Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Eine Geschichte bei der ich mich schwer getan habe
Flammenschwestern von Lina Bengtsdotter
Katja Rainen und Vega Silver sind in ihrer Kindheit als beste Freundinnen unzertrennlich. Und sie teilen ein Geheimnis, dass sie sich geschworen haben, nie zu lüften. Als Vega, die nun in London lebt, viele Jahre später einen verzweifelten Hilferuf ihrer Freundin bekommt, kommt sie natürlich sofort zurück in ihren keinen Heimatort Stentorpsgården.
Doch ihre Freundin Katja ist verschwunden. Das erinnert Vega an eine andere Frau, die vor vielen Jahren hier spurlos verschwand und deren Spur für immer im dunklen liegt.
Genau so schwer wie ich mich hier mit der Besprechung des Buches tue, ging es mir mit der Geschichte selbst auch.
Zum einen hatte ich Probleme immer genau zu wissen, bin ich gerade im Hier und Heute oder erfahre ich weitere Einzelheiten aus der Vergangenheit von Vega und Katja, die mir im Laufe der Geschichte immer näher gebracht wird. Was auch durchaus wichtig ist um den Geschehnissen im Jetzt folgen zu können.
Mir waren auch die vielen Menschen, denen ich hier begegne einfach zu viele. Ich wusste nie, spielt er oder sie vielleicht eine wichtige Rolle oder ist er/sie einer von denen, die mir nur hier und da begegnen und mir nichts Wichtiges zu sagen haben.
Die Geschichte an sich zieht sich an einigen Stellen so, dass ich froh war, wenn ich wieder in eine andere Szene eintauchen konnte. Alles in allem war es für mich eher ein Buch, bei dem ich froh war, als ich es dann ausgelesen zur Seite legen konnte.
Dabei ist die Geschichte um die verschwundene Katja und auch um das gemeinsame Geheimnis an sich sehr interessant und auch spannend. Der Erzählstil hat mir gut gefallen, kommt er doch, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt, ohne großes Gemetzel und Blutvergießen aus. Insgesamt aber kein Buch, das ich noch einmal lesen würde.
Diese Geschichte einer Autorin, die ich bisher nicht kannte, hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
Rezensionen von Lesestern:
Die Verwandlung : Raupe wird Schmetterling oder Eva lernt fliegen
Evas Rache von Thomas Ziebula
" Evas Rache" ist der vierte und letzte Teil der historischen Krimireihe um den Leipziger Inspektor Paul Stainer.
Der Roman ist aus der Feder von Thomas Ziebula und ist im April 2024 im Rowohlt Verlag erschienen.
Wie bereits die Vorgänger spielt auch dieser Teil wieder in der Nachkriegs-Zeit- Leipzig im Jahr 1922.
Paul Stainer ist immer noch angeschlagen von den persönlich erlebten Traumas des 1.Weltkriegs, dessen depressive Nachwirkungen er mit Alkohol und Nikotin zu besänftigen versucht.
Eine Mordserie um einen brutalen Frauenmörder " die Bestie von Leipzig" bringt ihn an den Rand seiner Belastbarkeit.
Auch die historischen Einflüsse, die zunehmende Radikalisierung, die auch in die Wächterburg hineinreicht, machen dem sozialpolitisch gesinnten Stainer zu schaffen. Als er im aktuellen Fall einen mit Orden hochdekorierten " Kriegshelden" ins Visier nimmt, erntet er gefährlichen Gegenwind.
Erst als eine entführte Frau eines Wissenschaftlers auf der Bildfläche erscheint, kommt Bewegung in den Fall...
Mein Leseeindruck:
Auch der neue Kriminalroman der Stainer Serie zeichnet sich wieder durch eine hervorragende Recherche aus, die Kulissen der einzelnen Szenen sind authentisch beschrieben. Dies belegen auch die im Anhang angeführten Quellen, die Thomas Ziebula für seine historische Hintergrundsarbeit verwendet hat.
Sein fließender spannungsgeladener Schreibstil hat auch hier wieder einen kurzweilig gut lesbaren und fesselnden Kriminalroman erschaffen.
