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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

Wer traut sich als erstes

Nicht die Haare waschen von Nanna Neßhöver

Auf dem Cover ist das verhasste Shampoo schon zu sehen und der Löwe wirkt panisch, während alle anderen Tiere davonlaufen. Auf der ersten Seite lernen wir die Tiere genauer kennen. Affe, Lama, Löwe, Zebra und der kleine Elefant haben eine Schlamm-Party gefeiert und nun geht es in die Wanne. „Klatsche in die Hände!“ ist die Aufforderung auf dieser Seite.

Das werden die Kinder gerne machen, aber was hat es mit der Geschichte zu tun? „Heute müssen wir aber auch…“ Das Kind soll raten, was das sein könnte, und soll deshalb die Augen schließen. Auf der grellroten Seite sehen wir den Tieren die Panik an, sie sollen die Haare waschen. Jedes Kind kennt das, denn das macht einfach keinen Spaß. Alle Tiere haben sich versteckt und das Kind soll sie herauslocken. Einfach herrlich, wie sich das Zebra an den Baum klammert. Da fasst sich das Zebra ein Herz und das Kind wird aufgefordert „Blinzle einmal kräftig“ auch hier kein Bezug zur Handlung. Dann muss das Kind auf die Shampoo-Flasche drücken und dem Zebra die Haare waschen, das macht total Sinn! Um das Flüstern des Lamas zu verstehen, muss man nahe an sein Ohr. So landen am Ende fast alle in der Wanne, doch eines fehlt und deshalb muss das Buch noch mal von vorne angeschaut werden.
Die Bilder dieses Pappbilderbuches sind einfach so spaßig anzuschauen, aber die Mitmachaufforderungen hätten besser durchdacht sein können und sich mehr auf die Handlung beziehen sollen. So streicht man auf einer der letzten Seiten über die abgebildeten Bäume, aber warum???

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Rezensionen von Anndlich:

Herz oder Pflicht?

When The King Falls von Marie Niehoff

Vampire herrschen über die Menschheit und jedes Jahr zur Wintersonnenwende wählt der König eine Blutbraut für sich aus den Menschen aus. Unterdrückt von den Vampiren hat sich unter den Menschen eine Rebellion gebildet, die den König fallen sehen möchte. In dieser Rebellion ist Florence aufgewachsen und wurde von Geburt an darauf vorbereitet, die Blutbraut den Königs zu werden und als Attentäterin in die Geschichtsbücher einzugehen.

Florence soll das Vertrauen des Königs gewinnen und ihn am Ende töten. Doch nicht auf alles kann man vorbereitet sein, schon gar nicht auf das eigene Herz.

When the King falls ist der erste Band der Vampir-Royals-Dilogie von Marie Niehoff, die Autorin überzeugt mit einem flüssigen und bildhaften Schreibstil, der die Charaktere zum Leben erweckt und sie ausgesprochen nahbar macht.

Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive von Florence Hawthorne die in einer Familie, die sich gegen den König stemmen möchte, aufgewachsen ist und darauf vorbereitet wurde, den König zu Fall zu bringen. Dementsprechend sind ihre Gedankengänge von Zerrissenheit geprägt, die für mich komplett nachvollziehbar waren. Marie Niehoff hat durch sie eindrücklich gezeigt, dass das Leben nicht nur Schwarz-Weiß ist und es nicht den einen ‚richtigen‘ Standpunkt gibt.
König Benedict blieb insgesamt eher blass, was nicht nur an seinem Vampirdasein liegt. Zwar lässt sich schnell erkennen, dass er in vielen Punkten nicht mit Flos anerzogenen Bild übereinstimmt, weil sein Handeln dagegenspricht, aber die Dialoge zwischen den beiden sind noch unterpräsentiert, sodass seine Gedankenwelt und sein Wertesystem noch nicht greifbar sind.

Doch When the King falls überzeugt mich durch die Zerrissenheit Flos, dem Aufbrechen von schwarz-weiß denken und einer schnellen Erzählweise, die zum Ende hin auch noch viele Überraschungen und Schreckensmomente bereit hält. Das Ende lässt mich gespannt auf den Abschluss der Dilogie warten. Glücklicherweise erscheint The Queen will rise bereits in zwei Wochen.

