Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nil_liest:
Auf der Suche in der Mitte des Lebens
Mit den Jahren von Janna Steenfatt
Dies war der erste Roman, den ich von Janna Steenfatt gelesen habe und es hat mich umgehauen! Was ein gutes Buch! Wer keine 20 Jahre alt mehr ist, weiß mit der Zeit, dass das Leben nicht Schwarzweiß ist, viele Schattierungen haben kann und die Suche nach dem eigenen Platz nie so recht endet, ist man doch auch Veränderung ausgesetzt wie das Jahr den Jahreszeiten.
In diesem guten Roman ‚Mit den Jahren‘ lernen wir drei Personen besonders intensiv kennen und jeder erzählt aus einer ureigenen Perspektive. Dreh- und Angelpunkt ist Lukas. Ein Künstler, Vater und mit Eva verheiratet. Hat aber eben auch eine Affäre mit Jette. Die ist Schriftstellerin und Single, was mit den Jahren immer mehr zum Bequemlichkeitsfaktor wurde. Und nun ergibt sich hier eine besondere Dynamik zwischen den Dreien, den auch Eva und Jette treffen aufeinander.
Schauplatz ist Leipzig und das spürte ich beim Lesen besonders. Die Stadt ist auch eine Protagonistin, ein elementarer Bestandteil des Romans.
Obwohl die Geschichte sehr offensichtlich ist, nahm sie mich mit durch den tollen Schreibstil von Janna Steenfatt und hatte auch einen guten Spannungsbogen. Hinterfragend, gut geschrieben. Vielleicht hat mich das Buch auch so abgeholt, weil ich genau in dem Alter der drei Protagonisten bin.
Fazit: Was ist die eigene Lebensform und wenn man die Mitte seines Lebens erreicht hat: Ist es die Form die es beibehalten soll?
Rezensionen von Ryria:
Nostalgie des Erwachsenenwerdens
Die Sache mit Rachel von Caroline O'Donoghue
Ich habe mich lange nicht mehr von einem Buch so persönlich angegriffen und gleichzeitig köstlich unterhalten gefühlt. Immer wieder gibt es Momente, in denen man sich fragt, ob einem die Hauptcharaktere überhaupt sympathisch sind, in denen man sie für ihre Handlungen verurteilt - nur um dann daran erinnert zu werden, dass man selber mal Anfang 20 war.
Auch wenn das eigene Leben nicht ganz so aufregend wie das Jahr 2010 von Rachel und James war, so findet man sich doch laufend in den kleinen und großen Emotionen wieder: Die Langeweile im Nebenjob, der Gedanke, dass man nicht genug bezahlt wird, die Freude über einen aufregenden neuen Kollegen. Der Wunsch und Vorsatz, "erwachsener" zu handeln, und sei es nur die Wäsche richtig zu waschen oder mal früher aufzustehen. Und schließlich die kleinen Schwärmereien, bei denen man genau 2 Tage untröstlich ist und dann eher froh, dass sie jetzt "erledigt" sind - und dazwischen vielleicht die ganz große Liebe mit echten Gefühlen.
An all dies hat das Buch mit viel Humor erinnert und es mit kleinen Details zu einer authentischen Geschichte verknüpft, sodass man sich am Ende wünscht, man hätte auch einen besten Freund namens James in seinem Leben.
Rezensionen von Nele33:
Erwartungen nicht erfüllt
Anna O. von Matthew Blake
Mord im Schlaf? Dies ist die Frage, die sich Ben als forensischer Psychologe seit Jahren stellt. Als in die Klinik, in der er arbeitet, Anna O. eingeliefert wird, sieht er sich am Anfang eines Karriere Boosts.
Anna hat seit 4 Jahren die Augen nicht mehr geöffnet, genau ab dem Zeitpunkt, als sie mit blutigem Messer am Tatort des Mordes an ihren Freunden aufgefunden wurde.
Ben hat die Aufgabe, Anna wieder ins Leben zurückzuholen, damit ihr der Prozess gemacht werden kann. Die alles umfassende Frage lautet, hat Anna die Freunde im Schlaf erstochen, ist sie überhaupt schuldfähig? Ben diagnostiziert ein Resignationssyndrom, welches mir bis dato nicht bekannt war. Leider wird auf dieses Syndrom im Verlauf des Buches nur noch am Rande eingegangen. Dafür gibt es einiges an Nebenschauplätzen, die ich für einen Thriller nicht gebraucht hätte.
