Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ReiShimura:
Man muss nicht vegan leben um dieses Kochbuch zu lieben
Japan vegan von Julia Boucachard
Die meisten denken an Sushi und Ramen, wenn sie an die japanische Küche denken. Und vor allem denken sie an Fisch und Meeresfrüchte. Dabei hat die japanische viel mehr zu bieten als Sushi und Fisch.
Autorin Julia Boucachard ist zwar nicht in Japan aufgewachsen, sondern Großteils in der Bretagne, hat aber durch ihre japanische Mutter bereits von Kindheit an, die japanische Küche kennen und auch lieben gelernt.
Julia Boucachard lebt mittlerweile seit einigen Jahren vegan und betreibt in Paris ein veganes, japanisches Restaurant.
Besonders gut an dem Buch hat mir gefallen, dass die Autorin einerseits aufzeigt wie viele von Haus aus vegane, japansiche Gerichte es eigentlich gibt. Ich denke gerade dieser Punkt wird für die überraschend sein. Zusätzlich hat sie sich die Arbeit angetan und klassische nicht vegane Speisen abgewandelt. In manchen Fällen ist dies leicht, man ersetze Kuhmilch durch Sojamilch und zack, schon ist die Eiscreme vegan. In anderen Fällen braucht man da schon mehr Wissen und mehr Zutaten.
Vor dem eigentlichen Rezeptteil gibt es eine kleine Übersicht über die wichtigsten Zutaten. Diese Übersicht ist wirklich ansprechend gestaltet, mit kurzen Erklärungen und schönen Zeichnungen. Je nach Wohnort kann es ein wenig herausfordernd sein die benötigten Zutaten zu bekommen. Wobei ich hier anmerken muss, dass die Liste im Vergleich zu einem nicht veganen, japanischen Kochbuch nicht länger oder komplexer ist.
Der Rezeptteil selbst ist gut strukturiert und übersichtlich gestaltet. Den Rezepten wird genug Raum und Platz gegeben, die Fotos sind ansprechend und appetitlich. Besonders gut hat mir gefallen, dass neben den klassischen Informationen wie Zubereitungs- und Kochzeit auch eine Angabe über die Jahreszeit vorhanden ist. Des Weiteren gibt es zu jedem Rezept auch noch einen kurzen Text mit zusätzlichen Erklärungen bzw. Informationen.
Für mich ist „Japan vegan“ ein rundherum gelungenes Kochbuch, mit hervorragenden Rezepten und einer ansprechenden Gestaltung. Auch wenn ich nicht vegane lebe, werde ich in Zukunft noch öfter Rezepte aus diesem Buch nachkochen.
Rezensionen von ReiShimura:
Mit Willi und viel Wortwitz durch die Autonomiephase
Widder Willi will aber! von Romy Pohl
Bei diesem Kinderbuch passt meiner Meinung nach einfach alles. Die Bilder sind wunderschön gezeichnet, die Farben sehr gut ausgewählt und die Texte sind perfekt, nicht nur für Kinder. Gerade das die Texte auch für die Eltern lustig oder interessant sind finde ich persönlich ganz besonders wichtig.
Denn wenn dem Kind das Buch gefällt, muss dieses Buch oft vorgelesen werden. Manchmal auch zehnmal hintereinander und da sollten doch auch die Eltern etwas Spaß dabeihaben.
Bei „Widder Willi will aber“ kommen wirklich alle auf ihre Kosten. Der Wortwitz ist wirklich herrlich, wenn auch manche Dinge für Kinder noch schwer zu verstehen sind. Hierbei muss man einfach ein paar Erklärungen abgeben, aber das finde ich persönlich überhaupt nicht schlimm und vor allem fördert es ja auch den Wortschatz der Kinder.
Das Buch widmet sich dem Thema der Trotz- bzw. Autonomiephase. Ein wichtiges und vor allem für die Eltern, ein herausforderndes Thema. Deswegen finde ich es großartig, dass dies mit so viel Humor betrachtet wird. Denn diese Phase oder sollte ich sagen Phasen, denn dies passiert ja nicht nur einmal im Leben des Kindes, sind für alle eine Herausforderung, sowohl für die Eltern, aber auch für das Kind.
Besonders gut gefällt mir, dass nicht nur die Widerwilligkeit/Widderwilligkeit von Willi thematisiert wird, sondern mit Hörnchen auch noch die kein-Bock-Phase und das Thema Freundschaft.
