Kunden em pfehlungen
Rezensionen von _ich.lese_:
Tolles Dinoabenteuer
Tiberius Rex 1: Mein Freund, der Dino von Florian Fuchs
Leo ist mit ihrer Klasse im Naturkundemuseum. Als sie einem schnarchlangweiligen Vortrag ihre Klassenfeindin lauschte hörte und sah sie etwas ungewöhnliches. Leo überredete ihren besten Freund Sascha mit ihr zusammen auf Abenteuersuche zu gehen und tatsächlich entdeckt sie in einem verbotenen Flur einen Dino .
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Was für ein fantasievolles Abenteuer und dann auch noch soll alltäglich und, bis auf das Treffen mit Rex, auch so als könnte es beim nächsten Ausflug genau so passieren. Jede Klasse hat eine Leo und jede Klasse hat eine Josie, seien wir doch mal ehrlich. Sie können natürlich auch Ben und Max heißen.
Das Cover macht schon Lust auf mehr, die Geschichte ist spannend und abenteuerlich, die Kapitel sind kurz, es gibt immer wieder Illustrationen, die gut zum Gelesenen passen. Große, eingach zu lesende Schrift noch dazu. Für Grundschulkinder sehr empfehlenswert, wenn es noch zuviel Text ist um es alleine zu lesen, eignet es sich auch prima zum Vorlesen. Uns, meiner kleinen Schwester und mir, hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht.
Rezensionen von Gaby 2707:
Mir hat die Reise nach Bad Gastein sehr gut gefallen
Mordsschnitzel von Ulrike Moshammer
Nach der großen 70-Jahr-Geburtstagsfeier von Schnitzelkönig Bernhard Lederer mit einigen unschönen Vorkommnissen und nicht eingeladenen Gästen hat Valerie Thaller, Besitzerin des Grand Hotels in Bad Gastein, erst mal einen Monat Urlaub. Dass daraus nichts wird, merkt sie am nächsten Morgen, als sie einen Anruf von Bernhards jüngster Tochter Sophie erhält, die ihr ganz aufgelöst erklärt, dass ihr Vater tot im Wohnzimmer liegt.
Selbst total geschockt versucht Valerie anschließend zusammen mit ihrer besten Freundin Nora zu rekonstruieren, was in der vergangenen Nacht geschehen ist. Verdächtige gibt es viele Aber ist darunter auch der Mörder? Und können sie ihn entlarven bevor er ein zweites mal zuschlägt?
Für mich war es das erste mal, dass ich mit Valerie und Nora auf Verbrecherfang gegangen bin. Es hat mir großen Spaß gemacht mit den Beiden durch das schöne Gasteiner Tal zu streifen.
Autorin Ulrike Moshammer entspricht mit ihrem leichten eingängigen Erzählstil absolut meinem Lesegeschmack. Auch wenn die Geschichte nicht vor Spannung strotzt, hat sie mich mit ihren bildhaften Beschreibungen der Landschaft zu Füßen des Graukogels und den Menschen hier absolut gefangen. Was nicht heißt, dass es nicht spannend ist. Kriminalpolizistin Dorothea Oswald und Ortspolizist Erwin Steinberger nehmen die Ermittlungen auf und Dorothea gibt Valerie sogar einen kleinen Auftrag. Es gibt viele Verdächtige, die auch ein Motiv hätten. Und es ist nur einer List Valeries zu verdanken, dass sich der Mörder selbst enttarnt. So ganz überraschend war der für mich allerdings nicht. Auch ein Quäntchen Humor blitzt hier und da auf. Wenn sich z.B. Valerie und Nora gegen die Schmeicheleien des Investors wehren müssen.
