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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bekenner:

Selbst ist die Frau …

Kleiner Garten - so viel drin von Anja Klein

Selbst ist die Frau oder der Mann, dass ist in vielen Bereichen heute „in“. Aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen ist es „modern“, Multitasking zu sein. Zum anderen ist es aber auch gerade im eigenen Garten ein großes Stück Eigenführsorge. Man weiß, woher es kommt, was auf den Tisch gelangt.

Die SPIEGEL Bestseller-Autorin Anja Klein hat ein wertvolles Buch hierfür geschrieben, was auch aus dem kleinsten Stück Land Reichtum schafft.

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Rezensionen von Wetterfrosch:

Hiermit lässt sich die Normandie entspannt entdecken

MICHAEL MÜLLER REISEFÜHRER Normandie, m. 1 Karte von Ralf Nestmeyer

Ideal um das französische Flair der Normandie zu erleben

Handlich und doch ausreichend umfangreich präsentiert sich der Normandie-Reiseführer von Ralf Nestmeyer. Die Kathedrale von Saint-Étienne auf dem Cover strahlt im Sonnenlicht und lädt ein die Normandie zu erkunden. Bereits in den Umschlagfalten sind die Höhepunkte dieser Region aufgeführt und eine Karte gibt einen guten Überblick.

In einer kurzen allgemeinen Einführung und Orientierung zur Normandie erfährt man alle wichtigen Fakten zur Landschaft, Kultur und Geschichte, ohne dass es zu ausschweifend wird. Im Weiteren wird die Normandie in fünf Regionen unterteilt und jeweils sehr anschaulich vorgestellt. Hierbei wird in angenehmen Fließtexten alles Wissenswerte erzählt, sodass man zu den einzelnen Städten und Bereichen geschichtliche und kulturelle Infos erhält. Wichtig für die Normandie ist natürlich auch der Bezug zu Groß-Britannien und die Landung der Alliierten. Sehenswürdigkeiten werden jeweils vorgestellt und dabei auch die Besonderheiten der entsprechenden Monumente erwähnt. Fotografien von wichtigen Orten, sowie Karten werden oft mit eingefügt und vor allem die Straßenkarten mit den eingezeichneten Sehenswürdigkeiten erleichtern die Suche vor Ort.

Alle wichtigen Informationen die man vor Ort benötigen könnte, werden mit Preisen und Öffnungszeiten übersichtlich dargestellt. Egal ob Tourist-Info, Markttage, Bootsfahrten, öffentliche Verkehrsmittel, Übernachtungen oder Restaurant-Tipps, alles Wichtige lässt sich schnell ausfindig machen.
Am Ende des Reiseführers findet sich noch ein sehr informatives Kapitel zur Region Normandie allgemein, wo man alle wichtigen Hintergrundinformationen nachlesen kann.
Zusätzlich gibt es noch ein kleines Kapitel zu Wanderungen mit Routenvorschlägen.
Und als Bonus ist ein App-Zugang zur digitalen Mitnahme des Reiseführers dabei.

Ein durch und durch gut strukturierter Reiseführer, der alle wichtigen Informationen enthält, das Reisen wunderbar erleichtert und durch sehr gute Informationen bereichert. Ich kann ihn für Normandie-Urlaube uneingeschränkt empfehlen.

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Rezensionen von Dragon:

Artenschutz bei Playmobil

PLAYMOBIL Wiltopia. Diebe in der Savanne von THiLO

Wie aufregend das Leben für die drei Geschwister Lu, Liv und Rick als Kinder von einem Tierarzt und einer Natur- und Tierforscherin doch ist! Sie kommen wegen des Berufs der Mutter ganz schön in der Welt herum und derzeit halten sie sich in der traumhaften Savanne Afrikas in einem Safari-Camp auf. Die Liebe zu Tieren haben sie von ihren Eltern geerbt und so wird jeder Tag mit seinen neuen Erlebnissen und Eindrücken zu einem ganz besonderen.

