Kunden em pfehlungen
Rezensionen von drachenzahn:
Enttäuschend
Theseus und der Entotaurus von Disney
Die Idee, eine beliebte griechische Sage mit den Charakteren von Entenhausen zu erzählen, klingt nach einer humorvollen und spannenden Kombination. Leider jedoch bleibt die Geschichte dann doch hinter ihren Möglichkeiten zurück.
König Minos, verkörpert von Dagobert Duck, steht seit seiner Kindheit in Konkurrenz zu König Ägeus.
Voller Wut fordert er Dädalos (Daniel Düsentrieb) dazu auf, ihm ein beeindruckendes Monument zu bauen. Es entsteht ein aufwendiges Labyrinth. Absurderweise hat jedoch das Geld nicht für einen Ausgang gereicht. König Ägeus weigert sich aber ohnehin, sich das neue Bauwerk anzusehen und zu würdigen. Stattdessen machen sich seine Neffen Tick, Trick und Track sowie Theseus (Donald Duck) auf den Weg, um sich den neuesten Streich des geizigen Enterichs anzusehen. Doch was haust in den Gängen des Labyrinths, aus dem scheinbar kein Mensch entkommen kann.
Das Buch geht sehr frei mit seiner griechischen Ausgangssage um. Sie wird eher als Inspiration verstanden und ist nur in wenigen Zügen noch erkennbar. Die Geschichte selbst wird Schlag auf Schlag erzählt, sodass man kaum Zeit hat, die einzelnen Figuren wirklich kennenzulernen. Insofern beschränken sich deren Charakterzüge auf wenige Merkmale und sie bleiben alle eindimensional. Überhaupt werden sehr viele Charaktere auf diesen wenigen Seiten eingeführt.
Für alle, die bereits mit Entenhausen vertraut sind, stellt dies vielleicht weniger ein Problem dar, aber kleine Kinder haben meist dieses Vorwissen (noch) nicht. Daher funktioniert auch die Liebesgeschichte zwischen Theseus und Ariadne (Daisy) meiner Meinung nach nicht. Im Gegenteil wirkt sie eher albern. Vor allem jedoch das Ende der Geschichte fand ich enttäuschend und keineswegs glaubwürdig.
Für die anvisierte Zielgruppe von vier Jahren finde ich die Geschichte zudem zu textlastig und die Sprache zu trocken. Die meisten Kleinkinder werden wahrscheinlich nicht genug Geduld dafür aufbringen können. Was ihnen aber sicherlich gefällt, sind die tatsächlich sehr gelungenen Illustrationen. Die einzelnen Figuren und ihre Emotionen kommen dort auch deutlich besser zur Geltung als über den Text selbst.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich von dem Buch ziemlich enttäuscht bin. Man hätte die Idee durchaus spannender, glaubwürdiger und kindgerechter herüberbringen können. Kinder ab 4 Jahren werden mit der Menge an Charakteren und Handlungen überfordert sein. Insofern denke ich, dass es eher für Grundschulkinder und für junggebliebene Erwachsene geeignet ist.
Rezensionen von drachenzahn:
Normal sein für Anfänger
Willkommen bei den Grauses 1: Wer ist schon normal? von Sabine Bohlmann
Das Buch begeistert ab der ersten Seite mit seinem Witz, seinem Charme und seiner Intelligenz. Sabine Bohlmann hat ein wundervolles Buch zum Thema Andersartigkeit, Freundschaft und Familie geschrieben, das Kinder ab neun Jahren zum Lachen bringt und sie mitfiebern lässt.
Ottilies neue Nachbarn sind alles anders als normal und müssen jedoch ausgerechnet genau das sein.
Diese zusammengewürfelte Familie besteht aus einem Felfen (Mischung aus Fee und Elfe) als Papa, einem Dschinn als Mama und den Kindern Wulfi (ein Werwolf), Muh (eine Mischung aus Hirsch und Mensch) und dem Geist Husch sowie einem Schrat. Besonders Letzterem fällt es sehr schwer, sich in seiner Rolle als Opa einzufügen. Sobald jedoch jemand von ihnen unangenehm auffällt, schreit die Krähe und die Verfehlung wird auf einer Liste vermerkt. Doch trotz anfänglicher Bedenken merkt Ottilie schnell, dass es bei echten Freunden nicht auf Äußerlichkeiten ankommt.
