Kunden em pfehlungen
Rezensionen von readpassion9:
endet ziemlich abrupt mit offenem Ende
VIEWS von Marc-Uwe Kling
Die 16jährige Lena Palmer wird von ihrem Vater vermisst gemeldet, bei ihrem älteren Freund ist sie nie angekommen. Was ist passiert? Kurze Zeit später kursiert ein Video im Internet, das sich rasant verbreitet: Die Gruppenvergewaltigung von Lena.
BKA-Kommissarin Yasira Saad und ihre Kollegen übernehmen den Fall, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch es stellen sich keine Erfolge ein.
Weder der Tatort noch die Täter können ermittelt werden. Nicht der kleinste Hinweis. Der mediale Druck wird enorm, in den sozialen Medien kocht die Stimmung noch. Yasira Saad und ihre Tochter geraten in Gefahr.
Ein aktuelles Thema, sehr gut geschrieben, doch mit viel Luft nach oben. Außer Yasira Saad bleiben alle anderen Beteiligten viel zu blass. Die Figuren kommen auch zu stereotyp rüber, keiner ist vielschichtig, es gibt nur s/w. Yasira wirkt verbissen und bringt sich durch ihre Alleingänge in Gefahr.
Die Handlung nimmt irgendwann ab Mitte an Tempo auf, vor allem, als Yasira eine ganz neue Idee zu den Ermittlungen kommt. Nur leider endet die Story dann ziemlich abrupt. Lenas Schicksal wird nicht aufgeklärt und was mit Yasira passiert, bleibt offen. Geht für mich gar nicht, die Geschichte ist nicht zu Ende erzählt. So bleibe ich als Leser unzufrieden zurück, schade um die Zeit.
Rezensionen von brauneye29:
Hat mir gut gefallen
Der Morgen nach dem Regen von Melanie Levensohn
Zum Inhalt:
Schon lange haben sich Johanna und ihre Tochter Elsa entfremdet. Johanna war ständig auf humanitären Einsätzen rum die Welt, was Elsa ihr nie wirklich verziehen hat. Mittlerweile ist Elsa erfolgreiche Anwältin am internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Johanna hat das Haus der Tante Toni am Rhein geerbt und beginnt dieses zu renovieren als Elsa einen Burnout erleidet und es sie ins Haus der Tante Toni zieht.
Kann das gutgehen?
Meine Meinung:
Dieses Buch ist irgendwie ganz anders als ich erwartet hatte. Es hat sehr viel mehr Facetten als man denkt und man erfährt immer als wechselnder Sicht, wie Johanna und Elsa Fibge wahrgenommen haben oder auch falsch gedeutet haben. Ich fand das Buch sehr interessant und konnte die Schwierigkeiten zwischen Mutter und Tochter sehr gut nachvollziehen. Dinge werden oft anders wahrgenommen als sie sind und nur reden hilft könnte man als Konsequenz aus dem Buch ziehen.
Fazit:
Hat mir gut gefallen
Rezensionen von Lerchie:
Nichts für mich
Im Glanz der Hoffnung von Anja Langrock
Das Verhältnis der adeligen Familie Hohenstetten ist seit Jahren zerrüttet. Jeder hat seine eigene Methode, den Alltag zu meistern. Da bekommt die Baronin Besuch von der bekannten Drehbuchautorin Valerie Greifenberg, mit der sie befreundet ist und es ändert sich alles. Sie erfährt, dass in dem Hotel nichts so ist wie es scheint.
Valerie versucht die Verstrickungen zu entwirren und stößt auf ein gut gehütetes Geheimnis ihrer Freundin. Das könnte das Leben aller verändern. Und die Baronin hat eine Mission , die das Leben ihrer Tochter gehörig durcheinanderbringen soll. Doch gibt es nicht noch mehr Geheimnisse und verbirgt sich hinter den Mauern des Hotels noch mehr?
Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Allerdings endete es in einem wirklich fiesen Cliffhanger. Es gibt einige Handlungsstränge, von welchen keiner wirklich abgeschlossen ist. Gut, es mag wohl eine Trilogie werden, aber so ganz ohne einen Abschluss, das habe ich noch nie, oder zumindest schon sehr, sehr lange nicht mehr gelesen. Gut, wenn jemand von seinem Verlobten mit der besten Freundin betrogen wird, das ist schlimm, aber dem würde ich doch nicht noch ewig lange hinterherweinen. Der bekäme von mir einen Tritt und zwar dorthin, wo es wehtut. Und ich verstehe auch nicht, dass der Schwiegersohn der Baronin sich von seiner Frau alles gefallen lässt, auch wenn es finanziell wehtäte, hätte er sich scheiden lassen. Auf jeden Fall ist Alkohol keine Lösung, damit spielt er seiner Frau nur in die Hände. Auch hier sind wir noch nicht am Ende, was ich aber verstehen kann, schließlich geht es um das Hotel. Aber so richtig überzeugt bin ich von diesem Buch nicht. Es gibt zu viele Personen mit zu vielen Problemen und man muss sich erst mal durch diese Personen durchwursteln. Außerdem stört mich der fiese Cliffhanger doch enorm, eben weil es zu viele unabgeschlossene Handlungsstränge sind. Mit den Personen konnte ich mich auch nicht unbedingt anfreunden, denn so wie sie dargestellt wurden fand ich sie einfach nur dumm. Es interessiert mich schon, wie die Geschichte weitergeht, ob alles so endet, wie eine solche Geschichte letztendlich enden sollte. Aber mich deshalb noch durch, vermutlich, zwei Bücher durchzuwursteln, ich glaube, das ist mir zuviel. Überhaupt, wenn es so weitergeht wie bisher. Dieses Durcheinander hat mich davon abgehalten drei Sterne zu vergeben. Also werde ich wohl auf das Lesen der Folgebände verzichten. Von mir zwei Sterne.
Rezensionen von LEXI:
Hühner im eigenen Garten – ein harmonisches Miteinander!
Hühner-Glück von Christian Naudain-Huet
Hühner im eigenen Garten – ein harmonisches Miteinander!
Der großformatige Ratgeber des Landwirtschaftsverlags Münster liefert auf knapp zweihundert Buchseiten wertvolle Tipps und eine Menge Fachwissen zum Thema artgerechte Haltung, Versorgung und Pflege von Hühnern im eigenen Garten. Die Ausführungen des Autors Christian Naudain-Huet sind verständlich formuliert und stellen speziell für Einsteiger eine wertvolle Basisinformation dar.
Er regt zu einer umfassenden Überlegung vor der Anschaffung von Hühnern an und empfiehlt, sich dabei mit dem zeitlichen Aufwand, aber auch den räumlichen Möglichkeiten auf dem eigenen Grundstück zu befassen. In diesem Buch findet man neben sämtlichen Erfordernissen auch hilfreiche Anleitungen wie beispielsweise zum Bau eines Hühnerstalls, zur Ausstattung (Legenester, Sitzstangen, Einstreu, Staubbad, Futterbereich), zur Gestaltung des Außenbereichs (Auslauf, Gehege), aber auch zu Reinigung und Hygiene. Auf die tägliche Kontrolle von Hühnerstall, Gehege und Huhn, der Auswahl der Tiere sowie die Anatomie eines Huhns wird ebenso eingegangen wie auf die Hackordnung und Revieraufteilung oder die Frage, ob ein Hahn die Hühnerschar bereichern soll. Der Autor erläutert zudem den Unterschied zwischen Rasse- und Hybridhühnern und thematisiert zahlreiche weitere relevante Aspekte bei der Hühnerhaltung.
Fasziniert tauchte ich in die verschiedenen Themenbereiche ein und erfuhr dabei interessante Details über den Alltag, die Anatomie und das Sozialverhalten eines Huhns. Christian Naudain-Huet erzählt von der täglichen Routine eines Hühnerbesitzers, er berichtet von kleinen Wehwehchen und Krankheiten, mit denen man rechnen, aber auch Fressfeinden, die man abwehren muss. Im Verlauf der Seiten wird auch auf die Vor- und Nachteile der Selbstaufzucht von Küken eingegangen. Die Abbildungen von Brutmaschine, Infrarotlampen und Futtertröge weckten wunderschöne Kindheitserinnerungen an die bezaubernden kleinen Flauschkugeln im Stall meines Großvaters. Doch erst jetzt, Jahrzehnte später, eröffnet sich mir dank dieses Fachbuchs, wie herausfordernd dies für den Halter sein kann und welcher zeitliche Aufwand damit verbunden sind.
Dieser sogenannte „kleine Leitfaden“ entpuppte sich letztendlich als wertvolles und praxisbezogenes Nachschlagewerk mit ausführlichem Basiswissen zu sämtlichen Aspekten der Hühnerhaltung. Was mir besonders gut gefallen hat war die Tatsache, dass wichtige Inhalte verständlich vermittelt und durch naturgetreue Abbildungen dokumentiert werden.
