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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sheilo:

Eine wundervolle Buchreihe im Gesamtpaket

Only One Song | Only one Letter | Only One Note – 3 Romane in einem eBook! von Anne Goldberg

Die Only-One-Reihe ist perfekt für alle, die Abwechslung beim Lesen lieben. Jedes Buch ist dabei auf seine eigene Art und Weise besonders und der Autorin Anne Goldberg ist es wirklich gelungen, ein fantastisches Leseerlebnis zu zaubern. Trotz der Unterschiedlichkeit der Bücher besitzen sie neben dem tollen Schreibstil der Autorin eine Gemeinsamkeit und einige Charakter dürfen wir jeweils in den anderen Bänden wieder treffen.

"Only One Song" bildet den Einstieg in die Reihe und wir lernen wundervolle, authentische Protagonisten kennen. Theo, die zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts hinter der Bar arbeitet und ehrenamtlich Tieren das Leben rettet. Sie trifft den charmanten Musiker Winston und es knistert so richtig zwischen den beiden. Eine tolle Rockstar Romance Geschichte, die ganz ohne die typischen Klischees auskommt und absolut fesselnd ist. Für mich persönlich enthält dieser Band eine perfekte Mischung aus amüsanten und emotionalen Szenen - mein Favorit der Reihe.

Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen, ohne das dies auf den ersten Blick offensichtlich ist, das und vieles mehr Lesen wir in "Only One Note". Liz leidet unter Panikattacken, aber zusammen mit dem neuen Mitbewohner ihrer Freundin Amber, Nate, lernt sie mit diesen umzugehen. Nate wird für sie zur Stütze und dabei ist Liz auch so wichtig für ihn selbst. Man darf sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle voller Aufs und Abs sowie tolle Charakter freuen.
Die Geschichte wechselt dabei immer wieder zwischen der Vergangenheit und Gegenwart, was für mich wirklich eine Menge Spannung ins Buch gebracht hat. Ich liebe die Geschichte wirklich sehr.

"Only One Letter" bildet den Abschluss der Reihe und ist für mich der emotionalste Band. Ich habe so einige Tränen vergossen.
Nell und Charles sind bereits zu Beginn des Buches ein Paar, welches schon sehr viele Jahre miteinander erlebt hat. Doch ein Ereignis sorgt für einen Riss in ihrer Beziehung. Man spürt die tiefen Gefühle im Buch deutlich und wie sehr sich Charles, aus dessen Sichtweise das Buch geschrieben wurde, bemüht, damit die Beziehung der beiden so kurz vor der geplanten Hochzeit nicht zerbricht. Für mich hatte dieser Band den größten Plot-Twist der Reihe, jedoch passt alles super zusammen und die Spannung steigt bis zum Ende immer mehr.

Insgesamt finde ich diese Reihe der Autorin wirklich toll, da jedes Buch für sich mich begeistert hat. Daher gibt es von mir eine große Leseempfehlung.

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Rezensionen von Natalie:

Die letzten zwölf Stunden und das Leben davor

Notizen zu einer Hinrichtung von Danya Kukafka

Worum gehts?
Zwölf Stunden sind noch übrig, bis Ansel Packer hingerichtet werden soll. Er weiß genau, weshalb er jetzt genau dort ist, wo er ist. Trotzdem will er nicht sterben. Doch wie kam es überhaupt dazu? Ansels Geschichte wird dem Leser durch die Perspektive von drei Frauen aus seinem Leben erzählt…

Mein Fazit:
Der Aufbau dieses Buchs ist extrem spannend und gleichzeitig total anders, als man es zu Beginn erwarten würde.

Einerseits begleiten wir Ansel in seinen letzten Stunden vor der geplanten Hinrichtung, welche in der zweiten Person geschrieben sind. Unterbrochen werden diesen letzten Stunden durch Blicke in seine Vergangenheit - und zwar aus der Sicht von drei Frauen, die in ganz unterschiedlichen Beziehungen zu ihm standen. Durch diese Perspektiven erhält man ein unglaublich eindringliches Bild. Nicht nur von Ansel und wie es dazu kam, dass er ein Serienmörder wurde, sondern der Fokus liegt vor allem bei den Frauen und wie ihr Leben durch ihn beeinflusst wurde. Man durchläuft beim Lesen so ziemlich alle Gefühlslagen und die Autorin hat mit diesem Buch eine besondere Herangehensweise an dieses Thema geschaffen. Schön war auch, dass die Opfer nicht vergessen wurden und man zum Schluss nochmal einen ganz speziellen Einblick zu ihnen bekommt. Ein Buch, dass fesselt, unglaublich gut geschrieben ist und definitiv auch zum Nachdenken anregt. Leseempfehlung von mir.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Mega schön

Das Leuchten der Blätter von Patricia Koelle

Ava lernte man ja schon im Vorgängerband kennen. Man weiss, dass sie eigentlich mehr will, als nur den Antiquitätenladen ihrer verstorbenen Tante weiter zu führen. Doch da sie sich ihr verbunden fühlt, getraut sie sich nicht, ihre eigenen Träume zu verwirklichen und den Laden neu zu gestalten oder eventuell aufzugeben.

Ava lebt auch sonst sehr zurückgezogen.

Ein Symbol auf einem Gegenstand, das Ava auch schon aufgefallen ist, springt einer Kundin ins Auge - zusammen mit ihr, Solvie, Amerikanerin mit deutschen Wurzeln, wagt Ava den Schritt raus aus den vier Wänden.

Die zwei sind sehr unterschiedliche Frauen, introvertiert die eine, extrovertiert die andere und dennoch verstehen sie sich gut. So gut, dass Ava sich Solvie anschliesst und endlich mal Urlaub macht. Natürlich dient dieser Urlaub nicht nur der Erholung, sondern auch der Suche nach dem Ursprung dieses Symbols. Auf einer alten umgebauten Burg kommen sie diesem Geheimnis immer näher.

Auch diesen Band hab ich sehr genossen - die spezielle heimelige Atmosphäre, die Autorin Patricia Koelle immer wieder schafft, ist auch hier anzutreffen. Ihre Romane sind Ferien für die Seele, wie ich schon öfters geschrieben habe. Kunsthandwerk und Wälder sind natürlich auch hier wieder die Themen, um die herum sich dieser dritte Band ansiedelt. Dieses Mal ist es unter anderem das Thema Gartenraum - und zaungestaltung, mit dem einige Figuren sich beruflich beschäftigen.

"Das Leuchten der Blätter" erzählt abwechslungsreich die Geschichte des dritten Windes. Nach Ende der Lektüre bin ich auf den vierten und letzten Band der Reihe gespannt.

Fazit: Mega schöner dritter Band!
5 Punkte.

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Rezensionen von kabo16:

Hier bestimmt die KI das gewünschte Abenteuer

Die Burg von Ursula Poznanski

Ursula Poznanski hat mich mit diesem Thriller mal wieder richtig positiv überrascht. Schon längere Zeit ist ihr keine so spannende Geschichte gelungen.
KI ist zur Zeit in aller Munde und wird von vielen hochgelobt, von anderen fast als Teufelszeug angesehen. Sehr viel weiß man als Laie eigentlich nicht darüber.

Kann sie wirklich selbstständig handeln oder lernen, oder ist alles eine Sache der Eingabedaten.
Also gemischte Gefühle bei den meisten von uns. Und auf dieser Ebene baut der Thriller auf.
Escape-Räume kennt jeder. Hier ist es eine ganze Burg, die für die Spieler umgebaut wurde, um Puzzle zu legen, knifflige Rätsel zu lösen oder etwas zu suchen um die nächste Tür öffnen zu können und vor aufregenden neuen Abenteuern zu stehen.
Der Besitzer Nevio lädt fünf Personen als Tester ein. Sie dürfen die Burg als erste Gruppe innerhalb einer gewissen Zeit testen. Eine Influencerin, ein ehemaliger Olympiaschwimmer, ein Historiker, ein Escaperoom Besitzer und eine fleißige Rätselraterin sind mit von der Partie.
Alle haben ihre Stärken und ihre Schwächen. Sie wollen ein Abenteuer, sie wollen natürlich gegen die künstliche Intelligenz gewinnen. Sie entscheiden gemeinsam wie ihr Spiel werden soll.
Leser lass dich überraschen wie es ausgeht.
Genialer Thriller! Da stellt sich die Frage: Wer hat ihn geschrieben?

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Maureen auf Reise

Die erstaunliche Entdeckungsreise der Maureen Fry von Rachel Joyce

Zehn Jahre nach "Queenie Hennessy" erzählt Rachel Joyce nun die Geschichte von Maureen, der Ehefrau von Harold Fry, der "Die unwahrscheinliche Pilgerreise" zu Queenie unternahm.

Nach so langer Zeit ist man natürlich gespannt, was jetzt noch alles kommt und ob der neue Roman an die Vorgänger anschliessen kann.

Maureen ist ein sperriger Charakter, sie wirkt nicht sonderlich sympathisch. Man will nicht wirklich mit ihr befreundet sein, so wie sie sich gibt. Sie hat mit dem Verlust ihres Sohnes David nie wirklich abgeschlossen und möchte das nun endlich tun.

Wieso genau Maureen diese Reise unternehmen möchte, ist mir trotz allem nicht wirklich klar geworden - also theoretisch schon, aber da sie sich so dagegen wehrt, hätte sie es auch sein lassen können, erst spät wird sie aufgeschlossener. Maureen trägt eine Eifersucht in sich auf alle und alles, weshalb sie die Menschen, die ihr Mann Harold auf seiner Reise kennenlernte, absolut nicht treffen will, obwohl ohne einige davon ihr Entdeckungstrip nicht umsetzbar wäre.

Für die Autorin war die Fry-Queenie-Geschichte wohl erst komplett, wenn sie auch Maureens Story erzählt. Ich hätte dieses dritte Buch nicht gebraucht - aber für mich war es klar, dass ich es lesen werde und somit eben auch Maureen die Gelegenheit gebe, sie ein wenig besser zu verstehen.

Und das schafft die Autorin - obwohl ich Maureen immer noch nicht mag, gelingt es Rachel Joyce, eine unsympathische Figur zugänglicher zu machen. Trotz viel Melancholie durchzieht auch leiser Humor diesen Kurzroman, was die Geschichte leichter und lesenswerter macht.

Einige Schauplätze sind ganz toll beschrieben, ein spezieller Garten etwa. Die Szenen darin fand ich toll.

Es ist aber wichtig, diese drei Bücher um Harold Fry unbedingt in der richtigen Reihenfolge zu lesen, damit man wirklich versteht, um was es hier geht.

Fazit: Die letzte grosse Reise der Familie Fry, hier bequemer als noch vor zehn Jahren, denn Maureen reist im Auto, was aber auch nicht ohne Komplikationen bleibt. Ich hoffe, sie sind nun alle glücklich bis an ihr Lebensende.
4 Punkte.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein toller Auftakt der Unterholz-Ninjas-Reihe

Unterholz-Ninjas, Band 1 - Das Abenteuer beginnt von Michael Mantel

Ella, Bubo und Piks können es nicht fassen. Ihr Wald ist in Gefahr! Die Menschen, die sie Fellwechsler nennen, wollen ihren Wald abholzen und hier ein Badeparadies mit einen großen See anlegen. Zusammen mit Menschenmädchen Maya, die ihr Zelt im Wald aufgeschlagen hat um zu protestieren, torpedieren sie die Pläne und stören die Baumfäller bei ihrer Arbeit.

Was es da mit der purpurfarbenen Kringelhalsschnepfe auf sich hat, das solltet ihr dann doch selbst lesen.

Das glänzende Cover des Buches macht schon mal einen sehr hochwertigen Eindruck. Wenn ich es aufschlage bekomme ich eine Übersichtskarte vom endlosen Wald mit den Orten, denen ich dann auch in den Geschichten begegne. So finde ich mich dort noch besser zurecht. Auf dem rückseitigen Innencover stellen sich mir Eichhörnchenmädchen Ella, Uhu Bubo, Igel Piks und Menschenmädchen Maya mit einem kurzen Steckbrief vor.
Autor Michael Mantel, der auch die wunderschönen schwarz-weiß Bilder zur Geschichte gezeichnet hat, entführt mich im ersten Band der Unterholz-Ninjas – das Abenteuer beginnt in den Lebensraum von Ella, Bubo, Piks und noch ganz vieler anderer Tiere, die ich hier alle kennenlerne. Obwohl die drei Hauptprotagonisten so unterschiedlich sind, passen sie mit ihren Fähigkeiten sehr gut zueinander. Eichhörnchen Ella baut aus allem, was sie im Wald findet, die tollen Sachen; Igel Piks strotzt vor Mut und Abenteuerlust und geht keiner Gefahr aus dem Weg; und Eule Bubo behält mit seinem scharfen Rundumblick und seinem phänomenalen Gehör in jeder Situation den Überblick. Zusammen mit Maya, dem Menschenmädchen sind sie ein unschlagbares Gespann.
Die jungen Leser ab 8 Jahren, für die der Autor diese rasante Geschichte geschrieben hat, erfahren einiges über das Thema Umweltschutz, Nachhaltigkeit und den Verlust von Lebensraum unserer Waldtiere. Die Spannung steigt dabei immer weiter an.
Die tollen schwarz-weiß Illustrationen erwecken die Figuren direkt zum Leben und es gibt so Vieles darauf zu entdecken. Sie geben der Geschichte den letzten Schliff.

Eine spannende Abenteuergeschichte, bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt, und bei dem die jungen Leser*innen einiges über den Wald und seine Bewohner erfahren. Ich finde sie absolut lesenswert.

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Rezensionen von Lealein1906:

Poznanski at its best

Die Burg von Ursula Poznanski

Zuletzt habe ich von Ursula Poznanski Oracle gelesen, ein gutes und spannendes Buch, aber zum Beispiel nicht ganz so gut wie Erebos. Mit "Die Burg" hat sie mich wieder voll überzeugt, es ist hochspannend, man kann kaum aufhören zu lesen und alles ist ganz wunderbar durchdacht. Klare fünf Sterne und eine herzliche Leseempfehlung.

Die Burg wurde zu einem riesigen Escape-Room auf KI-Basis ausgebaut. Allein die Beschreibungen der Szenarien sind wirklich atemberaubend, das kann man sich alles sehr gut vorstellen (allerdings lieber die guten, als die gruseligen Szenen). Eine exklusive Gruppe kann es testen, doch dann kommt alles anders, als gedacht und die KI spielt ihr eigenes Spiel.
Die Geschichte wird aus den Sichten von Maxim, der selbst (normale) Escape-Rooms besitzt und den neuen testen soll, sowie der Angestellten Alissa erzählt. Das ist gut, weil man so den Blick von Innen und von Außen hat. Und beide sind wirklich sympathisch und man kann sich schnell mit ihnen identifizieren. Auch die anderen Charaktere sind vielschichtig, da wurde eine gute Gruppe zusammengestellt.
Ich liebe Geschichten, in denen es um Escape-Spiele geht, deswegen war ich von Anfang an super gespannt. Das Setting, die Szenarien, die Spannung, die Rätsel, alles wurde richtig toll umgesetzt. Einzige kleines Minus, für mich hätte es etwas mehr Grusel und etwas weniger Ekel sein können. Manche Stellen habe ich mir lieber nicht allzu bildlich vorgestellt. Zum Glück ist es so spannend, dass man da schnell drüber weglesen konnte. Aber für Zartbesaitete ist dieses Buch sicher nichts.
Wie gesagt, ist das Buch toll geschrieben, es gibt immer wieder neue Szenarien, man kann ein bisschen miträtseln und am Ende wird alles auch gut aufgelöst. Ganz klar ein richtig gutes Buch für Thriller-Fans.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein komplexer Krimi, bei dem wenig so ist, wie es scheint

Unheiliges Land von Pierre Pouchairet

Der Ort Nablus, eine Siedlung im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Westjordanland, gilt als Hotspot von Unruhen. Zum einen, weil zahlreiche orthodoxe Juden dort Siedlungen errichten, die nicht immer legal sind und zum anderen, weil dadurch die dort lebenden Palästinenser, die kaum Beschäftigung haben, verdrängt werden.

Vor allem die männliche Jugend ist empfänglich für Hassprediger und militante Führer, die ihnen das Blaue vom Himmel versprechen.

„Man hat die Nase voll von diesen Imamen. Sind nicht schon genug Moscheen in dieser Stadt gebaut worden? Wir brauchen Fabriken, Arbeit für unsere jungen Leute ... Von Moscheen kriegen sie keinen Job.“

Deshalb rücken, sobald jüdische Siedler ermordet werden, Angehörige des Schabak, des israelischen Inlandsgeheimdienstes aus, um die Täter zu fassen. Das ist nun der Hintergrund, vor dem dieser Krimi rund um die Ermordung der fünfköpfigen Familie Uzan spielt.

Eli Zimmermann, leitender Ermittler des Schabak sieht, wie viele andere Israelis, die ungezügelte Ansiedlung der ultraorthodoxen Juden als Gefahr für einen möglichen Friedensprozess mit den Arabern. Dennoch muss er gegen sie ermitteln und in einer Nacht und Nebelaktion werden drei junge Männer im nahe gelegenen Flüchtlingslager Balata verhaftet.

Doch so einfach ist es wieder nicht. Denn sowohl die beiden aus Frankreich stammenden Kriminalpolizisten Dany Cohen und Guy Touitou als auch die palästinensische Polizistin Maïssa, Tochter von Ahamd Marouane eines ehemaligen Mitstreiters von Yassir Arafat, werden als Beobachter nach Nablus entsandt.

Während der Schabak die Morde als terroristischen Akt einstuft, verfolgen Dany und Guy einen anderen Ansatz, denn der tote Familienvater war Chemiker in einer Pharmafirma, die Generika herstellt, und hat jede Menge Bargeld in seiner Gartenhütte versteckt.

Ein zweiter Handlungsstrang führt uns Leser nach Nizza, wo es zu mehreren, unter Drogeneinfluss begangene Gewalttaten kommt. Es ist zwar nicht so, dass Gewalt und Drogen an der Côte d’Azur ungewöhnlich wären, aber Crystal Meth in dieser besonderen Zusammensetzung ist doch recht neu. Als Capitaine Gabin Mournet entdeckt, dass diese Drogen möglicherweise aus dem Nahen Osten kommen, sind alle in Alarmbereitschaft. Denn hier scheint sich eine ungewöhnliche Zusammenarbeit anzubahnen und Gabin muss nach Israel.

„Das kommt uns völlig verrückt vor. Russische Juden arbeiten doch nicht mit Arabern zusammen.“
„Ich halte das nicht für unwahrscheinlich. Wenn es darum geht, ordentlich Knete zu machen, können die Ganoven sich schon verständigen.“

Trotz der verhärteten politischen Fronten zwischen Israel und den Palästinensern müssen sich die Polizisten zusammenraufen und, um den internationalen Drogenring zu sprengen, an einem Strang ziehen.

Meine Meinung:

Dieser höchst komplexe Krimi ist 2014 erschienen. Sehr geschickt sind die 2014 aktuellen Tatsachen in den Krimi eingeflochten. Allerdings verlangsamen sie die Krimihandlungen. Dennoch sind sie notwendig, um die komplexe Situation von Israelis und Palästinensern zu verstehen. Weder die einen, noch die anderen sind einheitlicher Meinung. So gibt es sowohl bei den Israelis zahlreiche Stimmen, die gegen die Ultraorthodoxen und ihre Siedlungspolitik sind. In einer solchen aufgeheizten Stimmung haben es Kriminelle leicht, ihre eigenen Geschäfte durchzuziehen.

„Der Gazastreifen ist ein Schandfleck für den Hebräischen Staat und für die Palästinensische Autonomiebehörde. Die Hamas regiert auf ihre Weise. Eiserne Faust und Religion. Da gibt es nichts zu lachen. Verschleierte Frauen, kein Alkohol, selbst lange Haare und Hüftjeans werden von den örtlichen Sicherheitskräften verfolgt. Paradoxerweise beklagt sich die internationale Gemeinschaft ständig über sie, unterstützt sie aber doch. Das ärgert Israel zutiefst. Und die Hamas ist auch das Schreckgespenst der Palästinensischen Autonomiebehörde und Mahmud Abbas. Sie haben Angst, dass sie gestürzt und die Hamas eines Tages die Macht übernimmt.“

Die wahren Ereignisse in den vergangenen zehn Jahren und besonders jene des Oktobers 2023, haben die Fantasie des Autors überflügelt. Die Hamas hebt bereits ihr brutales Haupt und beginnt unter den arbeits- und perspektivenlosen Jugendlichen mit der Rekrutierung von willfährigen Anhängern. Und solange es in deren Familien als ehrenhaft gilt, für Terroranschläge verhaftet und verurteilt zu werden, selbst wenn die Geständnisse falsch sind oder gleich zu sterben, wird sich wenig ändern.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem komplexen Krimi, der die instabilen Machtverhältnisse von 2014 im Nahen Osten aufzeigt, 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein netter Urlaubskrimi

Der Kommissar und der Tod auf Cotentin von Maria Dries

Dieser 14. Fall für den ehemaligen Elitepolizisten Philippe Lagarde beginnt mit einem Prolog im Gefängnis von Cherbourg. Charline, eine verurteilte Gattenmörderin, die stets ihre Unschuld beteuert, erhängt sich.

Wenige Wochen später werden auf Kommissar Ludovic Cleroc zwei Anschläge verübt, die er verletzt überlebt.

Eine pensionierte Richterin hat weniger Glück und wird mit ihrer eigenen Gartenschere erstochen.

Nachdem Cleroc ein Freund Lagardes ist, wird gemeinsam ermittelt. Es dauert, bis Cleroc endlich den Zusammenhang mit einem alten Verbrechen erkennt. Nun ist höchste Eile geboten, denn der damalige Anwalt, der so scheint es, versagt hat, ist ebenfalls in Gefahr.

Doch wer ist der Täter?

Meine Meinung:

Nachdem ich alle Vorgänger kenne, ist dieser Band wie ein Klassentreffen. Man hat sich länger nicht gesehen und doch gleich wiedererkannt. So geht es auch Odette, die einst mit dem bekannten Krimiautor Sébastien Gautier eine amour fou gehabt hat. Ausgerechnet dieser Mann hat den alten baufälligen Leuchtturm in Cotentin gekauft, renoviert und lebt jetzt in Odettes und Lagardes Nähe.

Nun, ich hätte von einem langjährigen Ermittler schon erwartet, dass er zackig den Zusammenhang mit dem alten Fall erkennt. Deswegen schwächelt dieser Krimi ein wenig an der Handlung. Das Rundherum wie Umgebung, die delikaten Speisen samt ausführlicher Weinbegleitung ist wie immer sehr gut. Lagarde darf ein bisschen Gefühl zeigen: Sorge um Odette und Eifersucht auf den Krimiautor.

Mein Verdacht, wer der Täter sein könnte, hat sich bestätigt.

Fazit:

Ein schöner Urlaubskrimi, dem ich gerne 3 Sterne gebe. Möge der nächste wieder ein wenig spannender sein.

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Eine gelungener Erzählung

Das Philosophenschiff von Michael Köhlmeier

Anouk Perlemann-Jacob, hundertjährige Stararchitektin, die in St. Petersburg geboren worden ist, engagiert den als Ich-Erzähler auftretenden Schriftsteller, um ihre Biografie zu schreiben.

