Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lerchie:
Eine Verjüngungskur?
Wir werden jung sein von Maxim Leo
Als die Teilnehmer einer Medikamentenstudie an der Charité plötzlich jünger werden, gerät deren Welt aus den Fugen. Jako verliert die Lust, obwohl er gerade seiner ersten Liebe begegnet ist. Jenny die sich seit Jahren ein vergeblich ein Kind wünscht, wird plötzlich doch schwanger. Der Immobilienpatriarch Wenger, schwerkrank, will sich von der Welt verabschieden und blüht doch plötzlich wieder auf, zur Verzweiflung seiner Erben.
Und Verena, die vor Jahren bei Olympia über 100 Meter Freistil die Goldmedaille geholt hat, überrascht bei einem Schaukampf mit einem neuen Weltrekord. Die Ereignisse überschlagen sich, als das bekannt wird.
Der Roman begleitet die Protagonisten voller Witz und Wärme durch ein Jahr ihres Lebens, wie es verrückter nicht sein kann. Und dabei stellen sich Fragen ethisch und gesellschaftlich, die sich ergeben, wenn man sich vorstellt, dass alle Menschen jünger werden könnten.
Meine Meinung
Ich weiß nicht, was ich mir genau von diesem Roman erwartet habe, sicher nicht das, was ich dann zu lesen bekam. Vielleicht eine Verjüngung der Menschen, aber nicht in diesem Ausmaß. Das Buch ließ sich gut lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Zunächst wird beschrieben, wie es den vier Protagonisten vor der Teilnahme an der Studie erging. Eigentlich sollte das Medikament bei Herzproblemen helfen, was es auch tat. Aber die weitergehende Verjüngung war nicht geplant gewesen. Inwieweit diese geht und ob es gelungen ist, den Prozess letztendlich aufzuhalten, das erfährt der geneigte Leser beim Lesen dieses Buches. Vermutlich kann sich der Leser auch vorstellen, was passiert ist, nachdem die Schwimmerin den neuen Weltrekord aufgestellt hat. Manche waren froh, wie z. B, Jakob. Und auch die junge Frau, die nie schwanger geworden war. Doch hatte eben diese Verjüngung auch ihre Nachteile. Da überlegt man es sich doch bestimmt länger, ob man bei sowas mitmachen würde. Wer wissen will, wie die Protagonisten im Buch darüber denken, der muss dieses Buch lesen. es ist durchaus spannend geschrieben, meiner Meinung nach eine Utopie, auch wenn es vielleicht wirklich möglich ist, Zellen im Körper zu erneuern, wie Yamanaka, der Zellforscher, herausgefunden hat, aber dass sowas auf Dauer geht, kann ich mir nicht vorstellen und fände ich auch nicht richtig. Wenn solche Utopien interessieren, dem empfehle ich dieses Buch gerne und vergeben vier von fünf Sternen.
Rezensionen von MarcoL:
Perfekt recherchierter historischer Roman um einen gewieften Kunstfälscher.
Der falsche Vermeer von Patrick van Odijk
Was für ein wunderbarer, fein herausgearbeiteter historischer Roman das doch ist. Spannende Unterhaltung pur, sehr gut recherchiert, und genug Raum, um neben all den Fakten Fiktion einfließen zu lassen.
Es geht um den Niederländischen Fälscher Han von Meegeren (1898 – 1947), einer der genialsten Kunstfälscher des 20.
Jahrhunderts, im Roman heißt er Jan van Aelst.
Als Jugendlicher wollte er Kunst studieren, was ihm sein Vater verbot. Ein Architekturstudium sollte es sein, und heimlich besuchte er die Kunstakademie. Als Maler blieb er zeitlebens unbedeutend, aber er schaffte es, mit seinen Vermeer-Fälschungen, höchst angesehene Kunsthistoriker an der Nase herum zu führen. Und nicht nur das, auch Obernazi Göring betrog er und erleichterte ihn um sehr viel Geld.
Im Zuge des Aufbruchs nach 1945 gerät der Fälscher in den Fokus der Polizei und wird eingesperrt. Im wird Kollaboration mit den Nazis vorgeworfen.
Die sehr spannende Aufarbeitung des Lebens von van Aelst ist eingebettet in die Geschichte der Reporterin Meg van Hettema. Sie heftet sich gekonnt und mit Beharrlichkeit an die Fersen von Aelst, war den anderen Zeitungen, und auch der Polizei meistens eine Spur voraus, und konnte exklusiv von den Enthüllungen berichten.
