Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Insel der Wölfe
Shifter Island - Die Akademie der Wölfe von Leia Stone; Raye Wagner
Vom Cover bis zum Klappentext fand ich einfach alles an diesem Buch ansprechend und Shapeshifter stellten für mich Fantasytechnisch Neuland und eine nette Abwechslung zu Vampiren und Hexen dar. Ich hatte an sich keine besonders großen Erwartungen an dieses Buch, sodass ich unterm Strich zufrieden mit dem Leseerlebnis bin.
Es ist schon eher seichte Fantasy, ein bisschen Dark Academy mit eindeutigem Romance-Einschlag. Kann man auf jeden Fall gut weglesen.
Zum Inhalt: als einzige Tochter ihres Vaters hat Nai sich ein Leben lang darauf vorbereitet irgendwann die Position des Alphas ihres Rudels einzunehmen. Als die Einladung zur Ausbildung an der Alpha Academy eintrudelt, ist sie trotzdem nicht darauf vorbereitet, was sie dort erwartet. Denn nicht nur nimmt ihr Clan dort eine Außenseiterposition ein, sie fühlt sich auch noch ausgerechnet zu den Erben des Königs und damit den erklärten Feinden ihres Rudels hingezogen.
Die Geschichte ist insgesamt relativ vorhersehbar, denn auch wenn erst nach und nach der volle Umfang der Geschehnisse und ihrer Bedeutung offenbart wird, so gibt es von Beginn an genug Andeutungen und Hinweise, um sich das ganze grob zusammenzureimen. Vom Fantasy-Level her würde ich sagen, dass dieses Buch gut Einsteiger-geeignet ist, da es sehr überschaubar ist.
Auch die Lovestory ist unterm Strich eher seicht angelegt, hat einen leichten Enemies-to-Lovers Touch, bietet aber an sich wenig Überraschendes. Was ich da schon irgendwie überzeugender fand, waren die freundschaftlichen Bande, die hier geschlossen wurden. Und auch wie die Midnight-Brüder als Einheit und Elite der Schule auftreten, fand ich ansprechend umgesetzt und bietet definitiv Potential für weitere Bücher.
Das coolste an der Handlung und damit der Grund, warum mich diese Geschichte mitgerissen hat, sind Nais Fähigkeiten. Diese entwickeln sich zwar sehr plötzlich und ungewöhnlich schnell, was ich immer etwas unglaubwürdig finde, sind aber trotzdem interessant angelegt. Nicht nur geben sie der Geschichte einen spannenden und unvorhersehbaren Twist, sondern sie sind auch super vielschichtig machen die gesamte Handlung rund um die Alphas, Allianzen und Intrigen nochmal deutlich packender.
Als Auftaktband fand ich dieses Buch ok, für meinen Geschmack dürften die zwei Folgebände jetzt aber ein bisschen an Tiefe und Tempo zulegen. Werde band 2 aber definitiv lesen.
Rezensionen von Sophie H.:
Modern und zeitgemäß
Echt jetzt, Rut?! von Susanne Ospelkaus
In „Echt jetzt, Rut?! – Alles riskiert!“ erzählt Susanne Ospelkaus die biblische Geschichte der Rut auf moderner und zeitgemäßer Art nach. Rut soll wie alle Mädchen in ihrem Alter, im Haushalt helfen und später einen Mann heiraten, den ihr Vater für sie aussuchen wird. Doch Rut hat viele Fragen und sieht eigentlich auch nicht ein, warum sie ein ganz anderes Leben als ihr Bruder führen soll.
Aber Rut muss sich fügen und heiraten. Zum Glück versteht sie sich sehr gut mit ihrem Mann, der ihr sogar die Buchstaben beibringt. Leider stirbt ihr Mann an einer Seuche. Zusammen mit ihr Schwiegermutter zieht Rut in das Land, aus dem ihre Schwiegermutter stammt und ist dort plötzlich eine Fremde.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es erzählt die Geschichte von Rut so lebendig und spannend nach, dass sich die Kinder von heute gut in das Leben der Rut hineinversetzen können. So ganz nebenbei erfahren sie, wie das Leben von Mädchen und Frauen damals ausgesehen hat. Dass nicht aus Liebe geheiratet wurde, sondern damit man als Frau versorgt ist. Sogar über die Leviratsehe erfährt man etwas und über den Namen Gottes. Und durch das Thema Flucht hat die Geschichte auch noch einen sehr aktuellen Bezug. Die Geschichte wird mit sehr schönen s/w- Zeichnungen untermalt. Sie ist in großer Schrift gedruckt, sodass auch die Kinder, denen das Lesen noch etwas schwerfällt, sie gut erlesen können. Von mir gibt es für das tolle Buch 5 Sterne!
