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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Buchchecker :

Originell, nichts für schwache Nerven

Das Parfüm des Todes von Katniss Hsiao

„Das Parfüm des Todes“ von Katniss Hsiao ist ein fesselndes Thrillerdebüt, das sich als meisterhaftes Spiel mit den menschlichen Abgründen entfaltet.

Die Grundidee, dass die Protagonistin Yang Ning, eine leidenschaftliche Tatortreinigerin, ihren verlorenen Geruchssinn nur in der Nähe von Tod und Verwesung zurückgewinnt, finde ich sowohl originell als auch interessant.

Dass sie bei einem Auftrag in eine perfide Falle tappt und so als Hauptverdächtige in einen Mordfall verwickelt wird, macht die Geschichte äußerst packend und lies mich von der ersten Seite an mitfiebern.

Um ihre Unschuld zu beweisen, nimmt Yang Ning die Hilfe eines Serienmörders in Anspruch, was sowohl verstörend als auch faszinierend ist. Es führt an die Grenzen des moralischen Denkens und bietet tiefere Einblicke in die Psyche der Figuren sowie die Abgründe des menschlichen Verhaltens.

Es gelingt der Autorin, die düstere Atmosphäre der Geschichte durch ihren bildhaften und detailreichen Stil perfekt einzufangen. Allerdings könnte dieser intensive Stil für Lesende mit schwachen Nerven etwas zu viel sein, da die Schilderungen von Verbrechen und deren Folgen sehr eindringlich sind. Die wechselnden Erzählperspektiven bringen zusätzliche Tiefe in die Handlung und halten die Spannung konstant hoch. Überraschende Wendungen und unerwartete Enthüllungen sorgen dafür, dass man immer wieder aufs Neue überrascht wird und die Seiten nur so dahinfliegen.

Leider konnte ich die zum Teil ähnlich klingenden asiatischen Namen nur schwer auseinanderhalten, was leider den Lesefluss erheblich beeinträchtigt hat. Das Personenregister am Ende des Buches kann da aber Abhilfe schaffen.

Insgesamt ist „Das Parfüm des Todes“ eine kurzweilige und spannende Lektüre, die sich von anderen Thrillern abhebt. Mit der raffinierten und ausgeklügelten Handlung, die sowohl psychologische als auch emotionale Elemente vereint, ist es eine empfehlenswerte Wahl für alle, die auf der Suche nach etwas Neuem und Aufregendem sind.

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Rezensionen von Murksy:

Schach und Fruchtfliege

Schach-Euphorie von Peter Doggers

Falls Sie sich fragen, was das miteinander zu tun hat, kann ich dieses kurzweilige und sehr spannende Sachbuch empfehlen. Soviel sei verraten, sowohl Schach als auch die Fruchtfliege haben für verschiedene Bereiche der Wissenschaft enorme Bedeutung. Geschätzt 600 Millionen Menschen spielen Schach, Schachcommunities im Netz haben unzählige Mitglieder, Milliarden Partien werden heutzutage online gespielt.

Schach war einer der wenigen Profiteure der Corona-Pandemie. Auch der Erfolg der Netflix-Serie Damengambit hat einen sprunghaften Anstieg der Schachspieler erzeugt, Schachbretter waren zeitweise ausverkauft. Worin liegt aber nun die Faszination des Spiels der Könige? Warum steigen die Anhängerzahlen stetig? Wer sich schon mit Nachdenken beim Lesen gestört fühlt, der wird mit diesem Buch keine Freude haben. Aber ganz sicher muss man kein Schach spielen, um im ersten Buch des bekanntesten Schachjournalisten viel Interessantes zu entdecken. Doggers schlägt einen großen Bogen von den Anfängen vor geschätzten 1500 Jahren bis in die moderne Zeit des Internets. Über keine Sportart wurden mehr Bücher geschrieben, trotzdem ist dieses Werk erfrischend, da es sich bis auf einige Notationen zu berühmten Partien im Anhang, nicht mit den Schachregeln und dem Spiel an sich beschäftigt, sondern mit Anekdoten und Geschichten über große und kleine Akteure wunderbar unterhält. Die bereits angesprochene Bedeutung für Wissenschaft und die Entwicklung der KI, die ihre Geburtsstunde dem Kampf Kasparow gegen den Computer Deep Blue verdankt, werden hier genauso thematisiert, wie die Veränderung des Spiels durch Online-Plattformen und das Streaming. Ein Spiel, das in Komplexität nur durch Go und Shogi übertroffen wird, dessen Regeln einfach sind, aber die Anzahl der Züge die Zahl der Atome im Universum übersteigt, bewegt die Menschen immer wieder aufs Neue. Große Namen des Schachs kommen im Buch zu Wort, Kuriositäten und Psychospielchen werden erwähnt, also alles, was Schach ausmacht und das Spiel zu einem der Dauerbrenner gemacht hat. Und letztendlich die komplette Abwesenheit von Glück, einzig der Verstand und die Konzentration entscheiden über den Ausgang der Partie, machen Schach zu dem vielleicht bekanntesten Spiel der Geschichte. Das Buch lebt diese Faszination und alle Klassen von Interessierten, vom Neuling bis zum Champion, werden gut unterhalten. Die schiere Menge an Schachbüchern hat eine würdige Ergänzung bekommen.

