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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von C. P.:

Alchemisten und gefährliche Tintenmagie

Sepia 1: Sepia und das Erwachen der Tintenmagie von Theresa Bell

Mit ihrem zwölften Geburtstag beginnt für die Waise Sepia ein neues Leben: Der berühmte Buchdrucker Aelius Atramento hat sie als Lehrling in seine Werkstatt Silbersilbe in Flohall eingeladen. Eine Stadt mit magischer Vergangenheit. Doch mit Sepias Umzug in die Stadt kehrt zugleich das einst bekämpfte Böse in die Stadt zurück.

Sepia ist eine Protagonistin mit dem Herz am rechten Fleck, welche sich von klein auf durchs Leben kämpfen musste. Angekommen in Flohall freundet sie sich schnell mit Niki und Sanzio an, welche aus den nicht weniger berühmten Werkstätten der Buchbinderei bzw. der Buchmalerei kommen. Neben dieser wunderbaren Freundschaft der Kinder waren es die vielen kleinen magischen Details, welche dafür sorgten, mich in die Erzählung regelrecht zu verlieben. Freche Buchstaben, magische Tinte, geheime Märkte oder raschelnde Papierlinge, das Buch bietet so viele fantastische Ideen. Und mittendrin Sepia mit ihren Freunden, denen noch eine ganz besondere Rolle in diesem magischen Abenteuer der Alchemisten zusteht.
Auch vom Schreibstil her überzeugt das Buch, gleich zu Beginn konnte ich den Geruch aus Silbersilbes Werkstatt beim Lesen fast schon riechen und auch viele weitere Szenen sind so beschrieben, dass diese sich beim Lesen wunderbar miterleben lassen. Definitiv ein Lesehighlight voller Magie.

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Rezensionen von Nicole Koppandi:

Der Untergang Venedigs

Acqua alta von Isabelle Autissier

ch war schon sehr oft in Venedig. Unvergesslich wird bleiben, als ich zwei Tage nach dem ersten Lockdown dort hinfuhr und genau wusste, so werde ich Venedig nie mehr erleben. Es war beeindruckend: kaum eine Menschenseele war anzutreffen, nur Einheimische – das hatte Flair und Stimmung.

Isabelle Autissier konnte mich schon vor ein paar Jahren mit ihrem Roman „Herz auf Eis“ begeistern.

Auch Aqua alta ist kurzweilig und interessant zu lesen – ganz an „Herz auf Eis“ kommt es jedoch nicht heran.

Der Roman beginnt damit, dass Guido Malegatti in einem Krankenhaus erwacht und sich erinnert, dass die befürchtete Katastrophe eingetroffen ist: Venedig ist von einer gewaltigen Flutwelle erfasst worden und liegt in Trümmern. Auch der Sperrwall M.O.S.E., der dem italienischen Staat Milliarden gekostet hatte, konnte Venedig nicht schützen.

Mit einem Boot fährt Guido Malegatti durch das zerstörte Venedig, auf der Suche nach seiner Tochter Lea.

Die drei Mitglieder der Familie Malegatti stehen für unterschiedliche Sichtweisen auf Venedig:
Guido Malegatti, aufstrebender und ehrgeiziger Stadtpolitiker, ist zuständig für Wirtschaftsangelegenheiten, will eine Stadtentwicklung in Richtung mehr Tourismus, noch mehr Hotels, noch mehr Kreuzfahrtschiffe.

Seine Frau Maria Alba stammt aus dem alten Adel Venedigs, deren Familie drei Dogen hervorbrachte. Sie steht im Roman für die prachtvolle historische Geschichte Venedigs. Sie zeigt ihrer Tochter Lea die Schönheit der Stadt bei gemeinsamen Spaziergängen.

Seine Tochter Lea ist eine militante Umweltaktivistin und protestiert gegen Massentourismus, Kreuzfahrtschiffe und auch gegen den Vater, um ihr Venedig zu retten.