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Rezensionen von buchstabensuechtig:

Stimme meiner Generation

Hab ich noch Hoffnung, oder muss ich mir welche machen? von Till Raether

Till Raether ist ungefähr mein Jahrgang - wahrscheinlich auch ein Grund, weshalb ich mich in die Geschehnisse, die er aus seiner Jugend schildert, und die damit verbundenen Gefühle sehr gut einfühlen kann.
Geschickt und humorvoll vergleicht er selbst Erlebtes, die Bedrohung durch den kalten Krieg, die Atombombengefahr, und die Hoffnung, die er selbst aus Demonstrationen, aus dem eigenen Handeln heraus gewinnen konnte, mit den Bedrohungen, die heute die Zukunft der Jungen und Heranwachsenden verdüstern.

Klimakatastrophe, Pandemie, Wetterkapriolen. Und er fragt sich, wie man noch Hoffnung haben kann in Zeiten wie diesen.
Wunderbare Sätze wie "Mein Sohn, drei Jahre älter [also 14 zu jener Zeit] schwänzte die Schule, um zur Fridays-for-Future-Demo zu gehen, und irgendwann schwänzte er die Schule und die FFF-Demo, um einfach nur mit seinen Freunden in der Stadt abzuhängen, das fand ich fast noch besser, weil: auf jugendliche Weise noch hoffnungsvoller" zeigen mit einer Leichtigkeit auf, dass Jugendliche, fast noch Kinder, heute bereits viel offener, aber auch viel selbstbewusster für ihre Zukunft einstehen, einstehen müssen, als wir das damals mussten. Mit 14 hatte ich noch das Vertrauen, die Hoffnung, dass "die Erwachsenen" alles richtig machen würden - das hat wohl heute kein einziges "Kind" mehr.
Denn auch wenn die Lage hoffnungslos erscheint - Till Raethers Zeilen machen auf nachdenkliche, reflektierte Weise Mut und Zuversicht und zeigen auf, wie wichtig es ist, Hoffnung zu haben, aber auch, wie wichtig es ist, etwas dafür zu tun, dass diese Hoffnung berechtigt ist.

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Rezensionen von evaki:

Norwegens Frauenemanzipation Anfang des 19. Jahrhunderts

Aufs Meer hinaus von Cecilie Enger

Cecile Enger führt uns mit ihrem Roman "Aufs Meer hinaus" sehr gefühlvoll in die Welt der Mädchen und Frauen des Norwegens Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Eine besondere Atmosphäre spürt man in diesem Land am Meer mit ihren Fjorden und Buchten und einer streng christlichen und von Männern dominierten Welt.

Da fühlt man sich der Protagonistin Bertha Torgersen doch sehr nah und freut sich über jeden mutigen Schritt, den diese junge Frau selbstständig in ihre Freiheit wagt. Viele Stolpersteine liegen den Frauen dieser Zeit im Weg. Der Vergleich zum Leben der heutigen Frauen, in afrikanischen und arabischen Ländern, scheint nicht viel Unterschied auszumachen. Eigentlich ein Unding in unserer Zeit. Selbst die Freiheit zum gleichen Geschlecht ist vielen Frauen und Männern ja heute noch unmöglich. Das Buch bringt uns in vielerlei Hinsicht stark zum Nachdenken! 1913 wurde übrigens das Frauenwahlrecht in Norwegen zugelassen in Deutschland erst 1918 und in Saudi-Arabien erst 2015. Das Buch ist eine echte Leseempfehlung, nicht nur ein Frauenbuch, denn es kommt ohne einen erhobenen Finger aus, Themen anzusprechen, die heute eigentlich für alle selbstverständlich sein sollten. Klar und gut übersetzt von Gabriele Haefs liest sich das Buch flüssig und schnell.

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Rezensionen von nanu?!:

Winterwunderweihnachtlich!

Fräulein Gewürzzauber - Zimtküsse und Honigduft von Stephanie Marzian

Lena könnte glücklicher nicht sein: Ihr Freund Max zieht nun endlich bei ihr ein, denn die beiden sind bis über beide Ohren ineinander verliebt. Und ihre Zuckerbäckerei, das "Fräulein Gewürzzauber", läuft so erfolgreich wie nie zuvor.
Könnte nicht immer alles so perfekt laufen? Doch es ziehen erste graue Wolken in Lenas Paradies auf.

Eine anstrengende Verwandte von Max nistet sich ungefragt in Lenas Wohnung ein, und eine andere, noch anstrengendere Person, hat es auf Lenas guten Ruf als Zuckerbäckerin abgesehen.
Ob Weihnachten überhaupt noch zu retten ist?

