Kunden em pfehlungen
Rezensionen von _ich.lese_:
Erstaunlich und unterhaltsam
Das Lexikon der erstaunlichsten Fakten von Jacqueline McCann; Camilla de la Bédoyère; Andrea Mills
Ein geniales Lexikon für alle interessierten Kinder, die Spaß an erstaunlichem haben.
Das Buch macht schon was her, Bilderbuchgröße, aber natürlich viel mehr Seiten. Und es macht großen Spaß darin zu Blättern. Was auf einen zukommt, kann man sich anhand des Covers schon in etwas vorstellen.
Es ist ein bisschen wie das Guinness Buch der Rekorde. Es gibt so viel zu schauen, viel interessantes zu lesen, natürlich viele Bilder und wenig Text. Sehr geeignet für Grundschulkinder.
In verschiedene Kategorien eingeteilt gibt es unglaubliches, erstaunliches und unterhaltsames über alle möglichen Themen. Für jeden das passende dabei.
Wir hatten beim Blättern und Lesen jedenfalls viel Spaß und haben auch echt gestaunt, was es alles gibt. Mir persönlich hat das Thema Tiere und Pflanzen am besten gefallen. Meine Mitleserin fand Weltall und Roboter spannend.
Rezensionen von buecherseipi:
Zwillingschwestern - Zwillingsstädte
Selbe Stadt, anderer Planet von Dominika Meindl
Darum geht‘s:
Ärztin Johanna kommt nach Jahren in der Stadt in ihr Heimatdorf zurück und übernimmt sowohl die väterliche Arztpraxis als auch das Elternhaus. Durch ihre Rückkehr nach Hallstatt kommt sie ihrer Zwillingsschwester Doris, einer Tischlerin, wieder näher.
Auch der Chinese „Patrick“, ein chinesischer Strategieberater, kehrt nach Österreich zurück.
Hier hat er bereits Teile seiner Kindheit verbracht. Er soll für Investoren das idyllische Dörfchen, das von Touristenfluten überschwemmt wird, ausspionieren, damit es detailgetreu in China nachgebaut werden kann. Als der Hallstatt-Nachbau tatsächlich umgesetzt wird und den Weg in die Presse findet, sind die Einwohner Hallstatts fassungslos. Die Zwillingsschwestern beschließen, sich das Ganze mal vor Ort anzuschauen und brechen auf nach Asien…
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Und dann gibt es da noch die slowenische Einwandererfamilie mit Vater Andrej, Mutter Maria und den beiden Töchtern. Sie immigrieren nach Hallstatt, um zur Ruhe zu finden und renovieren ein kleines Bauernhaus.
Dieser dritte Erzählstrang war für mich einigermaßen überflüssig, da er die Geschichte meiner Meinung nach nur nebenbei ein wenig berührt und auch keine zusätzliche Tiefe gibt. Die Charaktere und das Leben der Schwestern sind toll ausgearbeitet und die beiden Frauen kommen richtig sympathisch rüber, obwohl die Autorin ihnen Ecken und Kanten und somit auch eine schöne Tiefe gegeben hat.
In die Geschichte an sich bin ich recht schwer reingekommen, denn die einzelnen Erzählstränge wechseln teilweise innerhalb eines Kapitels. Sie enthalten Traumsequenzen, die ich als solche erst spät erkennen konnte und der Zeitraum der Handlungen ist für mich schwer greifbar.
Für mich hat auch die Verbindung zum „zweiten Hallstatt“ etwas gefehlt, denn die Erzählsequenzen mit „Patrick“ waren mir zu wenig eingängig und der Besuch der beiden Schwestern findet auch erst relativ spät statt. Das hatte ich nach der Beschreibung anders erwartet…
Toll fand ich dagegen den Schreibstil von Dominika Meindl. Ihre Formulierungen und Beschreibungen haben mich oft schmunzeln lassen. Hier ein kleines Beispiel:
„Ihre Augen tranken die Schönheit wie kaltes Bier (Johanna war mit dem Vergleich unzufrieden, aber ein besserer war ihr nicht eingefallen).“ (S. 72)
Auch schön:
„Darüber im Klettersteig steht eine lückenlose Kette an Bergsteigern, in ihrer Multifunktionskleidung leuchten sie wie Feuerwanzen. Wenn der Wind stillhält, hört man das Dröhnen und Wühlen des Baggers. Die drei Schlepplifte unter ihnen spannen sich wie Zahnspangen.“ (S. 124)
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Fazit:
Es ist schön in Österreich, Overtourism ist für die Einheimischen nicht schön und führt zu interessanten Auswüchsen. Am meisten mochte ich die Schwestern, hier hätte ich mir noch ein bisschen mehr Details gewünscht. Nett für zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger.
Rezensionen von @lust_auf_literatur:
Kurz aber gehaltvoll!
