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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ruth:

Ein literarisches Spiel

Das Philosophenschiff von Michael Köhlmeier

Michael Köhlmeier greift in seinem neuesten Roman eine historische Begebenheit auf und verknüpft diese mit einer fiktiven Biographie.
Die titelgebenden Philosophenschiffe gab es tatsächlich. Bei dieser Aktion der bolschewistischen Regierung wurden im September und November 1922 missliebige Intellektuelle außer Landes gebracht.

Lenin war der Urheber dieser Ausweisung und Trotzki verteidigte die Maßnahme als Akt „ vorausschauender Humanität“.
Auf einem dieser Schiffe befindet sich in Köhlmeiers Roman die vierzehnjährige Anouk mit ihren Eltern. Der Vater, ein Professor der Universität Sankt Petersburg und die Mutter, eine Ornithologin, gehören beide der sog. Intelligenzija an und sympathisieren mit den Bolschewiken. Doch leider verkehrten sie mit Personen, die verdächtig waren und das machte sie gleichermaßen verdächtig.
Das Mädchen macht nun auf dem Schiff die Bekanntschaft eines Passagiers, der Tage später heimlich an Bord gebracht wird: Lenin selbst. Aber er ist nicht mehr der große Held des Volkes, sondern ein gebrechlicher, kranker Mann im Rollstuhl. Die beiden ungleichen Passagiere treffen sich öfter und unterhalten sich und eines Tages belauscht Anouk ein Gespräch zwischen Lenin und und einem Fremden. Ein sehr aufschlussreiches Gespräch, das für Lenin ein tragisches Ende nimmt.
Köhlmeier selbst, das will er uns zumindest glauben machen, hat die Geschichte von Anouk höchstpersönlich. Die ist mittlerweile eine hochbetagte Dame und war eine der bedeutendsten Architektinnen des 20. Jahrhunderts. Und sie wünscht sich den bekannten Autor als Biographen. Er soll ihre Lebensgeschichte niederschreiben, denn er steht in dem Ruf, ein Schriftsteller zu sein, „ dem man nicht glaubt, was er schreibt.“
Anhand der Vita dieser faszinierenden Frau entwirft Köhlmeier ein plastisches Bild russisch- sowjetischer Geschichte. Er schreibt von Hunger und Verfolgung, von Ermordung und Exil. Zahlreiche reale Figuren tauchen im Roman auf, ihre Lebensgeschichte und ihr oft gewaltsames Ende erzählt Köhlmeier.
Dabei geht er zurück bis in die Zarenzeit und zeigt eine Kontinuität innerhalb der russischen Geschichte. Despoten unterschiedlicher Coleur wechseln sich ab; mögen sich auch ihre Weltanschauungen unterscheiden, so bleiben ihre Methoden doch dieselben.
Anspielungen auf heutige Verhältnisse und Personen sind sicherlich beabsichtigt. So z.B. wenn Köhlmeier von Zar Pawel I. schreibt, „ Er ließ sich einen Tisch zimmern, gut acht Meter lang, an dem empfing er seine Gäste, immer nur einen, er auf der einen Seite des Tisches, der Gast auf der anderen. Zunächst habe er den benachbarten Staatsmännern geschmeichelt und so getan, als sei er einer von ihnen, aber dann habe er Kriegspläne erstellen lassen, zuerst gegen die Ukraine, die er Kleinrussland genannt haben wollte.“
Und auch mit solchen Sätzen entlarvt Köhlmeier den Typus des Autokraten: „ Einer zerstört ein ganzes Land, richtet Millionen Menschen zugrunde, lässt Millionen umbringen, schafft eine neue Gesellschaft - man denkt, solche Männer handeln aus ebenso großen Motiven, weltumfassenden Motiven, Gerechtigkeit, Freiheit, Friede, Ordnung, Ruhe. Und dann stellt sich heraus, es ist gar nicht so. Er ist gekränkt worden, persönlich gekränkt.“
Köhlmeier mischt hier sehr gekonnt und sprachlich versiert Fiktion und Realität. Seine fiktive Hauptfigur gibt ihm schriftstellerische Freiheiten, die er mit einer historisch verbürgten Figur nicht gehabt hätte. Sie und ihre Familie stehen exemplarisch für das Schicksal vieler Exilanten.
Dadurch, dass er sich selbst in den Roman schreibt, gewinnt dieser noch zusätzlich an Authentizität.
Ein literarisches Spiel und eine anspruchsvolle Lektüre!

