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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Essay aus der Reihe Übermorgen

Ankommen von Vedran Džihić

In Ankommen erzählt der Autor von seinem Ankommen als jugendlicher Flüchtling des Bosnienkriegs in Österreich.
Er zitiert sinnvoll aus Texten, in denen er eigene Erfahrungen/Empfindungen wieder erkennt.
Hannah Arendt, Heinz Bude, Tanja Maljartschuk, Aleksandar Hemon und immer wieder Michel Friedman,
Das bereichert das Buch.

Als Leser spürt man, wenn Zitate nur als Namedropping eingesetzt werden. Das ist hier nicht der Fall.
Durch seine eigenen Erfahrungen und Überlegungen entsteht ein Buch zum Thema, das den Leser nicht gleichgültig lässt.
Das Buch, das Teil der Essayreihe Übermorgen ist, widmet der Autor seinem Vater.

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Rezensionen von clematis:

Unheilvolle Ferien

Das Schweigen der Geliebten von Sophie Edenberg

Rolf und Karolin lassen sich scheiden, die Osterferien werden schon mit Rolfs neuer Flamme Mischa und seinen Kindern Elly und Matteo in einem abgeschiedenen Häuschen im steirischen Nationalpark Gesäuse verbracht, während Karolin mit ihrer besten Freundin Nina in Bad Tatzmannsdorf die Thermenwelt genießen möchte.

Aber an Urlaubsstimmung ist da wie dort nicht zu denken, alles kommt ganz anders, denn Mischa wird von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Ein hübsches Haus im 13. Wiener Gemeindebezirk, vom Architekten Rolf selbst entworfen, zwei nette Kinder, ein angenehmes Leben, das Karolin führt. Was nach außen hin perfekt aussieht, ist in Wahrheit allerdings nur noch ein Wunsch, die trügerische Idylle zu bewahren. Ein kleiner Fehltritt scheint endgültig alles zum Einsturz gebracht zu haben. Die Geschichte beginnt also damit, dass die Osterferien angetreten werden, und schon da läuft nichts nach Plan.

Sophie Edenberg versteht es großartig, jede einzelne Szene mit der entsprechenden Atmosphäre auszustatten, ihre Figuren überaus realistisch und lebendig auftreten zu lassen. Man spürt von Anfang an das aufkeimende Unheil, ohne jedoch konkret zu wissen, was sich später ereignen wird. Die meisten Kapitel sind in der Ich-Form verfasst und stellen somit eine unmittelbare Nähe her zu der Person, welche gerade ihren Blickwinkel darlegt, dazwischen wird noch von einem „Mann“ erzählt. Somit erhält der Leser ein sehr umfassendes Bild zur Handlung, erfährt manches aus mehreren Sichtweisen und tappt dennoch im Dunklen, da niemand alles preisgibt, was er weiß. Ein ausgezeichnet angelegtes Buch, in dem wenig ist, wie es scheint und trotz der überschaubaren Figurenzahl Verwirrung gestiftet wird.

Eine passende österreichische Kulisse (sehr gut vorstellbar, wenn man die Gegenden kennt), Spannung und Psychospielchen – gekonnt kombinierte Puzzlestücke für packende Lesestunden!

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Rezensionen von readpassion9:

fesselnder Thriller mit Gänsehauteffekt

Lupus von Tibor Rode

Von Tibor Rode habe ich alle Bücher gelesen, ich schätze seinen Schreibstil und die Recherche zu den jeweiligen Themen. In seinem neuesten Werk geht es, wie der Titel schon sagt, um den Wolf. Das Cover passt perfekt dazu. Die Handlung ist in Vorpommern verortet, Hauptprotagonisten sind hier die Tierärztin Jenny Rausch und der Staatsanwalt Frederik Bach.

Jenny ist nicht nur Veterinärin, sondern auch die Wolfsbeauftragte des Kreises. Es passieren zeitgleich mehrere Dinge: Jennys Vater ist verschwunden, im Wald wird eine riesige Blutlache gefunden, direkt neben dem Auto ihres Vaters und es gibt Wolfssichtungen.

Ich fand das Thema und die Hintergrundinformationen wieder mal spannend, der Autor versteht es Fakten mit Fiktion zu verweben. Ich mag es, wenn man bei der Lektüre noch etwas lernt, diesmal geschichtliche Hintergründe und Infos über die Insel Riems. Das Tempo ist hoch, genauso die Spannung.