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Rezensionen von signalhill:

Oft fehlt mir das Überblicksfoto

Von Angesicht zu Angesicht von Dominik Eulberg; Thomas Hörren; Thorben Danke

Als Biologin ist mir die Welt der Insekten sehr vertraut, auch unter dem Mikroskop. Die Fülle der Insekten im Bild- und Informationsband "Von Angesicht zu Angesicht - Auf Augenhöhe mit heimischen Insekten" von Thorben Danke, Dominik Eulberg und Thomas Hörren bietet jedoch auch für mich tolle Bilder und gute Informationen, die mir weitgehend bekannt sind, die ich aber dennoch immer wieder gern lese.

Die fotographierten Insekten kenne ich aber auch nicht alle.

Die beiden großen Teile des Bandes bestehen aus einem allgemeinen Informationsteil zum Leben der Insekten sowie verschiedenen Ordnungen. Ein ganz tolle Bildseite ist da z.B. bei Mimikry, auch bei Metamorphose, gelungen. So versteht auch jeder die Konzepte.

Auch sonst sind die Fotographien fantastisch, aber besonders weiter hinten stört mich, dass es Ausschnittaufnahmen gibt, die Tiere aber nicht im Ganzen abgebildet sind. Ich habe erst gesucht, ob ich diese weiter vorn am Anfang des Kapitels oder irgendwo finde. Es scheinen aber oft nur Ausschnittaufnahmen zu sein. Diese sind toll, aber ich müsste das Tier dann ja googlen, um zu wissen, wie es aussieht und nicht nur ein Teil von ihm.

Dann wieder ist das aber auch perfekt gelöst, so z.B. auf Seite 38/39. Dort ist oben ein kleines Foto der Feuerwanze, in Großaufnahme die Nymphe der Feuerwanze. Wäre immer ein kleines Gesamtfoto dabei, so wäre das für mich perfekt gelöst.

Insgesamt bringt uns dieser Großformatband aber den Insekten näher und lädt dazu ein, selbst mal genauer hinzuschauen. Hat man die Details mal in Großaufnahme gesehen, sehen wir möglicherweise auch mit dem bloßen Auge mehr. Die Insekten kann man auch selbst durch Lupe oder Mikroskop betrachten. Wenn sie zu schnell sind, muss man sie nicht töten, sondern einfach ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Das verlangsamt ihren Stoffwechsel, macht ihnen aber sonst nichts aus.

Das Buch ist für Kinder und Erwachsene zu empfehlen. Kinder werden eher die Bilder betrachten, für Erwachsene mit Naturinteresse finde ich aber auch die Texte unverzichtbar.

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Rezensionen von MarcoL:

Die neuere Geschichte Georgiens in einem Tag einer Familie zusammengefasst! Grandios!

Müllschlucker von Iwa Pesuaschwili

Der 9. April ist in Georgien symbolträchtig. 1991 wurde die Unabhängigkeit ausgerufen, 1989 von den Sowjets eine friedliche Demonstration blutig niedergeschlagen. Milas Geburtstag.
In bedrückenden Bildern schildert der Autor die Geschichte des gebeutelten Landes, ja der ganzen Region. Er bricht die komplette Handlung auf einen Tag herunter, umreißt anhand der Familie Simonyan das Leben in einer zerfressenen Stadt ohne große Perspektiven.

