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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Kwinsu:

Die Hohepristerin des Unglücklichseins und ihr williger Gehilfe

Aus dem Haus von Miriam Böttger

"Aus dem Haus" portraitiert das Leben der Eltern einer namenlosen Erzählerin. Beide sind stets unzufrieden mit dem was ist und mit dem was war, doch je ferner die Erinnerung zurück liegt, desto besser war sie dann doch. Im Mittelpunkt des Unmuts steht das HAUS, das sie errichten ließen, das ihnen von Anfang an nicht genügte, das nur Unglück mit sich brachte.

Der Schreibstil von Miriam Böttger ist grundsätzlich eingänglich und gut zu lesen. Trotzdem ist es mir immer wieder passiert, dass ich ganze Seiten wiederholt lesen musste. Einerseits aufgrund einer gewissen Belanglosigkeit des Erzählten, andererseits weil die vielen Schachtelsätze nicht unanstrengend sind. Die Geschichte könnte lustig sein und sich auch so lesen, wäre es nicht so unendlich traurig, dass eine Existenz scheinbar alleinig auf dem Unzufriedensein beruht. Die Mutter - die zentrale Figur in diesem Buch - ergibt sich ihrem Unglück mit leidenschaftlichem Enthusiasmus und gesteht mit ihrer snobischen und durchaus herrischen Art ihrem Ehemann kein Eigenleben ein. Wenn nicht explizit mehrfach auf die von der Hauptfigur so bitterlich gehassten Stadt Kassel hingewiesen worden wäre, könnte man meinen, es wird in dem Buch eine österreichische Familie karikiert (bei uns in Österreich nennt man diese sehr typische Verhaltensweise "Sudern").

Doch es gibt auch einen ernsten Hintergrund - die Mutter dürfte an einer psychischen Erkrankung leiden, vermutlich einer Depression, die es ihr oft nicht ermöglicht das Bett zu verlassen oder sich an etwas zu erfreuen. Da sie mit ihrer negativen Art ihr ganzes Umfeld vergiftet, ist es mir allerdings nicht gelungen, Mitleid mit ihr zu empfinden. Der Vater hingegen scheint gefangen von dem weit geworfenen Schatten seiner Frau und entwickelt kaum ein Eigenleben. Ihn musste ich bedauern, was aber dem klischeehaften Bild der hysterischen Frau in die Hände spielt. Über die Erzählerin erfahren wir kaum etwas, nur einzelne Häppchen werden den Lesenden vor die Füße geschmissen, ein richtiges Mahl wird daraus aber bis zum Schluss nicht.

Am Ende bleibt das "Warum". Warum war das HAUS so falsch und warum wollten sie dann doch nicht ausziehen? Warum kann es nur sein, dass jemand so unzufrieden ist? Warum trennten sich "die Hohepriesterin des Unglücklichseins und ihr stets williger Gehilfe", wie sie die Autorin auf S. 218 selbst benennt, bei all dem Elend ihrer Ehe nicht? Und generell: Warum wurde dieses Buch geschrieben? Warum war ich nicht permanent genervt?Warum hat es mir doch ein bisschen gefallen es zu lesen? Ich weiß es nicht. Um mit dem Schlusssatz der Autorin zu enden: "Es ist, was es ist."

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Rezensionen von Elisabeth Stuerz :

Unerwartete Wendungen und Spannung pur

Im Schnee lauert der Tod von Heidi Troi

Im sechsten Fall von Lorenz Lovis geht es im Grunde nicht nur um einen Fall, sondern gleich um mehrere, um die der sympathische Privatdetektiv und Bauer sich kümmern muss. Eine Lawine reißt mehrere Menschen mit sich, einer davon - ein bekannter Influencer - stirbt. War die Tragödie gar kein unglücklicher Unfall, sondern kaltblütiger Mord?Lovis ermittelt, unterstützt von seinen 3 jugendlichen Helfern, seinem Freund und ehemaligen Arbeitskollegen Scatolin und dem Ermittlerhuhn Alma.