Der Roman ist sehr realistisch geschrieben und führt die Problematik Venedigs mit seinem Massentourismus deutlich vor Augen. Er schafft so ein Bewusstsein für eine mögliche Zukunft. Das Konzept der drei Sichtweisen auf Venedig finde ich besonders gelungen. Alles in allem ein sehr lesenswerter und wichtiger Roman!

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Rezensionen von C. P.:

Unbelehrbare Plagiatorin erzählt ihre Sichtweise

Yellowface von R. F. Kuang

Dies war nach Babel mein zweiter Roman der Autorin und diesmal hat sie in meinen Augen eine richtige Meisterleistung hingelegt. Und das mit einer Protagonistin, welche mir von Kapitel zu Kapitel immer mehr zuwider wurde. Warum? Tatsächlich wird gleich zu Beginn deutlich, dass die fiktive Autorin des Romans, Juniper Hayward, eine von Neid zerfressene, wenig talentierte Autorin ist.

Als die befreundete, äusserst erfolgreiche Autorin Athena Liu vor ihren Augen verstirbt stiehlt sie deren neuestes Manuskript, ändert es ein wenig um und verkauft es als ihr eigenes Werk. Was an sich schon äusserst verwerflich ist wird dadurch noch umso schlimmer, dass die verstorbene Autorin in ihrem Werk Diskriminierungen in der Vergangenheit gegen Asiaten an der europäischen Kriegsfront anprangerte, woraus die Plagiatorin ein Buch mit einer völlig anderen Aussage macht. Da werden die angeklagten Menschen des Westens wieder zu Sympathieträgern umgeformt und den Asiaten tatsächlich veraltete Stereotypien angehängt. Völlig seiner einstigen Message beraubt erscheint das Buch, was man bei der Hardcoverausgabe von Yellowface sogar als kleines Extra erkennen kann, wenn man den Schutzumschlag abnimmt. Ein kleines, feines Extra. Dass mit dieser Unerhörtheit das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht ist kann man sich denken, besagte fiktive Autorin sieht sich natürlich stets als Opfer, als ungerecht behandelt und ihre Gesinnung, puh. Also da muss ich Rebecca F. Kuang loben, mit dieser Juniper hat sie eine in meinen Augen stark polarisierende Figur erschaffen, stellvertretend für so viele Menschen, welche in der heutigen Zeit noch immer unbelehrbar sind bezüglich diverser diskriminierender Themen.
Das Buch hat mich emotional komplett mitgerissen, und das, obwohl mir die Erzählperson von Kapitel zu Kapitel immer unsympathischer wurde. Oder vielleicht auch gerade deswegen.

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Rezensionen von xsarangbooks:

Poetisch, aber zu viel.

i fell in love with hope von Lancali

Inhalt:

Dieses Buch erzählt uns eine Geschichte über eine Gruppe von Jugendlichen, die versuchen, das Leben zurück zu stehlen, welches von ihrer Krankheit weggenommen wurde.

Cover:

Zum Cover muss ich wohl nicht viel sagen, es ist nämlich wunderschön und ein totaler Hingucker. Im Regal sieht der Farbschnitt besonders schön aus.

Meinung:

Normalerweise bin ich vorsichtig, wenn schon auf dem Buchcover erwähnt wird, dass es auf Tiktok sehr beliebt ist, denn meine Erwartungen sind dann sehr weit oben und meistens werde ich dann enttäuscht. Genau so war es bei diesem Buch auch. Der Schreibstil dieser Autorin ist einzigartig. Sie schreibt durchgehend nur poetisch und bildlich, was wirklich wundervoll ist, aber nach einiger Zeit leider zu viel. Dies war auch der Hauptgrund warum ich das Buch ab der Mitte nur noch überfliegen konnte. Zudem entwickelte sich die Geschichte sehr langsam. Man erfährt die erste Hälfte nur vieles über die Charaktere, wie über ihre Krankheiten, Familienverhältnisse und Träume bzw. so wie sie ihr Leben eigentlich gerne hätten. Über den Erzähler dieses Buches, Sam, erfährt man Anfang nicht wirklich viel, sodass ich nicht mal wusste, ob es sich dabei um ein Mädchen oder ein Junge handelt. Leider gab es für mich keinen richtigen roten Faden zu befolgen, sodass es mir wirklich sehr schwer viel da durch zu kommen.