Seine Charaktere, bereits vertraute Personen aus den Vorgängern, wie auch neue Figuren sind überzeugend dargestellt und fügen sich authentisch in die Handlung ein.
Als Kontrast zum konservativen Leipzig erscheint hier Rosa, Stainers gute Bekannte, die inzwischen als Künstlerin Erfolge feiert und ein eher modernes und vitales Leipzig verkörpert.
Auch der neue Fall spart nicht an Grausamkeiten: Gier, Rachsucht und diesmal auch der russische Geheimdienst treibt sein Unwesen.
Die Rolle der Eva, die den Titel des Romans bestimmt, steht für die größte Entwicklung der Protagonisten. Vom Dornröschen- Schlaf erwacht, startet sie ihren Rachefeldzug, anders als erwartet und mit schmerzlichen Stolpersteinen.
Und auch innerhalb des Polizei- Teams kommt es zu ungeahnten Vorfällen zwischen Leben und Tod.
Mein Fazit:
Ein würdiger Abschluss der Reihe, aber das Fehlen dieser Art von Ermittler wäre ein Verlust für die Kriminalwelt.
Vielleicht gibt es ja einen Nachfolger, der in die Fußstapfen von Stainer tritt...
Rezensionen von Bellis-Perennis:
"Wenn es heute nicht klappt, sind wir verloren!"
Ein schwarzer Tag im Juli von Dörte Schipper
„Wenn es heute nicht klappt, sind wir alle verloren.“
Aus Anlass des 20. Juli 1944, an dem eine Gruppe von Offizieren versucht, durch Tyrannemord, den zweiten Weltkrieg zu beenden, und der sich nun zum 80. Mal jährt, erscheinen zahlreiche Sachbücher oder historische Romane wie dieser hier.
Dörte Schipper nimmt uns mit, die Wochen der Vorbereitungen, zu erleben.
Sie bettet diese dramatischen Tage, die wie man weiß, mit einem schwarzen Tag im Juli enden werden, in eine für damalige Zeiten typische Familie ein.
Egon Reusler ist ein junger Offiziersanwärter, der im August 1944 an die Front muss. Zuvor will er seine schwangere Freundin heiraten. Während der hektischen Hochzeitsvorbereitungen lernt er durch seinen Onkel Leopold von Schülow einen der Mitwisser der Stauffenberg-Gruppe kennen für den er den einen oder anderen streng vertraulichen Botengang erledigen soll. Dafür könnte möglicherweise ein abermaliger Aufschub des Marschbefehls erreicht werden, denn bislang ist Egon krankheitsbedingt nicht einberufen worden, was seinem Vorgesetzten Albert Winkler missfällt. Winkler ist nicht nur ein fanatischer Nazi sondern leider auch ein angeheirateter Verwandter, der mit seiner Frau nun in der Wohnung der Reuslers wohnt, weil deren eigene zerstört worden ist. Die Winklers benehmen sich abscheulich, requirieren die kargen Lebensmittelvorräte, beanspruchen den größeren Teil der Wohnung für sich und dann steigt er noch Paula, Egons Schwester nach.
Wie hinlänglich bekannt, scheitert das Unternehmen Walküre, Hitler überlebt, Stauffenberg sowie seine unmittelbaren Mitverschwörer werden noch am selben Abend im Bendler-Block hingerichtet. Hitlers Schergen beginnen mit dem großen Aufräumen, in dem nicht nur die Verschwörer und Mitwisser hingerichtet werden, sondern auch deren Familien in Sippenhaft genommen werden sowie einige private Rechnungen beglichen werden.
Meine Meinung:
Ich habe schon zahlreiche Sachbücher und historische Romane zum 20. Juli 1944 gelesen. Dieses Buch über einen schwarzen Tag in der Geschichte Deutschlands ist penibel recherchiert und erzählt die Wochen davor aus Sicht einer ganz normalen Familie.