Je tiefer Lorenz nach dem möglichen Mörder gräbt, desto näher kommt er einem Thema, das er bisher meisterlich verdrängt hat: dem Tod seiner Eltern. Wurden auch sie ermordet? Lovis ist sich plötzlich völlig sicher, dass nur ein Mann dafür in Frage kommt. Nur seiner Herzensdame Angelika ist es zu verdanken, dass er nicht verzweifelt aufgibt, sondern einen klaren Kopf bewahrt und alle Geheimnisse Schritt für Schritt aufdeckt.Heidi Troi ist Garantin für ein fesselndes Lesevergnügen. Atemlos habe ich Seite um Seite umgeblättert, bin unerwarteten Wendungen gefolgt wie ein Spürhund und doch bis zuletzt nicht auf die Lösung der vielen Rätsel gekommen... zum Glück hat das Lorenz Lovis für mich und alle Lesenden erledigt.

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Rezensionen von Lesemama:

Tennis und Surfen

This could be love von Lilly Lucas

Zum Buch:

Louisa hat sich bei einem Tennisturnier verletzt und ist jetzt auf dem Weg zurück an die Spitze. Um sich auf die US open vorzubereiten reist sie nach Haiwaii in das Tenniscamp ihrer Patentante. Dort lernt sie gleich am ersten Tag Vince kennen, aber Kay, ihre Patentante, steht mir ihm im Disput.

Trotzdem kommen sich die beiden näher.


Meine Meinung:

Ich mag die Bücher der Autorin eigentlich ganz gerne, ihre Cherry Hill Reihe habe ich regelrecht verschlungen, daher war die Vorfreude auf die neue Reihe, die nicht in Green Valley spielt, recht groß. Und das Setting ist mal wieder ein Traum, man merkt dass sie auf Recherchereise dort war. Was mir richtig gut gefiel, es kamen auch gesellschaftskritische Argumente im Buch vor, wie schwer es für die ursprünglichen Bewohner ist, dort zu leben.
Ein schöner Schreibstil, ich mochte auch Lou und Vince und Laurie, Vince Schwester. Aber alles in allem blieb es mir teilweise zu oberflächlich, ich habe nicht richtig in die Geschichte reinfinden können, mir fehlte das Gefühl. Dennoch eine schöne Story, die ich gerne gelesen habe, nur kam es halt für mich nicht an die Cherry Hill Reihe ran. Ich werde die folgenden Bücher trotzdem auf jeden Fall lesen.

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Rezensionen von Lilli33:

Klufti als Politiker

Lückenbüßer von Volker Klüpfel; Michael Kobr


Klufti als Politiker

Inhalt:
In Altusried stehen Gemeinderatswahlen an. Um die Liste zu füllen, bittet man Klufti, pro forma zu kandidieren. Doch bald schon leckt er Blut und stürzt sich in den Wettkampf gegen seinen Intimfeind Dr. Martin Langhammer, der ebenfalls zur Wahl antritt.

Bei einer groß angelegten Polizeiübung kommt ein Kollege ums Leben.

Was zuerst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich aber bald als Mord.

Meine Meinung:
„Lückenbüßer“ ist bereits Band 13 der Reihe um den schrulligen Kommissar Kluftinger von der Kriminalpolizei Kempten im Allgäu. Da der Kriminalfall abgeschlossen ist, kann man ihn durchaus ohne Vorkenntnisse lesen. Ich würde es aber nicht empfehlen. Denn der Kriminalfall ist hier nicht die Hauptsache. Ich habe zwar nicht die Seiten gezählt, aber gefühlt nimmt die Rahmenhandlung, das Privatleben Kluftingers und der Wahlkampf, einen größeren Raum ein. Und um sein Verhältnis zu Dr. Langhammer nachvollziehen zu können, ist es schon von Vorteil, wenn man die Vorgängerbände zumindest teilweise kennt.