Ich möchte dem Landwirtschaftsverlag zudem ein Kompliment für die ansprechende Optik und Haptik aussprechen. Die Abbildung von Huhn, Hahn, Küken und Eiern auf dem Cover ist ein absoluter Blickfang, der einfärbige graue Hintergrund wird lediglich durch einige dezent angedeutete Strohhalme aufgelockert. Autorenname und Verlag sind harmonisch in dieses Bild eingefügt, die großen zentriert abgebildeten roten Lettern des Buchtitels ziehen die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Die hochwertige Aufmachung beschränkt sich jedoch nicht allein auf das aufwändige Cover dieser gebundenen Ausgabe, sie setzt sich auch im Inneren fort. Das Buch ist übersichtlich aufgebaut, es punktet mit einer ausführlichen Inhaltsangabe, einem Glossar, nützlichen Adressen hinsichtlich Ausstattung, Produkte, Züchter und Verbände. Die Gestaltung und Gliederung des Textes und die Verwendung von roten Lettern für die Überschriften sorgen für Übersichtlichkeit und gewährleisten eine ausgezeichnete Orientierung im Buch. Die naturgetreuen Illustrationen haben mich tief beeindruckt und das farblich auf den Buchrücken abgestimmte rote Lesebändchen als nützliches Accessoire vervollständigte schließlich meinen positiven Gesamteindruck.
Fazit: „Hühner Glück“ von Christian Naudain-Huet war eine informative und bereichernde Lektüre, ein perfektes Fachbuch für Einsteiger zum Thema Hühnerhaltung, das keine Fragen offenlässt. Es eignet sich ganz besonders für Menschen, die mit dem Gedanken spielen, sich auf das herausfordernde Abenteuer einzulassen, ein klein wenig ihrer Zeit zu opfern und ihre Gärten zukünftig mit Hühnern zu teilen. Ich vergebe begeisterte fünf Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen großartigen und fundierten Einblick in die Welt der Hühner!
Rezensionen von Lesemama:
Hat mich nicht überzeugen können
Der Sommer, in dem alles begann von Claire Léost
Zum Buch:
Ein Dorf in der Bretagne, eine Doppelbeerdiung. So fängt es an. Dann wird von Odette im Jahr 1944 und Hélène im Jahr 1994 erzählt. Wie die Lehrerin Marguerite aus Paris mit Mann und Kind ins Dorf zieht und Hélène als Lieblingsschülerin aussucht.
Meine Meinung:
Sollte meine Kurzbeschreibung des Buches verwirrend, so ging es mir auch.
Ich wusste fast bis zum Ende nicht, wohin das Buch mich führt.
Hélène und ihr Klassenkamerad/Freund Yannick, der sich Yannig nennt, weil er ja Bretone ist und die Franzosen, allen voran die Pariser verteufelt, Marguerite und ihr Mann Raymond und natürlich Odette, die nach dem Krieg als Dienstmädchen mach Paris ging. Wie das alles zusammenhängt dauerte lange. Die Geschichte spielt hautpd im Jahr 1994, macht aber immer wiedersprünge in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Ich wartete lange, las das ganze Buch, aber es konnte mich bis zum Ende nicht packen und war einfach dahinplätschernde Unterhaltung.
Rezensionen von Karo:
Berührender Roman
Cascadia von Julia Phillips
"Cascadia"von Julia Phillips spielt auf einer Insel im Nordwesten der Vereinigten Staaten. Hier lebt die Protagonistin Sam gemeinsam mit ihrer Schwester Elena und ihrer Mutter. Die Familie lebt in ärmlichen Verhältnissen und die beiden Schwestern tun alles, um die Pflegekosten ihrer Mutter zu finanzieren und ihr und sich irgendwann ein besseres Leben zu ermöglichen.
Insbesondere Sam hatte ganz andere Wünsche und Träume und wollte vieles aus ihrem Leben machen - Träume, die jetzt so weit entfernt scheinen. Die Autorin zeichnet hier ein berührendes Porträt der beiden Schwestern und der Träume und Herausforderungen, mit denen sich beide herumschlagen müssen. Die Geschichte der Schwestern ist berührend und trotz der Schicksalsschläge und Herausforderungen merkt man die Hoffnung, die beide noch in sich tragen. Als ein Bär auf der Insel auftaucht, scheint dieser das Leben der Schwestern nachhaltig zu verändern und vornehmlich Sam aufzuzeigen, dass sie lange an etwas festgehalten hat, was sich immer mehr als Illusion herausstellt. Der Bär und die von ihm ausgehende Bedrohung zieht sich durch den Roman und macht nachdenklich, aber strahlt auch einfach eine gewisse Bedrohung aus, die man beim Lesen regelrecht spürt und die einen richtig einnimmt. Die Charaktere sind schön und vor allem sehr realistisch gestaltet. Sie wirken sehr nah und haben ihre Ecken und Kanten, die sie greifbar werden lassen. "Cascadia" ist ein Buch, das mich noch nach der Lektüre lange beschäftigt hat. Ich musste es eine ganze Weile sacken lassen und kann es wirklich nur weiterempfehlen.
