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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Sehr emotionale Geschichte

Someday I'll heal von Carolin A. Steinert

Zum Inhalt:
Ari und Sami sind einander sehr nahe und als Sam an Krebs erkrankt und schließlich stirbt, bricht für sie alles zusammen. Weil sie aber Samis letzten Wunsch erfüllen will, geht sie schließlich zu ihrem Dad nach England um dort neu zu starten. Doch das ist nicht so einfach, Depressionen und Einsamkeit machen ihr das Leben zur Hölle, bis sie unerwartet Hilfe bekommt.

Meine Meinung:
Ich bin schon ein wenig mit Vorbehalten an das Buch rangegangen, denn ich hatte die Befürchtung, dass es ein zu schnulziges Buch werden könnte. Aber weit gefehlt, denn es war für mich in keiner Weise schnulzig, aber sehr emotional. Ich konnte die Emotionen, die Ari durchlebt hat extrem gut nachvollziehen, auch wenn ich keinen Zwillingsbruder habe. Gerade dieses Auf und Ab machten die Emotionen umso glaubhafter. Ich bin davon überzeugt, dass es einem bei so einem traumatischen Erlebnis, oft sehr schlecht geht, andere mit einem nicht mehr klar kommen, gerade wenn sie nicht wissen, warum man so drauf ist, zu anderen Zeiten aber auch mal total positiv ist. Und auch die Hilfe, die Ari irgendwann bekommt, ist nicht kitschig oder überzogen, sondern sehr glaubhaft erzählt. Zum Ende war ich extrem gerührt und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.
Fazit:
Sehr emotionale Geschichte

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Rezensionen von Lerchie:

Superspannende Serie

Im dunklen Tal 2 von Tad Williams

Die Menschen, die ihre Königreiche in Osten Ard errichtet haben, liegen im Streit. Doch auch eine tödliche Armee der Nornen, von Utu´ku, ihrer alterslosen, rachsüchtigen Königin angeführt, hat die Festung Naglimund erobert, die Bewohner abgeschlachtet und ein uraltes Grab geöffnet. Mit Hilfe der Rüstung des Toten, will sie den Geist Hakatris beschwören des Bruders Inelukis, des Sturmkönigs.

Utuk´kus Triumpf kann nicht mal von den Sithi aufgehalten werden. Ihre Armee marschiert zum Hochhorst und dringt gleichzeitig in das, von einem Ungeheuer bewachte Tal Tanakirú ein. Dort wartet das Geheimnis, das Simons Volk und die Sithi retten könnte, oder aber ihr Untergang ist…

Meine Meinung
Das Buch ließ sich wieder leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text behinderten meinen Lesefluss. Natürlich gibt es in einem solchen Fantasyroman Worte, die man nicht kennt, aber das störte mich nicht, denn das ist in den meisten so. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen, auch wenn es schon etwas länger her ist, dass ich das Vorgängerbuch gelesen habe. Ich hatte mir eine Auszeit genommen, weil ich sicher bin, dass es noch einen Folgeband geben wird und wollte den Abstand dazu nicht zu groß werden lassen. Ich bin sehr gespannt, wie lange das noch dauert, bis dieser erscheint. Doch nun wieder zu diesem Buch, denn auch in die Protagonisten konnte ich mich gut hineinversetzen. In Miriamel, die Königin, die als tot gilt, weil niemand weiß, dass nicht sei in der brennenden Kutsche gesessen hat! Da verrate ich nichts, denn dies ist schon erzählt worden. Mit ihr ist Jesa, das Kindermädchen der kleinen Serasina entkommen, wie der Leser ebenfalls weiß. In Simon der um seine Frau trauert. Morgan, der Enkel und Thronerbe gilt als vermisst, aber er lebt und wird von Nezeru, einer ehemaligen Opfermutigen der Nornen begleitet. Auch dies ist bereits bekannt. Nezeru kann nicht mehr zurück, wie wir wissen, weil sie als Verräterin gilt, siehe Buch Im dunklen Tal eins. Werden die Nornen den Hochhorst erreichen ja vielleicht sogar stürmen? Utu’ku ist hinterlistig und bösartig. Das Buch ist wieder spannend vom Anfang bis zum Ende. Es hat mir sehr gut gefallen, mich gefesselt und ich habe mit den Protagonisten gelitten, mich aber auch gefreut, wenn etwas gut ausging. Nun bin ich sehr gespannt auf Band vier dieser Reihe und hoffe, und hoffe, dass er bald erscheint. Für dieses Buch vergebe ich fünf verdiente Sterne und empfehle es gerne weiter.