In den vorherigen Bänden der Reihe ist die Spannung zwar nicht gerade atemberaubend hoch, aber doch vorhanden - hier nicht. Zuweilen gleiten die spärlichen Ermittlungen dermaßen in den Hintergrund ab, dass ich vergaß, in welchem Genre der Roman angesiedelt ist. Verdächtige oder Motive gibt es so gut wie keine. So lässt sich auch nicht miträtseln, was ich bei einem Krimi sehr schade finde. Am Ende wird der Fall zwar aufgeklärt, aber zufriedenstellen konnte mich die Auflösung nicht.

Warum ich das Buch trotzdem innerhalb von 24 Stunden verschlungen habe: Weil es wieder mal total unterhaltsam geschrieben ist. Die beiden Autoren verstehen ihr Handwerk und machen auch aus der schwächsten Story ein angenehmes Lesevergnügen. Der Humor von Klüpfel und Kobr liegt zum Glück genau auf meiner Linie, sodass ich insgesamt nicht allzu enttäuscht von diesem Buch war.

Die Reihe:
1. Milchgeld
2. Erntedank
3. Seegrund
4. Laienspiel
5. Rauhnacht
6. Schutzpatron
7. Herzblut
8. Grimmbart
9. Himmelhorn
10. Kluftinger
11. Funkenmord
12. Affenhitze
13. Lückenbüßer

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Rezensionen von liesmal:

Vergessene Heldinnen

Die Frauen jenseits des Flusses von Kristin Hannah

Bisher hat mich noch keines der Bücher von Kristin Hannah enttäuscht. Doch die Geschichte von Frances McGrath, die als Krankenschwester nach Vietnam gegangen ist, weil sie so mutig sein wollte wie ihr Bruder, hat mich berührt wie kaum eine andere.
Ich bin nur einige Jahre jünger als Frankie und kann mich sehr gut an die Zeit erinnern, als der Vietnamkrieg gegen die USA geführt wurde.

Schon damals hat mich das, was aus den Medien zu erfahren war, zutiefst erschüttert. Doch die ganze Grausamkeit eines Krieges in einer persönlichen Geschichte zu lesen, dadurch ganz nah dabei zu sein und die Gefühle der Hauptprotagonistin mitzuerleben, das ist nochmal eine andere Nummer.
„Wir lachen, um nicht zu weinen.“
„Eine verlorene Generation. Ihre Generation.“
„Im Krieg gab es keinen Gewinner … Es gab nur Schmerz, Tod und Zerstörung…“
Ich habe viele Zitate aus dem Buch herausgeschrieben, weil sie so viel mehr aussagen, als ich beschreiben könnte. Was Frankie auf medizinischem Gebiet alles geleistet hat, aber auch, wie sie den Soldaten allein durch einen Händedruck Trost geben konnte, wenn Ärzte nicht mehr helfen konnten, hat mich aufgerüttelt und tief bewegt.
Ganz schlimm habe ich empfunden, was Frankie nach ihrer Heimkehr erleben musste. Auch hier teile ich nur zwei Zitate, die einen kleinen Einblick geben.
„Kümmert es dich denn überhaupt nicht, was ich erlebt habe?“
„Sie sind jung. Sie können Vietnam doch einfach vergessen.“
Kristin Hannah hat mit ihrem Buch den Frauen, die in Vietnam gedient haben, die Würde gegeben, die sie verdient hätten. Leider wurden die Leistungen der Frauen, die wirkliche Heldinnen waren, nicht anerkannt – im Gegensatz zu den Männern.
An die Musik der damaligen Zeit, die im Buch erwähnt wird, „… die Animals, Dylan und die Doors. Die Musik von Vietnam. Die Musik ihrer Generation.“ habe ich mich nicht nur gern erinnert, sondern mich auch daran denken lassen, dass viele junge Menschen durch den Krieg ihre Jugend nicht wirklich leben konnten.

