Kunden em pfehlungen
Rezensionen von felidae:
Sehr toller Krimi
Das Mörderarchiv von Kristen Perrin
Tante Frances dachte immer (bedingt durch eine Prophezeiung auf einem Jahrmarkt) dass sie eines Tages umgebracht wird und sechzig Jahre später wird die Prophezeiung dan auch Wirklichkeit...
Die Leseprobe von "Das Mörderarchiv" hatte mir schon sehr gut gefallen und ich wurde nicht getäuscht.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm, die Geschichte liest sich quasi in einem Rutsch.
Besonders gut haben mir die parallelen Erzählstränge gefallen. Man bekommt Einblick in die Vergangenheit durch die Tagebuchaufzeichnungen von Tante Frances, die Gegenwart wird von ihrer Großnichte Annie erzählt.
Ich habe die ganze Zeit über mitgerätselt und meine Theorien öfter wieder verworfen. Die Geschichte bleibt bis zum Ende spannend.
Das Mörderarchiv von Kristen Perrin ist ein sehr toller Debutroman und ich würde mich freuen noch mehr von dieser Autorin zu lesen.
Von mir gibt es volle 5 Sterne für diesen gelungenen Krimi.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Die Burg von Ursula Poznanski
Das Buch "Die Burg" von der Wiener Autorin Ursula Poznanski wurde zu Jahresbeginn viel beworben und ist als Print- wie auch als Hörbuchversion verfügbar. Rainer Strecker leiht der gekürzten Ausgabe seine Stimme.
Das Thema "Maschinen geraten außer Kontrolle" ist ja bereits aus dem Sachbuch von Asimov (Ich, der Roboter) - meist aber aus dem Kinofilm I, Robot bekannt.
Dieser Roman schlägt in die gleiche Kerbe, als KI, die aufwändige Escaperooms in einer aufgelassenen Burg erschafft. Einen Traum, den sich ein Multimilliadär erfüllt hat. Vor der Öffnung soll es jedoch einen Testlauf geben, für den die Teilnehmer:innen gut bezahlt weden. Zu der Gruppe gehören unter anderem ein alter Geschichtsprofessor, ein Escaperoombetreiber und eine Influencerin. Selbstredend, dass niemand (außer der Influencerin) ein Mobiltelefon mitnehmen darf, denn vor der Eröffnung sollen keine Informationen nach draußen gelangen.
Was mich sehr beeindruckt hat, sind die technischen Details (Bildschirme, die reagieren und es müssen hochauflösende Kameras vorhanden sein, die die Reaktion der Teilnehmer:innen auch bei Dunkelheit zuverlässig an den Computer weiterleiten). Mit den Rätseln konnte ich eher wenig anfangen und die Charaktere blieben, damit die Handlung im Fokus steht, leider nur sehr wenig ausgearbeitet. Die Einzige Figur, zu der ich eine Beziehung aufbauen konnte, war der Escaperoombetreiber, von einigen anderen Charakteren konnte ich mir kein genaues Bild machen, was jedoch für die Handlung nicht relevant war. Gerne hätte ich jedoch mehr Beziehung zu den Figuren aufgebaut, wie auch in anderen Büchern der Autorin.
Die historischen Details des Mittelaltersettings haben mir einerseits gut gefallen und andererseits auch hervorragend in die Burg selbst gepasst. #
Das Eigenleben der KI wird mit dem Showdown nachvollziehbar, die Geschichte selbst habe ich in einem Rutsch durchgelesen.
Fazit: Eine sehr spannende und rasante Handlung, die eher gruselig ist, mit nur oberflächlich ausgearbeiteten Figuren, in einem modernen und historischen Setting zugleich.
Rezensionen von Lotta:
Gewohnt tolle Aufmachung
Wieso? Weshalb? Warum? Band 4 - Wir erforschen die Vulkane von Sandra Noa
Wir erforschen die Vulkane ist ein tolles Sachbuch welches Einblicke in die verschiedenen Vulkane dieser Welt gibt. Dabei wird unterschieden in die Vulkantypen und anhand von historischen und auch aktuellen Beispielen sehr anschaulich gezeigt, was für Auswirkungen ein Vulkanausbruch hat bzw. wie das Leben direkt an einem Vulkan ist.
Der Schreibstil ist sehr passend für die Zielgruppe und es werden einzelne Aspekte kurz und knapp beschrieben.
