Kunden em pfehlungen
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Mit Wörtern Bilder malen
Der Wortschatz von Rebecca Gugger
Oscar liebt es Schätze zu finden. Als er beim täglichen Löcherbuddeln eine Truhe findet, malt er sich bereits auf dem Heimweg die tollsten Schätze aus, die er darin finden wird. Als Oscar zwei Tage später die Truhe öffnet, befinden sich darin aber keine Goldkrone oder Diamanten, sondern Wörter, die kreuz und quer liegen.
Enttäuscht probiert Oscar ein bisschen herum, zupft dran und verändert seine Form, bis er das Interesse verliert und "Quitschgelb" hinter sich wirft. Als dann ein quetschgelber Igel an ihm vorbeistürmt, wird Oscar neugierig und probiert noch mehr Wörter aus, bis die Truhe leer ist. Was nun?
Bis die Truhe leer ist, bekommt man bereits einen wunderbaren Eindruck, wozu Worte in der Lage sind, wenn sie unser Vorstellungsvermögen anregen. Oscar hat sichtlich Spaß dabei, die Worte auszuprobieren, und sowohl die kreativen Illustrationen dazu begeistern, wie auch die dazu passenden vielseitigen Adjektive. Man wird bereit spielerisch dazu eingeladen, mitzumachen und das Buch versprüht Wortmagie, über die Wahrnehmung unserer Umwelt. Am Ende gibt es noch viele Illustrationen, die zum fantasievollen Erfinden einladen. Seinen wirklichen Schatz findet Oscar aber mit Luise, nachdem alle Erwachsenen viel zu beschäftigt waren, ihm zu helfen. Oscar lernt, wie wertvoll Worte sind, dass man sie mit Bedacht wählen sollte und sie überall finden kann. Denn es gibt so viele Möglichkeiten: kreative Worterfindungen, schöpferische Wortkreationen oder hellwache Wörtersuche. Oscar lernt schließlich eine Menge neuer Wörter kennen und erforscht mit allen Sinnen.
Mein absoluter Liebling ist in Wort und Bild die Doppelseite, wo Oscar und Luise auf der Wiese liegen und sie ihm ein Wort schenkt, während die Bäume Schatten werfen.
Fazit: Ein tolles Bilderbuch, das ich sehr empfehlen kann. Eine Hommage an unseren Wortschatz und unsere eigene Wörtertruhe, die wir jederzeit selbst füllen und leeren können. Es ist ein gelungenes Zusammenspiel aller Elemente, das für Groß und Klein gleichermaßen Wertvolles und Spaß bereit hält. Dazu gibt es zudem online pädagogisches Material für die Grundschule.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Teichnixe Lily hat ein gutes Herz
Lily und der Herzenszauber von Lucy Fleming
Wer sich vom Cover angezogen fühlt, sollte unbedingt mal reinschauen, denn die Geschichte ist so schön, wie das traumhafte Cover mit Schimmereffekt, hoffen lässt.
Lily hat als Teichnixe ein großes Verantwortungsgefühl für alle ihre Freunde. Sie liebt den Teich und sorgt für Ordnung und hilft, wo sie gebraucht wird, damit sich alle wohlfühlen.
Diese traumhafte Natur soll für alle Lebewesen ein sicherer Ort sein. Dazu gibt es auch einen, sich mehrmals wiederholenden, Reim, indem Lily kundtut, dass sich niemand sorgen muss, weil sie immer auf alle aufpassen wird. Das löst bereits beim Lesen ein behagliches Wohlgefühl aus und vollzieht noch, getreu der Botschaft, eine wichtige Veränderung. Lily ist wie eine Mutter, die sich um all ihre Kinder kümmert. Dazu gehören auch wachsende Sorgen, ihre Freunde nicht beschützen zu können. Aber kann eine kleine Teichnixe wirklich so viel Verantwortung alleine tragen? Hier werden sich bestimmt auch Erwachsene angesprochen fühlen.