Immer wieder wird auch auf den Fall aus dem vergangenen Jahr angespielt und das macht neugierig. Vielleicht werde ich mir den „Leichenschmaus mit Kaiserschmarrn“ auch mal durchlesen. Auch um Valerie, ihren Mann Viktor, ihre Kinder Lea, Jakob und Andi, ihre Eltern Maria und Hans und ihre Freundin Nora noch besser kennenzulernen. Hier waren sie mir alle sehr sympathisch. Besonders Mischlingshündin Nelly habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ich habe aber auch einige richtige Unsympathen kennengelernt. Allen voran Bernhards arrogante Exfrau Leonore Grafenstein mit ihren Kindern Sabine und Florian, die auch nicht besser sind. Und den überheblichen Investor der Fa. Mountain Invest Peter Baumgartinger aus Graz, der sich ohne Empathie und ohne Naturverbundenheit für den Heilsbringer hält, sollte man auch gleich auf den Mond schießen. Alle Mitwirkenden zeichnet Ulrike Moshammer so menschlich und aus dem Leben gegriffen, dass ich sie sofort in mein Kopfkino habe integrieren können.
Ein unterhaltsamer Ausflug ins wunderschöne Gasteiner Tal mit sympathischen Menschen und einem Kriminalfall bei dem ich gut mit ermitteln konnte. Ich hoffe, ich bekomme bald mehr von Autorin Ulrike Moshammer zu lesen.
Rezensionen von Claudia R:
Trauerbegleiter ... Fehlanzeige ..!
SCHNITTERGARN von Jörg Fuchs Alameda; Lea Baumgart; Muna Bering; Andrea Bienek; Florian Clever; Renée Engel; Johanna Gerhard; Geli Grimm; Thomas Heidemann; Jürgen Höreth; Laurence Horn; Günther Kienle; Tanja Kummer; Veronika Lackerbauer; Torsten Low; A. No Nym; Arianna D. Pencraft; Alisha Pilenko; Sophia Rosenberger; Thomas Schäfer; Kornelia Schmid; Marco Wittemann
Klappentext / Inhalt:
Der Leseratten Verlag spezialisiert sich immer mehr auf Anthologien mit lustiger Fantastik. Nun ist der Schnitter, Gevatter Tod, der Sensenmann die Hauptfigur von 22 Geschichten, die von Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum erschaffen worden. Mit Stories rund um den Mann mit der Sense soll der Alltag und das Leben der Figur einmal näher beleuchtet werden, die von vielen einfach nur verkannt wird.
Denn der Tod ist irgendwie auch nur einer, der seinen Job zu machen hat.
Cover:
Das Cover gibt bereits den Humor des Buches sehr gut wieder. Der Sensenmann mit ablaufender Sanduhr steht bereit und weitere skurrile Situationen sind erkennbar. Skelette bei Anbei und im Urlaub und vorn das pummelige Einhorn, welches ziemlich fertig, am Boden liegt. Ein skurriles und faszinierendes Cover, welches auf jeden Fall neugierig auf mehr macht.
Meinung:
Es handelt sich auch hierbei um eine Anthologie, eine Sammlung verschiedener Kurzgeschichten, die keineswegs todlangweilig, sondern vielmehr humorvoll und besonders daher kommen. 22 Kurzgeschichten warten darauf von todesmutigen Lesern entdeckt und erlebt zu werden. Jede der Geschichten steht für sich und entfaltet seinen ganz eigenen Humor und seine eigene Sicht der Dinge.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel dazu sagen, da bei Kurzgeschichten immer die Gefahr besteht zu viel zu spoilern oder zu viel Preis zu geben, daher halte ich mich gänzlich damit zurück und empfehle hier den Blick ins Buch.
Die einzelnen Geschichten haben eine angenehme Länge und lassen sich gut lesen. Die Schreibstile unterscheiden sich zwar durchaus zwischen den einzelnen Autoren, aber ich empfand jeden als gut und angenehm lesbar. Auch die Bandbreite und Vielfalt der Geschichten ist sehr groß und unterschiedlich und so ist hier für jeden Geschmack sicherlich was dabei.
Toll fand ich auch die kleine Vorstellung bzw. Einleitung zu den einzelnen Autoren bevor die eigentliche Geschichte beginnt. Dies war echt toll umgesetzt und auch richtig gut gemacht.
Der Sensenmann und seine totenkopfschädeligen Geschichten variieren und geben Beobachtungen bei Urlaub, Arbeit, in Rente und vielem mehr Preis. Teils auch einfach zum totlachen. Wer einen Trauerbegleiter sucht, ist hier falsch. Trauer und Tod bekommen hier eine andere Perspektive und der Tod wird hier von vielen verschiedenen Szenarien humorvoll und skurril umgesetzt und bekommt so eine andere und ganz eigene humorvolle Note.
