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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

Hatte es mir ganz anders vorgestellt

Das Igel-Tagebuch von Sarah Sands

Auf dieses Buch hatte ich mich total gefreut. Die Kurzbeschreibung klingt mega und ich wusste sofort, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Ein kleiner Igel als Hoffnungsträger, das ist doch wunderbar! In Zeiten wie diesen suchen wir alle Trost und etwas, das wir lieben können.

Also war ich total glücklich, als ich mit dem Buch aufs Sofa sank.

Leider hat dieses Glück nicht lange angehalten und die Freude ist sehr schnell einer Ungläubigkeit gewichen. Ich kann verstehen, dass aktuelle politische Geschehnisse neben den letzten Wochen des Vaters in so einem persönlichen Buch eine Rolle spielen, allerdings ist das Buch unfassbar nüchtern und trocken geschrieben, für mich waren die Emotionen der Frau kaum zu spüren. Der Igel kommt immer wieder vor, ist aber irgendwie Beiwerk. Ein paar Infos über diese inzwischen vom Aussterben bedrohten Tiere gibt es, aber auch da fehlten mir Gefühl und Warmherzigkeit. Leider habe ich dann sogar das Gegenteil gelesen: "Ich versuchte, ein angemessenes Gesicht aufzusetzen, und sagte sowohl mit kummervoller Freundlichkeit als auch mit Genuss: "Peggy ist gestorben." ..." Ab diesem Zeitpunkt war ich dann wirklich auch nicht mehr bereit, das Buch oder die Autorin zu mögen.

Einzig die Infos über die Tiere, die vielleicht noch nicht jeder kennt, haben mich ein bisschen versöhnt. Schade, aber meine Erwartungen wurden leider nicht getroffen.

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Rezensionen von Natalie:

Schöne, winterliche Sportsromance

Fake the Crush (Play it Fake 1) von Elizabeth S. Sawyer

Profi-Snowboarderin Hannah hat in ihrer jungen Karriere schon viel erreicht. Ein weiterer großer Schritt wäre die Aufnahme ins Team eines absolut angesehenen Sponsors. Selten nehmen diese neue Athleten auf und ausgerechnet jetzt suchen sie aber ein Pärchen. Um ihre Chance zu wahren, stimmt sie dem Plan einer Fake-Beziehung zu… wenn es nicht ausgerechnet Espen Torgersen sein müsste… laut Hannah der arroganteste Boarder in der Szene überhaupt…


Eine gelungene Sportsromance der österreichischen Autorin, in der mit dem Snowboarden eine Wintersportart im Mittelpunkt steht und auch Tirol als Heimat von Hannah viel Platz gefunden hat.

Die Geschichte von Hannah und Espen wird so erzählt, dass man als Leser sofort mittendrin ist, mitfiebert und -fühlt, aber auch das ein oder andere Mal den Kopf schütteln muss. Dabei finde ich die beiden Hauptcharaktere sehr gut ausgearbeitet und auch die Nebencharaktere kommen gut zur Geltung. Abgerundet wird das Buch gekonnt mit den authentischen Beschreibungen der Snowboardszene und dem damit verbundenen Profi-Sport, aber auch der spürbaren Liebe zu diesem Sport und der Winterlandschaft. Da ich selbst absoluter Wintersport-Liebhaber bin (wenn natürlich auch nur Hobbymäßig), hat mich schon deshalb Elisabeths Buch richtig angesprochen und konnte mich mit dieser Geschichte definitiv überzeugen. Aber auch allen, die selbst nicht dem Wintersport verfallen sind, kann ich das Buch empfehlen - mit dieser cosy Sportsromance verbringt man schöne Lesestunden.

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Rezensionen von Cornelia:

Krimi meets Yoga

Still ist die Nacht von Sandra Åslund

Maya will auf der Insel Svartlöga Urlaub machen, ihre Freundin Emely leitet ein Yoga Retreat. Nach einem ausgelassenen Mittsommernachtsfest wird eine Leiche entdeckt und später noch eine zweite. Maya ermittelt verdeckt und durchlebt nicht nur beruflich einige Turbulenzen.

Der Schreibstil ist flüssig.

Immer wieder kommen Streitigkeiten ans Tageslicht, die Stimmung ist aufgeheizt. Auf einer kleinen Insel gibt es viele Verbindungen und auch viel Neid, lang gibt es zahlreiche Verdächtige, die Spannung wird bis zum Ende aufrecht gehalten.

