Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anndlich:
Willkommen im Anderwald
Anderwald (Band 1) - Das Geheimnis der Silberwölfin von Julie Leuze
Fiona spielt mit ihren Freunden Olivia und Jakob im Wald als sie plötzlich ein Steintor entdeckt und neugierig durch das Tor geht. Auf der anderer Seite erwartet Fiona eine magische Welt, in der sie mit den Tieren sprechen kann und die Bäume flüstern hört, Fiona ist im Anderwald angekommen. Dort trifft sie auf ihr Krafttier, die silberne Wölfin Luna und bald erkennt Fiona, dass eine große Aufgabe auf sie wartet.
Das Geheimnis der Silberwölfin von Julie Lenze ist ein tolles Buch für junge Leser, das mit schönen Illustrationen von Stefanie Klaßen geschmückt wird.
Die Geschichte um Fiona und den Anderwald liest sich in diesem Teil eher als ein Prolog, das große Abenteuer dürfte mit den Folgebänden starten. Das ist jedoch mein einziger Kritikpunkt, denn die Idee selbst finde ich ausgesprochen interessant und verspricht ein großes Abenteuer zu werden.
Auch die drei Freunde sind toll gezeichnet, denn sie sind komplett unterschiedliche Charakter, die nicht nur stereotypische Eigenschaften tragen und dadurch erfrischend real wirken. Außerdem ist ihre Freundschaft ganz besonders, denn alle drei handeln nicht durchweg ‚richtig‘, aber sie reflektieren, entschuldigen sich und nehmen Entschuldigungen an. Diese Handlungen und Interaktionen haben den Auftakt der Anderwald-Reihe für mich besonders wertvoll gemacht!
Mit Luis wurde zudem ein Kind mit Beeinträchtigungen integriert und wird hoffentlich auch im Laufe der Geschichte noch eine besondere Rolle einnehmen.
Das Geheimnis der Silberwölfin ist ein toller Start und verspricht eine ganz besondere Reihe zu werden. Das große Abenteuer mit Spannung und Action sucht man im ersten Teil noch vergeblich, dafür bekommen wir die drei Freunde, ihre Freundschaft und den Anderwald vorgestellt.
Rezensionen von Anno:
Kultur statt Cosy
Die Spaghetti-vongole-Tagebücher von Stefan Maiwald
Ein wunderschönes, sehr hochwertig in bedrucktes Leinen gebundene Buch, welches ich zu den Präsentbüchern zählen würde. Zielgruppe sind Italien affine Menschen mit Kenntnis der dortigen Kultur, ihrer prominenten Persönlichkeiten und einer Vorliebe für die dortige Landesküche.
Da mir jedoch außer Letzterem fremd war und ist, hatte ich Schwierigkeiten der Handlung zu folgen, welche aus vielen einzelnen lose aneinandergereihten Anekdoten der Fahrt von Venedig nach Triest besteht.
Viele der angesprochenen Persönlichkeiten sagten mir nichts, so dass mir Hintergründe und Zusammenhänge nicht klar wurden. Auch fehlte mir der Rote Faden, der für mich nur als Lesebändchen sichtbar war. Mir fehlte neben all den Genüssen eine familiäre und zwischenmenschliche, vielleicht auch humorvolle Ebene, welche mir dieses Buch und seine Geschichte hätte greifbar und begreifbar werden lassen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Leseempfehlung
Gebrauchsanweisung für Wien von Monika Czernin
Es wird wohl einige Leute geben, die meinen „Nicht schon wieder ein Reiseführer für Wien! Wir kennen doch schon den Stephansdom, die Karlskirche, diverse Museen sowie den Prater. Einen Heurigen und einen Würstelstand haben wir genauso besucht wie ein Kaffeehaus.“ Für diese Wien-Besucher ist Monika Czernins Liebeserklärung an Wien nicht gedacht.
Die Autorin, die schon mehrere historische (Sach)Bücher geschrieben, richtet sich an alle jene, die Wien von seiner unbekannten, von seiner leisen Seite betrachten wollen.
In 15 Kapiteln begeistert Monika Czernin ihre Leser mit feinen Details aus „der lebenswertesten Stadt der Welt“ - diesen Titel hat Wien erst vor kurzem abermals verliehen bekommen.
Da dürfen Geschichte(n) und „G’schichtln“ aus dem „roten Wien“ neben dem „Wien und sein Grün“ stehen. Zahlreiche Zitate und Anekdoten von Schriftstellern oder Bühnengrößen sowie interessante Tipps ergänzen diese Hommage an die Stadt, die im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Höhen und Tiefen erleben musste.
