Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Karo:
Verschenktes Potenzial
Happy Hour von Marlowe Granados
Happy Hour" von Marlowe Granados transportiert uns nach New york. Isa Epley ist vor kurzem von London nach New York gezogen und versucht sich nun in der Stadt einzuleben. Mit 21 Jahren ist sie noch sehr jung und setzt eine Priorität ihres Lebens im Vergnügen. So verkauft sie tagsüber Klamotten an einem Straßenstand und nutzt das Geld, um sich eine Zwischenmiete im Stadtteil Brooklyn zu finanzieren.
Nachts taucht sie in die glitzernde und schillernde Welt der Upper East Side ein und verkehrt hier neben den Reichen und Schönen - immer auf der Suche nach jemandem, der ihren Drink bezahlt und ihr so einen Partyabend ermöglicht.
"Happy Hour" hätte ein wirklich spannendes Porträt eines New Yorker Lebens werden können. Den Gedanken, zwei junge Frauen bei ihrem Leben in einer der teuersten Städte der Welt zu begleiten und herauszufinden, wie sie sich die Teilnahme ermöglichen, hat mich sehr angesprochen und ich hatte mich sehr über meinen Gewinn gefreut. Leider wurde die Freude schon auf den ersten Seiten des Buches enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin ist sehr anstrengend und eher emotionslos - man konnte keine Bindung zu den Charakteren oder der Handlung aufbauen, da die Autorin diese durch ihren nüchternen Schreibstil unterbunden hat. Außerdem wurde hier dauerhaft mit eingeschobenen Sätzen gearbeitet. Ich weiß nicht, ob das der Schreibstil der Autorin oder eine Entscheidung bei der Übersetzung war, aber es stört den Lesefluss massiv. Außerdem gab es einfach viel zu viele Charaktere in diesem Werk. Immer wieder wurde ein neuer oder eine neue Protagonistin eingeführt und dann wieder so vergessen, dass ich teilweise einfach nur noch verwirrt war und kurz überlegt habe, ob ich dem Buch nur folgen kann, wenn mir ein Charakterbaum vorliegt.
Durch ihren nüchternen Schreibstil, die Entscheidungen hinsichtlich der Charaktere, die einfach nicht genügend eingeführt und ausgestaltet wurden und auch aufgrund der repetitiven Handlung hat Marlowe Granados hier viel Potenzial verschenkt. Es hätte ein toller Einblick in das Leben zweier junger Frauen und eine Darstellung der New Yorker Klassenunterschiede werden können, war aber schlussendlich einfach nur eine anstrengende und langweilige Lektüre, die ich am liebsten abgebrochen hätte.
Rezensionen von Karo:
Aktuelle Themen wurden spannend verarbeitet
Alles gut von Cecilia Rabess
"Alles gut" dreht sich um die Protagonistin Jess, die einen Job bei Goldman Sachs angefangen hat - ein Job, auf den sie schon lange hingearbeitet hat. Ihre Freude wird jedoch schnell getrübt, als ihr Josh im Unternehmen über den Weg läuft. Jess und Josh konnten sich während des Studiums nicht wirklich leiden und sind häufig aufgrund von gegensätzlichen Ansichten aneinandergeraten.
Schnell merkt Jess jedoch, dass sie Josh dringend als Verbündeten benötigt, denn als einzige Frau und einzige Schwarze wird es ihr nicht leicht gemacht.
Man merkt, dass die Autorin einen Hintergrund in diesem Berufszweig hat und selbst Arbeitserfahrungen bei Google und Goldman Sachs vorweisen kann. Ihre eigene Erfahrung macht die Lektüre lebendig und glaubwürdig. Es hat mir viel Spaß gemacht, Jess auf ihrem Weg zu begleiten; gleichzeitig habe ich mich aber auch ab und zu gefragt, wie viel die Autorin wohl selbst erlebt hat und nun in ihrem Werk verarbeitet. "Alles gut" arbeitet aktuelle gesellschaftliche und politische Themen sehr gelungen auf und überzeugt so mit einem Roman, der in weiten Teilen wie ein Film oder eine Serie vor meinen Augen abgelaufen ist. Ich bin mir sehr sicher, dass das Buch irgendwann mal aufgegriffen und als Film oder Serie verarbeitet wird; die Aktualität des Themas und die wunderschön gestalteten Figuren bieten sich hierfür auf jeden Fall an. Einige Details und etwas Tiefe haben mir dann doch gefehlt und das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen, weshalb ich einen Stern abziehe. Aber alles in allem ist "Alles Gut" ein sehr gelungenes Werk, welches man unbedingt lesen sollte.
