Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Jule:
Zwischen Glitzer und der Realität
Happy Hour von Marlowe Granados
"Happy Hour" von Marlowe Granados ist ein Buch ohne wirkliche Handlung. Es geht eher darum die Stimmung und Atmosphäre des New Yorker Lebens einzufangen.
Die Höhen und die Tiefen dieses Lebens werden mithilfe von starken Kontrasten dargestellt, die von dem einen Extrem ins andere schwanken.
Man begegnet in diesem Buch vielen verschiedenen Protagonisten, die man, so schnell wie sie gekommen sind, auch wieder vergisst.
Besonders die männlichen Charaktere rücken hier in den Fokus, denn wenn der eine weg ist, kommt direkt der nächste.
Die einzige Konstante - in Sachen Protagonisten - sind Isa und Gala, denn sie stehen nun mal im Fokus der gesamten Story.
Sie sind zwei Freundinnen, auf deren Verhalten und Art man sich erstmal einstellen muss.
Dadurch, dass die Geschichte sich aus Tagebucheinträgen von Isa zusammensetzt, bekommt man einen guten Eindruck von ihrer Gefühlswelt. Auf der anderen Seite erfährt man nicht viel von Gala oder bekommt einen anderen Blickwinkel auf die Protagonisten, was sehr schade ist. So bleibt es recht Einseitig.
Außerdem kam mir die Geschichte sehr repetitiv vor, besonders ab der Mitte des Buches. Irgendwie ist alles nach einem ähnlichen Schema verlaufen und es gab kaum was Neues zu erfahren.
Des Weiteren bin ich beim Lesen immer wieder über bestimmte Formulierungen gestolpert, die mich aus dem Lesefluss gebracht haben. Generell wurde der Schreibstil mit der Zeit anstrengender und ich hatte kaum Motivation das Buch in die Hand zu nehmen.
Es gab einfach Nichts, was mich hätte überraschen können und das ist schade.
Nichtsdestotrotz hat es mir gefallen, wie deutlich Marlowe Granados die Klassenunterschiede in der Gesellschaft schildert und zeigt, wie man als junge Frau, in der großen Stadt, darum kämpfen muss, um über die Runden zu kommen. Gerade das Partyleben steht hier deutlich im Fokus. Es nimmt in New York einen wichtigen Teil des Lebens bei jungen Personen ein, wie man recht schnell feststellt.
Schlussendlich bleibt mir nur zu sagen, dass man es mögen muss, wenn ein Buch keine richtige Handlung aufweist und die Vibes die Geschichte bestimmen.
Es ist wild, es wird gefeiert und doch ist der Absturz ganz nah. Das merkt man. Und wen das NYC Partyleben nicht interessiert, der sollte sich nicht an die Geschichte wagen. Ansonsten ist es einen Versuch wert. Eine richtige Empfehlung kann ich hier aber leider nicht aussprechen.
Rezensionen von spozal89:
griechische Sage im Disney-Stil
Theseus und der Entotaurus von Disney
Ich gestehe, ich gehöre zu den wohl wenigen Erwachsenen, die sich bisher mit den griechischen Sagen nicht beschäftigt haben. Ich kenne zwar im Großen und Ganzen alle wichtigen Götter, aber tiefer in die Geschichten bin ich nie gegangen. Irgendwie hat es mich einfach nie wirklich interessiert, da ich die Sagen oftmals als sehr anstrengend zu lesen empfinde.
Aber da ich ein riesengroßer Disney-Fan bin, konnte ich mir dieses Buch hier nicht entgehen lassen.
Ich finde es klasse, dass Disney mit diesem Bilderbuch die Geschichte vereinfacht und somit auch für Kinder (oder auch Erwachsene) interessant macht. Die Illustrationen sind super schön, und wie von Disney gewohnt. Vorallem kommen hier alle bekannten Charaktere aus Entenhausen vor.
Die Sätze sind leicht verständlich geschrieben und die Geschichte wird kurz und knapp erzählt. Ich denke aber, dass sie alles wesentliche enthält, zumindest fehlt mir an Leseerlebnis nichts. Für mich wirklich ein Buch, welches man als Disney-Fan auf jeden Fall im Regal haben muss.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Erinnerungen aus zweiter Hand?