Auch in der Architektur darf Altes und Neues nebeneinander existieren, was die vielen Bauten aus der Gründerzeit sowie die Neubauten beweisen.
Damit man ein Gefühl für die Lage und Ausdehnung der Stadt bekommt, findet der interessierte Besucher Landkarten von der Stadt und ihrer Umgebung, auf denen im Text vorkommende Örtlichkeiten zu finden sind, gleich zu Beginn des Buches
Auffällig ist, dass auf die Abbildung von Sehenswürdigkeiten verzichtet worden ist. Auf Grund der bildhaften Beschreibung der Autorin fehlen sie nicht wirklich.
Als begeisterte Wienerin kann ich Monika Czernin und ihrer Liebeserklärung an Wien nur beipflichten!
Fazit:
Mit dieser liebevolle Gebrauchsanleitung für Wien, können sich Wien-Fans und alle, die es werden wollen, sehr gut in der Stadt zurecht finden. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Sehr schöner Roman
Not Worth Saving von Marie Niebler
Brooke kehrt in ihre Heimat zurück und trifft dort gleich auf Noah, es knistert zwischen den beiden. Doch er ist der beste Freund ihres Bruders Grey und wohnt auch noch derzeit in ihrem Elternhaus. Sowohl Brooke und Noah tragen ihre Päckchen aus der Vergangenheit mit sich. Und werden sie sich gegen ihre Gefühle füreinander wehren können?
Not worth saving, ein wirklich sehr schöner berührender Liebesroman, aber auch mit einer bisschen düsteren Seite, da sowohl Brooke als auch Noah in der Vergangenheit schwierige Zeiten hatten.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es hat sich flüssig gelesen und es ist wirklich auch sehr bildlich beschrieben. Man spürt beim Lesen das Knistern zwischen Brooke und Noah und auch die verschiedenen Spannungen, z.B. zwischen Brooke und ihrem Bruder Greysen. Was mir auch gut gefallen hat ist, dass es abwechselnd aus der Sicht von Noah und Brooke geschrieben war. Das Ende ist leider offen, Band 2 gibt es dann im Juli, kann es kaum erwarten und ich bin neugierig wie es wohl ausgehen wird.
Das Cover und der Farbschnitt sind super schön gestaltet.
Rezensionen von rewareni:
Krieg und Liebe
Margherita und der dunkle Widerschein der Welt von D.G. Ambronn
Im zweiten Teil ,, Margherita und der dunkle Widerschein der Welt“ lässt der Autor D.G.Ambronn seine Protagonistin aus der Zeit von 1941 berichten. Wo Margerithas erste Liebesgefühle zu Sonny so richtig erwachen und wo der Krieg bereits mit voller Härte zugeschlagen hat.
Auch hier erinnert sich die bereits über 80 jährige Margherita an damals und der Leser erfährt in abwechselnden Kapiteln wie sie als junges Mädchen, das langsam erwachsen wird, ihre Zeit im Internat verbracht hat und wie sie merkt, dass ihre Gefühle zu Sonny immer stärker werden.
Man bekommt auch hier wieder einen guten Einblick darüber wie schwierig es für die Zivilbevölkerung war mit diversen Rationierungen über die Runden kommen zu müssen und wie jeder Tag ein Hoffen und Bangen ist, dass die Männer, die als Soldaten ihr Leben aufs Spiel setzen, wieder heil zurück kommen.
Mir hat dabei auch gefallen, dass man bei den jungen Mädchen, allen voran Margherita gemerkt hat, wie sehnsüchtig die ersten Liebesgefühle erwartet werden und wie ,,unschuldig“ dabei versucht wird auch beim anderen Geschlecht durch Kussübungen herauszufinden, wie sich Liebe wohl anfühlt. Zum Glück gibt es ja noch Sonny, der in der weiteren Geschichte für Margherita noch eine große Rolle spielen wird.
Wie auch im ersten Teil, hat hier der Autor wieder viel recherchiert bezüglich der Kriegsschauplätze und auch dem heißumkämpften Malta, wo Gino, Margheritas Bruder seine Einsätze hat. Viele Kämpfe, sowohl aus der Luft aus, als auch auf dem Meer haben tatsächlich stattgefunden, wo der Autor nur kleine Änderungen vorgenommen hat, wenn sie dadurch besser in die Geschichte gepasst haben. Es sind spannende Kampfszenen, wo man als Leser oft das Gefühl hatte, mitten drin zu sein. Für mich waren dabei ein wenig die vielen verschiedenen Namen und Abkürzungen, sowie die englischen Bezeichnungen der Flugzeuge, Schiffe.... zu ,,kompliziert“, wo ein Kenner der Materie sicherlich keine Probleme hätte.
