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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra Sch.:

melancholischer Coming-of-Age-Roman

Krummes Holz von Julja Linhof

Der 19jährige Jirka (eigentlich Georg Schilling, wie sein Vater) kommt nach 5 Jahren Abwesenheit wieder auf den heruntergewirtschafteten Hof seiner Kindheit im Krummen Holz zurück, nachdem er mehrere Hilferufe seiner Schwester Malene ignoriert hat. Denn der Vater war nie gut zu den Kindern, zu ihr jetzt schon gar nicht, denn er ist der Meinung, dass sie nicht fähig ist, den Hof zu bewirtschaften, und ihn eher verkaufen will.

Dann noch die griesgrämige Großmutter Agnes. Nur Leander, der nach dem Tod seines Vaters, des ehemaligen Verwalters, auf dem Hof geblieben ist, ist Malene eine Stütze.

Der Schreibstil ist in kurzen Sätzen verfasst, manchmal abgehakt. Das soll wohl den Charakter von Jirka rüberbringen, der seine Geschichte in ich-Form erzählt.
Die Infos darüber, wann die Geschichte spielt und wie alt die Protagonisten sind, muss man sich während des Lesens hart erarbeiten.
Die schwüle Hitze des Sommers und die Schwermut der Bewohner kommt sehr gut rüber. Jirka ist eine unerwünschter Gast, seit der die Bitten um Hilfe ignoriert hat, seine Schwester schweigt ihn feindselig an. Agnes ist mittlerweile dement, und Georg ist gar nicht da. Nur Leander spricht mit ihm.
Es ist eine Geschichte über eine schwere arte Kindheit, über Familie, über das Erwachsenwerden, über die erste Liebe, die in den damaligen Zeiten noch nicht tolerant ist und über eine raue, aber schöne Natur, die den Bewohnern viel harte Arbeit abverlangt.

Ich bin nicht ganz zufrieden, es gibt keinen "Anfang" und kein "Ende", es ist nur ein kurzer Abschnitt aus dem Leben von Jirka, als er auf den Hof zurückkehrt, mit Rückblicken in die Vergangenheit und Kindheit, woraus sich sein Verhalten und sein Charakter erschließt, ebenso der seiner Schwester. Allerdings gab es von sooo vielen Dingen immer nur kurze Anspielungen, vieles wurde nicht offensichtlich gesagt, oder erst viel später, und das ist der Grundtenor des ganzen Buches. Passend zu den Charakteren der Familie Schilling; alle sind verschlossen und nicht einmal die Geschwister reden miteinander.

Leander konnte ich überhaupt nicht richtig greifen, er blieb für mich immer eher grau und ich konnte daher nicht nachvollziehen, was Jirka an ihm gefunden hat.
Die Enthüllungen am Schluss waren für mich schon das ganze Buch über offensichtlich; und es gibt keinen für mich richtigen und befriedigenden Abschluss. Es hängt offen in der Luft sozusagen.
Ich hätte gern noch gewusst, wie es mit den Dreien weitergeht; vor allem auch mit den Geschehnissen vom Schluss. Sowas kann im echten Leben nicht ohne Auswirkungen bleiben.


Fazit:
Ein schwermütiger Coming-of-Age-Roman über's Erwachsenwerden und die ersten Liebesgefühle.

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Rezensionen von readpassion9:

konnte meine Erwartungen nicht erfüllen

Die Verlierer von Petra Hammesfahr

Ich habe von Frau Hammesfahr schon einige Bücher gelesen, war auf ihr neuestes Werk gespannt, da sich der Plot spannend anhörte. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

Es geht um die Ermittlerin Rita Voss, die im Fall einer verschwundenen Frau ermittelt. Wie sich herausstellt gab es in der Vergangenheit vergleichbare Fälle, die Ermittlungen laufen aber nicht recht an, es dauert bis Rita Voss endlich eine heiße Spur hat.

Für mich war das Buch eher enttäuschend, angefangen bei der Figur der Rita Voss, die für mich unnahbar blieb, mit der ich nicht warm geworden bin. Sie wirkt kühl, zeigt wenig Emotionen. Ganz anders Carli, ein anderer Handlungsstrang, der in der Vergangenheit beginnt. Carli hat Tiefe, mit ihm konnte ich mitfühlen, war an seinem Schicksal ganz nah dran.

Der Schreibstil ist anspruchsvoll, ich habe allerdings die Dialoge vermisst. Viele Gespräche werden nur indirekt wiedergegeben aus Sicht von Rita Voss. Dialoge beleben die Handlung und lockern sie auf, das blieb hier leider aus.