Rezensionen von Natalie:
Die Magie von Worten
Die Vermesserin der Worte von Katharina Seck
Ida hat für eine Autorin das wohl größte Problem - sie hat keine Worte mehr, ihr Kopf ist leergefegt. Aus dieser Not heraus nimmt sie einen Job als Haushaltshilfe bei einer älteren Dame an. Ottilie spricht nur ungern, bleibt lieber allein und scheint immer mehr zu verblasen. Doch unter der dicken Staubschicht des Herrenhauses findet Ida eine große Gemeinsamkeit mit Ottilie.
Nämlich die Liebe zu Büchern, Geschichten und Worten. Nach und nach wird Ida klar, dass sie nicht nur für Ottilie Worte finden muss, um sie aus ihrer Einsamkeit zu befreien, sondern das auch der Schlüssel für ihre eigene Wortlosigkeit ist.
Die Vermesserin der Worte ist ein berührender und so feiner Roman, in dem ganz viele Schichten des Lebens zum Klingen gebracht werden. Die beiden Frauen erzählen so gemeinsam eine Geschichte, in der es viel mehr als nur um (nicht mehr vorhandene) Worte geht. Beide sind auf ihre Art und Weise einsam, haben Wunden aus der Vergangenheit, die immer noch nicht geheilt sind und finden aber über ihre Liebe zu Büchern mit allem was dazugehört zueinander, öffnen sich und geben ihrem Leben wieder neuen Sinn. Ein Roman, der nicht laut sein muss, um zu berühren - große Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von HerrWieland:
Toller Plot
Die Stadt der Schattenschläfer und die Melodie der Albträume von Olivia Vieweg
Elly ist Außenseiterin und fühlt sich alleine. Ein Metal-Mädchen in einer Stadt, in der alle nach dem Takt von Blasmusik marschieren, in der niemand aus der Reihe tanzen soll. Das alleine wäre schon ein Plot für einen Jugendroman. Im Prolog flüchtete allerdings schon ein junges Mädchen aus einem Schacht, der in einen Brunnen im Wald mündete, und kurz vor ihrem Entkommen wurde es von einer Kreatur eingeholt, die ihr ihre Stimme stahl.
Toll!
Mich hat das Buch durchaus gepackt. Die Zusammenhänge entfalten sich erst nach und nach. Lange ist nicht klar, wer gut und wer böse ist, warum die Dinge laufen wie sie es tun. Die Figuren sind allesamt interessant, nicht nur die Hauptcharakteren, auch die Nebenfiguren haben ihre eigenen kleinen Storys.
Nur mit dem Schluss haderte ich etwas. Es bleiben Fragen, es wird nicht alles aufgeklärt. Mein Eindruck war, dass das Buch der erste Teil einer Serie werden sollte. Mir fehlte am Ende ein Stückchen der Zufriedenheit, die sich einstellt, wenn sich nach einer letzten Seite alle Fäden zu einem Ganzen verwoben haben.
Rezensionen von CS:
Berührend und beeindruckend
Schicksalsjahre. Die Frauen vom Neumarkt von Julie Heiland
Dresden 1945 - kaum vorstellbar, was in dieser Nacht vom 13. auf den 14. Februar in unserer Landeshauptstadt stattgefunden hat. Wir alle kennen aber noch die Ruine der Frauenkirche und können nun mittlerweile immer wieder bewundern, was aus daraus nach jahrelanger, herausragender Arbeit geworden ist.
Als gebürtige Sächsin fühle ich mich Dresden sehr verbunden und so war dieser Roman für mich quasi ein Muss und es hat sich geloht. Ich mag es, wenn man die Orte in dem Buch selbst kennt und vor seinen Augen hat.
Drei Generationen, drei Frauen, ein transgenerationales Trauma. Die Perspektive von Lotte nimmt im Buch den größten Raum ein, in Ergänzung zur Geschichte ihrer Enkelin Hannah Anfang der 90er. Lottes Tochter Marlene ist eigentlich das Bindeglied zwischen den beiden, deren Geschichte kommt aber erst am Ende des Buches so wirklich an das Tageslicht, was aber sehr stimmig ist.
