Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LeserinLu :
Intelligente Romcom
Alles gut von Cecilia Rabess
Der Eichborn-Verlag scheint für mich in letzter Zeit ein Garant für unglaublich gut geschriebene, intelligente und dabei noch ausgezeichnet unterhaltende Literatur zu sein. Dies hier ist ein weiterer Roman, der zwar als Romcom und Coming-of-age-Roman daher kommt, aber dabei authentisch und durchdacht gesellschaftskritische Themen behandelt.
Dies zeigen schon die Zitate vorweg aus "Clueless" und von Toni Morrison - kann ein Roman eigentlich besser beginnen?
In dem Roman geht es um Jess, die einen Job als Analystin bei Goldman Sachs in New York ergattert. Doch ihr Traumjob wird schnell von der unangenehmen Wiederbegegnung mit Josh getrübt, der sie schon während ihres Studiums mit seinen konservativen Ansichten irritiert hat. Doch überraschenderweise entwickelt sich Josh bald zu ihrem engsten Verbündeten im Büro – und Jess kann als einzige Frau und einzige Schwarze dort jeden Verbündeten gut gebrauchen. Daraus entwickelt sich bald noch mehr, auch wenn Joshs und Jess‘ unterschiedliche Erfahrungswelten immer wieder zwischen ihnen stehen. So fragt sich Jess immer wieder, ob sie jemanden lieben kann, der nicht anerkennt, dass Rassismus Chancengleichheit entgegensteht - und der möglicherweise sogar zum Trump-Wähler werden wird?
Während Jess und Josh sich zwischen Liebe und Grabenkämpfen hin- und hergerissen fühlen, fühlte ich mich bestens unterhalten, insbesondere weil der Roman zwischendurch immer wieder richtig spannend wird, um dann wieder nachdenklich zu machen. Die Figuren in "Alles gut" sind authentisch ausgearbeitet und realistisch dargestellt. Jess‘ und Joshs Beziehung ist komplex und facettenreich, voller Höhen und Tiefen. Dabei behandelt der Roman Themen wie Rassismus, Sexismus und Vorurteile auf eine ehrliche Weise und legt immer wieder den Finger in die Wunde, die eigenen Ansichten gründlich zu prüfen. Trotzdem schafft es die Autorin, diese ernsten Themen mit einer Leichtigkeit zu präsentieren, die gut unterhält und mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat.
Insgesamt ist "Alles gut" eine intelligente Romcom, die für offene Gespräche auch bei völlig gegensätzlichen Ansichten wirbt. Ich kann diesen Roman jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer unterhaltsamen und gleichzeitig anspruchsvollen Lektüre ist.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Auftakt zu einer fesselnden, historischen Krimi-Reihe
Der Dienstmädchenmörder von Walter Christian Kärger
Autor Walter Christian Kärger verlässt mit diesem Krimi den Bodensee und die Gegenwart und entführt uns in das München von 1886. Es ist die Regierungszeit von Ludwig II., der seit einiger Zeit als nicht mehr regierungsfähig gilt.
Hajo von Zündt ist Pathologe und begeisterter Amateurkriminologe.
Gemeinsam mit seinem Freund und Adoptivbruder Adam Bittencourt sowie Charlotte Brauchitsch, die ihn bei seinen Sektionen als Assistentin unterstützt, gerät er diesmal in einen Strudel von Verbrechen, der seine Schatten bis in höchste Kreise wirft.
Zunächst beginnt alles (fast) harmlos: Hajo und Charlotte obduzieren auf Wunsch von Kommissar Manteuffel eine Wasserleiche und entdecken, dass die Frau, Marianne, ertränkt worden ist. Schlimmer noch, sie war schwanger und ehedem im Elternhaus von Hajo als Dienstmädchen angestellt. Nachdem man ihren Verlobten ausgeforscht und verhaftet hat, begeht dieser Selbstmord, was als Schuldeingeständnis gewertet wird. Fall erledigt, Akte geschlossen. Punktum.
