Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von MariasBooks:

Gute Fortsetzung

Pages unwritten von Kathinka Engel

Pages unwritten ist der zweite Teil der Badgers-Books-Trilogie aus der Feder von Kathinka Engel.

Mir hat der erste Teil der Reihe bereits sehr gut gefallen, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war.

Design:
Das Buch ist, in schlichtem pastell-lila gestaltet und wurde mit filigranen Blättern verziert, was sehr gut zum Genre passt und mir auch sehr gut gefällt.

Am Anfang des Buches findet man sogleich ein wunderschönes Page Overlay der beiden Protagonisten, welches auch im eBook eingebunden ist.


Charactere:
Die beiden Protagonisten des Buches sind der Bestseller-Autor Cy und seine Kindheitsfreundin und Verlagsgründerin Louise. Ich mochte die Charactere an sich und man hat gemerkt, dass sich die Autorin viel Mühe gegeben hat, ihnen Ecken und Kanten zu schreiben und ihren Umgang mit ihren persönlichen Problemen realistisch zu beschreiben.
Cy kämpft mit einer Schreibblockade und den Familienverhältnissen, während Louise sich als alleinerziehende Mutter und Verlagsgründerin um ihre Tochter und den Verlag kümmern muss.

Was mir besonders gut gefallen hat:
*Kein 3-Act-Breakup
*Auszüge vom Manuskript im Buch
*viel Wert auf Character
*melancholisch-romantische Stimmung

Was mir weniger gut gefallen hat:
*Kurze Handlung
*Gefühlte Streckung zum Ende hin
*Phil's Character

Das Buch ist für Fans von:
*Friends2Lovers
*Childhood-Friends
*Verlagssetting
*Etwas Spice
*klassischer New Adult Romance

Das Buch ist nicht geeignet für Fans von
*Fans von viel Spannung
*Enemies2Lovers
*langen Büchern
*komplexe Problemstellungen

Fazit:
Kathinka Engel ist eine gute Autorin, die viel Wert auf Character-Ausarbeitung und ein umfassendes, rundes Gefühl beim Lesen legt.
In diesem Buch hatte ich aber das Gefühl, dass die Handlung leider zu kurz ist.
Louise und Cy fanden sehr schnell zueinander und ihre jeweiligen Probleme haben sich sehr schnell und einfach lösen lassen, was das Buch eher kurz und weniger tief als den 1. Teil wirken ließ.
Zudem hätte ich es irgendwie passender gefunden wenn der Bruder der Vater von Phil gewesen wäre, um etwas mehr Dramatik in die ganze Geschichte zu bringen.
Dennoch ist es ein gutes, klassisches New Adult Romance Buch, wenn auch nicht das Beste Buch der Autorin in meinen Augen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von MariasBooks

Rezensionen von Tara:

Das Leben in einer Dorfgemeinschaft

Vielleicht hat das Leben Besseres vor von Anne Gesthuysen

„Vielleicht hat das Leben Besseres vor“ ist ein Roman der in Köln lebenden Journalistin, Schriftstellerin und Fernsehmoderatorin Anne Gesthuysen.

Die Handlung spielt in der kleinen Gemeinde Alpen am Niederrhein.
Die durch einen Unfall geistig behinderte Raffaela wird bewusstlos aufgefunden.
Als die für die Gemeinde zuständige Pastorin Anna von Betteray Raffaelas Mutter Heike seelischen Beistand leisten möchte, stellt sie fest, dass es sich um ihre Freundin aus Kindertagen handelt.

Während die Polizei die Ermittlungen aufnimmt und versucht herauszufinden was Raffaela zugestoßen ist, erfahren wir eine Menge über das Dorfleben.

Anne Gesthuysen ist selbst in Alpen aufgewachsen und das merkt man auch direkt. Sie beschreibt das Dorfleben mit allen Vor- und Nachteilen, dem alltäglichen Tratsch, Gerüchten, Anschuldigungen aber auch dem Zusammenhalt, der Herzlichkeit, den gemeinsamen Festen und vieles mehr.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und die bunte Dorfgemeinschaft besteht aus interessanten Persönlichkeiten.