Skurriler Humor und einige Seitenhiebe sorgen hier für interessante Unterhaltung. Todesmutige Leser werden hier belohnt und mit kurzweiligen Geschichten verwöhnt. Eine tolle und breite Auswahl ist hier gegeben und ich hatte viele tolle Lesemomente. Gern empfehle ich dieses Werk weiter und werde es sicherlich selbst noch einige Male zur Hand nehmen.
Fazit:
Skurril und humorvoll bekommt der Tod hier die ein oder andere Breitseite und sorgt für extrem gute Unterhaltung.
Rezensionen von Claudia R:
faszinierender Thriller
Der Betrachter: Thriller von Catherine Shepherd
Klappentext / Inhalt:
Er sieht alles – auch dein Ende.
In einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung zeichnet Lilly, die eigentlich Blumen liebt, plötzlich verstörende Bilder einer toten Frau in einer Holzkiste. Ihre Kunst wird zur Realität, als genau solch ein Mord geschieht. Spezialermittlerin Laura Kern steht vor einem Rätsel: Woher kennt die von der Außenwelt isolierte Lilly derartige Details? Doch schon bald kündigen weitere Zeichnungen neue Morde an und ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Laura muss in die Abgründe der menschlichen Psyche vordringen, um das Geheimnis hinter Lillys unheimlichen Bildern zu lüften und einen skrupellosen Serienmörder zu stoppen.
Cover:
Das Cover ist interessant gestaltet. Ein Schmetterling steht im Fokus, drumherum viele kleine Verästelungen mit langen Dornen. Gefährlich und brenzlig wirkt dieses Cover und setzt den Fokus anders als gedacht. Optisch und farblich wurde es interessant umgesetzt. Von der Art und Weise passt es gut zu den anderen Bänden der Reihe und ein Wiedererkennungseffekt ist hier durchaus vorhanden.
Meinung:
Dies ist der neunte Band aus der Laura Kern Reihe und man kann die Bücher durchaus unabhängig voneinander lesen, da die Fälle in sich geschlossen sind, aber wenn man auch die Hintergründe und das Private im Ganzen verstehen möchte, so ist ein Lesen in Reihenfolge natürlich von Vorteil.
Der letze Band ist schon etwas her, aber dennoch war ich schnell wieder drin und auch an Charaktere und Hintergründe konnte ich mich nach und nach wieder erinnern. Der Prolog erzeigt bereits eine große Spannung und hinterlässt viele Fragen. Schnell wird man an Handlungen und Entwicklungen gefesselt und möchte kaum noch das Buch zu Seite legen.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit Informationen dazu zurück. Thriller Fans sollten aber auf jeden Fall einen Blick hinein werfen.
Der Schreibstil ist angenehm, bildlich und zudem flüssig lesbar. Die Handlungen und auch das Drumherum werden gut beschrieben. Mehr und mehr Fragen stellen sich einen. Lange Zeit bleibt vieles unklar und bis zum Ende ist man sich eher unschlüssig und wird auch hier auf jeden Fall überrascht. Ich hätte so damit nicht gerechnet und dennoch klärt sich alles schlüssig und nachvollziehbar.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar. Gliederung und Gestaltung haben mir gut gefallen. Der Spannungsbogen ist gut durchdacht und hält bis zum Ende an. Auch das Tempo ist hoch und die Unterhaltung sehr gut gegeben.
Ein faszinierender Thriller, der es in sich hat und mich am Ende sehr überraschen konnte. Ich wurde gut unterhalten, gefesselt und mitgenommen. Spannung und Unterhaltung sind gegeben. Die Charaktere und der Entwicklungen sind gut überlegt und alles in allem bin ich davon begeistert.
Fazit:
Ein faszinierender Thriller, der es in sich hat und mich am Ende sehr überraschen konnte.
Rezensionen von Emmmbeee:
Wer ist Eve?
