Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Leseempfehlung
Gebrauchsanweisung für Wien von Monika Czernin
Es wird wohl einige Leute geben, die meinen „Nicht schon wieder ein Reiseführer für Wien! Wir kennen doch schon den Stephansdom, die Karlskirche, diverse Museen sowie den Prater. Einen Heurigen und einen Würstelstand haben wir genauso besucht wie ein Kaffeehaus.“ Für diese Wien-Besucher ist Monika Czernins Liebeserklärung an Wien nicht gedacht.
Die Autorin, die schon mehrere historische (Sach)Bücher geschrieben, richtet sich an alle jene, die Wien von seiner unbekannten, von seiner leisen Seite betrachten wollen.
In 15 Kapiteln begeistert Monika Czernin ihre Leser mit feinen Details aus „der lebenswertesten Stadt der Welt“ - diesen Titel hat Wien erst vor kurzem abermals verliehen bekommen.
Da dürfen Geschichte(n) und „G’schichtln“ aus dem „roten Wien“ neben dem „Wien und sein Grün“ stehen. Zahlreiche Zitate und Anekdoten von Schriftstellern oder Bühnengrößen sowie interessante Tipps ergänzen diese Hommage an die Stadt, die im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Höhen und Tiefen erleben musste.
Auch in der Architektur darf Altes und Neues nebeneinander existieren, was die vielen Bauten aus der Gründerzeit sowie die Neubauten beweisen.
Damit man ein Gefühl für die Lage und Ausdehnung der Stadt bekommt, findet der interessierte Besucher Landkarten von der Stadt und ihrer Umgebung, auf denen im Text vorkommende Örtlichkeiten zu finden sind, gleich zu Beginn des Buches
Auffällig ist, dass auf die Abbildung von Sehenswürdigkeiten verzichtet worden ist. Auf Grund der bildhaften Beschreibung der Autorin fehlen sie nicht wirklich.
Als begeisterte Wienerin kann ich Monika Czernin und ihrer Liebeserklärung an Wien nur beipflichten!
Fazit:
Mit dieser liebevolle Gebrauchsanleitung für Wien, können sich Wien-Fans und alle, die es werden wollen, sehr gut in der Stadt zurecht finden. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Sehr schöner Roman
Not Worth Saving von Marie Niebler
Brooke kehrt in ihre Heimat zurück und trifft dort gleich auf Noah, es knistert zwischen den beiden. Doch er ist der beste Freund ihres Bruders Grey und wohnt auch noch derzeit in ihrem Elternhaus. Sowohl Brooke und Noah tragen ihre Päckchen aus der Vergangenheit mit sich. Und werden sie sich gegen ihre Gefühle füreinander wehren können?
Not worth saving, ein wirklich sehr schöner berührender Liebesroman, aber auch mit einer bisschen düsteren Seite, da sowohl Brooke als auch Noah in der Vergangenheit schwierige Zeiten hatten.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es hat sich flüssig gelesen und es ist wirklich auch sehr bildlich beschrieben. Man spürt beim Lesen das Knistern zwischen Brooke und Noah und auch die verschiedenen Spannungen, z.B. zwischen Brooke und ihrem Bruder Greysen. Was mir auch gut gefallen hat ist, dass es abwechselnd aus der Sicht von Noah und Brooke geschrieben war. Das Ende ist leider offen, Band 2 gibt es dann im Juli, kann es kaum erwarten und ich bin neugierig wie es wohl ausgehen wird.
Das Cover und der Farbschnitt sind super schön gestaltet.
Rezensionen von rewareni:
Krieg und Liebe
Margherita und der dunkle Widerschein der Welt von D.G. Ambronn
Im zweiten Teil ,, Margherita und der dunkle Widerschein der Welt“ lässt der Autor D.G.Ambronn seine Protagonistin aus der Zeit von 1941 berichten. Wo Margerithas erste Liebesgefühle zu Sonny so richtig erwachen und wo der Krieg bereits mit voller Härte zugeschlagen hat.
Auch hier erinnert sich die bereits über 80 jährige Margherita an damals und der Leser erfährt in abwechselnden Kapiteln wie sie als junges Mädchen, das langsam erwachsen wird, ihre Zeit im Internat verbracht hat und wie sie merkt, dass ihre Gefühle zu Sonny immer stärker werden.
