Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Oskar lebt in seiner Welt
Hat irgendjemand Oscar gesehen? von Leslie Connor
Aurora lebt mit ihren Eltern im ländlichen Main, sie ist vorlaut und impulsive und immer in Bewegung. Als Gracia mit ihrem autistische, stummen Sohn Oskar ins Nachbarhaus einzieht, findet Aurora sofort einen Draht zu dem Jungen. So gehen die beiden drei Jahre zusammen in eine Klasse, als ein amtlicher Brief mitteilt, dass beide nach den Ferien in unterschiedliche Klassen gehen müssen.
Dadurch bekommt Oskar einen Helfer, der sich um ihn in der Schule kümmern soll. Da Aurora immer genau weiß, was Oskar will, obwohl er lediglich eine Art Zwitschern von sich gibt, hat sie Bedenken, dass diese Neuerung Oskar gefallen wird. Aber er nimmt alles so hin, ohne, dass er seinen Blick verändert. Sein Blick geht nämlich immer noch oben, denn er liebt Vögel. Er beobachtet sie und hat eine Sammlung von Vogelbildern.
Da Aurora zwei Mädchen kennen lernt, die auch in ihre neue Klasse gehen, achte sie nicht auf Oskar, als sie die Schule betreten. So kommt es, dass Oskar nicht in seine Klasse geht, sondern sich in den Wald aufmacht. Er ist zwar ein guter Wanderer und er kann sich gut orientieren, aber zunächst bleibt er verschwunden und eine große angelegte Suche nach ihm wird gestartet.
Der Umgang mit einem autistischen, stummen Jungen wird hier sehr genau geschildert und Aurora Möglichkeiten mit ihm in Kontakt zu treten. Die Geschichte wird von Aurora erzählt, aber einige Kapitel sind auch mit anderen Namen überschrieben und dann gibt es eine erzählende Person. Wir erfahren viel über die Natur, Main, das Softballspiel, das Aurora langweilt und den Miteinander der Menschen in dieser Urlaubsregion. Mir war das manchmal etwas langatmig und zu genau.
Rezensionen von Daggy:
Kreativ und schön erzählt
Ist doch Isy!, Band 2 - Von Lampenfieber, leckeren Rezepten und meinem Lieblingssong von Annette Neubauer
Isy wohnt geht seit einiger Zeit auf die neue Schule und heute ist sie, wie so häufig in der letzten Zeit, mal wieder zu spät. Dadurch hat sie verpasst, dass AG zusammengestellt wurden, die Aktionen für das Sommerfest planen sollen. Wenn genügend Geld eingenommen wird, wird die Schule einen schönen neuen Schulgarten bekommen und darauf freuen sich alle schon.
So wird Isy von ihrer Lehrerin der Gruppe der Power Girlies zugeteilt. Sissi, der Kopf der Gruppe hat sie im letzten Band der Reihe gemobbt und die beiden haben kein gutes Verhältnis. Sissi spiel einen Song vor und möchte darauf eine Choreografie tanzen, Yasim, der auch neu in dieser Gruppe ist, tanzt sofort mit und so steht fest, dass diese AG beim Sommerfest tanzen wird.
Zu Hause muss Isy auf ihren kleinen Bruder aufpassen, da die Eltern auf der Arbeit viel Stress haben, ihre große Schwester soll sie dabei unterstützen.
Die 14 kurzen Kapitel sind durch kleine Bilder oder Muster aufgelockert und meist zu Ende gibt es noch Basteltipps und Rezepte. So beginnt der Morgen mit einem Brotaufstrich aus getrockneten Tomaten, weiter hinten schreibt Isy eine Gute-Besserungs-Karte und dazwischen gibt es noch viele schöne Ideen zum Nachmachen.
Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, die Autorin nutzt die Sprache der Jugendlichen und die Handlung passt in unsere Zeit. Probleme werden nicht vertieft oder lösen sich einfach auf.
Rezensionen von Daggy:
Voller wunderbarer Fantasie
Die Lolli-Gäng zähmt einen Drachen von Charlotte Inden
Die Lolli-Gäng, das sind die Geschwister Theo (7), Tom (6) und die kleine Lotti. Schon auf dem Cover sind sie im Wald unterwegs, auch das erste Kapitel erzählt von einem Ausflug der Familie in den Wald. Hier klettern die Kinder auf Gesteinsbrocken herum und stellen sich vor, dass sie einen Drachen reiten.