Aber nicht alles ist Eitel Sonnenschein, denn Liv macht eine erschreckende Entdeckung: Die Löwenbabys mehrerer Löwengruppen scheinen verschwunden zu sein. Was genau steckt dahinter? In Liv regt sich ihr Detektivsinn und gemeinsam mit ihrem technikbegeisterten Bruder schmiedet sie einen gefährlichen Plan, um fiesen Machenschaften auf die Schliche zu kommen.

Schon das Cover von Illustratorin Larisa Lauber ist richtig schön, stimmt auf das Wildnis-Thema ein und hat trotz seiner „weichen“ Formen den Playmobil-Charakter nicht verloren. Denn man kann ganz klar am Cover und auch an den Innenillustrationen erkennen, dass die dargestellten Figuren und Szenen sich an der Playmobil-Spielwelt orientieren. Das Konzept dahinter gefällt mir, denn der Auftaktband, der sich an die Zielgruppe ab 8 Jahren richtet, macht richtig Lust, nach dem Lesen sein eigenes Abenteuer nachzuspielen.

Am Buchanfang werden die Personen in einem kleinen Steckbrief vorgestellt, der sich am Ende des Buches wiederholt. Ebenfalls zum Schluss ist ein Wissensteil mit interessanten Fakten zu Natur und Tier enthalten, der sicher nicht nur für Kinder neues und spannendes Wissen bietet. Durch die detaillierten Beschreibungen der Tierwelt und ihrer Lebensräume tauchen die Leser in spannende Szenen ein und erhalten ein echtes Abenteuergefühl. Gleichzeitig werden wichtige Themen wie Umwelt- und Energieprobleme behandelt, wobei man ganz nebenbei viel über die Natur lernen kann. Die lebendig gestalteten Figuren mit unterschiedlichen Eigenschaften und Vorlieben tragen dazu bei, dass die Story lebendig und ansprechend wirkt. In einigen Szenen erscheint mir allerdings die neunjährige Liv ein wenig altklug oder zumindest reifer – auch in ihrem Ausdruck - als ihr Alter es vermuten lassen würde.

Bis auf einige kleine Begriffe wie z. B. „Population“ denke ich, dass es für die Zielgruppe sehr verständlich und anschaulich geschrieben ist und die kleinen Leser mit seiner Thematik, dem Setting und dem spannenden Fall in seinen Bann ziehen kann.

So kann ich sagen, dass das Buch eine faszinierende Lektüre für junge Leser ab 8 Jahren ist. Die Kombination aus spannendem Abenteuer, detaillierten Beschreibungen der Tierwelt und der Vermittlung von Wissen über Umwelt und Energieprobleme macht es zu einer lehrreichen und unterhaltsamen Leseerfahrung.

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Rezensionen von Caroline :

Als Kinder der 70er und 80er Jahre war ich gleich in der Geschichte!

Schwestern in einem anderen Leben von Christiane Wünsche

Wieder ein sehr lesenswerter Roman aus der Feder von Christiane Wünsche! Sie verbindet mögliche Einzelschicksale mit historischen Ereignissen.

Rebecca verlässt 1976 ihre Familie. Sie ist 16 Jahre alt und findet durch sehr viel Glück Manu, die sie mit offenen Armen empfängt und ihr somit Halt gibt.

Als Leserin verfolgen wir Rebeccas Leben und hin und wieder gibt es auch andere Perspektiven zu lesen.
Die Geschichte erstreckt sich über 5 Jahrzehnte und beleuchtet verschiedene Leben und die Auswirkungen, die fehlende Kommunikation und Scham auf diese haben.
Die 70er Jahre waren zerrissen. Die alten Werte wurden noch vehement verteidigt, aber die junge Generation wollte ausbrechen. Diese Widersprüche konnten kaum miteinander verwoben werden.
Der Autorin gelingt hier ein Spagat zwischen der Jugend, die ihr Leben selbst bestimmen wollte und den Eltern, die noch sehr in alten Strukturen verhaftet waren.