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Rezensionen von Pearl:

Geheimnisvolles Madeira

Der Ruf des schwimmenden Gartens von Tara Haigh

Der schöne Titel der schwimmende Garten soll Madeira widerspiegeln. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg lässt sich Sofie eine junge Ärztin nach Madeira anwerben, da sie dort eine Klinik und ein Sanatorien für Lungenkranke mit aufbauen soll. Eine große Chance für sie, da Frauen und besonders Ärztinnen in dieser Zeit noch nicht gerne gesehen waren.

Doch es kommt alles anders als erwartet, von der Klinik stehen nur die Grundmauern. Sofie ist so enttäuscht und muss sich jetzt anders orientieren. Durch Glück findet sie eine Stelle im örtlichen Krankenhaus. So nach und nach lebt sie sich auf der Insel ein und kommt dabei korrupten Machenschaften der Klinikinvestoren auf die Schliche. Das mit den Sanatorium war nur ein Vorwand der Regierung gegenüber um dort Luxusapartments zu bauen um reiche Deutsche anzulocken.
Fazit:
Eine kriminelle Geschichte in die Sofie hinein gerät, wo sogar Waffenlieferungen, als medizinische Geräte getarnt geliefert werden. Die Hintermänner machen sogar vor einer Entführung ihrerseits keinen Halt, als sie hinter den Betrug kommt. Hier herrschen Intrigen, Machtkämpfe, Bestechungen, Mord und mehr, aber zum Glück auch die Liebe. Eine rundum fesselnde Handlung, die spannende Stunden beschert.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Wichtiges Buch zum Thema Cybermobbing, mit Schwächen

Was wir nicht kommen sahen von Katharina Seck

Mit "Was wir nicht kommen sahen" ist Katharina Seck ein wichtiges Buch zu einem sehr relevanten und aktuellen Thema gelungen: Cybermobbing, das solche Ausmaße annehmen kann, dass es Menschen in den Suizid treiben kann. Das Buch ist von wahren Beispielen dafür inspiriert, wie die Autorin im Nachwort auch selbst anführt.

Das Buch ist aus drei Perspektiven geschrieben:

1) Ada, eine 18-jährige Schülerin, die sich auf Twitch einen Namen im Internet gemacht hat. Anfangs, indem sie während ihrer Videospiele live streamt, später - in Reaktion auf das Mobbing - auch als Aktivistin. Leider wird sie zur Zielscheibe einer Gruppe von Hatern, überwiegend aus der Incel-Community, die sich einen Spaß daraus machen, sie immer mehr zu bedrohen und zu bedrängen, nicht nur im Internet, sondern auch tatsächlich mit anonymen Nachrichten in ihrem Postkasten. So lange bis Ada keinen Ausweg mehr sieht und sich das Leben nimmt. Mit ihrem Suizid beginnt das Buch, die weiteren Ada-Kapitel sind dann aber wieder aus der Zeit vor dem Suizid geschrieben und zeigen, wie es so weit kommen konnte.

2) Jenny und Dominik, die Eltern von Ada, die durch den Suizid ihr einziges Kind verloren haben, gar keine Ahnung von Adas Online-Aktivitäten und dem Mobbing hatten und sich im Nachhinein versuchen, ein Bild davon zu machen und zu verstehen, was hier geschehen ist und wie es dazu kommen konnte. Sehr sympathische, bemühte Eltern, die ihre einzige Tochter über alles geliebt haben.

3) Die Anonymität: hier wird aus wechselnden Perspektiven, manche männlich, manche weiblich, von denen erzählt, die auf die eine oder andere Weise zum Cybermobbing beigetragen haben. Entweder, indem sie dieses direkt ausgeübt, andere angefeuert oder eine Nachricht oder ein Video weitergeleitet haben.

Insgesamt ist es damit ein sehr spannendes und aufrüttelndes Buch zum Thema Cybermobbing. Man spürt in jeder Zeile, wie es der Autorin ein echtes Anliegen ist, zu diesem Thema zu sensibilisieren und zum Kampf gegen Cybermobbing zu mobilisieren und dafür eignet es sich auch hervorragend und kann auch als Schullektüre empfohlen werden.

Warum dann keine fünf Sterne, sondern doch nur vier?

