Kunden em pfehlungen
Rezensionen von v_im_wunderland:
überraschend gut
Graceland – Die Geschichte eines Sommers von Kristen Mei Chase
Ich habe mir unter diesem Buch einen seichten Roadmovie, nur als Buch vorgestellt und so sah für mich auch das Buchcover aus. Jedoch muss ich mich in meinem ersten Eindruck vor dem Lesen erheblich revidieren. Denn dieses Buch ist nicht seicht und es ist auch nicht oberflächlich. Im Gegenteil, das Buch ist tiefgründig und auch voller Eindrücke und Emotionen.
Denn in diesem Buch geht es vorrangig um eine komplexe und nicht einfache Mutter-Tochter-Beziehung welche mit Hilfe dieser Reise aufgearbeitet wird. Denn die Kindheit von Grace war auch von Gewalt ihres Vaters geprägt und sie wollte nur eins. Aus dieser Familie ausbrechen. Dies hat sie auch als erwachsene Frau geschafft, doch da gibt es noch so viele offene Themen mit ihrer Mutter. Dieses Buch war spannender und fesselnder als gedacht und ich kann es sehr empfehlen. Sehr gelungen.
Rezensionen von Daggy:
Tolles Pappbilderbuch
Was mag die Maus? von Helga Bansch
Auf dem Cover dieses Pappbilderbuches liegt die Maus ganz entspannt auf einer großen Orange. Die Doppelseiten zeigen immer Paare, zunächst mit der Frage „Was mag…?“ sehen wir eine Biene auf einem großen Eis sitzen, einen Jungen, der die Maus umarmt und andere Tiere. „Wohin fliegt…?“ zeigt z.
B. eine Eule, die auf einen Baum zufliegt und eine Biene, die zurück zum Stock fliegt. Danach wird geschwommen, diesmal sind die Figuren, wie das Kind mit den Schwimmhilfen zu benennen. Dann geht es ums Verstecken und die Katze sitzen hinter dem Buch, das wir gerade anschauen. Für einen Schuh muss ein Fuß gefunden werden, verschiedene Fahrzeuge erkannt werden, bis auf der letzten Seite gefragt wird „Wo schläft---“ und wir die Maus auf dem Käse liegen sehen.
Wunderschöne einfache Bilder und viele Möglichkeiten die Kinder zuerst zum Zeigen und später zum Erzählen zu bewegen. Ein empfehlenswertes Buch zum Spracherwerb und vor allem um Spaß an den Bildern und den Gesprächen zu haben.
Rezensionen von _ich.lese_:
Ein Internatsabenteuer
Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente von Ali Standish
Arthur bekommt eine Einladung für das geheimnisvolle Baskerville Hall Internat, völlig überraschend. Am nächsten Tag wird Arthur schon abgeholt, mit einem Luftschiff. Eine aufregende, abenteuerliche Zeit beginnt, denn die Schule ist eine ganz besondere.
Ich mochte das Cover und der Klappentext und ich war sehr neugierig auf die Story, die mich tatsächlich gut in ihren Bann ziehen konnte, Langeweile gab es jedenfalls beim Lesen keine.
Der Zeitraum, wann die Geschichte spielt, ist mit dem neunzehnten Jahrhundert gut gewählt, die Story über den jungen Arthur Doyle, der Autor von Sherlock Holmes, ist fiktiv, aber tatsächlich sehr spannend und abenteuerlich, aber auch sehr fantasievoll geschrieben.
Für junge LeserInnen ab zehn, ein gur zu lesender Schreibstil, die Kapitellänge fand ich passend, alles in allem hat mir der Auftakt sehr gefallen, ich habe es sehr gerne gelesen und bin schon neugierig auf eine Fortsetzung. Mir hat auch der doch schon hohe Fantasyanteil sehr gefallen.
Rezensionen von Daggy:
Viel Spaß im Zug
Ida, Chris und Emil im Zug von Sarah Michaela Orlovský
Schon das Cover zeigt, wie wimmelig es in dem Buch zugeht. Zuerst gibt es eine Seite mit bunten Reisezielen und Zeiten, echte (Wilhelmshöhe-Kassel) und erfundene (Esstisch-Couch).
Unsere drei Kinder aus dem Titel machen sich mit Rucksack und Koffer auf den Weg und schon sehen wir die vielen Menschen am Bahnhof.