Nach der Bombennacht in Dresden 1945 beginnt für Lotte ein neues Leben, aber die Strapazen des Krieges sind noch lange nicht vorbei, im Gegenteil, die Zeit danach ist voller Hunger, Kälte und vor allem Trümmern, die die Bevölkerung noch jahrelang beschäftigen werden. Zeiten des Verzichts, in denen die Sehnsucht nach dem Leben manchmal fast übermächtig wird, nichts wünschen sich die Trümmerfrauen mehr, als ein wenig Normalität. Als Lotte Jakob kennenlernt, in dem sie in an einer Brücke vom Suizid abhält, nimmt sie ihn mit nach Hause und es folgt eine lange Zeit des Kennenlernens und des Schweigens, gibt es doch im Leben des Juden so viel, worüber er nicht sprechen kann und mag. Auch Lotte kämpft noch mit ihrer verlorenen Liebe Leo, ebenfalls ein Jude, und sie hat sich vorgenommen, diesmal alles besser zu machen.
Auf der anderen Seite stehen in dieser Zeit aber auch Menschen wie Achim, die ihre Nase immer wieder in den entsprechenden Wind des jeweiligen Regimes gehalten haben, und so heil durch alle Diktaturen gekommen sind.
Und dann ist da noch Hannah, sie arbeitet nach ihrem Architekturstudium im Jahr 1993 auf der Baustelle der Dresdner Frauenkirche und ist an der Umsetzung des Wiederaufbaus beteiligt. Ihre Mutter Marlene ist vielbeschäftigte Bürgermeisterkandidatin, ohne viel über ihre eigenes Leben preiszugeben, Kontakt zu Hannahs Oma Lotte gibt es nicht und sie hat bis dato auch nie erfahren, warum. Dann findet sie bei den Aufbauarbeiten ein Foto aus einer Sammlung und es verschlägt ihr fast die Sprache, sieht dieses Bild der Trümmerfrau ihr und ihrer Mutter doch wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Wer ist diese Frau? Und was verbindet sie miteinander?
Die beiden abwechselnden Erzählungen aus der Nachkriegszeit der Trümmerfrauen und dem Wiederaufbau der Frauenkirche in den 90ern ergänzen sich wunderbar, die Geschichte baut sich Stück für Stück zu einem großen Ganzen auf und man will einfach immer wissen, wie es weiter geht und wie die Geschichten am Ende zusammenführen.
Es ist ein wahnsinnig berührendes Buch, das auf den ersten Blick wie ein kitschiger Liebesroman erscheinen mag, jedoch so viel Tiefe, so viel Ehrlichkeit hat und aufzeigt, welche Pakete die Nachkriegsgenerationen und auch noch deren Nachfahren mit sich herum tragen müssen und wie wichtig es eigentlich ist, diese ehrlich aufzuarbeiten, um diese Traumata zu besiegen. Das Buch ist viel zu bewegend und geschichtlich viel zu tiefgründig und interessant, um kitschig zu sein. Ein Roman mit Nachwirkung, den man gelesen haben muss.
Rezensionen von Karo:
Eines der besten Bücher des Jahres
Trophäe von Gaea Schoeters
In Gaea Schoeters' Roman "Trophäe" reist Hunter - ein steinreicher Amerikaner - auf den afrikanischen Kontinent, um hier ein Nashorn zu jagen. Dieses Tier fehlt ihm noch und dann hat er die Big Five vervollständigt. Er hält sich für etwas Besseres und vertritt die Ansicht, dass seine Jagd etwas Positives ist.
Sein ausgewähltes Nashorn wird jedoch von Wilderern erlegt und Hunter will Rache - schließlich hat er viel Geld gezahlt, um dieses eine Nashorn mit nach Hause zu nehmen. In seinem Frust erfährt er von den Big Six - hier wird die Runde der fünf Tiere durch ein Menschenleben ergänzt. Er ist Hunter geschockt, doch dann beobachtet er zwei junge Afrikaner bei der Jagd und plötzlich wandelt sich sein Bild.
Ein Buch wie "Trophäe" habe ich wirklich noch nie vorher gelesen. Ich bin total fasziniert und begeistert, aber auch irgendwie überfordert und geekelt. Schon hier ein großes Lob an die Autorin, mit dem Thema und ihrem Schreibstil hat sie etwas ganz Großartiges geschaffen.
