Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Jagd auf ein Phantom
Godwin von Joseph O'neill
In dem großen, unvergessenen Roman Niederland von Joseph O´Neill ging es um Kricket.
In Godwin geht es auch um Sport, insbesondere um die Suche nach einem Fußballtalent aus Afrika.
Der Roman führt ein zu Beginn in die Arbeitswelt ein und man erfährt eine Beurteilung des Protagonisten Ark Wolfe von außen.
Von Lakesha, einer Kollegin.
Mark Wolf wird von seinem Halbbruder Geoff auf das Fußballtalent Godwin angesetzt. Und es geht auch um viel Geld.
Doch Godwin ist wie ein Phantom. Zum Ende hin gibt es eine Überraschung.
Der Roman hat ein verhaltenes Tempo, das wird durch eine hohe Intensität ausgeglichen. Sprachlich ist es routiniert im Besten Sinne gemacht.
Rezensionen von Daggy:
Ein durchsetzungsfähiges Mädchen
Die Turnschuhprinzessin von Barbara Peters
Schon auf dem Cover schaut uns die ungewöhnliche Prinzessin grinsend an, zu gestreiften Socken schnürt sie ihre roten Turnschuhe zu. Die kleine Krone sitzt etwas schief und trotz einiger Volants wirkt ihre Kleidung wenig prinzessinnenhaft.
Lara heißt diese Prinzessin und mit ihrer Freundin der Bauerntochter Rosa und ihrem Freund dem Grafen Roland spielt sie gerne Fußball auf dem Platz im Schlosspark.
Die drei gehen auch gerne im See schwimmen und klettern auf die Kirschbäume. Allerdings findet die Hofdame Adelgunde, dass das alles für eine Prinzessin nicht gehört und gibt ihr den Namen „Turnschuhprinzessin“. Da sich Lara davon nichts annimmt, muss Adelgunde sich etwas einfallen lassen und so stehen bald auf dem Fußballplatz, am See und an den Bäumen Verbotsschilder. Doch die drei cleveren Kinder wissen sich zu helfen.
Viele schöne bunte Bilder und ein kurzer Text, der mit großen Buchstaben gedruckt ist, machen dieses Buch zu einer wirklich tollen Erstleser-Lektüre. Eine Prinzessin, der die Freundschaft wichtig ist und die selbstbewusst genug ist, um sich gegen die Bevormundung der Hofdame zu wehren, da möchte man doch am liebsten seine Turnschuhe anziehen und mitspielen.
Rezensionen von yellowdog:
Vater-Sohn-Geschichte
Was von meinem Vater bleibt von José Henrique Bortoluci
Was von meinem Vater bleibt ist kein Roman sondern ein Bericht.
José Henrique Bortoluci setzt damit seinem Vater ein Denkmal. Der Vater war 50 Jahre lang LKW-Faher in Brasilien und oft fern von der Familie.
Dann schildert der Autor von der schweren Erkrankung und Leiden des Vaters. Das ist teilweise drastisch und für Leser, die vielleicht auch die Leiden der eigenen Eltern erfahren haben, nicht leicht zu ertragen.
Es ist dennoch ein beeindruckendes Porträt eines oft zu fernen Vaters, das angemessen wirkt.
Rezensionen von Lesemama:
Mir war es zu gewollt
Sie haben Ihren Rollator beim Zumba vertauscht von Sybille Bullatschek
Zum Buch:
Dem Haus Sonnenuntergang droht das aus bzw. die feindliche Übernahme. Sie haben Konkurrenz bekommen, die Residenz Senior Palace. Dort ist alles viel angenehmer. Aber das kann Sybille Bullatschek natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Und so ganz nebenbei lösen sie noch einen Schwaben Crime Fall.
Meine Meinung:
Das Cover sieht witzig aus, der Klappentext klang auch ganz humorvoll. Aber mir war es zu gewollt, es erinnerte mich auch teilweise an den flachen Humor der Online Oma.
Alleine schon das ewig wiederholende Pfläge, nicht witzig. Einzig die Umgebung hat mir als Schwabe gefallen, kommt ja nicht so oft vor, dass unser schönes Schwabenländle der Schauplatz eines Buches ist.
Sie haben ihren Rollator beim Zumba vertauscht ist das zweite Buch der Reihe, ich kenne das erste noch nicht, man kann es aber auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Es gibt zwar immerwieder Anspielungen an das erste Buch, aber das fand ich jetzt nicht störend.
Mir war der Humor einfach zu flach und das ganze zu gewollt witzig. Damit kann ich nichts anfangen.
Es war nett, ein bisschen flach und mittelmäßig unterhaltsam.
