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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Minangel:

Die Ballkönigin - Walzernächte in Wien von Mara Andeck

Meine Meinung: Mara Andeck entführt uns in die Zeit von Sisi und Franz ins Jahre 1877: Komtess Clea wird in die Gesellschaft eingeführt und sie möchte um Biegen und Brechen nicht verheiratet werden. Ihre Meinung könnte sich ändern, als sie auf dem ersten Wiener Opernball Nikolaj begegnet. Doch er ist die angesagte Partie dieser Saison und so versucht Clea ihn zu meiden.

Ihre Wege kreuzen sich immer wieder schicksalshaft und als auch noch ein geheimnisvoller Briefeschreiber auftaucht, ist das das gefühlstechnische Chaos vorprogrammiert.
Das Setting in Wien ist wundervoll gewählt und es war mir eine Freude, von historisch fundierten Personen zu lesen und in ihre Welt einzutauchen mit der fiktiven Komtess Clea. Prachtvoll wurden die gesellschaftlichen Ereignisse beschrieben und verleiten den Leser daran lebhaft teilzunehmen. Die Autorin nahm sich die Freiheit heraus, witzige Dialoge zu schreiben, die bekannte Steifheit, Versnobtheit wurde vermenschlicht und zeugt von guten liebevollen Beziehungen innerhalb der Familie. Der eingestreute Briefwechsel einzelner Protagonisten lockert das Gelesene zusätzlich auf.
Meine Kritik liegt in einem für mich zu raschem Ende und einem ausführlichen Epilog.
Fazit: Bridgerton, Downton Abbey und andere historische Romane hätten eine Freude an Clea und ihrer Geschichte. Daher bekommt sie von mir 4,5 sehr gute Sterne.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Spannender Mix aus Familiendrama und Psychothriller

Nur eine Lüge - Zwei Familien, eine tödliche Verbindung von Malin Stehn

In ihrem neuen Roman "Nur eine Lüge" erzählt die schwedische Autorin Malin Stehn die spannende Geschichte der Familien Brandt und Nihlzén, die einst eng befreundet waren. Die Söhne spielten gemeinsam Fußball im Verein, die Eltern waren bei den Spielen dabei und trafen sich darüber hinaus häufig im privaten Rahmen.

Nach einem schrecklichen Unglück zerbrach die Freundschaft.
8 Jahre später findet auf einem Schloss eine prunkvolle Hochzeit mit vielen Gästen statt. Die 24-jährige Emily Brandt heiratet den drei Jahre älteren William Nihlzén. Alles könnte perfekt sein, wären da nicht Emilys unberechenbare Mutter Annika und ihr Bruder Erik. Die Feier findet ein abruptes Ende, als eine Leiche aufgefunden wird. Handelt es sich um einen Unfall, Selbstmord, oder ist ein Mord geschehen?
 
Die Geschichte ist auf zwei Zeitebenen erzählt. Im Hier und Jetzt erleben wir die Hochzeitsfeier, auf der zweiten Ebene werden die Ereignisse vor 8 Jahren geschildert, die zum Zerbrechen der Freundschaft zwischen den beiden Familien führte. Die Ereignisse werden aus der Sicht der jeweiligen Ich-Erzähler Emily Brandt, ihrem Bruder Erik, der Mutter Annika und ihrem Vater Mats geschildert. Durch diese Erzählweise aus vier unterschiedlichen Perspektiven konnte ich mich besonders gut in die Gedanken- und Gefühlswelt der Mitglieder der Familie Brandt hineinversetzen. 
 
Der Roman ist in schöner Sprache erzählt, liest sich sehr flüssig und fesselte mich von der ersten Seite an. Die Figuren sind bildhaft und authentisch dargestellt. Gekonnt verwebt die Autorin die Geschehnisse der Vergangenheit mit der Gegenwart. Es geht um die Wahrheit, Lügen und Schuld. Alte Konflikte treten zutage, gut gehütete Geheimnisse werden offenbart. Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Familiendrama und Psychothriller und hat mich bis zum überraschenden Ende bestens unterhalten. Ich freue mich bereits jetzt auf das nächste Buch der Autorin.
 
Absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von Petra Sch.:

zweiter Teil um die Regenbogenschön namens Ria

Ria Regenbogen und die Wolkenmagie (Band 2) von Laura Ellen Anderson

Im 2. Teil der Ria Regebogen-Reihe lernt Ria ihre Fähigkeiten als Regenbogenschön immer mehr kennen - kontrollieren kann sie diese allerdings noch nicht so wirklich.
Doch dann verschwinden sämtliche Wolkentiere nach und nach und Ria sieht seltsame Zeichen, die sonst niemand sieht. Als dann auch noch Nim, Rias Wolkenkater (der übrigens seeehr niedlich ist!), verschwindet, und die Wolkenlande sich aufzulösen zu beginnen, macht sich Ria mit ihren Freunden Nastassja Niederschlag und Minus Permafrost auf die Suche nach den Gründen für diese seltsamen Ereignisse.

Die Geschichte ist wieder wundervoll, magisch und fantasievoll und in einer wunderbaren und humorvollen Schreibweise verfasst.
Die Idee des Pfützportierens finde ich immer noch sooo genial und witzig!

Und wieder muss Ria die magischen Wetterlande retten, die durch eine noch gefährlichere Macht als im ersten Teil bedroht wird. Und sie merkt, dass dafür ihre Regenbogenmagie erforderlich ist, die sie aber überhaupt noch nicht unter Kontrolle hat.
Es ist spannend zu verfolgen, wie Ria die Gratwanderung meistert, um ihre Magie zu beherrschen, dabei aber keinen Schaden anzurichten; die Vorwürfe von sich zu weisen, dass sie Schuld an all den Problemen hat; ihren Wolkenkater zu vermissen und dann noch herauszufinden, wer dafür wirklich verantwortlich ist und v.a. dagegen anzukämpfen.

Freundschaft und Zusammenhalt sind wieder wichtige Themen, denn ohne die Hilfe ihrer Freunde Nastassja und Minus wäre Ria in ihren Bemühungen nicht so erfolgreich.
Und auch die Selbstlosigkeit von Lava von Glut und Gloria (über die man im ersten Band viel erfährt), ist enorm wichtig.
Im enthaltenen Krimi kann man auch als Erwachsener wieder toll miträtseln, wer denn für dieses Desaster verantwortlich ist.

Viele schwarz-weiß Illustrationen, von der Autorin selbst gezeichnet, sind passend humorvoll und peppen die Geschichte auf.
Die Portraits und Kurzbeschreibungen der handelnden Personen sowie die Übersicht über die Wetterlande zu Beginn der Geschichte sind informativ und hilfreich.


Fazit:
Gelungene Fortsetzung über die fantasievolle und magischen Wetter-Lande, wo Ria lernen muss, ihre neuen Kräfte zu beherrschen, um mal wieder die Welt (also die Wetterlande sowie die Erde) retten muss.

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Rezensionen von Netti:

Spannender historischer Roman um Zwangsheirat, Flucht und Leben

Der süße Duft der Reben von Tara Haigh

Der Klappentext und das schöne Wohlfühlcover haben mich sofort neugierig auf dieses Buch gemacht.
Es handelt sich hierbei um einen historischen Roman, der 1903 in England beginnt und danach die ganze Zeit in Spanien spielt.
Das Buch hat mich sehr schnell gepackt und durch seine interessante und spannende Geschichte, die sich bis zum Ende durch das Buch zieht, sehr gefesselt.

