Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Macht Mut und tröstet
Elmedin und der Zaubertukan von Bernadette Németh
Wenn kleine Kinder ins Krankenhaus müssen, haben sie oft Angst. Sie kennen die Abläufe nicht, es riecht seltsam, ständig kommen Ärzte und Pflegepersonal vorbei und machen irgendwas, oft tut es auch weh. Die Eltern können nicht immer da sein, die Kinder fühlen sich alleine und überfordert. Wie schön wäre es da, wenn die Kleinen Beistand hätten?!
Im Kinderspital, in dem der Spitalsgeist Elmedin arbeitet, sind die Kinder nicht alleine.
Elmedin hat sogar einen farbenfrohen Assistenten, der ihm bei seinen schwierigen Aufgaben hilft. Rico ist ein Tukan, der aus dem Zoo geflüchtet ist und nun zusammen mit dem Geist den Kindern wieder Mut macht und ihnen hilft, die Zeit im Krankenhaus gut zu überstehen.
Mir gefällt, wie das alles geschildert wird, wie man mit dem Tukan lachen kann und merkt, wie gut den Kindern seine verrückten Ideen und Geschichten tun. Auch ich als Erwachsene musste immer wieder schmunzeln und habe das Buch sehr gerne gelesen. Kinder, die im Krankenhaus sein müssen, laden die schwarz-weiß gestalteten Illustrationen dazu ein, sie auszumalen. Und wer weiß, vielleicht hilft Rico ja auch ihnen, damit die Zeit ganz, ganz schnell vorbei geht!
Ein tolles Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle!
Rezensionen von stina23:
Ewiges Leben – ein Buch, das zum Nachdenken anregt
Wir werden jung sein von Maxim Leo
Was wäre, wenn man plötzlich nicht mehr altert, sondern sogar jünger wird? Wie ginge man selbst damit um? Welche Auswirkungen hätte es auf die Gesellschaft und Politik?
Maxim Leo setzt sich in seinem neuen Roman mit diesem Thema auseinander. Er verpackt das Gedankenexperiment dabei in eine gut gelungene, facettenreiche Geschichte mit Witz und Charme, die einen nicht so schnell loslässt und zum Nachdenken anregt.
In Berlin wird ein neues Medikament vier Testpersonen, die alle an unheilbaren Herzkrankheiten leiden und nicht mehr lange zu leben haben, verabreicht. Es scheint zu wirken, denn bei allen Probanden erneuern sich Zellen im Herzen und sie werden gesund. Doch nicht nur die Herzzellen verändern sich, der gesamte Organismus erfährt eine Verjüngungskur. Daraufhin ändern sich für jede der Personen viele Aspekte ihres Lebens. Als die unerwarteten Nebenwirkungen des Herzmedikaments publik werden, löst das weltweit viel Aufregung aus. Pharmakonzerne, Politik, Wirtschaft,… werden aktiv.
Der Autor beleuchtet das Thema von vielen Seiten. Hauptsächlich tragen die Einzelschicksale der Testpersonen und der Erfinder des Medikaments das Buch, es kommen aber auch unter anderem die Ansichten von Politikern, Philosophen und jungen Aktivisten zum Tragen. Maxim Leo schafft es hervorragend, die gesellschaftlichen Auswirkungen, die menschlichen Abgründe und Hoffnungen, die moralischen Fragen, die die Erfindung eines solchen Medikaments mit sich bringen können, aufzuzeigen. Die Charaktere haben ein reiches Innenleben, sind lebensnah und entwickeln sich im Laufe der Geschichte – nicht unbedingt linear – in erstaunliche Richtungen. Die Gedanken der Protagonistinnen sind oft sehr tiefgründig und philosophisch und ließen mich nicht unberührt. Trotzdem fehlt der Geschichte nicht an Humor.
Mich hat das Buch überrascht und beeindruckt. Ich bin froh, dass es mir „über den Weg gelaufen“ ist. Ich empfehle es unbedingt weiter!
Rezensionen von Streiflicht:
Wie eine Zeitreise
Fred in der Eiszeit von Birge Tetzner
Dieses Buch hat mich auf den ersten Blick neugierig gemacht und ich habe mich sehr darauf gefreut. Und nach der Lektüre bin ich noch begeisterter. Das Buch ist wie eine kleine Zeitreise, gemeinsam mit Fred zieht es einen in die Eiszeit, gemeinsam erlebt man den Feuerzauber. Ich mochte die schöne. herzerwärmende Geschichte, die mich wirklich mitgenommen hat.
