Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Stefanie B.:
Gelungener NA-Roman mit traumhafter Kulisse in Hawaii
This could be love von Lilly Lucas
Der Roman "This could be love" von Lilly Lucas spielt hauptsächlich in Hawaii und erzählt die Geschichte von Louisa, der Hauptprotagonistin. Louisa bzw. Lou ist eine Top-Tennisspielerin die Verletzungsbedingt aussetzen muss und wieder von neuem trainieren muss um ihre Bestleistung erzielen zu können.
Sie reist zu ihrer Patentante nach Hawaii um dort trainieren zu können. Schnell trifft sie auf den jungen Vince. Es knistert recht schnell zwischen den beiden doch Lou möchte sich voll und ganz auf ihre Tenniskarriere konzentrieren.
Das Cover ist sehr gut gelungen und der passende Farbschnitt macht das Buch zu einem wahren Schmuckstück. Im Inneren befindet sich ein Tattoo Bogen, passend zum Thema Hawaii. Das ist eine echt süße Idee.
Zeitungsartikel über Lou's Karriere und Erfolge bilden die Einleitung und lockern bereits den Beginn auf. Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm doch meiner Meinung nach zu oft oberflächlich gehalten. Ich hätte mir gelegentlich mehr Infos gewünscht.
Die Charaktere wurden sehr liebevoll beschrieben wobei noch manche Hintergrundinformationen gepasst hätten. Hawaii wurde bildlich beschrieben und löste immer wieder Fernweh bei mir aus. Wann geht der nächste Flieger? :)
Die Emotionen kommen bei diesem Roman nicht zu kurz. So habe ich ständig mitgefiebert, hatte Herzklopfen und manch eine Träne in den Augen.
Das Buch ist wirklich sehr gut gelungen. Ich kann es nur weiterempfehlen und freue mich auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Anno:
Pflanzenwissen und Kräuterküche
Welche essbare Pflanze ist das? Kindernaturführer von Katrin Hecker; Frank Hecker
Vor einiger Zeit haben sich unsere Ausflüge in die Natur verändert. Pflanzen sind nun ins Interesse der Kinder gerückt und wir haben begonnen Wildkräuter zu bestimmen und aus einigen davon einfache Salben herzustellen oder diese in unsere Küche zu integrieren- jedoch mit wechselndem Erfolg.
Dieses Band, der so beliebten Kosmos Kinder Naturführer Serie kam uns daher wie gerufen! Es beinhaltet jahreszeitlich sortiert die wichtigsten Waldpflanzen, welche in Artenportraits vorgestellt werden.
Diese begleitend wird aber auch auf eventuell vorhandene Doppelgänger und deren potentielle Gefährlichkeit hingewiesen (rote Infokästen), orangene Infokästen liefern zusätzlich sehr interessante Fakten. Aber der Abschnitt zu „so kannst du es verwenden“ macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem, denn hier beginnt für Kinder das eigentliche Erlebnis. Diese Informationen und kleinen Rezepte laden dazu ein Pflanzen zu sammeln, zu verarbeiten und zu probieren. Wobei natürlich der zu Beginn des Buches abgedruckte Vermerk berücksichtigt werden sollte, dass dies nur unter erwachsener Aufsicht und bei eindeutiger Bestimmung geschehen darf.
Und wer dadurch auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich auch unbedingt den umfangreichen Rezeptteil des Buches ansehen. Entgegen den artenbegleitenden Verwendungshinweise sind die Rezepte in diesem Kapitel schon deutlich komplexer und vielfältiger. Ob Suppe, Kräuter-Bannock, Sirup, Marmelade oder Aufstrich- kulinarisch ist hier wirklich einiges geboten. Und das macht Lust sich mit seiner Umwelt zu beschäftigen, sie bewusster wahrzunehmen und sie kennenzulernen. Auch oder gerade im Kindesalter ist dies unglaublich interessant.
Rezensionen von peedee:
Wie immer im Nu ausgelesen
Highland Happiness - Die Schmiede von Kirkby von Charlotte McGregor
Highland Happiness, Band 5: Charly MacRae ist Hufschmiedin und liebt die Arbeit mit dem Feuer. Das Element Wasser hingegen ist gar nicht ihres, sehr zum Missfallen ihrer Familie, einer Seefahrerdynastie. Nach Jahren des Herumreisens will sie nun sesshaft werden. Brodie Henderson ist Zahnarzt, immer sehr adrett gekleidet, ein Typ, dem offenbar alles gelingt.