Die Charaktere sind absolut genial. Sie sind alle sehr individuell und machen einfach Spaß. Die Autorin schreckt auch nicht davor zurück, ihre Figuren auch ein wenig divers darzustellen. So verzichtet der Felfen-Papa nur ungern auf sein rosa Tutu und ist überhaupt sehr emotional. Die Geschichte selbst ist überaus kurzweilig und spannend. Die „Normalität“ unseres eigenen Alltags wird durch den naiven Blick der Grause-Familie unter die Lupe genommen und teilweise hinterfragt.
Das Thema Andersartigkeit wird gerne in Kinderbüchern aufgegriffen, aber hier finde ich es ganz besonders toll umgesetzt. Es wird durchaus auch auf die Schwierigkeiten hingewiesen. Es ist weder einfach, normal zu sein bzw. so zu wirken, noch tatsächlich anders zu sein. Und das greift diese Geschichte wirklich sehr gut auf. Es geht zudem um Freundschaft, Familie und dass man füreinander da sein sollte.
Das erste Buch der neuen Reihe „Willkommen bei den Grauses“ hat mir großen Spaß bereitet und ich freue mich schon auf den nächsten Band, der hoffentlich bald erscheint. Absolute Kaufempfehlung für alle, die lustige und spannende Fantasygeschichten mit kreativen Charakteren mögen.
Rezensionen von _ich.lese_:
Spannendes Abenteuer
Emblem Island – Der Fluch der Nachthexe von Alex Aster
Tor weiß was auf ihn zukommt, er hat das Emblem eines Anführers auf seinem Arm. Beim Neujahrsfest wünscht er sich allerdings, kein Anführer zu sein und das Emblem des Anführers verschwindet, dafür erscheint ein dunkles Auge, der Fluch der Nachthexe. Damit ist Tors Leben beendet, bevor es richtig begann.
Er hat nur eine Chance, die Nachthexe suchen, damit sie den Fluch aufheben kann. Seine Feunde Engle und Melda begleiten ihn auf der Suche.
Mich sprach das Cover an, es verspricht eine abenteuerliche, fantastische Reise. Und die hatte ich. Eine spannende, fantasievolle Story, die mich sehr gut unterhalten konnte.
Ich kannte den Autor bisher "nur" von Lightlark, welches ja für ältere LeserInnen geschrieben ist und war gespannt ob er auch Kinderbücher kann. Und Emblem Island hat mir genauso gut gefallen. Ein gelungener Auftakt, tolle Charaktere, spannende Story und alles ganz wunderbar fantasievoll erzählt. Ich fand es sehr gelungen
Rezensionen von Daggy:
Spannung und Rätsel
Holly Holmes: Löse den Fall des roten Dreiecks von Michael Peinkofer
Holly Holmes ist, wie wir auf dem Cover erkennen können, ein großer Fan des gleichnamigen Detektivs Sherlock Holmes und ihre Leidenschaft ist es zu ermitteln. Sie führt „das magische Detektivbüro“ und die Geschwister Jenny und Percy Jones unterstützen sie dabei. Die beiden sind neu in der Stadt und müssen noch einiges lernen, wie zum Beispiel, dass dort auch Zwerge und andere Fabelwesen wohnen.
Dr. Watson ist eine Plüschschwein, das „quicklebendig“, aber kurzsichtig ist. Es trägt deshalb eine Brille, es ist aber auch sehr klug und geschickt in technischen Dingen. Der Brief, der immer an Anfang des Buches eingefügt ist, wimmelt in der Adresse von Schreibfehlern und auch der Text muss erst entschlüsselt werden. Und da kommen wir auch schon zur Besonderheit dieses Buches, die zwanzig Kapitel enden immer mit einem Rätsel, eingeteilt in drei Schwierigkeitsstufen. Oft gibt es zu den Rätsel sehr beeindruckende Illustrationen, so sehen wir auf einem die Autowerkstatt mit vielen Werkzeugen und Licht, dass durch kaputte Jalousien fällt. Die zu lösenden Aufgaben sind sehr vielseitig, so gilt es durch logisches Denken ein bestimmtes Reagenzglas auszusuchen, einen Dieb in einer Küche auf frischer Tat zu ertappen oder die Fährte eines Kobolds zu erkennen. Hinten im Buch gibt es ein farbige Karte von Marville, dieser magischen Stadt. Ein spannendes Buch für Detektive, die selbst an der Lösung des Falles mitarbeiten wollen.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Schwierige Mutter-Tochter-Beziehungen
Wir sitzen im Dickicht und weinen von Felicitas Prokopetz
Der Eichborn Verlag hat "Wir sitzen im Dickicht und weinen", den Debütroman der österreichischen Autorin Felicitas Prokopetz, veröffentlicht.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Ich-Erzählerin Valerie Steinberg. Sie ist geschieden und alleinerziehende Mutter ihres mittlerweile 16-jährigen Sohns Tobi.