Der ehrliche Finder von Lize Spit
Ich LIEBE die Romane von Lize Spit! Ich liebte die krasse und unglaublich abgefahrene Geschichte von „Und es schmilzt“ und ich liebte die Spannung und die psychologische Tiefe von „Ich bin nicht da“. Jetzt waren diese beiden Roman dicke Wälzer, die sich für den Plotaufbau und die Figurentwicklung viel Zeit nahmen.
Als ich die Seitenzahl von „Der ehrliche Finder“ sah, war ich kurz skeptisch, ob auf dieser Kurzstrecke die Erzählkraft von Spit zur Entfaltung kommt.
Aber jetzt, nachdem ich den Schluss mit Gänsehaut gelesen habe, weiß ich, dass es funktioniert hat.
Als Protagonisten hat sich Spit diesmal einen vorpubertären Außenseiterjungen ausgesucht: Jimmy, der seine Freizeit gerne mit dem Sammeln von Flippo Chips und dem Ausdenken von Fantasiegeschichten verbringt. Dann kommt Tristan in seine Klasse, ein Flüchtlingskind aus dem Kosovo, das neben Jimmy gesetzt wird. Auf den wenigen Seiten skizziert Spit die Kindheit der beiden Außenseiter und die Geschichte einer Freundschaft, die beide über ihre Einsamkeit und Ausgrenzung hinweghilft.
Mir gefällt es sehr, wie unglaublich subtil Spit unterschwelligen Fremdenhass themasiert und wie nuanciert sie die nicht ganz immer reine Gedankenwelt Jimmy beschreibt.
Natürlich braut sich ein Unheil über der Freundschaft zusammen, denn der großen Familie von Tristan droht die Abschiebung…
„Der ehrliche Finder“ ist nicht krass und abgefahren, dennoch gelingt es Spit wieder mit kleinen, eigentlich unspektakulären Alltagsereignissen eine Spannkraft zu erzeugen, die mich immer auf die großen Knall warten lässt, der unweigerlich kommen muss.
Falls du noch kein Buch dieser belgischen Autorin gelesen hast, eignet sich „Der ehrliche Finder“ optimal als Einstieg, denn es lässt sich super in einem Rutsch durchlesen und schließt mit einem intensiven Abgang!
Ich freue mich bereits auf weiteren Stoff von Spit, aber dann hoffentlich wieder in größerer und länger anhaltender Seitenzahl.
Rezensionen von @lust_auf_literatur:
Tiefgründig, philosophisch und komplex
Tremor von Teju Cole
Ich muss „Tremor“ erst eine Weile wirken lasen, bevor ich mir eine Meinung bilden kann. Das ist ungewöhnlich für mich, normalerweise weiß ich sofort, ob ich den Roman mochte oder eben nicht.
Ich weiß, ich mochte „Tremor“, aber ich habe das nicht so angenehme Gefühl, ich habe nur an der Oberfläche dieses vielschichtigen Romans gekratzt.
Denn wie die Spiralen auf dem Cover andeuten, ist die Konstruktion des Textes in sich verschlungen, zieht Schleifen, um am Ende nach einem Streifzug durch die Themen unserer Gegenwart und unseres Menschseins wieder am Ausgangspunkt anzukommen.
Ich bin am Anfang und am Ende des Romans bei Tunde, einem aus Lagos stammenden Intellektuellen, der an einer amerikanischen Universität Fotografie unterrichtet. Gleich in der Eingangsquenze landen Tundes Gedanken immer wieder bei dem fest in der amerikanischen Kultur verankerten Rassismus. Dabei thematisiert Cole nicht nur den aktuellen Rassismus der Modernen sondern greift auch den historischen Rassismus der Einwanderer während der Unterwerfung und Vertreibung der indigenen Völker zurück, der in der amerikanischen Geschichtsschreibung ganz aus der Perspektive der Weißen überliefert ist.
Coles Ausführungen zu dem Thema sind äußerst differenziert, niemals vereinfachend und nehmen mich als Lesende ernst.
„Es gibt jene, die andere versklaven, und es gibt jene, die von anderen versklavt werden. Aber es gibt keine Person, deren Wesen oder wahre Beschreibung Sklave ist.
Menschen können versklavt werden, in dem lebendigen Tod der Sklaverei gefangen sein. Doch das beschreibt nicht, wer sie sind. Es ist etwas Unerträgliches, das ihnen widerfährt oder widerfuhr.”
Im Mittelteil des Romans verlagert sich der Blickwinkel nach Lagos, Nigeria. Hier verliert sich die bereits lose Handlung im einem Multi-perspektivischen Ansatz und Cole zeigt ein Mosaik der nigerianischen Lebensrealität.
Cole zieht ein weiter Schlaufe und weitet seine philosophischen Reflektionen auf das Menschsein im Universellen aus.
Ich kann seinen Ausschweifungen über Film, Kunst und vor allem Musik und deren tieferen kulturellen und politischen Zusammenhänge mangels Kenntnis nicht immer folgen und so ziehen sich einige Passagen für mich in die Länge.