Der Riss, der nach Jahren des NS-Regimes durch zahlreiche Familien geht, hier fanatische Nazis, die nach wie vor an den Endsieg glauben, und dort desillusionierte Menschen, die nichts lieber als Frieden hätten, ist sehr gut beschrieben. Als Witwe hat es Egons Mutter ohnehin sehr schwer, schwebt doch über dem Unfalltod ihres Mannes der unausgesprochene Geruch eines Selbstmordes, weil er die Gräuel der Nazis nicht mehr ausgehalten hat. Damit ist sie nicht alleine.
Nachdem die Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie gelandet sind, die deutschen Truppen an der Ostfront verbluten und die Air Force der Amerikaner und Briten deutsche Städte in Schutt und Asche legen, ist vielen Menschen klar, dass der Krieg verloren ist. Doch statt aufzugeben, befiehlt Hitler „den totalen Krieg“. Zeit für die Attentäter zu handeln.
Dieser Versuch Hitler an diesem 20. Juli 1944 zu beseitigen, war nicht das einzige (misslungene) Vorhaben, den Massenmörder zu stoppen. Vielleicht aber der Bekannteste, weil er aus dem Innersten der Wehrmacht kam.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem penibel recherchierten und aus ungewöhnlicher Perspektive fesselnd erzähltem historischen Roman 5 Sterne.
Rezensionen von Julchentim:
KI in der Medizin - ein Justiz-Krimi 1. Klasse
Der 1. Patient von Florian Schwiecker; Michael Tsokos
"Der 1. Patient" von Florian Schwiecker und Michael Tsokos hat mich von der ersten Seite an gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Der Thriller punktet mit einer faszinierenden Mischung aus spannender Handlung und authentischen Einblicken in die Welt der Rechtsmedizin.
Die Charaktere konnten mich absolut mit der Story mitfiebern lassen.
Besonders Fred Abel ist eine unglaublich vielschichtige Figur, die sowohl durch ihre Professionalität als auch durch ihre menschliche Seite überzeugt. Seine Arbeitsweise ist präzise und leidenschaftlich, was ihn für mich besonders sympathisch machte. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und tragen wesentlich zur Tiefe und Dynamik der Geschichte bei.
Der Schreibstil ist klar und fesselnd, was ich für meinen Lesefluss als angenehm empfand. Besonders beeindruckt haben mich die detaillierten Beschreibungen der rechtsmedizinischen Prozesse. Diese sind so geschickt in die Handlung integriert, dass sie nicht nur informativ, sondern auch extrem spannend sind. Unerwartete Wendungen halten die Spannung konstant hoch, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Die düstere Atmosphäre des Romans wird durch die authentischen Schauplatzbeschreibungen und die realistischen Darstellungen der Rechtsmedizin verstärkt. Besonders die Szenen in den Obduktionsräumen haben mich tief beeindruckt – sie sind intensiv und vermitteln ein starkes Gefühl für die Arbeit eines Rechtsmediziners.
Mein Fazit: "Der 1. Patient" hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Florian Schwiecker und Michael Tsokos haben einen Thriller geschaffen, der nicht nur durch seine spannende Handlung, sondern auch durch seine realistischen Einblicke in die Rechtsmedizin besticht. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem gut recherchierten und packenden Thriller ist.
Für mich ist "Der 1. Patient" ein echtes Highlight. Die faszinierende Mischung aus Spannung und Fachwissen hat mich völlig in ihren Bann gezogen. Die vielen fachlichen Details tragen erheblich zur Authentizität und Tiefe des Romans bei. Alles in allem ein absolut lesenswertes Buch, das mich bis zur letzten Seite begeistert hat.
Rezensionen von Linelovesreading :
Ganz nett
Not Worth Saving von Marie Niebler
Dieses Buch hat mir leider nicht so gut gefallen, da ich mir deutlich mehr davon erwartet habe. Ich hatte auf eine schöne Liebesgeschichte gehofft, stattdessen ging es hauptsächlich nur um das Eine beziehungsweise darum, es nicht zu tun. Erst gegen Ende kam dann mal ein bisschen Tiefgang in die Geschichte und man hat mehr über die Protagonisten erfahren.
Das Ende war dann ziemlich überraschend und hat mir gut gefallen.