Eve von Amor Towles
Wer oder was ist Evelyn Ross? Was führt sie nach L.A.? Woher kommt sie wirklich? Was sind ihre Ziele? Warum sucht sie diverse Bekanntschaften und lässt sich doch auf keinen Mann ein?
Eve, eine attraktive, offensichtlich intelligente, aufgeschlossene junge Frau mit glamourösem Touch, taucht an verschiedenen Orten auf und hinterlässt überall einen nachhaltigen Eindruck.
Mit zwei beträchtlichen Makeln behaftet, scheint sie nicht ins Filmgeschäft einsteigen zu wollen und knüpft doch sofort Verbindungen zum Set.
Und dann geht die Post ab. Mit Tempo wird der Leser in einem Kriminalfall in der Welt der Stars und Sternchen geführt.
Aus der Sicht von mehreren Personen, unter ihnen eine bereits halb vergessene Filmgröße aus Hollywood, verfolgt der Leser einen Abschnitt aus dem Leben der jungen Frau, die wie ein guter Geist stets ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen um sich zaubert. Sie greift ganz selbstverständlich helfend dort ein, wo es nötig ist, auch in einen brisanten Erpressungsfall. Das Opfer ist eine Filmlegende, die hier salopp Dehavvy genannt wird. Bei alldem habe ich mich gewundert, dass das Telefon in den 30er Jahren beim amerikanischen Volk, auch bei den eher kleinen Leuten, bereits so verbreitet war.
Amor Towles, bestens bekannt aus früheren Werken, hat mich auch diesmal wieder zu fesseln vermocht. Mir gefallen nicht nur die gepflegte, mitreißende Sprache und der Drive, sondern auch die Bilder, die er immer wieder heraufzubeschwören versteht, und die Welten, die er so authentisch gestaltet, dass der Leser mittendrin sein kann.
Gekonnt setzt er seine Cliffhanger ans Ende vieler Kapitel. Etwas verwirrend sind die vielen Personen, welche in den Abschnitten titelgebend mitmischen. Nicht selten musste ich zurückblättern, um mich an den Menschen, seine Gründe und Absichten besser zu erinnern.
Wermutstropfen sind zwei Fehler, welche dem Autor (oder der Übersetzerin?) unterlaufen sind. Ein Wagenheber kann nicht drei Seiten später als Brecheisen bezeichnet werden. Und: F. nimmt einem Bewusstlosen den Revolver ab und steckt ihn in seinen eigenen Gürtel. Als dieser später wieder zu sich kommt, findet er die Waffe aber wie zuvor in seinem Holster.
Insgesamt ein interessanter Ausflug in die frühe Welt des Films und Hollywods frühe Jahre. Eine durchaus empfehlenswerte Lektüre.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine unbedingte Leseempfehlung
Was Populisten wollen von Marcel Lewandowsky
Die Wahl zum Europäischen Parlament 2024 hat gezeigt, dass rechte Populisten auf dem Vormarsch sind. Neben Giorgia Meloni in Italien, Herbert Kickl (FPÖ) in Österreich, Marine Le Pen (Rassemblement National), Viktor Orbán (Fidesz) in Ungarn und die AfD in Deutschland: Der Aufstieg des Populismus scheint unaufhaltsam und die bisherigen Gegenstrategien gescheitert.
Doch nicht nur Europa ist davon betroffen. Auch die USA mit Donald Trump und Argentinien mit Javier Milei lehren die Welt das Fürchten.
In sechs großen Kapitel, die noch weiter unterteilt sind, beschreibt die Methoden der Populisten, analysiert ihre Strategie und zeigt erfolgreiche Gegenstrategien.
Was Populisten unter Demokratie verstehen: Wahre Demokraten
Wen Populisten für das Volk halten: Identitäten und Scheinkonsens
Wie Populisten sich inszenieren: Widerstand
Wie Populisten das System verändern: Wir Alleinherrscher
Wer Populisten wählt: Wir hier unten
Was wir gegen Populisten tun können: die Stunde der Pluralisten
Anhand zahlreicher Beispiele, die uns verdeutlichen, welche Methoden die Populisten anwenden, um ihre potentiellen Wähler hinters Licht zu führen. Teilweise sind die Strategien aus dem Lehrbuch der Propaganda entnommen. Wie bei der Propaganda gilt auch für den Populismus: Erkenne die Methoden und Mechanismen, dann kannst du sie entlarven und ihnen etwas entgegen setzen.
