Kunden em pfehlungen
Rezensionen von FogandBooks:
Zwischen Magie und Geheimnissen: Ein fesselnder Auftakt mit 'Silent Secrets'
Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets von Alexandra Flint
"Silent Secrets" ist ein wahres Jahreshighlight und zweifellos eines der besten Romantasy-Bücher, die ich je gelesen habe. Die Mondia-Dilogie entfaltet eine Geschichte, die nicht nur spannend und fesselnd ist, sondern mich emotional zutiefst bewegt hat. Alexandra Flint entführt uns in eine faszinierende Welt, die unsere Realität mit magischen Elementen verwebt, und dabei schafft sie es, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann zu ziehen.
Die Geschichte beginnt in den malerischen Straßen von Paris, wo wir Remy, die Hauptfigur, kennenlernen. Ihre Reise ist nicht nur eine physische, sondern auch eine innere. Auf ihrer Suche nach sich selbst und ihrer Identität wird sie unweigerlich in einen Krieg verwickelt, von dem sie anfangs nichts ahnt. Die Mondia-Weltenbibliothek, ein Ort voller Geheimnisse, bildet den Hintergrund für dieses epische Abenteuer, und Flint gelingt es meisterhaft, diese magische Institution zum Leben zu erwecken.
Doch "Silent Secrets" ist weit mehr als nur eine spannende Fantasygeschichte. Es geht um Liebe, Selbstfindung und die Suche nach dem eigenen Platz in einer verworrenen Welt. Die Beziehung zwischen Remy und den Charakteren, denen sie begegnet, ist tiefgründig und bewegend. Flint kombiniert Abenteuer und Emotionen auf eine Weise, die eine perfekte Balance schafft und den Leser nachdenklich zurücklässt.
Nicht zu vergessen ist das wunderschön gestaltete Cover, das perfekt zu der geheimnisvollen Atmosphäre des Buches passt. Der Klappentext verspricht viel, aber Flint liefert weit mehr, als man erwartet. Ihr Schreibstil ist so atemberaubend, dass man sich in jeder Szene förmlich verlieren kann. Insgesamt ist "Silent Secrets" ein emotionales, spannendes und wunderschön geschriebenes Buch, das ich jedem ans Herz lege, der nach einer Romantasy-Geschichte sucht, die noch lange nachklingt.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Ein Kobold schleicht sich durch die Seiten
Flaschenpost vom Leben von Patricia Koelle
Dass es in Patricia Koelles neuer Reihe um Kapitän Flömer gehen soll, fand ich schon bei der Ankündigung höchstspannend. Dieser ruhige Mann, der einem in ihren früheren Bücher immer begegnete, blieb damals ein Geheimnis. Wer war er, woher kam er und wie kam er auf die Idee mit dem Worte aufschreibe?
Dass er Flaschenschiffe baute, war etwas Neues.
Dazu muss man geduldig sein, das passt zu ihm, Schiffe sowieso. Ich war also mega gespannt, was die Autorin nun über ihn erzählt. Nach und nach erfährt man ein wenig mehr über Flömer. Auf die Suche nach seiner Geschichte schickt Koelle ihre Protagonistin Pixie in diesem ersten Band der "Glückshafen"-Reihe.
Pixie konnte ich am Anfang so gar nicht einschätzen. Der Namen passt zu ihr. Sie kam mir durch "Flaschenpost vom Leben" etwas näher, doch ihre Art verwehrt es einem bis zum Schluss, ganz nahe an sie vorzudringen. Das gelang früheren Protas der Autorin viel leichter und schneller. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich mit "Fantasy-Kram" nicht viel anfangen kann, doch zum Glück entfernt sich Pixie im Laufe des Romans ein wenig aus ihrer Elfen-Ecke, um es mal salopp zu sagen.
Dieser innerlich unruhige Kobold schlich sich durch das ganze Buch, wird aber gegen Ende ruhiger, findet näher zu sich selbst und auch einiges über das Flaschenschiff heraus.
Dabei läuft man immer wieder ehemaligen Figuren aus Koelles vorherigen Romanen über den Weg. Das mag ich ja immer sehr, obwohl ich seit den letzten zwei, drei Romanen langsam durcheinander komme oder den zeitlichen Abstand zwischen den Reihen nicht mehr gut einordnen kann.
