Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LeserinLu :
Einblicke in unterdrückte Gefühlswelten
Krummes Holz von Julja Linhof
"Krummes Holz" verwebt eine drückende und melancholische Stimmung, die den Leser emotional mitreißt und in ihren Sog zieht, mit der Geschichte von Jirka, der nach vielen Jahren zurück auf den Bauernhof seiner Familie kommt. Der schwüle Sommer wird nicht nur durch die Hitze der Umgebung spürbar, sondern durchtränkt auch die zwischenmenschlichen Beziehungen mit einer erdrückenden Atmosphäre.
Die vernachlässigten Räume des heruntergewirtschafteten Gutshofs spiegeln die zerrütteten Beziehungen der Familie wider, durch Linhofs bildreiche, kraftvolle Sprache bekommt man Einblicke in Jirkas Gefühlswelt.
Als Jirka ankommt, ist sein Vater nicht da, seine Schwester lebt an ihm vorbei und seine Oma aufgrund von Demenz in ihrer eigenen Welt, die Mutter ist schon vor langer Zeit verstorben. Dies alles hinterlässt eine Leere, die Jirka nicht füllen kann und die sich durch das gesamte Werk zieht. Die Wand des Schweigens, die von der dementen Großmutter und der unversöhnlichen Schwester aufgebaut wird, verstärkt das Gefühl der Isolation und Verlassenheit. Jirkas Rückkehr in diese beklemmende Umgebung lässt die Erinnerungen an eine gewalttätige Kindheit und eine depressive Mutter aufleben. Dann ist da aber noch Leander, der Sohn des alten Gutsverwalters.
Die unterdrückte Liebe zu Leander und die damit verbundene Komplexität der Beziehungen vertiefen die Melancholie des Romans. Die Enttäuschungen und gebrochenen Hoffnungen werden nicht nur erzählt, sondern förmlich durch die Seiten getragen, sodass der Leser mit jedem Wort tiefer in den emotionalen Strudel gezogen wird. "Krummes Holz" ist somit nicht nur ein Buch, sondern eine intensive Gefühlserfahrung, die den Leser mitnimmt und auf die man emotional vorbereitet sein sollte.
Rezensionen von Claudia R:
Vielfalt und Diversität
Und zum Schluss ein bunter Kuss von Johanna Klement
Klappentext / Inhalt:
Mit einem Gutenachtkuss träumt sichs besser.
Es wird dunkel, Schlafenszeit. Karuun will von Dinosauriern träumen, die kleine Ella über Bösewichte siegen, für Mara sollen Zauberfeen her, andere wünschen Piraten, Knusperhäuschen oder Meer und Strand. Doch ganz egal wo es im Traum hingeht, wichtig ist, vorher einen Gutenachtkuss zu bekommen, ob nun von Mama, zwei Papas, der großen Schwester, der Oma oder dem Babysitter.
Egal wer dich ins Bettchen bringt,
wer für dich liest, wer für dich singt,
für den bist du auf dieser Welt,
der tollste Mensch, das ist, was zählt!
• Diversität im Bilderbuch – Träume sind genauso vielfältig wie der familiäre Gutenachtkuss
• Zauberhaft gereimtes Einschlafbuch zum Wieder- und Wiederlesen
• Kuschelige Einschlafszenen und wilde Träume
Cover:
Farbenfroh und niedlich ist das Cover gestaltet. schlafend sind hier drei verschiedene Kinder erkennbar, jedes in seiner ganz eigenen Kuschel- und Schlafposition. Optisch und farblich ist es sehr schön umgesetzt und greift bereits hier die Thematik toll auf.
Meinung:
Eine wundervolle, bunte und vielfältige Gute-Nacht Geschichte. Es vermittelt, dass jedes Kind anders und besonders ist und auch jede zu Bett geh Situation ist anders. Manch einer wird von den Eltern, der großen Schwester oder vielleicht dem Babysitter ins Bett gebracht. Und so ist auch der Kuss am Schluss ein anderer, mal auf die Nase, auf die Wanke oder die Piratenaugenklappe. Und auch die Träume sind sehr verschiedenen. Vielfalt und Diversität werden hier sehr natürlich und authentisch, ohne erhobenen Zeigefinder oder belehrend zu wirken, vermittelt. Die bunte Vielfalt und Normalität wird hier geschickt und gelungen herüber gebracht.
Die Bilder und Illustrationen sind bunt und wundervoll gezeichnet. Jede Doppelseite widmet sich einem anderen Kind und dessen Traum, sowie Einschlafritual. Die Zeichnungen sind sehr farbenfroh und detailreich. Diese sind wunderschön und passend umgesetzt.