Die Klappen führen dazu, dass mehrere Aspekte in einem Bild betrachtet und entdeckt werden können. Auch als Erwachsener ist es hier noch möglich neue Informationen zu entdecken und so wird das Vorlesen nie langweilig.
Insgesamt ein tolles Sachbuch mit der gewohnt tollen Aufmachung. Ich bewerte mit 5 von 5 Sternen und freue mich auf weitere Bücher aus der Wieso? Weshalb? Warum? Reihe!
Rezensionen von Leser:
Keine Gerechtigkeit für Nina.
Zeit der Schuldigen von Markus Thiele
Aufregend und spannend ist ein bisschen fehl am Platz, da es sich um einen wahren Fall handelt, der vom Autor mit fiktiven Personen nachgestellt wurde.
Aufregend und spannend ist es aber trotzdem, genauso wie tragisch, traurig und ungerecht.
Die junge Nina Markowski wurde mitten aus dem Leben gerissen, grausam ermordet.
Der mutmassliche Täter ermittelt, verurteilt, wieder freigelassen.
Die Fakten sprechen für sich, die Schuld scheint bewiesen und trotzdem ist derTtäter bis ins hohe Alter auf freiem Fuß. Ein schwerer Kampf, nicht nur für den Vater.
In diesem Roman hat der Autor die Kriminalhauptkommissarin Anne Paulsen eingebaut, die den Fall Jahrzehnte später wieder aufrollt. Sie versucht auf eigene Faust, aus persönlichen Motiven, vom Täter ein Geständniss zu erzwingen.
Erzählt wird in mehreren Handlungssträngen, über mehrere Jahrzehnte. Man bekommt Einblicke in das Leben von Nina, von März, vom Vater, den Ermittlern. Detaillierte Schilderungen und die facettenreichen Darstellungen aller Figuren bringen dem Leser diesen Fall sehr nahe. Die Fragen nach Gerechtigkeit, Selbstjustiz, Schuld und Verantwortung sind immer präsemt.
Der Autor verurteilt hier nicht, er nimmt seine Leser mit, als Beobachter und gibt ihnen die Möglichkeit einen Blick in unser Rechtssystem zu werfen und selber zu entscheiden, was Recht und Unrecht ist.
Mitreißend, authentisch und emotional. Eine gelungene Aufarbeitung eines wahren Falls!
Rezensionen von Lotta:
High Fantasy zum Entdecken!
Trial of the Sun Queen von Nisha J. Tuli
Lor lebt seit 12 Jahren in dem berüchtigten Gefängnis des Aurorakönigs. Was sie getan haben soll, unklar. An die Zeit vor ihrer Gefangenschaft kann sie sich kaum erinnern, war sie doch selbst erst 12 Jahre alt. Immerhin hat sie ihre Geschwister bei sich, sodass sie die Gräueltaten der Wärter nicht alleine überstehen muss.
Plötzlich findet sie sich am Hof des Sonnenkönigs wieder und soll bei den Auswahlspielen zur nächsten Sonnenkönigin teilnehmen...
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und nimmt den Leser schnell in seinen Bann. Die Gefühle und Handlungen von Lor sind sehr gut nachvollziehbar und durch die bildhafte Sprache fühlt man sich als wäre man dabei und kann sich alles sehr gut vorstellen.
Die Charaktere werden aus Lors Sicht kennengelernt, sodass nicht alle Eigenheiten (sofort) ersichtlich werden. Das wirkt sehr natürlich. Dies zeigt sich auch in den eher ausführlich beschriebenen romantischen Szenen.
Die Welt ist unterteilt in verschiedene Königreiche, die jeweils auch landschaftliche Unterschiede zeigen. So zeichnet sich die Aurora Welt durch ihre Dunkelheit aus, dafür sind Polarlichter häufig zu sehen. Beim Sonnenkönig scheint die Sonne, wie sollte es auch anders sein. Die Könige gehören zu den Fae und können gewisse Magie ausüben. Es gibt auch einige phantastische Tiere, die leider bisher nicht genauer erläutert wurden. So hat diese High Fantasywelt noch Potential in den nächsten Bänden weiter entdeckt zu werden.
Insgesamt bewerte ich mit 4,5 Sternen und freue mich auf die nächsten Bände!