Der erinnerte Soldat von Anjet Daanje
Anjet Daanje erzählt in diesem Roman die Geschichte eines Soldaten, der im Ersten Weltkrieg infolge der traumatischen Erlebnisse sein Gedächtnis verloren hat. Man nennt ihn Noen Merckem. Er lebt 1922 wie viele andere, die an einer PTBS leiden, in einem Heim für psychisch kranke Soldaten. Man versucht mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln, wie eiskalte Güsse, Elektroschocks und Gabe von mehr oder weniger erprobten Medikamenten seine Amnesie zu heilen.
Zusätzlich wird mittels Zeitungsannoncen und Rot-Kreuz-Anfragen nach möglichen Ehefrauen und anderen Angehörigen gesucht. Den meisten Versuchen, die vier Jahre nach Kriegsende bleibt der Erfolg versagt. Umso überraschender ist es, als Julienne Coppens, eine Frau aus Kortrijk, erscheint und in Noen ihren Ehemann, den Fotografen Amand Coppens erkennt, und ihn gegen den ausdrücklichen ärztlichen Rat mit nach Hause nimmt.
Was dann folgt, ist eine fesselnde Geschichte. Denn Julienne erzählt zunächst sehr glaubhaft, wie sie Amand kennengelernt, geheiratet und die beiden Kinder bekommen hat. Doch das ältere Kind Gust begegnet Amand/Noen sehr reserviert, zumal Amand nun einige Hausarbeiten verrichtet, die bisher Gust erledigt hat. Es scheint, dass er eifersüchtig ist. Die siebenjährige Roos, die vermutlich bei einem der letzten Heimaturlaubd gezeugt worden ist, hat überhaupt keine Vorstellung von einem Vater.
Je mehr Amand versucht, die Gegenwart und Juliennes Erzählungen von seiner Vergangenheit, in Übereinstimmung zu bringen, desto häufiger suchen ihn Albträume heim. Hin und her gerissen zwischen Schlafmangel und einem vagen Gefühl, von Julienne in ein geborgtes Leben gedrängt zu werden, verrichtet er Arbeiten, die er nie zuvor ausgeführt hat. Er fertigt Tischlerarbeiten an oder repariert das Dach, Fähigkeiten ihres Mannes, die für Julienne völlig neu ist. Dafür hat er das Entwickeln von Filmen verlernt, obwohl er angeblich Fotograf ist.
Spätestens hier keimt bei den Lesern ein leiser Verdacht auf. Ist Noen gar nicht Amand? Nur, wer ist er dann?
Meine Meinung:
Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen. Üblicherweise beschäftigen sich historische Roman des Ersten Weltkrieges nur wenig mit den traumatisierten Soldaten egal welcher Nationalität. Dieser hier entwickelt eine Sogwirkung, die einen nicht mehr loslässt.
Die Charaktere sind ausgesprochen ausgefeilt angelegt. Da haben wir Julienne, die sich anfangs als fürsorgliche Gattin und Mutter präsentiert und sich später dann in eine andere Richtung entwickelt. Noen/Amand wirkt zunächst hilflos, ist er doch aus seiner bekannten Umgebung, dem Heim, entrissen, um wieder ein „normales Leben“ zu führen. Doch was soll das sein? Ein wundersame Wiedererkennung seines früheren Lebens? Langsam, fast in Zeitlupe, bemerkt Noen/Amand, dass nicht alles, was er von Julienne erfährt, unbedingt so geschehen sein muss. Er wundert sich, dass es keine Verwandten mehr gibt, dass Juliennes Freundinnen neidisch auf die wiedergewonnen Zweisamkeit blicken. Vieles, was zwischen dem Ehepaar steht, wird nur angedeutet und nicht angesprochen. Beide sind in gewisser Weise sprachlos. Noen/Amand weiß nicht wirklich, was er glauben soll, als er Julienne bei einem Versprecher ertappt.
Eine für mich skurrile Entwicklung sind die Fotos, die Julienne von Amand in Uniform macht und nach sorgfältiger Retusche, in dem sie Amand das Gesicht von gefallenen oder vermissten Soldaten gibt, an deren Eltern, Ehefrauen oder Verlobte verkauft. Damit und mit Fotos von den Schlachtfeldern, die sie gemeinsam bereisen, verdienen sie ihr Geld.
