecht verpackt, so kommt keine Angst auf.
Kurze Kapitel, eignen sich sehr gut zu Vorlesen. Und nach Ende jedes Kapitels kann man einen Kreis mit einem Chatakter der Geschichte ausschneiden und einkleben. Möchte man das Buch nicht beschädigen, kann man die Sticker auch ausdrucken, ein entsprechender QR Code ist im Buch enthalten.
Die Geschichte ist amüsant und Huuu Berta ist total liebenswert. Es macht Spaß sie bei ihrem ersten Ausflug in die Menschenwelt zu begleiten. Ein angenehmer Schreibstil, manche Sätze waren mir aber fast ein bisschen lang, da stolpert man gerne über einzelne Worte. Aber die zauberhaften Illustrationen machen alles wieder wett. Es sind nicht auf jeder Seite Illustrationen, aber genügend um auch jüngere ZuhörerInnen bei Laune zu halten.
Alles in allem eine ganz wunderbare Geschichte über Mut und Freundschaft. Hat mir jedenfalls sehr gut gefallen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama

Rezensionen von Anndlich:

Interessanter Auftakt

Twelve Secrets - von Robert Gold

Nick Harper wird im Alter von vierzehn Jahren auf bestialische Weise getötet, die Tat schockiert ganz Haddley und für seine Mutter und seinem Bruder Ben bricht eine Welt zusammen.
Zwanzig Jahre später lebt Ben Harper weiterhin in Haddley und ist ein gefragter Journalist, als plötzlich neue Hinweise zum Tod seines Bruders ans Licht kommen.

Skeptisch gegenüber der Polizei beschließt Ben Harper, sich alleine auf die Suche nach Hinweisen zu machen und bekommt dabei unerwartete Hilfe von DC Danielle Cash.

Twelve Secrets ist der erste Band der Ben-Harper-Reihe von Robert Gold und lässt mich zwiegespalten, aber interessiert zurück.

Wir erleben die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, die einen schnell durch das Geschehen tragen. Die Perspektive von Ben Harper erfahren wir dabei als einziges durch die Ich-Perspektive, weswegen auch die Nähe zu seiner Person am stärksten ist.

Obwohl ich Perspektivwechsel sehr gerne lese, hatte ich in diesem Fall etwas meine Probleme mit dem ständigen Wechsel. Dies mag daran liegen, dass gerade zu Beginn nicht nur die Perspektive, sondern auch der Handlungsort oder Inhalt nicht zusammenpassen wollten. Hat man die Perspektiven jedoch durchdrungen, ergibt sich auch schnell ein gutes Bild über den Inhalt, der folglich weniger überraschend ist.

Die Geschichte des Mordes an Nick Harper und seinem Freund Simon, die von zwei Klassenkameradinnen kaltblütig ermordet wurden, findet ein schlüssiges und teilweise schockierendes Ende, wenngleich einige Dinge vorhersehbar waren, gab es doch immer wieder kleine Schockmomente.

Der Schreibstil von Robert Gold und der Protagonist Ben Harper konnten mich überzeugen, dennoch konnte mich Twelve Secrets nicht komplett mitreißen, weil die Geschichte stark vorhersehbar war. Lediglich auf den letzten Seiten gab es dann doch ein paar kleinere Überraschungsmomente.

Twelve Secrets ist ein guter Start einer neuen Thriller-Reihe, der gespannt auf die Folgebände warten lässt. Das Potenzial für eine starke Reihe hat der Auftakt, trotz Schwächen, auf jeden Fall gegeben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anndlich

Rezensionen von April1985 :

Romantische Komödie, die den Geheimnissen in Beziehungen auf den Grund geht

Between Us - Die große Liebe kennt viele Geheimnisse von Mhairi McFarlane

Mit viel Charme, typisch englischen Humor und doppeldeutigen Wortspielen hat mir Mhairi McFarlane wieder tolle Unterhalt bereitet. Ich habe auch dieses Mal wieder zum Hörbuch gegriffen, da mir Britta Steffenhagen als Sprecherin schon in ‚Fang jetzt bloß nicht an zu lieben‘ so gut gefallen hat.

Lehrerin Roisins Beziehung steht vor dem Aus seit ihr Lebensgefährte Joe als Regisseur in Hollywood immer größere Erfolge feiert. Ein Kurzurlaub gemeinsam mit den besten Freunden, dem Brian Club, soll die Rettung sein. Doch Roisin merkt schnell, dass auch die langjährigen Freundschaften so wie ihre Partnerschaft mit Joe nicht mehr so ist wie früher. Und dann muss Roisin auch noch schockiert feststellen, dass Joe für sein neuestes TV-Projekt sehr private Details aus ihrem Leben als Vorlage verwendet hat. Sind dann auch die Liaisonen von Joes Hauptfigur aus dem echten Leben gegriffen. Freund Matt soll Roisin helfen die Wahrheit aufzudecken.