Van Odijk lässt beide Hauptprotagonist:Innen geschickt miteinander interagieren. Beinahe spielerisch, und dennoch mit viel Geschick, verwebt er so die Lebensgeschichte des Fälschers mit der Politik der damaligen Zeit. Die Recherchen der Reporterin sind wie ein führendes Licht, welches nicht nur stur geradeaus leuchtet, sondern viel Raum links und rechts der Haupthandlung erhellt, ohne dass auf den über 500 Seiten auch nur ein Satz zu viel gewesen wäre.
Nebenbei schafft es der Autor, wunderbare Psychogramme von die handelnden Personen zu zeichnen. Das macht diese sehr plastisch, lebensecht – und man reist mit ihnen durch die Gassen und entlang den Grachten von Amsterdam oder Straßen von Den Haag.
Für mich hat hier der Autor einen herrlichen historischen Roman geschaffen, der mit seiner Detailtreue und Lebendigkeit bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Ganz große Leseempfehlung.
Rezensionen von Internetmaus:
Maiaufstand in Elbflorenz
Das Opernhaus: Rot das Feuer von Anne Stern
Im zweiten Teil der Dresden-Reihe „Das Opernhaus: Rot das Feuer“ von Anne Stern erleben wir Dresden Anno 1849 - im Jahr des Maiaufstands.
Elise ist die arrangierte Ehe mit Anton Jacob eingegangen. Sie darf sich glücklich schätzen, dass er ihr erlaubt weiter Violine zu spielen und mit ihm gemeinsam aufzutreten.
Sie wird zu einer gefeierten Künstlerin. Aber ihr Herz ruft noch immer nach Christian. Ihr viel älterer Mann konnte es nicht gewinnen.
Der zweite Teil ist auf die damalige Zeit zugeschnitten. In Dresden brodelt es. Das Volk will mehr Gerechtigkeit. Die Kluft zwischen arm und reich, zwischen Mann und Frau, wird gut in die Handlung eingebunden. Das Theater ist eine Welt für sich. Aber auch hier hat sich jeder, der dort arbeitet, anzupassen. Christian, die große Liebe Elises hat sich zwar hoch gearbeitet und sogar die Meisterprüfung bestanden aber er gehört als Waisenkind keiner Schicht an, die die Menschen unterteilt. Er steht hinter anderen zurück. So kommt es, dass er sich mit einigen Kollegen für die Revolution engagiert. Die Semperoper nimmt wieder einen wichtigen Platz in der Handlung ein. In ihr scheint die Zeit still zu stehen. Doch in der Bevölkerung wächst die Unzufriedenheit und es kommt zu Unruhen. Frauen, Arbeiter und viele arme Menschen, deren Kinder verhungern, wollen ein besseres Leben und mehr Rechte.
Anne Stern hat diese politischen Kämpfe sehr gut mit der Geschichte des Musiktheaters verwoben. So ist es einerseits eine Familien- und Lovestory, andererseits eine gut recherchierte zeitliche Epoche. Der Dresdner Maiaufstand wurde niedergeschlagen und die Revolution wurde rasch beendet. Aber auch die Liebe und deren Freud und Leid nehmen einen breiten Raum ein. Nachdem sich Elise und Christian immer wieder begegnen, bin ich sehr neugierig auf den dritten Teil der Serie. Das Buch ist spannend und lehrreich zugleich in einem unterhaltsamen Schreibstil verfasst. Gern wird es von mir weiter empfohlen.
Ich freue mich auf die Fortsetzung und vergebe die volle Anzahl an Sternen.
Rezensionen von marsu:
Drei Frauen
Die Frauen der Familie Carbonaro von Mario Giordano
Mit diesem Buch kehren wir zurück zu der turbulenten Familiengeschichte der Familie Carbonaro, zu ihrem Leben in Sizilien und dem späteren Leben in Deutschland. Dreh- und Angelpunkt sind die Lebensgeschichten von Pina, Maria und Anna. Drei Generationen starke Carbonara-Frauen, die die Geschehnisse der Familie viel mehr beeinflusst haben als die der Männer der Familie - hervorzuheben ist hierbei, dass ein männlicher Autor die Geschichte geschrieben hat.
Anhand des Stammbaums, der im Buch abgedruckt ist, kann man sich immer wieder gut orientieren, wer wie mit wem verwandt ist.
In Sizilien tauchen wir in ein Leben ein, wie es seit Jahrhunderten gelebt wurde, in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg sieht es schon anders aus. Aber immer sind die Carbonara-Frauen Wegbereiter und wagen Neues.
Der Schreibstil von Mario Giordano ist sehr anschaulich und er bringt uns seine Charakter sehr gut näher, wobei er nicht auf Klischees zurück greift, sondern jedem einzelnen, auch den Nebencharakteren, jeweils eine persönliche Note gibt.