Die Geschichte ist in Reimform verfasst und auch diese lassen sich sehr gut und flüssig lesen. Die Reime wirken nicht aufgesetzt, sondern sind rund und toll gewählt. Das Abschließende Ritual des Kusses findet sich an jedem Ende bei jedem Kind wieder, auch wenn der eigentliche Kuss ein anderer ist.
Jedes Kind und jeder Traum ist anders. Und auch die Vielfalt und Diversion wird hier sehr natürlich und authentisch eingebaut. Die Umsetzung ist gut gelungen und das Buch lädt zum Entdecken, Anschauen und Träumen ein. Fantasievoll und Farbenfroh wird hier Diversion und Vielfalt vermittelt. Mir hat dies sehr gut gefallen und besonders die Umsetzung ist richtig toll gelungen.
Ein wundervolles Gute-Nacht-Geschichte Buch, was man gern immer wieder zur Hand nimmt.
Fazit:
Fantasievoll und Farbenfroh wird hier Diversität und Vielfalt vermittelt.
Rezensionen von LEXI:
Eine Hommage an das Backen und an die Liebe - ein zauberhaftes Buch!
Der späte Ruhm der Mrs. Quinn von Olivia Ford
Eine Hommage an das Backen und an die Liebe - ein zauberhaftes Buch!
Jennifer Quinn ist eine glücklich verheiratete ältere Dame mit einer großen Leidenschaft für das Backen. Als sie sich heimlich als Kandidatin für eine Fernseh-Backshow bewirbt, erfüllt sie sich einen großen Traum. Doch Jenny bewahrt ein weiteres, außerordentlich gut gehütetes Geheimnis, das ihr gesamtes Leben in seinen Grundfesten erschüttern könnte.
Die Protagonistin Jenny Quinn fungiert in diesem Roman als authentische Sympathieträgerin. Ihr zur Seite stehen ein liebevoller Ehemann und ein paar charmante Nebenfiguren. Der Leser wird sowohl durch die überzeugende Charakterzeichnung, als auch durch die Interaktionen der handelnden Figuren emotional in die Geschichte einbezogen. Der Erzählstrang aus der Vergangenheit spielt eine gewichtige Rolle im Buch und hebt sich durch ein kursives Schriftbild vom aktuellen Geschehen in der Gegenwart ab.
Olivia Fords erzählt eine berührende Geschichte über eine jahrzehntelange, von großer Zuneigung und tiefer gegenseitiger Wertschätzung getragenen und harmonischen Ehe. Sie schreibt über das gemeinsame Älterwerden, über Seelenqualen, verursacht durch traumatische und verdrängte Ereignisse in der Vergangenheit. „Der späte Ruhm der Mrs. Quinn“ ist eine Geschichte über das Wahrnehmen von Chancen, es ist voller Hoffnung, Zuversicht und Treue, voller berührender Worte und Handlungen – und es enthüllt nach und nach ein sorgsam gehütetes Geheimnis.
Olivia Ford erzählt von einer innigen, alles verzeihenden Liebe eines betagten Ehepaares, von gegenseitigem Respekt, dem Schmerz des Loslassens und Vergebung. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Mut, auch in hohem Alter noch etwas Neues zu wagen und zu versuchen, einen Lebenstraum zu verwirklichen.
Der beständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart katapultiert den Leser in eine emotionale Achterbahn der Gefühle und war für mich eine echte Bereicherung. Ich habe zudem den wundervollen Schreibstil der Autorin genossen, er entspricht in jeder Hinsicht meinem Lesegeschmack. Die einzelnen Backwerke der Protagonistin wurden derart anschaulich beschrieben, dass man nicht nur die Bilder vor seinem inneren Auge hat, sondern den aromatischen Duft der köstlichen Kreationen oftmals sogar zu riechen vermeint.
Mein einzige Kritikpunkt ist das Gendern (sowohl durch Genderzeichen, als auch durch Beidnennung) in diesem Roman, welches ich persönlich als grauenhaft und großes Ärgernis empfinde. Abgesehen davon war dieses Buch jedoch ein absolutes Lese-Highlight! Es weckt die Sehnsucht nach einem langen, erfüllenden Leben mit einem geliebten Partner an der Seite und es könnte einige Leser darüber hinaus auch dazu anregen, sich ebenfalls in die Küche zu begeben und Mrs. Quinns liebstem Hobby zu frönen: dem Backen!