"Lily und der Herzenszauber" ist eine süße Geschichte über Solidarität, Selbstlosigkeit, Fürsorge, sowie Freundschaft und erzählt von von Gemeinschaft, Natur und Momenten der Überforderung, in denen alles zu viel wird und man etwas Mut braucht, um nach Unterstützung zu fragen. Lucy Fleming hat diese Geschichte nicht nur verfasst, sondern auch ganz großartig bebildert. Harmonische Töne unterstreichen das lebendige Treiben am Teich und verleihen Lily eine zarte Sanftheit und Wärme. Sehr niedlich ist auch Lily´s bester Freund Blubber, die Kaulquappe. Denn im Verlauf der Handlung vollzieht Blubber eine spannende Wandlung - von Seite zur Seite.
Für Kinder ist das eine wirklich schöne Geschichte, mit ganz einfachen Texten zum Vorlesen oder Selberlesen, einem Reim zum Mitsprechen und natürlich schöne llustrationen mit Meerjungfrauen-Zauber, die garantiert begeistern. Eignet sich auch prima für das abendliche Vorleseritual. Daher eine uneingeschränkte Empfehlung für Kinder ab 4 Jahre.
Rezensionen von Tara:
Überraschend – über das Leben & Familie
Trabant von Stefan Sommer
„Trabant“ ist das Debüt des in München lebenden Autors Stefan Sommer.
Georg Himmel ist gerade als Trauzeuge seines besten Freundes in Kroatien. Dort erhält er eine verwirrende SMS seines Vaters. Diese ist eigentlich an eine Lisa gerichtet und klingt als ob sein Vater eine Affäre hätte. Kurzentschlossen begibt sich Georg mit seinem alten Corsa zum Münchener Flughafen.
Es folgt eine unglaubliche Reise von Istrien nach München und quer durch Georges Erinnerungen.
Der Schreibstil von Stefan Sommer liest sich leicht, obwohl mir nicht immer ganz klar war, welche Erinnerungen wirklich real oder Hirngespinste sind.
Mit Georg hat er einen authentischen und auch durchaus sympathischen Protagonisten erschaffen. Er zweifelt, wirkt hilflos, hat Ängste, merkt, dass er seine Eltern scheinbar gar nicht so gut kennt wie er dachte. Dem Autor ist es hier gelungen einen interessanten Charakter facettenreich und überzeugend darzustellen.
Die Ereignisse sind ein wenig skurril, keineswegs vorhersehbar, überraschend und unterhaltsam. Georges Reise beinhaltet durch seine Erinnerungen und Gedanken so viel mehr als ich zunächst erwartet hatte. Da sind Unglaube, Hoffnung, Ärger, Wut, Abwarten und vieles mehr, bis es letztendlich zu einem durchaus überraschendem aber sehr gelungenem Ende kommt.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Hörbuch-Empfehlung
Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge von Anja Tsokos; Michael Tsokos
Diese schräge Geschichte ist eine Zeitreise in die die ehemalige DDR mit dem Zeitzeugen Heinz Labensky, einem neunundsiebzig Jahre altem Mann, „planlos wie eine Kuh, wenn’s donnert“, kein Genie, kein Mann der Worte, aber einer mit Herz.
Heinz Labensky führt ein unauffälliges Leben in einem Feierabendheim in einem Betonklotz, als er einen Brief erhält.
Darin schreibt eine Frau von seiner allerbesten Jugendfreundin Rita, welch schreckliches Schicksal sie ereilt haben soll, und wie Heinz die Absenderin, Ritas Tochter, kontaktieren kann. Bestürzt von dem möglichen Tod seiner Freundin, fackelt Heinz nicht lange und macht sich von Erfurt auf den Weg nach Rostock Warnemünde zum Hotel Neptun, um dort Ritas Tochter zu treffen. Auf dieser Reise landet er schließlich in einem Flixbus, der ihn sozusagen auf eine Zeitreise schickt, bevor er sein Ziel erreicht. Wechselnde Reisende kommen mit Heinz ins Gespräch und ermutigen ihn, mehr von dem zu erzählen, was er nicht schon unfreiwillig in seinem dahin geträumten Wachkoma preis gegeben hat. Es geht vor allem um die Liebe, denn Heinz wurde stets davon angetrieben, Rita zu finden und zu beschützen, wobei er das ein oder andere Abenteuer in der DDR erlebte insbesondere schicksalshafte Begegnungen, die ihren unvorhersehbaren Lauf nahmen.