Rezensionen von Pusteblümchen:
Sehr packend
Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht. von Katie Kento
Mich hat schon lange kein Buch mehr so mitgerissen wie dieses.
Das hatte gleich mehrere Gründe:
Die Handlung ist fesselnd und voller Wendungen, so dass die Spannung enorm hoch ist.
Zudem sind die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Die 17-jährige Robyn wird durch ihre ME/CFS-Erkrankung daran gehindert das Haus zu verlassen und ist eine interessante Persönlichkeit, die mir nicht immer sympathisch.
Die Handlung selbst ist nicht als einfacher Fließtext geschrieben, sondern wird durch e-Mails, Chatverläufe, Notizen und Skizzenzeichnungen ergänzt.
Diese Mischung macht das Buch zu etwas Besonderem.
Mangels Abwechslung und anderen Möglichkeiten beobachtet Robyn das Hotel Ambrosia von ihrem Fenster aus. Zudem hat sie ausgiebig die Geschichte des Hotels recherchiert. Diese ist durchaus spannend, es gibt zahlreiche Ungereimtheiten. Nachdem Robyn dann dort ein echtes Verbrechen beobachtet, wird es richtig unheimlich.
Die Atmosphäre ist düster und es liegt durchgehend Spannung in der Luft. Aber es gibt auch Momente, in denen ich einfach lachen musste. Insgesamt habe ich das Buch wirklich geliebt und wollte es gar nicht aus der Hand legen.
Rezensionen von Jule:
Luft nach oben
Gegenspieler von Arno Strobel; Ingo Bott
In „Gegenspieler“ von Arno Strobel und Ingo Bott treffen mit Max Bischoff und Anton Pirlo zwei Protagonisten aufeinander, die auf den ersten Blick gar nicht zusammenpassen. Doch schnell rutschen beide in einen Fall, den sie nur zusammen lösen können. Und so beginnt eine Zusammenarbeit, die manchmal auf etwas unkonventionelle Mittel zurückgreift.
Ich bin mit hohen Erwartungen und großer Vorfreude in die Geschichte gegangen, da ich Max Bischoff schon kannte und auf Pirlo sehr neugierig war. Ich habe auf eine wirklich spannende und abwechslungsreiche Handlung gehofft und diese – leider – über weite Strecken nicht bekommen.
Oft wurde sich, auf zu viele unwichtige Dinge fokussiert, die keinen wirklichen Mehrwert für die Geschichte hatten. Kam mal kurz Spannung auf, so verschwand sie recht schnell, da an einer anderen Stelle weiter gemacht wurde. So bleiben auch nach dem Ende, das mich nicht wirklich überzeugt hat, noch Fragen offen. Man kann nur Vermutungen anstellen und wird nie genaue Gründe erfahren.
Zudem war doch recht deutlich spürbar, dass zwei Autoren zusammengeschrieben haben, da die Schreibstile oft ziemlich auseinander gingen und die einzelnen Protagonisten, wie zum Beispiel Max Bischoff, sich nicht so entfalten konnten, wie man es aus anderen Büchern kennt.
Dennoch war es interessant zu sehen, wie sich die Dynamiken der Protagonisten entwickeln und mehr über sie zu lernen. Bischoff und Pirlo stehen klar im Vordergrund, trotzdem waren es die Nebenprotagonisten, die die Geschichte noch aufgewertet haben.
Wie schon erwähnt waren die Schreibstile unterschiedlich, das heißt aber nicht, dass die Geschichte schlecht zu lesen war, ganz im Gegenteil: Durch einfache Formulierungen und die Perspektivwechsel kam man oft recht schnell voran, oder wäre schnell vorangekommen, wenn die Handlung besser gewesen wäre.
Aber vielleicht lag es auch an der ganzen Steuer und Finanzenthematik, die mich nie ganz gepackt hat. Da gab es ein paar Erklärungen und theoretische Dinge zu viel. Da hätte ich lieber Ermittlungen und überraschende Dinge gesehen.
