Kunden em pfehlungen
Rezensionen von l'etoile_filante:
Eine Stadt voller Geheimnisse
Dark Venice. Deep Water von Antonia Wesseling
Das Straßennetz von Venedig macht bereits das Cover zu etwas Besonderem.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Merle und Matteo erzählt, was mir sehr gut gefällt. Die ersten Seiten ließen mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen: allein in einer fremden Stadt und eine gecancelte Unterkunft.
Aber Merle hat auch das gemeistert. Sie war mir von Beginn an sympathisch, sie hat Humor und ich mag ihre Schlagfertigkeit. Außerdem besitzt sie sehr viel Einfühlungsvermögen, was vor allem im Umgang mit Matteos Schwester zum Vorschein kommt. Matteo hingegen ist verschlossener, seine oftmals ruppige Art, lässt einen erst einmal einen Schritt zurück machen, statt auf ihn zuzugehen. Dennoch kommt in so manchen Situationen seine einfühlsame Seite ans Licht. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Giulia. Ihre offene Art und ihre Hilfsbereitschaft sorgen dafür, dass man sich in ihrer Gegenwart wohl fühlt. Mein allerliebster Charakter ist aber Kater Grigio. Die süße Fellnase hat sich vom ersten Moment an in mein Herz geschnurrt.
Merle wird schnell klar, dass Matteo und ihre anderen Mitbewohner Geheimnisse vor ihr haben und von ihrer Anwesenheit nicht besonders begeistert sind. Die anderen Studierenden warnen Merle sogar vor Matteo und seinen Freunden. Die Autorin beschreibt die Situationen sehr gut, man fühlt sich, als wäre man selbst dabei. Trotzdem fügt sie immer wieder eine Prise Humor und Sarkasmus hinzu.
Zwischen Merle und Matteo ist es ein Auf und Ab. Matteo ist ein Buch mit sieben Siegeln, was besonders am Ende der Geschichte deutlich wird. Daher bin ich schon sehr gespannt, was in Band 2 passiert.
Rezensionen von signalhill:
Atmosphärisch stark
Gefährliche Betrachtungen von Tilo Eckardt
Beim Lesen der Leseprobe von Tilo Eckhardt Hommage an Thomas Mann, "Gefährliche Betrachtungen", war mir entgangen, dass es sich um einen Kriminalroman handeln sollte. Dies steht für mich auch während des Lesens eher im Hintergrund und hat mit modernen Kriminalromanen wenig gemein; hier geht es eher um die Atmosphäre, die erzeugt wird, um Landschaftsschilderungen, um das Entfliehen in eine Zeit, in der Romane sich gemächlicher entfalteten.
Der Kriminalfall ist schnell beschrieben: Der Übersetzer Miuleris (von Mann 'Müller' genannt), der Manns Romane, allen voran "Buddenbrooks", ins Litauische übersetzen möchte, möchte den Autor gern kennenlernen, um ihm dieses Angebot zu machen. Ein Zufall verhilft ihm zu seinem Glück. Interessant ist hier zu erwähnen, dass Miuleris ein fotographisches Gedächtnis hat. Dem Übersetzer gelingt sein Vorhaben, doch dann verliert er wichtige Teile eines brisanten Schriftstücks.
Von der ersten Seite an hat mir dieser Roman so gut gefallen, weil man sich fühlt, als würde man einen Roman aus der Zeit Thomas Manns lesen. Der Fall selbst sorgt für eine gute Handlung, steht aber für mich nicht im Vordergrund. Ich fühlte mich zurückversetzt in die Zeit und in den kleinen Ort an der Kurischen Nehrung, an dem die Welt noch in Ordnung ist, aber eine Vorahnung auf Kommendes sich seinen Weg bahnt.
Ich finde, es ist eine große Kunst, den Leser/die Leserin so mitzunehmen in eine vergangene Zeit. Als Rückblickende wissen wir natürlich schon, wie die Geschichte später ihren Lauf nimmt und welche Wichtigkeit also das verlorene Dokument hat. Wer gern in eine vergangene Zeit reist und vielleicht auch gern die Romane von damals liest (es muss nicht Thomas Mann sein), wird große Freude an diesem Roman haben.
Rezensionen von Tara:
Gelungener Trilogieabschluß
Neutronenreiter von Mike Gorden
„Neutronenreiter“ ist der dritte Band des „Moíra-Zyklus“ des promovierten Chemikers Mike Gordon.