Der Erzählstil erinnert ein bisschen an den schwedischen Autor Jonas Jonasson, während die Figur Heinz Labensky die unbedarfte Liebenswürdigkeit eines Forrest Gump besitzt, der ebenfalls durch große historische Momente streifte, ohne die Bedeutung dessen gänzlich zu begreifen und äußerst bildhaft von seinen Erlebnissen berichtet. Ähnlich ist es mit der Hauptfigur, die unwissend der Roten-Armee-Fraktion half, obwohl er am liebsten Eisbecher in der Mokka-Milch-Eisbar aß, in der Sibylle blätterte und genügsam vor sich hin träumte.
Gesprochen wird das Hörbuch von Katharina Thalbach, der es hörbar Spaß gemacht haben muss, diese Geschichte einzulesen. Ihre Stimme passt hervorragend. Heinz Labensky ist eine Figur, mit der man mitfühlen kann, deren Missverständnisse für einige Lacher sorgen. Der Schreibstil bedient sich zahlreicher Ausrücke und Begriffe der DDR, teilweise ist die Story ein bisschen überdreht, eine Mischung aus freier Fiktion und realer Ereignisse und Personen, voller bildhafter Vergleiche, was man mit einem fantasievollen Augenzwinkern betrachten sollte, denn insgesamt wurde ich gut unterhalten und der Schluss hat mir gut gefallen. Wer den Film "Forrest Gump“mochte, gedanklich gern noch einmal in die DDR reisen möchte und skurrile Geschichten mit Herz mag, für den wäre dieses Buch wohlmöglich etwas.
Rezensionen von froschman:
Düsterer Thriller
Oxen. Pilgrim von Jens Henrik Jensen
Niels Oxen, hochdekorierter ehemaliger dänischer Soldat, begibt sich auf Pilgerreise, um seine letzten Taten zu sühnen. Er hatte ja erstmals ohne Auftrag getötet. Margarethe Franck vom Geheimdienst PET wurde vom Dienst suspendiert und wird von ihrem in der Zwischenzeit pensionierten Chef Axel Mossmann, der eine Personenschutz-Firma gründete, engagiert, um eine Dokumentenübergabe zu sichern.
Diesen Auftrag konnte sie leider nicht zufriedenstellend erledigen. Und Sally Finnsen sucht noch immer den Mann, der ihren Bruder Nicolai ermordet hatte. Diese vier Hauptpersonen bestimmen die Richtung, es gibt verschiedene Handlungsstränge. Zum einen die geheime Übergabe von Daten tausender Finanzbetrügern, zum anderen die Suche nach dem Mörder von Nicolai. Doch es stellt sich heraus, dass es da gewisse Zusammenhänge gibt, die Ermittlungen werden jedoch teilweise von höchster Stelle behindert.
Von Vorteil wäre es, wenn man den Vorgängerband Oxen – Noctis gelesen hätte, da viele Bezüge zu diesem Buch bestehen, aber es ist nicht unbedingt erforderlich. Jensen ist es mit Pilgrim wieder gelungen, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Mit der flüssigen Schreibweise und kurzen Kapiteln, einigen interessanten Wendungen und einem fulminanten Ende hat mich Jensen wieder einmal überzeugt.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Auf zur Wolke 7
Mina Wirbelfee (Bd. 1) von Zoe Magdalena
Mina ist sehr aufgeregt, denn zu ihrem Geburtstag erfährt sie endlich, welche magischen Feenkräfte sie erhält. Doch weder Mama, Papa noch Oma können entziffern, was in dem Brief von der Feenkönigin steht. Dabei ist Geduld nicht Minas Stärke, weshalb sie spontan zur königlichen Hoheit zur Wolke sieben aufbricht, um von ihr höchstpersönlich zu erfahren, was ihre Fähigkeit ist.
Begleitet wird Mina von Rüdiger, einem Dackel und Wanda, der Wanderwarze.