Lotti hat immer ihr Einhorn dabei und wünscht sich nichts sehnlicher, als auf ein echtes zu treffen. Dann mussten die Jungs wieder in die Schule und das frühe Aufstehen machte der ganzen Familie Probleme. Während Mama und Lotti aus dem Fenster winken, machen sich die beiden Brüder mit den Roller auf den Weg zur Schule. Auf dem Schulhof empfängt sie schon Nils aus der vierten Klasse, der, Tom wegen seines roten Fahrradhelms „Tom Tomatenkopf!“ hinterherruft. In der Fantasie der Jungen ist Tom der weiße Ritter, der immer gewinnt und Nils der schwarze Ritter. Nach der Schule holen Mama und Lotti die beiden Jungen ab und sie gehen gemeinsam ins Schwimmbad. Mit Mama gibt es eine wilde Pantscherei, natürlich sind dann alle Piraten.
In ihrer Fantasie können die Kinder alles sein und die Bilder im Buch zeigen sie auch immer wieder als Ritter oder Piraten. Dadurch kann man sich so richtig in die Geschichten hineinversetzten. Die Kinder erleben aber auch in ihrem Alltag einiges, Nils, der sie moppt und der nachher zum Freund wird, unheimliche Geräusche vom Spielplatz, die ihnen Angst machen und Eltern, die ihnen die Sterne erklären. Am besten gefiel mir der Satz der alten Nachbarin „Wer braucht schon ein Einhorn, wenn er einen Bruder hat?“ Ich will mehr von dieser fröhlichen Lolli-Gäng.
Rezensionen von Daggy:
Die kleine Elster benimmt sich ungewöhnlich
Der Flunkerfunkelstein oder die Elster, die nicht stehlen wollte von Kai Oppermann
Auf dem Cover kann man ihn schon sehen, den roten Funkelstein und auch die kleine Elster. Meisterdiebe sind sie, alle Mitglieder der Elsternfamilie, nur die kleine Elster. Sie flog nie auf Raubzüge, die besuchte ihre Freunde. Die Elster liebte ihre Familie und sie wusste „Eine Elster ohne Funkelstein kann keine wahre Elster sein!“ Während ihre Familie sich mit den gestohlenen Schmuckstücken behängt, überlegt sich die kleine Elster einen Plan.
Mutig machte sie sich auf und konnte am nächsten Tag einen „Fabelhaft funkelnden Stein“ präsentieren. Alle, die ihr begegneten gratulierten ihr und nannten sie „Meisterdiebin“ und sie meinten „Deine Familie muss stolz auf dich sein!“ Da wurde der kleinen Elster ganz unbehaglich zu Mute, doch mehr will ich nicht verraten.
Die Texte sind nicht all zu lang und voller Poesie. Die Bilder sind beeindruckend und voller farbenfreude.
Rezensionen von Daggy:
Wunderschönes Mitmachbuch
Halt dich an mir fest von Sophie Schoenwald
Der schlafende kleine Otter treibt allein auf den Wellen, er hat die Hand seiner Mama losgelassen und muss von uns geweckt werden, dazu kitzeln wir ihn an den Füssen. Der Otter weiß nicht, wo er ist, und wir müssen ihn trösten. Jetzt müssen wir ihm zeigen, wie man taucht, also Luft anhalten und ins Wasser hüpfen.
Der Otter taucht unter und wir zeigen ihm die Muschel, dazu müssen wir das Buch hochkant halten. Als der Otter mit der Muschel auftaucht, helfen wir ihm, indem wir auf die Muschel klopfen, sie zu öffnen. In der Muschel war auch eine große Perle, die will sie Möwe holen, doch wir schütteln das Buch und können sie so vertreiben. In Seegras gekuschelt ruht sich der Otter aus und wir geben ihm eine Küsschen auf die Nase. Natürlich helfen wir dem Otter auch zurück zu seiner Mama zu finden.
Ein Mitmachbuch, dass seinen Namen verdient hat, alle Aufgaben sind verständlich und die Kleinen können sie gut erledigen. Es macht doch immer Spaß zu interagieren. Die kurzen Texte sind leicht zu verstehen und die niedlichen Bilder sind einfach mit so viel Liebe gezeichnet, dass ich sie mir gerne anschaue.