»Manteuffel ist der Einzige im gesamten Polizeiapparat, der seinen Beruf ernst nimmt und einen Fall nicht für abgeschlossen erklärt, nur weil das Opfer aus einfachen Verhältnissen stammt und kein Hahn danach kräht. Da ich das respektiere und unterstütze, bin ich ihm in dieser Angelegenheit gerne behilflich.«
Bei einem Treffen im Haus von Zündt bemerkt Manteuffel, dass das tote Dienstmädchen nicht die einzige Tote sei. Im Zeitraum von einem Jahr sind weiter zwei Mädchen tot aus der Isar gefischt worden und von drei anderen fehlt jede Spur. Allen gemeinsam ist, dass sie als Dienst- oder Schankmädchen gearbeitet haben, und so weit bekannt, ledig waren und keine Angehörigen hatten.
Um Herauszufinden, warum sich Marianne gegen ihren Angreifer nicht zur Wehr gesetzt hat, stellt Hajo mit Charlotte in Anwesenheit von Adam und Manteuffel, den Mord an Marianne im Zündt’schen Badezimmer nach und kommt zu einer höchst gefährlichen Erkenntnis: Der Tod des Mädchens wurde als Suizid inszeniert, um vom Täter abzulenken. Nur, wer kann der Täter sein?
Dann beginnt höchst bemerkenswerte Ermittlungen, die Hajo, Adam und Charlotte nicht nur in höchste adelige Kreise führen, sondern eine Verschwörung aufdecken lassen und sie mehrmals in akute Lebensgefahr bringen.
Meine Meinung:
Mit diesem Krimi ist Walter Christian Kärger ein fesselnder historischer Krimi gelungen, der nicht nur persönliche Abgründe degenerierter Adelige aufdeckt, sondern auch Einblick in die von Standesdünkel dominierte Welt gibt. Wir erfahren von Frauenvereinen, die sich für Frauenbildung, das Frauenwahlrecht und überhaupt für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen einsetzen. Dass das Leben von adeligen Frauen, die genau wie ihre bürgerlichen Zeitgenossinnen von den Launen ihrer Väter, Brüder, Vormunden und schließlich ihren Ehemännern abhängt, und mitunter auch nicht immer ein Zuckerschlecken ist, macht Annette von Valleys Schicksal deutlich.
Sehr geschickt erklärt der Aurot die neuen Methoden der Kriminalistik, die Hajo aus Büchern erlesen und ausprobiert hat. Fingerprints, also die Daktyloskopie wird erst ab 1903 in Deutschland eingeführt. Federführend war hier Dresden. Hier darf Hajo von Zündt ein wenig experimentieren.
Die Charaktere sind ausgezeichnet gelungen. Die Handlung ist komplex konzipiert. Ich habe recht bald einen Verdacht gehabt, wer hinter den ganzen Morden steht. Allerdings hat mich der werte Herr Autor eine Zeit lang ein wenig auf den Holzweg geführt.
Wir dürfen auf eine Fortsetzung hoffen, denn mitten in die Feierlichkeiten zur gelungenen Aufklärung der Morde an den Dienstmädchen und des geplanten Regierungsumsturzes platzt die Nachricht, der entmündigte König, Ludwig II. und sein Arzt Bernhard von Gudden, der ja in diesem Krimi auch eine Rolle gespielt hat, am Starnberger See ertrunken sind. Prinzregent Luitpold erteilt Hajo von Zündt höchstpersönlich den Auftrag, die Umstände der tragischen Ereignisse zu ermitteln.
Fazit:
Ein gelungener Auftakt einer historischen Krimi-Reihe aus dem München des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Gerne gebe ich diesem fesselnden, komplexen Krimi 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Anna:
Abwechslungsreiche, kreative Küche zum Teilen
Food & Friends von Babs Zobl
Ein Kochbuch, das einfach gute Laune verbreitet. Schon die Optik ist bunt, ansprechend und sympathisch. Babs Zobl versteht es, Rezepte zu kreieren, die vielseitig einsetzbar sind und zu verschiedenen Kombinationen zusammengestellt werden können. Besonderen Wert legt sie auf die Ausgewogenheit im Geschmack und den Texturen – säuerlich, süß, pikant, fruchtig, knusprig, cremig, auf jeden Fall spannend und alles andere als langweilig.
Die Zutatenlisten sind im Supermarkt erhältlich und kurz gehalten. Die Zubereitung ist einfach und verständlich erklärt. Besonders gut eignen sich die Gerichte für ein gemeinsames Essen mit Freunden. Das Kochbuch ist vegetarisch und vegan ausgerichtet, beinhaltet jedoch auch heimische Fischgerichte.
