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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von l'etoile_filante:

Geheimnisse

Counting Days von Steffi Kuhlmann

Bereits Cover und Klappentext haben mir gut gefallen und auch der Inhalt hat mich nicht enttäuscht.
Ich fand es toll, dass auch Mental Health angesprochen wird und auch ein Mann seine Emotionen zeigt und an sich arbeitet. Die Wahrheiten der Protagonisten machen die Geschichte zu etwas Besonderem. Damians Reaktion hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet und ist nicht in Klischees verfallen.

Auch das Thema Selbstverteidigung im Buch finde ich sehr wichtig. An Bonnies Kurs hätte ich gerne teilgenommen.
Meine Lieblingsfigur war definitiv Rosie. Wegen ihrer verständnisvollen Art und ihrem stets offenen Ohr, habe ich sie sofort ins Herz geschlossen. Emil und Damian würde ich gerne noch besser kennenlernen, daher hoffe ich auf eine Fortsetzung. Einen Punkt muss ich abziehen, weil es teilweise Längen gab, die meines Empfindens nach nicht hätten sein müssen.
Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es allen ans Herz legen, die eine emotionale Geschichte mit einer guten Portion Realität lesen wollen.

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Wenn Liebe zum Gefängnis wird

When the Rain Burns - Based on Sina's True Story von Justine Pust

Dieses Buch ist einfach großartig. Das Cover und der Klappentext haben mich total geflasht und es stellt sich heraus, dass die Blumen nicht einfach nur wunderschön sind, sondern auch eine Bedeutung in der Geschichte haben, so etwas liebe ich sehr.

Es wird abwechselnd aus Linas und Liams Sicht geschildert und es werden Zeitsprünge in die Vergangenheit eingebaut.

Die Autorin hat ein absolutes Feingefühl dafür, wann man welche Informationen bekommen soll und sie schafft es immer wieder Humor einzuflechten, dass man, obwohl es um sehr ernste Themen geht, immer wieder herzlich lachen muss. Auch die Art, wie sie die Protagonisten und deren Freundeskreis beschreibt, ist sehr authentisch. Justine Pust beweist viel Fingerspitzengefühl bei den Rückblenden und den Nachwirkungen der Ereignisse, aber auch dabei, wie sie die Beziehung von Lina zu Tom beschreibt oder ganz normale Alltagssituationen, als Esra ein Bier angeboten wird, diese ablehnt und stattdessen Limo vorgeschlagen bekommt. Keine Diskussion, keine Bewertung, das ist leider nicht selbstverständlich.

Bei Lina merkt man eine deutliche Wandlung, als sie mit Tom zusammen ist. Sie ist zum Glück so stark, dass sie diese selbst bemerkt und nach einem Ausweg sucht. Ich bewundere sie für ihre Kraft. Liam ist einfach toll. Wie er versucht, immer alles zu geben, damit es den anderen gut geht und seine empathische Art machen ihn zu etwas Besonderem. Seine Tierliebe macht ihn noch sympathischer. Auch seine Schwester mochte ich von Anfang an sehr und auch Mareile und Esra hab ich sofort ins Herz geschlossen. Mit Nele hätte ich mich glaube ich gut verstanden, da auch mir Tierschutz sehr am Herzen liegt.

Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung! Es zeigt, wie wichtig es ist, Menschen um sich zu haben, die einen gut tun und bei Gewalt (in welcher Form auch immer) niemals das Opfer schuld ist. Ich finde es toll, dass sich Justine Pust so wichtigen Themen widmet, damit die Menschen nicht wegsehen, sondern für einander da sind. Danke an die Autorin für dieses herausragende Buch und Danke an die Storygeberin Sina, die ihre Geschichte geteilt hat.

