Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Dragon:
Ein schleimig gutes Vergnügen
Schwapp, der Geheimschleim - Der große Schleimassel - von Tina Schilp
Wer hat als Kind nicht schon mal so eine schleimige Masse in der Hand geknetet und in die Länge gezogen?! Dass das ein großer Spaß ist, haben auch die Geschwister Lou und Lukas gemerkt und haben als ihr größtes Hobby die Schleimherstellung entdeckt. Aufgrund eines folgenschweren Missgeschicks ist es allerdings dann auch vorbei und sie bekommen von ihren Eltern Schleimverbot – auf Lebenszeit! Eine echte Katastrophe für die Kinder.
Durch Zufall können sie verbotenerweise noch einen letzten Schleim herstellen, der es aber in sich hat! Das schleimige Kerlchen wird lebendig, kann sprechen und entwickelt ein Eigenleben, was die Geheimhaltung dieses „Geheimschleims“ oft sehr beschwerlich macht. Und dann gibt es da noch die griesgrämige Vermieterin, die nur darauf wartet, dass die Geschwister und ihre Eltern unangenehm auffallen und aus der Wohnung geworfen werden können…
Das Cover mit seinen bunten Farben und dem Wortspiel im Titel zieht die Aufmerksamkeit schon auf sich und macht neugierig auf die Story. Die schwarz-weiß-Illustrationen von Martina Schachenhuber im Inneren des Buches sind sehr liebevoll und lustig gezeichnet und auch die Kapiteltitel gefallen mir sehr, da sie witzig sind und ohne zu viel zu verraten, neugierig auf die Kapitel machen.
Die Geschichte ist mal eine ganz andere, aber sehr witzig umgesetzt für die jungen Leser. Besonders Geheimschleim Schwapp sorgt mit seinem kleinen Sprachfehler und seinen eigenen Regeln und Ideen immer wieder für lustige Situationen. Die Sprache ist leicht, locker und flüssig ohne ausgefallene Fremdwörter, sodass Grundschüler die kurzen Kapitel gut bewältigen können.
Die Charaktere sind authentisch und liebenswert und im Buch werden Themen wie Freundschaft, Vertrauen, Mobbing und Zusammenhalt aufgegriffen. Ganz besonders gut gefällt mir am Ende das Schleimrezept, denn während des Lesens bekommt man so richtig Lust, doch auch gerade so einen Schleim zu kneten.
Das Buch garantiert lustige Unterhaltung für Grundschüler und darüber hinaus noch Beschäftigung beim Herstellen eines eigenen Schleims. Schleimtastisch gut!
Rezensionen von Claudia R:
mit wichtiger Botschaft
Yuna und die Sache mit dem Mögen von Rebecca Mönch
Klappentext / Inhalt:
Wichtige Botschaft zuckersüß verpackt: Du bist gut so, wie du bist!
Yuna ist noch ziemlich neu in der Menschenwelt. Als kleiner Hund gibt es viele spannende Dinge zu entdecken. Manches ist aber gar nicht so einfach zu verstehen. Zum Beispiel die Sache mit dem Mögen. Alle mögen Yuna – alle, bis auf den Nachbarn.
Yuna versucht alles Mögliche, um ihm zu gefallen. Doch muss man sich verbiegen, nur damit man von allen gemocht wird?
Das zauberhafte Bilderbuch "Yuna und die Sache mit dem Mögen“ wurde geschrieben und illustriert von Rebecca Mönch.
Sie möchte Kindern Mut machen, an ihre eigene Stärke zu glauben und sich selbst anzunehmen, so wie sie sind. Ihre Botschaft:
So wie du bist, bist du genau richtig! Und wenn dich jemand nicht mag, mach dir darüber keine Gedanken und zweifel nicht an dir.
Man muss nicht jedem gefallen.
Ein Buch, das Mut macht und das Selbstbewusstsein stärkt.
Cover:
Das Cover zeigt einen niedlichen Hund im Vordergrund und auf einer kleinen Erhöhung eine Katze dahinter. Durch wunderschöne Natur und Pflanzen wird das Ganze umgeben und abgerundet. Das cover ist sehr schön und auch farblich toll gestaltet und umgesetzt.