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Rezensionen von kabo16:

Atemberaubend

Oxen. Pilgrim von Jens Henrik Jensen

Dieser sechste Teil von Oxen ist mal wieder richtig gut, fast so wie der erste Teil. Von Anfang an bin ich bei dieser Thriller-Reihe mit dabei. Immer super spannend und kaum vorstellbar, was alles in unserer Welt passiert, um dann von Jens Henrik Jensen in eine Geschichte umgewandelt zu werden.

Dieses Mal geht es um die berühmten Panama Papiere, die 2016 durch ein Datenleck an die Öffentlichkeit gelangten. Steuer- und Geldwäschedelikte stehen auf dieser Liste, die Margarethe Franck mit einer Begleitung sicher nach Dänemark bringen soll. Eingefädelt hat das ihr alter Chef Axel Mossman. Franck ist seit dem letzten Fall suspendiert. Oxen nach langer Krankheit am Wandern. Sally Finnsen, Polizistin, sucht immer noch nach dem Mörder ihres Bruders. Sie alle kommen zusammen und machen diesen Thriller faszinierend und atemberaubend.
Wie ein roter Faden zieht sich der Zusammenhalt von Oxen, Franck und Mossman durch die Serie. Zweifel gibt es, aber sie klären sich. Ich bin gespannt ob das bei Sally auch so wird.
Ich glaube nämlich an einen siebten Teil.

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Rezensionen von Lesemama:

Vampire an die Macht

When The King Falls von Marie Niehoff

Zum Buch:

Jedes Jahr zur Wintersonnenwende nimmt sich König Benedict eine Blutbraut für ein Jahr. Unter zehn Anwärterinnen kann er wählen, eine davon ist Florence, sie ist aber auch ein Teil der Rebellen, die den Tod von König Benedict sehen wollen. Es heißt, Menschen gegen Vampire, Recht gegen Unrecht.

Oder sind die Vampire gar nicht die Monster, für die die Menschen sie halten?


Meine Meinung:

Ich habe schon ewig keinen Vampirroman mehr gelesen und war gespannt. Und ich muss sagen, er hat mir überraschend gut gefallen. Ein lockerer Schreibstil, interessante Charaktere, vielleicht ein bisschen ein langsamer Einstieg, es dauert bis was passiert. Aber die Charaktere, allen voran Benedict und Florence sind interessant gestaltet, dann noch Lyra, die Schwester von Benedict, die ein sympathischer und liebenswerter Vampir zu sein scheint und wie sich zwischen Florence und ihr eine Freundschaft anbahnt. Das alles hat mir richtig gut gefallen. Es ist schön zu lesen, es kribbelt, es knistert und dann ist Band eins zu Ende ... ein fieser Cliffhänger. Also, schnell Band zwei besorgen, der zum Glück bald erscheint.

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Rezensionen von PMelittaM:

Eine griechische Heldin

Atalanta von Jennifer Saint

Atalanta wird direkt nach ihrer Geburt von ihrem Vater ausgesetzt, eine Bärenmutter zieht sie zusammen mit ihrem Nachwuchs auf, schließlich wird sie von Artemis, der Göttin der Jagd, aufgenommen.

Atalanta entwickelt sich zu einer starken und talentierten Jägerin, die schneller als jeder andere laufen kann, so dass Artemis sie schließlich ausschickt, sich zu ihren Ehren den Argonauten anzuschließen.

Diese sind zwar zunächst gar nicht davon angetan, eine Frau in ihren Reihen aufzunehmen, entschließen sich aber dann doch dazu.