Das Feenreich wird von skurrilen Geschöpfen bewohnt und es scheint alles lebendig zu sein: böse Blumen, die sich mit fiesen Gemeinheiten nicht zurückhalten, wehleidigen Bäume, die Unmengen Tränen vergießen und starken, behaarten Meerjungfrauen mit Wampe, die keine Schwäche zeigen. Erinnert ein bisschen an das Wunderland, indem Alice auch so seltsamen Gestalten begegnet, während sie auf dem Weg zur Königin ist.
Eine farbige Fee als Heldin hat Symbolkraft und ist einfach großartig. Mina hat eine starke Persönlichkeit mit viel Selbstvertrauen. Das sie auch mal frech ist und ganz sie selbst sein darf, macht sie authentisch und die Geschichte noch besser. Sie ist voller Tatendrang und mutig, wie sie sich in ein unbekanntes Abenteuer stürzt und nicht aufgibt, auch wenn ihr mal Zweifel kommen. Schließlich ist sie nicht allein, sondern hat ihre Freunde.
Die vielen farbigen Illustrationen sind richtig das absolute Highlight als Witz und Spaß. Alles ist lebendig und hat große Kulleraugen und eine aussagekräftige Mimik. Rüdiger sieht einfach immer süß aus und die Bilder unterstreichen den Humor so gekonnt, dass man bei dem Anblick unweigerlich lachen muss. Es gibt viele schöne Zeichnungen, aber besonders gelungen finde ich das Vorsatzpapier, sowohl vorne als auch hinten, weil es Mina, Rüdiger und Wanda auf ihrer Reise zeigt, am Tag und bei Nacht.
Fazit: Das Vorlesen hat einfach unheimlich viel Spaß gemacht und "Mina Wirbelfee" ist ein sehr witziger, ideenreicher, magisch fantasievoller Auftakt mit Augenzwinkern, versehen mit vielen kleinen Weisheiten und Botschaften der Selbstliebe und Achtsamkeit. Mina lebt die Träume der Kinder aus, und die werden ihren Spaß mit diesem Buch haben.
Rezensionen von Frechdachs:
Shanghai-Nights - Was ist wirklich in der Nacht auf den 2. September 2021 passiert?
Die Spiele von Stephan Schmidt
So schillernd und bunt das Cover des Kriminalromans "Die Spiele" von Stephan Schmidt daherkommt, genau so bunt stellte ich mir tatsächlich auch die Ausarbeitung desselbigen vor.
Der Teasertext als solches klang für mich unheimlich spannend.
Schmidt verwebt ein Stück deutsch-deutscher Geschichte, den sogenannten Madgermanes in der damaligen DDR, von denen wahrscheinlich sehr viele von uns aktiv noch nichts gehört haben mit einem fiktiven Mordfall im fernen Osten Asiens.
Vielleicht gleich eines Vorab für Leseinteressierte dieses Romans, einen Thriller darf man hier nicht erwarten. Das Genre Kriminalroman trifft es ziemlich gut, welches auch auf dem Cover prangt.
Wie bei Kriminalfällen und deren Ermittlung üblich zieht sich mitunter diese Arbeit ganz schön in die Länge. Dabei sind wir meiner bescheidenen Meinung nach bereits beim vielleicht größten Manko des vorliegenden Romans. Über weite Strecken tappte ich irgendwie komplett im Dunkeln und mir fehlte ganz einfach in weiten Teilen auch eine gewisse Grundspannung im Plot.
Die Handelnden selbst werden sehr ausführlich beschrieben und je weiter das Buch voran schreitet, desto plastischer wirken auch deren Charakteren, allerdings fehlte mir tatsächlich irgendwie immer der direkte Bezug zu den Handelnden und ich beäugte die Situationen quasi jeweils aus der Distanz heraus. Es gab bei mir leider nie eine wirkliche Identifikation mit den Handelnden und ihrem zugehörigen Tun.
Die recht vulgäre Sprache, gerade wenn es um sexuelle Aktivitäten im Roman ging, hat mich irgendwie komplett abgestoßen und passt auch nicht so ganz zum anderen Stil der Erzählweise.
Der Kriminalroman zeigt deutliche Licht- und Schattenseiten. Beispielsweise hätte ich mir fast noch mehr zum historischen Hintergrund zu den Madgermanes gewünscht. Gleichzeitig hätte aber auch der ganzen Erzählweise mehr Drive und vor allem Spannung gut getan.