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Schlucht der Geheimnisse

The First to Fall von Kristina Moninger

Das Cover ist ein Traum, ich liebe es, wenn das Cover auf den Inhalt hindeutet, ohne dass es zu überladen oder gar kitschig aussieht.
Der Autorin Kristina Moninger ist es trotz aller Dramatik in der Geschichte gelungen, sehr viel Humor zu integrieren. Zwischen bedrückter Stimmung und herzlichem Lachen lagen oft nur ein paar Absätze.

Am Beginn hat mich die Darstellung der Stimmung des Protagonisten Jakob ein bisschen gestört, da ich sie etwas übertrieben fand. Dennoch mochte ich ihn sehr gerne, weil man die Verbindung zwischen den Geschwistern, besonders die zu seiner Zwillingsschwester, sehr gut spürt und er immer darauf bedacht ist, dass es ihnen gut geht. Aurora, die weibliche Protagonistin, lockt ihn mit ihrer offenen Art aus der Reserve. Sie wird als starke junge Frau beschrieben, die es in ihrer Familie nicht immer leicht hat. Auch Kit mochte ich wegen ihrer herzlichen Art total gerne.
Kristina Moninger schafft es, stets die Spannung aufrecht zu erhalten. Wenn man glaubt, man weiß, was in ein paar Seiten folgt, stellt man fest, dass man sich getäuscht hat. Beim Lesen hatte ich unzählige Theorien, wer warum in etwas verwickelt sein könnte, aber der Cliffhanger am Ende lässt einen verwirrt zurück. Daher freue ich mich schon sehr auf Band 2. Wer Liebesgeschichten mit sehr viel Verworrenheit und Spannung mag, wird mit diesem Buch sicher nicht enttäuscht.

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Wenn die Knoten der Vergangenheit das gegenwärtige Glück hemmen

Dark Venice. Silent Haze von Antonia Wesseling

Da mir Band 1 sehr gut gefallen hat, war ich auf dieses Buch besonders gespannt.

Antonia Wesseling beweist immer wieder aufs Neue, dass einen Geschichten in ihren Bann ziehen können. Der Schreibstil, die Charaktere, die Beschreibung der Umgebung und der Casa Nera – ich hatte das Gefühl, ich wäre mitten drin.

Die Protagonistin Merle und die anderen der Casa Nera befinden sich in einer schwierigen Situation, die auch das Interesse der Öffentlichkeit weckt. Ich bewundere Merle sehr, wie sie es geschafft hat, mit Matteos verbalen Fehltritten umzugehen. An ihrer Stelle hätte ich irgendwann kein Wort mehr mit ihm gesprochen. Mein Bookboyfriend bleibt daher ganz klar Grigio!

Die einzelnen Puzzlestücke, die mit der Zeit ein Ganzes ergeben und Licht in die verworrene Vergangenheit bringen, fand ich besonders toll. Vieles konnte man vorher nicht einmal erahnen, aber es fügt sich alles perfekt ineinander. Bei einer Sache war ich mir aber zu 100% sicher und es war dann auch so, wie ich vermutet hatte. Um nicht zu viel zu verraten: Ich meine den älteren Herrn. Das so einzufädeln, ist echt genial!

Die Geschichte zeigt deutlich, dass man erst die Knoten der Vergangenheit lösen muss, damit man in der Gegenwart glücklich sein kann.

Wer auf seiner „Lesepizza“ gerne Liebe, eine ordentliche Portion Drama, gewürzt mit einem Schuss Spannung und Humor hat, sollte diesen Genuss nicht verpassen!

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Eine Stadt voller Geheimnisse

Dark Venice. Deep Water von Antonia Wesseling

Das Straßennetz von Venedig macht bereits das Cover zu etwas Besonderem.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Merle und Matteo erzählt, was mir sehr gut gefällt. Die ersten Seiten ließen mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen: allein in einer fremden Stadt und eine gecancelte Unterkunft.