Mila, ihr Mann Gena, ihre Tochter Zema und ihr Sohn Lazare werden zu den HandlungsträgerInnen.
Armenischstämmig flohen sie aus dem Kriegsgebiet Karabach nach Tiflis. Verbrechen und Korruption sind hier wie dort liebevolle Geschwister, ernährt von einer Politik, der das Wohl der Bevölkerung nichts bedeutet.
Mila lebt ihr Leben alleine, versucht sich neben der Familie ihre Existenz so angenehm wie möglich zu machen. Das Leben hat sie so gemacht, auch ihren Mann Gena. Dieser war für sehr kurze Zeit ein gefeierter Nationalheld, und wurde abgestoßen, zerbricht daran, und kümmert sich um nichts mehr, lebt in den Tag auf Kosten seiner Frau Mila. Lazare stellt sich den westlichen Verlockungen, vor allem der Musik und linken Strömungen und möchte unbedingt Rapper werden. Und Zema wird Polizistin. Aber nicht aus der Ideologie der Gerechtigkeit heraus, sondern alleine vom Gedanken beseelt, Rache zu nehmen für die eigene Genugtuung.
Sie versuchen ihr Leben auf ihre jeweilig erdenklich beste Art und Weise zu meistern, aber die Vergangenheit schläft nicht, holt auf …
Innerhalb dieses Tages, den uns der Autor in Episoden seiner handelnden Personen präsentiert, prasseln auf die LeserInnen die politischen Ereignisse ungestüm herein. Die postsowjetische Zeit mit all ihren Herausforderungen, den blutigen Auseinandersetzungen der ehemaligen Sowjetrepubliken untereinander. Ob Armenien, Kasachstan, oder Georgien – Selbstbestimmung und was es heißt, ein eigener souveräner Staat mit seinen verschiedenen ethnischen Volksgruppen zu sein, will erst gelernt werden.
Der Kommunismus stirbt langsam, verrottet stinkend. Der Titel „Müllschlucker“ wird symbolisch zum Programm, ein stinkender Mahlstrom gegen die Strömung der Zeit.
Präzise, in ungeschönten Bildern voller Wucht bringt uns Iwa Pesuaschwili, der mit diesem Roman 2022 den Preis der Europäischen Union für Literatur gewann, die Politik der Kaukasusregion näher, lässt teilhaben am korrupten System einer Stadt in der das Verbrechen regiert, und auch dem zerstörerischen Einfluss der Sowjetunion, die ihre giftigen Finger auch nach den Unabhängigkeitserklärungen nicht von den Staaten lassen kann.
Und das gerade mal auf 138 Seiten.
Das Buch ist zugebenermaßen schwierig, nicht einfach zu lesen, bedarf viel Konzentration um die Informationsflut zwischen den Handlungen aufzunehmen.
Nichtsdestotrotz gebe ich gerne eine Leseempfehlung für diesen wichtigen Roman, der ein Stück Georgische Zeitgeschichte zusammenfasst.

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Rezensionen von Schkob:

Reclaim your Pain!

Unversehrt. Frauen und Schmerz von Eva Biringer

Für mich ist Unversehrt ein wichtiges und unglaublich relevantes Buch. Zunächst ist es sehr gut recherchiert, die Autorin hat zu jeden der neun Kapitel im Anhang ein Leseverzeichnis eingefügt, in dem man bei Interesse Hintergrundinformationen selbst weiter erkunden kann. Auch die im Buch verteilten Fußnoten sind sehr lesenswert von weitergehenden Information bis zu fast schon amüsanten oder erschreckenden Anekdoten.

Inhaltlich beinhaltet das Buch viel Wissen über Missstände in der Medizin bis zum alltäglichen Umgang mit Schmerzen, denen wir Frauen täglich ausgesetzt sein können. An vielen Stellen wird mir klar, dass ich mit meinen Erfahrungen nicht alleine bin und es sehr vielen Anderen auch so geht. Das Tabu über Schmerz zu sprechen und sich im Hintergrund zu halten, bloß nicht mit Klagen aufzufallen, hat sich auch in mir gefestigt. Obwohl ich in einer Generation aufgewachsen bin, die wesentlich offener mit einigen Themen umgeht. So entstand auch das Gefühl, dass man nur individuell betroffen ist. Unversehrt öffnet mir als Leserin die Augen und lässt mich erkennen, dass es nicht normal ist, monatlich zu leiden, nicht mehr stehen zu können oder sich vor Schmerzen zu übergeben. Es ist auch nicht annehmbar, dass unsere Schmerzen nicht ernst genommen werden oder verharmlost werden. Man sollte nicht für alles einfach eine Schmerztablette nehmen, nach dem Motto: dann geht es schon wieder. Danke für dieses Buch, danke für die wichtigen Informationen und Erfahrungen, danke das dieses Thema mehr Raum bekommt. Und bitte lest es, egal ob es euch betrifft oder die Frauen in eurem Umfeld.