Rezensionen von LeserinLu :
Ein Reiseführer voller Glück
Glücksorte in Ligurien von Stephan Falk; Anne Fink
„Glücksorte in Ligurien“ ist ein ganz besonderer Reiseführer, der aus meiner Sicht den Zauber von Ligurien passend darstellt. Auf 80 Doppelseiten werden jeweils ein Glücksort mit einem atmosphärischen Text und einem eindrucksvollen Foto vorgestellt. Dieses Buch hat es geschafft, in mir eine tiefe Sehnsucht nach Ligurien zu wecken, obwohl ich gerade erst da war.
Die Beschreibungen der Orte sind präzise und stimmungsvoll. Ich habe viele Orte wiedererkannt, die ich bereits besucht habe, und kann bestätigen, dass sie in dem Buch treffend beschrieben sind. Die Texte beleuchten nicht nur die Geschichte und Funktion der Orte, sondern fangen auch die jeweilige Atmosphäre ein und beschreiben die Menschen, denen man dort begegnen kann. Interessanterweise habe ich mindestens genauso viele neue Orte entdeckt, die ich unbedingt besuchen möchte. Daneben gibt es immer mindestens einen praktischen Tipp zu Cafés und Bars. Es sind nicht viele Tipps, aber die wenigen sind gut ausgewählt und zuverlässig – genau das, was ich für einen Urlaub ohne Freizeitstress von einem Reiseführer erwarte.
„Glücksorte in Ligurien“ hebt sich insgesamt deutlich von anderen Reiseführern ab. Es ist nicht überladen mit Informationen, sondern persönlich und inspirierend. Ich kann mir gut vorstellen, nur mit diesem Buch nach Ligurien zu reisen. Andere Reiseführer wirken oft überladen und unpersönlich, aber dieser vermittelt ein Gefühl der Nähe und Authentizität, was ich sehr schätze.
Fazit: Ein wundervoller Reiseführer, der die Schönheit und Magie Liguriens auf einzigartige Weise einfängt. Ideal für alle, die das Besondere suchen und sich von den Glücksorten dieser Region verzaubern lassen möchten.
Rezensionen von Petra Sch.:
wohlfühl-Liebesroman mit einer Prise Humor
Liebe kann doch jedem mal passieren von Anne Sanders
Julie und Alex treffen in Brighton aufeinander, als sie jeder je ein halbes Zimmer mieten - und sich dieses teilen müssen!
Beide sind aus einem bestimmten Grund nach Brighton gekommen und keiner kann sich eine teurere Unterkunft leisten.
Doch Julie ist entsetzt, dass das halbe Zimmer in der Anzeige auch wirklich ein halbes Zimmer ist (und nicht wie sie dachte ein kleine Kammer).
Klar, dass die beiden sich anfangs unsympathisch sind, da sie grundverschieden sind. Julie ist offen und lebensfroh; Alex kühl und distanziert. Die beiden gehen sich aus dem Weg und Julie hat sogar eine Wäscheleine spannt, um die beiden Hälften abzutrennen.
Doch beide verbindet mehr, als sie denken: sie hassen ihren Job. Julie ist deshalb nach Brighton gegangen, um Abstand zur Zahnarztpraxis ihrer Eltern zu gewinnen, die sie glaubt übernehmen zu müssen; Alex hingegen hat hier einen Job in einer Rechtsanwaltskanzlei begonnen, bei der er sein Privatleben an der Tür abgeben muss. Er glaubt, nur so genug Geld zu verdienen, um das Altersheim seiner Gran bezahlen zu können, weil er sich nicht mehr allein um die leicht demente alte Dame kümmern kann.
Mir gefiel sehr gut, dass beide langsam erkennen, was ihnen nicht gut tut in ihrem Leben. Und was hingegen schon. Es ist einfach so authentisch, dass man nicht auf den ersten Blick alles erkennt. Ebenso wie die Liebe, die kommt manchmal schleichend und ungewollt, und man muss es zulassen können. Ohne Drama und Tamtam.
Durch den Besitzer des Italienischen Imbiss', Orlando, und dessen flirty Sohn Dante sowie die liebevolle Gran und die grummelige Vermieterin ist die Geschichte auch mit einer guten Prise Humor gewürzt.
Fazit:
Ein schöner Liebesroman, bei dem man sich rundum wohlfühlt; mit sympathischen Protagonisten, einer authentischen Gefühlsentwicklung und einer guten Prise Humor.
Rezensionen von Lilli33:
Tödliches Mikroplastik
Partikel von Wolf Harlander
Tödliches Mikroplastik
Inhalt:
Hochzeitsgäste müssen ins Krankenhaus, ein Frachter versinkt im Mittelmeer und verursacht eine Umweltkatastrophe, ein zweijähriges Kind hat Leberkrebs im Endstadium. Die Verbindung zwischen diesen Szenarien: Mikroplastik. Die Journalistin Melissa Frey schreibt über die Firma Cyaclean, die einen Erfolg versprechenden Ansatz zum Abbau des Plastiks verfolgt.