Ein echtes Gewimmel und einige der Gestalten kennen wir auch, das läuft Pipi Langstrumpf, Sponchpop, Batman, ein Vampir mit Sarg und Batman zum Zug. Daneben noch viele andere eigenartige Gestalten. Als ich das Buch mit einigen größeren Kindern anschaute, kannten sie doch einige. Ob Dreijährige da schon viele zuordnen können, bezweifle ich, aber anschauen kann man es sich trotzdem. Nach der Abschiedsszene geht es los. Unsere Kinder beobachten den Schaffner, der eine Durchsage macht und bitten dann selbst über diese Anlage alle, die lesen möchten ins Bordrestaurant. Dort sieht man dann viele Passagiere, die gemütlich in ein Buch schauen. Der Räuber Hotzenplotz liest sein Buch einem kleinen Mädchen vor. In Wagen 22 treffen sich alle, die Bewegung brauchen, hier gibt es eine Polonaise, andere machen Yoga. In Wagen 23 versammeln sich alle, die Musikinstrumente spielen. Schwarz gekleidet sehen wir in Wagon 24 und in 25 werden dann Kleider getauscht. Im nächsten Wagon liegen massig Schuhe herum, die wieder ihren Partner suchen. Dann geht die Reise zu Ende und die Großeltern schließen Ida, Chris und Emil in die Arme.
Eine sehr kurzweilige Reise, die bunten Bilder zeigen sehr kleine Figuren, aber ich denke noch beim 100. Anschauen wird man etwas entdecken können. Das Buch ist fröhlich gestaltet, hat viel Humor und kann nicht nur eine Bahnreise verkürzen.
Rezensionen von April1985 :
Nixen gibt es doch
School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe von Jennifer Alice Jager
,School of Myth & Magic' hat mich total positiv überrascht. Ich habe den Reihenauftakt von Jennifer Alice Jager nahezu verschlungen und war total gefesselt von der einzigartigen Welt mit all seinen mythischen Wesen, welche uns die Autorin präsentiert.
Es geht um Devin, die eigentlich nur ihren 17.
Geburtstag gemeinsam mit ihren Freunden am See verbringen will. Ein ausgelassener Nachmittag sollte es werden, doch dann kam alles irgendwie anders als geplant, als Devin ihren großen Schwarm Tyler ganz romantisch mitten im See küssen will. Statt unschuldigen Küssen geht's für Tyler ins Krankenhaus, nachdem dieser in eine Art Schockstarre gefallen ist. Zu allem Überfluss wird Devin auch noch von zwei seltsamen Männern verfolgt, die ihr nach einem stürmischen Aufeinandertreffen eröffnen, dass sie eine Nixe ist. An der 'School of Myth & Magic' soll Devin lernen ihre einzigartigen Fähigkeiten zu beherrschen.
Ich mochte Devin auf Anhieb gerne. Sie ist tough, schlagfertig und sie lässt sich nicht unterkriegen. Schon gar nicht von den anderen Nixen, die Devin nicht wirklich mit offenen Armen in ihren Reihen aufnehmen. Zum Glück gibt's an der Schule nicht nur Nixen. Drachen, Magier, Vampire und Faune - sie alle sind real und werden an der School of Myth and Magic' in Norwegen ausgebildet.
Ein gewisser Faun und Halbgott hat es Devin besonders angetan. Neben Unterricht und kleinen Flirtereien, lernt Devin auch viel über sich selbst und ihre Abstammung.
"Bestien aller Weltmeere. Ich hob eine Braue. Das konnte doch nur ein schlechter Scherz sein." (Pos. 1725)
Ich fand die ganze Welt richtig faszinierend. Neben zahlreichen Wendungen und Enthüllungen, die mich richtig gefesselt haben, hatte ich auch starke Harry Potter-Vibes.
Und ich liebe einfach den Schreibstil von Jennifer Alice Jager. Das Buch liest sich weg wie nix und ist dabei so wahnsinnig humorvoll. Den Handlungsverlauf habe ich so auch absolut nicht vorhersehen können; genauso wenig wie den bösen Cliffhanger, der mich am Ende erwartet hat.
Fazit
Ein magischer und fantastischer Auftakt einer Urban Fantasy-Reihe, der mich mit seinem Humor, dem lockeren Schreibstil und tollen Plotttwists begeistert hat.
Rezensionen von inya:
super
Graceland – Die Geschichte eines Sommers von Kristen Mei Chase
Mir hat das Buchcover sehr gut gefallen, da es so beschwingt und unbeschwert aussieht. Doch natürlich ist das Buch keine Komödie, sondern es geht auch um ernste Themen. In diesem Buch machen sich zwei Frauen auf einen gemeinsamen Weg. Es sind Mutter und Tochter. Diese beiden Frauen haben sehr viel aufzuarbeiten, denn die Kindheit von Grace war leider nicht einfach.