Der Krimi bietet eine besondere Kombination. Yoga, Achtsamkeit und Intuition sind verwoben mit der Geschichte. Maya ist eine mutige Frau, die mir sympathisch ist und die sich emotional weiterentwickelt. Die enge Freundschaft zwischen Maya und ihren drei besten Freundinnen zieht sich wie ein roter Faden durch die Mordermittlungen. Probleme seit ihrer Jugend werden aufgearbeitet, teilweise aus beiden Perspektiven, dadurch wird die Gefühlswelt beider Seiten behandelt.

Die besondere Kombination aus Krimi und einfühlsamen Themen überzeugte mich, daher empfehle ich Still ist die Nacht gern weiter und bin natürlich schon gespannt auf den dritten Teil mit Maya.

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Rezensionen von robertp:

Urlaub eines Pedanten

Gefährliche Betrachtungen von Tilo Eckardt

Das Titelbild zeigt einen Mann im Anzug, allein an einem Strand umgeben von zwei kahlen Bäumen, die wie ein Periskop den Blick auf die einsame Gestalt fokussiert. Ein Wanderer, ein Verirrter oder ein Suchender? Tatsächlich ist es Thomas Mann, der im kleinen Künstlerdorf Nidden (Ostpreußen) seinen Sommerurlaub verbringt.

Das Haus dort hat er sich von seinem Nobelpreis 1929 erbauen lassen.
Der Erzähler, der junge litauischen Übersetzer Žydrūnas Miuleris, von Mann Müller genannt, möchte das Werk des Schriftstellers in seine Heimatsprache übersetzen. Bei seiner ersten Begegnung kann der Eidetiker einen Blick auf einige Seiten der aktuellen Notizen des Künstlers werfen und fertigt leichtsinnig eine Kopie davon an. So beginnt das Schlamassel, denn er verliert diese Niederschrift. Die Suche danach führt uns durch den kleinen Ort, wir lernen die Familie Mann, die Bewohner und das Künstlervolk kennen. Die beiden verrennen sich in Theorien über den Verbleib der Blätter und erhalten das Gesuchte letztlich durch den Verlust eines Menschenlebens.
Die noch unberührte Küste der Nehrung wird eindrucksvoll in langen Spaziergängen beschrieben. Überhaupt bewegt sich die Suche wie Dünen in langgezogenen Bahnen an immer denselben Stellen. Statisch ohne viel Aufheben kehren die Suchenden an dieselben Orte (Gasthaus, Sommerhaus, Pension, Küste) zurück, mit neuen Ansätzen um die verlorenen Blätter zu finden. Thomas Mann wird als arrogant und Pedant beschrieben. Sein Aufenthalt ist minuziös geplant, die Aktionen von Müller unterbrechen aber immer wieder diese Abläufe. Sherlock und Watson oder Mann und Müller nennt sich das Gespann bei ihren Versuchen die Notizen wiederzubekommen. Falsche Fährten überwiegen und es braucht lange den aktuellen Besitzer zu enttarnen.
Der Beginn des Nationalsozialismus, die Auflösung der Weimarer Republik und die Position von Mann in der Politik (sieht die Gefahr einer „ faschistischen Pöbelherrschaft“) bilden den Hintergrund der Geschichte. Die Position des Künstlers gegenüber der Politik wird immer wieder thematisiert. Wie politisch darf und muss ein Schriftsteller sein, wie „outet“ er sich? Miuleris erzählt die Geschichte aus seinem Gedächtnis, sechzig Jahre später, und kann so einige Informationen einfließen lassen, die 1930 noch nicht bekannt waren.
Liest man den Untertitel „Der Fall Thomas Mann“ denke ich an Serien wie Miss Merkel von Safier, Queen Elisabeth (Bennett) oder US Präsident Clinton (Clinton/Patterson) – das ist dieses Buch aber nicht. Ich bekomme hier einen Einblick in das Leben des berühmten deutschen Schriftstellers unter Einbezug seiner historischen und familiären Umgebung. Der „Krimi“ ist dazu nur eine Klammer, um diese Konstellation einzufangen.
Für alle die sich für die Geschichte Deutschlands kurz für der Machtübernahme der Nationalsozialisten interessieren. Sie können sich dies in Form einer sich langsam entwickelnden, nur bedingt heiteren, Krimihandlung im Schriftstellermilieu einer Künstlerkolonie zu Gemüte führen.