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Rezensionen von Streiflicht:

Ich liebe es!

Agatha Christie Classics: Hercule Poirots Weihnachten von Agatha Christie; Isabelle Bottier

Auf dieses Buch hatte ich mich so sehr gefreut und ich liebe es! Agatha Christie mag ich schon immer und Krimis sowieso. Comics habe ich früher als Kind und Teenie sehr gerne gelesen und vor einigen Jahren habe ich die Graphic Novels für mich entdeckt. Ich mag das zwischendrin sehr, vor allem wenn es so virtuos gezeichnet und erzählt ist wie hier.

Der Klassiker erfährt in diesem Format nochmal neue Aufmerksamkeit und stellt sich von seiner schönsten Seite dar. Obwohl ich die Geschichte natürlich schon kannte, hab ich sie voller Begeisterung gelesen und ich fand die Zeichnungen einfach nur toll. Für mich eine wunderbare Weiterentwicklung dieser "alten" Geschichte.
Ich bin begeistert und freue mich schon darauf, das Buch an Weihnachten nochmals zu lesen. Natürlich werde ich mir auch die anderen Ausgaben aus dieser Reihe noch kaufen, das ist einfach toll!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine Leseempfehlung!

Die Pädagogin der glücklichen Kinder von Laura Baldini

Dieses Buch ist das 23. aus der Reihe “Bedeutende Frauen, die die Welt veränderten“.

Laura Baldini ist das Pseudonym von Beate Maly, die früher selbst als Mobile Frühförderin mit Kindern, die unter anderem eine Störung, die dem breit gefächerten Autismus-Spektrum zugeordnet sind, gearbeitet hat.

Dieses Wissen, das sie sich an der Uni Wien angeeignet hat, lässt sich kompetent biografische Romane über Frauen wie Maria Montessori und eben Emmi Pikler sowie über die (fiktive) Krankenschwester Viktorine in „Aspergers Schüler“ schreiben, die sich mit der Entwicklung von Kindern beschäftigen.

Wer ist nun Emilie „Emmi“ Pikler (1902-1984), die wir die ersten vierzig Jahre ihres Lebens begleiten?

Emmi Pikler (1902-1984), ist eine ungarische Kinderärztin und Pädagogin, die als Jüdin in Ungarn wegen des 1920 geltenden Numerus Clausus für Juden nicht studieren darf und deswegen nach Wien übersiedelt. Allerdings begegnet sie auch an der Universität Wien dem Antisemitismus. Sie ist wissbegierig und beobachtet, wie wichtig die Bewegungsfreiheit von Säuglingen für die Entwicklung der von Säuglingen und Kleinkindern ist. Es ist die Zeit, in der Säuglinge nach wie vor in Wickelpolster (Steckkissen) beinahe regungslos in oft viel zu großen Betten liegen. Ihre Praktika absolviert sie bei den renommierten Kinderärzten Clemens von Pirquet und Hans Salzer.

Zurück in Ungarn hat sie es zwar unter dem faschistischen Regime von Miklós Horthy (1868-1957) nicht leicht, zumal Ungarn ihr Wiener Studium nicht anerkennt. Sie muss zahlreiche Prüfungen ablegen. Zusätzlich wird ihr Mann bis 1945 mehrmals wegen regimekritischer Äußerungen verhaftet. Ab 1934 führt sie eine Praxis als Kinderärztin und berät junge Familien zu Methoden der sanften Erziehung heran.

Als dann auch das Horthy-Regime unter Druck von Nazi-Deutschland gerät, ist auch Emmis Leben sowie das ihrer kleinen Tochter in Gefahr. Die beiden werden von einer Familie, die sie bei der Kindererziehung beraten hat, versteckt. Doch niemand weiß, ob und wie lange das Versteck sicher ist.