Die Handlung beginnt mit vielen Geheimnissen und viel Gerede darum. Die Geheimnisse werden aber nicht alle im Laufe der Geschichte gelüftet. Das passiert vermutlich erst im zweiten Band der Reihe, den ich auch lesen werde.
Die Charaktere sind zu Beginn ohne Tiefgang und bleiben auch lange so. Da hätte ich mir eine bessere Ausarbeitung gewünscht. Sympathisch waren sie mir auch nicht wirklich und in sie hineinversetzen konnte ich mich ebenfalls nicht. Richtig gern mochte ich nur Columbo, den Hund.
Der Schreibstil war mir zum Teil zu primitiv, da es extrem viele sexuelle Anspielungen gab. Das war mir persönlich zu viel. Auch sonst war der Schreibstil sehr einfach.
Was mich zusätzlich verwirrt hat, ist, dass es eigentlich eine weihnachtliche Geschichte ist, da die Handlung in Australien von November bis Januar spielt. Durch die Beschreibung der Temperaturen habe ich das immer wieder vergessen und war irritiert, als dann Weihnachten gefeiert wurde. Eine Info zur Zeit, in der die Geschichte spielt, auf dem Klappentext hätte ich gut gefunden.
Insgesamt leider ein eher flaches Buch ohne viel Tiefe.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine unbedingte Leseempfehlung
Das Echo der Zeit von Jeremy Eichler
Jeremy Eichler, amerikanischer Musikkritiker und Autor nimmt seine Leser auf eine Reise in die Musik und die Vergangenheit mit.
Am Beispiel von Arnold Schönberg, Richard Strauss, Dmitri Schostakowitsch und Benjamin Britten zeigt er auf, wie die Erfahrungen, die die Komponisten den Ersten und Zweiten Weltkrieg gemacht haben, in ihre Kompositionen eingeflossen sind.
So erfahren wir, dass Arnold Schönberg (1874-1951), Enfant Terrible der Musik und Wiener Jude, in seinem New Yorker Exil als erster Komponist an einem Musikstück arbeitet, das die Shoa zum Thema hat: „Ein Überlebender aus Warschau“. Die Komposition ist so verstörend, dass sie, obwohl eine Auftragsarbeit für das Boston Symphony Orchestra, erst im 1948 von einem Laienensemble uraufgeführt wird.
Quasi als Antipoden stellt uns Eichler dann Richard Strauss (1864-1949) vor: Er ist von 1933 bis 1935 Präsident der Reichsmusikkammer und damit ein früher Nutznießer des NS-Regimes. Allerdings fällt er später in Ungnade, weil er für seine Oper „Die schweigsame Frau“ das Libretto vom jüdischen Autors Stefan Zweig schreiben lässt. Hier zeigt Strauss Courage und besteht darauf, dass Zweigs Namen auf den Programmheften zu lesen ist. Gleichzeitig ist Strauss‘ Schwiegertochter Jüdin. In seinem letzten Werk „Metamorphosen für 23 Streicher“ spiegelt sich die Verwandlung Deutschlands in eine Trümmerwüste wieder.
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) dessen Leben ein Auf und Ab in der Sowjetunion ist, vertont das Gedicht von Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko (1932-2017) dessen erste Zeile lautet:
„Es steht kein Denkmal über Babyn Jar“
Damit setzt Schostakowitsch 1961 mit seiner düsteren „Dreizehnte Sinfonie“ dem Massaker der Deutschen Wehrmacht von 1941 im ukrainischen Babi Jar ein Mahnmal. Das Werk missfällt den sowjetischen Machthabern, weil es (verdeckt) den Antisemitimus der UdSSR anprangert. Dazu passt perfekt, dass Jeremy Eichler, wenige Wochen vor Putins Angriff auf die Ukraine 2022, während seiner Recherche zu diesem Buch, auch die Schlucht von Babyn Jar aufsucht und keine Spur der Schlucht findet: Das Sowjet-Regime hat die Schlucht von Babyn Jar auffüllen lassen und damit versucht, jede Spur des Massakers an den ukrainischen Juden in der Schlucht von Babyn Jar zu tilgen. Ob das, anlässlich des 80. Jahrestages des Massakers 2021 errichtete Denkmal den Angriffskrieg Putin überstehen wird, ist ungewiss. Damit erfüllt sich die düstere Prophezeihung aus Jewtuschenkos Gedicht abermals.
