Kunden em pfehlungen
Rezensionen von MarcoL:
Ein amüsanter Streifzug durch einen Familienurlaub, gewürzt mit essentiellen Fragen zum Leben.
Was noch kommt von Gábor Fónyad
War das schon alles im Leben? Kommt da noch was? Vierzig, Mitte vierzig. Wohnung, gefestigte Partnerschaft, Kinder. Job auch nicht so schlecht. Ein geregeltes Leben. Was will man(N) denn mehr? Geben sich Alltagsfrust und die Eintönigkeit des Lebens die Hand und klopfen dir auf die Schulter und sagen: Prima gemacht.
Auf amüsante Art und Weise erzählt uns der Autor von zwei Familien, die mit ihren Kindern Urlaub in Südengland machen, nähe Brighton. Warum? Der Ich-Erzähler Max hat dort vor vielen Jahren eine geile Zeit verbracht. An seine Erinnerungen möchte er anknüpfen, nochmals den Flair erleben, das Feeling aufsaugen. Seine Frau Sarah willigte in den Urlaub ein, genauso ihr befreundetes Paar Mona und Stefan samt Söhnchen Theo.
Neben Regen und Strand gibt es auch den ein oder anderen Ausflug. In der Ferienwohnung versucht man, sich mehr oder weniger aus dem Weg zu gehen. Die Abende sind vorgeplant, jeweils zwei Erwachsene gehen in den Pub, was sechs verschiedene Konstellationen abgibt. Die anderen beiden hüten die Kinder.
Neben Windelwechseln und quengelndem Nachwuchs herrscht sogar manchmal so etwas wie Harmonie, und der ein oder andere Ausflug wird dann gar nicht mal so schlecht.
Max erzählt viel von sich, seine Art sich um die Familie zu kümmern ist fast schon übertrieben mustergültig mit Arbeitsteilung, Karenzjahr, usw. Ein Ding, das für Stefan unmöglich wäre. Er sieht sich als „der Macher“, ist handwerklich geschickt (also das komplette Gegenteil von Max) und demnächst würden sie ein Haus renovieren und dort einziehen.
Auch Sarah und Mona sind unterschiedlich. Während sich Sarah kaum ein Blatt vor den Mund nimmt und ihren Max auch vor versammelter Mannschaft spüren lässt, was ihr nicht passt, ist Mona die eher ruhige Frau, die abwägt, diplomatisch agiert. Und Mona und Max scheinen gut miteinander auszukommen.
Und so kristallisiert sich nach und nach heraus, wo die Sehnsüchte der jeweiligen Personen liegen, was sie noch machen möchten, was in ihrem Leben noch kommen könnte (oder auch nicht). Es wird zum einem zukunftsweisenden Urlaub für alle Beteiligte. Was passiert: bitte selber lesen.
Detailverliebt, mit Esprit und dezentem Humor geht Gábor Fónyad an diesen Roman heran. Feinfühlig portraitiert er die ProtagonistInnen, man erkennt sich in der einen oder anderen Situation wieder. Die große Frage, ob ab einem bestimmten Alter schon der große Haken unter das Schauspiel namens „Leben“ gesetzt werden kann, versucht er mit dieser Urlaubsgeschichte zu erörtern. Wie sind die Menschen: langweilig sesshaft oder aufgeweckt genug für Neues? Und wer bleibt dann auf der Strecke? Oder ist es wirklich nur die viel zitierte Midlife-Crises? Gekonnt und amüsant umgesetzt, bleibt es dennoch an uns selber, diese Frage zu beantworten.
Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für diesen Roman, der mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt hat.
Das Coverbild skizziert das „Upside Down“ Haus, eines der Ausflugsziele im Roman, und auch ein wenig Sinnbild für den Inhalt, wenn das Nachdenken über das bisherige Leben so manches auf den Kopf stellen mag.
Rezensionen von Daggy:
Hundesuperkraft
Perla der Superhund 1 von Isabel Allende
Der niedliche Junge auf dem Cover, der von dem kleinen Hund abgeleckt wird, ist Nico Rico.
Aber beginnen wir mit dem Vorwort von Isabel Allende, die uns darin erzählt, dass sie mit der Hündin Perla plaudert, und zwar in einer Sprache, die sie „Wuff“ nennt. Wie ich finde, ein sehr amüsantes Vorwort.
Die Familie Rico möchte sich einen Wachhund aus dem Tierheim holen, doch da es Perlas Superkraft ist „Ich kann dafür sorgen, dass jeder mich lieb hat.“, schafft sie es, dass Nico keinen anderen Hund möchte. Perlas zweite Superkraft ist es zu brüllen, wie ein Löwe und damit will sie der Familie beweisen, dass sie auch als Wachhund geeignet ist.
Zuhause bei den Ricos fühlt sich Perla sehr wohl auch mit der Katze gibt es keine Probleme.
Nico hingegen hat ein Problem mit einem Mitschüler, der ihn mobbt.
Als Perla mit ihrer Familie im Park unterwegs ist, kommt ein großer gefährlicher Hund auf Perla zugelaufen. Aber Perla nutzt ihre zweite Superkraft und kann mit ihrem Bellen den Hund vertreiben. So kommt es, dass sie mit Nico Bellen übt, was Nicos Mama nicht so gefällt.
Ich bin immer etwas vorsichtig, wenn Bestseller-Autor*innen sich entschließen nun auch ein Bilderbuch herauszubringen. Aber diese Geschichte, die den Kindern zeigt, wie man sich mutige dem Problem entgegenstellt, gefällt mir sehr gut. Der Text ist gut verständlich und nicht zu lang, die Illustrationen schön gezeichnet, wenn ich auch finde, dass Nicos Kopf etwas groß geraten ist.