Rezensionen von Lotta:
Interessanter Twist, abgehobene Charaktere
Die Auszeit von Emily Rudolf
Die Influencerin Viktoria Kaplan möchte ihren Followermeilenstein feiern. Abgelegen in einem Luxus Retreat mit ihren Freunden zusammen. So kommt eine Gruppe zusammen, bei denen Missgunst, Neid, Sex und weitere Probleme das Leben beherrschen. Gleichzeitig sind sie alle "jung und schön" (das liegt wohl im Auge des Betrachters) und haben durch Viktoria einiges an Geld.
Doch ein Sturm braut sich über dem Retreat zusammen, eine Abreise bald unmöglich...
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel sind zeitlich recht ungewöhnlich angeordnet und schüren so Spannung. Man liest ab einem gewissen Zeitpunkt im "jetzt" und im "X Stunden vorher". Dadurch wird der Twist erst recht deutlich und es bleibt sehr lange offen, was wirklich geschehen ist.
Die Charaktere sind derweil sehr abgehoben und es ist schwierig sich mit ihnen zu identifizieren, geschweige denn mit ihnen zu fühlen. Das Leben was sie führen ist großteils zu weit weg, von dem was ich als "normal" bezeichnen würde.
Das Buch zeigt eindeutig die Welt einer Influencerin, was es für Verpflichtungen mit sich bringt und welche Gefahren diese Welt birgt. Es wird sicherlich auch Influencer*Innen geben, denen es anders ergeht. Gerade im Hinblick auf das Geld, was sie verdienen und die Freunde/Geschäftspartner, die sie umgeben.
Insgesamt ein Buch mit einem interessanten Twist, aber mir zu abgehobenen Charakteren. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Love and Crime mit Herz und Hirn
Lakestone Campus of Seattle, Band 1: What We Fear (SPIEGEL-Bestseller mit Lieblingssetting Seattle) von Alexandra Flint
Der Auftaktband "What We Fear" aus der Lakestone Campus of Seattle Reihe von Alexandra Flint ist Ende Februar 2024 im Ravensburgerverlag erschienen. Das Buch hat eine Triggerwarnung, die jedoch die Handlung teilweise Spoilert. Für Personen, für die das jedoch relevant ist, kann das sehr hilfreich sein.
Vor allem kann man auch eine andere Person, die das Buch nicht lesen möchte, die Triggerwarnung lesen lassen und dann "guten Gewissens" das Buch im Laden lassen oder sich voll und ganz in die Geschichte hineinbegeben.
Harlow ist eine hochbegabte junge Hackerin, die durch illegale Machenschaften eine lebensnotwendige OP für ihren kleinen Bruder finanziert hat - denn das Gesundheitssystem in den USA funktioniert leider ganz anders als bei uns im deutschsprachigen Bereich. Durch Kontakte wird der Leiter der Eliteuni "Lakestone" auf die junge Frau aufmerksam, und bietet ihr einen Deal an. Am Campus lernt sie den Stummen Zack kennen, und dass die beiden einander gut finden, ist von Anfang an klar.
Das Buch liefert Love and Crime gleichermaßen, wenn auch in einem tollen inklusiven Setting. Der Umgang mit Behinderung ist realistisch dargestellt, und es ist toll, dass diese kein Thema zwischen den beiden Hauptfiguren ist. Der Schreibstil ist locker mit vielen Dialogen - Gesprächsinhalte, die Zack gebärdert oder aufschreibt sind ausgewiesen, so dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, mitten in der Handlung drin zu stecken.
Auch neben den Hauptcharakteren sind die Figuren sehr gut gezeichnet, so dass ich auf wenigen Seiten sowohl ein gutes Bild von Harlows Familie wie auch von Zacks Freunden und seiner Großmutter hatte. Daher freue ich mich auch schon sehr darauf, die Figuren im Folgeband wieder zu treffen - und bin vor allen darauf gespannt, ob die Geschichte um Harlow weiter im Fokus steht, oder ob es in jedem Band neue Charaktere gibt, die in den Vordergrund treten.
Fazit: Es hat mir gut gefallen, die kluge Protagonistin mit viel Herz durch den ersten Band zu begleiten und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Lotta:
Erst langwierig, dann zu viel des Guten
Gestehe von Henri Faber
Ein Buch oder vielmehr ein noch nicht veröffentlichtes Manuskript sagt Morde voraus. Wie kann das sein? Star-Ermittler Jacket ist sehr verwundert am ersten Tatort und weiß, es wird nicht bei diesem einen Mord bleiben...