Doch Politiker und Umweltaktivisten sind in Sorge, und auch der BND mischt mit …
Meine Meinung:
Wolf Harlander entwirft ein spannendes Szenario, das durchaus realistisch wirkt. Unterfüttert wird es mit vielen Fakten. Die Handlung ist ziemlich komplex und verschlungen. Ab und zu hätte ich mir etwas mehr Geradlinigkeit gewünscht und auch eine weniger detaillierte Erzählung. So zieht es sich manchmal doch sehr in die Länge. Trotzdem konnte Harlander mich von vorne bis hinten fesseln. Das Thema ist einfach zu wichtig und geht uns alle an. Es wird auch durchaus so dargestellt, dass man sich Gedanken über die Zukunft macht und wie man vielleicht etwas zum Guten verändern könnte.
Die Protagonistin Melissa ist eine starke Persönlichkeit. Es hat Spaß gemacht, an der Seite dieser toughen Frau, die sich nicht korrumpieren lässt, tiefer in die Materie vorzudringen. Mir war Melissa sehr sympathisch. So konnte ich gut mit ihr und ihrer kleinen Nichte Zoe mitfiebern und mitfühlen. Gerade das Schicksal des kleinen Kindes ist dabei nicht leicht zu verkraften, die Auswirkungen der Krankheit werden drastisch geschildert.
Für mich war es das erste Buch von Wolf Harlander. Insofern konnte ich mit Nelsons Recherchen zum Tod seiner Eltern nicht so viel anfangen. Offenbar zieht sich dieser Handlungsstrang bereits durch mehrere Bücher. Ausgesprochen störend fand ich es aber auch nicht.
Fazit:
Ein wichtiges Thema, das Wolf Harlander zu einem spannenden Thriller verarbeitet hat. Ich empfehle das Buch gerne weiter.
Rezensionen von Leser:
Eine Idee, die alles verändert.
Café Alba von Emilia Lombardi
Die Autorin Emilia Lombardi nimmt uns mit ins Jahr 1946 nach Piemont, in das Städtchen Alba.
Gemeinsam mit der 16-jährigen Francesca, einer Winzertochter, die dort im Hause der Familie Milani ihre erste Anstellung als Hausmädchen gefunden hat, lernen wir das ""Cafe Alba" kennen.
Ein Ort, an dem es nicht nur leckere Torten und andere wohlschmeckende Backwaren gibt.
Neben alten Familienrezepten und dem Mangel an benötigten Zutaten, gehören auch Geheimnisse, Tragödien und unvorhersehbare Ereignisse dazu.
Eine aufregende, spannende und mitreißende Geschichte, die mich schon nach den ersten Seiten in ihren Bann gezogen hat.
Die Autorin hat eine Atmosphäre geschaffen, der man sich nicht entziehen kann. Der Geruch von Haselnüssen und der Geschmack von Schokolade ist allgegenwärtig. Man spürt die Emotionen, die Francesca und Matteo umgeben, erlebt ihren Enthusiasmus hautnah mit, ihre Sorgen und Freuden.
Es gibt verschiedene weitere Figuren, die eine Rolle spielen und dank ihrer Charaktereigenschaften sehr zum Gelingen beitragen. Sie sorgen für turbulente, liebenswerte und ereignisreiche Momente, die diesem Buch die besondere Note geben.
Ein Roman, über ein Familienunternehmen, eine starke junge Frau, über Zusammenhalt und eine grandiose Geschäftsidee, der mir sehr gut gefallen hat! Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!
Rezensionen von Leserin71:
Bangen um Bibiana
Grado in Angst von Andrea Nagele
Zum Inhalt:
Commissaria Maddalena Degrassi hat sich eigentlich auf einen entspannten Yoga-Abend mit ihrer besten Freundin Bibiana gefreut, aber diese erscheint nicht. Degrassi fährt zu ihrer Wohnung und findet deren Ehemann hilflos neben ihrer fast bewusstlosen Freundin. Schnell werden die Hintergründe klar, die zur rapiden Verschlechterung geführt haben.
Doch wo ist der Täter?
