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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Vicky:

Ein Leuchtfeuer der Hoffnung

Dark Sigils – Wen das Schicksal betrügt von Anna Benning

'Dark Sigils – Wen das Schicksal betrügt' ist ein Jugendbuch der Autorin Anna Benning. Das Buch bildet außerdem den letzten Band der 'Dark Sigils' Reihe.

Das Cover ist perfekt und gefällt mir von den dreien am besten. Es fügt sich außerdem sehr gut in die Reihe ein, ich habe sofort erkannt, dass es hier dazu gehört.

Unter 'Über dieses Buch' kann man sich bereits einen guten Vorgeschmack auf die Fortsetzung der Ereignisse holen. Die Geschichte umfasst einen Prolog, vier Teile mit jeweils einem Titel und insgesamt 36 Kapiteln sowie einen Epilog. Die Titel der jeweiligen Abschnitte sind Programm und es passiert genau das, was dort steht. Den Rückblick fand ich äußerst hilfreich um ohne Probleme in die Geschichte rein finden zu kommen und direkt fort setzen zu können. Es sind seit dem vorherigen Band doch acht Monate vergangen.

Die vorherigen Bände sollte man auf jeden Fall kenne, denn sonst wird das Zurechtfinden hier sehr schwierig werden. Die Ereignisse bauen seit Teil eins aufeinander auf und spitzen sich immer weiter zu bis sie schließlich in diesem fulminanten Finale enden.

Der Prolog ist ein interessanter Einstieg in die Geschichte. Ich war wieder von der ersten Seite an Feuer und Flamme für die Dark Sigils. Bis zum Schluss hat mich Anna Benning mit ihrer Geschichte rund dem Mirror und Prime sehr gut unterhalten. Mir gefällt die erdachte Welt ausgesprochen gut und die Figuren sind wunderbar dargestellt. Es ist interessant, wie die einzelnen Personen an den Ereignissen wachsen und wie sehr sie sich seit dem Anfang verändert haben. Die Handlung ist unglaublich spannend und durch den flüssigen Schreibstil kommt man sehr schnell voran. Die Seiten fliegen nur so dahin, und ehe man sich’s versieht, hat man bereits das Ende dieser wunderbaren Geschichte erreicht.

Fazit: Ein fulminanter Abschluss der großartigen Urban-Fantasy Trilogie ‘Dark Sigils‘. Ich habe die Reise in Anna Bennings fantastische und zugleich düstere Welt von Band eins an genossen. Und bin nun etwas wehmütig sie verlassen zu müssen. Ich kann diese Reihe uneingeschränkt empfehlen.

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Rezensionen von nishi93:

Fjords und Drama

Northern-Hearts-Reihe, Band 1 - Somebody to Love. von Rebekka Weiler

Somebody to love ist ein Liebesroman mit Setting in Norwegen. Freyas Freund verstirbt unter tragischen Umständen und 9 Monate später versucht sie mit seinem Bruder Emil, die Umstände aufzuklären und dabei kommen sie sich näher.

Das Setting in Norwegen spielt lange nur eine kleine Rolle und das auf dem Klappentext erwähnte Feeling will bei mir nicht so recht aufkommen.

Auch die Romanze kann ich lange so gar nicht nachvollziehen.

Ganz stark haben wir ein "forbidden love" Thema, das aber ebenfalls nicht so richtig authentisch ist, weil alles leider sehr konstruiert auf mich wirkt. Es sind nur konservative Einflüsse von außen und Protagonisten, die sich davon verunsichern lassen.

Jegliche Eltern nerven in diesem Buch, obwohl die Protas schon weit über die Volljährigkeit hinaus sind. Freya ist ziemlich ich-bezogen, während Emil einfach nur toll ist. Er ist für mich das Highlight des Buchs, bekommt aber leider von Freya nicht so arg viel zurück. Im Gegenteil, am Ende lauert noch eine Spannungsspitze, die ebenfalls leider für mich nicht "echt" wirkt, weil ein Konflikt wiederbelebt wird, den die beiden eigentlich in der Mitte des Buchs schon ausführlich besprochen haben...

Für mich persönlich daher leider kein Highlight und Band 2 wird bei mir wohl nicht einziehen.