Für das Buch benötigt man nicht zwingend Vorkenntnisse, aber ich empfehle, die Bücher dennoch der Reihe nach zu lesen, da es Bezüge auf Ereignisse aus den vorherigen Bände gibt und außerdem die Entwicklung der Charaktere interessant ist.
Nach einem kurzen Prolog im Dezember 2017 beginnt die Handlung im Februar 2018. Auch dieses Mal laufen wieder mehrere Handlungsstränge parallel, auf die ich nicht näher eingehen möchte, da es schwierig ist, diese in Kürze zusammenzufassen.
Nur so viel: Unser gesamter Planet wird bedroht und für unsere Protagonisten wird es gefährlich.
Mike Gordon berichtet in kurzen Kapiteln (113 auf 880 Seiten) aus unterschiedlichen Perspektiven über die Ereignisse. Durch diesen stetigen Wechsel habe ich eine Weile gebraucht, um die Handlung zu erfassen. Gleichzeitig wird dadurch eine enorme Spannung aufgebaut, da die Kapitel oft mit einem Cliffhanger enden.
Neben den altbekannten Charakteren, die sich seit Beginn stetig weiterentwickelt haben, kommen einige neue Personen hinzu. Auch diese werden gut eingeführt und facettenreich beschrieben.
Am Ende des Buches ist ein hilfreiches Register zu finden, das nochmals einen Überblick über die wichtigsten Charaktere gibt.
Das Handlung ist komplex, erfordert Konzentration und gewinnt zunehmend an Spannung. Mir fiel es nicht immer leicht den wissenschaftlichen Ausführungen zu folgen, obwohl diese wirklich gut erklärt sind. Vermutlich fehlte es mir einfach an Vorwissen, aber letztendlich ändert das nichts an der Spannung.
Es ist ein Genre-Mix aus Wissenschaft, Fantasy und Science Fiction auf den man sich einlassen muss, der dann aber umso mehr fesselt und dafür sorgt, dass man beim Lesen die Luft anhält.
Rezensionen von signalhill:
Große Erwartungen
Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen von Anna Brüggemann
Ohne eine vorherige Leseprobe hätte ich mir "Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen" von Anna Brüggemann nicht ausgesucht. Cover und Titel weisen erst einmal gar nicht darauf hin, um was es sich hier handelt - mehr noch, mich würde der Titel in eine ganz andere (Roman-)welt führen.
Doch Anna Brüggemann schreibt eine authentische Familiengeschichte über Generationen, über Erwartungen, über Schwestern.
Im Fokus steht Mutter Regina mit ihren Töchtern Antonia und Wanda. Im Fokus stehen auch die hohen Erwartungen einer Mutter an ihre Töchter - die jüngere Wanda, die diese erfüllt, die ältere Antonia, die ihren Weg geht und damit für die Mutter nicht mehr wichtig ist.
Der Roman lebt vom Perspektivwechsel, bleibt aber in der Außenansicht durch den personalen Erzähler. Man kann aber gut mit den Frauen mitfühlen, und so lebt das Buch für mich vor allem durch sehr emotionale Passagen. Dass Regina als Mutter traurig macht und sogar schockiert, ist an viele reale Situationen angelehnt, ist in der Gänze aber auch sehr extrem.
Thematisch ist der Roman also tiefgehend, sprachlich erinnert er an manchen Stellen aber eher an einen Groschenroman. Hier gibt es für mich eine kleine Diskrepanz. Dieses Buch richtet sich nicht an Leser und Leserinnen, die eine platte Geschichte lesen möchten. Beim nächsten Roman sollte die Autorin darauf achten. Ich möchte "Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen" gern weiterempfehlen. Ich fürchte aber, dass das Buch im Ladenregal nicht allzuviel Aufmerksamkeit von den Lesern und Leserinnen bekommen wird, an die es sich richtet.
Rezensionen von Claudia R.:
aufgeweckt ...
Affy und die große Neuigkeit von Mies van Hout
Klappentext / Inhalt:
Affy möchte etwas ganz Besonderes erzählen! Ganz aufgeregt macht sie sich früh am Morgen auf den Weg, um ihre grossen Neuigkeiten in die Welt zu tragen - aber niemand möchte ihr wirklich zuhören. Oder doch? Und was hat Affy eigentlich zu erzählen?
Cover:
Das Cover ist sehr niedlich gestaltet und zeigt ein kleines Käffchen auf einem Roller.
es wirkt sehr agil und aufgeweckt und das Cover macht richtig Freude.