Meine Meinung
Das Cover finde ich von den Farben her so schön, dass ich einen Cozy Krimi vermutet hätte. Aber „Grado in Angst“ ist anders. Der 10. Band der Grado-Reihe von Autorin und Psychotherapeutin Andrea Nagele sollte auch für Neueinsteiger kein Problem sein, da der Fall in sich abgeschlossen und die für die Handlung wesentlichen Details zu den Personen in den Text gut eingewoben werden. Da ich schon ein paar davon lesen durfte, kam ich schnell wieder in Italien an. Dass die Erzählperspektive wechselt, ist eine gute Abwechslung. Für mich wäre das Buch noch spannender gewesen, wenn nicht die Gedanken der einen Person schon von einer anderen Person gedacht worden wären. Da hat sich vieles wiederholt. Das hat natürlich auch den Effekt, dass die Entscheidungen sehr transparent und nachvollziehbar wurden. Durch die eher kurzen Sätze, die vielen Dialoge und Perspektivwechsel habe ich das Buch fast in einem durchgelesen. Die einzelnen Sprecher waren gut erkennbar.
Der Fall an sich ist durchaus sehr interessant und auch erschreckend. Gefallen hat mir die Beschreibung von Grado und seinem „Gemüsegarten“ Fossalon. Das Rezept am Ende lädt zum Nachkochen ein. Von mir bekommt das Buch knapp 4 Sterne.
Dass ich das Buch im Rahmen einer Buchverlosung bei lovelybooks.de bekommen habe, hat keine Auswirkung auf meine Bewertung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Japans Geschichte im Schnelldurchlauf
Geschichte Japans von Hans Martin Krämer
Ich bin ja ein großer Fan der Reihe Wissen aus dem C.H. Beck-Verlag, die auf knapp 130 Seiten Kenntnisse zu unterschiedlichen Themen vermittelt. Hoch erfreut habe ich die folgende Inhaltsangabe gelesen:
„Japanische Populärkultur in Gestalt von Manga, Anime, J-Pop, Fernsehserien und Computerspielen erfreut sich in der westlichen Welt großer Beliebtheit, und japanische Marken sind in der globalen Konsumkultur fest etabliert.
Der vorliegende Band sucht das heutige Japan historisch zu erhellen. Nach einem knappen Durchgang durch die vormoderne Geschichte wird der Neuzeit deutlich mehr Platz eingeräumt, weil sie für die Erklärung der gesellschaftlichen und kulturellen Gegenwart Japans ungleich wichtiger ist. Eine kurze Einführung in die geografischen und klimatischen Grundlagen der japanischen Geschichte bildet den Auftakt des Bandes.“
Daher bin ich doch recht erstaunt, dass weder die geografischen noch die klimatischen Grundlagen, wenn man vom Abholzen der dichten Wälder absieht, beschrieben werden. Auch die angesprochene „Japanische Populärkultur“ suche ich vergeblich. Für mein Gefühl ist der „knappe Durchgang durch die vormoderne Geschichte“ doch ein wenig länger geraten. Hat man hier einen Klappentext für ein anderes Buch konzipiert?
Also, bitte nicht falsch verstehen, aber eine solche Inhaltsangabe weckt doch eine bestimmte Erwartungshaltung, die dann doch in eine leichte Enttäuschung abgeglitten ist, zumal ich glaube, ein Buch mit dem selben Titel bereits 2014 (?) gelesen zu habe.
Nun, ich will ja nicht nur meckern, denn mit Erstaunen habe ich gelesen, dass zwischen 592 und 770 mehrere KÖNIGINNEN und fünf KAISERINNEN regierten. Das war mir neu!
Mit dem neuen Tenno Kanmu (737-806), der alles daran setzte die Macht der Frauen zu brechen und sie auf das ihnen zugedachte Maß zurechtzustutzen, ist der Traum vom Regieren für die nächsten 1.000 (plus ein paar) Jahre einmal ausgeträumt. Das scheint sich bis heute nicht geändert zu haben, denn obwohl Gleichberechtigung der Frauen im Gesetz steht, sieht es damit ziemlich schlecht aus. Aber, wir wissen ja, Papier ist mehr als geduldig. Ob die Frauen das auch sind?
Grundsätzlich ist das Buch für alle jene, die einen kurzen Abriss der Historie Japans bekommen wollen, gut geeignet. Der Autor spannt den Bogen von der Steinzeit bis hin zur Gegenwart. Allerdings, das merkt auch Hans Martin Krämer an, ist die Einteilung der Epochen Japans nicht unbedingt mit denen Europas zu vergleichen.
Um sich in Japan zurechtzufinden, sind zwei Karten abgebildet. Der Schreibstil ist gut zu lesen. Die japanischen Namen und Bezeichnungen bedürfen allerdings ein genaues Hinsehen.
Fazit:
Das Buch eignet sich gut für alle jene, die einen kurzen Abriss der Historie Japans bekommen wollen. Die Inhaltsangabe hat mich etwas anders erwarten lassen, daher ziehe ich einen Stern ab (4 Sterne).