Man bekommt auch hier wieder einen guten Einblick darüber wie schwierig es für die Zivilbevölkerung war mit diversen Rationierungen über die Runden kommen zu müssen und wie jeder Tag ein Hoffen und Bangen ist, dass die Männer, die als Soldaten ihr Leben aufs Spiel setzen, wieder heil zurück kommen.
Mir hat dabei auch gefallen, dass man bei den jungen Mädchen, allen voran Margherita gemerkt hat, wie sehnsüchtig die ersten Liebesgefühle erwartet werden und wie ,,unschuldig“ dabei versucht wird auch beim anderen Geschlecht durch Kussübungen herauszufinden, wie sich Liebe wohl anfühlt. Zum Glück gibt es ja noch Sonny, der in der weiteren Geschichte für Margherita noch eine große Rolle spielen wird.
Wie auch im ersten Teil, hat hier der Autor wieder viel recherchiert bezüglich der Kriegsschauplätze und auch dem heißumkämpften Malta, wo Gino, Margheritas Bruder seine Einsätze hat. Viele Kämpfe, sowohl aus der Luft aus, als auch auf dem Meer haben tatsächlich stattgefunden, wo der Autor nur kleine Änderungen vorgenommen hat, wenn sie dadurch besser in die Geschichte gepasst haben. Es sind spannende Kampfszenen, wo man als Leser oft das Gefühl hatte, mitten drin zu sein. Für mich waren dabei ein wenig die vielen verschiedenen Namen und Abkürzungen, sowie die englischen Bezeichnungen der Flugzeuge, Schiffe.... zu ,,kompliziert“, wo ein Kenner der Materie sicherlich keine Probleme hätte.
Es gibt in der Geschichte wieder einige berührende Szenen, humorvolle Momente und vor allem den Wunsch der Protagonisten, dass der Krieg endlich zu Ende ist und dass das Leben noch vieles schönes zu bieten hat und jeder hofft, dieses mit seinem Liebsten genießen zu können.
Rezensionen von Lesemama:
Es hat mich sehr berührt
Margherita und der dunkle Widerschein der Welt von D.G. Ambronn
Zum Hörbuch:
Emmy hat einen großen Bruder, Joey, und eine große Schwester, Maddy. Beide sind bzw. waren in der Highschool sehr beliebt. Joey ist es mittlerweile nicht mehr, denn Joes hat ein Drogenproblem. Als nun auf einer Fahrt nach einer Party ein Unfall passiert bei dem drei Teenager schwer verletzt werden und eine Mitschülerin sogar ums Leben kommt ist es für Emmy schwer wieder zurück zur Schule zu gehen.
Ihr Bruder war über den Sommer in einer Entzugsklinik, sie lag mit verletzten Knie im Krankenhaus.
Meine Meinung:
Was für ein Hörbuch, was für eine Familie. Die Mutter machtbesessen, der Vater Arzt im Krankenhaus und nie zuhause. Die große Schwester auf dem College und Emmy soll ihren Bruder überwachen, damit er keine Drogen mehr nimmt. Dass das nicht gutgehen kann ist ziemlich klar, aber was für Probleme und Ängste Emmy hat, wird mit jeder Minute noch klarer, noch verständlicher. Emmy und Joey haben mein Mitgefühl.
Mich hat die Story sehr berührt, ich musste am Ende tatsächlich ein bisschen weinen, vor allem als ich das Nachwort der Autorin gehört habe.
Eine Wahnsinnsstory, eine ganz tolle Sprecherin, die die Emotionen sehr gut rüberbrachte und einfach eine Story, die zum Nachdenken anregt. Nicht einfach, aber absolut sensationell erzählt. Dürfte ein Jahreshighlight werden und ist absolut empfehlenswert.
Rezensionen von Iomarmi:
ZWISCHENSCHRITTE
Zwischenschritte von Natasa Dragnic
Nachdem ich vor ein paar Jahren bereits „Jeden Tag, jede Stunde“ und „Immer wieder das Meer“ von Nataša Dragnić gelesen habe, hatte ich nun die Möglichkeit, ihren neuesten Roman zu lesen. Zwischenschritte spielt in Dijon, wo unsere Protagonistin Brigitte auf den leidenschaftlichen Buchhändler Christian trifft.