Meinung:
Affy ist ganz aufgeregt und möchte jedem am liebsten die Neuigkeit erzählen, aber die anderen Tiere hören nicht so richtig hin und nehmen Affy nicht richtig wahr, außer der Elefant und diesem kann Affy, die Neuigkeit dann auch endlich zeigen. Was das ist, wird hier jedoch noch nicht erzählt.
Um nicht zu viel zu verraten oder gar zu spoilern halte ich mich mit weiteren Informationen zum Inhalt des Buches zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und locker lesen.Die kurzen Absätze haben genau die richtige Länge. Für die Kleinsten ist es so sehr gut verständlich und die kurzen Sätze sorgen dafür, dass auch die Konzentration ausreicht. Das Bild-Text-Verhältnis ist ansprechend und gut gewählt.
Die bunten Illustrationen setzen das Ganze sehr schön um und geben das Gelesene sehr gut wieder. Die bunten Illustrationen laden zum Betrachten ein und sind sehr schön und liebevoll gezeichnet.
Die Geschichte beruht auf einer sehr liebevollen und herzerwärmenden Idee und as Ende ist wirklich sehr schön umgesetzt, womit man so jedoch nicht gerechnet hat.
Fazit:
Eine niedliche und liebevolle Geschichte von einem aufgeweckten Äffchen.
Rezensionen von DoraLupin:
Beeindruckend
Die Pädagogin der glücklichen Kinder von Laura Baldini
Emmi Pikler war eine ungarische Jüdin, die in Wien Medizin studierte und eine herausragende Kinderärztin wurde, die Eltern bis heute inspiriert. Wien, 1930er Jahre: Die frisch promovierte Emmi ist begeistert von den modernen Ansätzen der Kindermedizin, denn Ärzte, Analytiker und Pädagogen arbeiten zum Wohle der Kleinsten zusammen.
Hier will sie ihre eigenen Ideen einer liebevollen Erziehung weiterentwickeln. Als sie ihren späteren Mann kennenlernt, scheint Emmis Glück vollkommen. Doch dann ergreifen die Nazis die Macht, und Emmi, die Jüdin ist, gerät in Lebensgefahr. Sie kann sich mit ihrer Tochter zur Familie eines »ihrer« Kinder retten. Aber niemand weiß, ob das Versteck sicher ist. Und ob Emmi ihren Mann je wiederfinden kann …Das friedliche und erfüllte Zusammenleben von Eltern und Kindern war eines der zentralen Anliegen von Emmi Pikler. Früh erkannte sie, dass Kinder, die in den Vorstädten Wiens auf der Straße spielten und auf Bäume und Eisenbahnpuffer kletterten, viel seltener Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen hatten als Kinder aus wohlhabenden Familien, die sich ruhig verhalten und »benehmen« mussten.. Also fing sie an, die Bewegungsentwicklung von Kindern zu beobachten. Was Emmi Pikler vor hundert Jahren erforschte, hat heute mehr Relevanz denn je. Viele Eltern kennen den Pikler-Bogen. Dass dieses weltberühmte Bewegungsspielzeug nach einer Kinderärztin benannt wurde, die die Pädagogik revolutionierte, wissen die wenigsten.
Da ich im Moment selbst im Bereich der Pädagogik tätig bin und noch mehr dazulernen und mich inspirieren lassen möchte, wollte ich dieses Buch gerne lesen um einen guten ersten Eindruck dieser faszinierenden Frau zu erhalten und mich mit viel Spaß weiterzubilden.
Der Schreibstil war sehr lebendig und bildhaft und genau wie bei Maria Montessouri war ich sofort in den Bann gezogen. Ich liebe es solche historischen Persönlichkeiten in Büchern kennenzulernen und war von Anfang an fasziniert. Das Buch gibt ein sehr gutes Bild über die damalige Zeit und lebendig und autentisch wird vom Leben Emmi Pikler erzählt. Ich kenne schon einige Bände dieser Romanbiografien und auch dieser ist wieder absolut zu empfehlen. Mit viel Begeisterung habe ich dieses Buch verschlungen und empfehle es deshalb gerne weiter.
Rezensionen von Claudia R.:
Apfel Abenteuer
Grunzbert und das Brett vor dem Kopf von Brigitte Endres
Klappentext / Inhalt:
Ein Sonnenstrahl kitzelt Grunzbert wach. Alle Tiere schlafen noch, nur die Hühner scharren schon im Mist. Leise, damit Rosi nicht aufwacht, schleicht Grunzbert sich aus dem Stall. Als er sich verschlafen streckt, macht es plötzlich plumps. Er wirbelt herum, und da entdeckt er etwas Wunderbares.