Meinung:
Eine sehr liebevolle und niedliche Geschichte mit wichtiger Botschaft. Yuna ist ein kleiner aufgeweckter Hund und ihre Familie, sowie die Nachbarschaft mag sie, bis auf einen der Nachbarn und egal was Yuna tut, es geht eher schief. Aber muss jeder einen mögen?
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und locker und zudem sehr gut verständlich. Auch die Botschaft dahinter kommt sehr gut herüber. Was bedeutet eigentlich mögen und muss man wirklich jedem gefallen. Ist es nicht wichtig und richtig, dass man ist wie man ist und das ist doch schließlich auch gut so, oder?
Die Textpassagen haben eine angenehme Länge und der Erzählung kann man sehr gut folgen. Die einfachen Sätze sind auch bereits für die Kleinsten ab 3 Jahren gut verständlich.
Und passend dazu runden die wunderschönen bunten Illustrationen das Ganze sehr gut ab. Die bunten Bilder geben das Gelesene sehr gut wieder und veranschaulichen dies sehr gut. Die Bilder wirken sehr lebendig und sind sehr schön gezeichnet.
Die Geschichte ist spannend aufgebaut und die Notschaft am Ende ist einfach wunderschön und sehr liebevoll erklärt. Es ist einfach wichtig, dass man ist wer man ist und auch so bleibt. Nicht jeder muss einen mögen.
Fazit:
Eine sehr liebevolle und niedliche Geschichte mit wichtiger Botschaft.
Rezensionen von Claudia R:
Reisefeeling
Herzenssachen - Sternenzelt & Sommerträume von Corinna Wieja
Klappentext / Inhalt:
Lesen & Mitmachen: Das perfekte Buch für die Ferien für Leser:innen ab 13 Jahren
Erst lesen und lachen, dann scribbeln und mitmachen!
Hier vereinen sich Trendthemen wie Naturschutz, Outdoor-Urlaub und Achtsamkeit mit kreativen Mitmachseiten, Fun-Facts, Tests, Rezepten und DIYs.
Wolltest du schon immer mal Campfire-Cones probieren? Oder hast du Lust, dir dein eigenes Urlaubs-Erinnerungstagebuch zu basteln? Dann bist du hier genau richtig.
Dazu gibt es einen humorvollen Gute-Laune-Roman mit Herzklopf-Garantie:
Die 15-jährige Fee ist eigentlich eine Stadtpflanze. Deshalb freut sie sich sehr auf ihre Ferien in einem französischen Nationalpark. Drei Wochen Natur erleben, Zelten und Lagerfeuer gemeinsam mit ihrer besten Freundin Merle. Wäre da nur nicht Eric, der auf dem Campingplatz arbeitet. Er wirbelt regelmäßig Fees Gedanken durcheinander und bringt ihr Herz zum Klopfen ...
Der ca. 80 Seiten starke Mitmachteil knüpft an den Kurzroman an: Protagonistin Fee teilt ihre besten Rezepte und Reisetipps für Jugendliche. Bei diesem Buch kommen sowohl Leseratten als auch DIY-Fans auf ihre Kosten!
Cover:
Das Cover ist sehr detailreich mit vielen Dingen und Gegenständen verziert und gezeichnet. Da kann man allerhand entdecken und erkennen. Das zarte Mintgrün im Hintergrund ist sehr schön gewählt und die vielen Gegenstände, machen neugierig darauf, was sie bedeuten und wie alles zusammenhängt. In einer Herzstruktur sind Dinge wie eine Schere, ein Rucksack, ein Fotoapparat, ein Schmetterling, Sternbilder und vieles mehr erkennbar. Optisch und auch farblich ist das Cover toll und schön umgesetzt.
Meinung:
Ein wunderschöner und sehr kurzweiliger Jugendroman, der das Herz berührt. Fee ist sehr sympathisch, schnell findet man sich in sie und auch ihre Freundin Merle hinein. Als dann auch noch Eric auftaucht, spielen die jungen Gefühle ein wenig verrückt.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel ins Detail gehen und halte mich daher mit weiteren Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell kommt man in die Geschichte und Geschehnisse hinein. Es wird alles sehr bildlich beschrieben und auch die Gefühle und Emotionen kommen sehr nah und spürbar herüber. Die Ich-Perspektive von Fee ermöglicht es, dass man sich sehr gut in sie hineinempfindet.