Schon alleine diese wäre ein Buch wert gewesen, die Illustrationen toppen das Ganze noch und machen alles deutlich anschaulicher. Gerade für jüngere Kinder ist das sicherlich wichtig.
Ich mochte auch die Darstellung der frühen Menschen sehr und den authentischen Bericht, wie sie gelebt haben. Auf mich wirkte es sehr lebensnah und passend. Kurz war ich überrascht, dass die Kinder sich einfach so verstehen, aber wenn Fred in der Zeit reisen kann, kann er auch die Sprache verstehen. Auch die Zeitreise an sich war gut nachvollziehbar dargestellt, für mich passte da alles zusammen.
Die vielen Infos, die in den kleinen Kästen auf den Seiten stehen, haben mir gut gefallen. Sie ergänzen den Text super um viel Wissenswertes und machen das Buch auch für Erwachsene spannend. Ich habe mich viel mit der Geschichte der Menschheit beschäftigt, konnte hier aber auch noch einige neu erfahren. Auch der Infoteil hinten ist toll und erklärt viel - ohne dass es die Geschichte stört oder unterbricht. Richtig gut finde ich auch die Auflistung der zum Thema passenden Museen und weiterführender Literatur. Sowas bietet für mich immer einen tollen Mehrwert.
Man merkt, dass das Buch mit viel Liebe und Herzblut gestaltet ist und das ist toll. Für mich rundum gelungen, ich möchte Fred noch auf ganz viele Abenteuer in die Vergangenheit und Geschichte begleiten. So müssten alle Geschichtsbücher sein!
Rezensionen von rainbowly:
Wunderschönes Buch
Der Wortschatz von Rebecca Gugger
Inhalt
Oscar findet beim Löcherbuddeln eine Schatzkiste. Was sich darin wohl versteckt? Etwas enttäuscht stellt er fest, dass es nur Wörter sind. Doch sind die wirklich so langweilig?
Gestaltung
Rebecca Gugger und Simon Röthlisberger haben hier wirklich ein kleines Meisterwerk geschaffen. Die Illustrationen sind so fantasievoll und detailreich und gleichzeitig humorvoll - einfach großartig.
Es wird mit der Bedeutung von Wörtern gespielt, indem mit tollen Bildern gezeigt wird, wie sich Dinge verändern, wenn ein spezielles Wort sie beeinflusst.
Außerdem wir angeregt sich selbst Wörter auszudenken und immer Neue kennenzulernen. Auch der Hinweis, dass Worte machtvoll sind und man achtsam mit ihnen umgehen muss, den Oscar bekommt, hat mir sehr gut gefallen. Er bietet sicherlich eine gute Gesprächsgrundlage, um mit dem Kind zu besprechen, was Worte anrichten können, aber auch was man mit ihnen erreichen kann.
Es gibt wenig Text, doch zwischen den Zeilen ist viel Raum, um mit dem Kind über die Bedeutung von Wörtern zu sprechen oder gemeinsam lustige Wörter zu erfinden.
Ganz toll finde ich auch das pädagogische Begleitmaterial für die Grundschule, das über einen QR-Code im Buch, auf der Verlagswebsite zu finden ist. Ich hoffe, das wird fleißig genutzt und so die Lust an der Sprache gefördert werden.
Fazit
Ein faszinierendes Kinderbuch!
Rezensionen von liesmal:
Spannungsbogen über vier Bände gehalten
Kinderklinik Weißensee - Geteilte Träume von Antonia Blum
Auch der vierte und damit leider der letzte Teil der Reihe „Kinderklinik Weißensee“ hat mir ein großes Lesevergnügen bereitet.
Erzählt wird aus den Nachkriegsjahren 1948 und 1949, einer Zeit, in der Berlin durch die vier Besatzungszonen in Sektoren gegliedert und von den unterschiedlichen Systemen bestimmt war.
Es gibt ein Wiedersehen mit Marlene und Emma, wobei Marlene schon bald gezwungen ist, nach Westberlin zu fliehen. Inzwischen ist Emmas Tochter Lissy Ärztin geworden und findet eine Anstellung in der Kinderklinik.
Schon nach wenigen Seiten war ich wieder mit vollem Eifer dabei, als es um die kranken Kinder, aber auch um wirtschaftliche und politische Schwierigkeiten ging.
Sehr, sehr gut hat mir der Zusammenhalt der Menschen gefallen, als es darum ging, das marode Dach der Klinik wieder zu reparieren. Alle Probleme, die damit in Zusammenhang stehen, vor allem auch, was das benötigte Material und dessen Beschaffung angeht, wurden gut recherchiert und in eine fesselnde Geschichte gepackt.