Das Verhältnis zu ihrer Mutter Christina ist schwierig, die beiden Frauen sehen sich daher nur selten. Dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist, stellt eine große Herausforderung für Valerie dar, denn von nun an muss sie sich um ihre Mutter kümmern und für sie da sein.
Die Entscheidung ihres Sohnes, für ein Jahr eine Schule in England zu besuchen, bereitet Valerie zusätzliche Probleme. Sie möchte nicht, dass er weggeht, er ist doch noch viel zu jung. Sie macht sich Sorgen und hat große Angst, dass ihm etwas passiert.
Das Buch widmet sich nicht nur Valeries Geschichte, sondern auch dem Leben ihrer Großmütter Martha und Charlotte sowie dem ihrer Mutter Christina. Wir erfahren, wie die Kindheit der Frauen verlief und wie sich ihre Stellung als Frau innerhalb der Familie und Gesellschaft im Laufe der Jahre veränderte. Später stehen die Mutter-Tochter-Beziehungen im Fokus. Sie sind kompliziert, jede Mutter möchte es besser machen als ihre eigene Mutter, und doch sind alle gefangen in ihren familiären Strukturen. Der Roman blättert nach und nach die Familiengeschichten auf, und wir erfahren, weshalb Christina und Valerie zu den Frauen geworden sind, die sie sind.
Der Roman ist in eher nüchternem Sprachstil geschrieben, er liest sich sehr flüssig und ist fesselnd. Die Autorin skizziert ihre interessanten Charaktere authentisch und bildhaft. Die Frauen sind geprägt durch schmerzliche Erfahrungen, sie sind eigenwillig und haben ihre Ecken und Kanten. Ihre Handlungsweisen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Für Valeries liebloses Verhalten gegenüber ihrer kranken Mutter hatte ich wenig Verständnis, auch wenn die Rückblicke in die Vergangenheit ihre Beweggründe erklären.
Es fiel mir anfangs schwer, die zahlreichen Personen zuzuordnen, da Kapitelüberschriften und Zeitangaben fehlen. Ein Stammbaum wäre hilfreich gewesen, um die Familienstruktur jederzeit nachvollziehen zu können.
Ich habe das Buch, in dem es neben Familie und Mutterschaft auch um Generationskonflikte und Vernachlässigung geht, gern gelesen. Die Schilderungen über Christina als Kind sowie die beiden Großmütter in unterschiedlichen Lebensphasen nehmen recht viel Raum ein, sehr gern hätte ich mehr über Valeries Beziehung zur Mutter erfahren.
Leseempfehlung von mir und 4 Sterne!
Rezensionen von Jazz:
Liebe zum Backen
Al forno - Ofenfrische Gerichte von Stefano Cavada
Cavada bietet in seinem neuesten Backbuch ofenfrische Gerichte aus Italien, aber es gibt auch Rezepte mit deutschem, britischem und amerikanischem Touch. Sein Werk hat er in sechs Kategorien unterteilt: Snacks, Brote, Vorspeisen, Einzelgerichte, Kuchen und Torten und schließlich Kekse. Insgesamt umfasst das Backbuch über 61 zum dahinschmelzende Gerichte.
Zutaten, die man unbedingt vor dem Kauf eventuell wissen will: Es kommt glutenhaltiges Mehl, Gin, Bier und Speck vor. Die Rezepte sind allesamt rundum kalorienreich, aber dafür auch sehr schmackhaft. Manchmal herzhaft, oftmals süß. Empfehlenswert für geübte Bäcker. Für Anfänger halte ich manche Rezepte, trotz einer Einleitung mit umfassender Erklärung zu Wissenswertem, etwas zu schwierig. Schließlich endet er sein Werk mit einer Werbung für eine Mehlsorte.