Die Erzählsicht selbst wechselt quasi immer zwischen unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten. Gerade in dieser Hinsicht haben mich diese sehr flotten und vielschichtigen Perspektivwechsel ehrlicherweise immer mehr verwirrt und vom Grundkonzept her zu stark abgebracht. In dieser Hinsicht wäre vielleicht weniger dann am Ende mehr gewesen.
Alles in allem ein akzeptabler Kriminalroman, der vom Cover her schillernd bunt angeteasert wird und beim Lesen dann leider sehr schnell abflacht und auch irgendwie versandet.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Ein fantastischer Auftakt der Romantasy Trilogie
Die Prinzen des Winters: Eisfunken von K. T. Steen
Das Feuermädchen Eyra hasst die Winterelfen. Sie haben nicht nur in der letzten Schlacht die Feuerwesen niedergerungen und den Winter ins Land gebracht, sondern sind auch dafür verantwortlich, dass ihr Bruder Naran an der Schneekrankheit leidet und seine Emotionen unter einer steinharten Eisschicht vergraben sind.
Doch dann erhält Eyra aus dem Königshaus eine Einladung zur Brautschau.
Eigentlich werden zu diesem Ball nur Elfen eingeladen und Eyra ist ein Feuermädchen. Sie wundert sich deshalb etwas darüber, doch es ist nicht nur eine gute Gelegenheit, die Rebellen zu unterstützen, sondern auch ihrem Bruder zu helfen.
So beschließt sie, an der Brautschau teilzunehmen und die Gelegenheit zu nutzen, um den Eiskristall, der dem Königshaus die Magie liefert und sie unangreifbar macht, zu stehlen.
Doch so einfach, wie sie gedacht hat, ist das nicht und plötzlich muss sie eine Prüfung nach der anderen bestehen.
Erschwerend hinzu kommt, dass nicht nur einer der Prinzen ihrem Herzen gefährlich nahekommt.
Während „ Die Krone der Feen“ in Oritea spielte und „Die Feen der Nacht“ im Nachbarland Nasca, befinden wir uns nun in Estraora. Auch wenn alle Bücher in verschiedenen Länder einer Welt spielen, sind es Geschichten mit jeweils völlig anderen Protagonisten, die unabhängig voneinander gelesen werden können. „Die Prinzen des Winters -Esfunken“ ist Band 1 einer Trilogie.
Das Cover ist ein richtiger Hingucker und einfach wunderschön. Doch nicht nur das hat mich begeistert.
Wow, was für eine Hammer Story!
Die Autorin wieder einmal bewiesen, dass sie nicht nur wunderbare, märchenhafte Welten erschaffen, sondern ihre LeserInnen auch jedes Mal wieder mit einem fantastischen und magischen Schreibstil begeistern kann.
Innerhalb weniger Seiten war ich mitten in der Geschichte und konnte das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen!
Wir verfolgen die Geschichte aus der Perspektive von Eyra.
Das sorgte dafür, dass ich ihre Emotionen und Gefühle wunderbar nachvollziehen konnte und das Gefühl hatte, alles durch ihre Augen zu sehen.
Eyra muss man einfach gernhaben. Sie ist alles andere als ein schüchternes, kleines Mädchen und verdient sich das Geld, dass sie für sich und ihren Bruder Naran benötigt als Straßenkünstlerin.
Das Feuermädchen hat das Herz auf dem rechten Fleck und tut alles für ihren Bruder.
Auch für ihre Stiefschwester Fayette , die als Fee ein völlig anderes Leben führt als sie, bringt sie immer wieder Verständnis auf.
Fayette musste ich erst etwas besser kennenlernen, um sie ins Herz zu schließen. Zu Beginn habe ich sie als sehr selbstsüchtig empfunden, doch mit der Zeit habe ich gemerkt, dass sie Eyra im Schloss eine große Hilfe ist.
Aber nicht nur Eyra und Fayette haben mich begeistert. Auch alle anderen Figuren finden in der Geschichte ihren Platz und sind Charaktere, die über Tiefe verfügen und lebendig und authentisch gestaltet sind.