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Rezensionen von Gavroche:

Düster, kalt und feucht

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1) von Ava Reid

Wenn ich die Atmosphäre dieses Buches beschreiben soll, dann fallen mir diese drei Begriffe ein: düster, kalt und feucht. Da braucht man eine Lage extra warme Kleidung oder eine kuschelige Decke.
Effy studiert an der Universität Architektur, als einzige junge Frau und begegnet überall Anfeindungen und wird als Hure betitelt.

Dabei ist sie doch das Opfer. Aber Effy ist eh nicht mit dem Herzen dabei, denn eigentlich möchte sie Literatur studieren; sie kann das berühmte Werk ihres Lieblingsschriftstellers Myrddin sogar auswendig. Als ausgerechnet sein Sohn eine Ausschreibung macht für ein Architekturprojekt, bewirbt sich Effy und fährt schon bald ganz in den Süden des Landes, in die Untersten Hundert. Effy darf das Haus ihres vor Kurzem verstorbenen Idols sehen und sie ist ganz aufgeregt. Aber vor Ort ist es anders, als sie dachte. Alles ist modrig-feucht, sie hat das Gefühl, überall den Elfenkönig zu sehen, vor dem sie sich gruselt.
Der Fantasyanteil des Buches ist weit weniger groß als ich dachte und das Buch spielt auch nicht unter Wasser, wie es das Cover vermuten lässt.
Und es ist keine leichte, unterhaltsame Lektüre, sondern behandelt viele ernste Themen. Die Liebesgeschichte wird auch mehr angedeutet, stattdessen gibt es ein gruseliges Grundgefühl.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Langweilig und schwierig zu lesen

Intermezzo von Sally Rooney

"Intermezzo", der neue Roman der gefeierten Autorin Sally Rooney, ist im Hardcover wunderschön gestaltet, mit wertigem, neugierig machendem Cover und Farbschnitt. Es war mein erstes Buch der Autorin, doch was ich bisher von ihr gehört habe, hat mich neugierig auf ein wirklich gutes, spannendes Buch mit tiefgehenden Charakterisierungen der Personen gemacht.

Vielleicht ist es ja wirklich ein gutes Buch... aber ich persönlich habe den Zugang dazu nicht gefunden. Es wird aus der Sicht der beiden Brüder Ivan, Anfang 20 und professioneller Schachspieler, Peter, zehn Jahre älter und Anwalt, und der Frau Margaret geschrieben.

Das Buch beginnt mit einem Kapitel aus Peters Perspektive und da hätte ich schon fast abgebrochen, so mühsam war das zu lesen, wie ein aneinandergereihter Strom an Gedanken, manchmal auf eigenwillige Art interessant, überwiegend aber sehr mühsam zu lesen, sodass wenig Lesefreude aufgekommen ist. Die Peter-Kapitel im Buch sind alle in diesem Stil geschrieben.

Stilistisch sehr anders und deutlich einfacher zu lesen, für mich aber inhaltlich trotzdem nicht packender, waren die Kapitel aus Ivans und Margarets Perspektive.

Insgesamt geht es um den Tod des gemeinsamen Vaters, den die beiden Brüder, die sich sonst im Leben nicht viel zu sagen haben, verarbeiten, sowie deren schrägen Blick auf die Welt und diverse Beziehungen. Das hätte interessant sein können, hat mich aber emotional überhaupt nicht gepackt, sodass für mich das Buch überwiegend sehr zäh und langatmig zu lesen war.

Drei Sterne, weil man am Stil der Autorin merkt, dass sie durchaus schreiben kann, spannende Gedanken hat und treffende, interessante Metaphern findet, z.B. als Margaret über die Beziehung zum deutlich jüngeren Ivan nachdenkt (S. 199): "Margaret wird daran erinnert, wie sie sich fühlte, als sie Ivan kennenlernte: als hätte sich das Leben aus einem Netz befreit."