Die erste Begegnung der beiden läuft suboptimal, denn Brodie beschuldigt Charly, als Obdachlose die Halsbänder seiner Whippets stehlen zu wollen…
Erster Eindruck: Das Cover mit beeindruckender Landschaft und einem Esel im Vordergrund passt sehr gut zu den anderen Bänden der Reihe – gefällt mir.
Dies ist Band 5 der zweiten Reihe um Kirkby, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (ein hilfreiches Personenregister für Neueinsteiger ist vorhanden).
Endlich hiess es wieder: einmal aussteigen in Kirkby, bitte! Der neuste Band ist da! Charly reist mit dem Auto zu ihrer neuen Arbeitsstelle an; im Anhänger hat sie nicht nur Notfallwerkzeuge für das Beschlagen von Pferden unterwegs, sondern auch ihre vierbeinige Begleiterin Penny, eine Eselsdame. Der Start im dem Reittrainingscenter Fraser, das von Hailey und ihrem Vater Rupert betrieben wird, ist mehr als merkwürdig: Rupert und sein Bruder Marlin, der frühere Schmied, haben nämlich einen Mann erwartet! Beim Zoom-Meeting, das die beiden Herren mit Charly gemacht hatten, gab es Bildübertragungsprobleme und bei der hellen Stimme dachten sie, dass es offenbar auch Ton-Probleme gab. Herrlich! Brodie ist seit knapp einem Jahr in Kirkby, zusammen mit seinen Whippets Kate und Moss. Ich musste erst mal googeln, was genau Whippets sind (für alle die es auch nicht wissen: es sind kleine Windhunde). Er ist geschieden und wartet darauf, dass seine Teenagertochter in für die Ferien besuchen kommt. Er fühlt sich hilflos, da er nicht genau weiss, wie er mit Emma umgehen soll…
Wie gewohnt waren die 500 Seiten im Nu ausgelesen. Es war wieder eine Menge los in Kirkby – wer schon einmal dabei war, weiss, dass die Bewohner sehr mitteilsam und feierwütig sind. Es ist echt ein Jammer, dass Kirkby nur fiktiv ist, denn ansonsten „müsste“ ich dringend mal das Städtchen besuchen! Die Liebesgeschichte kam für mich erst sehr spät und wurde zu knapp abgehandelt. Von mir gibt es 4 Sterne und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Anndlich:
Windstärke 17 auf Rügen
Windstärke 17 von Caroline Wahl
Ida verlässt nach dem Tod ihrer Mutter ihre Heimat, nur ihr Laptop und ein alter Hartschalenkoffer begleitet sie auf eine neue Reise, dessen Ziel sie noch nicht kennt. Weil sie nicht zu ihrer Schwester Tilda nach Hamburg möchte, steigt sie im Zug nicht aus und landet schließlich auf Rügen. Dort lernt sie den Kneipenbesitzer Knut kennen, der sie zu sich nach Haus einlädt und seiner Frau Marianne vorstellt.
Bei den beiden lernt Ida das alltägliche Leben der Inselbewohner kennen und trifft auf Leif, dessen Leben gerade auch ins Stocken gerät. Die Welt wird wieder erträglicher, bis Ida den nächsten Schicksalsschlag erlebt.
Windstärke 17 von Caroline Wahl war mein erstes Buch der Autorin, das mich jedoch im Zwiespalt zurücklässt.
Ich habe es geliebt, dass Caroline Wahl eine Welt erschaffen hat, die nicht perfekt ist. Die durch die Augen der Protagonistin zeigt, dass wir Dinge nur oberflächlich wahrnehmen. Diese Oberfläche mag perfekt aussehen, aber die Wunden und Risse sind verborgen. Manchmal muss man sich seine eigene Welt schaffen, um die Schönheit des Lebens zu sehen.
Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig und recht simpel, Gedankengänge werden vollzogen und dann nochmal wörtlich wiedergeben. Das führt zu vielen Wiederholungen, die mich während des Lesens gestört haben und die dennoch perfekt gepasst haben, weil sie Ida gut widerbespiegelt haben. Ida, deren Gedankenwelt laut ist und die eben nicht alles sagt, was sie denkt und dann manchmal doch. Ida, die mich aber auch häufig Nerven gekostet hat. Ihr Leben ist hart, das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr, aber ihre Gedankengänge sind mir dennoch zu ‚ich-bezogen‘ und negativ belastet, dabei gibt es um sie rum so viel Hoffnung und Hilfe.
Diese Wut, die schlechten Gefühle und der Trotz, mögen auch so stark gewesen sein, weil das Buch sehr kompakt ist. Bestimmt hätten 100-200 Seiten mehr nicht geschadet. Das Ende hat mich dann leider auch komplett enttäuscht, auch wenn ich während des Lesens der letzten fünfzig Seiten schon damit gerechnet hatte, dass mir etwas fehlen wird.
Vielleicht macht es aber auch Hoffnung auf eine neue Perspektive, denn ihr Vorgängerband handelt wohl von ihrer großen Schwester Tilda und auch in Windstärke 17 finden sich Charaktere wieder, deren Perspektive spannend sein könnten.
Rezensionen von yellowdog:
Die Schwestern und der Bär
Cascadia von Julia Phillips
Cascadia ist ein Roman, der einige wichtige und relevante Themen behandelt, die mich sehr interessieren.
Zum Beispiel Armut in den USA.
Die Schwestern Elena und Sam kommen nur schwer über die Runden, denn ihre Mutter ist schwer krank. Krankenhauskosten und teure Medikamente treiben sie in Schulden.
Ich denke, dass das kein Ausnahmefall in den USA ist.
Im Hintergrund schwebt dann noch das Thema häusliche Gewalt. Ein ehemaliger Freund der Mutter hatte die Familie tyrannisiert und vermutlich gab es auch Gewalt.
Das hat die Schwestern eng zusammengeschweißt. Und so ist auch das Thema Schwesternschaft hier in einer Tiefe beschrieben und zeigt Verbundenheit, aber auch Grenzen.
Der Roman überzeugt durch seinen Schauplatz, der atmosphärisch stark eingesetzt wird. Eine US-amerikanische Insel, nicht weit von Kanada. Hier gibt es viel Fährbetrieb, denn die Insel ist für Touristen interessant. Sam arbeitet auch einer Fähre.
Doch als dann überraschend ein Bär auftaucht, beeinflusst dass das Leben der Schwestern. Während Sam vor dem Bär Angst hat, ist ihre ältere Schwester von ihm fasziniert und nähert sich ihm ohne Angst.
Wie es mit der Familie weitergeht und was alles passiert, darf hier noch nicht verraten werden.
Es ist ein packender Roman!
Rezensionen von begine:
Brillant
Am Himmel die Flüsse von Elif Shafak
Die britisch-türkische Schriftstellerin Elif Shafak hat mit dem Roman, Am Himmel die Flüsse, wieder ein brillantes Werk geschaffen. Sie konnte mich schon mit einigen Romanen beglücken.
Dieser Roman ist wieder perfekt erträumt und Recherchiert.
Das Schicksal der Yezieden ist besonders genau erzählt.
Es gibt drei Protagonisten, die jede ihre eigene Geschichte hat, die dann gekonnt verwebt wurde.
Die Figuren sind fiktiv, aber einige sind an reale Personen angelehnt.
Es beginnt im Zweistromland mit einem grausamen König.
Am Ufer der Themse wird 1840 Arthur von einer armen Frau geboren.
Dann wird 2014 Narin im Tigris getauft.
Und überall gibt es ein Tropfen Wasser, der als Zeichen sieht.
Elif Shafak ist eine begnadete Autorin, die uns Leser immer wieder mit ihrer wortgewaltigen Sache begeistert.
Sie konnte mich wieder gut unterhalten und ich möchte gerne empfehlen.
Rezensionen von div:
Rätsel - Spaß - und Unterhaltung
Das dicke Quatsch-Rätselbuch von Isabel Große Holtforth
Rätsel - Spaß - und Unterhaltung
150 tolle Rätsel mit viel Quatsch, Spaß und Unterhaltung sind in diesem Buch enthalten. Für Kinder ab 4 Jahre.