Die Vorstellung in Steckbriefform ist toll gewählt und so bekommt man schon mal einen ersten Eindruck. Der Beginn und Einstieg ist locker und leicht möglich. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und sind sehr schön gestaltet. Die Kapitelanfänge sind dabei sehr gut erkennbar und auch die Überschriften sind gut gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten. Toll sind auch die kleinen Zitate und Sinnsprüche, der verschiedenen Charaktere, zu Beginn der Kapitel.
Eine gefühlvolle und liebevolle Geschichte, die gut unterhält und kurzweilig lesbar ist. Ein tolles Teenie Buch. Mir hat dies sehr gut gefallen.
Sehr umfangreich ist auch das Glossar, welches fast 80 Seiten umfasst und viele tolle Reisetipps, Listen, Rezepte, Vokabellisten und vieles mehr enthält. Damit kann die nächste Reise entspannt geplant werden. Hier ist allerhand zu finden und viele nützliche Impulse rund ums Reisen und Urlaub werden einem hier geboten.
An den Kapitelanfängen und auch im Glossar zieren viele kleine bunte Illustrationen und Symbole das Buch und lockern des somit sehr gut auf. Die Zeichnungen sind sehr schön und gut gewählt. Besonders das umfangreiche Glossar, macht das Buch zu etwas Besonderem.
Fazit:
Zarte und kurzweilige Geschichte, sehr liebevoll für Teens umgesetzt und zudem ein umfangreiches und wundervolles Glossar zum Thema Reisen und Urlaub.
Rezensionen von Miro:
Nomadenschule
Die Zeit im Sommerlicht von Ann-Helén Laestadius
Jon-Ante, Else-Maj, Anne-Risten, Marge und viele andere samische Kinder mussten schon mit sieben Jahren ihr Elternhaus verlassen. Sie wurden ins Internat der Nomadenschule gezwungen, wo sie nicht mehr samisch reden durften und schwedische Namen verpasst bekamen. Und wo Hausmutter ein überstrenges Regiment geführt hat.
Schläge gehörten zur Tagesordnung genauso wie seelische Gewalt. Einziger Lichtblick für die Kinder war bei Betreuerin Anna, die tröstende Worte und Umarmungen in aller Heimlichkeit für sie hatte.
Ann-Helén Laestadius hat eine traurige Beziehung zu diesem Roman, denn auch ihre Mutter musste diese Schule besuchen. Nach ihren Erlebnissen ist dieser Roman entstanden.
Die Autorin erzählt diese Geschichte aus der Sicht der verschiedenen Kinder und lässt uns gleichzeitig teilhaben, an ihrem Erwachsenenleben. Wir lesen parallel von ihren Traumata in der Schule und wie diese ihren Alltag später beeinflussten. Wir lesen vom Versuch, das Erlebte zu Verdrängen, im Alkohol zu ertränken oder mit Schmerztabletten zu betäuben. Nur reden wollen sie alle nicht darüber, dann das würde die Dinge zu sehr aufrühren.
Manche der Kinder tragen ein lebenslanges Zeichen mit sich. Die Narben am Körper verschwinden nicht und erinnern für immer an die Gewalt. Dennoch schaffen es die meisten ein gutes Leben zu führen, ihren Kindern gute Eltern zu sein und zu lieben, auch wenn manche von ihnen länger dafür brauchen.
Beim Begräbnis von Anna kommen sie alle wieder zusammen und erste Mauern beginnen zu bröckeln. Die erwachsenen Schüler und Schülerinnen der Nomadenschule beginnen in Worte zu fassen, was ihre Leben so lange beschwert hat. Somit ist das Buch auch eine Ode an die Resilienz!
Ich fand dieses Buch hervorragend erzählt. Die wechselnden Perspektiven halten die Geschichte abwechslungsreich und spannend und es hat mich beeindruckt, wie viel manche Menschen tragen können. Über das traurige Schicksal der samischen Bevölkerung habe ich schon öfter gelesen und immer wieder macht es mich traurig, wie viel dieses beeindruckende Volk zu erleiden hatte. Leider begegnen sie wohl noch immer Rassismus und Ablehnung, dabei sollten wir von den Traditionen dieses naturverbundenen Volkes lernen.
Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses Buch, dass auch irgendwie die Geschichte der Mutter der Autorin erzählt und die bestimmt viel Mut brauchte, um ihre Tochter in ihre Erlebnisse einzuweihen!
Rezensionen von LEXI:
Ein amerikanisch-appenzellisches Fairy Tale
Die Stickerin von Margrit Schriber
Ein amerikanisch-appenzellisches Fairy Tale
„Sie war schon immer eigen. Anders halt. Besonders. Ein bisschen crazy!“
In ihrer aktuellen Neuerscheinung nimmt die Schweizer Autorin Margrit Schriber das Leben und Wirken einer außergewöhnlichen Frau aus Eggerstanden im Kanton Appenzell unter die Lupe.
Den Einstieg in diese interessante Abhandlung bildet die Stobete der Erben im Rathaussaal von Appenzell, die nach dem Tod der exzentrischen Dollarmillionärin Maria Antonia Räss zusammenkommen. In unzähligen Rückblicken wird jede Facette dieser außergewöhnlichen Frau beleuchtet – beginnend von ihrer Kindheit als chancenlose Tochter eines Geißenbauern, geprägt von Entbehrungen und harter Arbeit. Den Hunger und die bittere Kälte im Webkeller ihres Arbeitgebers wird Maria Antonia Räss niemals mehr vergessen, aber auch die Heimat und die Liebe zu ihrer Familie bleiben bis an ihr Lebensende tief in ihr verwurzelt.
„Sie hat sich aus dem Nichts zu den Sternen katapultiert!“ und „Sie sprengte das appenzellische Maß!“ wissen ihre Hinterbliebenen zu berichten. Jene Frau, die sich selbst als „Crazy Woman“ bezeichnete, deren Herz für die Broderie schlug, die all ihre Träume und Hoffnungen in den Stoff stickte, war bereits zu Lebzeiten eine Legende. Mutig wagte sie den großen Schritt und wanderte aus, „mit nichts im Gepäck als einer Sticknadel aus englischem Stahl, einem Ballen feinstes Leinen aus Frankreich und der Appenzeller Tracht, aber in der festen Absicht, sich dort ein einigermaßen vernünftiges Leben zu sticken.“ Mit eisernem Willen, Fleiß und Disziplin, unzähligen schlaflosen Nächten voller Arbeit und einsamen Entscheidungen bahnte sich die tüchtige Schaustickerin aus der Schweiz ihren Weg an die Spitze. Maria Antonia Räss erschuf in New York ihr eigenes „Fairy Tale“. Sie griff nach den Sternen, gründete ein Broderiehaus und avancierte zur Königin der Spitzen.
Den Berichten der Verwandten entnimmt man Einzelheiten über ihren Werdegang, ihr kluges Taktieren, die enge Zusammenarbeit mit den Geschwistern in der Heimat und das Leben in Amerika. Das Liebesleben der sogenannten „Crazy Woman“, der Umgang mit ihren Angestellten, Bekannten und Freunden, aber auch die Auswirkungen des Krieges und der Erfindung der Papiertaschentücher auf ihre Broderie waren Themen dieses Buches und gekonnt in die Geschichte verflochten.
Maria Antonias Eskapaden und ihre Kontakte mit berühmten Persönlichkeiten brachten die Einwohner in der Heimat zum Staunen. Die Stickerin aus Eggerstanden wurde zu einer Frau von Welt – die Mode-Ikone brachte bei ihren Besuchen neben zahlreichen Aufträgen auch jede Menge Glamour in die Appenzeller Wellenhügel.
Über diese faszinierende Persönlichkeit zu lesen war keine Sekunde langweilig! Ich hatte dabei diese anziehende, kleingewachsene Frau mit dem herzförmigen Gesicht und den eindringlichen schwarzen Augen dank der Abbildungen im Buch auch tatsächlich vor Augen. Maria Antonia Räss hat sich ihren Weg mit einer Stahlnadel bis an die Spitze gebahnt und ihr eigenes Fairy Tale gelebt. Und dennoch blieb sie im Herzen stets eng mit ihrer Heimat verbunden.