Während Brigitte um ihren verstorbenen Sohn trauert, kämpft Christian mit der Trennung von seiner Frau. Nach und nach lassen sie ihre inneren Schutzmauern fallen und kommen sich näher. Überwinden sie gemeinsam die Hürden und finden zueinander?
Nataša Dragnić hat einen ganz besonderen Schreibstil, den ich schon vor langer Zeit lieben gelernt habe. Emotional, poetisch und doch klar und ohne Schnick-Schnack. Ihre Beschreibungen der Schauplätze lösen sofort Fernweh aus und laden zum Träumen ein. Sie spielt mit den Worten und zaubert somit eindrucksvolle Geschichten, die im Gedächtnis bleiben.
Schwierigkeiten hatte ich anfangs mit unserer Protagonistin Brigitte. Sie ist eine starke Frau, die zunächst nichts und niemanden an sich ran lässt und alles dafür tut, um die Kontrolle zu bewahren. Nachdem ich mich zu Beginn über ihre kalte Fassade geärgert habe, lernte ich im Laufe der Geschichte, dass dies ihre besondere Art von Selbstschutz ist. Christian hingegen ist in meinen Augen das Gegenteil von Brigitte. Er wirkt traurig, verletzt und in sich gekehrt. Man möchte ihn am liebsten in die Arme nehmen und ihm erklären, dass alles gut wird.
Ein wundervolles Buch über das Leben, Lieben und Loslassen.
Rezensionen von Anno:
Aus dem Leben gegriffen
Mühlensommer von Martina Bogdahn
Mühlensommer erzählt vom einfachen Leben auf dem Lande ohne dieses zu verklären. Das Buch berichtet von Entbehrung und harter Arbeit, von Kindheitserlebnissen, Freude Zusammenhalt und Zwist, von Familie, von Flucht und Rückkehr.
Das Hörbuch dieses Romans wird von der Autorin selbst gelesen. Ihrer Stimme lässt sich gut folgen, sie spricht gut akzentuiert und wirkt authentisch.
Allein die Zeitstränge könnten besser voneinander getrennt wiedergegeben werden.
Ich konnte mich mich während des Hörend wunderbar in die Kindheitserinnerungen Marias hineinversetzen, verstand jedoch auch den inneren Konflikt Marias in der Gegenwart sehr gut. Auch gefiel mir, wie die Erinnerungen an schlechtere Zeiten dennoch durchdrungen sind von humorvollen Anekdoten. Nur den landwirtschaftlichen Tätigkeiten wurde teilweise etwas viel Aufmerksamkeit geschenkt, was aber nachvollziehbar ist, da diese auch eine große Bedeutung im Leben dieser Familie hatte. All dies wirkte auf mich unglaublich realistisch und aus dem Leben gegriffen, jedoch auch voller Gefühl. Manch einer könnte jedoch von detaillierten Beschreibungen, wie die einer Schlachtung vielleicht Anstoß nehmen.
Rezensionen von PFIFF:
Mankells erster Spannungsroman
Der Verrückte von Henning Mankell
Nach dem 2. Weltkrieg kommt der Kommunist Bertil Kras aus Stockholm in einen kleine Ort in Norrland um Arbeit zu finden.
Er findet Arbeit in einem Sägewerk ganz in der Nähe eines Lagers, in dem Gleichgesinnte wie er interniert waren.
Als das Sägewerk eines nachts abbrennt und der Besitzer dann tot aufgefunden wird, beginnt ein Mutmaßen nach der Ursache und dem eventuellen Täter.
Bertil findet Unterschlupf bei Margot, die ihre Tochter allein erzieht. Es erwächst ein Liebesverhältnis, Bertil findet neue Arbeit in einem Schlachthof.
Die Ermittlungen wirbeln Staub von gestern auf und bringen Unfrieden in die kleine Dorfgemeinschaft.
Mankell schildert indiesem frühen Roman das Arbeitermilieu in den fünfziger Jahren und ein dunkles Kapitel schwedischer Geschichte.
Rezensionen von MarcoL:
Wunderbare autofiktionale Erzählung über Integration, lakonisch, humorvoll
Ein schönes Ausländerkind von Toxische Pommes
Die Ich-Erzählerin berichtet von ihrem Aufwachsen in Österreich – genauer gesagt in Wiener Neustadt, was so gar nichts mit dem Wien zu tun hat, wie es sich ihre Eltern wohl vorgestellt hatten. Aber sie hatten dennoch so etwas wie Glück, bei Renate samt Mann und seltsamen Spross untergekommen zu sein, nachdem sie aus Ex-Jugoslawien zu Beginn des Balkankrieges geflohen waren.