Fazit: Fesselnder Thriller mit Gänsehauteffekt.

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Rezensionen von nerdyplanties_and_books:

Gelungener historischer Roman

Nur nachts ist es hell von Judith W. Taschler

„Nur nachts ist es hell“ ist ein historischer Roman von Judith W. Taschler. In diesem Roman wird die Geschichte von Elisabeth Brugger erzählt. Besser gesagt erzählt uns Elisabeth ihre Geschichte selbst. Elisabeth wird Ende des 19. Jahrhunderts als jüngstes Kind der Familie Brugger geboren. Sie wächst gut behütet mit ihren drei Brüdern und ihren Eltern in einem kleinen Dorf auf.

Jedoch erlebt sie auch die beiden Weltkriege mit. Im ersten Weltkrieg arbeitet sie als Lazarettschwester und der Wunsch Medizin zu studieren verankert sich. Durch ihre Hartnäckigkeit schafft es Elisabeth tatsächlich Medizin zu studieren und sie wird Ärztin. Sie heiratet Georg, einen verletzten Kriegsheimkehrer und Freund ihres Bruders. Mit Georg bekommt sie zwei Söhne und später arbeitet sie mit ihm in der gemeinsamen Praxis. Elisabeth erzählt uns in dem Buch ihre Lebensgeschichte und so manches Familiengeheimnis wird gelüftet. Zusätzlich bekommt man einen guten Einblick in die damalige Zeit. Wie schwierig es für Frauen war und es z.B. nicht selbstverständlich gewesen ist, dass man als Frau überhaupt studieren durfte. Ebenfalls spannend sind die Schilderungen über die stetigen Änderungen im Gesundheitswesen.
Elisabeth schreibt als mittlerweile fast 80-Jährige ihre Geschichte in der Ich-Perspektive nieder. Es ist längere Zeit unklar für wen sie ihre Lebensgeschichte aufschreibt. Im Laufe des Buches kristallisiert sich heraus, dass sie die Briefe für ihre Großnichte Christina schreibt. Der Schreibstil ist sehr nüchtern, trotzdem kann man sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen. Für etwas Verwirrung sorgten manchmal die verschiedenen Zeitsprünge. Durch das hin und her springen war manchmal nicht ganz klar in welchem Krieg man sich gerade befindet. Im Großen und Ganzen ist es ein gelungenes Buch bei dem man auch noch was aus der früheren Zeit lernen kann.

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Rezensionen von Lena:

Mike Brink ist endlich zurück

Invictum von Danielle Trussoni

Ein ganzes Jahr lang habe ich hart auf die Fortsetzung mit Mike Brink gewartet und konnte es kaum erwarten endlich wieder in ein Rätselabenteuer mit ihm einzutauchen. Ich war schon beim Auspacken des Buches absolut begeistert. Passend zum ersten Band ist auch Invictum mit einem tollen Farbschnitt und einem eindrucksvollen Cover gestaltet.

Dieses Mal verschlägt es den Rätselmeister
Mike nach Japan. Die kaiserliche Familie hat ihn eingeladen ein uraltes Rätsel zu lösen an dem bereits viele vor ihm gescheitert sind. Die sagenumwobene Drachenschatulle soll von ihm geöffnet werden. Mit spannenden Plottwists und viel Hintergrundwissen zur japanischen Geschichte reist Mike quer durch Japan und sieht nicht nur wunderschöne Orte und Plätze sondern steht auch vor unvorhergesehenen Herausforderungen.

Definitiv eine gelungene Fortsetzung und ich wurde nicht enttäuscht. Mike Brink ist so unglaublich sympathisch und auch die anderen Charaktere sind mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen. Die Spannung wird bis zum Ende gehalten und bietet beste Unterhaltung. Man merkt, dass die Autorin einige Zeit in Japan gelebt hat und es ihr sehr wichtig war alles so authentisch wie möglich darzustellen. Manchmal war ich ein wenig überfordert mit den ganzen Informationen und dem Hintergrundwissen zu Japan. Aber das hat dem Leseerlebnis mit großen und ganzen keinen Abbruch getan. Ich persönlich würde empfehlen den ersten Teil vorher zu lesen, dann versteht man die Geschichte rund um das Genie Mike und seine Gegenspieler besser, aber das ist natürlich Geschmacksache.
Ich hoffe, dass ich nicht wieder ein ganzes Jahr auf die Fortsetzung warten muss und freue mich bereits auf das nächste große Rätsel.