Ich habe mich mit dem Thema Suizid sehr tiefgründig beschäftigt, habe selbst Erfahrung als Hinterbliebene nach Suizid und ich habe schon so einige andere Bücher darüber gelesen, denen es gelingt, die damit verbundenen Dynamiken extrem authentisch einzufangen (z.B. "Wohin das Licht entflieht" von Sara Barnard oder "Von dem, der bleibt" von Matteo B. Bianchi). In Bezug auf dieses Thema kommt dieses Buch hier an die anderen Bücher nicht ran. Ich muss aber zugeben, hier sehr hohe Ansprüche an das Buch zu stellen.

Auch wenn die Autorin immer wieder versucht, mit sprachgewaltigen Metaphern das damit verbundene Leid zu schildern... etwas fehlt in dieser Perspektive und fühlt sich für mich als Betroffene nicht authentisch an, und zwar sowohl in der Zuspitzung der Entwicklung hin zu Adas Suizid, die ich in der Figur der Ada nicht wirklich nachfühlen kann, als auch in der Bewältigung des Suizids durch die Eltern, die dann doch überraschend schnell wieder Hoffnung zu schöpfen scheinen und schon nach sechs Wochen wieder deutlich positiver auf die Welt blicken , was sich in keinster Weise mit meiner Erfahrung in der Arbeit mit Menschen, die ein Kind durch Suizid verloren haben, deckt.

Es ist für mich somit kein authentisches Buch, um etwas über Suizidalität oder die Bewältigung des Suizids durch die Hinterbliebenen zu lernen, dafür ist es für mich nicht nah und authentisch genug an diesem Thema dran. Die Dynamiken des Cybermobbings finde ich hingegen sehr authentisch dargestellt und zu diesem Thema sensibilisiert und mobilisiert das Buch ausgezeichnet.

Ein bisschen schade habe ich auch gefunden, dass man im Buch sehr klar merkt, dass die Autorin sich selbst ganz eindeutig dem linken politischen Spektrum zuordnet und die Menschen mit konservativen bzw. Mitte-rechts-Einstellungen stark dämonisiert. Auch wenn es zweifellos solche Gestalten, wie sie im Buch vorkommen, genau so in der Realität und im Internet gibt, hätte dies nicht noch damit verstärkt werden müssen, dass auch die Nachbarn - die mit dem Cybermobbing an sich nichts zu tun haben - als Coronamaßnahmengegner und als solche als dumpf und blöd charakterisiert werden.

Ich unterstelle der Autorin ein ziemlich einseitiges Weltbild und keine tiefgehende Beschäftigung mit Menschen ganz anderer politischer Einstellungen, die aber fernab von Radikalisierung sind. Es wirkt so, als ob sie, wie es derzeit leider in einigen Bereichen der Gesellschaft Mode zu sein scheint, alles rechts der Mitte einfach als radikal und dumm abstempeln würde, und die Weltsicht der eigenen sozialen Blase als einzig legitime und gute ansehen würde. Damit nimmt sich das Buch ein bisschen von dem Potential, breitflächig Menschen abzuholen. Insgesamt bleibt es aber dennoch aus den oben genannten Gründen ein gutes und wichtiges Buch.

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Rezensionen von scorpio:

Elzes Geschichte

Am Fluss der Zeiten von Ulrike Renk

Die neue historische Buchreihe der Autorin führt uns ins Jahr 1551 in das Münsterland.

Die junge Elze lebt mit ihrer Familie auf dem Kamule Hof. Ihr tägliches Leben ist von harter Arbeit bestimmt, einem liebevollem Familienleben und Ereignissen, die die Zeit mit sich bringt.

Bis der Tag kommt, an dem sie ihren Pflichtdienst als Küchenmagd in der Stadt Münster antreten muss.

..

Ich habe schon viele Bücher von Ulrike Renk gelesen und mich hat jedes Mal begeistert, dass sie einen direkt in die Zeit ihrer Geschichten mitnimmt.

Elze und ihre Familie kennenzulernen war ein Leseerlebnis der besonderen Art. Authentisch und detailliert wird ihr Alltag geschildert und man erfährt sehr viel vom geschichtlichen Hintergrund dieser Jahre.
Die Autorin nimmt sich dafür viel Zeit, ohne dass es in irgendeiner Art langatmig wirkt. Ich hatte immer das Gefühl
anwesend zu sein und alles mit eigenen Augen zu sehen.

Spannend, aufregend, fesselnd und sehr unterhaltsam! Die Charaktere sind sehr vielfältig, interessant und repräsentieren ihre Zeit perfekt.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!