Meine Meinung:

Wie wir es von Beate Maly/Laura Baldini gewöhnt sind, sind die Fakten penibel recherchiert und der Roman gekonnt erzählt. Die Autorin schreibt im Nachwort, wie sie sich an Dokumenten und Schriften der realen Emmi Pikler und ihrer WeggefährtInnen wie Lili Roubiczek, die in Wien ein Kinderhaus nach den Lehren von Maria Montessori führt, oder Anna Freud, orientiert hat. Einige Charaktere wie Tante Poldi bei der sie in Wien lebt und ihre ungarische Freundin sind fiktiv.

Schmunzeln musste ich, als ich vor wenigen Tagen in einem Flugblatt eines Supermarktes mit Weihnachtsgeschenke für Kleinkinder ausgerechnet jenes Klettergerüst, ein Dreieck, entdeckt habe, das hier im Roman von Emmi Pikler für einen Kindergarten entwickelt worden und auf dem Cover abgebildet ist.

Natürlich hat Emmi Pikler auch zahlreiche Neider und Gegner, die ihre modernen Ansichten ablehnen und Gerüchte verbreiten. Doch gemeinsam mit einigen gleichgesinnten, fortschrittlich denkenden Frauen, gelingt es Emmi Pikler, ihre Ideen zu verbreiten. Ihre Tochter Eva wird in ihre Fußstapfen treten.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem 23. Buch der Reihe „Bedeutende Frauen, die die Welt veränderten“ 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Tanzen bis in den Tod

Der Nachtschattenmann: Thriller von Catherine Shepherd

Auf den Stufen einer Kölner Tanzschule wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. In der Pose einer Tänzerin hält sie einen kleinen rosafarbenen Ballettschuh in der Hand. Ist sie die Tochter der Inhaberin der Ballettschule? Ist sie die seit 6 Wochen vermisste Marie Hohenstein? Ihre Mutter erkennt sie allerdings nicht.

Johanna Brenner wacht in einem Kellerverlies auf und als sie in den Spiegel schaut, blickt ihr eine Fremde entgegen.
KK Florian Kessler, sein Kollege Martin Saathoff und Rechtsmedizinerin Julia Schwarz tun alles um das Verschwinden der jungen Frauen aufzuklären. Sie sind sich bald sicher, dass es sich hier um einen perfiden Serienkiller handelt. Haben die Pose, der kleine Tanzschuh und die schwarze Tüte auf dem Kopf der Toten eine Bedeutung für den Täter?

Dies ist der 9. Fall, den die sympathische Rechtsmedizinerin Julia Schwarz mit ihrem Lebensgefährten Florian Kessler zu lösen hat. Aber genau wie alle anderen Fälle ist auch dieser in sich abgeschlossen und man muss nicht unbedingt Vorkenntnisse haben. Mir persönlich gefällt es allerdings besser, wenn ich gerade die Ermittler von Anfang an kennenlerne und bei ihrer Entwicklung dabei bin.
Die Beiden sind mir in ihren letzten Fällen genau so ans Herz gewachsen wie Florians Kollege Martin, Julias Eltern Hannelore und Ulrich mit ihrer kleinen Tochter Sophie. Gut, dass Julia solche Eltern hat, ohne die sie nicht in ihrem gewohnten Maß arbeiten könnte.
Ich finde es so schlimm, wenn wie hier eine Mutter ihre Tochter nicht erkennt und dann durch DNA-Analysen festgestellt wird, dass sie es doch ist. So etwas will ich mir gar nicht vorstellen.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Da sind zum einen die Ermittlungen, die immer wieder neue Erkenntnisse und Verdächtige bringen. Nur leider ist lange kein Täter dabei. Zum anderen bin ich mit Johanna in ihrem Gefängnis und muss lesen, was ihr da alles widerfährt. Auch mit Amelie mache ich Bekanntschaft. Einer jungen Frau, die von zuhause in eine WG gezogen ist und sich erst noch mit dem Alleinsein und ihrem neuen Leben zurecht finden muss.
Julia geht auch diesmal einen unkonventionellen Weg um die Ermittlungen voran zu treiben. Nur gut, dass es wieder gut ausgegangen ist.
Der Erzählstil von Catherine Shepherd ist wie gewohnt sehr flüssig und leicht zu lesen ohne dass die Brutalität, die hier teilweise vorhanden ist, zu erschreckend wirkt. Die kurzen Kapitel machen die Ereignisse sehr schnell und steigern die Spannung, die sowieso schon sehr hoch steht, noch weiter. Die Ängste und die Hoffnungen der jungen Frauen und auch von Frau Hohenstein sind sehr eindrucksvoll und bildhaft beschrieben, dass sie die Gänsehaut auf meinen Armen weiter fördern. Und auch von den einzelnen Protagonisten kann ich mir ein klares Bild machen.