Die Mutter versorgte den Haushalt von Renate, versuchte sich zu integrieren, und schaffte es im Laufe der Zeit die Approbation ihres akademischen Grades, den sie in Montenegro erworben hatte und in Österreich nichts galt. Ihr Vater, ein Serbe, half hie und da aus, verlor sich im Putzfimmel, hatte nie einen richtigen Job. Und das mit der deutschen Sprache … aber Sonderangebote konnte er shoppen, en masse.
Die Erzählerin glänzte in der Schule mit lauter Einsern, ging zum Schwimmtraining, und unterstütze ihren Vater im Aufpeppen seiner spärlichen Deutschkenntnisse.
Und dazwischen: Alltagsrassismus, das Ausgenütztwerden durch Renate, und der harte Versuch der absoluten Integration. Der weibliche Teil der Familie hatte es geschafft, mit viel Entbehrungen und Fleiß.
Die Autorin berichtet leicht, locker, in einer lakonischen Sprache von ihren Erfahrungen, ihrem Leben als Ausländerkind. Es ist sehr authentisch, mit der nötigen Prise Humor. Und schockierend ehrlich. Es dreht sich hauptsächlich um die Vater-Tochter-Beziehung, warum diese immer wieder auf einen sehr harten Prüfstand gestellt wurde, und schließlich zu einer Entfremdung führte.
„Ein schönes Ausländerkind“ wurde das Mädchen genannt.
S. 70: „Immer und immer wieder wurde mir versichert, ich sei ein schönes Ausländerkind. Nicht nur Renate, auch unsere Nachbarn und die Familien meiner Freunde betonten regelmäßig, wir seien nicht wie die anderen."
Im Prinzip ist es der Alltag einer Familie, welche eine zweite Heimat sucht, findet, und von den Schatten der Vergangenheit dennoch immer wieder eingeholt wird. Wunderbar autofiktional erzählt und somit eine ganz große Leseempfehlung für diesen Roman, der noch lange nachhallt.
Rezensionen von Gaby 2707:
Bald geht die Schule los
Wieso? Weshalb? Warum?, Band 14: Ich komme in die Schule von Doris Rübel
Im Bücherregal unserer Enkel stehen schon einige Bücher aus der Sachbuchreihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ aus dem Ravensburger Verlag. Und da unser Großer demnächst in die Schule kommt, kommt dieses Buch gerade recht.
Wann kommt man überhaupt in die Schule?
Was braucht man alles für die Schule?
Was passiert am ersten Schultag?
Wie sieht es im Klassenzimmer aus?
Wer ist alles in deiner Klasse?
Was lernst du noch außer Lesen und Schreiben?
Welche Räume gibt es in einer Schule?
Was kann man bei einem Klassenausflug erleben?
Wozu sind die Pausen da?
Kennst du deinen Schulweg?
Wie war es vor 100 Jahren in der Schule?
Wie ist Schule anderswo?
All diese Themen und verschiedenen Aspekte werden mit ganz viel Liebe zum Detail von Doris Rübel verständlich, kindgerecht und unterhaltsam für den Schulanfang erklärt und sind mit farbenfrohen Bildern von ihr unterlegt.
Dazu kommen die vielen kleinen und großen Klappen unter denen sich noch mehr Informationen verstecken. Selbst mir als Vorlese-Oma macht es Spaß mich mit allen diesen Sachen, die auf die neuen Schüler zukommen, zu beschäftigen und an meine eigene Schulzeit zurück zu denken.
Ein tolles Buch um die kleinen ABC-Schützen mit Tom und seiner Freundin Anna auf die Schule vorzubereiten und ihnen auch ein wenig die Angst vor dem Beginn dieses neuen Lebensabschnittes zu nehmen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Liebeserklärung an den deutschen Fußball
Von Wundern und Weltmeistern: Die 11 größten Spiele des deutschen Fußballs von Niklas Baumgart
Dass Niklas Baumgart am liebsten über Fußball und zwar von Spielen aus längst vergangene Jahrzehnten schreibt, ist diesem Buch, das anlässlich der Fußball-EM 2024 erschienen ist, deutlich anzumerken.
