Kunden em pfehlungen
Rezensionen von lesespitz:
Grandios fesselnder Thriller
Minus 22 Grad von Quentin Peck
Das Buch kam an, ich fing an zu lesen und man hörte/sah mich erst 1.5 Tage später. Könnte ich mehr als 5 Sterne vergeben, so würde ich es an dieser Stelle gerne tun.
Quentin Peck hat hier ein Meisterwerk geschrieben. Auf dem Buchrücken steht, dass Beck die Orte selbst recherchiert und die Story vor Veröffentlichung des Buches "durchspielt".
Ob er das bei Minus 22 Grad getan hat, mag ich nicht zu beurteilen. Dennoch fühlt es sich so an, als hätte er es getan. Die Abläufe, die Natur, die Charaktere sind mit so viel Liebe zum Detail beschrieben ohne dass es langatmig wird. Die Geschichte ist packend, als Leser fühlte ich mich komplett in dieser aufgesogen und wurde als Leser bis zur letzten Sekunde von der Frage begleitet, wer der Täter ist. Ein schaurige Geschichte, gebettet in einer Wintermärchenlandschaft. Ein überraschendes Ende.
Wie Eingangs gesagt: ein toller Thriller den ich jedem Thrillerliebhaber ans Herz legen kann.
Rezensionen von lesespitz:
Auszeit in den Bergen
Über allen Bergen von Valentine Goby
Dieser neue Literaturroman "Über allen Bergen" ist ein wahrhaft gelungenes Werk. Der 12-jährige Junge aus Paris sucht während des zweiten Weltkrieges Unterschlupf in den französischen Alpen. Der Roman handelt von Liebe, der Kraft von Freundschaften, Verlust.
Die Autorin schafft es die Schönheit der Natur auf jeder einzelnen Seite zu beschreiben.
Die Faszination der Berge wirkt sich dabei nicht nur auf den jungen Vadim aus, welcher die Berge zum ersten Mal erlebt, sondern auch auf den Leser. Gebannt, mit der Liebe zur Natur und den Bergen, wird dieser Roman ein Pageturner. Doch nicht genug: auch intellektuell hat dieser Roman einiges zu bieten. Er regt zum Nachdenken an, er lässt menschliche Beziehungen nachwirken und schildert das Leben in den Alpen während des zweiten Weltkrieges - dennoch überschattet dieses düstere Thema nicht die Geschichte.
Ein tolles literarisches Werk!
Rezensionen von lesespitz:
Bekanntes neu aufgearbeitet
Trinken wie ein Dichter von Apollo Publishers
Von diesem Cocktailrezeptbuch habe ich mir mehr erhofft.
Von außen betrachtet, macht das Buch etwas her. Sobald man es aber in die Hand nimmt, ist es eine Mischung aus Taschen- und gebundenes Buch - wirkt von der Qualität etwas minder.
Auch von innen ist es etwas ideenlos gestaltet. Was sich anfangs echt super anhörte, jedes Cocktailrezept mit einem bekannten Dichter und dessen Lieblingsgetränk zu verbinden, wirkt dann doch nicht ganz durchdacht.
Stattdessen ist allgemein Bekanntes nur anders wieder aufbereitet worden um es wieder einmal neu verkaufen zu können. Gehofft habe ich auf neue Cocktailrezepte, die man auf Partys oder gesellschaftlicher Atmosphäre anbieten kann, doch mich hat da nichts vom Hocker gerissen.
Das Buch hätte man sicher edler und optisch ansprechender gestalten können. Aus dem Grund hat es meine Erwartungen nicht erfüllt.
Rezensionen von lesespitz:
tjoa - oder auch nicht.
Im Unterholz von Sara Strömberg
Der Krimi "Im Unterholz" wurde überall positiv gelobt und die Schriftstellerin gilt in Schweden als eines der Nachwuchstalente. Daraufhin habe ich mir das Buch gekauft, optisch macht es natürlich mit dem gelben Schnitt einiges her.
Zu Beginn gibt es einen Toten und eine ehemalige Journalisten, die nicht nur Alkoholikerin ist sondern auch unmotiviert als Lehrerin arbeitet.
Der Todesfall weckt bei ihr wieder das Interesse an der Journalistenarbeit. Der Krimi erscheint von der Geschichte zu einfach. Zufällig ist sie immer wieder zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Zudem zieht sich der Krimi stark und es gibt kaum eine Spannungskurve.
Trotz allem schafft es die Schriftstellerin das tiefe Schweden atmosphärisch toll rüberzubringen sodass man sich die dunklen Wälder, Nebelschwaden und Elchjagden gut vorstellen kann.
Leider trotzdem keine Empfehlung.
Rezensionen von Daggy:
Geschichte einer Freundschaft mit realem Hintergrund
Die Verknöpften von Andrea Behnke
Die vier Kinder in dieser Geschichte hat die Autorin mittels ihrer Fantasie zum Leben erweckt. Ihre Lehrerin Fräulein Hirschberg hat ein reales Vorbild, Else Hirsch, an die in Bochum ein Stolperstein erinnert.