Die Geschichte an sich ist wirklich toll und durch ihre poetische Schreibweise gab es Momente bei denen ich wirklich einige Tränen in den Augen hatte, trotzdem hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Allerdings kann ich dieses Buch jedem ans Herz legen, der Gedichte und poetische, emotionale Schreibweisen sehr mögen. (2/5)

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Rezensionen von C. P.:

Erste Sommerliebe

Celebrity Crush (Celebrity 1) von Kirsti Kristoffersen

Das Buch hält, was das Cover verspricht: Es wird sommerlich, romantisch und es gibt Glitzer. Anfangs kaum denkbar für die 14-jährige Karoline, als sie die Sommerferien statt mit ihrer besten Freundin bei ihrer Oma auf dem Campingplatz verbringen muss. Doch in Norah findet sie schon bald eine neue Freundin für den Sommer und kurz darauf zieht der total süße Mathias mit seinen Eltern auf den Platz.

Das Buch ist aus Karolines Sicht geschrieben, entsprechend lassen sich ihre emotionalen Auf und Ab recht gut mitverfolgen. Besonders gefiel mir, wie sich die Beziehung zu ihrer besten Freundin im Lauf des Sommers veränderte und wie es allmählich zwischen ihr und Mat knisterte, der die ganze Zeit ein Geheimnis vor den Mädchen verschweigt. Und die Oma ist einfach Zucker!
Ein wunderschönes Wohlfühlbuch über Freundschaft und erste Liebe. Das Ende macht neugierig, wie es im Folgeband wohl weitergehen wird. Klingt auf jeden Fall vielversprechend.

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Rezensionen von xsarangbooks:

Angenehm!

Das Mörderarchiv von Kristen Perrin

Eine Wahrsagerin sagt der 17-jährigen Frances, dass sie irgendwann ermordet werden würde. Diese Weissagung geht ihr lebenslang nicht aus dem Kopf. Deswegen sammelt sie Jahre lang Beweise und legt zu jeder Person, die sie kennt, eine Akte an. Irgendwann wird Frances Tod aufgefunden. Hat sich etwa die Weissagung bewahrheitet? Laut Testament soll ihre Großnichte und Stiefneffe diesen Fall lösen.

Wer den Fall löst und den Mörder findet, darf alles erben.

Das Cover passt perfekt zum Inhalt. Die dunkle Farbe repräsentiert den Mord also die düstere Stimmung in der Stadt und ein rosanes auffälliges Auto mit, wahrscheinlich, Frances, was zeigt, dass ihr sie bzw. ihr Fall im Mittelpunkt steht.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr gefallen. Richtig angenehm, keine langen und komplizierte Sätze.

Zu allererst muss ich sagen, dass ich alle Charaktere in diesem Buch sympathisch fand, obwohl einer von denen der Mörder ist. Gleichzeitig liegt genau dort auch das Problem. Denn in diesem Buch geht es um einen Mord, das geklärt werden muss, aber die Stimmung ist meiner Meinung nach zu ruhig und angenehm. Alles wurde sehr oberflächlich beschrieben, obwohl viel Material dafür gegeben ist. Vor allem die Gefühle und die Gedanken der Hauptcharaktere, Annie und Frances, kamen einfach zu kurz. Als einen richtigen Kriminalroman kann ich dieses Buch nicht beschreiben, aber vielleicht könnte man es eher als einen "Cozy-Kriminalroman" bezeichnen,

Auch wenn das Buch meiner Meinung nach kein "richtiger" Kriminalroman ist, fand ich das Buch trotzdem mitreißend. Etwas mehr Tiefe und Spannung, dann hätte dieses Buch von mir die volle Punktzahl erhalten. Wer einen Kriminalroman lesen, aber sich auch gleichzeitig entspannen möchte, dann ist diese Buch perfekt.