„Der Nachtschattenmann“ – eine erschreckende, emotionale Geschichte, mit Wendungen, die ich so nicht erwartet habe und einer angespannten Spannung, die sich bis zum Schluss hält.
Absolut lesenswert!

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Rezensionen von Harakiri:

Ein Hammer-Buch

Kalte Erlösung von Leo Born

3 bizzare Morde in Frankfurt rufen Mara Billinsky auf den Plan. Allen dreien ist gemein, dass Stacheldraht eine Rolle spielt. Mara sucht verzweifelt nach einer Gemeinsamkeit zwischen den Opfern. Ihr Instinkt sagt ihr, dass Darina, eine ehemalige Prostituierte, ganz vorne in der Verdächtigenliste steht.

Gleichzeitig ermittelt Mara noch in der Sondereinheit „Polaris“. Neue Erkenntnisse verschärfen die Jagd und am Ende steuert alles auf ein dramatisches Finale hin.
Bereits zum 9. Mal ermittelt die „Krähe“ in Frankfurt. Und jeder Fall ist dramatischer als der Vorhergegangene. Born schafft es wieder, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln und mit Wendungen, mit denen niemand rechnet, zu überraschen. Das Ende ist an Dramatik kaum zu überbieten.
Viel passiert in diesem Buch: die Jagd nach Polaris geht weiter, die Jagd nach dem Stacheldrahtmörder, Klimmt wird immer kränker, Krolle taucht wieder auf – aber trotz allem wirkt das Buch nicht überfrachtet. Alle Stränge passen sich harmonisch ineinander und sorgen für Spannung.
Kurze Kapitel und die Einschübe Goyos halten die Spannung auf hohem Niveau und man fliegt nur so durch die Seiten.
Fazit: ein Buch mit der Krähe zu lesen ist immer etwas Besonderes, aber „Kalte Erlösung“ toppt das noch.

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Rezensionen von Streiflicht:

Tolle Ideen, Spaß für die Katze

Cat-Challenge accepted! Ein Jahr mit meiner Katze von Josefine Sommer

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da ich schon seit meiner Kindheit Katzen habe. Früher war es recht einfach, denn die Katzen bei uns daheim auf dem Land am Rande der Kleinstadt waren immer Freigänger. Denen war eigentlich nie langweilig und wir Kinder haben trotzdem mit ihnen gespielt. Jetzt habe ich zwei Stubentiger - im wahrsten Sinne des Wortes - und da kommt schon mal Langeweile auf.

Wobei die beiden auch gerne miteinander spielen und sich jagen oder die Kratzbäume hochsausen. Dennoch denke ich immer, sie müssten auch beschäftgit werden. Und da kommt das Buch ins Spiel. 52 kreative Wochenaufgaben, das ist genau das Richtige für uns!

Gut gefällt mir das Inhaltsverzeichnis mit den Kästchen zum Anhaken, was man schon gemacht oder ausprobiert hat. Unterteilt sind die verschiedenen Challenges in 1. Förderung der Intelligenz, 2. Kulinarische Entdeckungsreise, 3. Shootingstar, 4. DIY, 5. Sport und Bewegung, 6. Wellness, 7. Spiel und Spaß, 8. Bindung. außerdem gibt es einen Jahresrückblick und Platz für Fotos, Erinnerungen und Notizen. Das finde ich echt schön.

Gut gefällt mir auch die Gestaltung des Buchs. Einfach und übersichtlich, gute Erklärungen und viele Tipps, dazu Materiallisten und weiterführende Infos zum Download. Gut gefallen mir auch die grafischen Elemente, die mal Katzen, Pfoten, Glühbirnen oder sonstiges zeigen und dafür sorgen, dass die Seiten ansprechend aussehen und gut gegliedert sind.

Wenn man schon lange Katzen in der Familie hat, kennt man sicherlich einiges schon, aber das hat mich nicht gestört. Ein tolles Buch für alle Katzenliebhaber, die es ihrer Tierchen noch schöner machen wollen und Intelligenz und Beweglichkeit der Tiere fördern und die gegenseitige Bindung stärken wollen. Ich freu mich aufs weitere Testen der Aufgaben!

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