Nach einem guten und auch spannenden Einstieg ins Buch verlor sich die Handlung in langatmigen Erklärungen und Gedankengängen, die mir gänzlich die Spannung genommen haben.
Die Figuren bleiben in meinen Augen enttäuschenderweise ziemlich flach und es war mir nicht möglich, für eine von ihnen Sympathien zu entwickeln. Das Ende wurde dann noch viel zu schnell abgehandelt und war keine große Überraschung mehr.
So kann ich dem Buch leider nur 2 Sterne, da meine Erwartungen nicht erfüllt wurden.
Rezensionen von Kapitel60:
Ein fast perfektes Erstleserbuch
Olympiade der Tiere - Auf die Tatzen, fertig, los von Tina Schilp
Worum geht's?
Da sich Vater Löwe das Bein verletzt hat, soll Lenni, der kleine Löwe, ihn bei der Tierolympiade vertreten. Eine große Bürde, die er auf sich nehmen muss.
Cover, Illustrationen und Schreibstil
Das wunderschöne und niedliche Cover des Buchs sticht sofort ins Auge. Auch die Illustrationen im Inneren sind einfach zauberhaft.
Für mich ist eine durchgängige Illustrationen eines Erstleserbuches einfach ein Muss. Auch der Schreibstil ist perfekt für Leseanfänger. Der Text ist leicht verständlich, die Sätze sind kurz und dennoch ist die Geschichte spannend und kurzweilig.
Fazit
Dieses Buch ist nicht nur perfekt für Leseanfänger, es eignet sich auch wunderbar als Vorlesebuch. Meinen Enkelkindern hat das Buch sehr gut gefallen. Sie haben vom Anfang bis zum Ende mit Lenni mitgefiebert. Einziger Wermutstropfen ist der Anfang. Lenni ist wirklich ins kalte Wasser geworfen worden. Er musste ohne Vorbereitungszeit an Board gehen. Außerdem hat er das Gefühl, dass seine Familie nur dann stolz auf ihn ist, wenn er das Rennen gewinnt. Da tut uns Lenni unglaublich leid. Diese Passage hätte man wirklich etwas anders schreiben können.
Rezensionen von Heike:
Ein Kampf gegen den Plastikmüll und seine Folgen
Partikel von Wolf Harlander
Partikel, das sind kleinste Teilchen Mikroplastik, die sich in unserer Kosmetik, der Kleidung, in Hygieneartikeln, Spielzeug oder Nahrungsmitteln befinden. Als ihre Nichte Zoe schwer erkrankt, beginnt Journalistin Melissa zu recherchieren und stößt dabei auf kriminelle Machenschaften großer Unternehmen, denen Umweltschutz herzlich egal ist.
Je mehr Melissa herausfindet, desto bedrohlicher wird die Lage für sie persönlich. Denn mit den Drahtziehern ist nicht zu spaßen, sie gehen über Leichen.
Für mich war Partikel das erste Buch, das ich vom Autor Wolf Harlander gelesen habe. Es wird nicht das letzte bleiben, denn ich hatte viel Spaß beim lesen. Ich gebe aber zu, ich hatte etwas mehr Endzeitszenario erwartet, als ich bekomme habe. Der Schwerpunkt des Romans liegt auf Umweltkriminalität und nicht auf der Erkrankung selber. Es haben zwar schon viele Menschen Mikroplastik im Blut, aber den meisten passiert nichts, nur einzelne werden wie Zoe wirklich krank davon. Melissa ermittelt eigentlich nur, weil sie persönlich betroffen ist. Das ist allerdings sehr unterhaltsam geschrieben und ich bin ihr gerne gefolgt. Melissa hatte mein Mitleid, da sie anfangs als Journalistin noch nicht ganz ernst genommen wird und auch ein äußerst schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern hat. Auch die Beziehung zu ihrer Freundin Victoria, die sich als Umweltaktivistin engagiert, ist ziemlich merkwürdig. Zu Beginn kämpft Melissa also allein gegen einen riesigen Gegner.