Es geht um Formen, Zahlen und Buchstaben.
Toll ist, dass die ganzen Rätsel mit viel Witz und Quatsch aufgelockert werden, sodass es nicht langweilig wird.
Schöne bunte Bilder und viel Platz für Ideen, findet man auf jeder Seite. Das A4 Format finde ich persönlich sehr praktisch und gut gewählt.
Das Rätselbuch ist perfekt für die Ferien, für lange Autofahrten oder dergleichen - wenn Kinder halt beschäftigt werden sollen. Gut für Kinder die in die Schule kommen - also die Vorschulzeit, oder auch für die Erstklässler, um in den Ferien ein bisschen in Übung zu bleiben mit Zahlen und Buchstaben. Unserer Meinung nach passt daher die Altersempfehlung auch.
Von uns gibt es eine Weiteremfpehlung für dieses Quatsch Rätselbuch.
Rezensionen von Danislesestube:
Für mich: Zeitverschwendung
Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann
Es ist schon eine Weile her, seit ich ein Buch von Andreas Winkelmann gelesen habe. Sein letztes Werk konnte mich eher mäßig überzeugen, dementsprechend gering war mein Interesse, mich direkt auf das nächste Buch von ihm zu stürzen. Etwa zwei Jahre später konnte wieder eines seiner Bücher meine Neugier wecken.
Zeit ist ein Thema, welches mir gut gefällt, vor allem weil man mit dieser Komponente sehr viel anstellen und umsetzen kann. (Gutes Beispiel: Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit) Welche Gedanken hat sich der Autor dazu gemacht? Der Klappentext klingt vielversprechend, wenn auch etwas dünn, was kein Nachteil ist. Was wir wissen, dass jemandem offenbar Zeit gestohlen wurde bzw. sich darüber aufregt, dass andere seine verschwenden. In welcher Form kann man nur raten. Wie möchte dieser Jemand seinen Opfern wohl deren Zeit stehlen? Logisch. Er wird sie vermutlich umbringen. Das ist jetzt kein Spoiler, sondern naheliegend.
Fangen wir also wie immer am Anfang und mit den positiven Dingen an. Das Buch beginnt mit dem Prolog, oder wie es weiter unten heißt „Hinter der Zeit“. Jemand scheint ein Gespräch mit einer anderen Person zu führen, oder mit sich selbst, so genau weiß man das nicht. Die noch unbekannte Person bewundert eine Wand. Eine Wand, in welche er viel Arbeit gesteckt hat. Was sich darauf, oder darin verbirgt, weiß man genauso wenig. Fakt ist, hier floss viel Arbeit rein. Oder besser gesagt, seine wertvolle Zeit, die ihm von seinen Mitmenschen genommen wurde. Das ist auch das Grundthema des Buches. Menschen, die seine Zeit, in welcher Form auch immer, verschwendet haben, müssen mit selbiger bezahlen. Hier fingt meine anfängliche Freude bereits an zu bröckeln. Es las sich bis dahin eher mau. Diese Art von Mörder:in kannte ich bereits von den anderen Büchern des Autors. Aber davon ließ ich mich nicht beirren. Könnte ja noch etwas werden.