Es ist das Leben einer kleinen dörflichen Gemeinde mit allen Facetten, die man heutzutage erleben kann. Dabei geht es um zahlreiche Themen wie z.B. Drogen, Liebe, Kirche, Homosexualität und familiäre Probleme. Neben typischen Klischees, die hier bedient werden, übt die Autorin Gesellschaftskritik, bringt ihre Leser zum Nachdenken und lässt sie um Raffaela bangen. Gleichzeitig beinhaltet die Handlung um Raffaela ein wenig Krimicharakter.

Der Roman hat von allem etwas und ich war mir zunächst unschlüssig, ob dieses Spektrum an Themen nicht ein wenig zu viel für nur ein Buch ist. Abschließend musste ich aber feststellen, dass es genau das ist, was das Leben ausmacht und das hat Anne Gesthuysen gelungen eingefangen.

Mir hat auch dieses Buch der Autorin - deren Schreibstil ebenso unverkennbar ist wie ihre Covergestaltung - wieder gut gefallen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara

Rezensionen von nil_liest:

Was macht Hass im Netz mit den Angegriffenen?

Was wir nicht kommen sahen von Katharina Seck

Der Roman startet im Grunde mit dem Schockmoment. Eine junge Frau, eine Heranwachsende, kurz vor dem Abitur bringt sich um. Die Eltern waren ahnungslos – wie konnte es dazu kommen?
Dann beginnt der Roman vorwärtserzählt aufzudecken was in Ada vorging und warum sie keinen anderen Ausweg mehr wusste.

Parallel läuft die Geschichte vom Todeszeitpunkt weiter und wir tauchen vor allem mit der Mutter in die Analyse, in die Trauer und ihre Bewältigungsstrategien ab. Wie sie und ihr Mann zunächst sehr unterschiedlich mit ihrem Schmerz umgehen.
Dazu aus dem Off noch Täterperspektiven. Was für Täter? Menschen, die im Internet ihren Hass und ihre Wut ausleben und doch im Verborgenen bleiben. Feiglinge. Geschundene Seelen. Grausame menschenverachtende Wesen. Vor allem Frauen gegenüber.
Denn die Protagonistin Ada war Gamerin und hat sich einen Kanal aufgebaut auf dem sie Spiele und Spielstrategien auch live zeigte. Sie setzte sich der Welt aus und diese trat gnadenlos zu.
Katharina Seck findet aus meiner Sicht genau die richtige Sprache diesem empörungswürdigen Zustand ein literarisches Sprachrohr zu geben. Hart, ja, eine Lektüre bei der ich oft schlucken musste – vor allem als Mutter. Aber so wichtig und gut erzählt.
Sie zeigt verbaut in der Geschichte welche Schrecken im Netz lauern, bleibt aber fair was auch für Chancen es gibt. Und vor allem zeigt sie uns wie wichtig es ist eine echte Community zu haben. Zum Anfassen, zum Austauschen und zum Geborgenfühlen: Es braucht ein starkes Gegengewicht im echten Leben. Ja und es braucht Mut und Kraft sich diesem negativen Strudel zu stellen, wenn man sich selbst präsentiert. Vor allem als Frau. Ein aktuelles Thema, dass viele betrifft, aber das so oft verborgen bleibt.
Lesenswert, macht nachdenklich und ein starkes Stück Literatur. Ich freue mich auf mehr aus der Feder von Katharina Seck!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nil_liest

Rezensionen von tonton:

Spannende Geschichte mit originellem Blickwinkel

Mythen der Monster 1: Medusa von Katherine Marsh

"Mythen der Monster" ist eine sehr interessante Buchreihe, die sich auf die weiblichen Monster der griechischen Mythologie bezieht. Die Idee finde ich richtig toll und erinnert mich an die Bücher und Filme wie Maleficient oder Cruella, die die Geschichten der Bösen aus Märchen neu erzählen.

 

Die Handlung ist spannend, auch wenn sie sich an einigen Stellen in die Länge zieht. Der Schreibstil ist angenehm und hat mir gut gefallen. Der feministische Ton ist unübersehbar. Das passt natürlich zum Thema des Buches, wo die Angst vor der Macht Medusas mit Frauenfeindlichkeit einhergeht. Doch manchmal finde ich die feministische Botschaft etwas zu stark ausgedrückt und es wirkt so, als müsste die Protagonistin gegen das ganze Patriarchat kämpfen. Das finde ich etwas zu schwer (und ganz ehrlich gesagt, eher entmutigend) für ein Kinder- bzw. Jugendbuch. 