Ein leuchtend roter Apfel rollt durchs Gras, rollt und ro-ollt und ro-o-ollt ...
Cover:
Das Cover zeigt viele verschiedene Tiere und wirkt dabei sehr lustig und humorvoll. Hier hängt eine Katze im Baum, die Hühner flattern und gackern durch die Gegend und der Rest schaut ziemlich verdutzt aus der Wäsche. Optisch und farblich ist es toll umgesetzt und zugleich wirkt es sehr humorvoll und fröhlich.
Meinung:
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, sagt man, aber wenn er zu weit rollt und außer Reichweite ist, kann ein ziemliches Abenteuer daraus entstehen. Dies beweist Grunzbert mit seiner Geschichte.
Denn Grunzbert möchte so gern an den Apfel, der hinter die Latten gerollt ist und gönnt den andren diesen nicht so recht und die Latte vor seinem Kopf bereitet dann auch so einige Probleme, wie sich herausstellt. Und mit Sturheit kommt man schon mal garnicht weiter.
Doch zu viel möchte ich hier noch nicht verraten.
Die Geschichte ist sehr liebevoll und lehrreich umgesetzt. Sie zeigt, dass es wichtig ist, auch mal eine andre Sichtweise auf die Dinge einzunehmen und dass man manchmal nicht zu verbohrt an etwas heran gehen sollte. Der Schreibstil ist angenehm und gut verständlich. Die Textabschnitte haben eine gute Länge und man kann diesen sehr gut folgen. Das Text-Bild-Verhältnis ist gut und altersentsprechend gewählt.
Die bunten Illustrationen setzen das Ganze sehr schön um und geben das Gelesene sehr gut wieder. Die Tiere sind dabei sehr niedlich und liebevoll gezeichnet und die Figuren sind für Kinder ansprechend umgesetzt. Die bunten Zeichnungen geben auch die entsprechenden Emotionen der Geschichte wieder und setzen diese gut um.
Eine wundervolle und unterhaltsame Geschichte, die sich gut für Zwischendurch eignet. Wunderschön illustriert und toll umgesetzt.
Fazit:
Humorvolle und unterhaltsame Geschichte für Zwischendurch, die zeigt, dass man manchmal auch seine Sichtweise ändern sollte und es vielleicht einen einfacheren Weg zum Ziel gibt.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Eine Frau zieht Bilanz
Nur nachts ist es hell von Judith W. Taschler
Es handelt sich hier um eine Art zweiten Band, denn die Familie Brugger taucht bereits im Buch "von Carl erzähle ich dir morgen" der Autorin auf. Ich habe das besagte Buch nicht gelesen und bin trotzdem gut in die Handlung gekommen, die auch das Schicksal von Carl beleuchtet. Ich denke ich werde das andere Buch jetzt noch im Nachgang lesen.
Zum Inhalt: Elisabeth ist die einzige Tochter der Bruggers und wächst mit drei Brüdern auf. Doch einer fällt im Krieg, einer ist verschollen und einer setzt sich nach Amerika ab, sodass Elisabeth in ihrer Heimat zurückbleibt. Sie hat im Krieg als Lazarettschwester gedient und studierte später Medizin um mit ihrem Mann die Praxis seines Vaters zu übernehmen. Für eine Frau bekleidete sie damit eine privilegierte Rolle, die es ihr ermöglichte, sich für andere einzusetzen. Auch wenn sie damit aneckte.
Der Leser wird direkt in die Handlung geworfen und bekommt eine knackige Zusammenfassung der Ereignisse und einen Abriss von Elisabeths Leben. Das fand ich eigentlich einen genialen Kniff, weil man sich als Leser direkt darauf einstellen kann, was dann alles folgt.
Elisabeth stellt in ihrer Erzählung an ihre Großnichte ihre Familie, deren Leistungen und Sorgen in den Fokus wodurch sie selbst für mich zwischenzeitlich ein bisschen in den Hintergrund geriet und eher als Bindeglied der einzelnen Episoden fungierte. Gleichzeitig zeichnet sie ein sehr spannendes, eindrückliches Zeit- und Gesellschaftsbild, in der sie als studierte Frau und Ärztin eine durchaus privilegierte Rolle einnahm.
Tatsächlich haben mir die Aspekte von Elisabeths Arbeit und ihrem Einsatz für andere Frauen mit am besten an diesem Buch gefallen. Es ist die Geschichte eines bewegten Lebens, schnelllebiger, ereignisreicher Jahrzehnte und gleichzeitig auch spannender Einzelschicksale vor dem Hintergrund zweier Weltkriege.