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Rezensionen von signalhill:

Und die Enten?

Nature Guide Vögel von Kalle Nibbenhagen

Kalle Nibbenhagen ist wohl der bekannteste Ornithologe mit viel Ansporn und Motivation für Ornithologie-AnfängerInnen, die sich vielleicht nie ans Thema herangetraut haben. Mit seiner Website und nun auch mit seinem sehr einfachen "Nature Guide Vögel" vom Kosmos-Verlag können Kinder und auch Erwachsene einen guten Einstieg ins Thema finden.

Im Vergleich zu den umfassenden Vogelbestimmungsbüchern beschränkt sich Nibbenhagen nämlich auf wenige Vögel, die man auch leicht sehen kann. Damit kann man sich gut ein Grundwissen unserer heimischen Vögel aneignen. Auch die Zitate von Nibbenhagen finde ich sehr gut und wahr (z.B. Seite 13: "Jeder Beobachtungsgang lohnt sich - es gibt einfach immer etwas zu entdecken."). Tatsächlich sieht man immer mehr, wenn man weiß, wonach man suchen muss.

Die Vögel, die man am einfachsten beobachten kann - sie sind relativ groß und sehr präsent - sind aber nunmal die Limikolen (Watvögel), Schwäne, Entenvögel, allerlei Gänse. Hier liegt dann auch der Schwachpunkt des Buches, denn Nibbenhagen vernachlässigt, die Zugvögel, die hier den Winter und damit doch einige Monate des Jahres hier verbringen, komplett. Einige sind kurz erwähnt, doch der Spaziergänger, der z.B. am Bodensee und anliegenden Gewässern im Winter spazieren geht, kann sogar ohne Fernglas so viel entdecken und doch mit diesem Guide nicht bestimmen. Da gibt es Singschwäne (kurz erwähnt ohne Foto), Kolbenenten, Reiherenten, Löffelenten ganz nah und so viele andere Enten und Gänse. Doch diese bleiben dem Ornithologie-Anfänger verborgen, da sie im Buch keinen Platz gefunden haben.

Einige der kleineren Kerlchen wie Teichrohrsänger oder Zilpzalp sind wichtig, aber schwer zu entdecken. Daher ist der Schwerpunkt des Buches möglicherweise nicht so gut gewählt. Ich hätte fast vermutet, Nibbenhagen ist im Norden der Republik beheimatet, aber nein, er wohnt ganz im Süden und müsste mit dem hohen Aufkommen der Wintervögel hier auch bekannt sein.

Insgesamt ist das Buch einerseits sehr gut, weil es sich an Anfänger richtet und dafür gut geeignet ist, andererseits ist es extrem schade, dass so viele gut sichtbare Vögel keinen Platz gefunden haben. So bin ich geteilter Meinung über diesen Guide, würde ihn aber dennoch empfehlen.

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Rezensionen von signalhill:

Ansprechend, aber nicht so gut für Anfänger

Einfach gärtnern! Naturnah und nachhaltig von Horst Mager

Das Buch "Einfach gärtnern" von Horst Mager gefällt mir ausgesprochen gut. Der Einband ist schön, die Illustrationen sind sehr ansprechend, vor allem auch der Geruch nach nachhaltigem Bildband gefällt mir besonders!

Inhaltlich bietet das Buch sehr viel, geht in verschiedene Richtungen.

Das fängt an bei der richtigen Planung, geht über Pflanzenporträts und -krankheiten hin zu Tieren im Garten und auch dem Boden und die richtige Pflanzenauswahl. Manche Kapitel sind dabei selbstredend (Tiere im Garten) und für mich nichts Neues, manche gehen aber auch über Anfängerwissen hinaus.