Das miteingewebte Thema des nachhaltigen, naturnahen Tourismus hat mir sehr gut gefallen. Auch die vielen zur Jahreszeit passenden Köstlichkeiten wie Kürbissuppe oder Guglhupf - läck, machte das Hunger! Eigentlich hätte man hier nicht nur das Buch, sondern auch das Essen gleich mitliefern sollen.
Mir haben vor allem die Szenen im Gulfhof gefallen. Hier fand ich Feeke besonders sympathisch und nahbar, ebenso ihr Bruder, der beim Spinnen Geschichten erzählt.
Fazit: Ein Kobold mischt sich ein - und bringt und findet Glück rund um Carolinensiel!
5 Sterne.
Rezensionen von yellowdog:
Wichtige Themen, aber man hätte mehr daraus machen können
Ich komme nicht zurück von Rasha Khayat
Ich komme nicht zurück hat eine ganze Reihe relevanter Themen, vor allen erzählt es aber von der Problematik von Migranten in einer Umgebung zu leben, die von äußeren Bedingungen verändert werden.
Es sind die Achtziger Jahre in Deutschland.
Erzählerin des Buches ist Hanna, die zusammen mit ihren Freund Cem als Kind ein Mädchen kennen lernt: Zeyna, die mit ihren Vater aus dem Libanon flüchten musste.
Ihre Mutter starb. Fehlende Mütter ist eins der Themen, die Einfluss nehmen, sowohl auf Zeyna als auch auf Hanna.
Zwischen den Kindern entsteht eine tiefe Freundschaft. Diese wird aber schließlich belastet. Durch rechtsextreme Anschläge, dem Terrorangriffe 9/11 und wie arabischstämmige Migranten unter einen Generalverdacht gerieten.
Nebenfiguren wie Zeynas Vater oder Hannas Großmutter sind sehr wichtig für die Hauptfiguren.
Zeyna ist die interessanteste Figur des Romans. Schade, dass sie dann den Großteil komplett fehlt.
Wäre sie Erzählerin des Buches, hätte es noch erhellender werden können. Aus den Themen hätte man teilweise auch noch mehr machen. Dennoch ein gutes Buch.
Rezensionen von BR:
Wunderschön
Moments in Nature von Gamander López; Una López
Die Geschwister Una und Gamander Lopéz präsentieren zusammen einen Bildband der uns vielfältige Einblicke in die Natur, hier im Vordergrund die Tierwelt, bietet. Gamander liebt seit Kindheitstagen das Fotografieren, seine Schwester Una ergänzt Erzählungen zu ihren Naturbegegnungen.
Besonders beeindruckt hat mich die Schilderung der beiden dass sie schon seit jungen Jahren von ihrer Mutter und der Oma auf die Natur und die Tiere aufmerksam gemacht wurden.
Sie erlebten dies sogar fast wie das Erlernen einer weiteren Sprache. Welch eine wertvolle Basis fürs Leben.
Der Fokus liegt hier eindeutig auf den hochwertigen Fotos und so macht es Spaß das Buch einfach mal komplett durchzublättern und die Bilder zu genießen. Dazwischen bleibt man dann gerne an einem Text hängen: sei es die Tipps zu professioneller Fotografie, der benutzten Kamera und des Objektives. Oder der Faszination, Fotos im Schnee zu machen, oder Erlebnisse der beiden Geschwister mit der Natur und den Tieren und viele weitere Ansatzpunkte.
Sehr spannend fand ich die Ausführungen wie es gelingt nahe an die Tiere im Wald heranzukommen. Gamander muss dafür lange und ausdauernd geeignete Plätze suchen, nutzt zum Auffinden Wildkameras, und platziert dann vor Ort ein Tarnzelt oder -Netz um dort Beobachtungen und Aufnahmen zu erhaschen. Da wird mir bewusst was für ein Aufwand erforderlich ist um solch gelungene Aufnahmen zu machen. Und mir ist klar warum wir als Laien mit einem Handy ausgerüstet keine Chance haben solche Fotos zu schießen.
Für mich ist dies ein sehr schöner und wertiger Bildband. Ich besitze nun schon mehrere aktuelle Sachbücher vom Kosmos Verlag und dieses reiht sich mit seiner Qualität darin ein.
Rezensionen von jam:
Ein lesenswertes Buch über den Gewinn durch Reduktion, das Leben und die Liebe.
Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben von Kristina Günak
"(...) Und was wollen Sie ausgerechnet hier?", fragte sie.
"Weniger", sagte ich. "Ich will weniger."