Neben den ganz persönlichen Geschichten der Hauptprotagonisten fand ich die unterschiedlichen Krankheitsbilder mit den dazu gehörenden Familiengeschichten interessant. Auch Kinderlähmung war ein großes Thema, das mich schon aus dem Grund sehr interessiert, weil ich meine Kindheit Anfang der fünfziger Jahre verbracht habe und auch mit Kindern in Kontakt gekommen bin, die mit den Folgen dieser Krankheit zurechtkommen mussten.
Ein großes Lob an die Autorin Antonia Blum, der es gelungen ist, auf insgesamt immerhin rund 2.000 Seiten in den vier Bänden, eine nicht nachlassende Spannung zu erzeugen und zu halten.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Toller Auftakt einer epischen Fantasy Reihe
Asrai - Das Portal der Drachen von Liane Mars
Schon das Cover ist ein richtiger Eyecatcher und gefällt mir sehr gut. Es spiegelt die spannende und etwas düstere Fantasy-Geschichte perfekt wider.
Elaja schwärmt für die majestätisch wirkenden Drachen und träumt von einer Ausbildung als Drachenreiterin. Theoretisch kann jeder Mensch, mit einer magischen Begabung sich testen lassen und Drachenreiter werden, doch dieser Test ist teuer und Elaja kann ihn sich als Waise nicht leisten.
Doch dann erhält sie, nachdem durch eine ihrer Visionen einer der Drachenreiter gerettet werden kann, die Chance auf die Ausbildung.
Allerdings braucht sie für die abschließende Prüfung einen eigenen Drachen. Nur gut, dass Ian zwei Drachen besitzt und ihr Makron für eine gewisse Zeit leiht. Elaja baut schnell eine mentale Verbindung zu ihm auf und entdeckt, dass Ian und seine Drachen Geheimnisse hüten, die besser unentdeckt geblieben wären.
Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch das schöne Cover und den Klappentext, der mich schnell neugierig auf die Geschichte gemacht hat.
Der Schreibstil der Autorin ist absolut fantastisch. Sie versteht es, ihre Leser durch eine sehr lebendige und bildhafte Erzählweise in den Bann zu ziehen und eine wunderbar, atmosphärische Stimmung zu erschaffen. Ich hatte die beeindruckenden und wunderschönen Drachen zu jeder Zeit bildhaft vor Augen.
Erzählt wird die Story aus der Perspektive der Hauptprotagonistin Elaja. Ich konnte mich deshalb auch sehr gut in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen und sie nachvollziehen.
Elaja ist nicht nur eine Außenseiterin, die immer wieder überall aneckt, sondern auch eine kleine Rebellin, die oft erst redet und dann denkt. Von Regeln hält sie nicht viel und damit hat sie sich schon oft in Schwierigkeiten gebracht. Außerdem wird sie oft von schlimmen Visionen gequält, die immer realistischer werden und dafür verantwortlich sind, dass sie sich oft nicht unter Kontrolle hat. Aber Elaja ist auch sehr willensstark und zielstrebig. Sie kämpft für ihren Traum, eines Tages Drachenreiterin zu werden.
Ian ist der typische Bad-Boy. Er wirkt verschlossen, reagiert oft aggressiv und man spürt seinen Zwiespalt und seine innere Zerrissenheit deutlich. Da alle Kapitel aus der Perspektive von Elaja geschrieben wurden, fiel es mir zeitweise etwas schwer, mich in ihn hineinzuversetzen.
Gut gefallen hat mir, dass die Beziehung zwischen Drachen und Reiter so wunderbar beschrieben wurde und die Liebesgeschichte nicht so sehr im Fokus stand.
Eine Karte vorne im Buch sorgt dafür, dass ich mir die vier Reiche etwas besser vorstellen konnte.
Die Handlung ist gut durchdacht und der Spannungsbogen steigt im Laufe des Plots immer weiter an, bis er seinen Höhepunkt am Ende in einem richtig gemeinen Cliffhanger erreicht. Mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet!
Fazit
Die Story ist überraschend stark, mitreißend und spannend. Ich habe von der ersten Seite an mitgefiebert. Die vielen überraschenden Wendungen und unerwarteten Twists machen Lust auf mehr und ich kann es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen.
Für Band 1 gibt es verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung,
Rezensionen von nikomiko:
"Man ist, einmal gegangen, immer ein Gehender" - Ein ganz besonderes Buch, erzählt in einer ganz zärtliche Sprache
Lichtungen von Iris Wolff
„Lichtungen“ von Iris Wolff ist ein wunderbarer Roman, zart, poetisch und herausfordernd zugleich.