Dabei meine ich vor allem die Präsentation der Inhalte. Das Buch hat tolle Bilder, am im Ganzen ist es dennoch sehr textlastig. Viele Texte kommen ganz ohne Bilder aus, was dann wiederum nicht so plakativ ist. Man muss fast noch eine Suchmaschine nebenbei nutzen, um zu wissen, worum es geht. Ich nehme mal das Beispiel der Quitte, die mir sehr geläufig und präsent ist. Den Text über die Quitte teile ich voll und ganz; er reicht mir auch so, aber würde ich die Quitte kaum kennen, würde der Text mich nicht ansprechen.

Alles in allem ist dies eher kein Ratgeber für AnfängerInnen. Ich bin eher Gartenanfänger und damit nicht unbedingt gut mit dem Buch bedient. Wie forgeschrittene GärtnerInnen es lesen, weiß ich nicht. Ein tolles Buch ist "Einfach gärtnern" aber allemal!

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Rezensionen von _ich.lese_:

Wichtiges Thema, interaktiver Lesespaß

Climate Action von Christian Linker

Ein Mädchen flüchtet aus der Bahn und du wirst dabei angerempelt. Erst zuhause findest du ein Buch in deiner Tasche, es ist ein Tagebuch und du schaust hinein. Das Tagebuch erzählt die Geschichte von drei Jugendlichen Umweltschützern.

Mich sprach hier das Thema sehr an, denn Umweltschutz führt uns alle an und ich finde, es kann nicht genug Geschichten geben, die darauf aufmerksam machen und die Vorschläge enthalten, was man ändern kann.

Die Story wird von zwei Charakteren erzählt. Im ersten Teil wird die Geschichte erzählt, im zweiten Teil kann und soll man selbst aktiv werden. Ein interaktives Buch, das eine spannende Story erzählt und viele Tipps parat hält wie jeder etwas tun kann. Man kann selbst entscheiden wie es weitergehen soll, ist selbst für den Ausgang zuständig. Ein leicht zu lesender Schreibstil und trotzdem eine packende Geschichte. Sowas hätte ich gerne als Schulleiter gelesen.

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Rezensionen von LeserinLu :

Empathische Einblicke

Nachbarn von Diane Oliver

Diane Olivers Kurzgeschichtenband "Nachbarn" ist eine Sammlung von Geschichten, die nicht nur die sozialen Umstände ihrer Zeit einfangen, sondern auch zeitlose Fragen über Identität und Vorurteile aufwerfen. Mit einem einfühlsamen und empathischen Schreibstil zeigt Oliver die Welt verschiedener Charaktere, vor allem Frauen, die mit den Herausforderungen und Konflikten der amerikanischen Gesellschaft der 50er und 60er Jahre konfrontiert sind.

Die Autorin zeigt eine bemerkenswerte Vielfalt an Perspektiven und schafft es dabei, die komplexen Dynamiken zwischen Rasse, Klasse und Geschlecht zu erkunden.

Jede Geschichte in "Nachbarn" zeichnet sich durch genaue und einfühlsame Beobachtungen aus, die Empathie für unterschiedlichste Situationen ermöglichen. Von der Entscheidung einer Familie, ihren Sohn auf eine weiße Schule zu schicken, bis hin zu einem Paar, das durch rassistische Übergriffe zur Flucht in den Wald getrieben wird, werden die Leserinnen und Leser mit einer Bandbreite von menschlichen Erfahrungen konfrontiert.

Besonders bemerkenswert ist, dass diese Sammlung von Geschichten von einer Autorin stammt, die erst Anfang 20 war. Diane Oliver zeigt eine reife Herangehensweise an ihre Themen, die weit über ihr Alter hinausgeht. "Nachbarn" ist nicht nur eine eindringliche Darstellung der amerikanischen Geschichte, sondern gewährt Einblicke in die menschliche Natur und unsere Beziehungen zueinander.

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