Dies lag auch an ihrer Mutter. Diese ist jedoch mittlerweile an Krebs erkrankt und wünscht sich als großer Elvis-Fan nichts sehnlicher, als nach Graceland zu fahren und dies einmal im Leben zu sehen. Die Tochter willigt ein und fährt ihre Mutter Kilometer um Kilometer ihrem Traum entgegen. Dabei machen sie viele verschiedene Zwischenstopps und besuchen Freunde und verschiedene Attraktionen. Ein sehr guter Roman mit viel mehr Inhalt als man sich vielleicht erst denkt.
Rezensionen von LeserinLu :
Informativ und sprachfördernd
Hier wird Politik gemacht! - Das Reichstagsgebäude von Andrea Paluch
Das Sachbilderbuch „Hier wird Politik gemacht! Das Reichstagsgebäude“ von Andrea Paluch und Stephanie Marian richtet sich an Kinder ab 10 Jahren und erklärt auf verständliche Weise am Beispiel des Bundestagsgebäudes, wie Demokratie und Politik in Deutschland funktionieren. Das Buch geht darauf ein, wie Demokratie in Deutschland organisiert ist, und liefert dazu eine gelungene Mischung aus Grundwissen, aber auch Detailwissen für besonders Interessierte.
Dabei wird auf einer Doppelseite auch der Alltag der Abgeordneten beleuchtet, was den jungen Leser:innen einen konkreten Einblick in die politische Arbeit ermöglicht.
Die komplexen Themen werden anschaulich und kindgerecht aufbereitet, was sowohl für Kinder als auch für Erwachsene eine wertvolle Informationsquelle darstellt, fast ein bisschen wie ein Nachschlagewerk für Familien oder Schulklassen. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass das Buch großen Wert auf Sprachförderung legt. Dies macht es für eine breite Leserschaft zugänglich und unterstützt das Verständnis auch bei weniger versierten Leser:innen. Dabei helfen auch die zahlreichen gelungenen Illustrationen, bei denen auf vielfältige Repräsentation zahlreicher Bevölkerungsgruppen geachtet wurde.
Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass das Buch manchmal recht abstrakt bleibt. Hier würde mich über einen ähnlich gestalteten Band 2 freuen, der verstärkt mit Fallbeispielen arbeitet und den Gesetzgebungsprozess noch greifbarer macht. Zudem würde ich mir in einer nächsten Auflage die Überarbeitung der Weltkarte im ersten Drittel des Buches wünschen, da diese nicht auf dem neusten Stand ist (Süd- und Nordsudan) und durch starke Vereinfachung zu falschen Schlüssen führen kann.
Insgesamt ist „Hier wird Politik gemacht! Das Reichstagsgebäude“ aber ein gelungenes Sachbuch, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht und auf verständliche Weise die Funktionsweise der deutschen Demokratie erklärt. Bei mir wird es definitiv griffbereit ins Regal gestellt!
Rezensionen von Daggy:
Ermittlungen in Hamburg
Die Cobra-Bande und der miese Müllmafioso (Die Cobra-Bande-Reihe Band 3) von Folko Streese
Diesmal spielt die Geschichte in Hamburg, denn Cem, der Freund aus Berlin, fährt mit Bea und Ottos Opa dort hin. Der Opa soll Kühlschränke an die Firma Green-Clean liefern, die sich auf die saubere Entsorgung von Müll spezialisiert hat. Bei der Übergabe soll es auch noch eine Spende für ein Jugendzentrum geben.
Leider stellt sich der Firmen-Chef als ein sehr unangenehmer Mensch heraus und als dann noch mit dem Sand eines Beachvolleyballfeldes etwas nicht stimmt, wittern unsere Detektive wieder einen Grund zu ermitteln. Hilfe bekommen sie von Freya, die ebenfalls den Besitzer von Green-Clean dunkler Geschäfte verdächtigt. Zunächst beobachten die Kinder Frank Klienmann, doch dazu müssen sie einige Tricks anwenden und da sind sie sehr einfallsreich. Eine große Hilfe ist ihnen, wie schon den in letzten Fällen, der zahme Rabe Rabbit. Am Ende kommt es noch zu einer wilden Verfolgungsjagd, die nicht ganz ungefährlich für die Cobra-Band ist.
Die zwölf spannende Kapitel sind sehr gut zu lesen, zumal sie durch viele Bilder ergänzt werden. Besonders gut gefällt mir eine Art Borde unten auf den Seiten, die Gebäude abbilden. Und dann sind da noch die Aufgaben, mit denen wir Lesenden die Band unterstützen. Vielfältige Rätsel mit unterschiedlichem Schweregrad (die Lösungen findet man hinten im Buch) machen das Buch zu einer ganz besonderen Lektüre. Ich kann deshalb auch Band 3 empfehlen.