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Rezensionen von Anno:

Eine ungewöhnliche Familie

Wer ist schon normal?,2 Audio-CD von Sabine Bohlmann

Was Sabine Bohlmann auch anfasst- es wird einfach immer toll! Auch dieses Buch, dass sich auf den ersten Blick von ihren bisherigen Werken unterscheidet, macht hier keine Ausnahme!

Die Grauses sind eine ganz und gar ungewöhnliche Familie, die neu in der Straße damit zu kämpfen hat angenommen zu werden und nicht durch ihre Andersartigkeit aufzufallen.

Doch Ottilie, die Ausgrenzung selbst kennenlernen musste, überwindet ihre tsgnA, freundet sich mit den Kindern an und hilft ihnen und letztendlich auch ihrer gesamten Familie, wo sie nur kann.

Die Stimmung des Buches ist dieses Mal etwas gedrückter, aber dennoch voller Wärme. Dazu steckt noch unglaublich viel Lebensweisheit in dieser Geschichte. Ob Offenheit, Akzeptanz, Individualität, der Wert von Freundschaft und Zusammenhalt. Lernen lässt sich viel, wobei das Buch nie belehrend wirkt, sondern einfach nur wunderschön.
Immer wieder beeindruckt mich mit welcher Leichtigkeit Sabine Bohlmann mich und die Kinder in ihre Bücherwelten entführt. Ihre junge, frische und natürliche Stimme zaubert eine wunderschöne, fast mystische Atmosphäre, die auch mit dieser neuesten ihrer Geschichten sehr gut harmoniert und in ihrer Einzigartigkeit einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Kein anderer könnte ihre Bücher so schön lesen, wie sie selbst!

Fazit: die Grauses haben sich in unser Herz geschlichen! Es ist wundervoll, tolle und auch tiefgründige Geschichte voller Witz und warmherziger Momente. Unbedingt lesen oder hören oder beides!


Band 2 dieser neuen Serie erscheint im Frühjahr 2025. Und wir hier können ein Wiedersehen mit den Grauses kaum erwarten.

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Rezensionen von nanu?!:

Nette Ideen zur Brotzeit

Brotzeit geht immer! von Tanja Dusy

Ein lecker belegtes Brot geht eigentlich immer, das findet zumindest die Autorin dieses kleinen, aber feinen Kochbuchs. Und weil selbst gebackenes Brot dabei noch besser schmeckt, gibt es zu Beginn auch gleich ein paar Rezepte für einfache Brote, die zuhause auch garantiert gelingen.
Diese Brote funktionieren mit nur wenigen Zutaten, kurzen Gehzeiten (bis auf 2 Brote) und einfachen Arbeitsschritten.

Im zweiten Kapitel ZUM BESTREICHEN UND DIPPEN, geht es in 16 Rezepten ums Darauf.
Insgesamt finde ich die Auswahl gelungen, denn die Basis der verschiedenen Beläge unterscheiden sich stark voneinander. Es gibt reine Gemüsecremes die nicht nur Vegetarier ansprechen werden, ein paar wenige sind sogar auch für Veganer geeignet. Cremes mit Käse, Fisch oder Fleisch als Basis gibt es aber auch.
Ein paar altbekannte Klassiker wie Obatzda, Hummus oder Kräuterquark sind ebenso vertreten, wie neue Ideen. Pkhali-Gemüsebällchen kannte ich bisher jedenfalls noch nicht, und bunt belegte Butterboards sind auch noch relativ neu, von der Idee her.
Das dritte Kapitel BROTZEIT MIT FREUNDEN gefällt mir leider nicht so gut, weil mir zu viele unpraktische Rezepte dabei sind. Toaströllchen mit Gemüse, Sandwichtorte oder Brotspiesschen braucht mMn kein Mensch. Auch Anleitungen für einfach belegte Brote finde ich persönlich unnötig.