Es gibt in der Geschichte wieder einige berührende Szenen, humorvolle Momente und vor allem den Wunsch der Protagonisten, dass der Krieg endlich zu Ende ist und dass das Leben noch vieles schönes zu bieten hat und jeder hofft, dieses mit seinem Liebsten genießen zu können.
Rezensionen von Lesemama:
Es hat mich sehr berührt
Margherita und der dunkle Widerschein der Welt von D.G. Ambronn
Zum Hörbuch:
Emmy hat einen großen Bruder, Joey, und eine große Schwester, Maddy. Beide sind bzw. waren in der Highschool sehr beliebt. Joey ist es mittlerweile nicht mehr, denn Joes hat ein Drogenproblem. Als nun auf einer Fahrt nach einer Party ein Unfall passiert bei dem drei Teenager schwer verletzt werden und eine Mitschülerin sogar ums Leben kommt ist es für Emmy schwer wieder zurück zur Schule zu gehen.
Ihr Bruder war über den Sommer in einer Entzugsklinik, sie lag mit verletzten Knie im Krankenhaus.
Meine Meinung:
Was für ein Hörbuch, was für eine Familie. Die Mutter machtbesessen, der Vater Arzt im Krankenhaus und nie zuhause. Die große Schwester auf dem College und Emmy soll ihren Bruder überwachen, damit er keine Drogen mehr nimmt. Dass das nicht gutgehen kann ist ziemlich klar, aber was für Probleme und Ängste Emmy hat, wird mit jeder Minute noch klarer, noch verständlicher. Emmy und Joey haben mein Mitgefühl.
Mich hat die Story sehr berührt, ich musste am Ende tatsächlich ein bisschen weinen, vor allem als ich das Nachwort der Autorin gehört habe.
Eine Wahnsinnsstory, eine ganz tolle Sprecherin, die die Emotionen sehr gut rüberbrachte und einfach eine Story, die zum Nachdenken anregt. Nicht einfach, aber absolut sensationell erzählt. Dürfte ein Jahreshighlight werden und ist absolut empfehlenswert.
Rezensionen von Iomarmi:
ZWISCHENSCHRITTE
Zwischenschritte von Natasa Dragnic
Nachdem ich vor ein paar Jahren bereits „Jeden Tag, jede Stunde“ und „Immer wieder das Meer“ von Nataša Dragnić gelesen habe, hatte ich nun die Möglichkeit, ihren neuesten Roman zu lesen. Zwischenschritte spielt in Dijon, wo unsere Protagonistin Brigitte auf den leidenschaftlichen Buchhändler Christian trifft.
Während Brigitte um ihren verstorbenen Sohn trauert, kämpft Christian mit der Trennung von seiner Frau. Nach und nach lassen sie ihre inneren Schutzmauern fallen und kommen sich näher. Überwinden sie gemeinsam die Hürden und finden zueinander?
Nataša Dragnić hat einen ganz besonderen Schreibstil, den ich schon vor langer Zeit lieben gelernt habe. Emotional, poetisch und doch klar und ohne Schnick-Schnack. Ihre Beschreibungen der Schauplätze lösen sofort Fernweh aus und laden zum Träumen ein. Sie spielt mit den Worten und zaubert somit eindrucksvolle Geschichten, die im Gedächtnis bleiben.
Schwierigkeiten hatte ich anfangs mit unserer Protagonistin Brigitte. Sie ist eine starke Frau, die zunächst nichts und niemanden an sich ran lässt und alles dafür tut, um die Kontrolle zu bewahren. Nachdem ich mich zu Beginn über ihre kalte Fassade geärgert habe, lernte ich im Laufe der Geschichte, dass dies ihre besondere Art von Selbstschutz ist. Christian hingegen ist in meinen Augen das Gegenteil von Brigitte. Er wirkt traurig, verletzt und in sich gekehrt. Man möchte ihn am liebsten in die Arme nehmen und ihm erklären, dass alles gut wird.
Ein wundervolles Buch über das Leben, Lieben und Loslassen.
Rezensionen von Anno:
Aus dem Leben gegriffen
Mühlensommer von Martina Bogdahn
Mühlensommer erzählt vom einfachen Leben auf dem Lande ohne dieses zu verklären. Das Buch berichtet von Entbehrung und harter Arbeit, von Kindheitserlebnissen, Freude Zusammenhalt und Zwist, von Familie, von Flucht und Rückkehr.
Das Hörbuch dieses Romans wird von der Autorin selbst gelesen. Ihrer Stimme lässt sich gut folgen, sie spricht gut akzentuiert und wirkt authentisch.