Der vierte Komponist, den uns Jeremy Eichler hier vorstellt ist Benjamin Britten (1913-1976). Geprägt durch frühkindliche Kriegstraumata aus dem Ersten Weltkrieg (eine von einem Zeppelin abgeworfene Granate schlug unmittelbar neben dem Haus der Familie Britten ein und beschädigen das Gebäude), verlässt er 1939 Europa Richtung Amerika und gilt als Kriegsdienstverweigerer. Diese Schmähung wird er 1945 entkräften, als er mit den jüdischen Geigenvirtuosen Yehudi Menuhim (1916-1999) auf seiner Reise durch das zerstörte Deutschland begleitet, unter anderem das KZ Bergen-Belsen besucht und vor Tausenden Displaces Persons, darunter Überlebende der Shoa, Konzerte gibt.
Am 30. Mai 1962 wird Brittens Komposition „War Requiem“ in der wiederaufgebauten Kathedrale von Coventry, deren Vorgängerbau im Rahmen der deutschen Bombardierung der Stadt während der Luftschlacht um Englandweitgehend zerstört worden ist, uraufgeführt.
Meine Meinung:
Jeremy Eichler ist mit diesem Buch ein außerordentliches wie erschütterndes Zeugnis, das musikalische Mahnmale der Zeitgeschichte und ihre Wirkungs mit der Zeitgeschichte zweier Weltkriege verknüpft. Jeremy Eichler hat mit "Das Echo der Zeit" eines der bedeutendsten Musikbücher der vergangenen Jahre geschrieben. Das Buch richtet sich an musikalisch wie historisch Interessierte.
Es ist nicht unbedingt notwendig, Musikexperte zu sein. Man kann diesem beeindruckenden Buch auch so folgen. Ich werde mir die vier genannten Musikstücke (zumindest auszugsweise) anhören, obwohl ich kein ausgesprochener Klassik-Fan bin. Zudem werde ich dieses Buch sicherlich abermals zur Hand nehmen.
Jeremy Eichlers Schreibstil ist beeindruckend. Das Buch ist penibel recherchiert und enthält eine Vielzahl von Abbildungen. Die sehr gute Übersetzung stammt von Dieter Fuchs.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Buch, das mich ob der Fülle der Details sehr beeindruckt hat, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von pageturner:
Netter Roman ohne Tiefgang
Experienced. Die Liebe bietet unbegrenzte Möglich von Young, Kate
"Experienced" ist ein angenehmer Roman mit einem leichten und zugänglichen Schreibstil. Die Geschichte folgt der dreißigjährigen Bette, die sich in einer unerwarteten Lebensphase wiederfindet, als ihre Freundin Mei eine dreimonatige Beziehungspause vorschlägt. Bette, die eigentlich keine Lust auf dieses Experiment hat, sieht sich plötzlich mit den Tücken und Chancen der Dating-Welt konfrontiert.
Der Roman besticht durch seine sympathischen Figuren. Bette ist eine authentische und liebenswerte Protagonistin, deren Unsicherheiten und innerer Konflikte gut nachvollziehbar sind. Auch die Nebencharaktere, allen voran Ash und Ruth, sind charmant und tragen zur lockeren und unterhaltsamen Atmosphäre bei. Allerdings mangelt es der Geschichte an Tiefe. Die Handlung ist weitgehend vorhersehbar, und die Entwicklung der Figuren bietet wenig Überraschungen. Bettes Reise zu sich selbst und ihrer Queerness verläuft in vorhersehbaren Bahnen, ohne größere emotionale oder narrative Höhepunkte. Insgesamt ein netter Roman für zwischendurch. Wer eine leicht verdauliche, charmante Geschichte über Selbstfindung und queere Liebe sucht, wird hier fündig werden, auch wenn tiefere Einblicke und unerwartete Wendungen eher Mangelware bleiben.