Ganz am Ende gefällt mir noch die Anleitung für den perfekten Brotteig und wie man ihn korrekt knetet, faltet und wirkt.
Die Anleitungen selbst sind wie immer bei GU von hervorragender Qualität. Nie bleibt eine Frage offen, die Texte sind klar und verständlich und auch nie zu lang oder kompliziert.
Die Zutaten sind überall zu bekommen, zu exotisch wird es hier nie.
Jedes Rezepte hat sein eigenes, sehr schönes Foto, sodass man immer gleich eine Vorstellung von der Zubereitung bekommt.

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Rezensionen von PMelittaM:

Auch Band 3 gefällt mir gut

Verborgen von Eva Björg Ægisdóttir

In Akranes stirbt bei einem Hausbrand ein junger Mann, auf dessen PC ein Suchlauf entdeckt wird, der bei den Ermittlern die Alarmglocken läuten lässt.

Der dritte Fall der Reihe ist wieder komplexer als zunächst gedacht. Ich mag diese Reihe mittlerweile sehr gerne, auch Elma, die Protagonistin, ist mir inzwischen ans Herz gewachsen.

Auf Island, vor allem in einer relativ kleinen Stadt wie Akranes, scheint alles ein bisschen näher, man duzt sich grundsätzlich, was ich sehr sympathisch finde, man kennt sich, Elmas Team wirkt sehr familiär – es ist fast ein bisschen idyllisch, und doch gibt es Gewaltverbrechen, und die Idylle bekommt Löcher, manches ist doch nicht so, wie es scheint und/oder verstrickter als zunächst gedacht. So ist es auch in diesem Fall, und das macht die Reihe so besonders.

Man lernt die mit dem Fall verbundenen Charaktere recht gut kennen, kann sich eine Meinung über sie bilden. Erst nach und nach wird überhaupt klar, wie der eine, die andere überhaupt damit verbunden ist. Auch hier gibt es wieder, wenn auch erst relativ spät und in einem kürzeren Zeitraum, Rückblenden in Vergangenes, allerdings muss man als Leser:in dieses Mal deswegen nicht so viel rätseln, die Verbindung ist schon da. Trotzdem geht es auch hier zu Herzen, hat es doch auch dieses Mal wieder eine tragische Komponente. Miträtseln kann und wird man übrigens trotzdem.

Auch das Leben des Ermittlungsteams spielt hier seine Rolle. Elmas und Sævars Vorgesetzter Hördur hat einen tiefgreifenden Verlust zu verarbeiten, und Elmas Leben wird sich in nächster Zeit gravierend verändern, was auch Sævar betrifft.

Die Auflösung ist nicht einfach und bevor alles gelöst ist, gibt es die eine oder andere Wendung, manche kann man als Leser:in erahnen. Wahrscheinlich wird auch dieses Mal nicht allen das Ende gefallen, auch hier bleiben, auch wenn der Fall gelöst ist, Fragen offen. Ich persönlich kann damit aber leben, so hallt der Roman eben noch etwas länger nach.

Wer Band 1 und 2 der Reihe nicht kennt, kann diesen Roman trotzdem lesen und verstehen, schöner ist natürlich, wenn man die Vorgängerbände gelesen hat, da man dann schon eine gewisse Beziehung zu den wiederkehrenden Charakteren hat.

Mir hat auch der dritte Band der Reihe wieder gut gefallen. Inzwischen kennt man die Charaktere gut, hat eine gewisse Beziehung zu ihnen aufgebaut, auch der Fall ist interessant und wieder komplex. Mir gefällt auch die isländische Atmosphäre gut.

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Rezensionen von brauneye29:

Interessant

Die Entflammten von Simone Meier

Zum Inhalt:
Als der Mann der jungen Jo van Gogh-Bonger stirbt, bleibt ihr nur ein Baby und hunderte von Bildern vom Bruder ihres Mannes Vincent van Gogh. Er war bis dato ein noch völlig unbekannter Maler und Jo beschließt das zu ändern und setzt damit die Erfolgsstory des Vincent van Gogh in Gang.