Zu meinen getesteten und für absolut herrlich empfundenen Rezepten: Ich liebe die Crinkle Cookies und auch die Cavadinis.
Rezensionen von Claudia R:
Earth Day
Der schwarze Strand von Shaunna und John Stith
Klappentext / Inhalt:
Die wahre Geschichte des ersten Earth Days wird Groß und Klein dazu motivieren, sich für unseren Planeten einzusetzen.
1969 verursachte Union Oil vor der Küste von Santa Barbara eine Ölpest, die die Welt verändern sollte: Ida ist fassungslos, als jeden Tag mehr Öl an die Küste gespült wird.
Um die Politik auf die Umweltzerstörung aufmerksam zu machen, schließt sie sich mit anderen Kindern zusammen, um etwas zu unternehmen. Es entsteht eine Bewegung zum Schutz der Umwelt, die an einem ganz besonderen Tag begangen wird – dem
Earth Day!
Nach wahren Begebenheiten – Earth Day ist am 22. April!
Cover:
Das Cover zeigt eine junge Aktivistin, die sich für unsere Erde einsetzt. Im Hintergrund sieht man eine Ölplattform, die Öl verliert und das ankommende Unheil. Im Vordergrund ist die artenreiche Natur mit vielen unterschiedlichen Vögeln erkennbar und einem kleinen Mädchen, welches für diese und die Erde kämpft. Optisch und auch farblich ist dies wunderschön umgesetzt und toll gezeichnet.
Meinung:
Wisst ihr wann der Earth Day ist, was dieser bedeutet und weshalb dieser gegründet wurde? Lest Idas Geschichte und erfahrt mehr über den Earth Day und wie es dazu kam. Nach einem Ölunglück im Jahre 1969 versucht Ida mit ihren Freunden auch die Aufmerksamkeit der Politik darauf zu lenken und das sich etwas ändern muss. Ob es Ida und ihren Freunden gelingt etwas zu ändern?
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen und auch nicht zu viel zu verraten.
Der Schreibstil ist verständlich und gut nachvollziehbar umgesetzt. Die Ereignisse sind gut geschildert und man fühlt mit Ida und auch den betroffenen Gebieten und Tieren mit. Umweltbewusstsein wird hier gestärkt und auch das es wichtig ist etwas zu unternehmen, denn es fängt bereits im kleinen an und jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Geschickt klärt es über das damalige Unglück und die Entstehung des Earth Day auf und auch was dieser bedeutet. Die Geschichte ist interessant umgesetzt und man kann dabei viel wissenswertes erfahren. Der Zeitstrahl am Ende fasst die Ereignisse und Begebenheiten nochmal zusammen. Der Ausblick ins Heute verrät, was sich geändert und getan hat und zugleich werden auch noch Vorschläge mitgeliefert, wie man selbst mithelfen und unterstützen kann.
Das Buch ist wundervoll illustriert. Die bunten Zeichnungen geben die Inhalte und das Gelesene sehr gut wieder und setzen es bildlich sehr gut um. Die Zeichnungen sind sehr detailreich und passend gestaltet. Auch geben diese den Sachverhalt und die Lade nach dem Unglück gut wieder. Die Illustrationen runden die Geschichte sehr gut ab.
Eine wundervolle Geschichte, die die Wichtigkeit von Natur- und Umweltschutz und dem Earth Day veranschaulichen und diese in Erinnerung halten. Jeder kann etwas tun und dies wird hier sehr gut vor Augen geführt.
Was machst du am 22.04.? Hilf auch du der Natur und der Erde und ändere die Umwelt für die Zukunft.
Earth Day am 22.04.! Hilf auch du!
Fazit:
Ein wundervolles Kinderbuch zum Thema Earth Day und Umweltschutz.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
So macht Geschichtsunterricht Spaß!
Die Zeitdetektive, 1, Kleopatra und der Biss der Kobra von Fabian Lenk
Wie schon aus den anderen Fällen bekannt, wissen die freche Kim, der schlaue Julian, der sportliche Leon und die rätselhafte Katze Kija um ein Geheimnis: Mit dem Schlüssel, der zu einer alten Bibliothek gehört, können sie den unheimlichen „Zeitraum Tempus“ betreten und durch eine der zahlreichen in Tempus verborgenen Türen treten, Flugs sind sie von dort aus in jeder beliebigen Epoche.