Schlussendlich herrscht hier definitiv noch Luft nach oben. Manche Passagen haben mich Unterhalten, aber insgesamt fehlte es einfach an Spannung. Auf den letzten 20 Seiten ist gefühlt mehr passiert als im gesamten Buch. Stand jetzt würde ich einem weiteren Band noch eine Chance geben, weil die Ansätze, die hier zu sehen waren, einfach gut sind und eine andere Thematik Bischoff und Pirlo bestimmt mehr schmeichelt.
Rezensionen von Lena:
Ein Klassiker der Schauerliteratur
Carmilla von Sheridan Le Fanu
Laura eine junge Frau lebt mit ihrem Vater abgeschieden, fern ab von anderen Menschen in einem Schloss in der Steiermark. Sie verzehrt sich nach Unterhaltung und einer Freundin. Die zwei Damen die mit ihnen in dem Schloss leben reichen ihr einfach nicht mehr. Wie es der Zufall will erscheint plötzlich Carmilla in ihrem Leben.
Eine wunderschöne, liebenswerte aber auch mysteriöse junge Frau. Zwischen Laura und Carmilla entwickelt sich so etwas wie eine Liebesbeziehung, gleichzeitig beginnen bei Laura Albträume und sie wird immer schwächer und wird an den Rand des Todes gedrängt.
Die Urgeschichte der Vampire ist in Briefform aus Lauras Sicht geschrieben und ist ein toller atmosphärischer Klassiker, welcher leicht lesbar und ein wenig vorhersehbar ist. Die subtile Spannung die auf den 144 Seiten gehalten wird ist sanft und kommt ohne Blut vergießen aus. Man erhascht einen kleinen Einblick in die Literatur des 19. Jahrhunderts und kann einfach mal ein Beobachter einer anderen Zeit sein. Ein kurzweiliges Lesevergnügen welches ich gerne allen Vampirfans und Liebhabern der Schauerliteratur ans Herz legen möchte.
Rezensionen von Ameland:
Blutige Vorlieben
The Killer Profile von Helen Fields
Midnight arbeitet bei der Firma Necto Corporation als Datenanalystin. Für eine Testperson wird ein Profil K ermittelt, aber keiner ihrer Vorgesetzten teilt ihre Einschätzung des Gefährdungspotentials, ganz im Gegenteil. Aber Midnight lässt dieses Profil nicht los, besonders als in ihrer Nähe zwei Frauen brutal ermordet werden.
Bald wird es für Midnight noch persönlicher.
Midnight ist eine sympathische und empathische, aber auch starke Frau. Ich fand es bewundernswert wie sie ihr ganzes Leben nach ihrer kranken Zwillingsschwester ausgerichtet hat. Ich habe mit ihr gehofft, gelitten und auch um sie gezittert.
Helen Fields schreibt flüssig und fesselnd. Sie spannt den Spannungsbogen recht früh und hält ihn bis zum Ende hoch. Sie hat überraschende Wendungen eingebaut und falsche Fährten gelegt. Ich habe einige Verdächtige ausgemacht, lag am Ende aber doch daneben mit meinen Vermutungen.
Ich fand es erschreckend zu was die Menschen fähig sind, um Profit und Macht zu erlangen bzw. auszuweiten. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, so kann ich mir schon vorstellen, dass es gar nicht so weit von der Realität entfernt ist.
Mir hat der Thriller insgesamt gut gefallen und auch viel Gänsehaut beschert, zudem habe ich von einer mir, bis dato unbekannten Krankheit erfahren. Da mir einige Begebenheiten unrealistisch und/oder too much erschienen, gibt es von mir einen Punkt Abzug.
Rezensionen von jam:
Mauerblümchen meets Bad-Boy, nichts Neues und leider etwas in die Länge gezogen.
Practice Makes Perfect von Sarah Adams
"Mit aller Macht drängen sich mir plötzlich Wills Worte von neulich auf. "Es kommt mir so vor Annie, als ob du nur auf jemanden wartest, der dir die Erlaubnis gibt, laut und deutlich du selbst zu sein." Ich fürchte mich davor, zuzugeben, wie recht er damit hatte."
Annie lebt in einer Kleinstadt, behütet von ihren Geschwistern und allen Bewohnern des kleinen Städtchens Rome, seit ihre Eltern viel zu früh gestorben sind.
Sie ist die Brave, Angepasste, mit null Erfahrung im Umgang mit Männern. Um ihr einen Schubs zu geben, beschließt Amelia, die Freundin ihres Bruders, ihr ihren Bodyguard Will als Dating-Coach zur Seite zu stellen. Der ist nicht so recht begeistert von der Idee, weil er grundsätzlich keine Frau an sich heranlässt - und ahnt, dass es gerade bei der ruhigen, schüchternen Annie fatale Folgen hat, wenn er es doch tut.