Besonders die Ausarbeitung der drei Prinzen ist perfekt durchdacht.
Bis zum Schluss sind sie undurchschaubar und ich habe lange gerätselt, was für Pläne sie haben.
Und das Ende...??!!????????
Ich hoffe, Kerstin lässt uns nicht zu lange auf die Fortsetzung warten, denn ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen!
Fazit
Ein fantastischer Auftakt mit Sogwirkung und eine perfekte Mischung aus Spannung, Action und Romantik.
Kurz gesagt: Romantasy der Spitzenklasse!
Dafür kann es nur 5 Sterne geben!
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Klug gestrickter Krimi - realitätsnah, authentisch und spannend
Monster von Nele Neuhaus
Dies ist mein erster Krimi von Nele Neuhaus. Ich kannte die Ermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein also noch nicht und fand mich trotzdem gut zurecht. Jetzt kann die große Beliebtheit ihrer Bücher absolut nachvollziehen. Der Schreibstil war nie holprig oder gewollt, sondern wunderbar flüssig und zielgerichtet.
Kein Wort zu viel und in wenigen Sätzen steckte genug Aussagekraft. Nebensächlichkeiten werden schnell abgehandelt, nehmen nie zu viel Raum ein. Trotz der vielen Figuren, die auch in einem Personenregister aufgelistet sind, konnte ich der Handlung gut folgen. Es gibt zwar immer nur einen Absatz zwischen den unterschiedlichen Perspektiven, sodass man schnell umschalten muss, aber da gewöhnt man sich dran. Der Fall ist dramatisch, realitätsnah und bis zum Schluss spannend. Man erhält Einblicke in die kurvenreiche Ermittlung der Polizei und das Verhalten der trauernden Mutter, deren ermordete Tochter ihr ganzer Lebensinhalt war, und der Freundin Sara, die der Polizei Information vorenthält. Schließlich läuft alles reibungslos ineinander und hält trotzdem noch unerwartete Wendungen bereit, sodass die 560 Seiten überraschend schnell verfliegen. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Leider wurden bei der Korrektur viele Fehler übersehen, was eher für das Hörbuch sprechen würde. Trotzdem 5 Sterne für diesen gelungenen Krimi, in dem es um Fremdenfeindlichkeit, gesellschaftliche und moralische Fragen und die Probleme medialer Berichterstattung geht.
Rezensionen von gerlisch:
Der Club der Monster
Monster von Nele Neuhaus
Die 16jährige Larissa wird erdrosselt hinter einem Marienaltar gefunden. Die gefundenen DANN Spuren werden mit einem abgelehnten Asylbewerber in Verbindung gebracht, der aber noch ehe die Polizei ihn befragen kann, verschwindet. Ein Mann wird nachts auf einer Landstraße überfahren, sein Körper wurde durch Bisswunden übel zugerichtet.
Pia Kirchhoff, Oliver von Bodenstein und das Team der K11 Hofheim werden noch mit weiteren Toten und Vermisstenfällten konfrontiert und die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Nele Neuhaus hat mit „Monster“ eine spektakuläre Story geschrieben. Die überaus spannenden und teuflisch gut konzipierten Handlungen haben mich absolut gefesselt. Die Ermittlungsarbeit ist komplex, aber trotzdem verständlich und gut nachvollziehbar.
Die Ähnlichkeiten zu realen Vorkommnissen sind nicht zu übersehen. Flüchtlingskrise, steigende Kriminalität, überforderte Justiz und die zunehmende Unzufriedenheit der Bürger sind aktuelle brisante Themen, die hier meisterhaft verarbeitet wurden und dem Leser erschreckende Szenen mit krassen Schockmomenten präsentieren.
Auch in Band 11 kommt die private Ebene von Kirchhoff und Bodenstein nicht zu kurz. Wer die Reihe von Anfang an kennt, weiß, dass es in ihrer Vergangenheit Höhen und Tiefen gab und auch diesmal müssen sich die beiden wieder einigen Problemen stellen.
Ein Wahnsinns-Krimi, der aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.