Ein plakatives Beispiel ist Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Einst hat er von genau jenem Establishment und jenem Mann profitiert, das und den er jetzt mit einem Hass verfolgt, der schon an Paranoia grenzt: George Soros.
Als Österreicherin beschäftige ich mich schon lange mit den Themen Propaganda und Populismus. Als nach den Wahlen zum Nationalrat von 1999 die erste schwarz-blaue Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel gebildet wurde, war der empörte Aufschrei in ganz Europa laut und deutlich zu hören. Österreich wurde seitens EU mit Sanktionen belegt.
Und heute, 2024? Rechte Regierungen erfreuen sich beim Volk (?) größter Beliebtheit. Der Aufschrei der Medien ist verstummt, weil sie zum Teil von Inseraten der Regierungen abhängig sind oder die staatlichen Rundfunkanstalten überhaupt gleich abgeschafft und durch willfährige Helfer ersetzt werden/worden sind. Kommt einem das bekannt vor? Damals hieß das „Gleichschalten der Medien“.
Die Rechtspopulisten versprechen das sprichwörtliche Blaue vom Himmel. Doch wenn sie dann an der Macht sind, entwickeln sie genau jene Attitüden, gegen die sie zuvor gekämpft haben: Da werden Ministerien und staatsnahe Firmen mit Günstlingen, Vertrauten und Parteigängern besetzt. Bei uns in Österreich heißt das lautmalerisch „umfärben“. Kollateralschäden wie die Zerschlagung des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BVT) waren gewollt oder billigend in Kauf genommen.
Auch mit der „Politik für den kleinen Mann“ (Wo bleiben eigentlich die Frauen, die in Österreich die Mehrheit sind?) ist es schlagartig vorbei, wenn Populisten an die Macht kommen. So werden Sozialleistungen gekürzt, obwohl zunächst mehr Wohlstand für alle versprochen wurde. Wobei „alle“ wohl im Sinne der eigenen Parteigänger verstanden werden muss.
Wie sieht das Wahlprogramm einer populistischen Partei aus? Die meisten Wahlvorschläge enthalten „gegen etwas zu sein“. Konkrete Alternativen werden nur selten aufgezeigt.
Ob die im letzten Kapitel aufgezeigt Gegenstrategien Erfolg haben werden? Ich befürchte Schlimmes. Österreich wählt am 29. September 2024 zum 28. Mal seine Abgeordneten zum Nationalrat.
Rechtspopulismus ist leider salonfähig geworden.
Fazit:
Gerne gebe ich dieser glasklaren Analyse, wie es zum Erstarken und zur Akzeptanz der Populisten gekommen ist, und welche Gegenmaßnahmen dringen erforderlich sind, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Kleopatras Grab von Constantin Schreiber
"Gerechtigkeit erfordert bisweilen Opfer."
Alexandria, die ägyptische Stadt am Mittelmeer hat eine wechselhafte Geschichte. Sie hat zahlreiche Herrscher kommen und gehen gesehen. Daher ist sie ein Konglomerat ihrer Vergangenheit. Moderne trifft Tradition, unterschiedliche Religionen existieren nicht immer friedlich nebeneinander und das Patriarchat erfreut sich bei Männern größter Beliebtheit.
Frauen in einem Männerberufen? Etwa bei der Polizei?
Das ist der Hintergrund dieses Krimis in dem Kommissarin Theodora „Theo“ Costanda den Mord an einem griechisch-orthodoxen Priester aufklären soll. Dazu wird ihr der junge Fadi al-Sawi zur Seite gestellt. Theo ist gewöhnt, alleine zu arbeiten und vermutet überdies in Fadi einen Konkurrenten zumal er kurzfristig nach Alexandria versetzt worden ist.
Bei den Ermittlungen stoßen sie im Umfeld des Toten auf eine Mauer des Schweigens, aber auf einen reichen französischen Hobby-Archäologen, der sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt hat: Er will das geheimnisumwitterte Grab der Kleopatra finden.