Eine Story, die keine Schwarz/Weiß Erzählung ist, sondern viele Graustufen beleuchtet. Die Hauptcharaktere wachsen einem ans Herz und man leidet mit ihnen mit. Jedoch schafft es die Geschichte auch sehr viel Hoffnung zu schenken.

Wie bereits die anderen Bücher der Autorin ist auch "Schwestern in einem anderen Leben" ein absoluter Lesetipp!

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Rezensionen von Jule:

Recht unterhaltsam

Mörderfinder - Stimme der Angst von Arno Strobel

Auch im vierten Band der "Mörderfinder" Reihe von Arno Strobel begleiten wir Max Bischoff und treffen auf alte Bekannte und neue Gesichter.

Wie man es von Strobel gewohnt ist, lässt sich auch dieses Buch wieder sehr gut lesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, sodass auch die Atmosphäre, die das Buch umgibt, gut rübergebracht wird.

Im Zusammenhang mit den Protagonisten ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild.
Besonders Marvin hat mir in diesem Buch sehr gut gefallen. Er und seine eigenwillige Art bringen etwas Schwung in die Geschichte und machen sie bunter. Es bereitet immer wieder Freude, wenn man etwas über ihn liest.

Nichtsdestotrotz gibt es eine Sache die mir keine große Freude bereitet hat, und das ist der Spannungsbogen. Für mich kam nie wirklich Spannung auf.
Schon zu Beginn des Thrillers hatte ich meine Vermutungen, wer der oder die Täter*in sein könnte, die sich dann am Ende auch bewahrheitet haben.
Es wäre wünschenswert gewesen, wenn es vielleicht ein oder zwei unerwartete Wendungen gegeben hätte. So zählt es in Sachen Spannung eher zu Strobels schwächeren Werken.
Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe.
Schließlich gab es am Ende doch noch eine Sache, die mich ein wenig überrascht und gefreut hat.

Alles in allem ist dieser Band wieder recht Unterhaltsam gewesen, ist aber hinsichtlich der Spannung ausbaufähig.
Für Fans von Max Bischoff ist es definitiv eine Empfehlung. Wer noch nichts über Max Bischoff gelesen hat, kann dieses Buch ebenfalls ohne Probleme lesen. Wenn man allerdings die Vorgänger gelesen hat, macht es noch mehr Spaß, weil man die ganzen Beziehungen der Protagonisten besser versteht, und mir ihnen vertraut ist.

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Rezensionen von Murksy:

Feldstudie

Das Befinden auf dem Lande. Verortung einer Lebensart von Björn Vedder

Der Autor dieses Essays, der durch seine Kürze schnell zu lesen ist und meiner Meinung alleine deshalb den recht hohen Preis nicht rechtfertigt. Aber dies nur am Rande. Das eigentliche Thema soll der Inhalt des Buches sein, seine Abrechnung mit dem Landleben und seiner gesellschaftlichen Verortung.