Im Allgemeinen finde ich das Buch aber sehr lesenswert, da es eine originale Sichtweise bietet, die zum Nachdenken anregt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von tonton

Rezensionen von stina23:

Ein Augenblick, der alles verändern kann

Das kleine Café der zweiten Chancen von Shiori Ota

Himari hatte eine Zukunft als großartige Pianistin vor sich. Als kleines Kind wurde ihr Talent entdeckt, trotz aller Schwierigkeiten und lebensverändernder Entscheidungen, gefördert und das alles, ohne dass das Mädchen damit glücklich war. Nach einem Unfall, bei dem sie sich ihre Hand so verletzte, dass das Klavierspielen unmöglich wurde, kommt sie nach Sapporo.

Für die Teenagerin eine große Veränderung mit neuer Schule, unbekannten MitschülerInnen und vielen Unsicherheiten und Fragen. Durch die Begegnung mit einer alten Frau, wird Himari auf ein Café aufmerksam, dessen Besitzerin und Besitzer dem Mädchen Unglaubliches offenbaren. Sie besitzt, so wie die beiden Erwachsenen, die Gabe, Menschen zu einem Punkt in ihren Leben zurückzubegleiten, um dort eine Veränderung zu bewirken. Dem Mädchen steht eine aufregende Zeit bevor.
Die Autorin, Shiori Ota, erzählt Himaris Geschichte mit einer angenehmen Ruhe. Die Story liest sich flüssig und schafft es, genug Spannung aufzubauen, dass man die Geschichte neugierig immer weiterliest. Die Mischung aus teilweise harter Realität und dem Fantasy-Aspekt der Zeitreisen hat einen besonderen Reiz. Die Autorin schenkt auch den kleinen Dingen des Lebens Aufmerksamkeit, wenn sie zum Beispiel den Geschmack einer Tasse Kaffee detailliert beschreibt oder die Zuneigung, die Menschen verspüren, genau beleuchtet. Der Roman hat eine gewisse Feinheit an sich, die ich als recht erfrischend empfand.
Von der Übersetzerin wurden einige Anmerkungen, zum Beispiel zur Bedeutung von japanischen Namen, eingefügt, die bereichernd zum Verständnis beitrugen.
Ich bin gespannt, ob es einen zweiten Teil zu diesem Roman geben wird, denn das Ende lädt geradezu dazu ein, noch weitere Zeitreisen mit Himari unternehmen zu wollen. Für mich war dieses Buch ein angenehmes Leseerlebnis.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von stina23

Rezensionen von yellowdog:

Der Sound des Heinz Strunk

Zauberberg 2 von Heinz Strunk

Heinz Strunk ist ein Phänomen in der deutschen Literatur. Zwischen seinem Mix aus Comedy und Anspruch traut er sich alles zu. Jetzt sogar Thomas Manns Zauberberg, ein ehrfurchteinflößendes Werk.
Darin gerät ein Mann in die Faszination eines Kurbetriebs und bleibt jahrelang in Davos.
Bei Heinz Strunk geht es erst einmal etwas schlichter zu.

Der Protagonist, Jonas Heidbrink, begibt sich auch auf eine Kur, aber nicht auf Davos.
Dennoch ist die Klinik eine kleine abgeschlossene Gesellschaft für sich. Aber Patienten kommen, Patienten gehen. Jonas fällt es anfangs nicht leicht, sich einzuleben.

Jonas ist ein typischer Strunk-Charakter. Eigentlich intelligent, ist er teilweise auch verpeilt.
Seien Gedankengänge sind für den Leser amüsant. Heinz Strunk arbeitet die Peinlichkeiten des alltäglichen Lebens klar heraus. Das gilt auch für die Absurditäten des Alltags.
Manche Passagen sind zwar gut gemacht, doch oft wirkt Jonas in seinen Gedankengängen zu schlicht. Das wundert mich, da er doch so ein erfolgreicher Mann ist.

Einige gute Formulierungen in Zauberberg 2 bleiben hängen, doch was Thomas Mann bot, kann Strunk nicht liefern. Es fehlt an Komplexität, die Dialoge sind zu schlicht, die Nebenfiguren zu eindimensional.

Irgendwie macht Strunk dann doch zu wenig aus dem Stoff. Seine letzten Romane Es ist immer so schön mit dir und Ein Sommer in Niendorf sowie seine Kurzprosa hatten mich mehr überzeugt.