Leon lebt bei seiner alten Oma und wird auf dem Schulweg von Hilterjungen angegriffen. Da Minna sich verabschiedet hat, wird nur Lieselotte hilflose Zeugin dieses Vorfalls.
Die drei Kinder gehen auf die jüdische Schule und die Lehrerin Fräulein Hirschberg ist zwar streng, setzt sich aber liebevoll für ihre Schützlinge ein.
Lieselottes Eltern haben einen Stoffladen und ihre Mutter darf nur noch für die jüdische Kundschaft nähen. Auch Lieselotte kann schon gut nähen, so hat sie für ihre Freundinnen Armbänder mit ihren schönsten Knöpfen genäht. Denn Minna und Lieselotte treffen sich immer noch heimlich mit Hildegard, obwohl für sie der Kontakt zu den jüdischen Mädchen verboten ist. Die Drei nennen sich nach den Armbändern die „Verknöpften“ und versprechen sich immerwährende Freundschaft.
Mit Lieselotte und ihren Eltern erleben wir die Pogromnacht mit all ihren Auswirkungen. Sehr eindringlich wird Lieselottes Angst geschildert, als sie die Zerstörung des Geschäftes und der Wohnung, hinter einem Vorhang versteckt, miterleben muss.
Das erste und letzte Kapitel spielt im Jahr 1942 und berichtet vom Schicksal Fräulein Hirschbergs, das sie nach Riga verschlagen hat. Die restliche Geschichte ist 1938/39 in Bochum angesiedelt und erzählt sehr lebhaft von den Kindern, ihren Familien und der Schule mit ihren Lehrern.
In dieser neuen Auflage ist das Buch mit vielen kleinen Bildern und einigen Fotos illustriert, dazu gibt es Borten mit Nadel, Faden und Knöpfen.
Das Buch bietet eine sehr gut geschilderte neue Facette der Judenverfolgung, die schon für Zehnjährige verständlich, die Ängste fühlbar macht. Mich hat das Buch sehr bewegt und wir haben schon einige Lesungen mit Andrea Behnke durchgeführt bei denen die Kinder sich sehr engagiert eingebracht haben.
Rezensionen von Daggy:
Es wimmelt vor Traktoren
Traktor Wimmelbuch von Andrea Behnke
Das Titelbild zeigt schon viele unterschiedliche Traktoren mit den verschiedensten Aufgaben.
Auf der ersten Doppelseite sind Bilder von Traktoren und anderem abgebildet, die auf allen Bildern wiederzufinden sind, in der Mitte ein Erntedankkorb mit Gemüse.
Auf dem Bauernhof ist so viel zu tun und deshalb gibt es auch eine Menge zu entdecken.
Da werden Kartoffeln gesetzt, Solarzellen aufs Dach montiert und ein Traktor repariert.
Auf der nächsten Doppelseite wird Mais geerntet und eine riesige Maschine schneidet das Korn und das Getreide wird in einen LKW verladen.
Ist da der dicke Traktor dem Auto mit der Apfelernte draufgefahren? Ein historische Lokomotive ist hier auch zu entdecken. Die Schwein springen von der Ladefläche in den Masch. Auf der letzten Seite geht es winterlich zu. Auf einem großen roten Traktor steht der Weihnachtsmann, die Geschenke purzeln von einer Ladefläche in den Schnee.
Es gibt wohl kaum eine Kind, das von Traktoren nicht fasziniert ist. Hier können die Kleinen sich nicht sattsehen an diesen Fahrzeugen. Mein Problem ist, dass ich sicher nicht alle auftauchenden Fragen beantworten kann, weil mein Wissen dazu nicht ausreicht.
Rezensionen von Daggy:
Zwei Freunde im Winter
Ole und die Wintermaus von Daniela Drescher
Eingetaucht in das Licht der Kerze, die Ole in der Hand hält, macht das Cover einen stimmungsvollen Eindruck. Ole mit langem weißen Bart und die kleine Maus mit einen Tannenzweig.
Oles kleine Hütte liegt tief verschneit und Ole und die Maus sind schwer damit beschäftigt den Weg frei zu schaufeln.
„Ole und due Wintermaus schippen Schnee vom Wichtelhaus“ lautet der kurze gereimte Text. Danach sausen die beiden mit dem Schlitten den kleinen Hang hinunter. Neben einem Reh sehen wir pralle rote Hagebutten. Ole hat einen dicken Kiefernzapfen im Arm und trägt ihn Heim. Dann kocht Ole in seiner gemütlichen Küche eine Suppe. Zum Schluss sehen wir das Haus mit einem beleuchteten Fenster, ein Fuchs schaut zu ihm hin.
Ein kleines Pappbilderbuch mit zarten Bildern und leisen Reimen. Viel Schnee, zwei Freunde und ein wundervolles Wintergefühl!
Rezensionen von Daggy:
Knapper Text, so wunderbar
Schnee von Marie Duedahl
„Schwarz wie die Nacht.