Durch einzelne Episoden lernen wir die Protagonisten Lev und Kato kennen. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart, Kato trifft im Westen wieder Lev, nachdem sie mehrere Jahre getrennt waren. Ihnen verbindet eine sehr lange Freundschaft.
Die Geschichte wird rückwärts erzählt und auch die Kapitel sind umgekehrt nummeriert. Wir lernen Lev und Kato besser kennen, verstehen langsam ihre Beziehung und erleben die Atmosphäre Siebenbürgens/Rumäniens in den 80er und 90er Jahren.
Lev stammt aus einer ethnisch gemischten Familie mit deutschen und rumänischen Wurzeln. Doch er fühlt sich seinem Wohnort verbunden und möchte das Land nicht verlassen, auch wenn es andere überrascht. Kato, die schon immer eine Außenseiterin war, braucht mehr Freiheit und verlässt Rumänien so schnell wie möglich. Lev und Kato bleiben weiterhin über Postkarten in Kontakt. Bis Kato eines Tages Lev in einer Postkarte fragt, wann er kommt.
Iris Wolff erzählt die Geschichte poetisch, bildgewaltig und sehr einfühlsam. Um die besondere Atmosphäre zu schaffen, verwendet die Autorin viele Metaphern. Sehr viele Szenen werden treu genau beschrieben, manche werden nur angedeutet. Die Metaphern unterstützen das Geschehen im Buch sehr gut und geben das Gefühl, dass man alles miterleben darf.
Das Buch lässt sich in drei Hauptabschnitte unterteilen. Im ersten Abschnitt treffen wir Lev und Kato und es wird mehr über die Gegenwart erzählt. Im zweiten Abschnitt konzentriert sich die Autorin stärker auf das Leben unter dem Ceaușescu-Regime. Das Leben war nicht einfach, je älter man war, desto mehr Erfahrung hatte man. Es werden viele Dinge erwähnt, die einen großen Einfluss auf Rumänien hatten, Tschernobyl, Militärdienst, Forstarbeiten, die Kontrolle von Menschen in grauen Anzügen, die Notwendigkeit, sich von bestimmten Menschen fernzuhalten, um nicht selber unter Kontrolle zu geraten, usw. Der dritte und letzte Abschnitt beantwortet viele Fragen und klärt viele Hintergründe auf. Am Ende wird noch viel mehr über Lev erzählt.
Wenn ich zuerst dachte, es wäre ein Buch über Lev und Kato und ihre Freundschaft, wurde mir klar, dass es sich tatsächlich um ein Buch über Lev, Zugehörigkeit und die vielen Verluste handelt, die ein Mensch in einem Leben erleiden kann, und ein Buch über das, was uns Menschen am Leben halten kann.
Es gibt auch viele interessante Nebencharaktere im Buch.
Meiner Meinung nach ist Bunica eine typische Figur aus Ceausescus Rumänien. Man ist ruhig und lernt ständig, in einer Welt zu leben, in der man selten die Wahrheit erfährt. Die Wahrheit und der Stand der Dinge werden immer erst am eigenen Leib erfahren. Bunica hat viel erlebt und weiß viel mehr als man denkt. Das Leben unter Ceaușescus Regime war nicht einfach. Bunica weiß jetzt, mit welchen Menschen man den Kontakt meiden sollte, und sie weiß auch, dass man ständig überwacht wird – all das zu wissen, war eigentlich während des Ceaușescu-Regimes eine Voraussetzung. Bunica kennt die richtige Antworten und bringt Lev das auch bei.
Ferry ist eine weitere Nebenfigur, der mehr Tiefe verliehen wird. Er fühlt sich wegen Levs Unfall schuldig und ist deshalb nicht mehr so präsent in Levs Leben. Ferry möchte Rumänien verlassen, weil er das Gefühl hat, woanders hinzugehören. Leider erfährt er, wie schwierig es ist, Rumänien auf einem legalen Weg zu verlassen.
Der Schreibstil ist poetisch und bildhaft, man sieht unvergessliche Bilder, die in einfachen Worten beschrieben wurden. Und doch ist das Buch insgesamt herausfordernd. Die Geschichte wird rückwärts und in einzelnen Episoden erzählt, die wie kleine Lichtungen wirken und uns immer mehr Einblick in das Leben im Rumänien der 80er und 90er Jahre geben, wo wir eine Handvoll Charaktere kennenlernen.