Rezensionen von Daggy:
Eine Schildkröte auf der Suche nach sich selbst
Carlos und die Suche nach dem Glück von Sebastian Schmidt
Die Schildkröte Carlos lebt auf Galapagos zusammen mit anderen alten und schweren Tieren. Mit seinem großen Augen und dem Lächeln wirkt er eigentlich ganz zufrieden. Obwohl er von den Pflegern gut gefüttert wird, fühlt er sich einsam und leer. Als ein kleines Mädchen ihm ein Foto schenkt, erkennt er sein Aussehen und macht sich auf dem Weh seine Herkunft herauszufinden.
Diego, die Krabbe, hilft ihm mit Hilfe seiner Familie den Zaun zu überwinden. Ein Vogel schickt ihn zum Meer, doch die Robben sind nicht sehr nett zum ihm. Erst Iggy, die Echse kann auf seine sich wiederholende Frage „Weißt du, wo ich herkomme? Sag, kennst du mich?“ eine Antwort geben und ihm den Weg zu einen Artgenossen zeigen.
Allerdings ist da nicht das Ende der Geschichte, es gibt noch eine Wandlung.
Der gereimte Text ist nicht zu lang und gefällt mir sehr gut. Die Bilder sind sehr niedlich und bunt, aber mir fehlt ein wenig die Mimik, auf mich wirkt Carlos nie richtig traurig. Und weshalb die Robben „hämisch lachen“ und später seine Freunde sein sollen, ist mir auch unklar.
Rezensionen von Natalie:
Die Erbschaft bringts ans Licht
Der Fang des Tages von Gisela Stelly
Elfriede Escher, Textilfabrikantin und Witwe macht ihren letzten Atemzug. Fast zeitgleich beginnt das Rittern ums Erbe. Drei ihrer Kinder meinen, dass sie den größten Brocken erhalten sollen. Und was ist mit ihrer Schwester Mila? Nachzüglerin und noch die einzige, welche daheim wohnt. Diese hat hauptsächlich ein schlechtes Gewissen, weil sie in der Nacht, als ihre Mutter starb, neben ihr eingeschlafen war.
Teil zwei des Romans beschäftigt sich ebenfalls mit einem bedeutenden Erbe, welches der Medienmann Leobard K. hinterlässt. In dieser Geschichte in der Geschichte verwebt die Autorin einige Nebenfiguren aus dem ersten Teil ein.
Wie viel Raubtier schlummert in jedem von uns, um nur auf seinen großen Auftritt zu warten, die Krallen auszufahren und sich die Beute, in dem Fall die große Erbschaft, zu schnappen? Wie viel „Familie“ bleibt dann noch über? Oder ist sich plötzlich jeder selbst der einzig nächste ohne Rücksicht auf alle anderen? Der Fang des Tages bringts ans Licht…
Mir persönlich hat Teil eins rund um Familie Escher im Buch besser gefallen, beim zweiten tat ich mir etwas schwer. Ich finde das Thema Erbschaft aber in dem Roman gut umgesetzt und das ein oder andere Körnchen Wahrheit wird sicher zu finden sein. ;-)
Rezensionen von Tintenteufel:
Einkaufserlebnis für die Kleinsten
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 50 - Wir gehen einkaufen von Patricia Mennen
Die Ravensburger Reihe Wieso? Weshalb? Warum? junior ist für Kinder zwischen zwei und vier Jahren konzipiert. Jeder Band greift ein Thema aus dem kindlichen Alltag auf und erzählt viele kurze kindgerechte Geschichten in farbenfrohen Bildern und mit lustigen Details versteckt hinter kleinen Klapptüren.
Im 50. Band geht es um das Einkaufen, einen Höhepunkt im Alltag unserer Kleinsten! Jede Doppelseite steht unter einem Motto: Schuh- oder Bekleidungsgeschäft, Bäckerei, Supermarkt, Drogeriemarkt, Wochenmarkt und großes Einkaufszentrum.
So können die Kleinen verschiedene Warengruppen und Konsumbedürfnisse benennen, die Vorteile kleiner und großer Geschäfte kennen lernen und erkennen, dass sie ein Brot sowohl beim Bäcker, als auch auf dem Wochenmarkt und im Discounter kaufen können. Außerdem finden sich unzählige Details, um auch Obst- und Gemüsesorten, Gebäcke etc zu entdecken. Sogar ein Buchladen, ein Spielzeuggeschäft, eine Apotheke und ein Bankautomat haben einen Platz im Buch gefunden, obwohl diese Läden aus immer mehr Dörfern und Kleinstädten verschwinden.