Allein die Zeitstränge könnten besser voneinander getrennt wiedergegeben werden.
Ich konnte mich mich während des Hörend wunderbar in die Kindheitserinnerungen Marias hineinversetzen, verstand jedoch auch den inneren Konflikt Marias in der Gegenwart sehr gut. Auch gefiel mir, wie die Erinnerungen an schlechtere Zeiten dennoch durchdrungen sind von humorvollen Anekdoten. Nur den landwirtschaftlichen Tätigkeiten wurde teilweise etwas viel Aufmerksamkeit geschenkt, was aber nachvollziehbar ist, da diese auch eine große Bedeutung im Leben dieser Familie hatte. All dies wirkte auf mich unglaublich realistisch und aus dem Leben gegriffen, jedoch auch voller Gefühl. Manch einer könnte jedoch von detaillierten Beschreibungen, wie die einer Schlachtung vielleicht Anstoß nehmen.
Rezensionen von PFIFF:
Mankells erster Spannungsroman
Der Verrückte von Henning Mankell
Nach dem 2. Weltkrieg kommt der Kommunist Bertil Kras aus Stockholm in einen kleine Ort in Norrland um Arbeit zu finden.
Er findet Arbeit in einem Sägewerk ganz in der Nähe eines Lagers, in dem Gleichgesinnte wie er interniert waren.
Als das Sägewerk eines nachts abbrennt und der Besitzer dann tot aufgefunden wird, beginnt ein Mutmaßen nach der Ursache und dem eventuellen Täter.
Bertil findet Unterschlupf bei Margot, die ihre Tochter allein erzieht. Es erwächst ein Liebesverhältnis, Bertil findet neue Arbeit in einem Schlachthof.
Die Ermittlungen wirbeln Staub von gestern auf und bringen Unfrieden in die kleine Dorfgemeinschaft.
Mankell schildert indiesem frühen Roman das Arbeitermilieu in den fünfziger Jahren und ein dunkles Kapitel schwedischer Geschichte.
Rezensionen von MarcoL:
Wunderbare autofiktionale Erzählung über Integration, lakonisch, humorvoll
Ein schönes Ausländerkind von Toxische Pommes
Die Ich-Erzählerin berichtet von ihrem Aufwachsen in Österreich – genauer gesagt in Wiener Neustadt, was so gar nichts mit dem Wien zu tun hat, wie es sich ihre Eltern wohl vorgestellt hatten. Aber sie hatten dennoch so etwas wie Glück, bei Renate samt Mann und seltsamen Spross untergekommen zu sein, nachdem sie aus Ex-Jugoslawien zu Beginn des Balkankrieges geflohen waren.
Die Mutter versorgte den Haushalt von Renate, versuchte sich zu integrieren, und schaffte es im Laufe der Zeit die Approbation ihres akademischen Grades, den sie in Montenegro erworben hatte und in Österreich nichts galt. Ihr Vater, ein Serbe, half hie und da aus, verlor sich im Putzfimmel, hatte nie einen richtigen Job. Und das mit der deutschen Sprache … aber Sonderangebote konnte er shoppen, en masse.
Die Erzählerin glänzte in der Schule mit lauter Einsern, ging zum Schwimmtraining, und unterstütze ihren Vater im Aufpeppen seiner spärlichen Deutschkenntnisse.
Und dazwischen: Alltagsrassismus, das Ausgenütztwerden durch Renate, und der harte Versuch der absoluten Integration. Der weibliche Teil der Familie hatte es geschafft, mit viel Entbehrungen und Fleiß.
Die Autorin berichtet leicht, locker, in einer lakonischen Sprache von ihren Erfahrungen, ihrem Leben als Ausländerkind. Es ist sehr authentisch, mit der nötigen Prise Humor. Und schockierend ehrlich. Es dreht sich hauptsächlich um die Vater-Tochter-Beziehung, warum diese immer wieder auf einen sehr harten Prüfstand gestellt wurde, und schließlich zu einer Entfremdung führte.
„Ein schönes Ausländerkind“ wurde das Mädchen genannt.
S. 70: „Immer und immer wieder wurde mir versichert, ich sei ein schönes Ausländerkind. Nicht nur Renate, auch unsere Nachbarn und die Familien meiner Freunde betonten regelmäßig, wir seien nicht wie die anderen."
Im Prinzip ist es der Alltag einer Familie, welche eine zweite Heimat sucht, findet, und von den Schatten der Vergangenheit dennoch immer wieder eingeholt wird. Wunderbar autofiktional erzählt und somit eine ganz große Leseempfehlung für diesen Roman, der noch lange nachhallt.