Diese Geschichte ist die perfekte Weihnachtslektüre, wenn man vor den Feiertagen Lust auf etwas leichtes und winterwunderweihnachtliches bekommt.
Ich gebe zu, die ersten zwei, drei Kapitel sind vielleicht etwas sehr kitschig geraten, aber Lenas Zuckerbäckerwelt gerät bald ins Wanken. Sie kriegt es mit einer Back-Influencerin zu tun, die Lenas Ruf öffentlich in Frage stellt.
Diese Influencerin ist so gemein, da kriegt man als Leserin richtige Rachefantasien und will dieses Biest nur scheitern sehen. Mit Lena kann man also richtig mitfiebern.
Nebenbei findet Lena auch noch das Tagebuch ihrer Urgroßmutter Elvi, und wie einen Adventskalender, liest Lena jeden Tag ein Stück darin weiter. Elvis Geschichte ist nicht weniger spannend, so hofft man auch auf ein gutes Ende für sie.
Aber das ist noch längst nicht alles, mit dem Lena sich herumschlagen muss. Es scheint wie verhext, jeden Tag tut sich etwas Neues auf.

Aufgeteilt ist das Buch in 24, nicht zu langen Kapiteln. So kann man jeden Tag bis Weihnachten leicht ein Kapitel schaffen, und man freut sich schon richtig auf den nächsten Tag.
Bei diesem Buch handelt es sich auch schon um den zweiten Band, was ich vorher nicht wusste. Das machte aber nichts, folgen konnte ich der Handlung problemlos.
Süß fand ich die Nachnamen aller handelnden Personen. Sie alle beschreiben so ein bisschen den Charakter seiner Besitzer. So heißen die Menschen dort Sonnenschein, Himmelreich oder Fuchs.
Die Gesamtstimmung ist sehr weihnachtlich. überall funkelt und glitzert es, und es scheint immer zu schneien.
Und natürlich wird man am Ende das Buch zufrieden zuklappen und sich wunderbar auf die Weihnachtstage eingestimmt haben.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Sigrun Alten:

Packerl – ein brillantes Literaturpaket

Packerl von Anna Neata

Anna Neata ist mit diesem Buch ein großer Familien- und Frauenroman gelungen. In einer unsentimentalen, klaren Sprache vermag sie Lebenswelten, Stimmungen und psychische Zustände mit großer Empathie zu vermitteln, ohne jemals ins Kitschige abzugleiten. Das Schweigen und die Sprachlosigkeit innerhalb der Familie – weitergetragen von einer Generation zur anderen – führt zu Verwerfungen und zu einem mehr oder weniger subtilen Unglücklichsein, aus dem es scheinbar keinen Ausweg gibt.

Gleichzeitig ist das Buch ein Spiegel der gesellschaftlichen Veränderungen von der Nazizeit bis in die Gegenwart. Eine absolute Empfehlung.

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Rezensionen von nerdyplanties_and_books:

Sachbuch für Erstleser

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 13 - Umweltschutz von Carola von Kessel

Das Buch Umweltschutz aus der Wieso? Weshalb? Warum? Reihe für Erstleser ist ein tolles Buch für diese Altersgruppe zu einem sehr aktuellen Thema.
Die Schrift ist groß und somit gut lesbar für diese Altersgruppe. Die Texte sind kurz und einfach aufgebaut. Auf jeder Seite findet sich eine Kombination aus Fotos und sehr detailliert gestalteten Illustrationen.

Das Buch ist in vier große Kapitel gegliedert. Diese vier Themenbereiche sind dann in viele einzelne Unterkapitel, die verschiedenste Fragestellungen zu diesem Thema behandeln, unterteilt. So werden z.B. die Fragen „Weshalb heizt sich die Erde auf?“, „Was geschieht mit unserem Müll?“ oder „Warum ist Wasser so wichtig?“ beantwortet.
Nach jedem großen Kapitel gibt es verschiedene Leserätsel, wo das zuvor erarbeitete Wissen nochmal spielerisch überprüft werden kann.

Fazit: Der Aufbau des Buches gefällt mir sehr gut. Es wird sehr viel Wissen, zu einem komplexen Thema, einfach vermittelt. Die zahlreichen Bilder und Illustrationen sorgen für Abwechslung und lockern die einzelnen Seiten etwas auf. Ich glaube auch, dass der interaktive Teil mit den Leserätsel bei den Kindern ganz gut ankommt. Alles in allem ein tolles Buch für Leseeinsteiger.