Ich möchte abschließend noch auf die hochwertige Aufmachung und die überaus anziehende Optik dieser Hardcover-Ausgabe hinweisen, die nicht nur durch ein gefälliges Cover und eine harmonische Farbgestaltung, sondern auch durch ein Lesebändchen besticht. Der Anblick des appetitlich angerichteten Törtchens in der Hand der Bäckerin, umrahmt von großen goldenen Lettern, verführt den Leser geradezu, dieses Buch zur Hand zu nehmen.
Fazit: „Der späte Ruhm der Mrs. Quinn“ hat mir inhaltlich ausgezeichnet gefallen und mich tief bewegt. Es ist eine unbeschreiblich schöne Geschichte zum Träumen, zum Lachen und zum Weinen – ich habe dieses Buch mit all meinen Sinnen genossen und bedauerte es zutiefst, mich nach der letzten Seite von diesem liebenswerten älteren Ehepaar verabschieden zu müssen… zu gerne hätte ich ihre Geschicke noch ein klein wenig weiterverfolgt!
Ich vergebe begeisterte fünf Bewertungssterne und eine ganz klare Leseempfehlung für dieses bezaubernde Buch!
Rezensionen von trebor:
Roboter-Vielfalt
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 14 - Roboter von Annette Neubauer
In Folge 14 "Roboter" der Erstleser-Reihe der beliebten Wieso Weshalb Warum-Bücher vermittelt das Autorenduo Annette Neubauer und Sebastian Coenen Kindern die vielfältige Welt der Roboteranwendungen.
Die Erscheinungsformen von Robotern sind ebenso vielgestaltig wie die Anwendungsgebiete.
Nicht nur in Freizeit und Haushalt, sondern auch in Forschung, Medizin, Pflege sowie Industrie, Ökologie und im Dienstleistungsgewerbe kommen Roboter zum Einsatz.
Die Erklärungen erfolgen in einfachen Sätzen und kurzen Abschnitten. Alle Texte werden ergänzt durch Fotos oder anschauliche Illustrationen.
Zur Vertiefung des Gelernten gibt es nach jedem Kapitel ein Leserätsel. Das obligatorische Leselotto, und die Sticker dürfen natürlich nicht fehlen.
Somit werden nicht nur die kognitiven, sondern auch die motorischen Fähigkeiten geschult.
Rezensionen von miriamB:
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Nicht ich von Zeruya Shalev
Vor knapp 30 Jahren veröffentlichte Zeruya Shalev diesen Roman in Israel. Er wurde von der Kritik gnadenlos verrissen. Sie war ganz eindeutig ihrer Zeit voraus. Mittlerweile gehört die Autorin zu den wichtigsten literarischen Stimmen Israels, hat zahlreiche Preise und Ehrungen erhalten und somit wurde ihr Debütroman jetzt auch ins Deutsche übertragen.
Es ist ein wirklich seltsames Buch: eine Art literarisches Kaleidoskop voller zusammenhangloser (Alb)traumbilder, zerfetzter Gedanken und Gefühle, voller überbordender Symbolik. Das Lesen ist ein ständiges Deuten und Interpretieren. Da verwandeln sich Kinder in Monster und dann wieder in Engel, der Exmann klaut die Gebärmutter und der Vater verwandelt sich in eine Kuckucksuhr. Es ist eine rasanter Monolog ohne chronologische oder logische Ordnung. Manchmal absurd, manchmal komisch, manchmal tragisch.
Die Wirklichkeit des Romans versteckt sich irgendwo zwischen all diesen bizarren Sequenzen.
Mittlerweile wird der Roman von der Kritik hochgejubelt - ich glaube trotzdem, dass er seiner Zeit nach wie vor weit voraus ist. Es ist ein Buch, das ich mit keinem anderen vergleichen kann.
Der Stil ist spannend, fesselnd, faszinierend – ich konnte es nicht aus der Hand legen. Leider bedeutet dies nicht, dass ich es auch nur ansatzweise verstanden hätte...
Genossen habe ich diese Verwirrung auf 208 Seiten trotzdem - es ist wirklich ein außergewöhnliches Buch.
Ich kann diesen Roman empfehlen, auch wenn ich niemanden kenne, dem ich es schenken würde. Dieses psychedelische Leseexperiment muss jeder selbständig wagen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Buchhändler!