Aber der typische Heinz Strunk-Sound ist da und deshalb lohnt es sich, den Zauberberg 2 zu lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von clematis:

Reise ins Dritte Reich

Wie Blätter im Sturm von Anja Lehmann

Alina, Viktor, Frank, Claire und Katharina haben eines gemeinsam: sie erleben als junge Erwachsene die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Wir erleben eine entschlossene Agentin, eine angehende Lehrerin, die Flüchtlinge unterstützt, eine französische Wirtstochter, die deutsche Wehrmänner bewirten muss und wagemutige Soldaten, von denen es brutale Schlächter ebenso gibt wie jene, die auch im Feind etwas Gutes wahrnehmen und schon bald an der Sinnhaftigkeit des Blutvergießens zweifeln.

In zwölf größere Abschnitte gegliedert, spielt dieser bewegende Roman in den Jahren 1939 bis 1943, umrahmt von einem unglaublich brutalen Prolog und einem stimmigen Epilog und nimmt den Leser mit auf eine schreckliche Reise ins Dritte Reich. Schonungslos und offen beschreibt Anja Lehmann auch grausame Szenen, die sich nicht nur an der Front selbst abspielen. Zwischendurch gibt es allerdings auch warmherzige und hoffnungsvolle Episoden, welche ebenfalls durchaus glaubwürdig verfasst sind und dem Leser kurze Verschnaufpausen gönnen. Unterschiedlichste Blickwinkel werden beleuchtet, detailliert gezeichnete Charaktere in ihrer Entwicklung begleitet. Kurzweilig wechseln immer wieder die Schauplätze, an denen einander die einzelnen Figuren begegnen und deren eigene Geschichte geschickt mit jener der anderen Protagonisten verknüpft wird. Leider hemmen ein recht schwaches Lektorat und Korrektorat häufig den Lesefluss, der durch die einnehmende Handlung selbst durchaus gegeben wäre. Nichtsdestotrotz ist die Atmosphäre dieser schrecklichen Zeit bestens eingefangen und trägt dazu bei, diese Gräueltaten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Ein spannender, emotionaler Roman, den ich trotz der erwähnten Mängel weiterempfehle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von clematis

Rezensionen von nessabo:

Ein Befreiungsschlag auf mehreren Ebenen

The Freedom Clause von Hannah Sloane

Dieser Roman zeigt einmal aufs Neue, welch hohe Qualität der Pola-Verlag in seinem ersten Programm zu bieten hat. Auch „The Freedom Clause“ behandelt eine progressive Geschichte rund um weibliche Selbstbestimmung und hinterfragt ansatzweise den Standard einer heteronormativen, monogamen Beziehung.

Trotz meiner bislang guten Erfahrungen mit dem Verlag war ich ein bisschen skeptisch, ob ich hier nicht einfach zwei Protagonist*innen auf ihrer 6uellen Reise begleite. Doch auch, wenn der Aufhänger die teilweise Öffnung der Beziehung von Daphne und Dominic ist, geht es erstaunlich wenig um spicy Szenen und umso mehr um viel grundlegendere Fragen zu Selbstentwicklung und Beziehungen.

Das Paar im Zentrum der Handlung kennt sich seit Unibeginn und ist dementsprechend schon das gesamte Erwachsenenleben zusammen. 6uell scheint es dabei weniger rund zu laufen als in manch anderen Lebensbereichen, was Dominic dazu bringt, Daphne ein Abkommen vorzuschlagen: Die Freiheitsklausel erlaubt es ihnen, einmal jährlich eine Nacht mit einer anderen Person zu verbringen. Im Abkommen sind zudem weitere Regeln definiert, die diese Idee aber wenig überraschend auch nicht zu einer sonderlich guten machen. Dabei wird jedoch an keiner Stelle suggeriert, offene Beziehungsformen seien grundlegend irgendwie besser oder schlechter. Der Roman bezieht dazu meiner Meinung nach gar keine Stellung und behandelt alternative Beziehungsmodelle schlicht neutral.