Aber Merle hat auch das gemeistert. Sie war mir von Beginn an sympathisch, sie hat Humor und ich mag ihre Schlagfertigkeit. Außerdem besitzt sie sehr viel Einfühlungsvermögen, was vor allem im Umgang mit Matteos Schwester zum Vorschein kommt. Matteo hingegen ist verschlossener, seine oftmals ruppige Art, lässt einen erst einmal einen Schritt zurück machen, statt auf ihn zuzugehen. Dennoch kommt in so manchen Situationen seine einfühlsame Seite ans Licht. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Giulia. Ihre offene Art und ihre Hilfsbereitschaft sorgen dafür, dass man sich in ihrer Gegenwart wohl fühlt. Mein allerliebster Charakter ist aber Kater Grigio. Die süße Fellnase hat sich vom ersten Moment an in mein Herz geschnurrt.
Merle wird schnell klar, dass Matteo und ihre anderen Mitbewohner Geheimnisse vor ihr haben und von ihrer Anwesenheit nicht besonders begeistert sind. Die anderen Studierenden warnen Merle sogar vor Matteo und seinen Freunden. Die Autorin beschreibt die Situationen sehr gut, man fühlt sich, als wäre man selbst dabei. Trotzdem fügt sie immer wieder eine Prise Humor und Sarkasmus hinzu.
Zwischen Merle und Matteo ist es ein Auf und Ab. Matteo ist ein Buch mit sieben Siegeln, was besonders am Ende der Geschichte deutlich wird. Daher bin ich schon sehr gespannt, was in Band 2 passiert.

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Karriere, Liebe und andere Hindernisse

This could be love von Lilly Lucas

Gibt es ein neues Buch von Lilly Lucas, ist für mich klar, dass ich es lesen möchte, da ich ihren Schreibstil liebe. Auch der Klappentext und das wunderschöne Cover von „This could be love“ haben mich überzeugt.
Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Louisa erzählt, die einige Wochen bei ihrer Patentante auf Hawaii verbringt, um für ihr Comeback im Tennis zu trainieren.

Es wird schnell klar, dass Ehrgeiz und Disziplin im Sport zwar unerlässlich sind, aber zu einem glücklichen Leben auch Freunde gehören. Besonders sympathisch war mir Laurie, die Schwester der männlichen Hauptperson, die man wegen ihrer herzlichen und loyalen Art schnell ins Herz schließt. Louisa und Vince müssen sich einigen Hindernissen stellen, damit Gefühle überhaupt eine Chance haben. Auch das Renovierungsprojekt von Vince fand ich sehr interessant und hoffe, in den Folgebänden noch ein bisschen mehr darüber zu erfahren.
Insgesamt eine tolle Geschichte mit einem Setting, das den Sommer widerspiegelt. Was mir etwas gefehlt hat, war die Tiefe. Ich hätte gerne noch mehr über Vince erfahren. Auch das „Sich-sofort-zuhause-Fühlen“, das ich sonst immer bei Geschichten von Lilly Lucas verspüre, blieb leider aus. Dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen und ich möchte auf jeden Fall Band 2 und 3 lesen.

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Gefühle ausleben oder unterdrücken?

Brynmor University - Versuchungen von Dominik Gaida

Bereits Band 1 hat mich in seinen Bann gezogen, daher habe ich mich auf Band 2 sehr gefreut und hatte entsprechend hohe Erwartungen.

Bereits bei den ersten Seiten war spürbar, dass sich der Autor deutlich weiterentwickelt hat. Das Buch hat mich sofort geflasht. Nate kannte man bereits vom ersten Teil, wo er mir schon sehr sympathisch war.

Nun lernt man ihn besser kennen und es stellt sich schnell heraus, dass er seine Verletzlichkeit mit einer Maske überdeckt. Dazu haben seine Großeltern, bei denen er aufwächst, einen erheblichen Teil dazu beigetragen. Lucas ist einige Jahre älter als Nate, wirkt aber wesentlich weniger selbstbewusst. Diese Darstellung finde ich gut, weil das Selbstbewusstsein nichts mit dem Alter zu tun hat. Die Liebe zwischen den beiden steht auf Grund der äußeren Umstände unter keinem guten Stern.