Die Geschichte an sich ist nichts Neues, das Mauerblümchen und der Bad Boy, und wir alle wissen, wie sowas endet.
Da mir das Buch "The Rule Book" der Autorin sehr gut gefallen hat, habe ich mich auf diesen Roman gefreut. Leider habe ich hier etwas Tiefgang vermisst. Auch wenn versucht wird, mit Wills Vergangenheit etwas mehr in die Geschichte zu packen, blieb es mir doch zu flach und zog sich dadurch in die Länge. Annie ist so unerfahren, dass es auf mich unglaubwürdig wirkt. Dafür waren die teilweise prickelnden Annäherungen der beiden nett zu lesen. Annies übergriffige Schwestern, die mit ihren "lustigen" Aussagen so verletzend sind, haben bei mir aber einen eher schalen Nachgeschmack hinterlassen.
Das Setting ist entzückend, eine Kleinstadt, in der jeder alles über den anderen zu wissen scheint. Und anscheinend auch überall ein Mitspracherecht hat! Aber ganz ehrlich, eine Petition der Bewohner darüber, ob Annie Will weiterhin treffen soll? Für mich etwas zu viel des Guten.
Wirklich begeistert hat mich Wills Vermieterin, die von Beginn an zu Team Will zählt und ihm die Stange hält. Das hat für einiges Schmunzeln gesorgt.
Fazit: Mauerblümchen meets Bad-Boy, nichts Neues und leider etwas in die Länge gezogen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Erotische Spiele wie aus dem Leben gegriffen
Ich will es unanständig | Erotische Geschichten von Mandy Moore; Holly Rose; Josie Richwood; Louise Carrara; Ms. Selma; Simona Wiles
Dies ist bereits die 27. Sammlung erotischer Lieblingsgeschichten von Mandy Moore, die sie herausgegeben hat. Und jede der 9 Geschichte von 5 Autorinnen ist anregender wie die andere.
Da lese ich, was sich aus dem Nebenjob von Matthias im Landgericht Lüneburg und der Richterin Lisa so ergibt. Ich erfahre, was eine Frau so alles mit ihrem Postboten erlebt.
Ich lerne Leni kennen, die mit ihrem „Onkel“ Charly lieber Spaß hat als Kaffee zu trinken. Ich erlebe Ute und Rocco, die als Mutter und Sohn Urlaub machen. Und auch die anderen Geschichten sind wie fast aus dem Leben gegriffen und ich kann sie mir sehr gut als real vorstellen. Schließlich gibt es nichts, was es nicht gibt.
Die Autorinnen Holly Rose, Josie Richwood, Louise Carrara, Ms. Selma und Simona Wiles haben ihrer Fantasie wieder freien Lauf gelassen und mich mit ihren erotischen Spielereien sehr gut unterhalten. Ihre Geschichten sind sehr unterschiedlich, abwechslungsreich, ohne Tabus, leidenschaftlich und unersättlich. Hier ist für jeden etwas dabei.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Mandy Moore als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.
Rezensionen von jam:
Ein bezaubernder Roman über Freundschaft, neue Anfänge und Gemeinsamkeiten, wo man sie nicht vermutet hätte - Must read!
Das Buch der neuen Anfänge von Sally Page
Ruth und Jo sehen ihn erwartungsvoll an.
"George Elliot hat einmal diese Worte geschrieben: >Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können.<"
Kapitel 37
Wenn man nur wüsste, was man hätte sein können. Jo war sich sicher, den richtigen Plan für ihr Leben zu haben: Einen ruhigen Job in der Bank, ihren Kollegen und Freund James heiraten und ein paar Kinder bekommen.
Doch James betrügt sie mit einer Kollegin und so steht "Durchschnitts-Jo", wie sie sich selbst nennt, vor den Trümmern ihrer Träume.
Als ihr geliebter Onkel Wilbur Hilfe braucht, zögert sie nicht. Jo geht nach London, um sich um seinen Schreibwarenladen zu kümmern, bis es ihm hoffentlich besser geht. Dort angekommen fühlt sie sich, als ob sie feststeckt. Bis sie langsam anfängt mit Veränderungen: Beim Sortiment im Laden fängt sie an, ermuntert ihre Kunden, Füllfedern auszuprobieren und wieder von Hand zu schreiben. Durch die Freunde, die sie dadurch kennenlernt, verändert Jo auch langsam und Schritt für Schritt ihr Leben.