Im Laufe der kommenden fünf Jahre tritt zutage, dass die beiden ganz grundlegende Unterschiede haben und sie sich noch in einer Lebensphase befinden, in der viel persönliche Entwicklung stattfindet. Und genau das ist das authentische Kernelement des Romans, welches ihn für mich so fesselnd gemacht hat. Dominic hat mit konkreten Unsicherheiten und auch einer bestimmten Männlichkeitsvorstellung zu kämpfen, für Daphne stehen vielmehr die eigenen (6uellen, aber nicht nur) Bedürfnisse im Fokus. Das Buch behandelt darüber hinaus die gesellschaftlichen Ansprüche an Frauen und transgenerationale Weitergabe.

Hannah Sloane hat hier einen Roman geschrieben, der so gut von seinen Figuren getrieben wird, dass ich ihn nicht aus der Hand legen wollte. Sie entwickelt die beiden Protagonist*innen unglaublich stark, ohne in Klischees abzurutschen. Ich mochte den klaren feministischen Ton, den lockeren Schreibstil, die emotionale Vielschichtigkeit und den fein eingesetzten Humor, mit dem Daphne ihre Erlebnisse verarbeitet. Ich habe mir fast ein bisschen mehr Spice gewünscht, allerdings hätte der vielleicht auch vom eigentlichen Thema abgelenkt. Das Cover finde ich ein wenig „billig“ gehalten, was der Tiefe der Geschichte nicht gerecht wird. Abgesehen davon aber eine klare Leseempfehlung.

4,5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nessabo

Rezensionen von Normanfips:

Wertvoller Ratgeber

Ab heute kränkt mich niemand mehr von Doris Wolf

Ich habe schon einige Ratgeber zu psychologischen Themen gelesen und ich muss sagen, dass dieser wirklich aus der Masse hervorsticht. Dr. Doris Wolf hat das Buch in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil widmet sie sich der Theorie. Was ist Kränkung denn überhaupt und wie fühlt sie sich an? Was haben die anderen und was habe ich selbst mit dem Gefühl der Zurückweisung zu tun? Gleich am Anfang hat die Autorin einen Fragenkatalog zusammengestellt, um den Antworten auf diese Fragen näher zu kommen.

Allein die Beantwortung der Fragen hat mir schon eine Erkenntnis beschert. Im zweiten Teil wird es dann konkret und der Leser wird von der Theorie zur praktischen Umsetzung geführt. Die Sprache ist klar, deutlich und verständlich. Dabei niemals belehrend oder unempathisch. Nach der Lektüre des Buches hat man einen wertvollen Werkzeugkoffer erhalten, mit dem man es schafft Kränkungen in einem anderen Licht zu sehen und sie nicht mehr so stark an sich heranzulassen. Die wichtigste Aussage ist für mich, dass der Schlüssel nicht in den anderen, sondern in uns selbst zu finden ist. Wer sich öfter gekränkt fühlt und daran etwas ändern möchte, dem kann ich diesen Ratgeber wärmstens empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Normanfips

Rezensionen von readpassion9:

Serienkiller

The Killer Profile von Helen Fields

Midnight Jones arbeitet in London bei einer modernen Biotech-Firma und wertet Persönlichkeitstests aus. Als sie ein außergewöhnliches Profil entdeckt, das psychologisch auffällig ist und dem eines Serienkillers entspricht, meldet sie den Fund ihren Vorgesetzten, doch die sind nicht amused und spielen den Vorfall herunter.

Als in der Nachbarschaft von Midnight eine junge Frau brutal ermordet wird, ist sich Midnight sicher, dass der Täter der Mann mit dem auffälligen Persönlichkeitsprofil ist. Und sie weiß dass er ihren Namen kennt...

"The Institution" hatte ich verschlungen und auf einen weiteren spannenden Thriller gehofft. Die Geschichte fängt auch spannend an, plätschert dann aber lange Zeit dahin, ohne die Spannung zu bieten, die ich bei einem Thriller erwarte.

Man lernt Midnight und ihr Umfeld kennen, leider bin ich mit Midnight nicht wirklich warm geworden. Sie war für mich trotz aller Infos nicht greifbar und sympathisch, um richtig mitfiebern zu können.

Die Handlung ist ziemlich geradlinig ohne große Überraschungen, was ich etwas enttäuschend fand. Ich habe bis zum Schluss auf DIE Wendung gewartet, die aber nicht kam.

Fazit: Der Thriller liegt im Mittelfeld und kommt an "The Institution" leider nicht ran.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von readpassion9