Mhairi McFarlane hat es wieder einmal geschafft mich komplett zu vereinnahmen. Ich habe die Geschichte innerhalb eines Tages verschlungen. Das Hörbuch hat sich wunderbar hören lassen.

Die Autorin schreibt über Beziehungsprobleme, Geheimnisse in Beziehungen, persönliche Entwicklung und charakterliche Veränderungen im Leben. Was passiert mit Freundschaften, wenn die Interessen sich über die Jahre hinweg verändern? Welche Auswirkungen haben Geheimnisse auf eine Beziehung? Und welche Auswirkungen können private Probleme auf den Berufsalltag haben? Diesen Fragen geht Mhairi McFarlane nach. Sie bringt einem damit zum Nachdenken und schafft es nebenbei eine lockere und leichte Romanze einfließen zu lassen, die Prickeln und Herzklopfen beschert.

Ich kann auch ‚Between us‘ sehr empfehlen. Es wird sicher nicht das letzte Buch der Autorin für mich sein.

Fazit
Mhairi McFarlane schafft den Spagat zwischen lockerer und leichter Liebesgeschichte und Beziehungsdrama. Gewürzt mit englischem Humor, Charme und Gefühl ist ‚Between us‘ eine romantische Komödie mit Tiefgang, die ich sehr gerne gehört habe.

Von mir gibt’s auf jeden Fall eine Empfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985

Rezensionen von LeserinLu :

Endlich ein neuer Band!

Die Schuld, die man trägt von Michael Hjorth; Hans Rosenfeldt

Nach viel zu langer Zeit ist endlich der nächste Band der Krimireihe um Sebastian Bergman erschienen, und er enttäuscht nicht. Es ist zwar nicht der stärkste bzw. spannendste der inzwischen acht Bände, aber trotzdem ein guter Schmöker. Natürlich wird auch hier eine Mordserie ermittelt, deren Opfer einen persönlichen Bezug zum Ermittlerteam und insbesondere Bergman haben, der Fokus der Story liegt aber eher auf den familiären und komplizierten Beziehungen der komplexen Charaktere zueinander, die hier weiter vertieft werden.

Es gibt - wie immer bei Hjorth und Rosenfeldt - einige Überraschungen in der Handlung und auf den letzten Seiten passiert mehr, als auf hundert Seiten in der Mitte des Buches, aber das zeichnet die Reihe ja aus.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von LeserinLu

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine Hommage an das Zuckerlmacherhandwerk

Das Zuckerl von Christian Mayer

Wer kennt sie nicht, die sauren Drops, die Heller-Zuckerl, Krachmandeln oder Seidenzuckerl aus der Kindheit? Ach ja und nicht zu vergessen die PEZ-Figuren, Blockmalzzuckerl bei rauem Hals oder die mit Schokolade gefüllten Pfefferminzzuckerl ?

In diesem Buch von Christian Mayer begegnen wir all diesen Köstlichkeiten wieder und dürfen bei der Renaissance des Zuckerlmachens im 21.

Jahrhundert dabei sein. Das Zuckerlmachen ist ein Stück österreichischen Kulturgutes und hat eine bewegt Geschichte hinter sich.

Auf den ersten 100 Seiten erzähIt Christian Mayer die Geschichte des Zuckers, wie er mit Hilfe von Sklaven aus Zuckerrohr gewonnen und nach Europa importiert worden ist und nur für den reichen Adel zugänglich war. Erst die Napoleonische Seeblockade, ein Handelsembargo, das sich auf Überseewaren erstreckt hat, ebnet den Weg mit der Entdeckung der Zuckerrübe zu einem günstigen Süßungsmittel. Zunächst nur in Apotheken verkauft, startet der Siegeszug des Zuckers im 19. Jahrhundert mit dem Anbau und der Verarbeitung in Mitteleuropa. Auch in der Donaumonarchie mischen die Zuckerbarone mit und das Zuckerlmacherhandwerk blüht auf. Wien ist Anfang des 20. Jahrhunderts eine der Zuckerlhauptstädte. In der Zwischenkriegszeit setzt der Niedergang ein und findet mit der Arisierung der vorwiegend in jüdischem Besitz befindlichen Zuckerlfabriken seinen traurigen Höhepunkt.

Dann im Jahr 2013 hat Christian Mayer seinen Auftritt mit seiner „Wiener Zuckerlwerkstatt“. Gemeinsam mit seiner Frau Maria eröffnet er in der Wiener Herrengasse seine Manufaktur, in der die alte Tradition des Zuckerlmachens wiederaufersteht.