Die Argonautensaga ist sicher den meisten zumindest in Grundzügen bekannt. Sie nimmt in diesem Roman einen großen Part ein, aber auch Atalantas Leben vor- und nachher wird erzählt. Die Autorin lässt dabei die Protagonistin selbst in Ich-Form erzählen, was der Geschichte guttut. Atalanta kommt mir trotzdem nicht so nahe, wie ich es mir gewünscht hätte, ihre Gedankengänge und Gefühle kann ich zwar verstehen, aber nicht immer nachempfinden. Das ist aber etwas, was vielen Romanen, die sie sich mit mythologischen Charakteren befassen, eigen ist, erzählt werden keine „normalen“ Leben, so dass man sich nicht unbedingt mit den Charakteren identifizieren kann.

Atalantas Leben ist interessant, und auch immer wieder spannend. Artemis hat Atalanta zudem eine Bedingung gestellt. Schon vorher hat man erlebt, was Artemis von Männern hält, und wie sie mit Gefährtinnen umgeht, die Männern näher gekommen sind, egal ob gewollt oder, meist, ungewollt. Atalanta also soll die Finger von Männern lassen, gar nicht so einfach, wenn man auf einem Schiff voller Männer unterwegs ist, und darunter auch welche sind, die man mag. Dass Atalanta mit so vielen Helden unterwegs ist, und sich behaupten kann, gibt dem Roman einen feministischen Touch.

Atalantas Name sagte mit erst einmal nichts, obwohl ich natürlich die Argonautensaga kenne, jetzt, nach dem Lesen, werde ich ihn wohl nie wieder vergessen. Ich habe während des Lesens viel gegoogelt, vor allem auch die anderen Argonauten, die Autorin erwähnt eine ganze Reihe, aber natürlich auch Atalanta. Der Autorin ist es in meinen Augen gut gelungen, die mythologischen Geschichten zu verarbeiten und atmosphärisch umzusetzen. Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen.

Atalanta – ein Name, der nun in meinem Wissen um die griechische Mythologie seinen Platz gefunden hat. Der Roman ist atmosphärisch erzählt, und auch wenn mir die Protagonistin nicht so nahe gekommen ist, wie ich es erhofft habe, habe ich ihr Leben interessiert begleitet und den Roman gerne gelesen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Auch Pastorentöchter sind heiß

Die geilen Pastorentöchter | Erotische Geschichten von Holly Rose

Linda soll von einem Freund ihres Vaters auf die richtige Bahn zurück gebracht werden. Gut, dass es da Hanno gibt, der sie rettet. Katja lernt in ihrem Waldcafé einen Priester kennen und wird seine wunderbare Gespielin. Miriam lernt bei ihrer Reise auf dem Jakobsweg Jenny und Jakob kennen und die drei haben viel Spaß miteinander.

Katie will raus aus der muffigen Welt der Kirche und Viola hilft ihr mit ganz speziellen Mitteln dabei.
Holly Rose bringt mich in ihren neun hoch erotischen Geschichten zu den unterschiedlichsten Orten, die alle mit der Kirche zu tun haben, mit interessanten Menschen und ich lerne ihre ganz speziellen Vorlieben kennen. Ich habe schon mehrere Bücher von ihr gelesen und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Mir gefällt ihr leichter, lockerer, sehr freizügiger Erzählstil ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen, sehr gut. Mit ihren Geschichten knipst sie sofort mein Kopfkino an, das dann heiß läuft. Meinen Geschmack hat sie mit ihren neun erotischen, abwechslungsreichen Geschichten sehr gut getroffen.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte der Autorin als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

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Rezensionen von Daggy:

Tolle Freunde

Drei Kinder und ein kleiner Hund von Maria Braig; Ursula Maria Wartmann

Die Schwestern Nele und Toni freuen sich auf die gemeinsamen Ferien mit ihren Eltern, sie wollen mit dem Hausboot durch Holland schippern. Doch dann bekommen die Eltern einen eiligen und dringenden Auftrag und deshalb sollen die beiden bei ihrer Oma bleiben. Nachdem sich ihre Wut etwas gelegt hat, freuen sich die beiden dann doch, dass Papa das Gartenhäuschen für die hergerichtet hat.