Autorin Romy Pohl und Illustratorin Marta Balmaseda haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet und ein wundervolles Kinderbuch gezaubert. Und die gute Nachricht ist, dass die beiden nicht nach einem Buch aufgehört haben. Denn im Januar 2025 erscheint ein zweites Buch der beiden, in dem dann Hörnchens kein Bock Einstellung genauer thematisiert wird.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Aus dem Leben eines Kriegschirurgen
Dissonanzen von Flavio Del Ponte
Humanitäre Hilfe ist ein Mittel gegen den Krieg
Autor und Arzt Flavio del Ponto feiert 2024 seinen 80. Geburtstag, Grund genug, sein abenteuerliches Leben Revue passieren zu lassen. Doch der eigentliche Anlass dieses Buch zu schreiben, ist der 24. Februar 2022, als Putins Truppen in der Ukraine einmarschiert sind und er ein Déjà-vu von toten Soldaten und Zivilisten hat.
Der Schweizer Flavio del Ponte war meistens als Arzt im Auftrag des Internationalen Roten Kreuzes 40 Jahre lang als an den unterschiedlichsten Kriegsschauplätzen der Welt. Seine Einsätze führten ihn unter anderem nach Kambodscha, Afghanistan und Ruanda, wo er - wie er erzählt - die am Straßenrand gestapelten Leichensäcke zählt. Ein schwieriger Einsatz war auch jener in Rumänien, als nach dem Sturz des Diktatorenehepaares Elena und Nicolae Ceaușescu, auf Hunderte völlig verwahrloste Waisenkinder trifft, die in ebenso verwahrlosten, ungeheizten Häuser dahinvegetieren.
Flavio del Ponte berichtet über seine langjährige Tätigkeit als Kriegschirurg, der nicht zwischen den Kriegsparteien unterscheidet. Ob Freund oder Feind - er behandelt beide. Zunächst ist natürlich die Erstversorgung vorrangig. Doch del Ponte macht sich auch Gedanken darüber, welches Leben die Opfer der Kriege, denen oft Arme oder/und Beine amputiert werden mussten, führen werden. Am Ende des Buches sind ein paar Fotos von Kindern, denen Minen Gliedmaßen zerfetzt haben zu sehen.
"Man darf die Menschen nicht im Stich lassen, das Leiden ist groß"
Manche Absätze lesen sich ein wenig distanziert, doch vermute ich hier eine Art Selbstschutz, um nicht angesichts des Leids, dass sich die Menschen untereinander zufügen, den Verstand zu verlieren, gleichzeitig spricht er hin und wieder von großen Abenteuern. Da kommt mir gleich der 1970 entstandene Film M*A*S*H mit Elliott Gould, Donald Sutherland und Tom Skeritt in den Sinn, der im Korea-Krieg spielt. So waren seine Einsätze sicher nicht.
Wenn man den Status der aktuellen Weltlage betrachtet, wird den Ärzten an den diversen Kriegsschauplätzen die Arbeit weiterhin leider nicht ausgehen.
Fazit:
Wenn Flavio del Ponte sagt, "Humanitäre Hilfe ist ein Mittel gegen den Krieg" wird er wohl wissen, worüber er spricht. 4 Sterne
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
ganz schön durchwachsen
Sweet Nightmare von Tracy Wolff
Ich habe schon einiges von Tracy Wolff gelesen, nicht alles davon mochte ich und die Autorin selbst ist ja auch immer mal wieder umstritten. Da ich aber zum Beispiel die Katmere-Academy-Reihe ganz solide fand, wollte ich auch in dieses Dark Academy-Buch reinlesen. Und hier bestätigt sich mal wieder meine Hassliebe: denn circa zwei Drittel des Buches waren überhaupt nicht meins, aber gegen Ende entfaltete das Buch dann echtes Potential, sodass ich auch Band 2 lesen würde.
Zum Inhalt: Für Clementine Calder ist die Academy für Paranormale, die von ihrer Familie geleitet wird, sowohl Heimat als auch Gefängnis. Vor allem, da ihre Mutter klarmacht, dass Clementine die Schule und die Insel, auf der sie liegt, nie verlassen wird. Doch als sich ein Sturm über der Insel zusammenbraut, geraten nicht nur Schüler und Lehrer in Gefahr, Clementine muss auch ihr bisheriges Leben und alles, was sie zu wissen glaubte, hinterfragen.