In der Nebenhandlung ermitteln BND-Beamte im Fall einer Plastikkatastrophe im Meer, nachdem ein Schiff gesunken ist, das illegal Plastikmüll nach Nigeria bringen sollte. Dieser Handlungsstrang beleuchtet politische und wirtschaftliche Hintergründe und wird später mit dem von Melissa zusammengeführt. Eine kleine Nebengeschichte ist die des BND-Beamten Nelson, die für meinen Geschmack überflüssig war und nichts zur eigentlichen Romanhandlung beigetragen hat. Das sind dann auch die Szenen, wo die Geschichte sich für mich ein bißchen gezogen hat.
Abgesehen davon fand ich den Thriller spannend geschrieben. Es passiert einiges und besonders die Kapitelübergänge hatten einen Sog, der mich immer weiter lesen ließ. Harlanders Schreibstil ist unterhaltsam und flüssig zu lesen, so dass ich schnell durch die über 600 Seiten geflogen bin. Das Ende war zwar nicht ganz überraschend, aber passend zum Plot. Trotzdem bleiben bei dem wichtigen Thema Mikroplastik und Plastikmüll für mich viele Fragen offen. Es ist eben ein Spannungsroman, der nicht allzusehr in die Tiefe geht.
Ich habe Partikel von Wolf Harlander sehr gerne gelesen. Wer auch gerne spannende Krimis liest, die nicht zu aufwühlend sind und Ermittlungsgeschichten mag, der ist hier gut aufgehoben.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Aurelias zauberblaues Geheimnis von Heike Herrgen
Aurelia ist elf Jahre alt und wächst bei ihrer Großmutter auf. Ihre Mutter ist gestorben, von ihrem Vater weiß sie nichts. Als ihr neuer Nachbar Samuel einzieht und Aurelia öfters das Gefühl von Kribbeln wie von Ameisen, blauen Licht und der Möglichkeit, die Gedanken anderer zu beeinflussen hat, möchte sie mehr über ihr Geheimnis wissen und auch mehr über ihren Vater erfahren, ihn vielleicht sogar kennenlernen.
Und gemeinsam mit Samuel macht sie sich deshalb auf die Suche.
Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben und macht neugierig darauf, warum Aurelia diese Gabe hat. Auch die Freundschaft zu Samuel nimmt eine spannende Dynamik auf. Durch die Familiengeschichte entwickelt sich auch eine eigene Dynamik, womit ein paar Geheimnisse eine große Rolle spielen und es auch zu einer Spurensuche wird.
Ein wirklich unterhaltsames Buch für ältere Kinder!
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
SUPERLESER! Star Wars(TM) Die Abenteuer der jungen Jedi - Yodas Mission von Emeli Juhlin
Zugegeben, meine Jungs kennen keinen einzigen Film von Star Wars. Dennoch kennen sie die Charaktere und interessieren sich dafür, sie fallen für sie irgendwie in die Kategorie von Ninjago und co. Gute kämpfen für sie gegen das Böse, und Yoda ist einer von den Guten. Von ihm ein Buch lesen zu wollen, erscheint da naheliegend.
Und genau das bietet das Buch dann aus. Yoda, eine Mission, ein paar junge Padawane, Prüfungen, Bedrohungen - alles, was Star wars eben zu Star wars macht, nur kindgerecht. Neben dem kindgerecht ist das Buch auch erstlesergerecht. Es hat große Bilder und wenig Text, sodass der Text leicht zu lesen ist. Mein 7 Jähriger hat das Buch in einem Rutsch vorgelesen. Natürlich gibt es ein paar schwerere Begriffe durch die Eigennamen, aber das ging eigentlich dennoch sehr gut zu lesen. Die Silbenmethode unterstützte gerade bei neuen Worten gut: Worte sind nämlich zweifarbig geschrieben, um die einzelnen Silben besser erfassen zu können. Für leseschwache Kinder und noch ungeübte Leseanfänger kann das eine riesen Hilfe sein, vor allem wenn Lesen in der Schule silbiert gelernt wird. Bei uns wird das so gemacht und deshalb hat es gut gemacht. Worte wurden von Anfang an geschwungen, über Piloten wurden Silben gebildet usw.... Jedenfalls passt es deshalb gut ins Konzept. Und ich muss sagen, rein vom Thema gibt es für mich als Mama Bücher, zu denen ich lieber greifen würde. Aber die Kinder sollen da selbst entscheiden. Es geht darum, eine so große neue Welt zu erschließen und da ist das sich selbst Bücher aussuchen und sich selbst die ersten Male die Welt eines Buches zu erschließen eine so wichtige Erfahrung! Jedes Kind hat da andere Interessen, und ja, bei uns decken sich die auch nicht immer mit meinen. Mein Sohn hat das Buch geliebt und sehr tüchtig gelesen, das war mir am wichtigsten!