„Unsere Ohren sind Stille gewohnt. Wir können jedes Geräusch herausfiltern. Bläss zottelt mit den klirrenden Milchtansen über den Schotterweg. Ein Bauer dengelt seine Sense. Die Schellen aufgescheuchter Geißen klingeln ihre wilde Sinfonie. Stickende seufzen beim Sticheln zum Himmel. Und gelegentlich klappert eine Schere, die auf den Beistelltisch gelegt wird. Wenn die Jüngste in eine Karotte beißt, sehen alle von der Arbeit auf. Abends flechten wir die Hände ineinander, dann schleift noch der Wind seine Schleppe übers Gras. Tannen orgeln. Und Regen trommelt im Nussbaum auf eine Million Tambourins. Von den Hagelgeschützen auf dem Ziegeldach nicht zu reden. Diese Geräusche nehmen uns den Atem. Sie sind unser Herzton. In der Ferne vermissen wir ihn. Sehnsucht zerreißt unsere Brust. Zum Sterben kehren wir in die Wellenhügel zurück.“
FAZIT: „Die Stickerin“ ist ein Roman über eine außergewöhnliche Frau, die mutig ihren Weg suchte und nach den Sternen griff. Die Lebensgeschichte dieser ebenso talentierten wie smarten Geschäftsfrau wurde mir von der Schweizer Autorin Margrit Schriber auf unnachahmliche Weise nahegebracht. Der brillante Schreibstil, eine bildhafte Beschreibung von Charakteren und Szenerie sowie die akribische Recherche der historischen Hintergründe machten dieses beeindruckende Werk zu einem herausragenden und überwältigenden Leseerlebnis. Ich hatte nie zuvor von appenzellischer Stickerei gehört und mich völlig unbefangen und neugierig in diese Materie vertieft. Nach Lektüre dieses Buches werde ich dieses außergewöhnliche Kunsthandwerk und die unermessliche Arbeit, die hinter diesen hochwertigen und zauberhaften Produkten steht, niemals mehr vergessen. Margrit Schriber hat die Geschichte der Maria Antonia Räss zu Papier gebracht und sie für alle Zeiten davor bewahrt, in Vergessenheit zu geraten.
Begeisterte fünf Bewertungssterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine bunte Mischung von G'schichtln aus Wien und anderswo
Wiener Zuckerl von Gerhard Loibelsberger
Bunt wie die Zuckerl im Glas auf dem Cover sind die Geschichten, die uns Gerhard Loibelsberger in seinem neuen Buch erzählt,
Die Geschichten sind in Kategorien zusammengefasst:
Geschichten aus dem alten Wien
Geschichten aus dem neuen Wien
Geschichten aus Österreich
In ersten Teil dürfen wir mit Oberinspector Joseph Maria Nechyba über den Naschmarkt flanieren und treffen dort alte Bekannte wie den Planetenverkäufer mitsamt seinem Papagei und so manche andere Gestalt aus dem Nechyba-Universum.
Über die Geschichte aus dem neuen Wien mit Vizeleutnant Haas in der Wiener Karlskaserne musste ich herzlich lachen. Mein Mann ist 1986, nach seinem Studium, in eben diese Kaserne eingerückt. An den „Klanen mit der roten Birn, der im Kasernenhof laut und schroff herum gebrüllt hat“, kann er sich nicht (mehr) erinnern. Wohl aber daran, dass die ganze Kompanie die Tramway-Schienen auf der Erzherzog-Karl-Straße ausschaufeln musste, war doch der Jänner 1986 einer der letzten schneereichen Winter. Auf die Soldaten des Bundesheeres ist immer Verlass, auf den Winter weniger.
Im dritten Teil, der sich erfundenen oder tatsächlichen Verbrechen widmet, lugen wir über den Tellerrand Wiens hinaus. Ob in Röschitz, Venedig oder der Steiermark - das Verbrechen schläft nie. Und diesmal darf ich einem Berufskollegen begegnen: dem Geometer Aloysius Kranewetter, der das Verschwinden seines Gehilfen beklagt.