Man wird als Leser direkt in die Handlung geworfen. Das finde ich normalerweise nicht schlecht, aber bei Fantasy würde ich mir manchmal ein paar Vorworte zum Worldbuilding wünschen. Die wären hier aus meiner Sicht auch absolut notwendig gewesen. Denn nicht nur wird man auf eine Insel in eine Schule mit verhaltensauffälligen paranormalen wesen geworfen, die einzelnen Gattungen werden aber auch null vorgestellt, es gibt auch keine Infos dazu, was die Schüler eigentlich getan haben, um einen Aufenthalt in der Schule zu verdienen. Generell werden viele Infos einfach als gesetzt gegeben, ohne weitere Ausführungen dazu.
Mir kam es ungefähr bis zur Hälfte des Buches so vor, als würde die Handlung nirgendwo hinführen. Es gab keinen echten roten Faden, warum die Charaktere tun was sie tun und was eigentlich das Ziel der Geschichte ist. Zwischendrin gibt es schwelende Konflikte, die nicht weiter erklärt werden, ominöse, magische Gegenstände und Monster, die ich mir nicht vorstellen konnte, weil ich noch nie von ihnen gehört habe, sowieso tödliche Gefahren, die ohne Vorwarnung auftauchen. Dadurch hat sich das Buch für mich echt gezogen und schwergängig lesen lassen. Dabei war eigentlich alles da, was ein Fantasybuch normalerweise packend und mitreißend macht. Aber hier bin ich einfach nicht in der Handlung angekommen.
Gegen Ende hat mich die Geschichte dann halt aber eben doch noch catchen können, sodass ich schon interessiert am Fortgang der Handlung wäre. Vor allem einzelne Charaktere, wie zum Beispiel Jude sind halt schon faszinierend angelegt und machen neugierig. Für mich ein eher schwieriges Buch von Tracy Wolff, dem ich eher zwiegespalten gegenüberstehe.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Entspannt und amüsant
Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann
Andreas Winkelmann ist einer dieser Thriller-Autoren, von denen ich ungesehen neue Bücher vorbestelle, weil mir einfach grundsätzlich gefällt, was er zu Papier bringt. Nun wechselt er so ein bisschen das Genre und liefert hier Cosy Crime vom Campingsplatz ab. Thematisch für mich eher weniger ansprechend, neugierig war ich trotzdem.
Und es funktioniert. Kann man gut lesen, haut aber halt nicht vom Hocker.
Zum Inhalt: Ex-Schauspieler Kupernikus vagabundiert seit seinem Ruhestand so ein bisschen durchs Leben. Gerade hat er sein Wohnmobil Otto auf dem Campingplatz Himmelreich abgestellt, da gibt es plötzlich eine Leiche. Und Kupernikus sieht sich in der Rolle seines Lebens: mit einer pensionierten Lehrerin geht er den Geschehnissen auf den Grund.
Die Campingplatzatmosphäre inklusive ansässiger schräger Vögel wurde für mein Empfinden hervorragend eingefangen. Die Geschichte lebt von den Begegnungen und Dialogen, den Dialekten und unterschiedlichen Lebensweisen, die hier aufeinanderprallen, dadurch ergeben sich herrlich amüsante Szenen.
Die Leiche selbst gerät da fast ein bisschen ins Hintertreffen, was aber eigentlich überhaupt nicht schlimm ist, weil abseits der eher kläglichen Ermittlungsarbeit des Kommissar Fass genug anderes passiert, sodass die Seiten nur so dahin fliegen.
Dieses Buch ist eigentlich für alle, dies nicht so mit blutigen Fällen haben und Lokalkolorit à la Tatort mögen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Zürcher Verrat von Gabriela Kasperski
In ihrem 9. Krimi rund um Zita Schneyder und Werner Meier deckt Autorin Gabriela Kasperksi abermals ein unrühmliches Kapitel der neutralen Schweiz in den Jahren des NS-Regimes in Deutschland auf.
Während die Arien der Zürcher Opernhauses zu Mittsommer über den Sechseläutenplatz erschallen, hat die Chorleiterin Lou Müller einen veritablen Streit mit ihrem gewalttätigen Ex-Mann Anselm, der kurz darauf tot im Orchestergraben liegt.
Werner Schneider, dessen kleine Tochter Lily trotz ihrer Hörbehinderung im Opernchor singt, sitzt im Publikum und erhält den Auftrag zu ermitteln. Recht schnell ist klar, dass hier ein Mord vorliegt und Lou tatverdächtig ist. Doch sowohl Lou als auch ein Bühnenarbeiter, der möglicherweise etwas gesehen hat, sind verschwunden. Doch eigentlich bräuchte Meier nur seiner Tochter zuzuhören, um zu erfahren was wirklich passiert ist.