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
memo Wissen. Altes Ägypten von DK Verlag - Kids; DK Verlag
Komplett aktualisiert und im neuen Look liefert MEMO WISSEN wissbegierigen Kindern ab 8 Jahren eine Serie voll von spannenden Details, großformatigen und originalen Fotos und coolen Infografiken. Das Buch bietet neben dem Buch auch QR-Codes, mit denen man auf Kahoot ein Quiz zum Buch in 3 Schwierigkeitsstufen spielen kann.
Ich mag das total, durch meine Schüler:innen bin ich ein großer Fan von Kahoot geworden (unbezahlte Werbung). Die Wissensseiten sind sehr übersichtlich und logisch aufgebaut. Über das Inhaltsverzeichnis kann man gleich einzelne Themen ansteuern, die einen besonders interessieren. Bei uns sind es meist gleich mal die Pharaonen, der Totenkult und die Pyramiden. Da waren aber auch echt tolle neue Infos dabei, obwohl wir schon einiges wissen. Wusstet ihr etwa, dass Ramses II. Einen Pass für die Überstellung ins Museum bekam? Mit dem Beruf König ???? gerade so kleine Zwischeninfos und die kurzen Texte zu den Fotos, die den Fließtext ergänzen, machen das Buch sehr spannend und machen es zu einem lustvollen Lernerlebnis, das gerne in die Hand genommen wird. Ich kann euch die Serie sehr ans Herz legen. Zumindest uns hat sie total angesprochen und gleich gut gefallen! Das Buch ist auch nicht zu dick und liegt perfekt in der Hand! Absolute Empfehlung unsererseits.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein gelungener hist. Roman
The Vienna Writers – Sie schrieben um ihr Leben von J.C. Maetis
Mit diesem historischen Roman begibt sich Autor J.C.Maetis auf Spurensuche nach seinen jüdischen Familienmitgliedern, die während der NS-Zeit in Wien gelebt haben. Er widmet dieses Buch der Familie seines Vater, zu der sowohl Opfer als auch Überlebende der Shoa gehören.
Der Autor beschreibt den Überlebenskampf der Familien Kraemer und Namal, die kurz nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschlands, mit falschen Identitäten ausgestattet und durch optische Veränderungen der Gesichter in Wien das NS-Regime knapp, aber doch überleben.
So wird aus Mathias Kraemer Daniel Lendt und aus Johannes Namal Andreas Sieber. Zahlreiche Freunde und Helfer unterstützen die beiden Familien, obwohl sie damit ihre eigenen Leben aufs Spiel setzen. Unter den Unterstützern ist auch Josef Weber, ein Polizist, der mit einer Bardame liiert ist. Weber ist gewitzt und nagelt, um der Gestapo eins auszuwischen, sogar eigenhändig ein Kreuz an die Wohnungstüre einer jüdischen Familie.
Das Leben wäre um einiges leichter, wenn es sich der fanatische SS-Mann Heinrich Schnabel nicht in den Kopf gesetzt hätte, die Familien inklusive Josef Weber und seiner Freundin deportieren zu lassen. Langsam aber sicher, zieht sich die Schlinge um die beiden Familien zu, denn Schnabel lässt nicht locker. Er erpresst den Verleger Julian, der ihm Johannes Namen verrät. Aus welchem perfiden Grund Schnabel nun Johannes unter seinem falschen Namen Andreas Sieber als Dissident nach Sobibor schickt, ist nicht ganz klar.