Wer hier einen klassischen Liebesroman erwartet wird erstaunt sein, denn das Buch hat sehr viel mehr zu bieten.
Das Buch handelt um Isabel, die zu ihrem 21. Gebutrstag von ihrem Vater hört, das sie ihren verhassten Cousin in Spanien heiraten soll. Auf dem Weg dahin tritt sie ihre Flucht an. Aber wer hätte gedacht , was für Gefahren in Spanien lauern können, die sich eine alleinstehende junge Frau entgegen stellen muss.
Die Ereignisse waren für mich meist nicht vorhersehbar und ich war immer erstaunt was alles passiert.
Die Figuren im Buch schließt man so wievon der Autorin gewollt entweder sehr ins Herzen oder aber man mag sie einfach nicht. Isabel gewinnt man sehr schnell lieb und kann ihre Gefühlslage und ihren Entscheidungen und Handlungen sehr gut nachvollziehen und nachempfinden .

Am liebsten hätte ich ihm 4,5 Sterne gegeben. Da dies aber nicht möglich ist, bekommt es 4 Sterne von mir. Einen halben Punkt Abzug hätte ich gegeben , weil mir manche Umschreibungen im Buch etwas zu lang/ viel waren.
Das ist aber nur meine persönliche Empfindung. Trotzdem ist es ein sehr spannender, abwechslungsreicher und interessanter Roman den ich weiter empfehlen kann.

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Rezensionen von drachenzahn:

Wer hat die höflichste Ziege?

Stolz und Vorurteil von Disney; Jane Austen

Das Buch „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen ist ein absoluter Klassiker und wird bis heute immer wieder gern gelesen oder neu erzählt. Hier nun versucht sich Disney an dem romantischen Stück und kreiert etwas gänzlich Neues. Das Endprodukt ist etwas absurd und amüsant, macht aber dennoch großen Spaß - allerdings wahrscheinlich nur für solche Leute, die sich mit beiden Ausgangstexten gut auskennen.

Um eine gute Mischung zu finden, wurden die Charaktere von Jane Austen dem des Disney-Universums angepasst und die Geschichte vereinfacht sowie umgeschrieben. Die grobe Handlung erinnert durchaus noch an das ursprüngliche Buch von Jane Austen. Jedoch glaube ich nicht, dass Vierjährige tatsächlich etwas mit der Handlung anfangen können. Das Thema ist viel zu komplex, als dass sie es wirklich verstehen und nachvollziehen könnten. Des Weiteren entwickelt sich die Geschichte ziemlich rasant und die Ereignisse überschlagen sich regelrecht.

Zudem tauchen sehr viele Charaktere auf einmal auf und kleine Kinder werden in der Flut wahrscheinlich die Orientierung verlieren. Man bekommt kaum Zeit, die einzelnen Figuren tatsächlich kennenzulernen. Am besten verstehen die Kinder wahrscheinlich noch den Wettbewerb rund um die höflichste Ziege, der jedoch selbst nichts mehr wirklich mit „Stolz und Vorurteil“ zu tun hat.

Brilliant sind allerdings die wunderschönen Illustrationen, die mit Charme und Humor die Geschichte begleiten und untermalen. Vieles was im Text so gar nicht steht, erhält erst durch die Bilder eine Sprache. Die Emotionen der Figuren werden perfekt dargestellt und man kann viele witzige Details entdecken. Allein diese Zeichnungen machen einen Kauf durchaus lohnenswert.

Insgesamt handelt es sich um eine amüsante Adaption von „Stolz und Vorurteil“, die jedoch die ursprüngliche Geschichte sehr abrupt zusammenfasst. Wahrscheinlich werden vor allem Erwachsene ihre Freude mit dem Buch haben, die sowohl mit Jane Austen als auch mit Entenhausen vertraut sind. Mich selbst hat es jedenfalls animiert, noch einmal das Original von „Stolz und Vorurteil“ aus dem Schrank zu holen.

Für die anvisierte Zielgruppe von vier Jahren finde ich es jedoch zu kompliziert. Kinder werden daher wahrscheinlich nur Teile der Geschichte nachvollziehen können, sich aber ansonsten an den tollen Illustrationen erfreuen. Der heimliche Star des Buches ist auf jeden Fall die freche Ziege Billy, die insbesondere bei den Kleinen auf große Begeisterung stoßen wird.