Es wird nicht nur aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt, auch die Perspektive einer dritten Person kommt zwischendurch hinzu, was der Geschichte zusätzliche Spannung verleiht. Dominik Gaida beschreibt die Dialoge besonders wertschätzend. Das Motto der Brynmor University – Ad nos respiciamus – wird auch in intimen Momenten deutlich. Die Gefühle zwischen Nate und Lucas sind deutlich spürbar und es ist unglaublich schön, wie sie miteinander umgehen. So viel Liebe, Respekt und Wertschätzung, sodass sich beiden fallen lassen und ihre Maske ablegen können.

Außerdem wurden bereits Andeutungen zu Band 3 gemacht, auf den ich schon sehr gespannt bin. Ich hoffe, auch im letzten Teil noch einmal etwas von Nate und Lucas zu erfahren.

Für mich ist das Buch eine absolute Herzensempfehlung für alle, die Liebesgeschichten und Geheimnisse mögen. Die Gefühle treffen mitten ins Herz, es spielt keine Rolle, zu welchem Geschlecht man sich hingezogen fühlt, die Liebe der Protagonisten wird spürbar und das macht die Geschichte so wunderschön.

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Gute Ideen, aber nicht ganz überzeugend

Nothing Like You von Julia Pelzer

Diese Rezension ist für mich schwierig, könnte ich 2,5 Sterne vergeben, würde ich es tun.
Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen: schöne Farben und ein bisschen Glitzer treffen genau meinen Geschmack bei New Adult Romance. Auch Klappentext und Leseprobe habe mich sofort überzeugt.
Leider konnte mich die Geschichte nicht mitreißen.

Die Handlungen der Charaktere sind für mich großteils nicht nachvollziehbar. Das liegt nicht daran, dass man selbst vielleicht anders handeln würde, sondern, dass die Charaktereigenschaften der Personen meiner Meinung nach sehr oft nicht zu ihren Taten passen. Beispielsweise kennen sich die Protagonistin und eine Nebenperson nur flüchtig. Die Nebenperson wird auch als Mensch beschrieben, der sich anderen sehr schwer öffnet, dann kommt aber eine Szene, bei der sie sich verhalten, als wären sie beste Freundinnen. Ähnlich war es bei den Hauptpersonen. Ich habe nichts gegen Enemies to Lovers, aber hier hat mir der Gefühlsaufbau für einander etwas gefehlt. Auf Grund der genannten Beispiele war die Geschichte für mich insgesamt eher schwierig.
Die Themen, welche die Autorin angesprochen hat, finde ich dennoch sehr gut und wichtig. Auch, dass Personen, die in der Geschichte sehr hohes Ansehen genießen, an dem man zuerst keine Zweifel hat und im Laufe der Zeit aber feststellt, dass nicht alles so ist, wie es scheint, hat mir gut gefallen.
Insgesamt ein Werk mit tollen Ideen, deren Umsetzung meine Erwartungen leider nicht erfüllt haben.

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Wichtige Themen sehr einfühlsam erzählt

Nothing Like You von Julia Pelzer

In diesem Buch schildert Lea-Sophie Schwarzat die Geschichte von Lou und Naomi, zwei Mädchen, die sich nicht gesucht, aber dennoch gefunden haben.
Lou ist erst sehr mit sich selbst beschäftigt und hält andere Menschen gekonnt von sich fern. Dies ändert sich erst, als Naomi in ihr Leben tritt, weshalb sie sie anfangs auch wegstößt.