Rezensionen von Reiseweise:
Ungewöhnliche Fantasy
Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland von Sarah Brooks
Dieses Buch mit dem ungewöhnlich langen Titel ist eine ebenfalls sehr ungewöhnliche Fantasy-Geschichte. Zunächst wirkt die beschriebene Romanwelt noch recht realistisch: Ein Zug der Transsibirischen Eisenbahn soll von Peking nach Moskau quer durch Sibirien fahren. Doch mit jeder Seite wird die Geschichte ungewöhnlicher und die Fantasyelemente wortwörtlich fantastischer.
Wir folgen drei Passagierinnen, deren Erlebnisse im Zug mehr oder minder miteinander verknüpft sind durch eine zunehmend fantastischere Welt, als der Zug durch Sibirien fährt - denn in dieser Romanwelt ist Sibirien von mutierten Lebewesen und einer neuen Lebensform bewohnt, die man so eher aus Beschreibungen von extraterrestrischen Lebensformen aus anderen Fantasyromanen kennt. Was von der Geschichte als Allegorie verstanden werden soll und was einfach nur als Fantasy gelesen werden soll, ist manchmal unklar.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich nicht überzeugt
Stürzende Imperien von Peter Heather; John Rapley
Steht dem Westen, vornehmlich den USA, demnächst ein ähnliches Schicksal bevor wie dem Römischen Reich das im 5. Jahrhundert untergegangen ist?
Dieser kniffligen Frage gehen der Historiker Peter Heather und der politische Ökonom John Rapley nach. Dazu ziehen sie zahlreiche Vergleiche, die die Parallelen und Unterschiede darstellen.
Nach einer längeren Einleitung legen sie Autoren in acht Kapiteln plus einem Abschluss ihre Argumente dar:
Feiern wie um 399
Imperium und Bereicherung
Östlich des Rheins, nördlich der Donau
Die Macht des Geldes
Alles fällt auseinander
Barbareneinfälle
Macht und Peripherie
Tod der Nation?
Schluss: Tod des Imperiums?
„Wenn die Bürger der westlichen Länder imstande sind, die vor ihnen liegenden Schlüsselaufgaben zu begreifen und unvermeidlich spaltende Meinungsverschiedenheiten demokratisch zu lösen, und das in einer Weise, die der breiten Bevölkerung das Gefühl der Einbeziehung und Fairness vermittelt, und insbesondere, wenn sie das in einer Weise tun können, die den Bürgern der aufstrebenden Peripheriestaaten das Gefühl vermittelt, dass auch ihnen ein Anteil an einer gleichberechtigteren Zukunft innerhalb eines umfassenderen Systems angeboten wird, das auf denselben gemeinsamen Werten beruht, sind die Gewinnen kolossal. Dann hätte es der westliche Nationalstaat - ursprünglich errichtet aus umgelenkten Wohlstandsströmen der übrigen Welt - nicht nur geschafft, eine potentielle Krise zu überwinden, sondern er hätte auch ein postkoloniales Erbe echter Größe hervorgebracht, auf das seine Bürger zu Recht stolz sein dürften.“
Meine Meinung:
Grundsätzlich ist die Idee einen Vergleich zwischen dem Römischen Imperium und dem Westen zu ziehen eine recht interessante Idee. Leider werden so manche nachdenklich machende Gedanken in langen Schachtelsätzen, die sich über mehrere Zeilen erstrecken, erstickt. Ob das im englischen Originaltext auch so ist? Oder liegt es an der Übersetzung? Ich mag lange Sätze ja recht gerne, aber wenn ich jeden Satz mehrmals lesen muss, um den Sukkus zu erfahren, hält sich meine Begeisterung letztlich in Grenzen.
Wer die Zielgruppe für dieses Buch sein soll, erschließt sich mir nicht ganz. Historisch und/oder ökonomisch interessierte Leser? Politiker? - Nein, die wohl kaum, sind sie ja in ihren eigenen Interessen verstrickt.
Die Vorschläge, wie internationale Abkommen zu einer gleichen Besteuerung, um Steueroasen abzuschaffen, Verträge zu einer Treibhausgasreduktion etc. abzuschließen, sind recht nett gemeint. Solche Abkommen gibt es bereits, allerdings weigern sich zahlreiche Länder danach zu handeln bzw. sie überhaupt zu ratifizieren. Allen voran die USA, die sich mit ihren Slogan „America First“ selbst aus dem Spiel nimmt und sich von den riesigen Konzernen, die ihre Vormachtstellung rücksichtslos ausnützen, gegängelt werden.