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Rezensionen von v_im_wunderland:

super geschrieben

Hab ich noch Hoffnung, oder muss ich mir welche machen? von Till Raether

Dieses kleine aber sehr feine Büchlein hat einen wirklich guten und überzeugenden Inhalt. Denn es geht um ein sehr spannendes und vor allem wichtiges Thema, wie können wir in diesen krisenhaften Zeiten Hoffnung für uns und unsere Lieben schöpfen und positiv in die Zukunft schauen. Dabei ist dieses Buch aber nicht ein banaler Ratgeber mit einfachen Lösungsansätzen.

Dieses Buch regt eher zum Nachdenken und dem Selbstgestalten von Lösungen an. Denn der Autor schildert sehr persönlich seine eigenen Erfahrungen aus der Vergangenheit und zeigt somit wie er selbst Hoffnung schöpft und den kleinen und großen Krisen und Katastrophen unserer Zeit begegnet. Ich finde das Buch sehr angenehm zu lesen. Ich konnte es sehr flüssig lesen, obwohl es ein Sachbuch ist und ich fand es sehr erhellend und gut geschrieben. Die Sprache empfand ich ebenso als sehr angenehm.

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Rezensionen von Alais:

Von Diven und Topfengolatschen

Mord im Filmstudio von Beate Maly

Dieses Buch mit seinem schmucken Jugendstilcover spielt gegen Ende der Stummfilmzeit in Wien. Im Mittelpunkt stehen die pensionierte Lehrerin Ernestine und der ehemalige Apotheker Anton, die zum ersten Mal in ihrem Leben als Statist und Statistin an einem großen Film mit rauschenden Kleidern mitwirken, worüber die eine mehr und der andere weniger begeistert ist.

Dieses Abenteuer wird für sie unversehens zu einer Mordermittlung, als die amtierende Filmdiva ermordet wird …

Für mich war das die erste Begegnung mit dieser historischen Krimireihe, die in den 1920er Jahren in Wien spielt. Es ist anscheinend schon der achte Fall, aber ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass mir Vorkenntnisse fehlen würden, und sowohl das ungewöhnliche Ermittlerpärchen Ernestine und Anton als auch ihre Familie wurden mir schnell vertraut. Vor allem Ernestine, die mit ihrer für die 1920er Jahre durchaus typischen Offenheit dazu beiträgt, dass sich die Geschichte frisch und beschwingt anfühlt, ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Es bereitete mir große Freude, den österreichischen Lokalkolorit mit so verheißungsvollen kulinarischen Verlockungen wie „Topfengolatschen“ zu genießen und zusammen mit Anton und Ernestine in eine exzentrische Filmwelt einzutauchen. Doch diese birgt Abgründe, die von den Nazis perfektionierte Grausamkeit der Menschen untereinander wirft ihre Schatten voraus und Antons Schwiegersohn erlebt antisemitische Anfeindungen durch seine Kollegen bei der Polizei. Mit sehr viel Empathie nähert sich die Autorin auch sehr bedrückenden Themen und stellt ihnen die Menschlichkeit von Ernestine und Anton entgegen.

Ein lesenswerter Wohlfühlkrimi, der auch sehr ernste Seiten hat.

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Rezensionen von BR:

Anonymität

Kant und das Leben nach dem Tod von Marcel Häußler

Der Fund von Leichenteilen gibt der Polizei Rätsel auf: Die Teile sind wohl aufgetaut, so dass der Tod schon lange her sein könnte; und es scheint niemand vermisst zu sein. Das Team um den Hauptkommissar Kant deckt auf dass der Tote weiterhin in seinem Wohnumfeld mit Mietzahlungen und Rentenempfang als lebend gegolten hat.