Man greift gerne zu diesem Buch, um mal ein kleines Gericht einzubauen oder um ein ganzes Menü daraus zu zaubern.
Rezensionen von brauneye29:
Ganz nett
Dragon Girls - Azmina, der Golddrache,1 Audio-CD von Maddy Mara
Zum Inhalt:
Azimina und ihre neuen Freundinnen Willa und Naomi können es nicht glauben, denn sie sind Dragon Girls und können glitzerndes Feuer spucken, durch die Luft schweben und mit den Kreaturen im Zauberwald sprechen. Sie sind die Beschützerinnen des Waldes und müssen die Schattengeister davon abhalten, den Zauberwald zu verdunkeln.
Ob ihnen das gelingt?
Meine Meinung:
Ich hatte die Hörbuchversion und ich fand es sehr gut gelesen. Ich habe natürlich keine Vorstellung davon, wie die Buchversion sein könnte, befürchte da aber ein wenig zu viel Glitzer auch in den Illustrationen, was beim Hörbuch zum Glück nicht der Fall ist. Die Geschichte ist interessant und sicherlich gerade für Mädchen eine interessante Geschichte, denn Glitzerfeuer werden Mädels sicher lieben. Insgesamt fand ich das Hörbuch kurzweilig aber auch reichlich kurz.
Fazit:
Ganz nett
Rezensionen von brauneye29:
Ganz okay
Der blaue Salamander von Luca Ventura
Zum Inhalt:
Rizzi ahnt nicht, dass es in der Nacht einen Mord gegeben hat als er in seinem Garten die ersten Pfirsiche erntet, aber schnell ändern sich das. Denn nicht nur im Dorf sondern auch in der Villa der Signora de Lulla herrscht Aufregung, denn dort war die Tote oft zu Besuch unter anderem um die kostbare Handtasche aus Salamanderleder zu besichtigen.
Wer hatte ein Interesse daran, dass Rosalinda nicht mehr lebt?
Meine Meinung:
Das Buch ist schon gut geschrieben, da kann man sich bei dem Autoren schon drauf verlassen. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und die Story ist auch nicht uninteressant. Man hat nach Lektüre auch richtig Lust mal nach Capri zu fahren, aber trotzdem fehlte mir der endgültige Kick für eine super Bewertung, denn ich hatte das Gefühl dass die Geschichte so dahin plätscherte, mir fehlte einfach der Spannungsbogen.
Fazit:
Ganz okay
Rezensionen von herrfabel:
Nur einzelne Lichtungen in all der Dunkelheit
Lichtungen von Iris Wolff
Für Iris Wolffs Roman "Lichtungen" habe ich mich mal wieder viel zu schnell von anderen begeistern und beeinflussen lassen, denn eigentlich merkte ich bereits bei "Die Unschärfe der Welt" dass ihr Schreibstil und die Aneinanderreihung von Gedanken bei mir nicht das auslösen, was andere dabei empfinden.
Und so hatte ich dann auch recht schnell mit "Lichtungen" so meine Probleme. Die vordergründig thematisierte Freundschaft zwischen Lev und Keto, die seit Kindertagen besteht und sie nun über die Grenzen hinaus durch Europa begleitet, die Straßenkunst und die Begeisterung füreinander hatten es mir gerade in den ersten Kapiteln besonders angetan. Doch durch Wolffs Aufbau und die Art der Rückwärtserzählung, musste ich bald feststellen, dass eben jene Szenen die ersten und letzten ihrer Art sein werden.
"In allem gab es diese Dunkelstellen, wo die Erfahrung aufhörte und die Erinnerung anfing. Etwas blieb, und etwas ging verloren, manches schon im Augenblick des Geschehens, und wie sehr man sich auch bemühte, es tauchte nie wieder auf. Erinnerungen waren über die Zeit verstreut wie Lichtungen. Man begegnete ihnen nur zufällig und wusste nie, was man darin fand. Die eindrücklichsten Momente, das, was sich nicht verlor, gehörte einem nie alleine."