Einzelgängerin.
Ein Stachelschwein.
Ein Kind von Loosern.
Die böse Fee.
Alles das war ich.
Aber dann traf ich Schnee.“
Dieses Gedicht ist auf dem rückseitigen Cover des dünnen Büchleins zu lesen. Schnee ist eine Schülerin der 9a und sie ist weiß und fast durchscheinend.
Im Gegensatz dazu steht Lulu, die nach einigen Schulwechseln in die 9a kommt. Sie ist wegen ihres Vaters, von dem sie nicht weiß, dunkelhäutig. Schnee kann Lulu mit einer Umarmung und dem Satz „Wir sind schön“ all ihre Wut nehmen. Schnee hat bei ihrer Hippiemutter ein gemütliches Zuhause, während Lulu bei ihrer alkoholkranken Mutter und dem 16. Stiefvater wohnt. Schnee gibt ihr Mut und fordert Lulu auf nach ihrem Vater zu suchen.
Das Buch hat meist zweiseitige Kapitel mit großen Buchstaben und gedichtartigen Texten mit kurzen klaren Sätzen und ist deshalb sehr gut lesbar. Zu Beginn eines jeden Kapitel ist ein Satz aus dem Text auf dem grauen Hintergrund des Covers gedruckt.
Die Geschichte wirkt trotz ihrer Traurigkeit auf mich hoffnungsvoll. Ich denke Lulu wird es schaffen in sich nicht nur den Looser zu sehen. Ein sehr gut lesbares Buch mit starken Mädchenfiguren.
Rezensionen von liesmal:
Pausenlose Spannung
STARCK und der erste Tag von Christian Jaschinski
Selten hat mich ein Buch so gefesselt. Selten hatte ich so viele Fragen. Selten hatte ich so viele Zweifel.
Starck hat als Staatsanwalt gearbeitet – bis zu seiner Verurteilung. Jahre später wird er entlassen und ist fest entschlossen, seinen eigenen Fall neu zu untersuchen.
Kein leichtes Unterfangen, nachdem er fast alles verloren hat: seine Frau, seinen Ruf, seine Karriere – ja, selbst seine Tochter darf er nicht wiedersehen.
Er kennt nicht einmal ihren Aufenthaltsort.
Im Knast hat Starck in dem Mithäftling Duncan einen Freund gefunden, der ihn bei seinem schwierigen Vorhaben unterstützen könnte. Doch kann er ihm wirklich vertrauen?
Die Geschichte ist unglaublich vielschichtig und kompliziert. Wer steckt hinter allem? Wer will Starck vernichten? Und wer ist der Waran?
Ich mag Krimis mit kurzen Kapiteln, weil ich immer noch eins mehr lesen kann, wenn es spannend wird. Das war bei diesem Buch leider nicht möglich, obwohl es die kurzen Kapitel gibt. Problem dabei ist die Tatsache, dass die Spannung zwischendurch einfach an keiner Stelle nachlässt, so dass an Pausen kaum zu denken ist…
Leider ist aber eine Pause unvermeidbar, denn dieses Buch ist erst der erste Teil einer Trilogie. Ich warte gespannt auf die Fortsetzung!
Rezensionen von Daggy:
Anders sein
STARCK und der erste Tag von Christian Jaschinski
Mit seiner blauen Brille wirkt der vermeintliche kleine Otter sehr niedlich. Sein Name ist Loe und der hat eine nette Familie, mit seinen drei Geschwistern wohnt er in Otterstadt. Natürlich geht er dort auch zur Schule, doch die macht Leo so gar keinen Spaß. Alle toben im Wasser herum und fühlen sich wohl dabei, nicht kann er so gut wie seine Geschwister, deshalb ist er sehr traurig.
Die Eltern machen ihm zwar Mut, aber trotz seines Trainings ist Loe im Wasser immer der Letzte. Während die anderen lachen, sitzt Leo weinend im Schilf. Da taucht Theo, ein Frettchen auf und stellt fest, dass er Loe sehr ähnlichsieht. Er lädt Loe zu sich ins Frettchen-Dorf ein und Leo fühlt sich dort sehr wohl, denn im Laufen ist er einer der Schnellsten. Doch was werden seine Eltern sagen, wenn er ihnen davon erzählt? Werden sie akzeptieren, dass er anders ist als die anderen Otter.
Leos Gefühl des Andersseins wird sicher einigen Kindern bekannt sein und vielleicht sehnen auch sie sich nach einer Umgebung, die sich vertrauter anfühlt. Hier wird in niedlichen bunten Bildern erzählt, dass der Otter Leo wohl ein mehr einem Frettchen ähnelt, ein Grund, warum das so ist, wird nicht genannt. Aber am Ende spielen alle Tierkinder zusammen und das ist ein hoffnungsvolles Ende.
Die Geschichte ist schön erzählt und beschreibt sehr gut Leos Gefühle, allerdings ist er schon etwas lang für die meisten Dreijährigen.