Etwas später werden wir Zeugen, wie die ersten Opfer geholt und getötet werden. Interessant empfand ich, wie der erwähnte Jemand diese geködert hat. Hier ein Beispiel. Eine junge Frau fährt auf einer Landstraße. Plötzlich taucht ein Auto neben ihr auf und schneidet sie, sodass sie eine Vollbremsung einleiten muss, um Schlimmeres zu verhindern. Daraufhin steigt ein Mann aus und stellt ihr folgende Frage „Hast du Zeit?“. Mal abgesehen davon, dass wir wissen, was folgt, wie glaubt ihr, beantwortet die Frau diese Frage? Genau, dass was ihr gerade denkt. Selbstverständlich wird sie anschließend niedergeschlagen und verschleppt. Diese „Logik“ zieht sich durch das gesamte Buch. Es gibt sogar Ausnahmen, in denen Menschen tatsächlich ihre Zeit dem Typen komplett freiwillig schenken. Natürlich werden diese dann in Ruhe gelassen. Nein, natürlich auch getötet. Halten wir fest: Menschen, die sich für ihn keine Zeit nehmen wollen, werden getötet. Menschen, die ihm ihre Zeit hingegen schenken, werden getötet. Das ist doch logisch. ^^
Ups, jetzt habe ich die Kritik etwas vorgezogen. Jetzt zum Positiven. Das durch tragische Umstände zusammengefundene Trio, bestehend aus Lilly (der Freundin eines Opfers), Grotheer ein ehemaliger quasi Polizist und seinem Hund namens Jemand (fragt nicht) machen sich auf der Entführungsserie und den mysteriösen Paketen, welche an die Verbliebenen geliefert wurden, auf den Grund zu gehen. Die Polizei scheint stellenweise zwar bemüht, aber eher desinteressiert zu sein. Es verschwindet doch jeden Tag irgendwer. Gelegentlich gesellen sich ein paar Nebencharaktere hinzu, welche irgendetwas mit den Opfern zu tun haben und daher gerne mithelfen. Diese bleiben, aufgrund mangelnder Auftritte, eher blass. Nicht so schlimm, immerhin geht es um das erwähnte Trio, welches mir sympathisch war. Alle drei sind komplett unterschiedlich, mit ebenso unterschiedlichen Herangehensweisen. Durch den Wechsel der Perspektiven kam so etwas Abwechslung in die Handlung. Diese hatte letztere bitter nötig, denn viel zu bieten hatte diese nicht.
Mal abgesehen davon, von den kleinen Abenteuern der kleinen Gruppe gab es kaum Highlights. Die letzten Stunden der Opfer, eine Handvoll Auftritte unseres Mörders, welche mit der Zeit immer abstruser wurden. Ja, es soll eine kranke Seele mit einer „interessanten“ Wahrnehmung und mangelnder Selbstreflexion darstellen. Das verstehe ich, aber die meiste Zeit über waren diese Passagen unglaublich langweilig. Schon so oft gelesen, sogar in den Büchern des Autors selbst. Ich habe keine Logik oder nachvollziehbares Verhalten erwartet, aber das war einfach nicht meins.
Die grundsätzliche Handlung war langweilig. Nach den ersten 70 Seiten weiß man als Leser, wie die restlichen 310 Seiten aussehen könnten. Es ist nahezu immer das gleiche Schema. Ein bisher unbekannter und offenbar unwichtiger Charakter taucht auf, begegnet jemanden, der Hilfe benötigt oder ersterer wird einfach mal so Krankenhausreif geschlagen und stirbt wenige Kapitel später. Wie die Opfer sterben ist bereits vor dem Auftauchen der Sanduhren (kein offensichtlicher Spoiler, da auf dem Cover) klar. Da, wo an Details gespart hätte werden können, wurde leider nicht gespart und sehr viel bereits vorweggenommen. Dabei hätten wir ja noch viele Seiten vor uns, die irgendwie gefüllt werden mussten. Irgendwie ist auch gleich unser nächstes Stichwort. Viele Geschehnisse wurden genauso gelöst. Gerade so, dass sie Sinn ergeben (könnten). Mehr nicht. Garniert mit ein paar „Oh mein Gott, da passiert gleich etwas Schlimmes.“ Momenten und einem Familiendrama. Wobei ich letzteres noch am spannendsten fand. Was sehr viel über das eigentliche Thema aussagt.
Die Fragen, die ich mir das Ganze Buch über gestellt habe, waren folgende: Der Mörder geht also davon aus, dass Menschen ihre und seine Zeit verschwendet haben. Demnach müssen sie dafür bzw. damit bezahlen. Verschwendet er somit nicht seine eigene Zeit damit, um anderen ihre Achtlosigkeit unter die Nase zu reiben, indem er sie umbringt? (Und Apparaturen baut, um dies zu tun) Wäre es nicht besser gewesen, diese am Leben zu lassen, um aus seiner Lektion, wie auch immer diese dann ausgesehen hätte, zu lernen, um dann anschließend ihre Zeit wieder sinnvoller zu nutzen?
Mit diesen Fragen im Kopf und den genannten Kritikpunkten fällt das Buch bei mir gnadenlos durch. Keine Vollkatastrophe, aber meine Zeit habe ich damit definitiv verschwendet.