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Rezensionen von Anndlich:

Die Wheelers

Wir finden Mörder von Richard Osman

Amy Wheeler ist Bodyguard und es gewohnt ihr Leben für andere zu riskieren. Aktuell kümmert sie sich um die Sicherheit einer erfolgreichen Thrillerautorin und befindet sich dafür in South Carolina. Neu für Amy ist jedoch, wenn sie selbst ins Visier gerät und sie hat keine Ahnung, wer auf sie schießen könnte.

Amys Schwiegervater Steve Wheeler, Ex-Kommissar, genießt sein Leben in der Pensionierung. Doch als seine Schwiegertochter ihm von den Vorfällen berichtet, begibt er sich sofort zu ihr, um die Morde aufzuklären.

Wir finden Mörder von Richard Osman ist der Beginn einer neuen Reihe des Donnerstagsmordclub Autoren, der mich etwas im Zwiespalt zurücklässt.

Ich hatte etwas Probleme den zahlreichen Handlungen zu folgen, vor allem weil wir sehr viele Figuren vorgestellt bekommen und diese Fülle an Informationen den Einstieg erschwerte. Der Fall selbst war zwar interessant, aber mir dann doch etwas zu überspitzt dargestellt und auch der Humor ist teilweise zu trocken.

Insgesamt war der Auftakt für mich okay, aber sowohl der Fall auch die Figurenkonstellationen geben mir nicht das Gefühl, dass ich unbedingt am Ball bleiben muss.

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Rezensionen von Nele33:

toller Plot

May Morrigans mysteriöse Morde von Katherine Black

"May Morrigans mysteriöse Morde" hebt sich erfrischend von anderen Krimis ab.

Die Protagonistin May Morrigan eine berentete Buchhändlerin, lebt, wie man es aus englischen Kriminalromanen kennt, ganz idyllisch vor den Toren Londons. Komplettiert wird ihr Leben von zwei Dackeln und ihrem Freund Fletcher den sie schon aus Studienzeiten kennt.

Eine herrliche WG.
Die Figuren werden sehr schön eingeführt und charakterlich gut beschrieben. May, die ihre Bücher über alles lieb und sich zu Hause eine wirklich imposante Bibliothek geschaffen hat, wirkt auf den ersten Blick sehr gediegen. Wäre da nicht ihre Neigung Menschen, die sie nerven zu ermorden.

Als in dem Dorf ein Mädchen verschwindet, ist ihr Ehrgeiz, den Täter zu finden, geweckt. Ein junger Journalist recherchiert auch in dem Fall und stößt auf Ähnlichkeiten zu zwei anderen Fällen. Der Zufall führt sie zusammen und sie beschließen, den Täter gemeinsam zu ermitteln. Bei der Recherche stoßen sie bald auf ein Computerspiel, Zusammenhänge mit der Antike und es gibt noch mehrere Tote.
Doch wer hat diese Menschen auf dem Gewissen? Es gibt also genügend Verwirrung für May, Fletcher und Fox auf dem Weg zum Täter.

Mir hat der Kriminalroman sehr gut gefallen, auch wenn man über Mays Taten geteilter Meinung sein kann, blieb sie mir doch durchweg sympathisch. Der Schreibstil war sehr kurzweilig zu lesen und die einzelnen Kapitel waren schön kurz. Das Ende stellte für mich keine Überraschung dar, doch der Weg dorthin war sehr gut überlegt.

Ein kurzweiliger Kriminalroman in schöner Kulisse.

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Rezensionen von buchina:

Interessante Welt, leider zu oberflächlich

Heart & Shadow von Marie Graßhoff

Die Farben und die Gestaltung des Covers haben mich sehr angesprochen, obwohl ich den Titel des Buches etwas nichtsagend und in der Vielzahl der Bücher dieses Genres geht er unter. Die kurze Inhaltsangabe hat mich wiederum sehr angesprochen. Das der Roman in zwei Handlungssträngen aufgebaut ist. Sorgt für eine hohe Dynamik in der Handlung und erhöht die Spannung.