Fazit:
Ein interessantes Buch, das mich allerdings nicht wirklich überzeugt hat. 3 Sterne.
Rezensionen von Anndlich:
Meisterliches Nachschlagewerk
Das große Buch der Infografiken von Andrew Pettie; Conrad Quilty-Harper
Auf knapp 300 Seiten bietet Das große Buch der Infografiken 200 anschauliche Infografiken zu den Themen „Der Weltraum“, „Land, Wasser, Luft“, „Der lebende Planet“, „Der menschliche Körper“ und „Die Welt der Menschen“. Am Ende eines Fachbereichs findet man neben einem Interview mit einem Experten, auch eine Schnitzeljagd zum Gelesenen, deren Antworten am Ende des Buchs zu finden sind.
Dort werden auch nochmal eine Begriffe kurz und knapp erklärt.
Ich bin wahnsinnig begeistert vom visuellen Lexikon. Eindrücklich werden hier ganz verschiedene Themen aufgemacht, erklärt und auf anschauliche Weise vermittelt. Dabei lernen nicht nur Kinder etwas, sondern auch Erwachsene etwas. Einige Grafiken sind schon sehr komplex und wahrscheinlich nur für wenige Achtjährige verständlich, da die Vielfalt an Wissen jedoch sehr breitgefächert ist, sehe ich das Buch auch eher als eines, zudem der kindliche Rezipient im Laufe seiner Kindheit immer wieder gegriffen und das nicht von der ersten bis zur letzten Seite am Stück durchgelesen wird.
Die Vielfalt an Informationen sorgt für ein unglaubliches Potpourri an Erkenntnissen, die durch die unterschiedlichen Darstellungen interessant übermittelt werden. Vergleiche machen Informationen u.a. anschaulicher und verständlicher.
Das große Buch der Infografiken kann ich jedem empfehlen, der mehr über die Welt erfahren möchte und anschauliche Grafiken schätzt. Nicht nur Kinder lernen hier etwas dazu, sondern auch Erwachsene. Ein wahnsinnig gutes Sachbuch von Andrew Pettie, Conrad Quilty-Harper und Valentina D'Efilippo das ich vor allem in Kinderbücherregalen als eine wertvolle Bereicherung sehen würde, aber auch Erwachsenen Spaß bereiten wird.
Rezensionen von Hennie :
Der verschwundene Tote
Mord im Antiquitätenladen von Waldi Lehnertz
Walter Lehnertz, der 80 € - Waldi aus der beliebten ZDF-Sendung "Bares für Rares" legt hier mit einer leichten unterhaltsamen Lektüre, obwohl mit einem verschwundenen Toten, seinen ersten Kriminalroman vor.
Siggi (Siegfried Malich), der Antiquitätenhändler macht schwere Zeiten durch.
In seinem Laden wurde eingebrochen, eine ältere männliche Leiche in einen Sessel platziert, die dann beim Eintreffen der Polizei spurlos verschwunden ist. Außerdem hat der Händler plötzlich ein rätselhaftes Bild zuviel. Das stellt er aber erst später fest. Der tollpatschige, schieläugige Polizist, Siggis ehemaliger Schulkamerad Gunnar, glaubt ihm kein Wort und will ihn wegen Falschaussage und Irreführung der Behörden belangen. Für Siggi ist das Maß voll und daraufhin geht er mit seinem Freund Kurt und seiner neuen wunderbaren Putzhilfe Doro, die ihm wie vom Himmel ins Haus gekommen ist, auf Mörder- und Kunstsuche. Bis zur Lösung gibt es da einige merkwürdige Verwicklungen, schmerzhafte Zwischenfälle und Geschehnisse, die mir ab und zu recht blauäugig und naiv vorkamen.
Waldi gelang ein unterhaltsamer Krimi trotz weniger Überraschungen. Nur zum Ende hin, als es zur Auflösung des Falles ging, wurde es etwas spannender und ein wenig schneller. Ich staunte über die enorme Wandlungsfähigkeit des betreffenden Charakters, der gemordet hatte. Der führte alle Beteiligten übel an der Nase herum. Die Moral von der Geschichte: Wie man sich doch in den Menschen täuschen kann, die man glaubt, ganz gut zu kennen!
Hin und wieder blitzte Waldis Eifelcharme und sein spezieller Humor durch.
Lässt sich gut lesen und ist bestens geeignet als Urlaubslektüre.