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Rezensionen von Lisa:

Herbstgefühle garantiert

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance von Laurie Gilmore

„Meet me in Autumn“ war das perfekte Buch um den Herbst willkommen zu heißen! Diese Kleinstadt und die Leute haben sich in mein Herz geschlossen – jeder ist ganz anders und trotzdem möchte man niemanden missen. So auch bei der Geschichte von Jeanie und Logan, sie begann recht stürmisch, im Igelpyjama und einem Baseballschläger, jedoch begann diese hier erst.

Jeanie hat das Cafe ihrer Tante übernommen und ist in die Wohnung darüber gezogen, was bei einer so kleinen Stadt direkt zum Stadtgespräch wurde. Trotz Anfangsschwierigkeiten nahm Jeanie sich der Aufgabe an und führte seit dem das Cafe. Wie es in einer Kleinstadt so ist, mischen sich die Stadtbewohner gerne in andere Gelegenheiten, um nicht wieder zum Stadtgespräch zu werden, hielt Logan sich zunächst von Jeanie fern, jedoch konnte er nicht anders als an sie zu denken und so kam es das Logan Jeanie häufiger sah. Zwischen ihnen entstand eine schöne Verbindung die immer stärker wurde, jedoch plagten Logan immer noch Zweifel und Ängste verlassen zu werden. Ob er diese überwinden kann und mit Jeanie einen Neubeginn wagen wird, das müsst ihr selbst lesen.
Ich kann das Buch nur empfehlen, es wärmt das Herz und ist ein tolles Buch um mit einer Tasse Tee in den September zu starten!

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Rezensionen von ReiShimura:

Vergnügliche Lesestunden garantiert

Komm schon, Baby! von Ellen Berg

Bereits 13 Jahre sind seit Erscheinen des ersten Bandes der (K)ein… Roman Reihe vergangen. 13 Jahre und 22 Bände später hat Ellen Berg nichts von ihrem Humor eingebüßt.
Wie immer gilt, der Roman ist zwar Teil der Reihe, aber als eigenständiges Buch lesbar und in sich vollkommen abgeschlossen.

Ich selbst habe einige, aber auf keinen Fall alle Bände der Reihe gelesen und definitiv nicht in der richtigen Reihenfolge.
Ellen Berg überzeugt wieder mal mit einer guten Mischung aus spritzigem Humor, liebenswerten, aber teils schrulligen Charakteren und einem Hauch von Ernsthaftigkeit. Ein Grund für mich, immer wieder zu ihren Büchern zu greifen sind die Charaktere, liebenswert, aber doch ein wenig eigenartig, manchmal schrullig und meistens ein wenig überzeichnet. Für mich macht gerade dies den Charme von Ellen Bergs Büchern aus. Dieses hier ist keine Ausnahme, wenn ich auch sagen muss, dass es nicht mein Lieblingsband werden wird. Gerade Oma Hilde und ihr Partner Walter haben es mir in diesem Buch angetan, von den beiden hätte ich gerne noch mehr gelesen.
Die Geschichte an sich ist recht vorhersehbar und wartet nur mit wenigen kleinen Überraschungen auf. Für mich persönlich nicht weiter schlimm, denn es hat das Lesevergnügen in keiner Weise beeinträchtigt.
Ellen Bergs Schreibstil ist gewohnt flüssig und locker, so dass die Seiten nur so an einem vorbeifliegen. Bereits in anderen Romanen von ihr ist mir ihre Liebe zu ‚(Kalender)Sprüchen‘ aufgefallen. Ein paar wenige sind ja ganz lustig, auch wenn man sie meistens schon öfters irgendwo gehört oder gelesen hat. In diesem Roman hat sie es aber vielleicht ein klein wenig übertrieben. Wie so vieles ist dies aber natürlich Geschmackssache.
Alles in allem wieder mal eine solide Leistung von Ellen Berg, wenn auch nicht ihr bester Roman. Vergnügliche Lesestunden sind aber garantiert.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Szenen einer toxischen Beziehung - Henry VIII. und Anne Boleyn

Jagd auf den Falken von John Guy; Julia Fox

Wer glaubt, alles über König Henry VIII. (1491 - 1547) und Anne Boleyn (1501/07 - 1536) zu wissen, wird mit diesem Buch eines Besseren belehrt.