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Rezensionen von peedee:

Wie ein Film…

A very grumpy Christmas von Claire Kingsley

Elias Stoneheart ist ein Workaholic. Er hasst Weihnachten und alles, was dazu gehört. Und Tilikum, die Stadt, in der er aufgewachsen ist. Beruflich steht eine Beförderung an, sofern er noch einen letzten grossen Deal abschliesst: Er muss zurück nach Tilikum, um dort Familie Cook zu überzeugen, ihre Weihnachtsbaumfarm, die kurz vor dem Bankrott steht, an ihn zu verkaufen.

Keine grosse Sache, oder? Wenn da nur nicht die gemeinsame Vergangenheit mit Isabelle, der Tochter der Cooks, wäre…

Erster Eindruck: Ein für einen Weihnachtsroman ziemlich nüchternes Cover, aber dadurch auch speziell. Ich mag es nicht so, wenn der Titel eines deutschen Buches auf Englisch ist, insbesondere, wenn es nicht einmal der Original-Buchtitel ist.

Die Geschichte wird abwechselnd von Isabelle und Elias erzählt. Dazu gibt es Rückblicke in die Vergangenheit.

Elias Stoneheart – dieser Name ist ja prädestiniert für einen Grinch, oder? Elias ist sehr erfolgreich. Nebst der Arbeit hat er niemanden. Er braucht nichts und niemanden. Erst recht nicht Tilikum! Warum nur will sein Chef unbedingt das Grundstück der Familie Cook haben, um dort ein Rechenzentrum aufzustellen? Nun gut – Auftrag ist Auftrag. Als er in Tilikum eintrifft, wird er von unterschiedlichen Gefühlen überwältigt. Und das gefällt ihm gar nicht.
Die Cooks und ihr Weihnachtsdorf sind sehr beliebt. Nur leider läuft es finanziell nicht mehr so gut. Isabelle, ihre Eltern und Mitarbeiter sind unermüdlich am Arbeiten, aber es reicht einfach nicht. Aber verkaufen? Nein, das lässt Isabelle nicht zu. Das Wiedersehen mit Elias bringt sie aus der Fassung.

Elias versteckt seine Gefühle hinter seiner grummeligen Fassade. Er meint, was vergangen ist, ist vergangen. Isabelle arbeitet so viel auf der Farm, dass auch sie sich nicht mit ihrer Vergangenheit beschäftigt. Die Cooks sowie Elias‘ Tante und Onkel haben mir sehr gefallen. Alice, Elias‘ Assistentin, hat mich beeindruckt: Sie wagt es, ihrem Chef auch unangenehme Fragen zu stellen und lässt sich von seiner harten Schale nicht beeindrucken. Ihre fünfjährige Tochter Maddy ist zuckersüss.
Kaum hatte ich die ersten paar Zeilen gelesen, lief die Geschichte wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich sass gemütlich auf dem Sofa und genoss diese Weihnachtsgeschichte. Der Ausgang ist ja von Anfang an klar, aber der Weg dorthin ist jeweils unterschiedlich. Von mir gibt es 5 Sterne.

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Rezensionen von brauneye29:

Guter Auftakt

Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1) Wir finden Mörder-Serie von Richard Osman

Zum Inhalt:
Eigentlich ist Amy es gewohnt ihr Leben für ihre Klienten zu riskieren, schließlich ist sie Bodygard. Aber diesmal ist es anders und sie fürchtet, dass es mit den Morden an Influencern zu tun hat, die durch ihre Agentur betreut wurden und so aktiviert sie auch ihren Schwiegervater, der pensionierter Kriminalkommissar ist, um mit ihm die Mörder zu finden.

Meine Meinung:
Während es im Donnerstagsmordclub eher ein wenig gediegen und ruhiger daher geht, steckt im Auftakt zu dieser neuen Reihe ein wenig mehr Spannung und auch Action, aber auch wieder viel Humor, was die andere Serie ja auch ausgezeichnet hat. Die Protagonisten waren sehr gut gezeichnet und es machte Spaß die Story zu verfolgen. Es wurde viel hin und her gereist und an machen Stellen habe ich herzhaft gelacht zum Beispiel bei den irrwitzigen Kontrollen am Flughafen. Insgesamt betrachtet ist das Buch, in meinem Fall Hörbuch zwar mit dem gleichen britischen Humor wie im Donnerstagsmordclub, aber eben viel energetischer und mehr actiongeladen. Das Hörbuch war auch gut gelesen.
Fazit:
Guter Auftakt

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Rezensionen von Micki:

Nicht schlecht, aber Potential verschenkt...