Über 100 Jahre später stößt Kunsthistorikerin Gina auf Jos Geschichte und ist fasziniert.
Meine Meinung:
So richtig viel weiß ich nicht über Vincent van Gogh und besonders viel seiber Kunst kenne ich auch nicht, aber nichts desto trotz oder vielleicht gerade deshalb fand ich die Geschichte um Jo und wie sie Vincent bekannt machte sehr interessant. Aber auch die Geschichte um Gina und ihren Vater in der Neuzeit und die Beschäftigung mit Jo und Theo van Gogh waren total interessant. Gerade weil es Personen sind, die etwas bewirkt haben und eigentlich nicht so wirklich bekannt sind.
Fazit:
Interessant

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Rezensionen von April1985 :

R.F. Kuang hält dem Verlagswesen den Spiegel vor. Großartig geschrieben!

Yellowface von R. F. Kuang

Rebecca F. Kuang schreibt über die Schattenseiten des Autors*innendaseins. Über Neid, Missgunst und Plagiate. Wie geht das Verlagswesen mit negativer Werbung um? Welche gravierenden Auswirkungen kann Social Media haben? Hier kommt die ungeschönte Wahrheit - möglicherweise etwas überspitzt - auf den Tisch.

Ich fand's großartig.

Athena und June sind Autorinnen. Während Athena einen Erfolg nach dem anderen feiert, ist June nur ein kleines Licht. Als Athena unerwartet stirbt, beschließt June ihrem Erfolg auf die Sprünge zu helfen. Sie entwendet ein unveröffentlichtes Manuskript von Athena und gib es als ihr eigenes Werk aus. Unter dem Namen June Song schreibt sie das Buch über chinesische Arbeiter im Ersten Weltkrieg fertig. Doch wofür sie erst Lorbeeren erntet, wird nach und nach auf den Prüfstand gestellt. June setzt alles daran ihr Geheimnis zu schützen.

Selten habe ich eine Protagonistin für ihren unehrlichen Charakter und ihr Handeln so sehr verurteilt wie June. June versucht die ganze Zeit die Dinge ins Reine zu reden. Sie verdreht sie Wahrheit solange, bis sie selbst davon überzeugt ist, ehrenhaft gehandelt zu haben. Als erste Zweifel aufkommen, dass June, welche keinerlei chinesische Abstammung aufweist, das Buch geschrieben hat, schlittert sie immer mehr in die Misere.

R.F. Kuang schreibt großartig, aber auch erschreckend, über die Macht von Social Media. Erschreckend, weil die neuesten Ereignisse zeigen, wie nah an der Wahrheit 'Yellowface' angesiedelt ist. Überhaupt hinterlässt der Schreibstil der Autorin einen unglaublich guten Eindruck bei mir. Sehr einnehmend und klar. Ein großartiger Roman.

Fazit:
R.F. Kuang hält dem Verlagswesen den Spiegel vor. Großartig geschrieben!

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Rezensionen von Ele:

Liebe und Kunst

Die Entflammten von Simone Meier

Die Entflammten, Roman von Simone Meier, EBook, Kein&Aber
Zwei Familiengeschichten im Zeichen der Kunst.
Die junge Jo van Gogh-Bonger war mit Theo dem Bruder von Vincent van Gogh verheiratet, erst erschießt sich ihr Schwager dann stirbt ihr Ehemann an den Folgen der Syphilis, zurück bleiben hunderte von Bildern, des bis dato wenig bekannten Malers und eine Kind von ihrem Gatten.