Julia Fox & John Guy haben jahrelang in Archiven geforscht und hier eine sehr ausführliche Doppelbiographie verfasst. Während Anne Boleyn Leben 1536 endet, geht Henrys Leben, wie man weiß, nach Annes Hinrichtung weiter, denn er heiratet nur wenige Tage später ihre ehemalige Hofdame Jane Seymour.

Das Buch beginnt quasi von hinten mit Annes Hinrichtung am 19. Mai 1936. Nach diesem Prolog werden in 29 Kapiteln Annes und Henrys Leben, zunächst getrennt und dann gemeinsam betrachtet. 23 Kapitel widmen sich Annes Herkunft, ihrem Aufstieg und dem Kampf um die Annullierung Henrys Ehe mit Katharina. Danach geht es für Anne rasant abwärts bis zur Anklage, dem Prozess, dessen Ausgang schon zu Beginn feststand und zu ihrer Hinrichtung).

Zwar werden Passagen aus den Prozessakten zitiert, aus denen hervorgeht, dass die Delikte, die Anne vorgeworfen werden, allesamt erstunken und erlogen sind, was den meisten, auch bewusst war. Doch können diese Zitate nicht an die Menge jener Auszüge aus dem anderen Schriftverkehr heranreichen.

Dieses Ungleichgewicht stört mich ein bisschen. Denn die Aufzählung der Anzahl der goldenen Teller und sonstiger Geschenke wie Vorhänge, gestickte Krägen etc. die zwischen Anne und Henry sowie den Günstlingen ausgetauscht werden, ist zwar das Zeichen des Wohlwollens (oder doch vielleicht Bestechung?) anzusehen, ist mir persönlich viel zu ausführlich geraten, zumal sie sich wiederholen.

Viel spannender wären hier Details um Henrys Gedankengut zu lesen, warum aus seiner Liebe, die ihn sechs Jahre auf den ersten Beischlaf warten hat lassen, diese perfide Rache geworden ist. Ist er doch nur ein verzogener Bengel, der nachdem er erreicht hat, was er wollte, nicht mehr zufrieden ist? Oder ist ihm Annes Einfluss an den Regierungsgeschäften als Bedrohung erschienen? Die Erklärung, dass er sich von ihr verraten gefühlt hat, weil sie keinen Sohn und Erben zur Welt gebracht hat, ist natürlich der patriarachalischen Weltanschauung der Primogenitur geschuldet. Das ist mir leider zu kurz gekommen.

„Mit den turbulenten Szenen ihres Liebeswerben und ihrer Ehe haben Henry und Anne fast ein Jahrzehnt lang alle in Atem gehalten. Sie haben England für immer verändert- Aber es war nicht Anne, die Henry verändert hat. Er veränderte sich selbst.“

Was mich auch zusehends genervt hat, ist die uneinheitliche Darstellung der Währung (Pfund, Shilling, Pence, Sonnenkronen oder Mark mit oder ohne Kurzbezeichnung etc.) und deren Umrechnung auf heutige Dimensionen in Euro. Dazu gibt es im Anhang Erklärungen, im laufenden Text stören sie den Lesefluss.

Sehr interessant hingegen sind die Auftritte zahlreicher anderer Höflinge wie die der Intriganten Wolsey und Cromwell, die beide nach einem steilen Aufstieg tief fallen werden.

Neben der reichhaltigen inhaltlichen Darstellung bietet das Buch auch eine visuelle Reise in die Welt der Tudors. Die Abbildungen von Gemälden wie jene von Hans Holbein, Orten und historischen Dokumenten, darunter ein Liebesbrief Heinrichs an Anne, in dem er ihre Initialen in ein Herz einschließt.

In einem rund 200 Seiten langem Anhang sind Fußnoten, Literaturhinweise, Quellenangaben, ein ausführliches Personenverzeichnis sowie diverse Stammbäume, der beteiligten Familien angeführt.

Gut gefällt mir der Titel „Jagd auf den Falken“, denn zum einen ist er Annes Wappentier und zum anderen ist er das Symbol für den König, denn nach Annes Tod, ist die Jagd auf König und Krone neu eröffnet, auch wenn sich Henry bereits für eine neue Gemahlin entschieden hat. Jane Seymour werden noch drei weitere folgen. Wie heißt es im englischen Abzählreim so treffend?