Der Plot hat eigentlich die beste Voraussetzung zu einem spannenden Krimi. Viele verschiedene Personen und Stränge machen die Handlung unübersichtlich, die Spannung verpufft. Ich empfand die Handlung teils langatmig, um nicht zu sagen langweilig.

Fazit: Schade, das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.

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Rezensionen von PMelittaM:

Anders als erwartet, aber gut!

Die Stimme der Kraken von Ray Nayler

Die Wissenschaftlerin Dr. Ha Nguyen reist auf die Insel Con Dao, um dort besondere Kraken zu erforschen. Mit auf Con Dao ist Evrim, der weltweit einzige Androide mit Bewusstsein, und Altantsetseg, die für die Sicherheit verantwortlich ist. Bald schon gelingt es, mit den Kraken in Kontakt zu kommen und erstaunliche Erkenntnisse zu erhalten.

Der Hacker Rustem erhält einen schwierigen Auftrag, der sogar ihn, der als der beste gilt, an seine Grenzen bringt. Und ihn womöglich das Leben kosten könnte.

Der Japaner Eiko wurde entführt und schuftet nun mit anderen Sklaven auf dem ansonsten automatisierten Fischfang- und Verarbeitungsschiff Sea Wolf.

Drei Erzählperspektiven, von denen lange nicht klar ist, ob und wie sie zueinandergehören. Jede der drei ist spannend und könnte auch eine eigene Geschichte erzählen. Eine Geschichte übrigens, die in der Zukunft angesiedelt ist, vieles läuft mittlerweile automatisiert durch KI, die Meere sind endgültig überfischt, Menschen oft billiger als Roboter, jedenfalls dann, wenn man sie als Sklaven einsetzen kann; doch eine KI, die nahezu menschlich ist, wie Evrim, halten viele immer noch für sehr gefährlich.

Und neben alldem, was das menschliche Leben betrifft, wird anscheinend eine Tierart entdeckt, die dem Menschen zwar sehr fremd ist, ihm aber womöglich an Intelligenz ebenbürtig sein könnte. Natürlich weckt das sofort Begehrlichkeiten, der Archipel rund um Con Dao wird von einem Konzern aufgekauft und abgeschottet. Altantsetseg ist vor allem deswegen mit dabei, um Angriffe jeglicher Art von außen abzuwehren.

Die einzelnen Kapitel werden jeweils durch Zitate aus Büchern von Dr. Ha Nguyen und Dr. Arnkatia Minervudóttir-Chan eingeleitet. Letztere tritt erst spät im Roman in Aktion, vorher wird lediglich durch Ha und Evrim über sie gesprochen. Dennoch ist sie wichtig für das Geschehen.

Die Zitate sind jeweils passend für die Ereignisse der jeweiligen Kapitel und betonen den wissenschaftlichen Charakter des Romans. Denn dieser ist nicht nur Thriller, sondern eher Science Fiction, und die Wissenschaft in Bezug auf KI, auf Forschung, auf Kommunikation, auf Kraken und auf die Frage nach dem „Was bin ich“, ein wichtiges Element. Dadurch ist der Roman nicht immer einfach zu lesen, man sollte sich aber unbedingt darauf einlassen. Tatsächlich hatte ich auch zunächst einen etwas anderen Roman erwartet.

Die Charaktere blieben mir relativ fremd, wir erleben sie im Grunde auch nur in einem speziellen Ausschnitt ihres Seins. Interessanterweise kam mir Evrim am nächsten. Sehr interessant sind auch die Kraken, und meiner Meinung nach gar nicht so unrealistisch. Die Ereignisse sind stellenweise sehr brutal, das Ende macht aber für mich einiges wett, ich mag es sehr.

„Die Stimme der Kraken“ ist auf gewisse Weise wissenschaftlicher als erwartet, aber auch sehr spannend. Erst nach und nach erkennt man, wohin der Roman führt, das Ende empfinde ich als besonders gelungen. Man sollte sich unbedingt auf die Geschichte einlassen, sie lohnt sich.

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Rezensionen von readpassion9:

großartiges Debüt

Das Schweigen des Wassers von Susanne Tägder


"Das Schweigen des Wassers" war für mich eine großartige Entdeckung! Susanne Tägder schreibt meisterhaft, sie zeichnet mit Worten Szenen, mit einer Leichtigkeit, die doch anspruchsvoll ist. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, in die Jahre nach dem Fall der Mauer.