Sie dürfen sogar dort übernachten. Mareike und Astrid, das Paar von nebenan werden sich ein wenig um sie kümmern. Doch dann vergisst Nele die Tür des Gartenhäuschens abzuschließen und schon nistet sich Jo mit seinem niedlichen kleinen Hundewelpen Willi dort ein. Doch die Vier schließen schnell Freundschaft und nun gilt es Jo zu helfen, der Schlimmes zu Hause erleben musste und nun nicht mehr zurückwill. Doch die tatkräftigen Mädchen haben einige gute Ideen.
Der Großvater der beiden Mädchen kommt aus Kamerun und deshalb spielt in einigen Situationen die dunkle Hausfarbe der beiden eine Rolle. Nele und Toni sind ganz normale Schwestern, sie zanken sich und halten, wenn es darauf ankommt, zusammen. Jos Leben ist zurzeit nicht ganz einfach, sein Vater kann den frühen Tod seiner Frau nicht verkraften und kümmert sich wenig um seinen Sohn, der doch auch den Tod seiner Mutter noch nicht überwunden hat.
Besonders Toni mag ich, weil sie einfach alles sagt, was ihr in den Kopf kommt, und meist hat sie damit ja auch Recht.
Obwohl das Buch einige Probleme anspricht, so bleibt es doch positiv gestimmt und am Ende sieht es sehr hoffnungsvoll aus.

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Rezensionen von Daggy:

Suche nach Nähe

Wer umarmt den kleinen Igel? von Jana Bauer

Vielleicht kennen Sie auch das kleine Filmchen, dass man zu Weihnachten in Internet anschauen kann. Da will sich keiner neben den Igel setzten bis die Tiere seine Stacheln mit Styroporstücken „entschärfen“. In diesem Bilderbuch geht es auch um einen Igel, der plötzlich das Gefühl hat „Ich muss jemanden umarmen“.

Doch sowohl der Elefant als auch der Bär finden eine Ausrede, weshalb sie das nicht können. Erst der als Fuchs verkleidetet Pelle sagt ihm die Wahrheit und er ist es auch der versucht eine Lösung zu finden. Zunächst versucht er die Tiere des Waldes mit Schildern und dem Versprechen „König des Waldes“ zu werden dazu zubewegen den versteckten Igel zu umarmen. Doch die Schildkröte, die sich als einzige dafür interessiert, fühlt sich getäuscht. Pelle baut eine Maschine, die den Igel umarmt, aber das ist dem Igel nicht warm genug. So wendet sich Pelle um Hilfe an die Elster, doch die ist auch nicht sehr hilfsbereit und der Igel liegt verzweifelt auf dem Waldboden und Pelle befürchtet er werde vor Kummer sterben. Natürlich geht die Geschichte gut aus, aber sie bringt uns alle doch sehr zum Nachdenken. Hätten wir den Igel umarmen wollen? Oder hätten wir ihm auch mit einer Ausrede abgespeist? Hätten wir, wie Pelle versucht zu helfen?
Der Text ist schon sehr lang, aber gut zu lesen und zu verstehen. Die Bilder zeigen bekleidete Tiere nur bei den Vögeln sieht man nur das Gefieder. Die Zeichnungen sind zart und die Gesichter haben wenig Ausdruck, lediglich durch die Haltung wird der Text unterstützt.

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Baden macht Spaß

Babymia. Es ist Zeit, zu baden! von Rocio Bonilla

Diese kleinen Pappbilderbücher um Babymia sind immer Anschauens wert. Diesmal geht Mia baden. Deshalb war ich erstaun, dass der Hund Luke zunächst Gassi geht. Babymia, wie immer im gestreiften Ganzteiler schaut hinter Papas Bein hervor dem Hund hinterher. Dann geht sie mit viel Spielzeug im Arm Richtung Bad.