Rezensionen von Katharina Grassmugg:
Ein tolles Buch
Mein Name ist Lilith von Nikki Marmery
Das Verbrechen, das im Garten Eden begangen worden war - die Vertreibung der Göttin, meine Verbannung, die ihre spiegelte, Gottes ungeheuerlichen Befehl, dass die Frau minderwertig sei! - Und dessen volle Entfaltung hatte ich miterlebt. Jahrtausendelang hatte ich die totale Erniedrigung der Frauen, ihre völlige Unterwerfung unter den Mann, wie von einem Logenplatz aus beobachtet.
" S. 317
Lilith, einst als gleichgestellte Gefährtin Adams geschaffen, wurde aus dem Paradies verbannt weil sie sich weigerte sich Adam zu unterwerfen und ihrer Göttin Ashera zugunsten eines männlichen Schöpfergottes abzuschwören.
Nun erzählt sie hier in diesem Buch die Schöpfungsgeschichte aus ihrer Sicht. Und diese Geschichte kann sich sehen lassen.
Lilith hat unglaublich viel zu erzählen, weigert sich wehement die Vormachtstellung Adams anzuerkennen und seinem Wunsch sie zu dominieren und zu unterwerfen nachzugeben und kämpft für ihre Gleichberechtigung und damit für die aller Frauen und für ein zusammenleben in Gleichheit und Einheit von Mann und Frau.
Über Jahrhunderte hinweg muss sie nun ihr Kreuz als verteufelte verführerin und verräterin Gottes und der Schöpfung tragen und wird damit zur Märtyrin. Doch eines
scheint sie nicht aufgeben zu wollen. Ihre Überzeugungen und ihren Glauben an ihre Göttin Ashera.
Ein wirklich gelungenes Buch das mich sehr bald unheimlich gefesselt hat. Ich kannte die Lilith Geschichte bisher nicht doch finde ich diese ungemein Spannend und von der Autorin großartig neuerzählt.
Rezensionen von dosi80:
Familientreffen am See
Sommerhaus am See von David James Poissant
Das Cover und die Leseprobe des Romans „Sommerhaus am See“ des amerikanischen Autors David James Poissant haben mein Leseinteresse geweckt und ich habe mich sehr gefreut, das Buch vor Erscheinen zu lesen.
Die Geschichte dreht sich um die Familie Starling, den Eltern Lisa und Richard, die kurz vor der Pension stehen, ihren Söhnen Michael mit seiner Frau Diane und Thad mit seinem Lebensgefährten Jake.
Lisa und Richard wollen ihr Ferienhaus verkaufen und deshalb kommt die gesamte Familie noch einmal im Ferienhaus zusammen.
Doch plötzlich ertrinkt vor Michaels Augen ein Junge im See und nichts ist mehr so wie vorher.
Das Buch erzählt in den einzelnen Kapiteln die Geschichte jedes einzelnen Familenmitglieds und man erfährt viele Details aus der jeweiligen Vergangenheit.
Der Schreibstil des Autors ist gewöhnungsbedürftig, für mich kein Buch so zum Dahinlesen.
Rezensionen von dosi80:
Nichts für mich
Alles gut von Cecilia Rabess
Das Cover und die Leseprobe des Romanes „Alles gut“ der amerikanischen Autorin Cecilia Rabess klangen für mich sehr interessant und deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch vorablesen durfte.
Leider war ich vom Buch dann nicht mehr so begeistert.
Die Geschichte der schwarzen Jess, die eine begehrte Stelle als Analystin bei einem großen Unternehmen an der New Yorker Wall Street erhält, klangen laut Leseprobe interessant.
Für mich war das Buch nicht leicht zu lesen, da die Dialoge zwischen den einzelnen Personen für mich irgendwie abgehackt ist. Weiters sind viele Begriffe der Finanzwelt enthalten, mit denen ich nichts anfangen kann.
Es wird auch immer wieder darauf „reduziert“, dass Jess schwarz ist und deshalb keinen Bonus erhält, etc.
Leider war das Buch nicht nach meinem Geschmack und deshalb gibt's nur eine nüchterne Bewertung.
Rezensionen von dosi80:
Eine nette Geschichte aus der (ehemaligen) DDR
Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge von Anja Tsokos; Michael Tsokos
Von dosi1980
Das Buch Heinz Labensky – und seine Sicht auf die Dinge des Ehepaars Tsokos war für mich anders als erwartet.
Heinz Labensky, bald 80 Jahre alt, lebt in der ehemaligen DDR in einem Seniorenheim.
Als ihn ein Brief der Tochter seiner Kindheitsfreundin Rita erreicht, begibt er sich auf die lange Reise an die Ostsee.