Kapitel 4
Ja, das ist Ellas Plan, Ella reduziert sich. 15 Jahre lang hat sie Dokumentationen über Umweltkatastrophen gemacht und jetzt, nach der Scheidung, dem Auszug der Kinder und dem Verkauf des Hauses, macht sie keine halben Sachen.
Sie reduziert ihr Hab und Gut drastisch und zieht in ein Tiny House. Nicht viel haben, nicht viel zu tun, Zeit für sich und darüber eine Doku machen, das ist der Plan.
Doch es ist gar nicht so leicht, aus der Hektik des Alltags und des Überflusses ins Weniger zu kommen. Erst Mal braucht es viel mehr Organisation und Arbeit, seine Habseligkeiten auf wenigen Quadratmetern zu sortieren und dann ist sie es einfach nicht gewohnt, weniger zu tun. Erst verliert Ella sich, vertrödelt ihre Tage und findet sich schwer zurecht. Im kleinen Haus und im Leben.
Doch in der Tiny-House-Siedlung wird sie nicht alleingelassen! Liebe Mitbewohnerinnen wie Pia fangen sie ein wenig auf. Und dann gibt es auf einmal doch viel zu tun, denn Theo, der Bauer, dem die Siedlung gehört, hat Probleme mit seinen Helfern. Unerwartet findet Ella sich auf dem Feld wieder, beim Bäume schneiden und Löcher buddeln.
Und dann ist da noch Jakob, ein eher schweigsamer Nachbar, der sie erst auf Abstand hält...
Ich mochte Ella vom Fleck weg! Sie ist einen patente Frau, die ihr Leben und auch das ihrer Leben gewuppt hat. Nun muss sie loslassen, Dinge und auch ihre Kinder, die zu groß sind, um bemuttert zu werden. Auch alte Glaubenssätze, wie zum Beispiel, immer funktionieren zu müssen. Anfangs tut sie sich sehr schwer, und das konnte ich nur zu gut verstehen. Unerwartet trifft sie die neue Aufgabe als Theos Helferin und sie merkt, wie sie die körperliche Arbeit erdet und auch die langsam Routine werdenden Spaziergänge mit Jakob und seinem Hund Ackermann lassen sie en wenig zur Ruhe kommen.
Die Energie zwischen den beiden war richtig zu spüren - und auch, dass ihr Jakob etwas verschweigt. So nah sie sich auf persönlicher Ebene kommen, zu seinem früheren Leben schweigt er sich aus. Warum?
Auch die praktischen Aspekte kamen nicht zur kurz und waren sehr unterhaltsam. Wie etwa Ellas Versuche, Edgar, dem störrischen Holzofen, etwas Wärme zu entlocken. Seit ich ein Teenager bin, musste ich mich auch um die Holzheizung daheim kümmern, aber mir ist bewusst, dass das für einen Ungeübten eine große Herausforderung darstellen kann.
Letzten Endes kommt alles anders als erwartet und doch zu einem stimmigen Ende!
Und die Geschichte hat mich angeregt, etwas über die Berge an Dingen nachzudenken, die man so anhäuft.
Dies war für mich das zweite Buch von Kristina Günak, das ich gelesen habe. Und es wird sicher nicht das letzte sein! Sie schreibt locker und ehrlich, nimmt auch schwierige Themen unter die Lupe und behandelt sie mit viel Fingerspitzengefühl.
Fazit: Ein lesenswertes Buch über den Gewinn durch Reduktion, das Leben und die Liebe.
Rezensionen von Chris:
Nicht das was ich mir erhofft habe
Der Ire von Peter Mann
Ich bin etwas zwiegespalten was das Buch von Peter Mann angeht, denn ich muss zugeben, dass mich die erste Hälfte nicht so richtig abgeholt hat. Mein Hirn konnte gefühlt nicht so schnell hin und her springen, dann wurden für die beiden Personen auch noch unterschiedliche Namen genutzt (der richtige Name und verschiedene Decknamen) und weil ich zwischendurch nicht wusste von wem die Rede war, konnte sich auch irgendwie keine Spannung aufbauen.
Irgendwann wurde dies besser und das letzte Drittel des Buches habe ich mit Freude gelesen und auch irgendwie eine Verbindung zu den Personen aufbauen können.
Nichts destotrotz hat mich das Buch nicht so richtig abgeholt denn ich habe mir irgendwie eine spannendere Geschichte vorgestellt. Ich würde es definitiv nicht als Thriller bezeichnen und ehrlich gesagt stand für mich die unerfüllte Liebe des einen zu dem anderen irgendwie zu sehr im Mittelpunkt.