Wir lernen in diesem eher trostlosen und einsamen Milieu einige Menschen kennen. Und doch zeichnet sich lange nicht ab, wer wirklich mit den Morden zu tun hat. Als Leser rätselt man mit wie sich die vielleicht große Zahl an möglichen weiteren Opfern aufdecken lassen könnte.

Ich kenne das Münchner Team bereits aus dem vorigen Band. Mir gefällt die Zusammensetzung der Personen, die Darstellung der einzelnen Charaktere, jeder hat ein bisschen an seinem Leben zu tragen. Und doch ergänzen sie sich und bringen die Ermittlungen Stück für Stück voran.
Die Spannung wird durchgängig gehalten bis letztlich einer meiner Verdachtsmomente zur Auflösung führt.

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Rezensionen von Lesemama:

Buhuen muss gelernt sein

Flitz und Fluse - Gespenster-Training leicht gemacht von Annette Moser

Zum Buch:

Die Gespenstergeschwister Flitz und Fluse ziehen mir ihren Eltern in das alte Försterhaus im Wald. Da sagt sich Besuch an, ausgerechnet Tante Twister. Die Geschwister sollen zeigen wie gut sie Spuken können, sonst müssen sie den Sommer in die Gespensterschule zu Tante Twister.

Dabei halten die Grausewitz so gar nichts von dem klassischen spuken.


Meine Meinung:

Ich fand das Cover schon so vielversprechend.
Die Geschichte beginnt mit dem Umzug, dann kommt Tante Twister zu Besuch. Leicht zu lesen, einfach zu verstehen und die Illustrationen sind zuckersüß. Zum Beispiel Mama Grausewitz mit ihrem Babybauch, oder Onkel Polter, der in einer Hüpfburg wohnt. Sehr süß gemacht.
Die Geschichte ist in acht Kapitel aufgeteilt, pro Seite oder Dopelseite nicht zu viel Text. Eignet sich sehr gut zum Vorlesen für mutige Kinder ab vier, mit der Fibelschrift können es geübte ErstleserInnen auch selber (Vor)Lesen. Und es macht einfach Spaß.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Die Weihnachtsgeschichte als Krippenspiel

Oskar entdeckt die Weihnachtsfreude von Katrin Grieco

Oskar ist total unglücklich mit seiner Rolle, die ihm Frau Lieblich für´s Krippenspiel zugeteilt hat. Warum ausgerechnet ein Kamel? Viel lieber würde er den Sterndeuter oder einen der Hirten spielen. Oder den Josef. Er fühlt sich in dem Kostüm, dessen Maske ihm dauernd über die Augen rutscht, gar nicht wohl.

Dauernd muss er aufpassen, dass er mit seinen Hufen nicht irgendwo hängen bleibt oder mit seinen Höckern die Palme streift. Große Freude kommt bei ihm nicht auf. Im Gegenteil – er verheddert sich, reißt ein Schaf und den Sterndeuter mit sich zu Boden. Bis der kleine Weihnachtsstern Lisa, der oben an der Decke hängt, alle aus ihrer Erstarrung reißt. Denn sie weiß: Eine große Freude kam auf die Erde.

Was für ein niedliches, liebevoll geschriebenes Hardcover-Kinderbuch, das den Zauber der Weihnacht und die Freude, die damit einhergeht, so treffend beschreibt. Autorin Katrin Grieco bringt die Weihnachtsgeschichte mit ihrem Krippenspiel für die Kinder ab 3 Jahren in kurzen, knappen Sätzen, genau auf den Punkt. Dazu die mit liebevollen Kleinigkeiten gespickten farbenfrohen Illustrationen von Arabell Watzlawik, die die Geschichte gekonnt in Bilder umsetzt und untermalt. Die die Gegensätze des muffelig dreinschauenden Kamels Oskar und dem strahlenden Stern Lisa richtig einfühlsam heraus hebt. Und ich mich beim Anschauen der Bilder sehr gut gerade in Oskar hinein versetzen kann.
Ein wundervolles Buch, bei dem ich aus dem Schwärmen nicht heraus komme.

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