Rezensionen von div:
Themenverfehlung?
Seinetwegen von Buono Zora del
Themenverfehlung?
Das Cover, sowie auch die Inhaltsangabe fand ich äußerst ansprechend. Auch die Leseprobe hatte mich neugierig gemacht.
Die Autorin war erst 8 Monate alt, als ihr Vater, ein berühmter Arzt, bei einem Verkehrsunfall gestorben ist. Über den Vater wird daraufhin nicht mehr gesprochen (Wieso nicht? Kinder haben doch Fragen? völliges Unverständnis dazu meinerseits).
Erst als die Mutter dement ist, macht sich die Autorin auf die Suche nach dem Unvallverursacher, auf die Suche nach den Geschehnissen, auf der Suche nach Antwort zu fragen.
Ich hätte mir hier viele Emotionen erhofft - ich hätte mir erhofft zu erfahren, wie der Verursacher mit der Schuld gelebt hat und dergleichen.
Aber leider wurde das Buch mit belanglosen Themen gefüllt und kommt nicht zu dem Punkt, den ich mir persönlich erwartet hatte.
Was möchte die Autorin uns mit diesem Buch mitteilen?
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Die Bauerkriege um 1525 - Ein Grund zum Feieren?
Der Bauernkrieg von Peter Blickle
Das nun in der vierten Auflage bei C.H. Beck erschienene Buch „Die Bauernkriege. Die Revolution des Gemeinen Mannes“ ist ein Überblick über die Ereignisse der Jahre 1524 bis 1526 im deutschen Raum, der auch die Aufstände in Teilen der Schweiz und Österreichs inkludiert.
Der deutsche Bauernkrieg von 1524-26 gehört zu den einschneidenden Ereignissen unserer Geschichte.
Er war, abgesehen von den Kreuzzügen, das erste großflächig ausgebreitete Massenphänomen im Römischen Reich deutscher Nation und er ist auch eines der am besten erforschten Ereignisse der frühen Neuzeit in Mitteleuropa. Daher enthält das Buch nicht allzu viel Neues.
Die Unzufriedenheit über die Abgabenlast, die auch vermögende Bauern innerhalb weniger Generationen zu unfreien Bauern bzw. mancherorts zu Sklaven macht, ist nicht mehr zu überhören. Eine sehr eigenartige Abgabe sind die „Todfall-Vorschriften“, auf Grund derer, die Erben nach dem Tod der Pächters „das beste Gewand, das beste Vieh etc.“ an den Grundherren (also auch an Klöster) abtreten müssen, ohne Rücksicht darauf, ob der Weiterbestand des Hofes dabei gefährdet ist oder, dass die Familie des Erblasser deswegen in ihr Dach über dem Kopf sowie ihre Ernährungsgrundlage verliert. Ohne Zugehörigkeit zu einem Hof verlieren die Menschen ihren Status in dem ohnehin schwachen Sozialgefüge und werden häufig als Mittellose des Dorfes verwiesen.
Tyrannei und Aufruhr
Der Gemeine Mann und der deutsche Bauernkrieg
Wir wöllen frei sein
Kein Recht, unrecht, gerecht
Die Gewalt der Gemeinde
Frankfurt oder Frankenhausen
Daher erscheinen die „Zwölf Artikel“, die in Memmingen präsentiert werden, durchaus legitim. Man beruft sich, wie Martin Luther und Ulrich Zwingli, auf die Legitimität der Bibel ohne die verschiedenen Interpretationen der Regierenden.
„Die Herrschaft verliert ihre Legitimität, wenn sie tyrannisch entartet. Die Tyrannei stellt sich dort selbst als solche vor, wo sie die Gesetze Gottes missachtet.“
Fazit:
Das anlässlich der 500. Wiederkehr der Bauernaufstände von 1525 aktualisierte Buch enthält eine, mit Originalzitaten gespickte und daher mitunter schwer verständliche, Auflistung der Ereignisse. Wer sich allerdings eingehender mit dem Thema beschäftigen will, muss zu anderen Werken greifen. Daher erhält diese Zusammenfassung 4 Sterne.