Rezensionen von April1985 :
Das Meisterwerk in neuem Gewand
Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen von Jane Austen; Claudia Kühn
Die Liebesgeschichte von Elizabeth Bennet und Mr. Darcy ist wohl das bekannteste Werk Jane Austens. Es ist auch einer meiner Lieblingsromane, den ich schon mehrfach gelesen habe und dessen Verfilmung aus dem Jahr 2005 ich absolut geliebt habe. Die Graphic Novel konnte ich mir nicht entgehen lassen.
Und ich muss wirklich sagen, dass es unglaublich viel Spaß gemacht hat, Lizzy und Mr. Darcy auf diese Weise wiederzusehen.
Ich finde die Umsetzung als Comic wirklich gelungen. Vorallem die feinen Zeichnungen begeistern mich jede Mal aufs Neue beim Schmökern. Ich bin einfach begeistert, dass ich jetzt eine Ausgabe im Regal habe, die sich wunderbar an einem Nachmittag wegsnacken lässt und die mich richtig nostalgisch werden lässt.
Ich muss aber auch dazu sagen, dass man das Original von Jane Austen kennen sollte, um den Geschehnissen folgen zu können. Die Szenenwechsel wirken teilweise sehr sprunghaft. Ich kann mir gut vorstellen, das Neulinge, die Stolz & Vorurteil nicht kennen, einige Verständnisprobleme haben könnten. Leider kommt der erfrischend bissige Humor Jane Austens auch nicht so gut zur Geltung.
Für mich als großer Fan des romantischen Meisterwerks ist die Graphic Novel aber trotz kleinerer Kritikpunkte eine Bereicherung, die ich sicher noch öfter zur Hand nehmen werde.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:
Feminismus, zu 2/3 gekonnt erzählt
Malnata von Beatrice Salvioni
Das titelgebende Adjektiv setzt das Verhalten eines Menschen in Beziehung zu den sozialen Bedingungen seiner Geburt: „Ungezogen“ ist, wer „schlecht geboren“ wurde, wer also der gesellschaftlichen Unterschicht entstammt und ihre Verhaltensmuster durch Erfahrung erlernt und angenommen hat. Es handelt sich somit um ein Heterostereotyp, das eine – aus der Außenwelt übernommene und erworbene! – Eigenschaft der ‚Anderen‘ bezeichnet.
Diese Eigenschaft wird in der kleinstädtischen Gesellschaft des faschistischen Italien essentialisiert: Klatsch und Tratsch machen das Böse der Außenwelt, ihr Unheil, zu einem essentiellen, d. h. zutiefst inneren Wesenszug, der der Heldin von Kindesbeinen an zu eigen, also angeboren ist.
Einem derartigen Bedeutungswandel kommt das Geschlecht der Heldin entgegen. Das Erzählen vom ‚bösen Mädchen‘ kann vollkommen realistisch bleiben und trotzdem auf überlieferte Hexenbilder einer (kirchlich und / oder ideologisch) indoktrinierten Gesellschaft anspielen. Zuschreibungen dieser Art stehen aber auch in einem offensichtlichen Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von ‚sittsamen‘ (bennate) oder „ungezogenen“ (malnate) Frauen für die Ansprüche von Männern mit machistisch-autoritärem Denken. Die allgemeine Akzeptanz des Stereotyps führt dazu, dass sogar die betroffene Malnata sich ein entsprechendes Selbstbild zu eigen macht.
Das Schwarz-Weiß der Charakterzeichnung wird zunächst von einigen Figuren durchbrochen, die selbständig denken und den Ereignissen auf den Grund gehen wollen. Aber was gibt z. B. dem geprügelten Sohn des Gemüsehändlers die Kraft, sich dem Vater und der faschistischen Umwelt zu widersetzen? Nicht soziale Distinktion, und auch der Reiz des Verbotenen, der die Ich-Erzählerin zumindest anfänglich motiviert, ist bei ihm nicht zu erkennen; zumindest ein Schlaglicht auf seinen Werdegang wäre interessant gewesen. Und je weiter sich das Erzählen seinem dramatischen Ende nähert, desto mehr werden er und die anderen Figuren zu Verkörperungen von theoretischen Positionen; die psychologische Motivierung, die das Erzählen über weite Strecken beglaubigt hat, weicht gegen Ende der Formulierung theoretischer Einsichten, die (mich) angesichts des Alters der Protagonistinnen nicht überzeugen. Den Schluss des Romans kann ich nicht anders denn als feministischen Kitsch bezeichnen.