Auf umgekehrten Wege kommen sie in die Gegenwart zurück. Das Faszinierende ist, im hier und heute ist lediglich eine Sekunde verstrichen, obwohl sich die Zeitdetektive mehrere Tage in der Vergangenheit aufgehalten haben.
Nun ist es wieder einmal soweit. Nachdem im eher langweiligen Bio-Unterricht über den Selbstmord Kleopatras mit einer Uräuskobra gesprochen worden ist, machen sich die drei Zeitdetektive mit Katz Kija auf, um dem Geheimnis rund um Kleopatras Tod auf den Grund zu gehen.
Meine Meinung:
Das Konzept dieser Buchreihe, die schon 43 Bände umfasst, ist echt gelungen. Fabian Lenk gelingt es mühelos Spannung und historisches Wissen zu vermitteln. Dazu trägt auch Illustrator Timo Grubing mit seinen tollen Zeichnungen bei.
Die Charaktere abseits der Zeitdetektive werden gleich zu Beginn vorgestellt. Die unbekannten Begriffe aus Ägypten finden sich in einem Glossar am Ende des Buches.
Der Spannungsbogen ist hoch und verknüpft auf spielerische Weise Zahlen, Daten und Fakten zur wohl bekanntesten Frau in Ägyptens Geschichte.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Leseausflug ins alte Ägypten 5 Sterne und eine Leseempfehlung. So macht Geschichtsunterricht Spaß!
Rezensionen von Claudia R:
Fincaflair
Die kleine Finca am Mittelmeer von Andrea Micus
Klappentext / Inhalt:
Margarethes Vergangenheit kehrt zurück
Margarethe hat sich ihr eigenes Paradies geschaffen: eine blühende Biofinca in den Bergen von Valencia.
Fernab ihrer bayerischen Heimat ist sie umgeben von Freunden und fühlt sich frei.
Doch dann erhält sie einen Brief, der alles verändert.
Plötzlich ist die quälende Vergangenheit wieder lebendig.
Eine Vergangenheit, vor der sich Margarethe nur mit dem Neustart in Spanien schützen konnte.
Sie sucht Rat bei ihrer besten Freundin Ina und vertraut ihr ein Geheimnis an.
Doch auch Inas Leben ist plötzlich alles andere als einfach.
In diesem Durcheinander bekommt Margarethe unerwartet Besuch und es öffnet sich ein Kapitel, das sie für immer geschlossen glaubte und irritiert und überwältigt stellt sie fest, dass fünfzig das perfekte Alter ist, das Leben ganz neu zu spüren.
Cover:
Das Cover wirkt sehr idyllisch und bringt auch Urlaubsfeeling herüber. Ein wunderschöner Blick aufs Meer und auch das ganze Drumherum ist schön gestaltet. Ein Frau im gelben Kleid ist zu sehen und der Ausblick aufs Meer ist einfach traumhaft schön. Optisch und auch farblich passt es gut zu den anderen Covern der Reihe. Diese sind sich sehr ähnlich und unterscheiden sich erst bei genauerem Betrachten in eineigen Details.
Meinung:
In diesem dritten Band der Finca-Reihe geht es um Margarethe, die sich ihr eigenes kleines Paradies geschaffen hat. Doch dann erhält sie einen Brief, der alles verändert.
Die drei Bände können ganz unabhängig voneinander gelesen werden, ad. jeweils ein anderer Charakter die Hauptrolle übernimmt und daher die Bände in sich geschlossen sind. Aber es macht unglaublich Spaß immer wieder in diese Finca Idylle zurück zu kehren und daher kann ich euch nur auch die vorherigen Bände empfehlen.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und locker lesen. Es wird sehr bildlich beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Auch das Flair und die Atmosphäre kommt sehr gut herüber. In Margarethe findet man sich sehr schnell hinein und auch ihre Gedanken und Emotionen sind sehr gut nachvollziehbar.
Toll finde ich auch, dass man immer wieder nebenbei auf Charaktere aus den vorherigen Bänden trifft und alles sehr schön miteinander verwoben ist.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme und gute Länge. Die Kapitelanfänge sind sehr schön gestaltet und dadurch auch gut erkennbar. Die Überschriften oder auch kleinen Sinnsprüche zu Beginn der Kapitel sind toll gewählt und wecken die Neugier auf mehr. Die Gestaltung und Gliederung hat mir sehr gut gefallen.