Beim letztendlichen Zirkelschluss über die Relation von menschlichem Leid und die Unberechenbarkeit unseres Daseins kann ich mich wieder einklinken und schließe mich seinen philosophischen Gedankengänge gerne an.
“Das Leben ist nicht nur schrecklicher, als wir ahnen, es ist auch schrecklicher, als wir es ahnen können. Wäre uns wirklich bewusst, wie viele Schiffswracks am Meeresgrund liegen, wir würden niemals wieder unsere Boote besteigen und hinausfahren.”
„Tremor“ war für mich ein äußerst tiefgründiger und exquisit konstruierter Roman, von dessen emotionaler und philosophischer Qualität ich eine kleine Ahnung bekommen habe, die mir in seiner Gänze aber nicht vollkommen greifbar war.
Rezensionen von _ich.lese_:
Oscar und die Schatztruhe
Der Wortschatz von Rebecca Gugger
Oscar findet eine Schatztruhe. Als er sie voller Neugier und Freude öffnet, ist er enttäuscht. Eine Truhe voller Wörter, alte Wörter, die kaum noch wer benutzt. Dann entdeckt er, die Worte erwachen zu Leben, oder so ähnlich.
Als die Worte aber aufgebraucht sind, muss Oscar lernen, das man mit Worten vorsichtig umgehen muss.
Was für ein wunderbaren Kinderbuch, voll mit ganz tollen Worten, die so selten im alltäglichen Gebrauch sind.
Ich mochte die Gestaltung des Buches sehr gerne und ich mochte auch die Worte, die verwendet wurden, denn es waren für mich schon besondere Worte, die auch die Möglichkeit zum miteinander sprechen weckten, denn das Kind, mit dem ich das Buch las, kannte einige Worte nicht und ich musste/durfte erklären, was gemeint ist. Ich finde das Buch wirklich richtig toll und wir hatten sehr viel Spaß damit. Von mir bekommt es eine absolute Leseempfehlung.
Rezensionen von Petra Sch.:
Finaler 3. Teil um das liebenswerte Vampirmädchen Amalia von Flatter
Amalia von Flatter. Die vergessene Geburtsnachtsparty (Band 3) von Laura Ellen Anderson
4,5 Sterne
Amalia hat Geburtsnacht und es ist eine große Geburtsnachtsparty am Kürbisfeld geplant. Doch als Amalia dort ankommt, ist noch niemand da!?
Nur Prinz Marillo kommt mit Verspätung, denn er hatte schreckliche Bauchschmerzen.
Amalia bemerkt, dass sämtliche Einwohner von Nokturnia alle möglichen Dinge vergessen! Auch wichtige, wie zB ihre Geburtsnachtsparty.
Wie schrecklich ist das denn! Und wie kann das nur sein?
Gemeinsam mit Marillo - sie beide sind die einzigen, die nicht vergesslich geworden sind - macht sich Amalia auf die Suche nach dem Grund für diese Seltsamkeit und macht eine schreckliche Entdeckung.
Der dritte und finale Band der Amalia von Flatter-Reihe nimmt viele Dinge aus dem direkten Vorgänger auf; es ist also zu empfehlen, die Reihe chronologisch zu lesen.
Man trifft wieder auf alle Einwohner von Nokturnia, die man schon aus den ersten beiden Bänden kennt. Allen voran natürlich das Vampirmädchen Amalia, das mutig, vif und loyal ist. Prinz Marillo, der halb Vampir, halbe Fee ist, und der sich zu einem richtig guten Freund gemausert hat; Flora, die einer seltenen Yeti-Art angehört und die einen S-Sprachfehler hat (Sie kann das nämlich nicht aussprechen und sagt stattdessen F. Und das zieht sich wirklich fehlerfrei durchs ganze Buch.) Sie kann auch nur sehr laut sprechen, deshalb sind ihre Sätze in Großbuchstaben gedruckt. Und dann ist da noch Todd, der in Ausbildung ist und momentan noch nur für kleine Lebewesen zuständig ist.
Wieder stehen Freundschaft, Familie, Mut, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt im Fokus, denn nur so können die Einwohner von Nokturnia gerettet werden. Amalia ist sogar bereit, ihr Leben zu opfern, um das der anderen zu retten.
Gespickt ist das ganze mit viel Humor und Skurrilität, und untermalt von wunderbaren schwarz-weiß Illustrationen der Autorin. Es gibt natürlich ein wunderschönes Happy-End.
Hilfreich sind die Übersichtskarte des Königsreich des Lichts sowie des Königreich der Nacht, wo man alle Wege gut nachvollziehen kann, sowie die illustrierten Steckbriefe der wichtigsten Charaktere zu Beginn des Buches.
Fazit:
Ein magisch-gruseliger und humorvoller Abschlussband der Amalia von Flatter-Reihe, der zu Beginn jedoch etwas braucht, bis er an Fahrt aufnimmt, aber dann voller Spannung zu einem Happy-End gelangt.