Die Autorin hat eine interessante neue Welt geschaffen mit viel Magie, interessanten mystischen Gestalten und sehr unterschiedlichen Schauplätzen. Leider hat die Autorin es nicht geschafft mir diese abwechslungsreiche Welt wirklich näher zu bringen. Ich konnte mir bis zum Ende des Romans weder die Gesellschaftsordnung, noch die einzelnen Städte richtig vorstellen.
Leider finde ich auch die Charakterzeichnung nicht gelungen. Die zwei Handlungsstränge haben jeweils eine Protagonistin. Einmal Rah, die als Waise in einer Art Kloster aufwuchs und zur mächtigen Wächterin ausgebildet wurde. Sie hat die Fähigkeit chaotische Energie (so eine Art böse Energie) umzuwandeln und zu beruhigen. Rah trägt aber ein Geheimnis in sich, dass sie noch mit niemanden geteilt hat, sie sieht und spricht mit 5 Wölfen. Für was diese stehen oder warum Rah sie sieht, erfährt man im Roman nicht. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen und gutaussehenden Irin macht sie sich auf die Suche nach der Ursache der gesteigerten chaotischen Energie.
Daneben gibt es Shina, sie ist Studentin der staatlichen Universität. Sie hat eine beste Freundin Mae, die sich immer merkwürdiger verhält. Als sie das Geheimnis von Mae erfährt, macht sie sich zusammen mit ihr auf die Flucht vor der Staatsmacht.
Während ich Rah sehr interessant fand und ihrem Handlungsstrang gerne verfolgt habe, fand ich Shina total anstrengend. Ihr Charakter besteht nur darin sich um Mae Sorgen zu machen und sie anzuschmachten. Wer Shina eigentlich ist und was sie ausmacht, habe ich nicht erfahren. Und auch Mae bleibt farblos. Angeblich sind sie die besten Freundinnen, die aber kaum voneinander wissen und nicht miteinander reden. Für mich war die Beziehung sehr unglaubwürdig.
Rahs Liebesgeschichte zu Irin war schon früh klar, es fehlte aber eindeutig das Prickeln. Insgesamt konnte ich mich wenig mit den Charakteren identifizieren, sie blieben für mich wenig greifbar, ähnlich wie die Welt in der sie leben.
Der Roman hat für mich interessante und viele gute Ansätze. Die magische Welt und die verschiedenen Wesen sind spannend und auch die Geschichte der zwei Protagonistinnen sind spannend erzählt. Aber vielleicht hätte die Autorin doch ab und zu innehalten sollen, um sich für ihre Welt und Charaktere mehr Zeit zu lassen. Am Ende wurden eigentlich keine Fragen beantwortet, das passiert wahrscheinlich im zweiten Teil. Wobei ich noch nicht weiß, ob ich ihn lesen werde.

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Rezensionen von ReiShimura:

In der Weihnachtsbäckerei

Weihnachten mit Christina von Christina Bauer

Christina Bauer, die sympathische Bäuerin und Bloggerin erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Ist liegt einerseits an ihrer äußerst sympathischen und natürlichen Art und ihren leicht nachmachbaren Rezepten.
Es war also nur eine Frage der Zeit bis auch sie ein Weihnachtsbackbuch herausbringt.

Die berechtigte Frage von manchen Kritikern ist natürlich: Braucht es wirklich noch ein weiteres Backbuch zum Thema Weihnachten? Wahrscheinlich nicht, aber sind wir uns ehrlich, Bücher kann man doch nie genug haben.
Christinas Buch bittet eine schöne Mischung aus Klassikern der Weihnachtszeit, die auf keinem Keksteller fehlen dürfen, wie z.B. Vanillekipferl, Kokosbusserl, Rumkugeln oder Lebkuchen. Aber auch die eine oder andere Neuinterpretation ist zu finden. Wobei man sich nicht erwarten darf, dass Christina das Rad neu erfindet. Die Neuinterpretationen sind kleine Variationen von klassischen Rezepten, bei denen zum Beispiel Gewürze oder Füllungen ergänzt oder ersetzt werden.
Das Buch ist schön und liebevoll gestaltet. Christina Bauer gibt der Leserschaft einen kleinen Einblick wie sie und ihre Familie die (Vor-)Weihnachtszeit zelebrieren. Dies geschieht einerseits mit kleinen Geschichten und Anekdoten und andererseits mit herrlich kitschig inszenierten Fotos.
Wer bereits seit Jahren bäckt und ein Repertoire an Rezepten besitzt wird vielleicht ein klein wenig enttäuscht sein von dem Buch. Denn so unglaublich viel Neues findet sich nicht darin. Mir hat das Buch und noch viel wichtiger die Rezepte sehr gut gefallen und das Nachbacken hat viel Freude bereitet.

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Rezensionen von Julia:

Was geschah wirklich auf der Farm?

Broken Crystal von Tobias Miller

Das Cover des Buches wirkt für mich leider etwas unscheinbar und hat nicht viel mit dem Inhalt rund um eine Gruppe von Umweltaktivisten zu tun. Die Geschichte selbst dagegen greift ein aktuelles gesellschaftliches Thema spannungsgeladen auf und entführt uns direkt in die Undercover-Arbeit des Protagonisten.