"Das Buch der neuen Anfänge" ist eines jener, Bücher, die einen auf magische Weise berühren! Es ist so sanft, ruhig und gerade deswegen hat es mich irrsinnig bewegt. Jo ist so aus der Bahn und dabei so liebenswert! Auf eine besondere Weise tritt sie mit den Menschen um sich in Kontakt und lernt so nicht nur Eric, den Wikinger, kennen, sondern auch eine flüchtige Vikarin und den schweigsamen Malcom, der sich so sehr in Grau hüllt, um nur ja nicht aufzufallen.
Es geht in diesem Roman genau um das: Wie unterschiedlich wir Menschen alle sind in unserer Einzigartigkeit. Aber trotzdem haben wir alle etwas gemeinsam, wenn wir uns die Mühe geben, danach zu suchen!
Durch Malcom lernt Jo den Highgate Cemetery kennen und befasst sich gemeinsam mit ihm und der Vikarin Ruth mit den bereits lange Verstorbenen. Aus diesen Geschichten schöpfen sie alle neue Erkenntnisse, Kraft, und das Wissen um Freundschaft.
Fazit: Ein bezaubernder Roman über Freundschaft, neue Anfänge und Gemeinsamkeiten, wo man sie nicht vermutet hätte - Must read!
Rezensionen von Ryria:
Auf der Insel des Schicksals
Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten von P. J. Ried
Laelias Zukunft erscheint traumhaft und relativ gesichert: Nach der erfolgreichen Teilnahme bei den Jagdspielen erwartet sie die Hochzeit mit ihrem langjährigen Freund und der Thron ihres Fürstentums. Blöd nur, dass sie aus unerklärlichen Gründen plötzlich auf der Seite der Gejagten landet und sich alle Pläne in Luft auflösen.
Das Setting erinnert auf den ersten Blick natürlich an die Tribute von Panem: Jugendliche treten in einer Art Arena (hier einsame Insel) gegeneinander an, die Teilnahme wird durch Lose geregelt, in der Wildnis erwarten sie gefährliche Tiere und irgendwer ist mit dem ganzen System nicht mehr so wirklich einverstanden.
Darüber hinaus entwickelt sich die Geschichte aber schnell zu etwas ganz eigenem. Die Adeligen sind französisch angehaucht und benehmen sich größtenteils auch so wie diejenigen, die sich bei uns dann damals in der französischen Revolution "verantworten" mussten. Der Haken hier ist jedoch, dass jedes Adelshaus über eine andere Art von magischer Kraft verfügt. Dieses ganze System fand ich toll ausgearbeitet, verschiedene Farben, Blumen und Kräfte verleihen den Adligen eine zusätzliche angeborene Identität und Zugehörigkeit, die im Laufe der Geschichte auch auf die Probe gestellt wird.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Laelia erzählt und als Leser ist man genauso ratlos wie sie. So fragt man sich von Anfang an, was bei der Auslosung schief gelaufen ist, doch statt Antworten kommen nur immer mehr Fragen hinzu, was gut Spannung aufbaut - nichts läuft wie geplant, nichts ist so, wie es scheint.
Der Schreibstil ist hierbei angenehm zu lesen, zeitweise konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, aber auch die Kapitellänge erschien mir genau richtig.
Zu meinen Highlights zählten die Beschreibungen, sowohl der Landschaft, der Gesellschaft als auch der Charaktere. Diese kann man sich gut vorstellen, aber auch an Details zu ihren Hintergrundgeschichten wird nicht gespart. Statt einfacher Nebencharaktere erkundet der Leser die Insel zusammen mit authentischen Personen voller Sorgen, Ängsten, Stärken und Hoffnungen.
Auch die "Überlebenstricks" auf der Insel fand ich spannend zu lesen - ich hoffe zwar nie auf einer einsamen Insel zu stranden, aber immerhin hätte ich dann schon ein paar Ideen.
Zuletzt hervorheben möchte ich Laelia selber: Meiner Meinung ist sie ein absolut gelungener Hauptcharakter. Anstatt stur bei ihren Ansichten zu bleiben hinterfragt sie das, was ihr falsch vorkommt und entwickelt sich charakterlich im Verlauf der Handlung weiter.