Nach uns der Himmel von Simone Buchholz

„Nach uns der Himmel“ von Simone Buchholz hat mich am Anfang wirklich gepackt und ich habe die ersten Seiten in einem Zug gelesen. Das erste Drittel des Romans hat das gehalten, was der Klappentext versprach – starke Charaktere und eine mitreißende Story, die mich wirklich gefesselt hat.

Allerdings wurde die Handlung danach zunehmend abstruser, was mir nicht sonderlich gut gefallen hat.

Viele war einfach total weit hergeholt und total absurd. Ich bin eher ein Fan von realistischen Erzählungen, und die Wendung hin zu fiktiveren Elementen war nicht ganz mein Fall. Schade fand ich auch, dass die anfangs so feinfühlig beschriebenen Charaktere später nicht weiter ausgebaut wurden. Da habe ich das Gefühl, dass Buchholz hier einiges an Potential verschenkt hat. Trotz allem könnte es für Leser, die solche unerwarteten Fantasiewendungen lieben, genau das Richtige sein.

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Rezensionen von ReiShimura:

Es geht chaotisch weiter

Nach uns der Himmel von Simone Buchholz

"Die Götter allein zu Haus" schließt relativ nahtlos an seinen Vorgänger "Die Götter sind los" an. Die Bücher bauen aufeinander auf und ohne die Kenntnisse aus dem ersten Teil macht der zweite Teil keinen Spaß. Abgesehen davon, dass das Lesen des ersten Teils schon ein kleines Vergnügen für sich ist.

Daher würde ich dringend empfehlen die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen.
Maz Evans erzählt wieder mit viel Witz und Komik die Geschichte rund um Elliott, Virgo, Hermes, Zeus und den anderen Göttern. Allerdings hat das Ganze ein wenig an Witzigkeit eingebüßt im Vergleich zum ersten Teil. Vielleicht liegt es daran, dass man bereits ein wenig abgestumpft ist als Leser oder dass man viele Witze schon kennt. War der erste Teil noch ein Silvesterfeuerwerk an Lustigkeit, ist es jetzt nur mehr ein Tischfeuerwerk. Immer noch schön, immer noch gut, aber halt nicht mehr so bombastisch wie erwartet.
Möglicherweise ist dies aber auch nur meine etwas voreingenommene Meinung, denn dieser Teil enthält einiges an Pupswitzen. Die sind bei der eigentlichen Zielgruppe, 10jährige Frühpubertierende, sicher der absolute Renner, mit Lachtränengarantie. Ich konnte dieser Art von Humor noch nie viel abgewinnen, weder als 10jährige noch heute als Erwachsene.
In diesem Teil dürfen wir uns auf ein Wiedersehen mit unseren geliebten Charakteren freuen. Aber auch ein paar ungeliebte Protagonisten bleiben uns in diesem Teil nicht erspart. Dazu gesellen sich noch ein paar neue Gesichter und zu meiner großen Freude, hatte auch die Queen wieder einen kleinen Gastauftritt.
Die Götter allein zu Haus ist eine solide Fortsetzung der Reihe. Wie so oft hinkt Band zwei ein wenig hinter dem Ersten nach. Trotzdem finde ich auch hier wieder den Erzählstil sehr gut, der Spannungsbogen ist gut gespannt und die eine oder andere Überraschung hat Autorin Maz Evans für uns parat.

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Rezensionen von Beavielleser:

Ein starkes Buch über eine starke Frau

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

Vom Cover schaut mich eine mutige, wütende und trotzige Frau an, der man ansieht,  dass sie kein leichtes Leben hatte. Und ich sehe ein große Traurigkeit in ihren Augen.  Alles zusammen, eine beeindruckende Frau.

Honora musste während der schrecklichen Hungersnot unglaubliches Leid erfahren.

Doch im Gegensatz zu vielen anderen hat sie überlebt.  Sie verlässt Irland schweren Herzens und wandert nach Amerika aus, in der Hoffnung dort ein besseres, freieres  Leben zu finden. Aber auch dort erwartet sie ein hartes Leben, das ihr viel abverlangt.

Ein starkes Buch mit einer bildhaften und feinfühlig Sprache.  Man merkt,  dass sich die Autorin mit dieser Hungersnot und  dem Marsch der verzweifelten Menschen intensiv auseinander gesetzt hat.

Ein Buch, das zeigt wie viel ein Mensch aushalten kann, wenn der Wille und der Kampfgeist dazu vorhanden sind.

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