Er wählt folgende Spiele, die er persönlich für die größten Spiele hält, aus:
Wie das Wunder nach Bern kam (4.
Juli 1954)
Das Jahrhundertspiel (17. Juni 1970)
Fußball 2000 (29. April 1972)
Götterdämmerung auf dem Teufelsberg (20. Oktober 1973)
Deutschland gegen Deutschland (22. Juni 1974)
Die unbeliebteste Mannschaft der Welt (8. Juli 1982)
Kleiner Mann ganz groß (2. Mai 1984)
Die Macht des Drehbuchs (19. März 1986)
Wie El Clasico (24. Juni 1990)
Der Nabel der Fußballwelt (25. Mai 2013)
Sieben zu eins (8. Juli 2014)
Andere Sportjournalisten und Fußballfans mögen vielleicht anderer Meinung sein und andere Fußballspiele in die Bestenliste gewählt haben. Baumgart bemüht sich zwar objektive Kriterien in seine Wertung einfließen zu lassen, doch Fußball ist ein Sport der Emotionen.
Niklas Baumgart hat sich zahlreiche Spiele angesehen bzw. angehört, Spielberichte gelesen und soweit möglich, mit Beteiligten gesprochen - man sieht, er hat sich dieser Aufgabe, die elf größten Spiele zu ermitteln, mit dem nötigen (und heiligen) Ernst gewidmet.
Die einzelnen Spiele, zum Großteil Spiele der DFB-Elf und des FC Bayern, werden nach einem bestimmten Schema vorgestellt. Zunächst wird die Kapitelüberschrift, quasi als Schlagzeile präsentiert, dann das Titelblatt der Fußballzeitschrift „Kicker“, die Skizze der Aufstellung der Mannschaften und dann geht es gleich los mit Informationen zur Zeit(geschichte), zu den einzelnen Spieler, Trainern, Fußballstadien, Spielverläufen, einzelnen Spielern, Trainern sowie Schiedsrichtern und und und ...
Der Schreibstil ist dem Fußballsport angepasst. Kurze, prägnante Sätze, die manchmal an das berühmte Doppelpassspiel Beckenbauer-Müller-Beckenbauer-Müller-Tooor erinnern.
Jahrelang habe ich mit meinem Vater zahlreiche Spiele bei EM, WM oder Länderspiele Österreich gegen den Rest der Welt angesehen. Bei einigen war ich auch im Wiener Praterstadion. Die Lust auf Fußball ist mir dann Ende der 1980er-Jahre abhanden gekommen, weil anderes wichtiger war. Mit dem Auftreten von Hooligans bei zahlreichen den Spielen sowie den Katastrophen im Heysel-Stadion (1985) und in Hillsborough (1989) hat für mich der Fußball an Attraktivität verloren.
Aber die Aufstellung, des als „Jahrhundertspiel“ in die Annalen des Fußballs eingegangenen Halbfinales von Mexiko 1970, Italien gegen Deutschland kann ich nach wie vor beinahe vollständig aufsagen. (Das Langzeitgedächtnis funktioniert!)
Die WM in Deutschland 1974 ist mir durch das frühe Ausscheiden Englands, das Match DDR:BRD sowie das Finale BRD:Niederlande noch sehr gut in Erinnerung. Baumgart hat hier das Spiel DDR:BRD in seine Auswahl aufgenommen. Nun ja, das Duell der beiden Deutschlands, das die DDR durch das Tor von Jürgen Sparwasser gewonnen hat, ist auf Grund der damaligen politischen Konstellation doch einmalig.
Aber, wie singt Rainhard Fendrich in seinem Lied „Tränen trocken schnell“?
„Erinnerung is nur a Reifnspur im Sand, der Wind wahts zua“
Mir hat diese Rückschau als Einstimmung auf die EM 2024 sehr gut gefallen. Das Cover zeigt den unvergesslichen Gerd Müller im EM-Viertelfinale von 1972.
Fazit:
Dieses Buch ist eine Reminiszenz an längst vergangene Fußballzeiten. Ein Großteil der Spieler von damals weilen nicht mehr unter uns. Gerne gebe ich dieser Liebeserklärung an das runde Leder 5 Sterne.