Rezensionen von Karo:
Spannende Auseinandersetzung
Experienced. Die Liebe bietet unbegrenzte Möglich von Young, Kate
"Experienced" von Kate Young dreht sich um die Protagonistin Bette. Bette ist dreißig Jahre alt und führt eine vermeintlich glückliche Beziehung mit Mei. Doch plötzlich und für Bette ziemlich unverständlich fordert Mei eine dreimonatige Beziehungspause und begründet diesen Wunsch damit, dass Bette sich erstmal richtig ausleben und finden muss.
Bette ist ziemlich überfordert und traut sich nicht, für ihre eigenen Wünsche einzustehen. So landet sie gezwungenermaßen bei One Night Stands und auf Dating-Apps und fühlt sich zuerst einfach nur unwohl. Doch nach einiger Zeit verändert sich ihre Meinung und sie erhält das Gefühl, dass Mei vielleicht doch nicht ihre große Liebe ist.
Ich habe mich für "Experienced" beworben, da mir das schöne hellblaue Cover mit der lebensfrohen Frau sehr gefallen hat. Auch den Roman fand ich überzeugend. Er setzt sich mit vielen aktuellen Themen auseinander und hat keine Hemmnisse bei der Thematisierung von Querness und Sexualität. Mir hat diese offene Auseinandersetzung mit diesen Themen, die ja sonst eher gescheut werden, sehr gut gefallen. An der ein oder anderen Stelle hat sich das Buch für mich ein bisschen gezogen, hier sind Handlung und Schreibstil einfach etwas ausufernd geworden und haben mich ein kleines bisschen verloren. Die ein oder andere Entscheidung der Handlung und Charaktere schien mir zwar sehr vorhersehbar, trotzdem hatte ich alles in allem eine sehr schöne Lektüre.
Rezensionen von Franz_Mechanik:
Mechanik auf low level
Technische Mechanik 2 - Elastostatik von Andreas Huber
Vom Springer Verlag war ich bisher immer sehr überzeugt. Dieses Werk ist so ziemlich das Letzte was man auf dem Markt erhalten kann. Man kann Schüler:innen bzw. Student:innen - für sie wäre das "Werk" gedacht - nur davor warnen. Es gehört vom Markt genommen! Fachlich überwiegend völlig falsch und didaktisch schlecht.
Hier liegt kein Fachwissen oder Studium zugrunde. Wenn das Hooksche Gesetz mit kommerzieller Software nachgewisen wird stellts einem die Haare auf usw....
Eigenartig, dass Ressensionen verschwinden....
Rezensionen von Lesemama:
Ein Mitbewohner zum verlieben
Liebe kann doch jedem mal passieren von Anne Sanders
Bewertet mit 3,5 Sternen
Zum Buch:
Alex muss sparen, er muss seine Großmutter unterstützen und für ihn gibt es eh nur Arbeit.
Julie braucht dringend eine Auszeit, um sich zu überlegen wie es mit ihrem Leben weitergeht.
Beide sind in demselben Zimmer zur Untermiete eingezogen. Was zuerst für Julie eine Katastrophe zu sein scheint endet nach etwas Chaos mit Liebe.
Meine Meinung:
Das Cover ist ansprechend, die Kurzbeschreibung machte neugierig.
Die Story wird abwechselnd aus Sicht von Julie und Alex erzählt, so bekommt man, meiner Meinung nach, einen ganz guten Überblick. Julie ist zu Beginn überhaupt nicht begeistert von der Wohnsituation, brauchte diese Auszeit aber dringend und für eine andere Unterkunft fehlt das Geld. Außerdem ist es ein Haus, in dem das Leben wohnt. Eine neue Freundin ist auch noch dabei.
Ich fand es schon sehr vorhersehbar, aber es ist ein Liebesroman, da erwarte ich nichts anderes. Der Weg dahin war ganz amüsant und schön zu lesen. Aber alles in allem war es eben nur durchschnittlich, es konnte mich nicht wirklich berühren und es konnte mich nicht überraschen. Schöne Sommerlektüre zu wohlfühlen.