Solche tiefgründigen und philosophischen Betrachtungen finden sich einige im Buch, und diese sind, wie die Autorin im Anhang anmerkt, auch bewusst eingebaut. Daran merkt man die umfassende Bildung der Autorin, die das Buch sehr bereichern hätte können, wenn es mich inhaltlich mehr gepackt hätte und mich die Charaktere emotional nicht so gleichgültig gelassen hätten.

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Rezensionen von Tara:

Amüsante Erinnerungen an Abba & mehr

"Ich will aber Agnetha sein!" von Sabine Bode

„Ich will aber Agnetha sein!" ist ein kurzweiliges Sachbuch der in Bochum lebenden Autorin und Komikerin Sabine Bode.

Über ABBA wurde schon eine Menge geschrieben und eingefleischte Fans wissen sicherlich eine Menge Details über die Band. Aber dieses Buch ist anders. Hier geht es nicht allein um Agnetha, Benny, Björn und Anni-Frid, sondern um ihre gesamte Ära.

Sabine Bode erinnert sich an die Band, ihre Songtexte, die damalige Mode, politisches und gesellschaftliches Zeitgeschehen und vieles mehr.
Das Buch ist ein Schwelgen in der Vergangenheit und erzählt ein Stück Geschichte, in dem sich sicherlich viele Leser wiederfinden können.

Es ist zu merken, dass die Autorin ein großer Fan der Band ist und sie selbst auch Spaß beim Aufschreiben ihrer Erinnerungen hatte.
Ihr Schreibstil ist – wie eigentlich immer – leicht zu lesen und äußerst amüsant. Natürlich sollte man hier nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, sondern sich einfach zurücklehnen und genießen.

Die Seiten fliegen nur so dahin und die Idee der Autorin – ein Stück Zeitgeschichte anhand der schwedischen Band lebendig werden zu lassen – hat sie sehr gelungen umgesetzt.
Vom Intro bis zum Outro hat mich das Buch ausgesprochen gut unterhalten.

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Rezensionen von nil_liest:

Alles drin mit flexitarischen Optionen

Gesünder geht's kaum von Anne Fleck

Ich muss ja auch zugeben, erst war Frau Dr. Fleck mir leicht unsympathisch wie sie als perfekt aussehende Frau die Gesundheitstrommel immer wieder medial in Gang setzte. ABER ihr Lieben, es ist ihre Passion und man merkt es, wenn man sich mit ihren Inhalten länger beschäftigt und vor allem wie sie es transportiert! Sie hat ein echtes Anliegen und möchte uns alle ein wenig gesünder machen.

Und zwar mit einer ganzheitlichen gesunden Ernährung.
Mittlerweile gehöre ich zu ihrer Fangemeinde, weil sie einfach klasse ist, denn sie überbringt ihre Botschaften komprimiert und voller Leidenschaft. Und was mir immer noch wichtig ist: Ihre Rezepte sind sau lecker und super gesund. Mehr kann man nicht erwarten.
Daher nach meinem heiß geliebten Salatbuch von ihr, hab ich mich auf dieses hier gestürzt: Gesünder geht’s kaum! Und Titel ist Programm. Wobei ich gestehen muss, weiterhin das koche und mir und meiner Familie serviere, was ich besonders lecker finde in den Rezeptsammlungen.
Das Buch startet mit wenigen Seiten Wissen, komprimiert und dann der große Fokus auf leckere vegane Gerichte.
Exkurse zu einzelnen Themen wie Algen oder auch Pilze. Lockert das ganze auf. Ich bleibe beim Blättern und Suchen nach Gerichten immer mal wieder an einer Seite, einem Absatz hängen und lerne dazu. Genau wie die Exkurse gibt es zu einzelnen Gerichten auch Tipps am Ende. Mir gefällt diese Art von Wissenstransport hier und da sehr gut. Dann fühl ich mich weder überfordert noch erschlagen und das ganze bleibt leicht spielerisch.
Mega ist auch, dass es zu einigen Gerichten eine sogenannte Flexitarische Option gibt, sprich es ist ein Zusatz oder ein Extra benannt, dass man dazu machen könnte, dass dann nicht vegan ist. Beispielsweise bei einem meiner liebsten Gerichte: Edamame-Pilz-Gemüse kann man dazu passend als flexitarische Option Streifen von Weichkäse mit Pekannüssen dazu servieren. Super lecker, aber kein muss, vor allem nicht, wenn man eine rein vegane Ernährung wünscht.
Wir haben noch nicht alles – wie auch – ausprobiert, aber die Kids finden die Frühstückswaffeln mit Haferflocken super. Sonst sind in Summe alle Arten von Gerichte vorhanden: Warme Hauptgerichte, Salate, Frühstücksideen, Snacks, Bowls, Desserts…alles drin.
Mir gefällt auch dieses Buch aus der Doc Fleck Werkstatt äußerst gut! Alle Daumen hoch von uns!