Dieser Roman ist keine herkömmliche Liebesgeschichte. Dazu ist mir Julienne zu berechnend und manipulativ.
Autorin Anjet Daatje nimmt uns auf eine Reise in die Psyche eines Mannes mit, der auf Grund der Kriegserlebnisse neben seiner Erinnerung auch seiner Identität beraubt worden ist. Es ist über lange Strecken unklar, ob die Erinnerungen, die Julienne Noen/Amand suggeriert, ihre eigenen, jene von ihrem Mann oder eigentlich gar keine Erinnerungen sind.
Jeder von uns kennt das bestimmt, dass er sich an ein oder mehrere Ereignisse seine Kindheit nur deshalb „erinnert“, weil er es von den Eltern oder Großeltern mehrfach erzählt bekommen hat.
Fazit:
Diesem aufwühlenden Roman über „echte“ und konstruierte Erinnerungen, über "richtige" und "falsche" Wahrheiten gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
gelungener Start der Reihe
Stardust Academy - Hüter der Sterne von Francesca Peluso
Stardust Acedemy fand ich schon vom Titel her sehr spannend. Auch das Cover spricht gleich an und passt perfekt zur Reihe und der Altersgruppe, für die das Buch geschrieben wurde. Die Geschichte beginnt sehr spannend. Man kann sich sehr schnell in die Charaktere hineinfühlen und auch die Handlungsintentionen verstehen.
Ziemlich bald wird es auch ziemlich magisch und dementsprechend interessant. Die Geschichte führt uns nach Prag und dabei an eine magische Schule, an der Sternbilder und Kometen die Kinder darauf vorbereiten, Asteria zu werden. Nur die wenigsten werden das schaffen und die verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Einen Einblick in deren Arbeit erhält man schon in Band 1.
Ich fand die Geschichte sehr spannend. Die Athmospähare des Buches hat mich besonders angesprochen. Die Kinder wurden richtig gut entwickelt und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Die magische Stimmung, die aufgebaut wird, hat voll hineingenommen in die Geschichte. und macht Lust auf einen weiteren Band. Es gab zwar Kleinigkeiten, die ich nicht ganz so gelungen fand oder nicht so stimmig, und gegen Ende hin ging es etwas schnell, aber das Buch hat uns dennoch sehr gut gefallen. Es gibt bereits Andeutungen auf Band 2, sodass man umso gespannter ist auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Arambol:
Unterhaltsame Fortsetzung
Die Tote am Kai (WaPo Cuxhaven 2) von Bente Storm
"Versuch doch, hinter die Kulissen zu gucken, um zu ergründen, warum der Mensch so ist, wie er ist."
Wer "Windstärke Tod" gelesen hat, findet sich im nunmehr zweiten Fall der WaPo Cuxhaven unmittelbar zurecht. Wir treffen viele alte Bekannte wieder, zum Verständnis ist es allerdings nicht unbedingt notwendig, den ersten Teil gelesen zu haben.
Zwei Kriminal-Fälle laufen parallel nebeneinander her: zum einen der Mord an einer jungen Frau im Fährhafen und gleichzeitig der Anschlag auf einen Beamten der Wasserschutzpolizei. Zufall, oder verbindet beide Verbrechen irgendetwas miteinander? Und wieder nehmen Kriminalkommissar Victor Carvalho und zu dessen Leidwesen, erneut auch Agatha Christensen die Ermittlungen auf.
Die bekannten Charaktere sind allesamt zunehmend "erwachsener" geworden, ihre Handlungen erscheinen weitaus weniger naiv und glaubwürdiger als im ersten Band. Die erzählte Geschichte ist vielschichtig, abwechslungsreich und durchdacht. Zum Ende hin klärt sich alles logisch und nachvollziehbar auf.
Der Schreibstil wurde vom Autorenduo "Bente Storm" erneut recht eingängig und unkompliziert gewählt.
Aufgrund der überschaubar kurzen Kapitel (insgesamt sind es 52!) und der leicht verständlich gehaltenen, oft sehr humorvollen Dialoge ist der Roman schnell ausgelesen.
"Die Tote am Kai" hat mir klar besser gefallen als Teil eins und ist genau das, was es sein will: ein unterhaltsam kurzweiliger Wohlfühlkrimi mit ganz viel Nordsee Küstenflair und Lokalkolorit. Wer sich darauf einlassen mag, der kann bedenkenlos zugreifen.