Hunter White ist ein absolut ekelhafter Charakter. Er scheint der Meinung zu sein, dass er über allem steht und über die Natur und das Leben entscheiden darf. Obwohl er so ein abscheulicher Charakter ist, will man ihn unbedingt begleiten und herausfinden, ob er jemals aufgehalten wird. Hier hat die Autorin etwas ganz Tolles geschaffen. Nicht viele können einen so abstoßenden Charakter gleichzeitig so faszinierend gestalten, dass man ihn unbedingt begleiten möchte. Allgemein gefällt mir der Schreibstil, sehr gut. Man fühlt sich sofort in die Situation versetzt und spürt die Jagd richtig mit. Teilweise hatte ich echt das Gefühl, dass ich mit im Jagdversteck sitze. Das Buch thematisiert kulturelle Unterschiede, die Frage nach Normen und Werten und nach der Moral. Es ist keine leichte Lektüre, aber eine, die mich absolut in ihren Bann gezogen hat. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden beendet und musste auch danach noch lange über das Gelesene nachdenken. Man bedingt auch über sich und seine eigenen Moralvorstellungen nachzudenken und taucht somit erneut tief in die Handlung ein. Der Roman gehört für mich schon jetzt zu den besten Büchern des Jahres und hat eigentlich mehr als 5 Sterne verdient.
Rezensionen von Karo:
Emotionales Eintauchen
Was das Meer verspricht von Alexandra Blöchl
Alexandra Blöchels Roman "Was das Meer verspricht" dreht sich um die Protagonistin Vida, die auf einer kleinen Insel im Norden aufgewachsen und eigentlich ihr gesamtes Leben dort verbracht hat. Sie unterstützt ihre Eltern, die ein kleines Café auf der Insel führen, und plant nebenbei die Hochzeit zu ihrem Kindheitsfreund.
Während Vida auf der Insel geblieben istund sich ein einfaches Leben geschaffen hat, ist ihr Bruder aufs Festland gezogen und besucht die Familie nur selten. Vida fühlt sich deshalb zum Bleiben verpflichtet und lebt ein Leben, welches ihr scheinbar nicht alles gibt, was sie sucht. Das ändert sich, als Marie auf die Insel und in das Nachbarhaus einzieht. Marie ist das absolute Gegenteil von Vida und die beiden Frauen freunden sich schnell an. Aus der Freundschaft wird jedoch irgendwann mehr und Vida entwickelt den Wunsch, aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen und sich neu zu erfinden. Als ihr Bruder Zander dann doch zurückkommt und Gefühle für Marie entwickelt, gerät plötzlich alles aus den Fugen und ein Konflikt scheint sich anzubahnen.
"Was das Meer verspricht" lässt uns tief in die Welt von Vida eintauchen. Der Schreibstil der Autorin ist so emotional und anschauend, dass ich Vida und ihre Gedanken sowie Emotionen direkt vor mir gesehen habe. Hierdurch hat man ein sehr intensives Leseerlebnis erfahren und ich habe es am Sonntag wirklich in einer Sitzung beendet. Das ist schon lange nicht mehr passiert. Mir haben die geschaffenen Charaktere sehr gut gefallen und sie haben mich alle auf ihre individuelle Art angesprochen. Sei es Vida, die so ein Pflichtbewusstsein gegenüber ihrer Familie und ihrer Heimat hat, dass sie sich nie getraut hat, etwas Unbekanntes oder Neues auszuprobieren oder auch Marie, die nach N. gezogen ist, weil sie sich vor etwas versteckt, aber auch gleichzeitig auf der Suche nach etwas ist. Ohne zu viel verraten zu wollen, möchte ich auch das Ende lobend erwähnen, das für mich wirklich ganz toll konzipiert war. Ich kann die Lektüre nur jedem weiterempfehlen!
Rezensionen von Pearl:
Das Geheimnis von Dikholmen von Michaela Abresch
Der Roman entführt den Leser nach Schweden mitten in die Schäreninseln. wo sich das Schicksal dreier Frauen über mehrere Zeitzonen abspielt. Alles ist hier sehr geheimnisvoll und voller Rätsel, die erst ganz am Ende des Romans gelöst werden, wenn man erfährt wie das Leben der Frauen sich ineinander fügt.
Fazit:
Der Einstieg in den Roman ist etwas holprig man muss sich erst zurechtfinden bei welcher Frau und in welcher Zeitebene man ist. Doch in Laufe der Handlung wird dann alles klarer, aber auch immer spannender wie verwirrender.
Die Handlung enthält viele traurige Passagen, menschliche Tragödien, Schuld und Sühne, doch mit einem guten Ende. Die Handlung ist sehr gefühlvoll beschrieben und die Landschaften der Schäreninseln wurden sehr gut und bildlich dargestellt. Ein Wohlfühlroman.