Gleichzeitig erhält Han Ly, die Leiterin des Opernhauses, Erpresserbriefe, in denen man ihre Vergangenheit aufzudecken droht.
Hängt diese Erpressung mit dem zweiten Erzählstrang, in dem es um die Judenverfolgung in NS-Deutschland und die Rolle der Schweiz, die kaum jüdische Flüchtlinge aufnimmt, zusammen?
Und wer ist der Mann, der sich sowohl an Zita als auch an Charlotte, Lous Tochter, heranmacht?
Meine Meinung:
Gabriela Kasperski ist es abermals gelungen, einen Krimi zu schreiben, der bis zur letzten Seite fesselt. Auch wenn man es in der Schweiz ungern zugibt, Antisemitismus ist damals wie heute weit verbreitet. Hinzu kommt, dass auch Schweizer Profiteure die Notlage der Juden während der NS-Zeit ausgenützt und Geld sowie andere Wertsachen unterschlagen haben.
Geschickt sind die beiden Handlungsstränge verknüpft und zu Beginn des Krimis ist es nicht ganz klar, wie die beiden zusammenhängen. Erst nach und nach kommen die düsteren Geheimnisse ans Tageslicht.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch die Spannung erhöht wird.
Wie schon aus den Vorgängern bekannt, ist das Familienleben von Zita Schneyder & Werner Meier nicht ganz unproblematisch. Beide sind starke Persönlichkeiten und gehen, wenn sie Kriminalfälle zu bearbeiten haben mit großem Engagement an die Sache heran. Da kann es schon vorkommen, dass der streng getaktete Wochenplan, um die vier Kinder und den Haushalt zu schupfen, aus dem Gleichgewicht gerät. Auch über die Erziehungsmethoden ist man sich nicht immer ganz einig, rauft sich aber wieder zusammen. Bin schon neugierig, wie sich die Beziehung weiterentwickelt, nachdem Meier nun eine Fix-Anstellung bei der Polizei erhält.
Fazit:
Diesem Krimi, der die unrühmliche Rolle der Schweiz während der Judenverfolgungen beleuchtet und bis zur letzten Seite fesselt, gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
(K)eine Liebesgeschichte
Rosaline von Natasha Solomons
Romeo und Julia sind eines der bekanntesten Paare der Weltliteratur, was das Cover dieses Buches direkt so prägnant und aufsehenerregend macht. Von Rosalind hatte ich vor dieser Geschichte tatsächlich noch nie gehört. Und sie rückt die Liebesgeschichte um Romeo und Julia nochmal in ein völlig anderes Licht.
Hat mir gut gefallen.
Was ich positiv hervorheben möchte: obwohl die Geschichte natürlich zeitlich und örtlich passend zum Original Romeo und Julia spielt, ist sie trotzdem modern angehaucht. Vor allem Form und Sprache sind weniger schwülstig als aus der Zeit und von Shakespeare bekannt. Dadurch liest sich das Buch angenehm flüssig. Das Setting wird zwar beschrieben, die Geschichte könnte aber genauso gut in der Gegenwart spielen und wird eher durch historische Rahmenereignisse wie z.B. die Pest zeitlich verankert.
Im Fokus steht ganz klar Rosalines Innenleben, die die zwölf ihr verbliebenen Tage voll auskosten will. Aufgrund ihrer behüteten Kindheit wirkt sie teilweise fast schon naiv in ihren Entscheidungen dem Werben Romeos nachzugeben. Trotzdem findet man schnell Zugang zu ihr und es ist mir leicht gefallen mit ihr mitzufühlen. Die Lebensumstände und das klassische Rollenbild der Frau wurden hier anhand Rosalines Familie gut rausgearbeitet. Julia hingegen wirkte hier deutlich abgebrühter auf mich als im Original und auch Romeo bekommt einen deutlich berechnenderen, intriganteren Touch, was natürlich maßgeblich zur Perfidität der Geschichte beiträgt.