Ein überraschender finaler Cliffhanger lässt auf eine geplante Fortsetzung schließen; Teil drei kommt bestimmt...
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Blankenese - Zwei Familien von Michaela Grünig
Im zweiten Teil der Familien-Saga rund um die Casparius und die Jacobson befinden wird uns in den Jahren 1939 bis 1949, also kurz vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg.
Charlotte und Max Casparius werden wie Kurt Jacobson auf Grund ihrer jüdischen Wurzeln mit einem der Kindertransporte nach England geschickt.
Sonja Casparius weigert sich die Reederei und die Mutter zu verlassen, nachdem schon der Vater untergetaucht ist. Kurt muss seine Jugendliebe Fanni zurücklassen, die als Kinderkrankenschwester mit Otto Casparius in der Kinderklinik zusammenarbeitet.
Wie der Untertitel schon andeutet, sind im Laufe der Zeit weitere schwere Entscheidungen zu treffen. Um die Reederei für die Familie vor der Enteignung zu schützen, muss Sonja die Ehe mit einem hochrangien Nazi eingehen, obwohl ihr Herz für einen französischen Zwangsarbeiter schlägt.
Kurt und Max kommen zunächst bei einem schrulligen Adeligen unter, der sich als Freund der Nazis entpuppt. Nach dem Bombardement Londons, werden die Kurt und Max getrennt und Kurt landet mit falscher Identität bei der Royal Air Force und wird Pilot, immer in Sorge, dass sein Betrug auffliegt. Nicht nur der Befehl, an Luftangriffen gegen Hamburg teilzunehmen, belastet sein Gewissen.
Und das Gewissen ist es auch, das Otto Casparius veranlasst, den Dient in der Kinderklinik zu quittieren und eine eigene Praxis zu eröffnen, in die ihm Sonja folgt. Doch den unmenschlichen Gesetzen des NS-Regimes entkommt er auch dort nicht. Zum einem muss er der Partei beitreten, um überhaupt praktizieren zu können und zum anderen muss er augenscheinlich behinderte Kinder in die Sonderkrankenanstalten überweisen, was ihm nach Kriegsende beim Entnazifizierungsverfahren in größte Schwierigkeiten bringen wird. Dass er heimlich jüdische Familien behandelt hat, wird ihm nichts nützen, da es dafür keine Zeugen mehr gibt.
Meine Meinung:
Der zweite Teil der Familien-Saga zeigt deutlich die Entwicklung, die die einzelnen Familienmitglieder durchmachen. Sonja und Kurt sind davon am stärksten betroffen. Aus dem verwöhnten Töchterl wird eine einfallsreiche Unternehmerin, die sich auch gegen so manche Heimtücke der Nazis zu wehren weiß. Auch Kurt verwandelt sich zu einem festen Charakter. Seine lange unerwiderte Liebe zur älteren Fanni wirkt auf mich wie ein Anker in seinem Leben. Sein schlechtes Gewissen als Pilot der RAF Bombenangriffe gegen die deutsche Zivilbevölkerung geflogen zu sein, kompensiert er mit seinem unentwegten, nicht ungefährlichen Einsatz während der Blockade Berlins durch die russischen Armee.
Das Thema Entnazifizierung, bei dem es sich die Bonzen abermals richten konnten und nahezu straffrei und als „nicht“ oder nur „minder belastet“ fröhlich ihren unsauberen Machenschaften weiter folgen konnten, während andere, wie zum Beispiel Otto, teilweise mit Berufsverbot belegt worden sind, ist sehr gut in das Geschehen eingeflochten. Dass Otto sich dann von den westlichen Siegermächten abwendet und sich von der russischen Propganda einlullen lässt, und nach Ostberlin übersiedelt, bietet Stoff für eine dritten Teil. Noch weiß er nicht, dass er eine Diktatur gegen eine andere eintauscht - dabei will er nur ein guter Kinderarzt sein.
Sehr gut sind die Gewissenskonflikte der jungen Menschen dargestellt. Die historischen Hintergründe sind, wie schon in den anderen Büchern von Michaela Grünig, penibel recherchiert.