Um zu überleben versucht sie Van Gogh weltberühmt zu machen.
Über hundert Jahre später wird die junge Kunsthistorikerin Gina auf die Lebensgeschichte Jos aufmerksam, dies inspiriert sie zu einem opulenten Roman.
Am Anfang des Buches ist ein Personenregister über die historischen Personen platziert, was sehr hilfreich war. Die Überschriften der Kapitel passen zum jeweiligen Inhalt. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, jeweils aus der Sicht von Jo oder Gina. Oft jedoch gehen die Zeitebenen in einander über, denn der jungen Gina erscheint der Geist Jos, die die Erzählung aus ihrer Sicht übernimmt. Das war sehr verwirrend und ich habe mich des Öfteren schwergetan mich in der Zeit zurechtzufinden.
In einer äußerst poetischen Sprache erzählt die Autorin ihren Roman, deshalb habe ich es geschafft, langweilige Stellen zu tolerieren. Insgesamt fand ich die Erzählungen aus der Vergangenheit interessanter, die Verbindung mit Ginas Familie und der Lebensgeschichte von Jo konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, da habe ich mich sehr schwer getan der Verlauf der Erzählung zu folgen.
Ich habe allerdings gehofft, viel mehr aus dem interessanten Leben des Malers Vincent van Gogh zu erfahren, seine Werke inspirieren mich, immer wieder habe ich mir die genannten Bilder vom Buch angesehen. In diese Richtung hätte ich mir noch viel mehr Informationen gewünscht, insgesamt sind es eigentlich zwei Familiengeschichten, etwas oberflächlich und die nichts miteinander zu tun haben. Eine Stelle hat mich aber beeindruckt … Vincents Bilder sind wie feuerspeiende Wurfsterne, die in den Menschen steckenbleiben und dort etwas anrichten.
Die Verbindung zu Mata Hari, die am Ende des Buches in einigen Szenen auftaucht habe ich nicht nachvollziehen können. Die Figuren in der Vergangenheit waren interessant geschildert, mit den modernen Charakteren konnte ich nichts anfangen die sind mir fremd geblieben.
Einzig bemerkenswerte Figur im Buch Johanna van Gogh-Bonger, wer sich für deren Leben interessiert, wird Gefallen am Buch finden.
Von mir 3 Sterne

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Rezensionen von brauneye29:

Eine andere Sicht

Mein Name ist Lilith von Nikki Marmery

Zum Inhalt:
Lilith und Adam leben gemeinsam im Garten Eden. Doch Adam will den Willen von Lilith brechen und das lässt diese nicht zu und wird aus dem Garten Eden vertrieben und stattdessen Eva an Adams Seite gestellt, was Lilith mal gar nicht gefällt. Sie erinnert sich noch an die Ur-Göttin Asherah, die verschwunden ist und will sie finden, um die Frauen zurück ins Licht zu bringen.

Meine Meinung:
Da ich nicht sonderlich bibelfest bin und mir die Figur der Lilith gar nicht bekannt war, war ich schon neugierig, wie sich diese Geschichte und auch die Figur der Lilith entwickelt und bin recht angetan, denn Lilith gefällt mir als Typ ungeheuer gut. Ein kämpferische Frau, die sich nicht mal eben unterbuttern lässt und das in der Zeit, das hat schon was. Interessant fand ich gerade auch, dass hier aus Liliths Sicht eher die Frau stark ist und die Männer eher schwächer sind. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
Fazit:
Eine andere Sicht

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Rezensionen von dorli:

Die Kluft zwischen Recht und Gerechtigkeit

Zeit der Schuldigen von Markus Thiele

Hambühren im August 1981. Nina Markowski ist ein fröhliches 17-jähriges Mädchen, das mit ihren Freundinnen den Sommer genießt. Auf dem jährlichen Schützenfest trifft sie den fast doppelt so alten Volker März. Ein netter Kerl, der Nina aus einer brenzligen Situation befreit. Die beiden freunden sich an, gehen Eisessen, hören gemeinsam Musik.

Als Volker sich eine intensivere Beziehung wünscht, macht Nina ihm klar, dass sie nichts für ihn empfindet. Sie hat sich in einen Mitschüler verliebt und bittet Volker, das zu akzeptieren.

Einige Monate später, am 4. November 1981, wird Nina auf dem Nachhauseweg von der Chorprobe vergewaltigt und bestialisch ermordet - 22 Messerstiche, die Kehle bis auf die Halswirbelsäule durchgeschnitten. Dringend tatverdächtig: Volker März. Doch die Beweise reichen nicht aus, Volker wird rechtskräftig freigesprochen. Erst im Jahr 2012 lässt sich mittels DNA-Analyse einwandfrei seine Schuld beweisen. Doch für ein neues Verfahren ist es zu spät, denn laut Gesetz darf niemand nach einem Freispruch ein weiteres Mal für dieselbe Tat angeklagt werden - Volker März bleibt ein freier Mann…

Ninas Vater Hans kann und will sich nicht damit abfinden, dass niemand für die Ermordung seiner Tochter zur Rechenschaft gezogen wird. Über mehrere Jahrzehnte hinweg kämpft er für Gerechtigkeit. Dabei wird er allerdings weder von Hass getrieben, noch trachtet er nach Vergeltung. Ganz anders Hauptkommissarin Anne Paulsen. Anne will März aus einem ganz persönlichen Grund drankriegen und setzt dafür alles aufs Spiel. Nach akribischer Vorbereitung ist es im November 2022 soweit, ein sorgfältig ausgeklügelter Plan soll den mittlerweile 72-jährigen Mann endlich dingfest machen.