Ist nun Johannes‘ Schicksal besiegelt? Und welche Rolle spielt der Lagerkommandant Meisel, der vor einiger Zeit einen dilettantisch verfassten Roman an Julian gesendet hat?
Meine Meinung:
Dieser historische Roman zeigt, dass es doch, wenn auch nur wenige Menschen gegeben hat, die Juden geholfen haben, in dem sie ihnen Unterschlupf gewährt oder ihnen ein paar Lebensmittel zugesteckt haben.
Dabei verwebt der Autor Fakten und Fiktion zu einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel, das nicht immer zu Gunsten der Katze ausgeht. Wir begegnen historischen Persönlichkeiten wie Sigmund Freud, dem es nur mit Unterstützung aus dem Ausland gelingt, Wien zu verlassen. Seine betagten Schwestern werden im KZ ermordet.
Der Roman ist in zwei Handlungsstränge geteilt. Der eine spielt in Wien und der andere im KZ Sobibor. Beide sind sehr gut recherchiert und gekonnt erzählt.
Aufgefallen ist mir allerdings, dass auch Schnabel von Österreich spricht, das aber seit dem Anschluss 1938 zu existieren aufgehört hat und nunmehr als „Ostmark“ Teil von Nazi-Deutschland ist. Auch die Namensänderung von Mathias in Daniel halte ich für riskant, ist doch Daniel ein eher ungewöhnlicher Name zu dieser Zeit. Möglicherweise ist das den eingeschränkten Möglichkeiten des Fälschernetzwerks geschuldet. Für ziemlich unglaubwürdig halte ich die angedeuteten kosmetischen Operationen.
Die Geschichte wird abwechselnd von Mathias und Johannes erzählt. Zwischendurch kommt auch die Beobachterperspektive zum Einsatz. Das ermöglicht die Leser verschiedene Blickwinkel einzunehmen.
Sehr gut hat mir gefallen, dass jedes Kapitel mit einen Zitat Sigmund Freuds oder - sehr beklemmend - mit einem Auszug aus der aktuellen Gesetzen beginnt.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem fesselnden historischen Roman 4 Sterne.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Sehr blutrünstig für ein Kinderbuch
Prometheus Highschool 1: Wie man ein Monster zum Leben erweckt von Stuart Wilson
Das Buch "Prometheus Highschool: Wie man ein Monster zum Leben erweckt" von Stuart Wilson ist der Auftaktband einer Buchserie und wurde von Annette von der Weppen ins Deutsche übersetzt. Das Buch ist 2024 im Carlsen Verlag erschienen, als Altersempfehlung findet man, je nach Quelle, Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren.
Die Idee, dass ein Mädchen namens Athena Experimente durchführt, die nicht immer ganz glücklich verlaufen, hat mich ebenso angesprochen wie diese besondere Schule für hochbegabte Kinder. Jedoch ist es, in diesem Fall, nicht Athenas außergewöhnlicher Verstand, der im Zentrum steht, sondern ihre Fähigkeit, eine tote Katze wieder zum Leben erweckt zu haben.
Man sagt, dass ein Buch dann besonders grausig ist, wenn man es sich so vorstellt und es kann definitiv an meinem Kopfkino liegen, dass ich das vorliegende Buch für Kinder für viel zu blutrünstig halte, da ich mich mit dem Gedanken so gar nicht anfreunden kann, dass mein 11-Jähriger sich für das Zerstückeln und Zusammenfügen von Leichenteilen interessieren könnte, vor allem mit dem Hintergrund, dass er vegetarisch isst.
Die Sprache, die Buchidee und die Handlungsdichte finde ich für die Altersgruppe gut gewählt, ebenso ein halb verfallenes Kreuzfahrtschiff für Unterrichtszwecke. Da kommt eine Mischung aus Urlaubsfeeling, Schulschiff und Titanic bei mir beim Lesen auf.
Die Charaktere sind schön ausgeschmückt und haben interessante Persönlichkeiten, ebenso kommt der inklusive Gedanke durch einen Schüler im Rollstuhl, der nicht hilfsbedürftig ist, auch in diesem Buch zum Ausdruck.
Fazit: Eine tolle Fantasygeschichte, jedoch meiner Meinung nach zu brutal für diese Zielgruppe.