Wenig später, Theo und Fadi gehen einer vagen Spur nach, werden ihre Ermittlungen nicht nur behindert, nein, Theo wird von diesem Fall abgezogen. Fadi al-Sawi soll alleine weiterarbeiten.
Doch Aufgeben ist für Theo keine Option. Das entspricht nicht ihrem Charakter, zudem ist schon viel zu tief in die Materie eingedrungen. Noch ahnt sie nicht, wie nahe sie jenem Geheimnis ist, das um jeden Preis, auch um den des eigenen Lebens, geschützt werden muss.
Meine Meinung:
Dieses Krimi-Debüt des Nachrichtensprechers Constantin Schreiber, der sich als arabisch sprechender Kenner Berater zahlreicher Politiker einen Namen gemacht hat, hat mir sehr gut gefallen.
Obwohl in Alexandria so ziemlich jedes Gebäude, jeder Stein auf seine Historie abgeklopft worden ist, scheint die Suche nach einer bislang unbekannten archäologischen Sensation weiter zu gehen. Er beleuchtet die unterschiedlichen Gruppierungen innerhalb der Gesellschaft bzw. der Religionen ebenso wie die Politik. Es gelingt ihm sehr gut, die Spannungen in der Gesellschaft aufzuzeigen. Obwohl es den Anschein hat, dass Christen, säkulare und traditionell denkende Muslime, wenn schon nicht miteinander, zumindest nebeneinander existieren können, brodelt es unter der dünnen Lackschicht. Ein Klima, in dem alte und neue Geheimgesellschaften regen Zulauf finden. Und es ist genau dieses Umfeld, in dem die toughe Kommissarin ermitteln muss. Nichts ahnend, dass die Arme einer dieser elitären Geheimbünde bis weit in die Regierungskreise hineinreichen. Immerhin gibt es ein Geheimnis, das um jeden Preis, auch um den des eigenen Lebens, geschützt werden muss.
Constantin Schreiber gelingt es sehr gut, das pulsierende Leben in Alexandria darzustellen. Das schließt auch häusliche Gewalt, in der Ehemänner ihre Frauen und Väter ihre Töchter misshandeln mit ein. Die Frauen haben keine Hilfe von außen zu erwarten. Auch die (männlichen) Vertreter der griechisch-orthodoxen Kirche verweigern ihnen Hilfe. Frauen hätten einfach zu dienen - Punktum.
"Anklage erheben? Wir? Frauen? Männer misshandeln in dieser unseren Gesellschaft Frauen und bekommen Recht!"
Sehr geschickt werden historische Fakten über Kleopatra und ihre Schwestern Arsinoë und Berenike, die ja griechische Prinzessinnen waren, sowie die politische Liebesgeschichten mit Caesar und Marcus Antonius in den Krimi eingeflochten. Die Herleitung des Marienkultes in vielen christlichen Bekenntnissen wird vielleicht für den einen oder anderen Leser neu sein. Mir ist diese Verknüpfung von alten vorchristlichen Riten mit dem Christentum schon lange bekannt.
Der Schreibstil ist sehr gut gelungen. Durch die gewählte Erzählzeit, das Präsens, ist der Leser nahe am Geschehen dran.
Der Spannungsbogen ist hoch gehalten, denn Theodora Costanda weiß lange Zeit nicht, wer Freund oder Feind ist. Ich hatte recht bald eine Idee, wer der Maulwurf im Kommissariat sein müsse und bin letztlich bestätigt worden. Der Showdown gliedert sich in zwei Teile, von denen der erste recht spektakulär ist und der zweite stark an Agatha Christies Auflösungen erinnert.
Die Charaktere, allen voran Theodora Costanda sind sehr gut ausgearbeitet.