Dieses Buch ist keine leichte Lektüre. Durch die vielen Metaphern und das rückwärts Erzählen ist das Buch etwa anspruchsvoll aber vielleicht das ist was dem Buch viel mehr Wert gibt. Mit einer poetische und sehr zärtliche Sprache erzählt die Autorin über Gefühle wie Zugehörigkeit, Familie, Freundschaft, Verluste und das Leben selbst. Ein Buch, das sich ganz bestimmt lohnt, gelesen zu werden.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Wolfgang Pfleger:
Gelungener Debütroman
Packerl von Anna Neata
Ich habe die letzte Seite des Buches zugeschlagen und Lust gehabt, gleich wieder von vorne anzufangen. Dies hat mehrere Gründe: Einerseits vermag Anna Neata mit ihrem Schreibstil zu fesseln, die Geschichte von Frauen einer Familie über 4 Generationen hin weckt Interesse und der nicht chronologisch erzählte Roman ist reizvoll verschachtelt .
Andererseits hatte ich am Ende das Gefühl, nicht alle Aspekte des "Packerls" verstanden zu haben, das die Frauen über die Generationen zu tragen hatten. Offenbar habe ich am Ende den Überblick verloren. Schlussfolgerung für mich: Dieses Buch darf man nicht nebenbei vor dem Einschlafen lesen, sondern als Hauptspeise in längeren Lesesequenzen, dann ginge sich auch eine 5-Stern-Bewertung aus. Leseempfehlung als Urlaubsbuch!
Rezensionen von marsu:
Toll geschrieben
Die Königin von Sebastian Conrad
Nofretete - wer kennt diese Silhouette nicht, auch wenn man die Original-Büste nicht gesehen hat?
Sebastian Conrad gelingt das, was Historikern, vor allem deutschen Wissenschaftlern, viel häufiger gelingen sollte: verständlich und interessant für ein Publikum zu schreiben, dass nicht nur aus Historiker*innen oder Archäolog*innen besteht.
Dabei verliert er jedoch nie den wissenschaftlichen Anspruch aus dem Auge und der wissenschaftliche Apparat zeigt sich in den ausführlichen Fußnoten.
Vor nunmehr einhundert Jahren wurde die Büste das erste Mal in Berlin ausgestellt und hat seitdem nicht an Faszination verloren.
Wie kam es zu diesem Interesse, dass bereits bestand, bevor die Büste erstmals ausgestellt wurde? Denn gefunden wurde die Büste bereits zwölf Jahre vorher.
Aber nicht nur die Büste, sondern vor allem die Königin, die dargestellt wird, birgt noch heute viele Geheimnisse und viele Künstlerinnen lassen sich noch immer von ihr inspirieren.
Ein Sachbuch, das sich angenehm liest und bei dem ich viel dazu gelernt habe.
Rezensionen von Anno:
Endet schwach
Die Entflammten von Simone Meier
Obwohl die Buchbeschreibung mit Jos Leben als Witte und Geschäftsfrau wirbt, wird dieses tatsächlich erst gegen Ende des Buches beschrieben. Lange Zeit beschäftigen sich die Dinge vielmehr um Theos Werben um Jo, die Heirat und ihrem kurzen gemeinsamen Leben, in dem auch Vincent eine große Rolle spielte, wodurch man auch ihn, seinem Charakter und seine Verbindung zu seinem Bruder näher kennenlernt.
Es ist interessant, ja, aber nicht das was ich erwartet hatte. Wie Jo in der Zeit nach dem Tod der beiden Männer dann jedoch den Ruhm Vincents durch geschicktes Handeln mehren konnte, wird letztendlich nur noch angerissen. Auch verschwimmen die anfangs akribische getrennten Erzählstränge der heutigen Schriftstellerin und Kunsthistorikerin Gina mit dem Jos. Generell fand ich deutlich weniger Zugang zum heutigen Handlungsstrang, konnte mich mit Gina und ihrem Vater nicht identifizieren und konnte auch mit der Vermischung mit Jos Charakter wenig anfangen. Es sollte wohl Verbundenheit zueinander darstellen, die ich so jedoch nicht spüren konnte.
Die Sprache des Romans lässt viel Raum für eigene Spekulationen und vermittelt vieles unbewusst, jedoch wenig gefühlsbetont. Dazu hatte ich am Mitte des Buches auch zunehmend das Gefühl, dass er Abschluss des Buches drängte und die Handlung dadurch nur noch oberflächlich beschrieben wurde. Was anfangs fast schon zu ausführlich beschrieben und in die Länge gezogen wurde fehlte mir plötzlich und ich verlor den Kontakt zu Jos Welt mehr und mehr.
Schade.