Ausgezogen steht sie vor der vollen Wanne, die „so viele schöne Blasen“ hat. Wir sehen nur Mamas Hand und etwas Arm, sie sagt Mia, was sie waschen soll. Danach wird gespielt und dann wird Mia in ein großes grünes Handtuch gepackt und wir „hören“ ein Wuff. Luke macht Mia mit seinen dreckigen Pfoten am ganzen Körper wieder schmutzig und Mia wird wohl noch einmal baden müssen. Auf der letzten Doppelseite sind wieder Begriffe zu sehen, die wir im Buch finden können.
Eine fröhliche kleine Geschichte mit wundervollen Bildern. Und kurzen Texten.

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Rezensionen von Daggy:

Prinzessin zu Hause

Ein Tag im Schloss von Susanne Lütje

Nach „Ein Tag im Leuchtturm“ lernen wir nun den Tageablauf im Schloss kennen. Die Form des Buches entspricht den Umrissen eines Schlosses und ist schon deshalb eine besonderes Pappbilderbuch. Das Cover zeigt das Schloss von außen und Prinzessin Pina winkt uns fröhlich zu. Die erste Doppelseite zeigt sie in ihrem Bett beim Frühstück.

Hier sehen wir auch den kleinen grünen Drachen und die schone gestreifte orange Katze. Danach werden uns die andren Zimmer gezeigt, im Keller schläft ein Geist. Pina kommt vom Ausritt zurück und muss ihr Pony striegeln. Dann saust sie auf dem Treppengeländer nach unten, um im Thronsaal eine Vorstellung zu geben. Am Abend liegt unserer kleine Prinzessin schon schlafend in ihrem Bett.
Ich frage mich, ist das jetzt wegen der weiblichen Protagonistin und der vielen rosa Farbe ein typisches Mädchenbuch? Allerdings ist Pina schon eine sehr aktive Prinzessin, die Hand anlegt und sich nicht sehr prinzessinnenhaft benimmt. In jedem Fall macht das Anschauen Spaß und kleinen Vierzeiler sind gut zu lesen.

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Rezensionen von Daggy:

Ein Freund rettet Anders

Irgendwie Anders von Kathryn Cave

Das sitzt der kleine blaue Anders auf seinem gemütlichen Sessel und schaut etwas verloren aus dem Cover. „Er wusste, dass er irgendwie anders war, denn alle fanden das.“ Ein sehr trauriger Anfangssatz. So steht er ganz allein mit dem Rücken zu uns und alle anderen Tiere lehnen ihn ab. Egal, wie Anders auch versucht mit den anderen zu spielen, sie weigern sich, denn er aß komische Sachen.

So geht Anders zu sich nach Hause und die Tiere schauen ihm hinterher, besonders die Giraffen schauen sehr böse.
Als er zu Hause ist, klopft es an seine Tür und ein Etwas möchte zu ihm hinein. Anders gefällt das nicht und auch als Etwas ihm erklärt, dass sie sich ähneln, kann er den Neuen nicht akzeptieren. Erst als Etwas traurig losgeht, holt ihn Anders wieder zurück. Sie mache nun alles zusammen, auch die Spiele an denen Anders nicht teilhaben durfte. Und am allerbesten gefällt mir die letzte Seite. Denn wenn noch jemand käme, der „nicht ist wie wir“ und der nicht „dazu gehört“, dann „rücken sie einfach ein bisschen zusammen.“ Und auf dem Bild sitzen die beiden auf dem gelben Sessel und in der Mitte sitzt ein Mädchen.
Dieses Pappbilderbuch zeigt sehr genau auf, wie es sich anfühlt abgelehnt und ausgegrenzt zu werden. Sensible Kinder werden sich da schwertun das auszuhalten. Die Lösung besteht daran einen neuen Freund zu finden dem es genauso geht, der auch anders ist. Das ist schön für Anders, trotzdem hätte es mir besser gefalle, wenn die anderen Tiere eingesehen hätten, dass ihr Verhalten falsch ist.
Die Texte sind recht kurz und werden durch die Bilder sehr schön verstärkt, einige Seiten sind wie ein Comic mit kleinen Bilder gestaltet.

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