Hauptkommissar Groth kehrt ins Mecklenburgische Wechtershagen zurück, den Ort, an dem er aufgewachsen ist.

Die Jahre dazwischen hat er in Hamburg verbracht, bis zu seinem beruflichen Fehltritt und dem Unfalltod seiner Tochter. Ein Neuanfang musste her.

Als aus dem örtlichen See die Leiche des Bootsverleihers Siegmar Eck geborgen wird, ergeben die Untersuchungen kein Fremdverschulden, Eck ist bei einem tragischen Unfall um Leben gekommen. Wenige Tage vor seinem Tod hatte Eck mit Groth gesprochen, ihm erklärt dass er verfolgt wird. So kommen Groth große Zweifel an einem Unfalltod, er ermittelt weiter und die Spuren führen ihn Jahre zurück, zu einem Mordfall, der nie gelöst wurde.

Ich bin beeindruckt vom Plot, der Figurenzeichnung und der leicht melancholischen Stimmung, die sich durch die ganze Geschichte zieht. Tragische Gestalten, die vor dem inneren Auge lebendig werden, dazu das Retrofeeling in einer Zeit, in der es noch keine Handys gab und das Leben etwas geruhsamer als heute ablief. Der Krimi war für mich ganz großes Kino, mit Überraschungen bis zum Schluss. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

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Rezensionen von nanu?!:

Von wegen, Würste des Jahres

Die Königinnen der Würstchen von Clémentine Beauvais

Die drei Schülerinnen Mireille, Astrid und Hakima haben eigentlich nichts miteinander zu tun, bis jetzt!
Auf ihrer Schule wurden sie zur Wurst des Jahres gewählt. Ein Preis, der von den Schülern abgestimmt wird und die hässlichsten Mädchen der Schule kürt.
So lernen die drei sich kennen und beschließen, das Beste aus der Sache zu machen.

Sie organisieren eine Fahrradtour, die sie ausgerechnet mit dem Verkauf von Würstchen finanzieren wollen und lösen dabei nebenbei eine Welle der Solidarität aus.

Also Wow, also wirklich! Wenn das kein Jahreshighlight ist, dann weiß ich auch nicht.
Das Buch hat so viel zu bieten. Angefangen bei den drei Mädchen, die es wirklich nicht immer so einfach haben. Diese schreckliche Wahl zur Wurst des Jahres, noch nicht mal mit eingerechnet.
Mireille ist nicht nur die treibende Kraft und die Wortführerin der drei, sie ist es auch aus deren Sicht in der Ich-Form erzählt wird. Deswegen lernt man ihre Hintergrundgeschichte auch am Besten kennen.

Mireille ist eine tolle Charakterfigur. Sie weiß genau, wer hinter der Wurstwahl steckt und geht mit der ganzen Sache auch am erwachsensten um. Denn, sie wurde schon zum dritten Mal zur Wurst gewählt, auch wenn es dieses Jahr nur zur Bronze-Wurst gereicht hat. An den Schrecken, den dieser Wettbewerb verbreitet, hat Mireille sich schon längst gewöhnt.
Mireille trägt das Herz auf der Zunge. Sie ist direkt, oft viel zu ehrlich und kann einen den letzten Nerv rauben. Aber sie ist auch loyal und die beste Freundin der Welt, wenn man sie lässt, und wahnsinnig lustig.
Gemeinsam strampeln die drei los, samt Würstchen-Anhänger, von ihrem Heimatort Bourg-en-Bresse nach Paris, wo sie etwas wichtiges vor haben.
Wind von der Aktion bekommt die Presse erst, nachdem die einen gemeinen kleinen Artikel über die Wurstwahl herausgebracht hat. Danach macht sich die Sache selbstständig und bald sind die drei bekannt wie die bunten Hunde.

Sehr gut dargestellt fand ich die Reaktionen der Leute. Denn, wie man es von den sozialen Medien kennt, gibt es nicht nur positive und negative Kommentare unter den Artikeln, sondern auch richtig hasserfüllte.
Aber die drei ziehen ihr Ding durch, erleben auf ihrer Tour eine Menge verrückter Sachen und lernen über die Tage so einiges über sich selbst.
Sie drehen einfach den Spieß herum und aus einer anfangs hässlichen Geschichte machen sie ein lustiges Abenteuer.
Und Mireille konnte mich am Ende nochmal richtig überraschen und umhauen. Ja, ein paar Tränchen habe ich vielleicht auch verdrückt.
Und richtig toll kam dieses französische Flair rüber, fast schon wie ein kleiner Urlaub war das.
Fazit: Ein echter Buchtipp!