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Rezensionen von Kapitel60:

Der etwas andere Gesundheitsratgeber

OUTLIVE von Peter Attia

Outlive von Dr. Peter Attia, erschienen im Ullstein Verlag, ist ein umfassender Gesundheitsratgeber. Das Buch gliedert sich in insgesamt drei Teilbereiche und umfasst ca. 640 Seiten, wobei die letzten 90 Seiten Danksagungen und das Register enthalten.

Worum geht's?
Dr. Peter Attilas Gesundheitsratgeber hilft eine Strategie für ein besseres, gesünderes und längeres Leben zu entwickeln.

Es wird im Buch detailliert auf die drei Risikoerkrankungen eingegangen, nämlich Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie neurodegenerative Erkrankungen. Der dritte und letzte Teil des Buches gibt Aufschluss darüber, welche Lebensbereiche verbessert werden sollten. Nämlich Bewegung, Ernährung, Schlaf und seelische Gesundheit.

Cover und Schreibstil
Das Cover ist sehr minimalistisch gestaltet, soll aber wohl einen Menschen, der auf dem Weg ins Licht ist, darstellen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und obwohl natürlich viele Fachausdrücke vorkommen, ist es leicht verständlich. Die Seiten sind prall gefüllt und auch die Schriftgröße ist sehr klein. Das mag anfangs eher abschreckend wirken, hat man jedoch erst einmal angefangen, kann man kaum wieder aufhören.

Fazit
Wie bereits erwähnt, ist es mir schwer gefallen, das Buch wieder aus den Händen zu legen. Trotz der vielen Informationen ist es irrsinnig gut zu lesen. Anfangs störten mich die vielen Bezüge zu Bekannten und Kollegen etwas, aber die ganzen Geschichten sind durchaus interessant. Obwohl hier natürlich keine großen Geheimnisse verraten werden – die gibt es ja ohnehin nicht – konnte ich viele neue Erkenntnisse mitnehmen. Vor allem das Kapitel vom Schlaf fand ich sehr aufschlussreich. Das predige ich innerhalb meiner Familie schon lange, dass der Schlaf einfach wichtig ist. Schön, wenn das von einem Fachmann bestätigt wird. Auch in punkto Ernährung lernt man anscheinend nie aus. Hier wurde wirklich nichts vergessen. Der Name, Dr. Peter Attia, wird sich jedenfalls in meinem Gehirn verankern.

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Rezensionen von reimon:

Angenehm leichte Lektüre mit Tiefgang

Eine halbe Ewigkeit von Ildikó von Kürthy

Die Autorin gibt sehr gekonnt Einblick in den Werdegang einer Frau „in den besten Jahren“ - so würde es zumindest bei einem Mann genannt. Der Satz aus dem Klappentext: „Ich bin frei, und der Rest meines Lebens kann endlich beginnen!“ sagt schon viel über das Buch aus. Es erzählt von Frauenleben - und es wäre schön, wenn es auch viele Männer zu lesen bekämen.

Als die Kinder aus dem Haus sind und ihre Ehe mürbe geworden ist, fragt sich Cora - vielen noch bekannt aus „Mondscheintarif“ - wie ihr Leben weitergehen soll und was sie mit ihren Erinnerungen und mit ihrer „Schuld“ anfangen kann. So nimmt sie uns mit, immer weiter zurück in ihre Vergangenheit. Die Wechseljahre mit all ihren Widrigkeiten werden durch diese Reflexion auch für sie zur Chance auf erfreuliche Veränderungen.

Das Cover lässt mich an Urlaub am Meer denken. Das eine offene neben mehreren noch abgedunkelten Fenstern passt wunderbar zur Geschichte.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

Leben am Abgrund

All das zu verlieren von Leïla Slimani

Eine Frau (Adèle) taumelt dem Abgrund ihres Lebens entgegen. Es ist ihr völlig bewusst. Dennoch kann sie sich nicht gegen ihre Triebe, die ihr Leben beherrschen, stellen.
Was für ein Buch! Es zu lesen schmerzt. Ich mag mir kaum vorstellen, was diese Frau alles durchmacht. Andererseits schafft Adèle es vielleicht, sich aus dieser Spirale zu befreien.

Einmal begonnen, konnte ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Empfehlung!

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