... sind vielleicht die treffendsten Zeilen die diesen Roman beschreiben. Diese Geschichte lebt von den gemeinsamen Erinnerungen, von den Lichtblicken und Gedankensplittern, von kurz aufblitzenden Ereignissen der Geschichte, wie das Unglück in Tschernobyl, die beim Lesen weitere Erinnerungen hervorrufen und eine zeitliche Einordnung ermöglichen.
Gerne denke ich an diesen Moment zurück, als Kato, begleitet von einem goldfarbenen Pantomimen, ein Bild auf die Straße malt und Lev sie dabei beobachtet und die Kunst eine ganz neue Perspektive gewinnt, fast schon eine Verbindung zwischen Künstlerin, Straße und dem normalen Leben eingeht. Alles andere drum herum verwischt, bis auf ein paar Postkartenmomente und Umschreibungen. Die Rückwärtserzählung machte es noch zusätzlich schwieriger für mich einen gewissen Lesefluss aufrecht zu erhalten. Nach jedem Kapitel ein Neuanfang, ein weiterer losgelöster Moment, wenn man so will, in ihrer beider Geschichte.
"Die Kunst war ein Spiel zwischen Zeigen und Verbergen. Das Leben auch? Es gab das Sichtbare und das Unsichtbare, und nur das Wenigste kam überhaupt ans Licht. Manches konnte man in sich verstecken, bis man vergaß, dass es einmal gewesen war. Anderes nicht."
Und diese Kunst beherrscht Wolff wirklich gut. Viele wohlklingende Sätze und 'Lichtungen' reihen sich aneinander und doch hatte ich stets das Gefühl die Geschichte kaum greifen zu können, Wesentliches nicht zu wissen bzw. dieses Wesentliche mir erst mühsam erarbeiten zu müssen. Und da verlor sich meine Begeisterung. Auch der große Aha-Moment blieb für mich aus, einzig ein irgendwie wärmendes Gefühl zwischen all dem Beschriebenen blieb zurück. Man frage mich nicht, was genau ich gelesen habe oder ob ich die Geschichte wirklich verstanden habe. Ich würde sagen, einzelne Erinnerungen sind noch da, alles andere liegt schon wieder im Dunkeln verborgen und das finde ich dann sehr schade, zumindest hatte ich mir mehr erhofft.
Rezensionen von xsarangbooks:
Gut für zwischendurch.
Das kleine Buch der großen Risiken von Jakob Thomä
Inhalt:
In diesem Sachbuch geht es um mehrere Risiken für die Menschheit und die Welt. Die Meisten denken sich wahrscheinlich, dass zum Beispiel eine Zombie-Apokalypse unmöglich ist, aber der Autor erklärt uns trotzdem, dass es eigentlich gar nicht so unwahrscheinlich ist.
Cover:
Das Cover ist eigentlich gar nicht auffällig und ich würde auch nicht unbedingt direkt drauf aufmerksam werden, allerdings finde ich die Farben schwarz und gelb sehr passend zum Inhalt.
Einige Risiken wurden anhand von gelben Zeichnungen dargestellt, welche quasi als "Warnungen" gelten.
Meinung:
Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm und einfach. An einigen Stellen kommuniziert dieser auch mit seinen Lesern. Für jeden Buchstaben im Alphabet wurde ein Risiko ausgewählt und anhand von Fakten und Beispielen erklärt wie gefährlich und wahrscheinlich diese sind und wie unsere Welt in der Zukunft aussehen könnte. Finde diese Themen wichtig, allerdings wurden diese sehr schnell und flüchtig besprochen, sodass ich vieles auch nicht direkt nachvollziehen bzw. glauben konnte.
In großen und ganzen fand ich das Buch sehr amüsant und kann es für zwischendurch empfehlen (4/5).
Rezensionen von signalhill:
Sehr kleines Format
Idefix und die Unbeugsamen 05 von René Goscinny; Albert Uderzo; Matthieu Choquet
Asterix haben wir schon als Kinder gelesen, Idefix war dabei schon immer mein Liebling. Daher finde ich es super, dass er in der Idefix-Reihe im Mittelpunkt steht. Der neueste Band von "Idefix und die Unbeugsamen" von Goscinny und Uderzo heißt "Idefix und die Druiden". Dabei kommen zwei Druiden in die Stadt, die den gestohlenen Beutel des einen wiederholen möchten.