Rezensionen von Lesestern:
Standby - bereit Gott überall zu hören?
Einfach Gott hören von Pete Greig
" einfach Gott hören " von Pete Greig dem bekannten Gründer der internationalen 24/7 Prayer Bewegung, ist ein geistlicher Leitfaden zum Hören auf Gottes unterschiedliches Reden.
Es ist im Januar 2024 im Verlag Fontis erschienen.
Als Rahmen und gleichzeitig als Fokus dient ihm die Geschichte der beiden Jünger , die auf dem Weg nach Emmaus sind und dabei Jesus begegnen.
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Mein Leseeindruck:
Pete Greig nimmt uns mit auf eine Reise des Hörens. Ausgangspunkt ist die Geschichte von Emmaus, die als Leitstelle für seine Gedanken- Abhandlung dient. Er spannt den Bogen der Wahrnehmung von Gottes Stimme , seinem Wort in der Heiligen Schrift über das Gebet, die Prophezeihung bis hin zur Begegnung mit Jesus selbst. Er zeigt auf, wie wir Gottes Flüstern in Träumen, unserem Gewissen, tiefen Freundschaften und in der Kultur unserer Umgebung erkennen können.
Pete Greig schreibt verständlich und nachvollziehbar, auch wenn mir der Aspekt des Träumens als Gottes Reden eher fremd ist. Seine biographischen Beispiele von Frauen und Männern, die auf Gottes Reden in ihrer Zeit und ihrem Umfeld reagiert haben, veranschaulichen die individuell- vielfältige Art der Stimme Gottes und der Bereitschaft zum Gehorsam.
Auch wenn die Kommunikation bei jedem der genannten Beispiele unterschiedlich ist und auch wir in unserem Alltag kein uniformiertes Reden von Gott wahrnehmen, zielt alles auf einen Mittelpunkt und das ist die Begegnung mit Jesus selbst. Das ist der Dreh- und Angelpunkt für Gottes Stimme und die geschieht mitten in unserem Alltag.
Mein Fazit:
Ein Buch, das nach dem Lesen ins Leben ruft und uns zur Sensibilität herausfordert, über unseren frommen Teller zu schauen und Gottes Reden in alltäglichen Beziehungen und Begegnungen wahrzunehmen.
Rezensionen von Marie aus E.:
Komplexe, spannende Familiensaga
Meeresfriedhof von Aslak Nore
Das Buch wird in der Kategorie Thriller geführt - das wäre jetzt nicht meine Einordnung.
Es ist eine Familiensaga mit sehr spannenden Elementen, ja, aber kein Thriller.
Aber sei es darum - egal in welche Schublade man das Buch einsortieren möchte, mich hat es überzeugt und gefesselt!
Es ist nicht ganz leicht zu lesen, nichts nach einem langen, anstrengenden Tag.
Man muss sich schon konzentrieren und mit voller Aufmerksamkeit lesen, denn die Handlung ist komplex.
Es geht um eine alteingesessene norwegische Familie, die Falcks, eine ehemalige Reednersfamilie, die sowohl aus dem Zweig der reichen Osloer und der verarmten Bergenser besteht.
Über ein Manuskript, das die im Buch 75-jährige Vera geschrieben hat, reisen wir zurück in die Zeit der Besatzung Norwegens durch die Deutschland.
Das war für mich auch historisch spannend, so wirklich kenne ich mich mit dem Teil der Geschichte nämlich nicht aus.
Aber nicht nur das - packende Szenen spielen in Nahost und anfangs war es schwierig, den Gesamtzusammenhang zu sehen. Die Handlung wechselt auch immer zur Gegenwart und hier sind die ganzen Falcks mir zwar alle ziemlich unsympathisch, aber spannende Charaktere.
Man muss sich einlassen auf das Buch - da hat mir zwischendrin auch mal ein wenig die Geduld gefehlt - aber es hat sich gelohnt, weiterzulesen.
Die Kombination aus komplexen Familienstrukturen, dem historischen Hintergrund, die Hurtigroutenreise bis zu den Lofoten, die scharfsinnige Gesellschaftsanalyse und die Entwicklung, die das Buch nahm - zusammen ein sehr stimmiges Werk.
Ich freue mich, dass es noch zwei weitere Bände gibt!
Eine Weiterempfehlung nicht nur für Norwegenfans.