Naomi gib jedoch nicht so schnell auf und die beiden bemerken, dass sie doch mehr gemeinsam haben als anfangs gedacht. Ihre Gefühle für einander werden jedoch auf eine harte Probe gestellt, da psychische Probleme allgegenwärtig sind. Ich halte es daher für wichtig, vor dem Lesen, einen Blick auf die möglicherweise triggernden Themen zu werfen.
Der Autorin ist es gelungen, sehr schwierige, aber extrem wichtige Themen, einfühlsam zu verpacken. Die Verzweiflung in vielen Situationen ist spürbar, gleichzeitig merkt man aber auch die Empathie von Lous Mutter. Sie macht sich Sorgen, zeigt Grenzen auf, lässt ihrer Tochter aber den Freiraum, den sie braucht, um diese schwierige Zeit zu überstehen.
Es wird deutlich, dass es keine Schande ist, sich Hilfe zu holen, wenn es einem psychisch nicht gut geht und wie man im nahen Umfeld bestmöglich auf die betroffene Person reagieren kann. Insgesamt ein sehr gut gelungenes Werk, das sich nicht nur als Jugendbuch, sondern auch als bedeutsame Lektüre für Erwachsene herausstellt, weil es zeigt, wie wichtig es ist, psychische Gesundheit nicht als Tabuthema zu sehen.

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Sensibel für den Alltag werden

Weiße Tränen von Kathrin Schrocke

Der Titel und das Cover mit der Faust im Wald sind bereits ein Blickfang und wecken das Interesse für die Geschichte.
Es wird aus der Sicht des Protagonisten Lenni erzählt, der ein Gymnasium besucht. Man bekommt Einblick in dessen schulischen und familiären Alltag. Als eines Tages ein neuer Schüler namens Benjamin in die Klasse kommt, beginnt für Lenni die scheinbar heile Welt zu bröckeln.

Benjamin nimmt sich kein Blatt vor den Mund und zeigt Vorurteile auf. Er weist auch Herrn Prasch, einen sehr beliebten Lehrer, in die Schranken, als dieser das Stück für die jährliche Theatervorführung und die Besetzung dafür bekannt gibt. Plötzlich scheint Rassismus allgegenwärtig zu sein. Die Meinungen diesbezüglich gehen stark auseinander. Lenni hat zwar immer wieder ein komisches Gefühl, kann aber Benjamins Sichtweise nicht verstehen und hält sie für übertrieben. Sein bester Freund Serkan und dessen Schwester Elif stehen eindeutig auf Benjamins Seite. Somit bekommt auch die Freundschaft Risse. Immer wieder versuchen die Geschwister Lenni zu zeigen, dass sie sich in der Gesellschaft mehr beweisen müssen und ständig mit Vorurteilen zu kämpfen haben, obwohl sie in Deutschland geboren sind. Lenni beginnt erst umzudenken, als er merkt, dass auch seine Familie nicht frei von Rassismus ist. Als er seine Eltern bittet, Elif einen Praktikumsplatz in ihrem Bestattungsunternehmen zu geben, haben diese plötzlich Bedenken, weil die Schülerin ein Kopftuch trägt. Von da an sieht Lenni mehr und mehr, womit Serkan, Elif und Benjamin auf Grund ihrer Hautfarbe und der Herkunft ihrer Eltern bzw. Großeltern täglich konfrontiert sind.
Mit der Geschichte ist es der Autorin gelungen, über scheinbar harmlose Alltagssituationen nachzudenken. Nicht immer ist Rassismus in Form von Beleidigungen oder Gewalt sichtbar. Auch nett gemeinte Worte können voller Vorurteile stecken und beim Gegenüber anders ankommen, als sie vielleicht gemeint sind. Was mir ein bisschen gefehlt hat, war, dass auch Benjamins Worte, die manchmal sehr verallgemeinernd waren, keine Konsequenzen hatten. Es wurde zwar aufgezeigt, dass er über die Stränge geschlagen hat, es verläuft jedoch im Sand, als klar wird, dass beispielsweise das ausgewählte Theaterstück und die Rollenverteilung kritisch betrachtet werden müssen.
Das Buch regt dazu an, Situationen kritisch zu hinterfragen und die eigene Wortwahl zu sensibilisieren. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und würde es ab ca. 15 Jahren empfehlen, da für Jüngere einige Zusammenhänge und Anspielungen schwer zu verstehen sein könnten.

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