Mir gefällt auch, dass die Geschichte weniger verklärt wirkt, als das berühmte Original rund um Romeo und Julia, das eine Liebe verherrlicht, die alles andere als gesund und auf Augenhöhe passiert. Hier wird stärker aufgezeigt, dass dem ganzen auch ein fahler Beigeschmack beiwohnt, was ich erfrischend fand. Auch, dass Rosalind eine deutliche Charakterentwicklung durchmacht, eine Art Erwachen, und Romeo in seinem eigenen bösartigen Spiel schlägt und ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt, hat mir richtig gut gefallen. Das alternative Ende gefällt mir persönlich sogar besser, als das Original.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Verbinde dich mit deiner Kraft
House of Marionne von J. Elle
Ich bin hier ein absoluter Coveropfer geworden, der Lyx-Verlag hat da ganze Arbeit geleistet. Ist aber nicht schlimm, weil mich das Buch auch inhaltlich überzeugt hat. Es handelt sich um den Auftaktband einer Trilogie, der zwar noch ein paar kleine Schwächen hat, aber für mich trotzdem spannend und atmosphärisch war, sodass ich auf jeden Fall weiterlesen werde.
Zum Inhalt: Quell wurde Toushana, einer dunklen, verbotenen Form von Magie geboren. Da die magische Welt diese Magieart fürchtet, werden Menschen mit Toushana gejagt und getötet. Als Quell ins Visier der Jäger gerät, flieht sie an den einzigen Ort, der ihr noch Sicherheit verspricht: die Magieschule ihrer Großmutter, von der ihrer Mutter sie immer fernhalten wollte. Dort hofft Quell nicht nur auf Zuflucht, sondern auch darauf, mehr über ihre Magie und deren Kontrolle zu erlernen.
Ich mochte die Leichtigkeit der Geschichte, sie liest sich einfach wie ein großes, aufregendes Abenteuer. Und obwohl für Quell viel von der Beherrschung ihrer Magie abhängt, so ist sie doch auch ungestüm und lebenshungrig. Obwohl sie dadurch nicht immer die klügsten Entscheidungen trifft und sehr impulsiv handelt, macht einfach großen Spaß ihre Entwicklung und das Meistern ihrer Magie zu verfolgen.
Die sich andeutende Lovestory hat mir auch ganz gut gefallen. Sie war nicht aufdringlich, hat sich nicht in den Fokus gedrängt, aber trotzdem für Spannung gesorgt. Wobei ich Jordan zwischendurch am liebsten geschüttelt hätte. Er ist einfach gefühlt das ganze Gegenteil von Quell, aber vor allem seine Magie fand ich super interessant. Daneben stehen hier auch Freundschaft und Familie thematisch im Fokus und es gibt einiges an Spannungen und Geheimnissen, die aufgelöst werden wollen. Ein kleines Manko ist vielleicht, dass die Nebencharaktere eher blass und unausgewogen sind. Kräftetechnisch kann natürlich auch wieder niemand Quell das Wasser reichen, was ich dann doch immer etwas unauthentisch finde.
Das Magiekonzept und alles rund um die Häuser hat mir gut gefallen, war sehr stimmig und großteils verständlich angelegt. Ein bisschen mehr hätten die magischen Fähigkeiten für meinen Geschmack aber im Fokus stehen können. Ich lese so Dark Academy Bücher eh super gerne , wobei die Unterrichtsstunden, die Quell besucht eher ein bisschen a Bridgerton als an Fantasy erinnerten. Gegen Ende gab es dann noch einen für mich super überraschenden Plottwist, der neugierig auf die kommenden Bände macht.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Ein abtrünniger Killer
Assassins Anonymous von Rob Hart
Fun Fact: ich habe bei der Buchbeschreibung sofort an John Wick denken müssen und tatsächlich wird die Filmreihe hier im Buch auch mal kurz referenziert. Bin irgendwie total Fan von sowas. Muss ja keiner das Rad neu erfinden. Fand den Anfang etwas stark in die Länge gezogen, hat mir aber im Verlauf immer besser gefallen.
Zum Inhalt: in einem anderen Leben war Mark der gefährlichste Auftragskiller der Welt, bekannt unter dem Namen Fahles Pferd. Doch dann verliebte er sich und sein Job hat diese Liebe besudelt. Deshalb hat er diesen Job und dieses Leben hinter sich gelassen und seiner Selbsthilfegruppe für Auftragsmörder beigetreten, die nicht mehr morden wollen. Doch dann wird Mark angegriffen und wird sich bewusst, dass seine Vergangenheit ihn eingeholt hat.