Geschickt und gekonnt sind die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verknüpft. Die Familienmitglieder müssen mit Verlusten fertig werden, dürfen aber auf eine positive Zukunft hoffen. Und wir Leser auf einen dritten Band.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem penibel recherchierten und gekonnt erzähltem zweiten Teil der Familien-Saga rund um die Hamburger Familien Casparius und Jacobson 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Petra:
Urlaub
OTTO fährt los - Ein Sommer in Italien von Madlen Ottenschläger
Otto ist der Campingbus der Familie, in diesem Buch ist er auch so eine Art Familienmitglied. Er erzählt von der Reise nach Italien. Es ist spannend erzählt was man alles auf so einer Urlaubsreise alles erleben kann. Auch das Ferien etwas ganz anderes sind als der Alltag. Alles ist anders, das Essen, die Menschen.
vor allem hat man Zeit für Dinge die im Alltag zu kurz kommen. Die Kinder vermitteln die ganz normalen Erlebnisse im Urlaub, Strand und Meer, fremdes Essen, neue Menschen kennenlernen. Dabei haben die Eltern endlich viel Zeit für ihre Kinder. Gleichzeitig wird erzählt das die Familie eine Patchworkfamilie ist.
Dazu sind wunderschöne lustige Bilder mit vielen Einzelheiten die das Betrachten zusammen mit den Kindern schon fast Urlaubsfeeling aufkommen lässt. Italien ein Sehnsuchtsurlaubsort. Es erinnert mich ein bisschen an die Filme und Berichte aus der Wirtschaftswunderzeit. Das Staunen über Dolce Vita und das ganz andere Lebensgefühl wird in diesem Vorlesebuch wieder hervor geholt so das eigene Kindheitserinnerungen aufgefrischt werden.
Das ein Auto eine der Hauptrollen spielt passt gut in die heutige Zeit. Die Brücke ist geschlagen zwischen meiner Kindheit und der meines Enkels. Die erzählenden Bilder wechseln sich mit Wimmelbildern ab. Auf denen die kleinen Leser einzelne Elemente wiederfinden können.
Es gibt noch ein Urlaubsbuch aus der Serie, diesmal in Schweden, es ist im vergangenen Jahr erschienen. Man kann mit diesen Büchern die Kinder sehr gut auf den Urlaub vorbereiten.
Rezensionen von Anno:
Schleimtastisch!
Schwapp, der Geheimschleim - Der große Schleimassel - von Tina Schilp
Blauen Glitzerschleim zu hüten kann super lustig, aber auch sehr anstrengend sein. Denn Lous und Lukas‘ allerletzter, selbst hergestellter Schleim -eigentlich haben sie ja Schleimverbot- ist anders als all die anderen Schleime: ER lebt, redet und hat eine ganze Menge Unfug im Kopf, der die Geschwister ein ums andere Mal ganz schön in Bedrängnis bringt.
Echt lustig! Und schleimig gut!
Die Schrift des Buches ist angenehm groß und auch die Sprache entsprechend gewählt, dass Kinder sie gut lesen können. Zudem spricht Schwapp mit einem Sprachfehler, der zu genauen Lesen animiert und von uns nicht als störend empfunden wurde. Vielmehr entwickelt er eine angenehme Komik, die sowohl mir als auch dem Kind sehr gut gefiel. Die Handlung selbst steckt voller Schwapp-Energie, enthält aber auch verschiedene Elemente wie Zusammenhalt, Freundschaft, Schulalltag und Zwist. Schön ist auch wie sich letztendlich alles fügt und Schwapp in vielen die Liebe zu Schleim entfachen kann. Also Vorsicht! Dies könnte auch beim eigenen Nachwuchs zutreffen. Daher sind im Buch auch Rezepte für den eigenen Schleim zu finden. Perfekt!
Rezensionen von Sheilo:
Emotional und einfach wunderbar
Remember when Trust was found von Anne Goldberg
Flora ist eine taffe Frau, die vor neun Monaten sehr enttäuscht wurde. So erfuhr sie, dass ihr Arbeitskollege Logan eine Freundin hat und sie anscheinend nur eine Affäre für ihn ist. Voller Enttäuschung trifft sie auf Simon, ein junger und erfolgreicher Anwalt, der auf den ersten Blick wie ein Traummann wirkt, bis die Fassade beginnt Risse zu bekommen.