Weiterhin verschwinden immer wieder Hunde, Idefix und seine Freunde müssen dem nachgehen.
Der Gang der Geschichte ist klar und deutlich und meistens auch sehr gut illustriert. Man fühlt sich ganz in alte Zeiten zurückversetzt, auch, wenn hier ja die Hunde im Mittelpunkt stehen. Doch ich denke, fast jeder kann sich an die großen Asterix-Bücher erinnern. Es hat mir immer große Freude gemacht, gerade die Dinge zu betrachten, die im Hintergrund passierten. Aber das geht hier kaum, denn das Taschenbuchformat ist extrem schwer zu lesen, die Bilder zu klein, die Texte ebenso. Ich habe mich daher ein wenig durchgekämpft, habe auch nicht die Details in den Bildern entdecken können oder wollen.
Alles in allem ist es klar, dass der Band so günstiger ist. Der Lesespaß konnte sich aber aufgrund des Formats bei mir kaum einstellen, obwohl das Buch wie alle Idefix-Bände wirklich gut ist. Schade, manchmal ist mehr einfach mehr und größer doch wertiger.
Rezensionen von signalhill:
Schicksale
Lichtjahre im Dunkel von Friedrich Ani
Friedrich Ani ist mir schon lange sehr bekannt, ebenso sein Ermittler mit dem ungewöhnlichen Namen, Tabor Süden. Dennoch meine ich, es ist mein erster Roman, den ich vom Autor gelesen habe. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass "Lichtjahre im Dunkel" eindeutig als Roman betitelt wird, nicht als Krimi.
Dies sei zu erwähnen für alle, die Dauerspannung erwarten - die gibt es hier nur manchmal.
Im Grunde geht es darum, wer den Schreibwarenhändler Leo Ahorn, der eigentlich schon fast ausschließlich auf das Postgeschäft umgestellt hat, gesehen oder gar auf dem Gewissen hat. Der Schreibwarenhändler ist verschwunden, Tabor Süden ermittelt. Dabei taucht er tief ein ins Mileu und die verschiedenen Schicksale der Verdächtigen oder Personen, mit denen sich Ahorn umgab. Besonders das "Blaue Ecke" bietet hier viele Einblicke in die Schicksale der Verdächtigen.
Friedrich Ani schreibt einen Ermittlungsroman, der eher am Rande ein Kriminalroman ist. Das Verschwinden des Schreibwarenhändlers ist nur der Auslöser für den Fortgang des Romans. Den Schreibstil möchte ich als gehoben, als einzigartig beschreiben, der sich von der Masse abhebt. Es gibt aber auch viele sehr kurze Strukturen und eine saloppe Sprache, die nicht so ganz meins ist. Damit hebt sich dieser Roman aber von der Masse ab. Wenn auch einiges gewöhnungsbedürftig ist, so hat mir "Lichtjahre im Dunkel" sehr gut gefallen.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Was für eine Saga
Elyssa, Königin von Karthago von Irene Vallejo
Was für eine Geschichte!
Der trojanische Krieg ist vorbei und gilt für Aeneas als verloren – er, neben Hector der stärkste Krieger, muss fliehen. Das Orakel prophezeite ihm, dass er nach Italien reisen und dort am Ufer des Tiber die Stadt Rom gründen wird. Er gilt heute den Römer*innen als Vater Roms.
Sein Sohn Iulus herrschte danach über Rom, seine Nachkommen, die Julier, werden Rom zur Metropole machen.
Auf seiner Reise über die Meere landet Aeneas nach einem Sturm an der nordafrikanischen Küste in Karthago, dass von Königin Elyssa regiert wird.
Eros erzählt, wie er es anstellt, dass sich die beiden verlieben. Virgil berichtet wie er versucht, die Geschichte von Elyssa und Aeneas zu Papier zu bringen, und dabei massive Schreibhemmungen hat. Das epische Werk, an dem er über zehn Jahre lang schrieb, sollte später als „Aeneis“ bekannt werden und in die Geschichte eingehen.
Kurz und auf den Punkt gebracht: Eine dramatische Verflechtung von Schicksalen wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt, die einen nicht mehr loslassen.
Eine faszinierende Neuerzählung dieser antiken Sage, die ich atmosphärisch und großartig fand.