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Rezensionen von Gavroche:

Ein toter Richter

Südlich von Porto wartet die Schuld von Mariana da Silva

Ria Ameida hat sich dazu entschieden in Torreira zu bleiben. Sie wohnt immer noch bei ihrer Cousine Mariposa und deren Mann João, der zugleich ihr Chef ist. Denn Ria hat die Stelle von der schwangeren Mariposa übernommen. Die sich aber natürlich doch nicht raushalten kann. Ria hat eine eigene Wohnung, kommt aber nicht dazu, diese einzurichten und Marposa und João möchten auch nicht, dass sie auszieht.

Die portugiesische Familie ist halt sehr vereinnahmend. Aber dann gibt es einen Anruf: ein Richter wurde ermordet in den Dünen gefunden. Und somit tritt auch wieder Baptista, der Kommissar aus Aveira, auf. Das Aufeinandertreffen und die ständigen kleinen Streitereien von Ria und Baptista waren wieder einmal herrlich. Und auch Nuno, Rias Kindheitsfreund und mittlerweile Bestatter, ist wieder dabei.
Zwischendurch muss immer wieder gut gegessen werden und das Leben genossen werden. Dabei geraten die Ermittlungen manchmal ein wenig in den Hintergrund, was aber gar nicht weiter gestört hat.
Ich würde gerne mehr aus dieser Reihe lesen, weitere Fälle und vor allem die Hintergrundgeschichten interessieren mich sehr.

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Rezensionen von qq:

toller Ratgeber

Physio @Home von Vanessa Lämmle

toller Ratgeber
Das Cover passt zu dem Buch, und Titel. Also in Summe ein sehr authentischer erster Eindruck.
Vanessa Lämmle, eine staatlich geprüfte Physiotherapeutin, die sich auch noch mit Ernährung befasst, ist Autorin dieses Buches. Diese Kenntnisse sind gut in diesem Buch verpackt, man merkt, dass sich die Autorin auskennt.

Es gibt Übungen für Rücken, Hüfte, Beine und so weiter - also wirklich vielfältige Übungen. Die Übungen sind gut strukturiert - die Anleitung sehr detailliert, und mit Fotos ergänzt. Es fällt einfach, die Übungen korrekt nachzumachen.
Auch den 30 Tage Übungsplan finde ich gut und auch wichtig, dass dieser in dem Buch auch enthalten ist.
Ein guter Ratgeber wirklich für die meisten von uns - ich denke, jeder hat so seine Probleme und auch Vorbeugen sollte man. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung - gutes Buch.

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Rezensionen von nanu?!:

Magische Wunder oder teuflische Zauber?

Der Vertraute von Leigh Bardugo

Luzia ist nur ein einfaches Küchenmädchen. Ihre magischen Fähigkeiten, mit denen sie ihren Alltag ab und zu erleichtert, hat sie bisher vor allen geheim gehalten. Zu groß ist die Gefahr, die Aufmerksamkeit der Inquisitoren zu erregen.
Doch Luzia war nicht vorsichtig genug, ein harmloser kleiner Küchenzauber verrät ihre magischen Fähigkeiten und Luzias Herrin, Doña Valentina, versucht nun, Kapital aus Luzias Wunder zu schlagen.

Und dann dauert es auch nicht lange, bis die richtig Mächtigen der Stadt von Luzia hören.

Leigh Bardugo verwebt in ihren neusten Roman Historie mit ein bisschen Magie. Schauplatz der Geschichte ist Madrid, der König von Spanien wirkt auf sein Volk schwach und unfähig, hat er doch gerade erst seine berühmte Armada verloren. Magische Hilfe soll Spanien im Krieg unterstützen und dazu ruft der König zu einem Torneo, einem Wettbewerb auf.
Hier sollen die fähigsten Magier des Landes gegeneinander antreten, und ihr Können unter Beweis stellen.
Und da kommt Luzia ins Spiel, die bald zwischen die Fronten gerät. Denn einige wollen sich Luzias kleine Wunder zu Nutze machen, und durch ihre Fähigkeiten die Gunst des Königs erhalten, oder wieder erlangen, je nachdem wen man fragt.