Diese heiter morbiden Geschichten und G’schichtln lese ich immer wieder gerne. Sie sind vielfältig und zeigen, dass die „gute alte Zeit“ nur alt aber nicht gut war.
Das „Wiener Zuckerl“ ist eine Schöpfung der Heller Zuckerlfabrik, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die halbe Welt mit köstlichen Süßigkeiten versorgt hat. Ein längliches Zuckerl, das mit einer Fruchtmasse in verschiedenen Geschmacksrichtungen gefüllt ist. Ja, IST - denn es gibt sie noch oder wieder, diese blau-weißen Zuckerl, die wie Schiffe daherkommen. Die muss man, entgegen anderer saurer Drops, zerbeißen, um an ihren Inhalt zu gelangen. Zerbeißen muss man Gerhard Loibelsbergers Buch nicht, es wäre schade drum, sondern lesen.
Fazit:
Das Buch ist wie ein Sackerl Zuckerl - ich kann nicht damit aufhören, bis es leer, respektive alle Geschichten gelesen sind. Gerne gebe ich dieser Wiener Köstlichkeit 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine unbedingte Leseempfehlung
REMIND Dein Gehirn kann viel mehr, als du glaubst von Yvonne Diewald
Dieses Buch habe ich mit großem Interesse gelesen!
Die Neurowissenschaftlerin Yvonne Diewald beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Gehirn, seinen Funktionen und seiner Lernfähigkeit. Ausschlaggebend dafür war der persönliche Schicksalsschlag rund um ihren zu früh geborenen Sohn, dem die Ärzte wenig Chancen auf kognitive Lernfähigkeit gegeben haben.
In diesem klar strukturierten Buch erfahren wir in fünf Abschnitten, die noch in weitere Kapitel geteilt sind, was das Gehirn so alles zu leisten vermag.
Teil 1: Was ist neuronale Programmierung
Teil 2: Wie unser Gehirn tickt und neuronale Programme erstellt
Teil 3: REMIND - Die Musterlösung für dein Problem
Teil 4: Bedienungsanleitung für dein Gehirn
Teil 5: Anhang
Diese „Bedienungsanleitung“ für das menschliche Gehirn ist sehr gut strukturiert und übersichtlich aufgebaut. Neben theoretischem Input wie Wissenswertes über die Gehirnfunktionen per se, bietet Yvonne Diewald gleich Übungen an, die das zuvor Gelesene auch praktisch anwendbar machen.
Sehr gut gefällt mir, dass das menschliche Gehirn mit einem Computer verglichen wird, den man programmieren kan.
Da ich mich schon mit ähnlichen Themen wie NLP beschäftigt habe, ist es mir leicht gefallen, die Thesen von Yvonne Diewald zu verstehen. Diejenigen Leser, die zum ersten Mal mit diesem Thema und den komplexen Gehirnstrukturen in Kontakt kommen, müssen aufmerksam an dieses Buch heran gehen. l
Fazit:
Gerne gebe ich dieser interessanten und lesenswerten Lektüre, die beweist, dass unser Gehirn viel mehr kann, als wir glauben, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Netti:
Tolles Fantasybuch
School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe von Jennifer Alice Jager
Dieses Buch war mein Wunschbuch, da ich sehr gerne Fantasy Bücher lese.
Besonders neugierig auf das Buch hat mich die Tatsache gemacht, das es dort auch Nixen gibt. Die Idee hat mir sehr gut gefallen, weil es mal was anderes ist als das Alltägliche , was man so liest zb. Vampire, Hexen, Elfen usw.
Das Cover finde ich wunderschön und der Farbschnitt dazu ist einer der schönsten, den ich je gesehen habe.
Die Umsetzung ist auch gut gelungen und ich hatte das Buch sehr schnell durch gelesen. Die Protagonistin war mir sofort sympathisch.
Devin merkt, das sie Nixenkräfte bekommt und geht dann auf die School of Myth und Magic. Dort gehen natürlich auch andere Fabelwesen hin. In der Schule passieren viele Sachen, die ich jetzt aber nicht vorweg nehmen möchte.
Die Geschichte ist sehr interessant geschrieben und hat mir gut gefallen. Gegen Ende wurde es wirklich spannend und es gab einen Cliffhanger. Ich werde mir Band 2 auf alle Fälle kaufen. Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne Fantasy Bücher lesen.