Auf dem Lande aufgewachsen, mit allerlei negativen Erfahrungen, die aus psychologischer Sicht einen Großteil der Abneigung mit dem Landleben ausmacht, beschreibt Vedder seine Flucht aufs Land an den Ammersee und seine Fehleinschätzung der Idylle. Man mag das zunächst als naiv ansehen, die Beschreibung der Bevölkerung als Idioten nicht ohne Recht als Frechheit, doch in vielen Punkten trifft er mit seinen teils philosophisch verstärkten Feststellungen ziemlich genau die Wesenheiten des Landlebens. Wobei das zu kurz greift. Vielmehr sollte man von Gemeinschaften sprechen, die es in jeglicher Form und in jeglicher geografischen Beziehung gibt. Beginnend bei den Steinzeit, dem geschützten Leben in kleinen Gruppen in Höhlen, über die Forts im Wilden Westen, die umzäunten Dörfer in der afrikanischen Savanne bis zu den Preppersiedlungen in Amerika, der Wunsch nach Gemeinschaft und Geborgenheit ist ein genetisches Erbe. Illusorisch und verträumt ist der Glaube, dass ein freies Leben als Individuum neben anderen möglich ist, ohne die Regularien eben einer Gemeinschaft, in welcher Form auch immer. Schon Udo Jürgens besang schon das ehrenwerte Haus, in dem das Anderssein angeprangert wurde. Die apokalyptischen Zombieserien im Fernsehen sind eine Analogie: drinnen hinter dem hohen Schutzzaun die Gemeinschaft, die überleben will, draußen die Anderen, die Bösen, die Störer. Ich bin selbst auf einem Dorf aufgewachsen, lebe mittlerweile wieder auf dem Lande. Vieles was der Autor beschreibt, kenne ich zur Genüge. Vermutlich las sich das Buch für mich so leicht, oft habe ich beim Lesen Gedanken gefasst, die kurze Zeit später im Buch auftauchten. Auch habe ich mein geschüttelt Maß an Erfahrungen gemacht. Eine kleine Anekdote dazu: als wir wieder aufs Land zogen habe ich unterm Dachboden eine Pflanzenlampe für meine Sämlinge und Orchideen gestellt. Wie ich Wochen später erfuhr, wurden wir dadurch zum Gesprächsthema. Drogenanbau oder Rotlichtgewerbe standen zur Diskussion. Ja, wer anders ist, neu ist, sich nicht anpasst und sich beim Feuerwehrfest blicken lässt, gehört nicht dazu und wird beobachtet. Das ist regional und strukturell unterschiedlich. Ein alteingesessenes Bergdorf nimmt Neuankömmlinge auch nach Jahrzehnten nicht wirklich auf. Neubausiedlungen mit viel Zuzug sind dort offener. Und ja, natürlich sind kleine Gemeinschaften Rückzugsgebiete für Extreme, egal ob rechts oder links. Was aber nicht heißt, dass das überall so ist. Der alte Spruch „Hast Du eine Kuh, wählst du CDU“ stimmt nicht mehr (überall). Natürlich verfangen in einer landwirtschaftsgeprägten Umgebung solidarische Bauernproteste gegen die da oben und das System, das nicht wertschätzt, eher, als in einer Gemeinschaft, die aus Pendlern besteht. Haben wir uns angepasst an unsere Umgebung? In Teilen ja. Funktioniert auch nicht anders. Eine solidarische Gemeinschaft beruht auf einem Zusammenleben. Der ideelle Freigeistglaube an eine Welt ohne Regeln ist absurd. Die Coronaregeln, um dieses Beispiel aus dem Buch aufzugreifen, waren im Nachhinein oftmals überzogen. Nur, wer konnte das damals beurteilen? Immer neue Mutationen, eine unklare Wirksamkeit einer Impfung, ein ungewisser Verlauf zwangen zu Maßnahmen. Heute schimpfen viele über die Isolation, die Nachteile für Kinder und Familie. Richtig, aber richtig ist auch, dass wir ein relativ harmloses Virus hatten. Eine höhere Sterblichkeit und dann wären die Maßnahmen zu gering gewesen. Man kann über und gegen alles schimpfen. Doch mit der Generalabrechnung gegen das Landleben springt der Autor viel zu kurz. Dass das Landleben idealisiert wird, ist keine Frage. Wer aber einmal durch eine der Slums einer zig-Millionenmetropole gefahren ist, der weiß auch, dass eine Verstädterung auch keine Lösung sein kann. Das Argument der Zeitersparnis für Pendler und die Einsparung an CO2, die der Autor anbringt, wird alleine durch die täglichen Staus in Los Angeles und anderen Metropolen ad absurdum geführt. Hier pendeln Menschen für wenige Kilometer von einem Stadtteil in den nächsten und brauchen dafür Stunden. Eine Verortung des Landlebens, in welche Richtung auch immer, liegt zugleich immer richtig und falsch. Alle über einen Kamm zu scheren, ist genauso unsinnig, wie die Romantisierung des täglichen Einsammelns der frisch gelegten Eier. Der Mensch ist kein Einzelgänger, muss aber versuchen, seine eigene Identität zu leben. Ein Spagat, der genauso schwer ist, wie die Quadratur des Kreises. Das Buch von Björn Vedder ist teilweise eine gute Analyse, leider auch eine teilweise übertriebene Abrechnung und auf jeden Fall nie gerecht. Den einst ist gewiss, dem Menschen kann man es nie richtig machen, egal wie viel Freiheit man im zugesteht oder welche Wahlmöglichkeiten er hat. Und zu guter Letzt, das Ammerseegebiet eignet sich denkbar schlecht als Bezugsmaßstab.


Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Es bestehen keine Beziehungen zu Autor oder Verlag. Eine Kopie oder Wiedergabe auch in Teilen unterliegt dem Urheberrecht.

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Rezensionen von Leser:

Verschlungene Wege.

Die Halbwertszeit von Glück von Louise Pelt

Dieses Buch erzählt die Geschichten von drei unterschiedlichen Frauen, deren Leben miteinander verbunden sind, ohne das sie es ahnen.

Auf drei verschiedene Zeitebenen, immer im Wechsel erzählt, lernen wir Johanna, Mylene und Holly kennen. Sie führen uns in die Jahre 1987, 2003 und 2019 und nehmen und mit nach Los Angeles, Paris und in die ehemalige DDR.

Die jeweils aktuellen Einblicke in die Leben der sehr verschiedenen Frauen sind interessant und man lernt jede ein Stück weit kennen. Erst viel später erfährt man, wann, wie und wo sich ihre Leben kreuzen und wie alles zusammenhängt.

Die Geschichte ließ sich leicht lesen und war auch unterhaltsam. Allerdings bin ich nicht mit allem Personen warm geworden. Manche Handlungen und Reaktionen waren mir eher unverständlich.
Während mir die eine Frau mit der Zeit sympathischer wurde, fand ich die nächste etwas kopflos und die dritte wiederum sehr anstrengend.

Alles in allem gefiel mir das Buch nicht hundertprozentig. Es gab einige Momente, Szenen die ich völlig unnötig fand. Im "Johanna-Teil" erschien mir ein entscheidender Teil eher unvorstellbar.

Das schöne Cover und der Klappentext verleiten auf jeden Fall zum Lesen. Da Geschmäcker ja verschieden sind, man sollte es selber lesen und entscheiden, ob einem diese Geschichte gefällt.

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Rezensionen von yellowdog:

Harter Stoff von JCO

Babysitter von Joyce Carol Oates

Ein neuer Roman der großen amerikanischen Schriftstellerin Joyce Carol Oates ist fast immer etwas besonders. Babysitter ist ein verstörender, auch spannender Roman und gleichzeitig ein Porträt einer bestimmten Zeit in den USA. Es sind die siebziger in der näheren Umgebung von Detroit. Eine gefährliche Zeit mit Rassenunruhen, die die weiße Mittelschicht ängstigte und es geht ein Serienmörder um, genannt Babysitter, da er Kinder entführt, foltert und tötet.

Beim Lesen musste ich mehrfach an den Film Summer of Sam denken, der zeitlich und thematisch nahe liegt.
Die Spannungen der Zeit sind greifbar.

Im Mittelpunkt steht Hannah, eine verheiratet Frau und Mutter kleiner Kinder, die sich auf eine gefährliche Affäre einlässt. Anhand ihrer Position schafft Joyce Carol Oates eine subtile Gesellschaftskritik.

Es ist ein Roman, der eine soghafte Wirkung entfaltet. Die erste Romanhälfte habe ich am Stück gelesen und war völlig gefesselt.

Ich denke, Joyce Carol Oates ist trotz ihrer Erfolge beinahe noch eine unterschätzte Autorin.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Scheinwelt Social Media

Die Influencerin von Rebecca Russ

Lifestyle-Influencerin Sarah Rode beendet ihre Online-Karriere und löscht ihren Instagram-Account, als Folge einer Tragödie, für die sie verantwortlich gemacht wird. Doch damit ist es nicht ausgestanden, denn Sarah fühlt sich zunehmend bedroht und verfolgt. Eine Fake-Account in ihrem Namen gibt persönliche Geheimnisse preis und Sarah fühlt sich zunehmend im Stich gelassen.