Auf diese Weise gibt es unzählige Gesprächsanlässe, um unseren Kleinen das Einkaufserlebnis zu erklären und auch schon eine allererste Erziehung zum kritischen Konsumenten zu beginnen: Nach welchen Kriterien suche ich das Geschäft aus? Welche Lebensmittel sind gesund? Wann brauche ich neue Schuhe? Und wie bereite ich den Einkauf vor? Perfekt, beim nächsten Einkauf werden die Kinder viel aufmerksamer sein.
Rezensionen von Tintenteufel:
Sensorische Wahrnehmung fördern
Mein erstes Buggybuch: Fühl mal! Lieblingstiere von Ava-Barb Yaga
Das kleine Buggybuch „Fühl mal! Lieblingstiere“ ist bei ministeps im Ravensburger Verlag erschienen und perfekt auf die Bedürfnisse der Allerkleinsten abgestimmt: Es ist klein und leicht genug, um die kleinen Babyhände nicht zu überfordern, und stabil genug, um auch spitzen Zähnchen eine Zeit lang zu widerstehen.
Dank seines elastischen Stoffbandes bleibt es an Ort und Stelle und kann nicht in den Dreck fallen.
Wie der Titel schon verrät, geht es hier um die Lieblingstiere der allerkleinsten Leser: Auf jeder Doppelseite finden sich ein kindgerechtes Bild vertrauter Tiere und eine klitzekleine, leicht zu erfassende Geschichte. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen die verschiedenen Felle: vom weichen Fell des Hundes bis zum festeren Schwanz des Esels. So können haptische Eindrücke gesammelt und durch die Eltern benannt werden. Spielerisch werden die Entwicklung der sensorischen Wahrnehmung und ihre sprachlichen Benennung gefördert. Die Idee ist nicht neu, aber immer noch gut und hier sehr schön umgesetzt!
Rezensionen von Tintenteufel:
Süße Gartengeschichte
Judiths kleine Farm von Judith Rakers
Judith Rakers gelingt es im Buch 'Judiths kleine Farm', praktisches Gartenwissen und konkrete Anleitungen in eine ansprechende Gartengeschichte zu verpacken, welche nicht nur die 4-Jährigen garantiert begeistern wird: Die Protagonistin Judith kauft sich einen Garten und adoptiert Kater Jack aus dem Tierheim.
Mit viel Begeisterung und Liebe, aber noch relativ wenig Ahnung starten sie gemeinsam in das große Abenteuer Garten und Selbstversorgung! Daher haben die Kinder die einmalige Chance, in einer lustigen Geschichte mit einigen amüsanten Fehlern und lustigen Ideen ganz viel Anfänger-Gartenwissen zu erlernen! Ganz ohne pädagogischen Zeigefinder!
Und die tollen Zeichnungen von Julia Weinmann machen mindestens genauso viel Spaß, sie erinnern mich persönlich an die Pettersson-und-Findus-Bücher: Liebevoll gestaltet mit unendlich vielen witzigen Details, so dass die Kinder auch beim wiederholten Lesen bestimmt noch etwas Neues entdecken können. Und neben den Hauptfiguren Julia, Jack, Luzi und Lotti, Sazou und Charlie, Mone und Schimmel und nicht zuletzt dem stimmgewaltigen Hahn Pavarotti (ein Witz wohl mehr für die opernkundigen Eltern), die mit ihren eigenen Persönlichkeiten und ihrer Mimik einfach toll eingefangen sind, gibt es auch jede Menge kleiner Zaungäste, welche die turbulenten Szenen bevölkern. Die grünen Rüsselkäfer haben dabei noch eine besondere Funktion: Sie halten Tafeln mit Zahlen hoch, die den kleinen Noch-Nicht-Lesern helfen, sich in der zugehörigen Kosmos-App alle Texte von der Autorin vorlesen zu lassen, denn Mama und Papa haben ja leider nicht immer Zeit.
Ich bin begeistert von diesem Buch! Weil es unter dem Haupttitel ‚Judiths kleine Farm‘ noch den Untertitel ‚Kater Jack sucht einen Freund‘ trägt, besteht die Hoffnung, dass es Fortsetzungen geben wird mit neuen Abenteuern unserer liebgewonnenen Freunde!