Die Geschichte ist interessant und auch emotional umgesetzt und sorgt für gute Unterhaltung. Das Flair und die Atmosphäre kommt sehr gut herüber und verbreitet beim Lesen etwas Urlaubsstimmung und lässt sich sehr angenehm und leicht lesen. Eine wunderschöne Geschichte für Zwischendurch und eine kleine Auszeit nebenbei. Für traumhafte Unterhaltung ist hier gesorgt und mir hat es sehr gut gefallen. Ich mag den bildlichen Erzählstil und auch die Charaktere konnten mich abholen und erreichen.
Fazit:
Wunderschöne, kurzweilige und atmosphärische Geschichte mit Urlaubsflair.
Rezensionen von PMelittaM:
Sehr spannend!
Oxen. Pilgrim von Jens Henrik Jensen
Die Ereignisse des letzten Bandes hängen den Protagonist:innen noch nach, und so sind der ehemalige Jägersoldat Niels Oxen, die PET-Mitarbeiterin Margarethe Franck und ihr ehemaliger Chef Axel Mossmann sowie die Polizistin Sally Finnsen weiterhin auf der Suche nach Verantwortlichen, speziell nach dem als Mandrill bekannten Teilnehmers der Dinge, die in jenem Keller geschahen, der u.
a. Sallys Bruder getötet hat. Dazwischen funkt ihnen nicht nur eine zunächst unbekannte Organisation, sondern auch eine Operation der dänischen Steuerbehörde, die Daten von Steuerhinterziehern aufkaufen möchte und die Hilfe von Axel Mossmann erbittet.
Der sechste Band der Reihe war für mich der erste, wird aber sicher nicht der letzte gewesen sein, das war mir beim Lesen sehr schnell klar. Nicht nur, dass die Geschichte absolut spannend ist und der Roman schnell zum Pageturner wird, auch die Charaktere mag ich, gerade, weil auch sie manchmal etwas undurchsichtig sind. So gibt es eine ganze Reihe Überraschungen, mit denen man so nicht gerechnet hat, auch wenn sich die eine oder andere vorher andeutet. Manches ist kompliziert, unlogisch finde ich aber nichts. Am Ende war ich absolut geflasht von der Geschichte und brauche unbedingt mehr.
Die vier Protagonist:innen kamen mir, auch wenn ich erst in diesem Band ihre Bekanntschaft machen konnte, schnell recht nahe, man lernt sie auch privat kennen, Oxen z. B. im Umgang mit seinem Sohn, Margarethe, die wegen eines amputierten Unterschenkels eine Prothese trägt, Sally, die um ihren Bruder trauert und nur schwer loslassen kann, und Mossmann, der es faustdick hinter den Ohren hat und seine Hündin liebt.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven und zwar nicht nur aus denen der Protagonist:innen, so gibt es ständig mehr oder weniger große Cliffhanger, und man fragt sich schnell, wie das wohl alles zusammenhängt. Auch wenn ich den Vorgängerband, dessen Geschichte hier wieder aufgenommen wird, nicht kenne, habe ich doch nicht das Gefühl gehabt, etwas nicht zu verstehen, jedoch natürlich immer mehr den Wunsch, diesen Band auch noch bzw. die Reihe von Anfang an zu lesen. Band 1 und 2 habe ich mir auch bereits gekauft.
Auch wenn alles zunächst sehr komplex und undurchsichtig wirkt, wird es nach und nach immer klarer. Die Auflösung ist gut durchdacht. Von Anfang bis zum Ende ist die Spannung hoch, zieht aber im Laufe des Bandes noch weiter an.
Gut gefallen hat mir der Erzählstil, sehr bildhaft, manchmal fast poetisch, ein interessanter Kontrast zu den auch hin und wieder auch sehr brutalen Szenen. Sehr lesenswert ist auch das Nachwort, in dem der Autor Fakten und Fiktion betrachtet.
Der sechste Band der Reihe ist sehr spannend und baut auf dem Vorgängerband auf. Trotzdem kann man ihn auch ohne Vorkenntnisse lesen und verstehen. Für mich ein Lesehighlight in diesem Jahr, das ich gerne weiterempfehle.