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Sarah und dieser einfachen Erzählweise kann man gut folgen. Spannend, taucht man in die Abgründe der Social Media-Welt und die Scheinwelt der Influencer ab. Jedoch geht es auch um persönliche Details von Sarahs Leben, die sie verfolgen und schließlich spitzt sich die Lage zu. Das Ende hat mir gut gefallen und insgesamt war es eine solide, spannende Unterhaltung, die hält, was der Klappentext verspricht.

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Rezensionen von Kwinsu:

Ein Krimi der etwas anderen Art

Neusiedler Tod von Bernadette Németh

Nachdem die Journalistin Laura ihren Job bei einem Magazin für medizinische Ästhetik verloren hat, begibt sie sich an den Neusiedler See, um dort einen Reiseführer über die Sehenswürdigkeiten rund um diesen Steppensee zu schreiben. Während der Erkundung der Landschaft trifft sie - just an der Österreichisch-Ungarischen Grenze - auf eine Leiche im Wasser.

Während die Ermittler den Fall zu lösen versuchen, kann es Laura nicht lassen, sich ihre eigenen Gedanken zu dem Geschehen zu machen. Es beginnt eine umfangreiche Suche nach Motiven, nicht nur zur Tat, sondern auch für Lauras Reiseführer und nach der Richtung, die sie in ihrem Leben einschlagen will.

Bernadette Németh ist mit "Neusiedler Tod" ein kurzweiliges und anspruchsvolles Buch gelungen, das nur auf den ersten Blick ein bloßer Kriminalroman ist. Vielmehr erfahren die Lesenden viel über die Menschen und Kulturen auf österreichischer sowie ungarischer Seite des Neusiedler Sees. Die Charaktere werden vielschichtig und eindrücklich beschrieben, sodass es ein Leichtes ist, sich in deren Situation hineinzuversetzen. Den Schreibstil habe ich als einnehmend und literarisch empfunden. Durch Zeitsprünge bekommen wir Einblicke in die Vorgeschichte der Protagonist:innen - sowohl das künftige Opfer, als auch Laura selbst erhalten Platz, um ihre Charaktere im Laufe der Geschichte weiter zu entwickeln. Auch gesellschaftspolitische Themen werden aufs Tapet gebracht; so spielt der Klimawandel ebenso eine Rolle wie die prekären Arbeitsbedingungen, welchen viele Ungar:innen ausgesetzt sind. Die Autorin hat m.E. ein großes Beobachtungstalent, nicht nur für ihre Figuren, sondern auch für die (Kultur-)Landschaft, in der sie sich bewegen.

Der Kriminalfall selbst wird vorwiegend durch die Wahrnehmungen von Laura beschrieben, es kommen zwar auch Ermittler vor, in die polizeiliche Arbeit werden die Leser:innen jedoch nur sehr am Rande mitgenommen. Dies verleiht dem Fall eine unübliche Perspektive, auch, weil er nicht immer vordergründig thematisiert wird. Zwischendurch erhalten wir Einblicke in die Gedankenwelt des Täters, die einen aber bis am Schluss um dessen Identität im Dunklen lassen, was den Spannungsbogen zusätzlich strafft. Gekonnt werden verschiedene Spuren zu den möglichen Tätern gelegt, die einen immer wieder in die Irre führen. Die Auflösung kommt schlussendlich überraschend.

Mein Fazit: Neusieder Tod ist ein anspruchsvoller Roman mit einem ungewöhnlichen Krimisetting, bei dem der Fall nicht unbedingt im Vordergrund steht. Es ist ein kurzweiliges Buch, das viel erzählt über die Österreich-Ungarische Kulturlandschaft um den großen See, über menschliche Beziehungen, den Wert der Natur und schließlich auch darüber, wie man sich gut täuschen kann. Große Leseempfehlung!

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