Eine Fortsetzung ist bereits angekündigt. In „Echnatons Fluch“ bekommt es Theodora Costanda mit einer Endzeitsekte zu tun. Erscheinungstermin Mai 2025. Ich freue mich schon drauf.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem gelungenen Krimi-Debüt, das durch einen spannenden und vielfältigen Plot, gut gestalteten Charakteren und geschichtlichem Hintergrund Ägyptens aufwarten kann, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Claudia R:
packende Storyline
Aurox von Isabell Bayer; Liesa Marin
Klappentext / Inhalt:
Der Verlust seiner Frau nimmt Ace einen wichtigen Halt in seinem Leben. Wenigstens hat er eine seiner Töchter bei sich, doch von deren Zwillingsschwester fehlt jede Spur. Derweil ist die Lage in ganz Torya angespannt, denn seitdem Tod des leitenden Hauptmanns hat man von Ammey nichts mehr gehört.
Als sich die Sichtungen von Erweckten häufen, wird klar, dass die Blutelfe nicht untätig ist und es Zeit wird zu handeln, bevor es zu spät ist.
Zu all den heiklen Problemen gesellt sich noch ein weiteres, denn Jaron, der neue Fluchelf im Schloss, zeigt Interesse an Ace. Die freche Art des jungen Mannes ist jedoch absolut nicht das, was Ace gerade braucht. Doch als der König gerade sie mit einer kleinen Gruppe auf eine Mission schickt, bleibt ihnen nichts anders übrig, als zusammenzuarbeiten, um zu überleben.
Cover:
Die neuen Cover der Reihe sind durchweg identisch, nur farblich unterscheiden sich diese, da immer eine andere Farbe eine zentrale Rolle spielt. Das Schloss sticht hier im Mittelgrund hervor und der Himmel ist gespickt von Blitzen und Dramatik. In diesem dritten Band spielt die färbe blau einen wesentlichen Bestandteil des Covers. Blaue Rosen zieren die Ränder des Covers. Optisch ist es toll umgesetzt und auch eine Verbindung zu den anderen Covern wird hier gestellt, da diese alle vom Design hier identisch sind (zumindest in dieser neueren Auflage).
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den dritten Band der Reihe und da diese an die Ereignisse des letzen Bandes anknüpft, würde ich hier schon empfehlen, die vorherigen Bände zu kennen, auch wenn jeweils zwei andere Hauptcharaktere eine zentrale Rolle spielen.
Bei mir waren die vorherigen Bände schon eine Weile her, daher brauchte ich erst ein wenig um mich hineinzufinden, aber schnell wurde ich an Geschehnisse und Handlungen gefesselt und nach und nach kamen auch meine Erinnerungen dazu zurück. Die Fortsetzung ist mitreißend und actionreich.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und bildlich und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und die Kapitelanfänge sind wunderschön verziert und stechen dadurch sehr gut heraus. Auch die Namen zu Beginn sind sehr hilfreich, da sie zeigen aus welcher Perspektive erzählt wird. Die wechselnden Perspektiven von Ace und Jaron sind gut gemacht und dadurch kommt zudem Spannung und Tempo hinein. Man ist jeweils sehr gespannt, was weiter passiert und findet sich dadurch auch sehr gut in die beiden Charaktere, deren Handlungen und Gefühle hinein.
Die Story ist spannend und fesselnd umgesetzt und sorgt für gute Unterhaltung.
Die Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Besonders die Verzierungen und auch die eingebundenen schwarz-weiß Zeichnungen machen es sehr stimmungsvoll und runden es perfekt ab. Auch der Farbschnitt mit dem Schwert an der Seite ist toll umgesetzt und sehr gelungen.
Fazit:
Packende Storyline mit tollen Charakteren.
Rezensionen von Leser:
Maria und Sandra
Die Glücksfrauen - Die Kraft der Bücher von Anna Claire
Die Fortsetzung um die drei Freundinnen während des zweiten Weltkrieges und ihre Enkelinnen ist genauso aufregend, wie der erste Teil der "Glücksfrauen"-Reihe.
Während Luise, Marie und Anni Deutschland verlassen und fern der Heimat ein neues Zuhause gefunden und den Kontakt zueinander verloren haben, müssen June, Sandra und Wendy zueinander finden, um ihr Erbe anzutreten und das Geheimnis von damals aufzuklären.