Der Wettbewerb ist spannend. Nie weiß man genau wer mit offenen Karten spielt. Intrigen und politische Machtspielchen stehen am Austragungsort des Wettbewerbs an der Tagesordnung.
Der Wettbewerb selbst ist voller Wunder, Luzia wächst über sich selbst hinaus, und trotzdem scheint sie immer wieder zu noch größerem fähig zu sein. Ihr Problem, oder auch ihr Vorteil ist es, dass sie ständig unterschätzt wird.
Der Vertraute aus dem Titel des Buches, ist auch immer wieder überrascht. Was es mit ihm auf sich hat, muss jeder Leser selber herausfinden. Es ranken sich aber um seine Person die wildesten Gerüchte, sogar mit dem Teufel soll er im Bunde sein.
Und dann ist da noch die Inquisition. Sie allein entscheidet, ob die Magie auf dem Torneo Wunder sind, oder direkt aus der Hölle geschickt werden. Und sie fackelt nicht lange, wenn sie einen Verdächtigen gefunden hat.

Leigh Bardugo hat es mal wieder geschafft, mich vollkommen zu fesseln. Von Anfang an war ich in der Geschichte drin, mit Luzia habe ich mitgefiebert, nie war von der Handlung etwas vorauszuahnen. Spanien in seinem goldenen Zeitalter wird wieder lebendig gemacht, die Atmosphäre ist greifbar. Es war für mich ein tollen Lese-Erlebnis.

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Rezensionen von LeserinLu :

Harte Realität in poetischer Sprache

Die Schönheit der Rosalind Bone von Alex McCarthy

In "Die Schönheit der Rosalind Bone" taucht man ein in die düstere und beklemmende Welt eines walisischen Dorfes, in dem zwar jeder jeden beobachtet, aber bei Problemen intensiv wegschaut und geschwiegen wird. So ist Rosalind Bone von mehreren Jahrzehnten vom Erdboden verschwunden, aber erst ihre Nichte Catrin stellt Nachforschungen an.

Besonders beeindruckend ist McCarthys Fähigkeit, auf wenigen Seiten ein dichtes Bild dieses Dorfes zu entwerfen. Durch die Augen verschiedener Figuren lernen wir die Verstrickungen innerhalb der Dorfgemeinschaft nach und nach kennen. Dabei wird schnell deutlich, wie viel Gewalt, Angst, Trauer und Wut in den scheinbar idyllischen Kulissen verborgen liegt. Die poetische Sprache des Autors verleiht der Geschichte eine ganz eigene Atmosphäre und ermöglicht es dem Leser, tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der Charaktere einzutauchen. Dabei schreckt die Autorin nicht zurück, auch die Perspektive von Tätern zu übernehmen. Zudem werden dadurch die unterschiedlichen Sichtweisen auf dasselbe Ereignis deutlich. Hoffnung macht die Figur Catrin, die mit ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit das Wegschauen und Nichtstun in Frage stellt und damit den Kern der gesellschaftlichen Missstände im Dorf offenlegt.

"Die Schönheit der Rosalind Bone" ist mehr als nur ein Roman, es ist eine eindringliche Auseinandersetzung mit Themen wie Gewalt gegen Frauen, Verdrängung und dem Streben nach Gerechtigkeit. McCarthy gelingt es, diese schwierigen Themen mit Sensibilität und Tiefe zu behandeln, ohne dabei an Intensität zu verlieren. Ein Buch, das noch lange nachklingt und zum Nachdenken anregt.

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Rezensionen von NT:

Sozialpolitische Science Fiction

The April Story - Ein wirklich erstaunliches Ding von Hank Green

Als plötzlich eine mysteriöse Riesengestalt mitten in der Stadt auftaucht, kann die Protagonistin April May nicht anders, als ein Foto zu machen und ein YouTube-Video darüber zu drehen. Damit sorgt sie nicht nur im Internet für Aufsehen und wird über Nacht zu einer der bekanntesten existierenden Personen.

..

Und WOW! Was für eine Story. Das Buch ist zwar "nur" eine neue Ausgabe desselben Buches aus dem Jahr 2018, war für mich aber trotzdem unbekannt. Dass es etwas veraltet ist merkt man tatsächlich ein bisschen an den hauptsächlich genutzten Medien (Youtube und Twitter) - heutzutage hätte April May wahrscheinlich ein Tiktok Video gedreht. Doch das tut der Story keinen Abbruch.

Hank Green ist übrigens der Bruder des bekannten Autors John Green und selbst eine bekannte Person des Internets. Deswegen war gerade das sozialpolitische Thema rund um Internetbekanntheit sehr glaubwürdig geschrieben. Die Story ist turbulent, humorvoll und hat Suchtfaktor. Man möchte einfach wissen, was hinter der Riesengestalt "Carl" steckt und wie sich die ganze Geschichte entwickelt. Tolle Idee, super umgesetzt!

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