Im Flixbus erzählt er mehreren Reisebegleitern seine Geschichte aus der Zeit der Nachkriegszeit in der DDR.
Heinz Labensky war unter anderem als Schwarztaxifahrer tätig, wo er auf einer Fahrt spätere Mitglieder der RAF kennenlernte oder auch bei der Suche nach dem legendären Bernsteinzimmer dabei.
Ich habe aufgrund des Klappentextes bzw. der Leseprobe ein etwas anderes Buch erwartet, es ist teilweise ziemlich langatmig.
Da ich ein Kind der Achtziger bin und nicht aus Deutschland stamme, konnte ich mit den Themen der ehemaligen DDR nicht wirklich viel anfangen.
Aber trotz allem ein nettes Buch.
Rezensionen von dosi80:
Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse von Anna Helford
Von dosi1980
Das Buch „Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse“ von Anna Helford ist der Auftaktroman zu einer 4-teiligen Serie.
Dieser Teil handelt von der Schwester Spring, die aufgrund zu verbüßender Sozialstunden Bekanntschaft mit einer älteren Dame namens Sophia Fowler macht.
Im Laufe der Geschichte freundet sich Spring mit Sophia an und erfährt eine Geschichte, die Springs und auch Sophias Leben auf den Kopf stellt.
Es gibt einen weiteren Handlungsstrang, der im späten 19. Jahrhundert handelt und die Geschichte der Krankenschwester Daphne Marcy erzählt.
In weiterer Folge verbinden sich die Geschichten miteinander und die Geheimnisse werden nach und nach aufgedeckt.
Das Buch ist ein gelungener Auftakt und am Ende des Buches werden schon Blicke, wenn auch sehr kleine, in die Geschichten der anderen Schwestern geworfen.
Ich bin gespannt wie es weitergeht.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Stimme passt nicht zur Protagonistin
Die Influencerin von Rebecca Russ
Das Buch "Die Influencerin" der in Salzburg lebenden Autorin Rebecca Russ hat mich von der Hörprobe her sofort neugierig gemacht und ich habe mich sehr drauf gefreut das Buch zu hören. Es handelt sich um ein ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von ein bisschen über sieben Stunden.
Protagonistin ist die Influencerin Sarah von @sarahläuft, die in ihren jungen Erwachsenenjahren und als Mutter als Sport- und Ernährungsinfluencerin durchgestartet ist. Bis es einen Vorfall gegeben hat, der ihre Karriere zumindest auf Eis legte.
Mehr von der Handlung möchte ich gar nicht verraten, denn um den Grund der Karriereunterbrechung wird lange ein Geheimnis gemacht, das erst nach und nach gelüftet wird. Die Protagonistin, selbst Mutter eines Mädchens, zerfließt dabei in Selbstmitleid und wird mit jedem Zwischenfall ängstlicher.
Gefährliche Pakete, die auf ihre Gesundheit abzielen ein Fakeacdount, der pikante Details aus ihrem Leben postet. Und eine ominöse weitere Person, die Sarah stalkt und aus deren Sicht das eine oder andere Kapitel erzählt wird, versprechen eine spannende Handlung.
Als weitere Personen gibt es noch den Ehemann und Manager, die Schwester und Assistentin, sowie die pflegebedürftige Mutter, die samt Pflegerin im elterlichen Haus wohnt und wöchentlich besucht wird. Und, wie könnte es in der Nähe von Wien auch anders sein, natürlich der Familienhund.
Die erste Hälfte des Buches gefiel mir sehr gut, da haben mich auch die doch sehr flachen Charaktere des Ehemanns und der Tochter nicht gestört, die Schwester trat kaum in Erscheinung. Doch gerade im letzten Drittel ist es too much mit den Verstrickungen und Zwischenfällen. Da hätte gut die Hälfte davon, gezielt eingesetzt, gereicht um Spannungselemente zu generieren. Dafür ziehe ich einen Stern ab.
Den zweiten Stern ziehe ich bei der Hörbuchvariante ab.
Vorab: ich habe mir die Hörprobe natürlich angehört und finde die Stimme der Sprecherin Jasmin Shaudeen extrem gut verständlich und auch bei schnellerer Geschwindigkeit noch sehr klar. Allerdings finde ich, dass die deutsche Aussprache gar nicht zu einer österreichischen Influencerin, die auch im Umland aufgewachsen ist, passt. Bis zum Wort "Kaffee" ging es noch, danach hat es mich extrem gestört. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich das Hörbuch in Wien gehört habe.
Fazit: Ein großartige Idee mit toller erster Hälfte, die leider zunehmend schwächer in der Umsetzung wird.