Die Geschichte führt uns nach Berlin ins Jahr 1939 zu Maria und ihrer Familie. Als Juden sind sie besonders gefährdet und sie versucht alles, um ihren Mann dazu zu bewegen, das Land zu verlassen.
Der andere Teil führt 2023 zu ihrer Enkelin nach Brasilien. Diese wird von June, Luises Enkeltochter, kontaktiert und beide machen sich auf die Suche nach Annis Enkelin und weiteren Informationen.
Die Autorin hat einen authentischen fiktiven Roman geschrieben, der die damalige Zeit in allen Facetten widergibt. Die Schrecken des Krieges, die Hoffnungen, das Bangen, die Neuanfänge werden so lebendig geschildert, dass man sich mittendrin wiederfindet und zu einem Teil der Geschichte wird.
Mir sind alle Charaktere direkt ans Herz gewachsen, ich habe mit ihnen mitgefühlt und gelitten, habe mich für sie gefreut und gehofft.
Die Wechsel zwischen den Zeiten und Figuren waren fließend und die Kapitel endeten natürlich so, dass man unbedingt weiterlesen musste, um zu erfahren, wie es weitergeht.
Eine wunderbare Trilogie, historisch sehr interessant, spannend, geheimnisvoll und sehr fesselnd!
Rezensionen von Claudia R:
Wohlfühlkrimi
Inselbrise von Anja Eichbaum
Klappentext / Inhalt:
So hatte sich Susan Ophoven ihren Neustart als Schreibcoach auf Norderney nicht vorgestellt. Trotz Sonne, Strand und Meer machen ihr widerspenstige Handwerker, überambitionierte Kursteilnehmer und missgünstige Internetbewertungen das Leben schwer. Doch es kommt noch schlimmer.
Als ihre Schwiegermutter mit Pfeil und Bogen erschossen wird, gerät sie unter Verdacht. Ist sie etwa das Opfer eines Komplotts? Oder hält sie den Inselpolizisten Martin Ziegler und die Kripo zum Narren? Noch während der ersten Ermittlungen wird der Bogen neu gespannt …
Cover:
Durch Strandkörbe und Meeresbrise kommt auf den Cover, das Inselfeeling wieder spürbar herüber. Optisch und farblich ist es toll umgesetzt und macht Lust und Laune auf Urlaub. Das Cover passt auch toll zu den anderen Covern der Reihe. Ein Wiedererkennungseffekt ist hier auf jeden Fall vorhanden.
Meinung:
Dies ist bereits der siebente Fall für Martin Ziegler und Ruth Keiser. Diese können aber auch gut unabhängig voneinander gelesen werden, da die Handlungen in sich geschlossen sind. Wenn man jedoch mehr über die Charaktere, privates Umfeld und die Hintergründe erfahren möchte und auch dies besser zuordnen möchte, sind Vorkenntnisse und ein Lesen in Reihenfolge natürlich von Vorteil.
Der vorherige Band war bei mir schon ein wenig her, dennoch kam ich recht gut und schnell in die Geschichte hinein. Bis der fall jedoch richtig an Fahrt auf nimmt, dauert es diesmal ein wenig länger, so erfährt man anfangs mehr über Susan Ophoven und ihrem Neustart als Schreibcoach, ihre Kursteilnehmer und das Ganze drumherum, aber auch dies war durchaus interessant.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich locker und flüssig lesen. In die Handlungen und Charaktere findet man sich schnell und gut hinein. Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und einfach durchnummeriert. Auch die Kapitellänge ist gut gewählt und ermöglicht einen angenehmen Lesefluss.
Anfangs braucht es ein wenig, aber dann nimmt es an Fahrt auf und auch der Spannungsbogen und die Ermittlungen sind gut gewählt und umgesetzt.
Die Schauplätze sind bildlich toll beschrieben und auch die Atmosphäre kommt sehr gut und spürbar rüber. Ein wundervoller Wohlfühlkrimi, der gut unterhält und kurzweilig lesbar ist. Ich mag diese Mischung aus privater Atmosphäre, spannender Ermittlung und authentischen Charakteren.
Fazit:
Ein wundervoller Wohlfühlkrimi, der gut unterhält und kurzweilig lesbar ist.