“Divorced, Beheaded, Died,
Divorced, Beheaded, Survived.”

(„Geschieden (Katharina von Aragon), geköpft (Anne Boleyn), gestorben (Jane Seymour),
geschieden (Anna von Kleve), geköpft (Catherine Howard), überlebte (Catherine Parr).“)

Anne Boleyn wird in dieser Biografie nicht ausschließlich als tragische Figur dargestellt, die von ihrem Ehemann verunglimpft und hingerichtet wurde, sondern als kluge und entschlossene Frau, die sich mit der Rolle einer Mätresse nicht zufrieden geben wollte, sondern als gleichberechtigte Partnerin an der Seite ihres Mannes und König herrschen wollte. Ihre Rechnung ist leider nicht aufgegangen.

Ausführlich wird über den Kampf um die Auflösung Henrys Ehe mit Katharina von Aragon mit der Katholischen Kirche und dem Papst berichtet, der letztlich im Bruch und der Gründung der Anglikanischen Kirche endet, deren Oberhaupt britische Monarchen heute noch sind. Sehr schön ist hier dargestellt, wie die Bibel für allerlei unterschiedliche Interpretationen herhalten muss, je nach dem wie es dem Herrscher in den Kram passt.

Nicht vergessen möchte ich die Rolle der Übersetzer Norbert Juraschitz und Karin Schuler, denen es gelungen ist, das Flair dieses Zeitalters in die Übersetzung zu übertragen.

Fazit:

Dieses Buch bietet detaillierte historische Erkenntnisse über Henry VIII., seine zweite Ehefrau Anne Boleyn und die Abspaltung der englischen Kirche von Rom. Allerdings ist bei dessen Lektüre auf Grund der Fülle an detaillierten Informationen viel Konzentration erforderlich. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Rezensionen von Ameland:

Alles ist miteinander verbunden

Indigene Menschen aus Nordamerika erzählen von Eldon Yellowhorn; Kathy Lowinger

Ich bin begeistert von diesem tollen und informativen Buch, in welchem wir einen kleinen Einblick in die Sitten und Gebräuche einiger Indigener Gruppen bekommen. Sie leben seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur, betrachten die Welt als ein Geschenk und bemühen sich, sie gegen alle Widrigkeiten zu bewahren.

Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen werden von Generation zu Generation weitergegeben.

Mich beeindruckt wie ein Teil dieser Menschen mit lokalen Aktionen versucht, den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Als Beispiel nenne ich hier nur die Wiederansammlung der Bisons in der Prärie.

Aufgelockert wird das Buch durch historische und aktuelle Fotos und die Karten, damit die Völker verortet werden können, sind hilfreich.

Ein Buch voller Geschichten und Wissen, welches in Verbindung mit der heutigen Wissenschaft auch nützlich für unsere Zukunft sein kann.

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Rezensionen von Annaja:

Der nächse Sommer

Das Schweigen meiner Freundin von Giulia Baldelli

Ein Roman, der in einer italienischen Kleinstadt spielt.

Guilia lernt als Kind Cristi kennen, um die sie sich ein wenig kümmern soll, da deren Mutter sie vernachlässigt. Zuerst abgelehnt, beginnt dann eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Mädchen und später kommt noch ein Junge, Mattia dazu.

Doch Guilia, deren Gefühle zum jüngeren Mädchen tiefer gehen, ist eifersüchtig auf Mattia, sie will ihre Liebe nicht teilen. So entsteht eine Dreiecksgeschichte. Man spürt, wie Guilia leidet, verletzt ist, doch Cristi muss sich gar nicht entscheiden und bemühen, die Gunst der beiden fällt ihr von selbst zu. Kaum erwachsen, verschwindet Cristi mit Mattia, dessen Einfluss auf das eher labile Mädchen nicht günstig scheint. Lange Zeit besteht kein Kontakt zu Guilia, die als Anwältin in Bologna erfolgreich ist und Karriere macht. Plötzlich aber benötigt Mattia Gulias Hilfe und einige Zeit später treffen alle drei wieder in der Kleinstadt aufeinander und neuerlich beginnen die Konflikte.

Guilia erinnert sich als 60jähre an all das.

Die feine gefühlvolle Sprache der Autorin begeistert, sodass die an manchen Stellen etwas langatmige Geschichte doch stets interessant bleibt.

Lesenswert!

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