;-)
Rezensionen von LeserinLu :
Heist-Movie zum Lesen
Mayfair House von Alex Hay
Als begeisterter Fan von Heist-Movies und historischen Romanen war ich gespannt auf Alex Hays "Mayfair House". Die Beschreibung des prächtigen London des Jahres 1905, in dem die Tochter des verstorbenen Mr. de Vries die luxuriöseste Villa an der Park Lane zusammen mit zahlreichen Angestellten bewohnt, erinnert, wie in der Ankündigung beschrieben, in der Tat sofort an Downtown Abbey.
Die opulente Ausstattung des Anwesens, von funkelnden Kronleuchtern bis zu kostbaren Kunstwerken, wird von Hay detailreich dargestellt und lässt die Atmosphäre dieser vergangenen Ära lebendig werden.
Der Auftakt des Romans mit der Entlassung von Mrs. Kings, der langjährigen Haushälterin, nach dem Tod des Hausherrn, verspricht bereits eine fesselnde Handlung. Die darauffolgende Entwicklung, in der sich Mrs. Kings und ihre bunte Komplizinnengruppe zusammentun, um einen gewagten Raubüberfall während eines prunkvollen Kostümballs zu planen, erinnert an die Spannung und Raffinesse von Filmen wie "Ocean’s 8". Wie auch in diesem Film wird im Verlauf des Romans deutlich, dass jede der insgesamt sieben Diebinnen auch ihre eigene Agenda verfolgt, dass es schließlich aber auf Zusammenhalt und weibliches Empowerment ankommt.
Trotz der Vielzahl von Charakteren konnte ich mich voll und ganz in die Geschichte vertiefen. Jede Figur hatte ihre eigene Geschichte und Motivation, was ihnen Tiefe verlieh und dazu beitrug, die Handlung facettenreich zu gestalten. Die Leerstellen in Bezug auf die Figuren und die Spannungen zwischen ihnen fand ich gerade gut. Für mich macht das auch den Reiz des Romans aus. Über eine Fortsetzung des Romans würde ich mich daher sehr freuen, weil ich den Frauen dann noch einmal begegnen und weitere Teile ihrer Geschichte entdecken könnte. Die detaillierten Pläne des Raubüberfalls und die Handlungen der beteiligten Frauen, die erst nach und nach enthüllt werden, fesselten mich von Anfang bis Ende und ließen keine Langeweile aufkommen.
Alles in allem würde ich "Mayfair House" jedem empfehlen, der eine mitreißende Mischung aus Spannung, historischem Flair und britischem Flair sucht. Auch über eine Verfilmung des Romans würde ich mich definitiv sehr freuen!
Rezensionen von brauneye29:
Runder Abschluss
Kinderklinik Weißensee - Geteilte Träume von Antonia Blum
Zum Inhalt:
Lissi kann es kaum erwarten endlich Assistenzärztin an der Kinderklinik Weißensee zu werden. Aber der Direktor der Klinik scheint aufgrund ihrer verformen Beine wenig von ihr zu halten und legt ihr immer wieder neue Steine in den Weg obwohl sie so begabt ist. Als Polio in Berlin wieder ausbricht fürchtet Lissi das Schlimmste, verliert ihren Mut und riskiert ihre große Liebe.
Meine Meinung:
Schade, dass die Serie nun abgeschlossen ist. Ich fand es total interessant, das auf und ab und die Schwierigkeiten mit und in der Klinik und der Personen zu begleiten. Gerade auch die ganze Mangelwirtschaft, das Fehlen von Baustoffen und die ganze Eigeninitiative etwas zu verändern, hat mir gut gefallen. Schön fand ich, dass auch Marlene weiter eine Rolle gespielt hat, wenn auch auf andere Art als zuvor. Der Schreibstil hat mir gut gefallen.
Fazit:
Runder Abschluss
Rezensionen von Lilli33:
Bombenterror im Namen des Klimaschutzes
Stummer Schrei von Arne Dahl
Bombenterror im Namen des Klimaschutzes
Inhalt:
Zuerst explodiert der BMW eines Stahl-Bosses, dann ein Marketingmanager der Autoindustrie. Die Polizistin Eva Nyman erhält einen Brief mit einer weiteren Bombendrohung. Der Wortlaut erinnert sie sofort an ihren ehemaligen Chef Lukas Frisell, der vor Jahren den Dienst quittiert hat und seitdem im Wald lebt.
Ist er der Terrorbomber, wie der Täter von der Presse genannt wird?