Mayer berichtet, dass er von früheren Zuckerlmachern, die allesamt bereits hochbetagt sind, Tipps und Tricks erlernen konnte und von dem einen oder anderen, alte Gerätschaften erhalten hat, die er liebevoll restauriert hat und nun wieder für die Herstellung spezieller Zuckerl einsetzt. Es folgt eine Reise durch de wundervolle Welt des Zuckerlmachens.

Das Buch „Das Zuckerl“ ist in gediegener Aufmachung als Hardcover mit zwei Lesebändchen im Servus-Verlag erschienen. Zahlreiche Fotos von alten und neuen Zuckerln finden sich genauso wie Abbildungen, wie die bunten Zuckerln in Handarbeit hergestellt werden.

Wem das noch alles viel zu theoretisch ist, kann die Schaumanufakturen in Wien und Salzburg besuchen, um bei einer Führung den Zuckerlmachern zuzusehen, den Duft der Zuckerln einzuatmen und das eine oder andere Glas handgemachter Zuckerl zu erstehen.

Fazit:

Diesem liebevoll gestalteten Buch über das historische Handwerk des Zuckerlmachens, das nun eine Renaissance erleben darf, gebe ich gerne 5 Zuckerl.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Krimispannung à la Agatha Christie

Inspektor Takeda und der schöne Schein von Henrik Siebold

In seinem 7. Fall für Claudia Harms und Kenjiro Takeda lässt Autor Henrik Siebold das Duo zunächst einmal getrennt zu zwei Verbrechen ermitteln.

Obwohl Claudia Harms weder Dienst noch Bereitschaft hat, wird sie während des sprichwörtlichen Schietwetters zu einer männlichen Leiche gerufen. Ein Albtraum für Kriminalisten und Spurensicherung!

Harms ist bis auf die Knochen nass und vermisst Takeda, der sein freies Wochenende auf dem Landsitz der Gräfin Ernestine von Remsau in Schleswig-Holstein verbringt.

Gemeinsam mit anderen Gästen, darunter auch Alexa, die Enkelin der Hausherrin, delektiert er sich an den Ausführungen der Kunstexpertin Ulrike Vogler über den berühmten japanischen Maler Katsushika Hokusai sowie an den erlesenen Speisen und Getränken.

Am nächsten Tag ist die Gräfin tot, das Landhaus ohne Strom und durch die Wassermassen von der Umwelt abgeschlossen. Ein klassisches Agatha-Christie-Szenario!

Ken beginnt bei Kerzenschein die Anwesenden zu befragen. Jede und Jeder scheint ein Motiv zu haben ...

Inzwischen ist die Identität des Toten vom Strand geklärt und Claudia Harms findet einen gut versteckten Konnex zur toten Gräfin. Da Takeda telefonisch nicht erreichbar ist, setzt sich Harms kurzerhand in ihr Auto und fährt trotz des Schietwetters zum Landsitz der Gräfin.

Meine Meinung:

Henrik Siebold greift diesmal nicht nur auf das „Closed-Room-Setting“ zurück, sondern auch zwei andere, äußerst beliebten Szenarien, nämlich das Vortäuschen des eigenen Todes bzw. den Wechsel von Identitäten. Dies allerdings so geschickt, dass die Handlung nicht überfrachtet wirkt. Die Spannung baut sich langsam auf, um dann mit der Ankunft von Claudia Harms ihren Höhepunkt zu finden.

Geschickt greift der Autor ein in Deutschland gerne vernachlässigtes Thema auf: Sklavenhandel und Kolonien. Halt, werden einige Leser sagen. Deutschland hat ja nur Deutsch-Südwestafrika als Kolonie gehabt und vergessen auf viele kleine Gebiete in Afrika, Mikronesien und auch im heutigen China. Ja, gemessen an den riesigen Kolonialreichen von Großbritannien und Frankreich, sind diese Gebiete fast, aber nur fast, vernachlässigbar. Ich erwähne stellvertretend den Völkermord an den Herero sowie die Ausbeutung von Land und Leuten. Außerdem war Hamburg einer der größten Überseehäfen Europas und die Hamburger Reedereien haben auch ihren Anteil am Sklavenhandel, indem sie Laderaum und Mannschaft zur Verfügung stellten.

Ich freue mich schon auf den nächsten Fall, wenn Claudia Harms und Kenjiro Takeda (hoffentlich) wieder gemeinsam ermitteln. Der Cliffhanger lässt hier einiges offen.

Fazit:

Wer die klassischen englischen Landhauskrimis mag, wird mit diesem Buch wirklich gut unterhalten. Ein feinsinniger Detektiv, ein einsames Landhaus und unvorhergesehene Wendungen sind eben die klassischen und passenden Zutaten zu einem fesselnden Krimi. Und das alles in eine hintergründige Story verpackt - so soll ein Krimi sein. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis