Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daliah:
Aktuelles Thema
GEBRANDMARKT. von Johanna Harter
Trotz der ernsten Hintergründe erfrischend geschrieben. Jung und mit viel Esprit.....es war eine Freude das Buch zu lesen.
Ich hoffe auf mehr von dieser viel versprechenden Autorin.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
hat mich positiv überrascht
Nothing Like You von Julia Pelzer
Ich kannte bereits ein Weihnachtsbuch der Autorin Julia Pelzer und fand diesen Band mit dem Universitätssetting ziemlich spannend beim hineinlesen. Ich war gespannt, in es der Autor gelingen würde, etwas mehr Tiefe zu schaffen als in dem Weihnachtsbuch, das mir auch gefallen hat, aber nicht so tiefgehend war.
Ich war positiv überrascht, wie gut der Autorin das in diesem Buch gelang. Die Charaktere waren beide für mich gut greifbar. Man erfährt sehr viel aus ihrer Vergangenheit, die Ales andere als schön war, wenngleich auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Ich fand die angesprochenen Themen sehr spannend und gut aufgearbeitet und war wieder einmal erschüttert, wie anders die USA in so manchem ist- da ist man doch froh, in Europa anders mit Schwächen umzugehen. Ich kam richtig gut in die Geschichte und war vor allem ab der Mitte sehr gebannt. Was mir sehr gefallen hat, war das happy end, das gleichzeitig nicht "Friede-Freude-Eierkuchen" ist. Es ging nicht um ein Märchen, die Geschichte könnte sich auch im wahren Leben so abspielen. Das mochte das wirklich sehr, neben den wirklich tollen Charakteren- auch den Nebencharakteren!
Rezensionen von Tara:
Eine warmherzige Inselgeschichte
Frühlingsgefühle im kleinen Friesencafé von Janne Mommsen
„Frühlingsgefühle im kleinen Friesencafé“ ist der vierte Band aus der kleine Friesencafé-Reihe des Autors Janne Mommsen.
Handlungsort ist die Insel Föhr. Der dreiunddreißigjährige Krabbenfischer Gonzo ist auf der Suche nach einer Frau und lässt sich von seiner Freundin Gesine zu einem Yogakurs überreden, da dieser zu 100 Prozent von Frauen besucht wird.
Eine Frau findet er dort nicht und auch seine Suche per App bleibt zunächst erfolglos….
Der Schreibstil von Janne Mommsen liest sich leicht und flüssig. Schon nach den wenigen Seiten hatte ich das Gefühl direkt vor Ort zu sein und konnte die friesische Atmosphäre regelrecht spüren.
Die Charaktere wirken lebendig und authentisch. Sie spiegeln dass Alltagsleben wider und auch der Humor kommt hier nicht zu kurz.
Leider dauert es unglaublich lange bis die Handlung des Klappentextes zum Tragen kommt, was zwar den Unterhaltungswert keineswegs mindert, in meinen Augen aber irgendwie schade ist.
Mich hat dieser Wohlfühlroman mit seinen liebenswerten Charakteren durchgehend gut unterhalten und ich kann ihn als Urlaubslektüre – insbesondere wenn es nach Nordfriesland gehen soll – nur empfehlen. Aber auch wer zu Hause bleibt, kann hier seine Sehnsucht nach Meeresluft und Inselfeeling stillen.
Rezensionen von Tara:
Atmosphärisch & spannend
Blutrot von Lilja Sigurðardóttir
„Blutrot“ ist nach „Höllenkalt“ der zweite Band der Áróra-Reihe der isländischen Autorin Lilja Sigurdardóttir.
Als Flosi nach Hause kommt, ist das Haus verwüstet und seine Frau Guðrún weg. In einer zurückgelassenen Nachricht wird er aufgefordert Lösegeld zu zahlen. Um dieses aufzutreiben kontaktiert er seinen Steuerberater Michael.
Dieser ist ein Freund und Kollege der Halbisländerin Áróra Jónsdóttir - die eigentlich als Ermittlerin im Bereich der Wirtschaftskriminalität arbeitet - und bittet diese Flosi zu helfen. Gemeinsam mit dem Polizisten Daníel setzt sie alles daran Guðrún zu finden.
Der Fall lässt sich ohne Verständnisprobleme unabhängig von dem vorherigen Band lesen. Dennoch ist es sinnvoll die Bücher in der richtige Reihenfolge zu lesen, da es einen durchgehenden Handlungsstrang um Áróras verschwundene ältere Schwester Ísafold gibt.
Áróra ist eine selbstbewußte und interessante Protagonistin. Sie liebt das Geld und das spielt auch hier wieder eine erschreckend große Rolle.
Die Charaktere sind allesamt gut angelegt. So erfährt man nach und nach immer mehr über Áróra, Daníel, Flosi und seine Familie. Mit dem was da zutage kommt, hatte ich keineswegs gerechnet, aber mehr schreibe ich an dieser Stelle besser nicht.
Durch die kurzen Kapitel und die stetig wechselnden Perspektiven wird schnell Spannung aufgebaut und ich habe das Buch nur ungern aus der Hand gelegt.
Das Ende ist rund und stimmig, aber auch dieses Mal bleibt einiges offen, was mich nun gespannt auf den dritten Band - der im Juni dieses Jahres erscheinen wird – warten lässt.
Rezensionen von LeserinLu :
Spannende Geschichte einer selbstbewussten Frau
Lil von Markus Gasser
Markus Gassers „Lil“ ist ein Roman über Intrigen, Machtspiele und das New Yorker Leben um 1880. Sarah, eine New Yorkerin der Jetzt-Zeit, erzählt die Geschichte ihrer Urahnin Lil. Die Hauptfigur, Lillian Cutting, eine exzentrische Eisenbahn-Millionärin, wird nach dem Tod ihres Mannes durch einen Trick ihres Sohnes Robert gegen ihren Willen in einer Nervenklinik aufgenommen.
Doch anstatt sich ihrem Schicksal zu ergeben, kommt sie durch ihre Intelligenz und Freunde, die ihre Hinweise richtig zu deuten wissen, frei und beschließt Rache an ihren mächtigen Feinden zu nehmen. Gasser erzählt die Geschichte mit erstaunlich großer Spannung, unerwarteten Wendungen und cleverer Komik. Einzelheiten um das New York der 1880er sowie die Darstellung der Diagnostik- und Behandlungsmethoden psychischer Krankheiten, insbesondere bei Frauen, sind genau recherchiert und zeichnen ein authentisches Bild der Zeit. Dazu gehört auch immer wieder Gewalt gegen Frauen, sowohl psychisch als auch physisch, hier wird nichts beschönigt oder ausgelassen. Die schonungslose Darstellung hatte ich so aus der Ankündigung allerdings nicht erwartet.
Schon im ersten Kapitel wird deutlich, wie packend der Roman erzählt wird. Obwohl der Plot der ersten beiden Kapitel aus der Ankündigung des Romans bekannt ist, gelingt es Gasser, durch spannende Wendungen die Spannung hochzuhalten. Fast alle Kapitel enden mit Cliffhangern.
Eine weitere positive Überraschung ist die faszinierende Darstellung der New Yorker Upperclass. Gasser zeichnet ein lebendiges Bild dieser Gesellschaftsschicht, das sowohl unterhaltsam als auch zugespitzt ist. Die Darstellung erinnert an andere literarische Werke, die sich mit der New Yorker Upperclass beschäftigen, und zeigt Gassers Talent, sich nahtlos in das Genre einzufügen.
Obwohl im Roman eine Vielzahl an Figuren vorkommen, die entweder Antagonisten von Lil sind oder sie unterstützen, bieten sich oft kleine, genauere Einblicke in die Vorgeschichte der verschiedenen Figuren, die dadurch größtenteils authentisch wirken und nur manchmal klischeehaft erscheinen. Besonders auffällig ist dabei, dass es oft kontrastierende Figuren gibt, deren unterschiedliche Wertvorstellungen und Persönlichkeiten sich plakativ voneinander abheben. Dadurch wird es aber einfacher, die vielen Figuren einordnen zu können. Unklar blieb für mich die Figur der Erzählerin Sarah, deren Schicksal mit einem zunächst nicht behandelten Krebsleiden an die Haupthandlung anknüpft, aber deren Darstellung trotzdem nicht an die schillernden anderen Figuren heranreicht.
Insgesamt ist „Lil“ von Markus Gasser ein fesselnder Roman, der durch seine packende Erzählweise, überraschende Wendungen und facettenreiche Charaktere überzeugt. Ein absolutes Muss für Fans von spannender Literatur und intelligent erzählter Kulturgeschichte.
Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:
Eine Heldinnen-Geschichte
Mayfair House von Alex Hay
Mrs. King wird nach dem Tod des Hausherren Mr. de Vries auf die Straße geworfen. Als Wirtschafterin in der prunkvollsten Villa in Mayfair hatte sie die Geschicke des Hauses geleitet. Nun sinnt sie nach Rache und plant einen Coup, bei dem sie nicht nur die ganze Villa leer räumen, sondern auch Recht herstellen will.
Anders als es der Untertitel des Romans vermuten lässt, ist die Geschichte alles andere als locker-leicht. Mrs. King und die anderen Frauen sind lange eher unsympathisch und vereinzelt. Es wird deutlich, dass sie das schwere Leben Anfang des 20. Jahrhunderts gezeichnet hat. Die Atmosphäre ist sehr trist, hoffnungslos und bedrohlich. So bleibt es auch durchgehend. Vielleicht ist es dadurch besonders authentisch?
Als Lesende habe ich trotzdem mit den Frauen sympathisiert und mitgefiebert. Der lange Auftakt hat jedoch dafür gesorgt, dass das Lesen eher zäh war. Erst ab der zweiten Hälfte, mit veränderter Dynamik und der zunehmenden Nähe zu den Frauen und ihren Gefühlen steigt die Spannung wieder. Es ist auch interessant, wie sich die Charaktere im Laufe der Geschichte verändern bzw. ihre wahren Beweggründe zunehmend offenliegen.
Neben den zu erwartenden Entwicklungen gibt es Entwicklungen, die die Geschichte etwas überfrachten. Ein bisschen zu viel des Guten. Andererseits unterstützen diese Geschehnisse die Botschaft des Autors, nämlich das Ausgeliefertsein von Frauen in patriarchialen Strukturen, aber vorallem auch die weibliche Kraft.
Am Ende steht die genau die Stärke der Frauen im Vordergrund, ihre Leistungen und ihre Visionen. Alles fügt sich. Es ist zwar nicht alles gut, aber nahe dran.
Dies ist eine Heldinnen-Geschichte, über Frauen ohne Rechte Anfang des 20. Jahrhunderts. Etwas langatmig, aber mit Aussagekraft.
Rezensionen von Tara:
Absolut lustig & sehr abwechslungsreich
LOL: Wer lacht, verliert! von Andreas Schreiber
In "LOL: Wer lacht, verliert!" warten 250 Aufgaben mit einem heftigen Angriff auf die Lachmuskeln auf den Leser oder besser gesagt auf die Spieler. Es handelt sich nämlich nicht um ein Buch, das ganz klassisch gelesen werden möchte, sondern um ein Spiel in Buchform bei dem es darum geht nicht zu lachen.
Dazu sind mindestens zwei Spieler erforderlich, diese suchen sich im Wechsel aus der LOL-Aufgabenliste eine Aufgabe aus, die erfüllt werden muss. Ziel ist es dabei nicht zu lachen. Wer lacht oder auch nur schmunzelt, hat nach dem zweiten Mal verloren.
Die Aufgaben sind unglaublich abwechslungsreich und man benötigt dazu so gut wie nichts, allenfalls mal einen Zettel mit Stift oder sein Smartphone.
Manchmal sind es ganz einfache Dinge, die zu erledigen sind, andere sind anspruchsvoller, mal ist es reine Wortakrobatik, mal muss gerätselt werden, dann ist schauspielerisches oder musikalisches Talent gefragt. Die Aufgaben sind einfach unglaublich kreativ, vielfältig und fantasievoll.
Meine drei Teenager waren mit dem Buch sehr gut beschäftigt, allerdings müssen sie dem Gelächter nach mehr als einmal verloren haben.
Auch wenn sich das Buch an Teenager richtet, mit ein paar Jahren mehr im Leben kann man hiermit ebenfalls unglaublich viel Spaß haben. Meiner Meinung nach bietet es tolle Unterhaltung für die ganze Familie.
Rezensionen von PMelittaM:
Teilweise überraschend
Monster von Nele Neuhaus
Ein sechzehnjähriges Mädchen wird tot aufgefunden, an ihr finden sich mehrere verschiedene DNA-Spuren, auch die eines abgelehnten Asylbewerbers. Da dieser nicht gefunden werden kann, gibt Oliver von Bodenstein eine Suchmeldung heraus, und tritt, obwohl der Mann zunächst nur als Zeuge gesucht wird, eine Lawine los – man hätte es ahnen können.
Nicht ahnen konnte man, dass man zusätzlich in ein Wespennest gestochen hat, das letztlich das Team ganz persönlich trifft.
Der elfte Band der Reihe nimmt wieder einmal ein aktuelles Thema auf, doch dabei bleibt es nicht, obwohl zum Teil doch, aber es sind vor allem juristische Problematiken, die letztlich im Mittelpunkt stehen, was auch recht früh schon inhaltlich thematisiert wird, auch wenn man zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit den kompletten Auswirkungen rechnen kann. Dennoch, einiges kann man als Leser:in ahnen, wenn auch wohl nicht die ganze Brisanz. Die Autorin schaut dabei in gesellschaftliche Abgründe, ich persönlich hätte mir ein deutlicheres Statement gewünscht. So hatte ich, wie bereits im siebten Band, in dem es u. a. um Transplantationen ging, stellenweise ein ungutes Gefühl.
Da ich selbst Mutter bin, ging mir die Trauer, die Gedanken und Gefühle der Familie des toten Mädchens besonders nahe. Hier ist es der Autorin gut gelungen, mich emotional zu packen. Sehr gut nachvollziehen kann ich auch die Empfindungen des Teams um Oliver von Bodenstein und Pia Sander, nachdem es eine schockierende Entdeckung machen muss.
Die Geschichte nimmt einen Verlauf, den ich so nicht erwartet hatte, im Grunde splittet sie sich auf. Ein Teil erhält letztlich eine in meinen Augen recht banale Auflösung, die mich ein bisschen enttäuscht hat, auch wenn sie nicht unlogisch ist, während ein anderer Teil für mich etwas zu langgezogen wird.
Der elfte Band der Reihe ist in meinen Augen nicht der beste, hat mir aber dennoch spannende Lesestunden beschert. Die Thematik ist aktuell, der Verlauf der Geschichte zum Teil vorhersehbar, zum Teil aber auch unerwartet. Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Krimifreunde.
Rezensionen von Streiflicht:
Zwei Kinder, zwei Geschichten, eine Flaschenpost
Die Flaschenpost von Meike Adelmann
Zusammen mit meinem Patenkind und jetzt auch mit meinem Neffen lese ich sehr gerne Kinderbücher. Er ist erst drei, aber er liebt Bücher schon immer. Dieses Buch fand ich so schön und er auch. „Die Flaschenpost“ erzählt eine Geschichte aus der Perspektive von zwei Kindern. Was für eine schöne Idee und so gelungen umgesetzt.
Tim ist umgezogen und fühlt sich ein bisschen verloren. Er schreibt zusammen mit seinem Teddy eine Flaschenpost und Mia findet sie dann am Meer. Beide Kinder werden beschrieben und ein Stück begleitet. Wir lesen vom Schreiben und Verschicken der Flaschenpost, vom Finden und Anschauen. Alles ist kindgerecht und anschaulich beschrieben und die tollen Illustrationen der Autorin selbst machen die Geschichte noch schöner.
Uns hat das Buch sehr gut gefallen und man kann es wieder und wieder lesen und dabei immer Neues entdecken. Die Idee, dass man das Buch von zwei Seiten anschauen kann und dann über je ein Kind liest, ist toll. Mal was ganz anderes, macht großen Spaß!
Rezensionen von Streiflicht:
Endlich wieder Lovis!
Das letzte Glas Wein von Heidi Troi
Ich gebe zu, dass ich mich bereits im ersten Buch in den Lovis verliebt habe. Er ist einfach eine wunderbare Romanfigur, die mich immer wieder grinsen lässt beim Lesen – egal, wie spannend oder tragisch es gerade ist. Darf ein Krimi auch lustig sein? Darf er, soll er! Dass das trotzdem richtig gut sein kann, beweist Heidi Troi ganz wunderbar auch in diesem fünften Band um den Südtiroler Privatermittler Lorenz Lovis.
Schon seit seiner „Feuertaufe“ bin ich dabei und ermittle mit dem Lovis, jedes Mal wieder ein Genuss.
Der Südtirol-Krimi hat mich auch dieses Mal wieder in seinen Bann gezogen. Die Seiten flogen nur so dahin, auch wenn ich versucht habe, extra langsam zu lesen, damit ich das Buch nicht so schnell zur Seite legen muss. Leider war ich trotzdem irgendwann fertig … wenn man bedauert, einen Roman beendet zu haben, dann hat die Autorin wohl alles richtig gemacht.
Und ich hab mich so wohlgefühlt auf dem Messner Hof, das ich gar nicht mehr wegwollte. Es war schön, die bekannten Figuren, die sich für mich so real anfühlen, wieder zu treffen. Dass ausgerechnet Lovis Erzfeind von Stadler ihn anheuert, das war schon besonders gut. Der Fall entwickelt sich spannend und ist bis zur letzten Seite unterhaltsam. Ich mochte das runde, versöhnliche Ende sehr, das alle Fragen beantwortet, logisch ist und trotzdem nicht vorhersehbar war.
Als Lovis-Fan der ersten Stunde kann ich sagen, dass auch dieser Fall wieder richtig gut gelungen ist! Auf dass uns der Lovis noch viele spannende Fälle und interessante Lesestunde beschert! Ich freu mich auf Nummer 6!