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Rezensionen von nessabo:

Erschütternd, anspruchsvoll und so wichtig

Das Comeback von Ella Berman

Ein #MeToo-Buch, das sprachlich leicht zu lesen und inhaltlich schwer zu verdauen ist.

Grace ist ein mittlerweile erwachsener Kinderstar in Hollywood. Kurz vor einer Preisverleihung verschwindet sie und kommt bei ihren Eltern unter. Nach einem Jahr geht sie zurück nach L.A. und konfrontiert sich mit ihrer Vergangenheit.

Die Protagonistin ist nicht unbedingt sympathisch, trifft schlechte Entscheidungen, schlägt Hilfe aus und ist abweisend oder sogar manipulativ ihrem Umfeld gegenüber. Das fordert uns als Leser*innen natürlich heraus und genau das soll es auch: Empfinden wir Mitgefühl mit allen Überlebenden von Missbrauch oder unterscheiden wir in Abhängigkeit davon, wie „gut“ das Opfer ist?

Ich fand genau das zwar manchmal auch anstrengend, weil ich Grace emotional nicht so oft greifen konnte. Aber grundsätzlich liebe ich diese Wahl der Autorin, denn unser Mitgefühl darf sich vom Charakter des Opfers nicht beeinflussen lassen. Sprachlich ist das Buch zugänglich gehalten, ich fand jedoch auch, dass es im ersten Drittel ein paar Längen hatte. Vielleicht war das aber auch den Rückblenden und dem allgemeinen Kennenlernen der komplexen Hauptfigur geschuldet. Ab der Hälfte zieht das Tempo des Buches merklich an.

Das Thema des Romans hat nichts an Wichtigkeit verloren und ist keine leichte Kost. Obwohl die Missbrauchsszenen eher sporadisch erzählt werden, war meine Stimmung vor allem gedrückt. Die Autorin begann mit dem Schreiben vor der Aufdeckung des strukturellen Missbrauchs in Hollywood. Sie entschied sich, die Handlung des kompletten Romans im Davor zu belassen. Deshalb sieht sich Grace nicht nur mit ihrem Trauma, sondern auch mit einem fehlenden gesellschaftlichen Rückhalt konfrontiert. Das ist mehr als bitter, doch trotz aller Schwere hat das Buch seine starken Elemente, weshalb ich ihm viele Lesenden wünsche!

Lest dieses Buch, wenn ihr euch für komplexe Figuren, die Machtdynamiken an Filmsets und ganz allgemein für die Mechanismen hinter einem Karriereaufbau interessiert.

Und für immer und konsequent: Glaubt Überlebenden! <3

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Triggerwarnungen:
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emotionaler und 6ueller Missbrauch, Machtmissbrauch, Drogenmissbrauch, versuchter Suizid, Mobbing, Unfall

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