Die Idee mit der Selbsthilfegruppe fand ich eine richtig coole Ausgangsposition für dieses Buch. Aber natürlich wird schnell klar, dass es vorbei ist mir der Ruhe und es für Mark immer schwerer wird, sich an das 12-Schritte-Programm der gruppe zu halten. Und während er versucht am Leben zu bleiben und herauszufinden, wer ihm an den Kragen will, beschäftigt er sich viel mit dem Lebensweg, der ihn an diesen Punkt gebracht hat. Es gab im Verlauf der Geschichte immer wieder Rückblenden zu den Schlüsselmomenten in Marks Leben und es dreht sich viel um das Leben, das er hätte führen können.
Die Geschichte nimmt nach einem eher schleppenden Start schnell Fahrt auf und wird zu einer temporeichen Jagd, voller Misstrauen, Intrigen und der Frage, wem Mark trauen kann. Vor allem die Loyalitäten innerhalb der Selbsthilfegruppe werden stark strapaziert und es gibt ein paar überraschende Wendungen innerhalb der Handlung, sodass es eigentlich nie langweilig wird und sich die Geschichte sehr unterhaltsam und kurzweilig liest.
Besonders gut gefiel mir, wie Mark mit vergangenen Taten konfrontiert wird und sich aktiv mit seiner Vergangenheit auseinander setzt, als Protagonist war er dadurch zwar vielleicht nicht unbedingt sympathisch, aber doch faszinierend angelegt. Das Gewaltlevel ist nicht übertrieben, was ich ebenfalls positiv fand. Es gibt aber natürlich ein paar actionhaltige Szenen, wie es sich für ein Buch über Assassinen gehört.
Mir hats gut gefallen.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Insel der Wölfe
Shifter Island - Die Akademie der Wölfe von Leia Stone; Raye Wagner
Vom Cover bis zum Klappentext fand ich einfach alles an diesem Buch ansprechend und Shapeshifter stellten für mich Fantasytechnisch Neuland und eine nette Abwechslung zu Vampiren und Hexen dar. Ich hatte an sich keine besonders großen Erwartungen an dieses Buch, sodass ich unterm Strich zufrieden mit dem Leseerlebnis bin.
Es ist schon eher seichte Fantasy, ein bisschen Dark Academy mit eindeutigem Romance-Einschlag. Kann man auf jeden Fall gut weglesen.
Zum Inhalt: als einzige Tochter ihres Vaters hat Nai sich ein Leben lang darauf vorbereitet irgendwann die Position des Alphas ihres Rudels einzunehmen. Als die Einladung zur Ausbildung an der Alpha Academy eintrudelt, ist sie trotzdem nicht darauf vorbereitet, was sie dort erwartet. Denn nicht nur nimmt ihr Clan dort eine Außenseiterposition ein, sie fühlt sich auch noch ausgerechnet zu den Erben des Königs und damit den erklärten Feinden ihres Rudels hingezogen.
Die Geschichte ist insgesamt relativ vorhersehbar, denn auch wenn erst nach und nach der volle Umfang der Geschehnisse und ihrer Bedeutung offenbart wird, so gibt es von Beginn an genug Andeutungen und Hinweise, um sich das ganze grob zusammenzureimen. Vom Fantasy-Level her würde ich sagen, dass dieses Buch gut Einsteiger-geeignet ist, da es sehr überschaubar ist.
Auch die Lovestory ist unterm Strich eher seicht angelegt, hat einen leichten Enemies-to-Lovers Touch, bietet aber an sich wenig Überraschendes. Was ich da schon irgendwie überzeugender fand, waren die freundschaftlichen Bande, die hier geschlossen wurden. Und auch wie die Midnight-Brüder als Einheit und Elite der Schule auftreten, fand ich ansprechend umgesetzt und bietet definitiv Potential für weitere Bücher.
Das coolste an der Handlung und damit der Grund, warum mich diese Geschichte mitgerissen hat, sind Nais Fähigkeiten. Diese entwickeln sich zwar sehr plötzlich und ungewöhnlich schnell, was ich immer etwas unglaubwürdig finde, sind aber trotzdem interessant angelegt. Nicht nur geben sie der Geschichte einen spannenden und unvorhersehbaren Twist, sondern sie sind auch super vielschichtig machen die gesamte Handlung rund um die Alphas, Allianzen und Intrigen nochmal deutlich packender.
Als Auftaktband fand ich dieses Buch ok, für meinen Geschmack dürften die zwei Folgebände jetzt aber ein bisschen an Tiefe und Tempo zulegen. Werde band 2 aber definitiv lesen.