Meine Meinung:
„Stummer Schrei“ ist der Auftaktband einer neuen Reihe des erfolgreichen schwedischen Autors Arne Dahl. Obwohl es gleich mit viel Action los geht, konnte mich das Buch nicht von Anfang an packen. Von den Figuren war mir keine wirklich sympathisch. Von einem „eingeschweißten Team“ wie es in der Kurzbeschreibung heißt, würde ich bei den Ermittlern nicht sprechen. Ich hatte eher das Gefühl, jeder wurstelt vor sich hin, ohne sich mit den anderen abzusprechen. Jeder hat Geheimnisse vor den anderen und mit gegenseitigem Vertrauen ist es auch nicht weit her.Dadurch fiel es mir zunächst recht schwer, mich auf die Geschichte einzulassen. Anfangs gibt es vor allem die Bombenanschläge, aber wenig Polizeiarbeit. Alles fokussiert sich auf den einzigen Verdächtigen - bis diesem ein kleiner Coup gelingt. Nun wird es interessanter und richtig spannend, sodass ich immer mehr in den Bann dieser Story gezogen wurde und am Ende fast traurig war, dass es vorbei ist. Wobei - vorbei ist es noch lange nicht, wie der Cliffhanger am Ende des Buches vermuten lässt.
Rezensionen von Schlafmurmel:
wo sind die Leichen
Eric Holler: Leichen im Kanal von Roman Just
Es scheint, als ob das Cover eine gelungene Mischung aus verschiedenen Elementen bietet, die auf die Handlung des Buches hinweisen. Die Kombination aus Kanal, Schiff, Abendrot, Pistole und der Ansicht der Stadt Gelsenkirchen gibt bereits einen interessanten Einblick in die Atmosphäre des Krimis.
Die Gliederung des Buches in vier Akte plus Rückblende, mit kurz gehaltenen Kapiteln ohne Zeit- oder Ortsangaben, klingt nach einer strukturierten Erzählweise.
Der Fokus auf die Gegenwart und der angenehme Großdruck könnten das Lesevergnügen weiter steigern.
Die Einschätzung des Schreibstils als bildhaft, aber mitunter etwas zu geschraubt, gibt eine gute Vorstellung von der Sprachgestaltung des Autors. Die Frage nach dem Dialekt in Gelsenkirchen und die Einbindung von Lokalkolorit, einschließlich Bezug zu Schalke 04, zeigen eine Auseinandersetzung mit der regionalen Authentizität.
Die Einordnung als Cosy-Krimi ohne grausige Beschreibungen von Opfern, aber dennoch mit überraschenden Wendungen und Gesellschaftskritik, könnte für Leserinnen und Leser, die nach einer eher entspannten Krimierfahrung suchen, interessant sein.
Die Charakterisierung von Eric Holler als seriösem und kompetenten Privatdetektiv, clever und körperlich wie rhetorisch schlagkräftig, vermittelt ein klares Bild der Hauptfigur. Die Andeutung von persönlichen Hintergründen und einer möglichen Weiterentwicklung seiner Beziehung zu Silvia könnte zusätzliche Spannungselemente bieten.
Insgesamt scheint "Leichen im Kanal" eine gelungene Mischung aus verschiedenen Elementen zu sein, die Krimifans ansprechen könnte. Zeitweise musste ich schon beim Lesen schmunzeln, es war wieder ein toller Krimi, den ich gerne weiterempfehle
Rezensionen von Lesemama:
Ivy und Reed
Auden Hill University – How Far We Fall von Julia Pauss
Zum Buch:
Ivy kommt aus einfachen Verhältnissen und hat ein Stipendium auf der elitäre Auden Hill University bekommen. Gleich in ihrer ersten Woche trifft sie auf Reed, der aus reichem Elternhaus stammt und sie von Beginn an spüren lässt, dass sie "nur" eine Stipendieatin ist.
Jedesmal wenn die beiden aufeinander treffen sprühen die Funken.
Aber da ist auch noch das Geheimnis von Delilah, die mysteriös ums Leben kam und das Ivy aufdecken möchte
Meine Meinung:
Ich mag College Romane und ich mag auch wenn aus Feinden Liebende werden. Eine spannende und geheimnisvolle Story mit interessanten Charakteren. Ich habe es richtig gern gelesen.
Die mysteriöse Stimmung zog sich durch die ganze Geschichte und ich konnte kaum aufhören zu lesen, denn ich wollte immer wieder wissen wie es weitergeht. Es war unterhaltsam, romantisch, spannend und lesenswert. Die Lovestory zwischen Ivy und Reed war von Beginn an spürbar, hätte der mich aber noch intensiver sein dürfen.