Die Autorin erzählt hier sehr fesselnd und quasi in Schlaglichtern von einer starken, mutigen Protagonistin, die ihren Weg geht.
Rezensionen von DoraLupin:
Märchenhafte Fantasy
A Song to Drown Rivers von Ann Liang
China um das Jahr 500. Für die Menschen in Xishis Dorf ist die bezaubernde Schönheit der jungen Frau ein Segen, der ihrer Familie Wohlstand bringen wird. Doch Fanli, der Berater des Königs, sieht sehr viel mehr in ihr: Er bietet Xishi an, sie zur Spionin auszubilden. Denn der Herrscher des verfeindeten Nachbarkönigreichs Wu ist bekannt dafür, eine Schwäche für schöne Frauen zu haben.
Xishi kann die Klinge werden, die ihn mit einem Stich ins Herz zu Fall bringt.
Xishi, die bei einem Angriff von Wu-Soldaten ihre Schwester verloren hat, ist ebenso fasziniert von Fanli wie von den Möglichkeiten, die er ihr bietet. Sie lernt von ihm alles, was sie für ihre Mission braucht – vor allem zu lügen und ihre wahren Gefühle zu verbergen. Nur einander können Fanli und Xishi nicht täuschen.
Als sie schließlich an den Hof von Wu gelangt, steigt die anmutige Xishi schnell in der Gunst des feindlichen Herrschers auf. Doch mit jedem Tag wächst die Gefahr, enttarnt zu werden. Und das würde nicht nur ihren eigenen Tod bedeuten, sondern auch den des Mannes, den sie liebt …
Dies ist wirklich eine märchenhafte Geschichte, die mich schnell in ihren Bann ziehen konnte. Wirklich ein besonderes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Der Schreibstil war besonders und sehr bildhaft und schön zu lesen, ganz wie es zu Märchen und Fantasygeschichten passt. Die Protagonisten waren sympathisch und ihre Handlungen und Gedanken wurden immer authentisch und nachvollziehbar geschrieben, sodass ich als Leserin gut mit ihnen mitfiebern konnte.
Die Geschichte sprüht nicht vor Action und das Erzähltempo ist eher langsam aber durch den schönen Schreibstil hat mich das nicht gestört. Das Ende kann überraschen und wird die Leser teils wohl auch spalten, ob einem das so gefällt oder nicht. Ich fand das Ende jedoch authentisch und es passt zur Geschichte.
Fazit. Eine richtig schöne Fantasygeschichte in ruhigem Erzähltempo.
Rezensionen von DoraLupin:
Wohlfühlbuch
Das Winterhotel von Sarah Morgan
Im Maple Sugar Inn lässt Besitzerin Hattie Coleman die Träume ihrer Gäste wahr werden. Doch dieses Weihnachten ist sie fast am Ende ihrer Kräfte, denn nach dem zu frühen Tod ihres Ehemannes muss sie sich nun allein um ihr gemeinsames Kind und das Hotel kümmern. Dann checken Erica, Claudia und Anna zu ihrem jährlichen Buchclub-Urlaub ein.
Ihre jahrelange Freundschaft und tiefe Liebe zu Büchern verbindet sie, doch Hattie ist klar, dass da einiges unter der Oberfläche brodelt. Trotzdem ist sie nicht darauf vorbereitet, als herauskommt, wie sehr ihre eigene Geschichte mit der der anderen Frauen verwoben ist. Können die vier Frauen sich gegenseitig helfen, ein neues Kapitel im Leben aufzuschlagen?
Ein sehr warmherziges Buch, was optimal zur kälteren Jahreszeit passt, mit einer Kuscheldecke und einer Tasse heißen Tee. Der Schreibstil ist wie auch sonst bei dieser Autorin sehr locker und leicht zu lesen, da fliegen die Seiten nur so dahin. Sehr lebendig und bildhaft wird das kleine Hotel beschrieben und ist so gemütlich beschrieben, dass man als Leser selbst Lust hat einmal dort Urlaub zu machen.
Die Protagonisten fand ich gleich sympathisch und habe sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Natürlich ist das Buch ein Wohlfühlroman und manches ist auch mal vorhersehbar, aber dies hat mich überhaupt nicht gestört, da die Geschichte einen umschließt wie eine warme Decke.
Fazit: Ein toller Wohlfühlroman, perfekt für die kalte Jahrezeit, mit einer Tasse heißen Tee.