Rezensionen von LarissaBu:
Regional genial- Tradition trifft Moderne!
HADN - Das Buchweizen Kochbuch von Catrin Ferrari-Brunnenfeld
Mit viel Liebe zum Detail, mit großartigen Bildern/Foodshots und mit einem modernen Blick auf den traditionellen Hadn hat cookingCatrin wirklich ein großartiges Standardwerk für Kärnten, sogar Österreich, geschaffen. Hadn war bis lang noch nicht auf meiner Lebensmittelliste, Buchweizen klingt oft nicht so attraktiv- doch mit diesen Gerichten lernt man Hadn, ein superregionales Korn aus Südkärnten, neu kennen und lernt es auch lieben! Hadn/Buchweizen darf modern interpretiert werden.
Ich finde es gut, wenn Menschen den Schwerpunkt auf Regionalität legen, denn man muss und darf das schätzen, was wir quasi vor der Nase haben. Es sind auch viele Infos drinnen! Lieb die Grafik und Aufmachung- nicht zu verspielt, aber doch so schön.
Hadn ist super gesund, glutenfrei und somit auch ein passendes Geschenk für viele.
Rezensionen von ReiShimura:
Zauberhaft und herzerwärmend
Spellshop von Sarah Beth Durst
Als ich gelesen habe, dass die Hauptperson des Buches eine menschenscheue Bibliothekarin ist, welche einen Marmeladenladen eröffnet, war für mich sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Selten konnte ich mich mit einem Charakter so gut identifizieren wie mit Kiela.
Der Einstieg in das Buch ist mir verhältnismäßig leichtgefallen, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass im Vergleich zu anderen Fantasybüchern die Welt nicht übermäßig kompliziert ist.
Der Schwerpunkt des Buches liegt definitiv auf den Charakteren und deren Entwicklung und weniger auf einem komplexen Welten- und Magiesystem. Für mich etwas Neues und eher ungewöhnlich, bin ich doch eher an komplexe Fantasywerke gewöhnt.
Ungewöhnlich auch, dass der Spannungsbogen bereits am Anfang des Buches seinen Höhepunkt hat und dann langsam und gemächlich abflacht. Dies bedeutet aber nicht, dass im Buch nichts passiert oder es langweilig wird. Der Fokus des Buches liegt nicht auf einer spannenden, fesselnden Actionstory.
Die Charaktere allen voran Caz und Miep, meiner Meinung nach die heimlichen Stars des Buches, sind einzigartig und äußerst liebevoll beschrieben. Während dem Lesen bzw. in meinem Fall dem Hören sieht man alles bildlich vor sich und kann wunderbar in die Geschichte eintauchen.
Gesprochen wird das Hörbuch von Mélanie Fouché, welche die absolut perfekte Besetzung für diese Rolle ist. Ihre Stimme passt wunderbar zu der Geschichte und zu der Stimmung, die das Buch verbreitet. Das Erzähltempo ist genau richtig und Aussprache und Betonung sind sehr gut auf das Buch abgestimmt.
Spellshop ist für mich der Inbegriff von Cosy Fantasy und das perfekte Buch, um sich auf die Couch zu kuscheln und dem Alltag zu entfliehen und das auf keinen Fall nur für hardcore Fantasyfans.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Einblicke in ein Land voller Widersprüche
Frühling in Saudi-Arabien von Nadine Pungs
Nadine Prungs ist unter anderem Reiseschriftstellerin und hat sich in dieser Rolle nach ihren beiden Büchern „Der verlorene Schleier“ und „Meine Reise ins Morgenwunderland“ nach Saudi-Arabien aufgemacht. Mehrere Monate ist sie alleine durch den Golfstaat gereist. Dabei hat sie vor allem die weibliche Seite des Königreichs kennengelernt.
So trifft sie sich mit einer feministischen Koranlehrerin und erhält Einblick in einige Familien, die Neues mit Altem zu verbinden wissen. Interessant ist, dass sie immer wieder „weitergereicht“ wird. Eine Familie kennt eine andere interessante Familie usw.. Dabei lässt sie die Frauen selbst zu Wort kommen und das eine oder andere Mal erhält sie überraschend offene Antworten auf ihre Fragen.