Die radikale Umweltschützer Gruppe ‘Eternal Earth Group’ soll einen Gruppensuizid begangen haben. Ein Ex-Military war eingeschleust in diese Gruppe und erzählt in einem Interview, wie genau es dazu kam. Dabei schafft Tobias Miller eine wirklich spannende Atmosphäre, sodass man das Buch kaum noch aus der Hand legen möchte, um zu erfahren, was wirklich passiert ist. Sein Schreibstil ist flüssig und prägnant.

Die Details der Geschichte passen wunderbar zum Setting und auch das Thema des radikalen Umweltaktivismus wurde sehr gut aufgefasst und in die Geschichte mit einbezogen. Dabei bleiben immer die Frage offen, was denn nur wirklich passiert ist, wem kann man eigentlich trauen und ist alles tatsächlich so, wie es scheint? Dieser Thriller erzeugt einen gewissen Nervenkitzel, ganz ohne blutrünstige Details. Das Ende reißt den Spannungsbogen dann nochmal richtig hoch.

Ich habe das Buch nahezu verschlungen, jedoch gab es auch die ein oder andere Stelle, die mir doch etwas zu überspitzt dargestellt wurde. Das hat dem Gesamtbild jedoch keinen Abbruch getan. Daher gibt es von mir für dieses Buch eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne einen moralisch und gesellschaftlich aktuellen Thriller lesen möchten.

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Rezensionen von April1985 :

Die schmutzigen Tage

Tage einer Hexe von Genoveva Dimova

Zugegeben, Hexe Kosara hat es mir mit ihrem sturen, gedankenlosen Charakter nicht immer ganz so leicht gemacht. Dennoch habe ich die Zeit mir ihr unglaublich genossen. Genoveva Dimova hat mich mit ihrem Schreibstil, dem trockenen Humor und den hitzigen Dialogen, und ihrer durch slawische Mythologie inspirierten Welt total begeistert.

Jedes Neujahr lüftet sich der Schleier zwischen den Welten und lässt für 12 Tage Monster in die Stadt Chernograd. In diesen "schmutzigen Tagen" ziehen Varkolaks, Karakonjuln, Samodiven und viele andere bösartige Wesen durch die Straßen. Das schlimmste aller Moster ist der Zmey und eben dieser hat es auf Feuerhexe Kosara abgesehen. Und ausgerechnet in der Neujahrsnacht verliert Kosara ihren Hexenschatten und damit auch ihre Hexenkraft beim Kartenspielen an einen fremden Reisenden. Um zu überleben und den Zmey zu entkommen, bleibt Kosara nichts anderes übrig, als sich in die benacharte Stadt Belograd zu flüchten. Und sie muss ihren Hexenschatten wieder finden, denn ohne diesen, wird Kosara selbst zu einem Schatten verblassen.

Mir hat die Geschichte richtig viel Spaß gemacht. Mit ihrer vorschnellen und unüberlegten Art stolpert Kosara von einer brenzligen Situation in die nächste. So macht sie auch relativ schnell die Belograder Polizei bzw. Ermittler Arsen auf sich aufmerksam, der sich auch nicht mehr so einfach abschütteln lässt.

Die Welt, in die Genoveva Dimova uns entführt ist faszinierend. Auf der einen Seite haben wir die graue von einer lebendigen Mauer umzingelte Stadt Chernograd, in der es Hexen und Magie gibt und wo in en 12 Tagen nach Neujahr Jagd auf Monster gemacht wird. Auf der anderen Seite der Mauer hingegen liegt das heitere und sonnige Belograd, welches im Gegensatz zu Chernograd regelrecht im Reichtum schwimmt. Den Chernogradern ist die Einreise nach Belograd untersagt bzw. durch die menschenfressende Mauer auch nur schwer möglich. Ich habe die ganzen Ideen richtig gefeiert.

Die Handlung selbst ist spannend und wendungsreich. Die meisten Enthüllungen habe ich tatsächlich nicht kommen sehen. Gemeinsam mit Kosara und Arsen gehts an die verschiedensten Orte zu Land und auch zu See. Es entwickelt sich auch eine kleine Romanze zwischen der Hexe und dem Ermittler, allerdings wirklich nur ganz dezent. Ich fands sehr passend.

Ich würde mich, vorallem nach dem Ende, sehr auf ein Widersehen mit Kosara und Arsen.

Fazit:
Eine düstere Geschichte über Monster und Hexen inspiriert durch slawische Mythen und Legenden. Ich habs geliebt.

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