Rezensionen von Sheilo:
Amüsant und witzig
Valentina Amor. All you need is love (oder so) von Sarah M. Kempen
Valentina, Tochter des Liebesgottes Amor und seiner Frau Psyche, kann es einfach nicht erwarten. Sie möchte so schnell wie möglich mit ihrer Ausbildung zur Liebesgöttin beginnen. Sie überzeugt ihre Großmutter Aphrodite, ihr eine Chance zu geben und erhält eine Prüfungsaufgabe. Valentina wird an eine Schule geschickt und hat den Auftrag, einen Jungen zu verlieben.
Doch irgendwie stellt Valentina sehr schnell fest, dass die echte Liebe nichts mit der aus den ihr bekannten Filmen zu tun hat, aber sie gibt nicht auf.
"Valentina Amor: All you need is love (oder so)" ist ein wirklich amüsanter und witziger Jugendroman von Sarah M. Kempen, der alle ab 12 Jahren in seinen Bann zieht. Der Schreibstil ist locker und ich liebe dieses Jugendbuch auch als Erwachsene sehr. Die griechische Mythologie wird hier mit witzigen Fakten ergänzt und macht das Buch zu einem wahren Leseerlebnis. Passend zu unserer Liebesgöttin ist jedem Kapitel ein Lovesong zugeordnet, den ich natürlich immer gleich anhören musste und so neue, mir bisher unbekannte Titel, entdeckt habe.
Valentina ist eine junge Göttin, die nun erstmals in den Kontakt mit den Menschen kommt. Sie hat dabei viele Vorurteile und wird sehr schnell eines Besseren belehrt. Sie geht offen auf die Schüler der Schule zu und muss erst lernen, dass man nicht immer gleich mit der Tür ins Haus fallen sollte. Desirée, die Schwester des von Aphrodite für die Aufgabe ausgewählten Jungens, merkt, dass Valentina wirklich Unterstützung in Sachen Liebe braucht und greift ihr unter die Arme.
Ich habe wirklich sehr viel gelacht beim Lesen und bin wirklich beeindruckt, dass Valentina trotz der vielen Rückschläge nie aufgegeben hat - sie ist ein tolles Vorbild für alle. Insgesamt ist es ein sehr unterhaltsames Buch, was ich allen, auch jenseits des Teeniealters, empfehlen kann.
Rezensionen von Streiflicht:
Poetisch und wild, genau wie die Natur
Die Strandsammlerin von Sally Huband
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich schon beim ersten Blick dachte, dass es so ganz anders ist, als dass, was ich sonst so lese. Und genauso war es auch. Die Autorin Sally Huband hat eine ganz eigene Stimme, sie erzählt von ihrem Leben, ihren Erlebnissen und der so wunderbaren und rauen Natur der Inseln.
Ich war von den ersten Seiten an fasziniert und begeistert. Ihre manchmal sehr melancholisch, dann wieder sehr sachliche Art hat mich wirklich mitgenommen. Ich habe viel Wissenswertes über die Natur, die Tiere und Pflanzen auf den Inseln erfahren, aber auch über die Kultur und das Leben allgemein dort. Das fand ich sehr interessant, da ich bisher wenig darüber wusste.Ich mag es, wenn ich bei einer Lektüre noch was lernen kann und für mich mitnehme.
Die Autorin schreibt gleichzeitig aber auch über ihr Leben und ihre Erkrankung - sehr offen und ehrlich. Das finde ich immer besonders spannend und auch sehr mutig. Für mich hat dieser Teil des Buches einen guten Gegensatz zum Nature wrtiting ergeben. Gerade auch, weil es so offen und authentisch ist. Beide Themenbereiche sind detailreich, aber niemals langweilig oder öde erzählt.
Wer mal in ein ganz anderes Leben abtauchen möchte, mehr über die Shetland-Inseln und die anderen dort oben erfahren möchte, ist hier genau richtig. Aber auch alle, die ein besonderes Buch suchen, die Geschichte einer Frau, die nicht nur auf der Suche nach der Seebohne ist, sondern auch nach sich selbst. Ich habe es geliebt!