Ihre Reise führt sie von der Hafenstadt Dschidda bis zur Hightech-Metropole Riad, von der antiken Schatzkammer al-’Ula bis zur heiligen Stadt Medina. Die Gegensätze könnten nicht größer sein. So trifft sie auf ein Mitglied des Königshauses und wenig später auf einen kleinen jemenitischen Jungen, der aus seiner Heimat geflohen ist. Sie taucht in die Geschichte und die politischen Verwicklungen eines Landes ein, das sich zwischen Abgeschlossenheit und Weltoffenheit, Beduinenromantik und futuristischer Städteplanung, Tinder und Todesstrafe hin und her bewegt.
Interessant sind auch die Gespräche mit Taxi-Fahrern oder Hotelangestellten, die meist Gastarbeiter oder illegale Einwanderer sind, die ihre Ausweisung befürchten müssen. Gleichzeitig träumen viele davon, ausreichend Geld zu verdienen, um ihre in Bangladesh oder Indien daheim gebliebenen Familien unterstützen zu können. Dieser Traum scheint inzwischen ein wenig verblasst zu sein, denn die Lebenshaltungskosten steigen schneller als die Löhne. Erstmals müssen auch Steuern bezahlt werden, um die vielen staatlichen Projekte zu finanzieren.
Aktuell wird das Königreich de facto von Kronprinz Mohammed bin Salman (im Allgemeinen ehrfürchtig nur MbS genannt), der seinen kranken Vater vertritt, regiert. Er hat sich die Modernisierung des Landes auf seine Fahnen geheftet. Sein liebstes Steckenpferd ist der Feminismus. So dürfen Frauen nun seit 2017 selbst Auto fahren, brauchen keinen Vormund mehr und dürfen alleine reisen. Auch wenn solches von der Regierung verordnet und gebilligt worden ist, sind diese Lockerungen noch nicht in allen Regionen und Köpfen der Menschen angekommen, weshalb bei Verstößen gegen die staatlichen Anordnungen Strafen ausgesprochen werden. Das Klima der Angst ist also beibehalten worden, nur trifft es jetzt auch Männer, die dadurch völlig verunsichert sind. Dieser staatlich verordnete Feminismus geschieht allerdings nicht aus Nächstenliebe den Frauen gegenüber, sondern hat handfeste wirtschaftliche Gründe: Man ist auf die Arbeitskraft der Frauen angewiesen.
Die bange Frage bleibt, was passiert, wenn MbS nicht mehr der mächtige Mann ist oder sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen drastisch verschlechtern?
Grundsätzlich hat mir der Blick hinter die Kulissen dieses Staates, der sich bislang Jahrzehnte einer Modernisierung verschlossen hat, recht gut gefallen. Einige ihrer Geschichten hören sich ein wenig geschönt an. So scheint sie als Frau und Ausländerin nie blöd angesprochen worden. Aber, kann man das glauben?
Fazit:
Ein interessanter Reisebericht, bei dem für mich persönlich, einiges nach 1.000 und einer Nacht klingt. Deshalb bewerte ich dieses Buch mit 4 Sternen.
Rezensionen von Anjulia :
Zwischen Depression und Schichtdienst
Pflegers Struggle von Metin Dogru
Pflegers Struggle, Erschöpfung, Burn-out, Depression: Was uns Pflegekräfte krank macht von Metin Dogru ist ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht des Autors, der selbst unter Depressionen leidet. Eine Erkrankung, die bereits in seiner Ausbildungungszeit zum Gesundheits- und Krankenpfleger diagnostiziert wurde.
Neben persönlichen Erlebnissen schildert der Autor hier auch einige Erfahrungen seiner Kolleginnen. Des weiteren geht Metin Dogru noch auf die Themen Burn- Out, Angststörungen und Drogenkonsum im Pflegeberuf ein. Hauptgründe für die psychischen Erkrankungen sind dabei Stress, Überlastung, Belastungen durch Schichtdienst, körperliche und mentale Belastung, mangelnde Anerkennung und vorallem auch Mobbing. Besonders anschaulich wird dargestellt, wie bereits Pflegekräfte in Ausbildung unter der jetzigen Situation leiden. Aufgelockert wird das ganze durch Anekdoten seiner TikTok-Figur Schwester Rabiata, die für mich leider nicht immer passend waren. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, locker und fesselnd, auch wenn sich manche Thematiken wiederholen. Pflegers Struggle ist ein Buch, das nochmal verdeutlicht, wie anstrengend und anspruchsvoll die Tätigkeit im Gesundheitssystem, insbesondere als Krankenpfleger bzw. Krankenpflegerinnen in Krankenhäusern ist.