In seinem von einem wahren Verbrechen inspirierten Roman „Zeit der Schuldigen“ nimmt Markus Thiele den Leser mit auf eine fesselnde Zeitreise in die 1980er Jahre und erzählt die Geschichte der Schülerin Frederike von Möhlmann nach, die 1981 brutal ermordet wurde und deren Mörder trotz aller Anstrengungen der Opferfamilie auch über 40 Jahre nach der Tat ganz rechtmäßig sein Leben als freier Mann lebt.

Markus Thiele hat die realen Ereignisse und die Prozesshistorie rund um diesen Mordfall mit einer spannenden, für mich äußerst glaubwürdigen fiktiven Handlung verwoben. Er beschreibt seine Akteure vielschichtig und lebensnah und schildert deren Beziehungen zueinander überzeugend. Der Fall wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, so dass ich mir ein umfassendes Bild von der Zeit vor und nach dem Mord machen kann.

Der Autor gewährt mir zunächst einmal tiefe Einblicke in das Leben der 17-Jährigen. Nina ist ein ganz normaler Teenager. Sie wirkt emotional sehr verunsichert, was in ihrem Alter kein Wunder ist. Ich lerne sie gut kennen, begleite sie bis zu dem verhängnisvollen regnerischen Abend im November ’81. Anschaulich und eindringlich schildert Markus Thiele dann, was ihr Vater Hans über viele Jahre hinweg durchstehen muss. Seine Trauer und seine Verzweiflung sind für mich greifbar. Ich leide mit ihm, kann sein Hoffen und Bangen sehr gut nachvollziehen und spüre, wie die Rückschläge an seinen Kräften zehren. Mitgerissen haben mich auch die Ereignisse, die in dem Part rund um Anne Paulsen spielen. Der Autor lässt mich anfangs nur erahnen, was Anne antreibt und schickt mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt - obwohl ich Annes tatsächliches Motiv erst ganz zum Schluss erfahre, obwohl ich weiß, dass Selbstjustiz niemals eine Option sein darf, fiebere ich intensiv mit ihr mit und ertappe mich immer wieder dabei, dass ich mir wünsche, dass ihr Plan am Ende erfolgreich sein möge. Warum nicht die Dinge selbst in die Hand nehmen, wenn man derart von Recht und Gesetz im Stich gelassen wird?

Markus Thiele versteht es ganz ausgezeichnet, in seinen Romanen die juristische Sichtweise auf gesellschaftlich gewichtige Themen auch für den Laien leicht verständlich darzustellen und lädt seine Leser damit ein, über diese Dinge nachzudenken und sich ein eigenes Bild zu machen.

Der Fall Frederike Möhlmann und auch die jahrzehntelangen Bemühungen ihres Vaters, für Gerechtigkeit zu sorgen, waren mir durch die Berichterstattung in der Medien schon bekannt. „Zeit der Schuldigen“ hat mir jetzt zusätzlich einen interessanten Einblick in den Ablauf der Ermittlungen und der Gerichtsverhandlungen geboten. Ich bleibe nach dem Lesen des Romans emotional aufgewühlt zurück. Ich kann es einfach nicht fassen, wie weit Recht und Gerechtigkeit hier auseinanderklaffen. Es fühlt sich für mich völlig falsch an, dass ein Mörder, dessen Schuld nachgewiesen ist, straffrei bleibt. Es will mir einfach nicht in den Kopf, dass jemand, der ohne Zweifel der Täter ist, rechtmäßig geschützt wird.

„Zeit der Schuldigen“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fest im Griff gehabt - eine mitreißend erzählte Geschichte, die den Leser intensiv an der Prozesshistorie eines wahren Verbrechens teilhaben lässt. Absolute Leseempfehlung!

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