„Ich habe mich über Sie erkundigt. Sie haben einen guten Ruf als Schriftsteller, aber auch einen etwas windigen.

Ich weiß, dass Sie Dinge erfinden und dann behaupten, sie seien wahr. Jeder wisse das, hat man mir gesagt, aber immer wieder gelinge es Ihnen, Ihre Leser und Zuhörer hinters Licht zu führen. Deshalb glaubt man ihnen oft nicht, wenn Sie die Wahrheit schreiben, und glaubt Ihnen, wenn Sie schummeln. Das habe ich mir sagen lassen. Stimmt das?“.

In zahlreichen, täglichen Sitzungen erzählt sie aus ihrem Leben, in dem die Ausweisung aus dem damaligen Sowjetrussland die zentrale Rolle spielt. Dies hat sich so oder so ähnlich tatsächlich zugetragen im Jahr 1922. Nachdem Lenin nichts mehr gefürchtet hat, als denkende Menschen, hat er mehrere Tausend der damaligen Intelligenzija einfach ausweisen lassen, ein anderer Teil ist im Gulag verschwunden oder gleich erschossen worden.

„Die Elemente, die wir ausweisen oder ausweisen werden, sind als solche politisch bedeutungslos. Aber sie sind potenzielle Waffen in den Händen unserer Feinde. Falls es erneut zu militärischen Komplikationen kommt, werden all diese unversöhnlichen und unbelehrbaren Elemente sich als militärisch-politische Agenten des Feindes erweisen. Und wir werden gezwungen sein, sie nach dem Kriegsrecht zu erschießen. Deshalb ziehen wir es vor, sie jetzt in einer ruhigen Phase, beizeiten auszuweisen. Und ich [Trotzki] hoffe, dass Sie bereit sein werden, unsere vorausschauende Humanität anzuerkennen und sie gegenüber der öffentlichen Meinung zu verteidigen.“

Nach welchen Kriterien die Ausweisungen vorgenommen worden sind, bleibt unklar.

„Vor dem Trotzki haben sich alle gefürchtet, noch mehr als vor dem Lenin. Lenin denkt, Trotzki tut. So hat es damals geheißen.“.

Anouk ist gerade einmal 14 Jahre alt, als sie mit ihren Eltern, einer Ornithologin und einem Architekten, das Land verlassen muss und aus ihrer bürgerlichen Umgebung herausgerissen worden ist. Im Gegensatz zu ihren Eltern, die sich im Pariser Exil 1931 das Leben nehmen, kann sie in der westlichen Welt Fuß fassen und lebt in Deutschland un Österreich.

Meine Meinung:

Mein erster Gedanke war, Köhlmeier hat sich Margrete Schütte-Lihotzky (1897-2000) zum Vorbild genommen. Jein, denn die Architektin ist in Wien geboren und hat erst in den 1930er-Jahren in der Sowjetunion gelebt und gearbeitet.

Wir begegnen während in dieser Erzählung zahlreichen realen russischen Persönlichkeiten, die ebenso ausgewiesen worden sind und ebenso zahlreichen, die vom Regime ermordet worden sind. Dass der sterbenskranke Lenin persönlich selbst auf einem dieser Philosophenschiffe war, ist allerdings Fiktion. Sein (Un)Geist ist allerdings deutlich spürbar und präsent.

Die Erzählung ist interessant, ist allerdings ohne Vorkenntnisse der russischen Revolutionsgeschichte nur schwer nachzuvollziehen. Denn Anouk Perlemann-Jacob springt in Raum und Zeit umher. Wie es einfach alte Menschen tun, wenn sie über ihr langes Leben berichten. So wechseln sich scheinbare Nebensächlichkeiten und historisch Belegtes ab.

Der Schreibstil ist sachlich und souverän. So besorgt sich der Ich-Erzähler, weiterführende Literatur, um die Aussagen der alten Frau zu überprüfen. Das macht die Geschichte glaubwürdig, auch wenn sie doch zu einem großen Teil fiktiv ist.

Fazit:

Eine gelungene Erzählung, der ich gerne 4 Sterne gebe.

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