Perspektivisch wird das Buch aus mehreren Perspektiven geschrieben. So gibt es neben Jacket auch Mo, einen weiteren Ermittler und den Mörder vorzufinden.
Sich mit den Charakteren zu identifizieren ist gar nicht so einfach, obwohl es sehr ausgiebige Beschreibungen gibt. Der Schreibstil nimmt den Leser auch nicht sofort in seinen Bann. Es dauert schon mindestens bis zur Hälfte bis der Drang aufkommt, unbedingt weiterlesen zu wollen.
So kommt es auch, dass die Geschichte zu Beginn schon fast langweilig daherkommt und ein Thriller-Gefühl beim besten Willen nicht aufkommen will. Es hat zeitweise eher etwas von Krimi oder Roman. Wenn es dann doch zu spannungsgeladenen Szenen kommt, sind diese maßlos überzeichnet und unrealistisch. Der Twist ist dennoch nicht schlecht.
Insgesamt hat mich dieses Buch nicht überzeugt. Es war zunächst langwierig, danach gab es deutlich zu viel des Guten. Etwas ausgeglichener hätte der Geschichte gut getan. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.
Rezensionen von LeserinLu :
Spannend
The April Story - Ein wirklich erstaunliches Ding von Hank Green
"The April Story" von Hank Green ist ein fesselnder Jugendroman, der die heutige Welt der sozialen Medien und des Ruhms in all ihren Facetten einfängt. Die Geschichte dreht sich um April, eine gewöhnliche Jugendliche, die über Nacht zur weltweiten Berühmtheit wird, als sie ein Video von einer mysteriösen Skulptur auf YouTube hochlädt.
Dies führt dazu, dass sie nicht nur das Geheimnis hinter den fremden - außerirdischen? - Statuen zu lüften versucht, sondern auch mit den unerwarteten Konsequenzen ihres plötzlichen Ruhms konfrontiert wird. Die Geschichte wirft damit wichtige Fragen auf über die Auswirkungen von Viralität, sozialen Medien und Popularität auf das individuelle Selbst und die Gesellschaft als Ganzes. April ist dabei eine sympathische Protagonistin, mit der sich sicher viele junge Leserinnen und Leser identifizieren können.
Der Erzählstil von Hank Green, dem Bruder des berühmten Autors John Green, ist packend und dynamisch, wodurch die Leserinnen und Leser von Anfang an in die Geschichte hineingezogen werden. Die Verwendung von Social-Media-Plattformen und modernen Kommunikationsmitteln verleiht dem Roman eine zeitgemäße Note, auch wenn einige Elemente, wie Facebook Live, mittlerweile etwas veraltet wirken. Dazu muss man wissen, dass der Roman bereits vor fünf Jahren erstmals erschienen ist.
Insgesamt ist "The April Story" ein Jugendroman, der auch Erwachsene nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken über die heutige Gesellschaft und ihre Obsession mit Berühmtheit und Gefolgschaft auf Social Media anregt. Obwohl ich normalerweise kein Fantasy lese, ist der Roman insgesamt so realistisch angelegt, dass ich die vorkommenden Science Fiction-Elemente interessant und spannend fand. Zusätzlich ist wichtig zu wissen, dass die Geschichte mit diesem Band noch nicht abgeschlossen ist, der zweite Band allerdings noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde.
Rezensionen von Anno:
Karl
25 letzte Sommer von Stephan Schäfer
‚25 letzte Sommer‘ ist eine unglaublich lebenskluge und warmherzige Erzählung zweier Männer die zufällig aufeinandertreffen. Der eine entspricht dem, heute leider üblich gewordenen Bild eines Menschen- dank neuer Medien ständig präsent, überarbeitet, sich aus dem Blick verlierend und dem Leser dabei seltsam vertraut wirkend.
Der andere jedoch ließ eine tiefe Sehnsucht in mir erklingen. Seine Lebenserfahrung und die offene, lebensbejahende und in sich ruhende Art steht hier im krassen Kontrast zum Erzähler. Dies unterstreichend ist der Stil des Buches ruhig, jedoch auch sehr interessant. Ein Sog, den man sich nur schwer entziehen kann. Man versetzt sich ganz intuitiv in die Position des Erzählers und erlebt und fühlt mit ihm, öffnet dabei auch sich selbst und beginnt zu hinterfragen. Wundervoll und tief bewegend. Ein Buch, dass in mir Wellen schlug, die noch lange spürbar sein werden. Danke dafür!