"Remember when Trust was found" ist der emotionale Abschluss der Reihe von Anne Goldberg. Das Thema des Buches hat mich wirklich sehr berührt und die Liebesbeziehung der Protagonisten steht nicht ganz so präsent im Vordergrund, sondern teilt sich die Aufmerksamkeit mit anderen Dingen. Welche das sind? Das müsst ihr selbst heraus finden.
Fans der Autorin kennen Logan und Flora bereits aus dem Buch "Remember when Dreams were born" und wir lernen nun einige Aspekte des ersten Bandes nochmals aus der anderen Perspektive kennen. Wie alle Bücher der Autorin hat mich auch dieses sehr gefesselt und die Mischung im Buch ist einfach perfekt.
Flora ist eine sehr selbstbestimmte und selbstbewusste Frau gewesen und zeigt diese Seite auch weiterhin in ihrem Arbeitsleben. Doch privat ordnet sie sich immer mehr ihrem Freund Simon unter, der dies anscheinend von ihr erwartet.
Logan ist einfach ein wundervoller Protagonist. Er bereut seine Fehler der Vergangenheit und tut alles dafür, sie wieder gut zu machen. Er steht hinter Flora und ist eine wichtige Stütze für sie. Noch dazu ist er ein wirklich toller großer Bruder, seine Schwester Max kann sich sehr glücklich schätzen.
Max nimmt in diesem Buch zwar nur eine Nebenrolle ein, aber sie hat sich sofort in mein Herz gestohlen. Ich liebe ihre Art und ihre witzigen Einwürfe sehr.
Wer emotionale und tiefgründige Liebesromane liebt, ist hier genau an der richtigen Stelle. Das Buch lässt sich meiner Meinung nach unabhängig von der Reihe lesen, jedoch kann ich diese jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es volle 5 Sterne für diesen tollen Liebesroman, obwohl es laut dem Protagonisten betonter Weise keine Liebesgeschichte ist, aber überzeugt euch gerne selbst davon.
Rezensionen von Tara:
Eine wahre Geschichte über Familiengeheimnisse und zweite Chancen
Das Flüstern des Lebens von Katharina Fuchs
„Das Flüstern des Lebens“ ist ein berührender Roman der Autorin Katharina Fuchs, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Die Handlung beginnt im Jahr 1987 in Tansania. Isabelle ist dreizehn und besucht ihre Tante Corinna auf ihrer Farm in Afrika. Durch die detaillierte Beschreibungen begann bei mir schon hier das Kopfkino und ich hatte alles direkt vor Augen.
2019 stirbt Corinna, vermacht Isabella - die inzwischen Architektin ist - ihre Mawingu Farm und hinterlässt ihre 14-jährige Töchter Hannah, von deren Existenz die Familie in Deutschland nichts wusste. Während Isabelle sich auf den Weg nach Tansania macht, kümmert sich ihre Mutter Doris um ihre Nichte, auf die die Farm an ihrem 21. Geburtstag übergehen soll. Von ihr erfährt sie nach und nach immer mehr aus dem Leben ihrer Schwester.
In Tansania stößt Isabella auf zahlreiche Schwierigkeiten, was sie aber nicht davon abhält, sich für bessere Zustände für die Einheimischen vor Ort einzusetzen.
Der Schreibstil von Katharina Fuchs liest sich leicht und flüssig. Sie lässt sowohl die Umgebung in Tansania als auch die Gefühle ihrer Charaktere lebendig werden.
Dabei reißt sie eine Vielfalt an Themen an. Es geht um Familiengeheimnisse, zweite Chancen, Liebe, Kinderarbeit, Kaffeeanbau, Bräuche und Rituale in Tansania und vieles mehr.
Es ist eine berührende Familiengeschichte, in der sich unerwartete Abgründe auftun. Durch die wechselnden Perspektiven zwischen den Charakteren liest sich das Buch abwechslungsreich und ich habe schnell einen guten Einblick in das Leben und die Emotionen der unterschiedlichen Figuren erhalten.
Katharina Fuchs hat es mit ihrem Buch geschafft mich in eine fremde Welt zu entführen, mich zu berühren, zu fesseln und gleichzeitig zu unterhalten, von daher kann ich das Buch nur empfehlen.