Rezensionen von Anna625:
Gutes Buch zu wichtigem Thema
Strong Female Character von Fern Brady
Autismus wird gerade bei Frauen immer noch viel zu häufig nicht erkannt. Das liegt nicht nur daran, dass generell wenige Psycholog*innen auf das Thema spezialisiert sind, sondern vor allem auch daran, dass die Diagnosekriterien noch immer stark auf männlichen Autismus zugeschnitten sind. Inselbegabung, Beziehungsunfähigkeit, keinen Blickkontakt halten und keinen Smalltalk führen können, sich für Informatik, Technik und Züge begeistern - zack, fertig ist der stereotypische Autist.
Dass es so einfach nicht sein kann, dürfte uns allen spätestens nach einer Sekunde des Nachdenkens klar werden.
Fern Brady erzählt in ihrem Erfahrungsbericht davon, wie es ihr vor und während der recht späten Diagnose ergangen ist. Wie wenig ernst ihre Vermutung genommen wurde ('Du hattest doch schon Beziehungen, wie kannst du da autistisch sein?'), wie befreiend die Diagnose war, und wie steinig der Weg ist, der noch vor ihr liegt. Sie berichtet dabei sehr offen und schonungslos auch von privatesten Erlebnissen, Beziehungskonflikten und psychischen Zusammenbrüchen. Von dysfunktionalen Familienverhältnissen und Gewalterfahrungen und vor allem auch von dem Gefühl, irgendwie anders zu sein, irgendwie nicht klarzukommen in dieser Welt, die so wenig auf Menschen im Autismusspektrum achtgibt. Wie schwierig es ist, als weiblich sozialisierte Person diagnostiziert zu werden und mit welchen Stereotypen und Vorurteilen man anschließend Tag für Tag konfrontiert wird.
Und auch hier wieder: Bradys Buch ist ein persönlicher Einblick, nichts von dem, was sie berichtet, muss automatisch auch auf andere Autist*innen zutreffen. Nichts mit 'Kennst du eine*n, kennst du alle'. In einigen Punkten habe ich mich, die ich selbst Autistin bin, wiederentdeckt, in vielen so überhaupt nicht. Trotzdem tut es unglaublich gut, Bücher wie dieses zu lesen. Zu sehen, da sind andere Menschen, die auch ihre Probleme haben. Die auch schauen müssen, wie sie klarkommen, und zwar jeden einzelnen Tag. Bücher wie dieses hier sind wichtig, nicht nur für Betroffene, sondern auch als Beitrag zur Aufklärung über ein Thema, das nach seiner Ansprache meistens nach 2 Sätzen in peinlichem Schweigen endet.
Es gibt viele Bücher, die sich differenzierter mit dem Thema auseinandersetzen, die einen umfassenderen Überblick bieten und als Einführung sicherlich geeigneter sind als dieses. Aber es ist immer auch wichtig, Betroffene selbst zu Wort kommen zu lassen und sich nicht nur einen Katalog an Merkmalen zusammenzusuchen, so vielfältig der auch sein mag. In diesem Sinne gibt "Strong Female Character" einen schönen, wirklich ehrlichen Einblick und ergänzt meine private "Autismusbibliothek" auf jeden Fall gut. Danke dafür.
Rezensionen von Miro:
Der von der Insel über allen Bergen
Über allen Bergen von Valentine Goby
Der 12jährige Vadim ist in Paris aufgewachsen, als Sohn eines jüdischen Schusters und einer französischen Mutter. Als die Bedrohung der Deutschen immer greifbarer wird, taucht der Vater ab und Vadim wird in ein schwer zugängliches Tal an der Grenze zur Schweiz geschickt. Als Vincent Dorselle tritt er seine Reise an und nimmt dort eine ganz neue Identität an.
Aus dem asthmatischen Stadtkind wird ein fittes und findiges Landkind. Mit Vadim erkunden wir Leser*innen die Bergwelt. Geraten mit ihm ins Staunen über die Wunder der Natur und den Wandel der Jahreszeiten.
Trotz der Bedrohung des Krieges lesen wir hier einen wunderschönen Roman über Zusammenhalt, Vertrauen und Freundschaft. Die Dorfgemeinschaft ist liebevoll und hilfsbereit. Der Junge wird warmherzig begleitet bei seiner Entwicklung. Er fühlt sich eingebettet in eine Familie, die ihm hier geschenkt wurde.
Besonders die Naturbeschreibungen scheinen der Autorin leicht von der Hand zu gehen. Die Bilder der Berge, die dieses Tal umgeben und des majestätsich thronenden Mont Blanc in der Ferne werden direkt in mein Wohnzimmer projiziert. Fast meine ich die Almwiesen zu riechen, vor allem wenn das Heu eingebracht wird.
Besonders gut gefallen hat mir, dass wir es hier einmal nicht mit der üblichen wortkargen Landbevölkerung zu tun haben, deren Alltag allein von Härte geprägt ist. Klar müssen die Kinder auch hier arbeiten und ihren Anteil beitragen, aber es wird auch Wert gelegt auf Spiel und Spaß. Sie stromern durch die Gegend, erkunden den Wald und laufen Ski im Winter. Und sie kümmern sich umeinander. Vincent hatte eindeutig Glück.
Bleibt nur zu hoffen, dass das Glück auch bei Vadim bleibt!
Rezensionen von Marie aus E.:
Jugendbuchhighlight am Jahresende
Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht. von Katie Kento
Robyn ist siebzehn Jahre alt und kann aufgrund einer Erkrankung ihre Wohnung nicht verlassen. Gegenüber liegt das Hotel Ambrosia, das seine besten Tage hinter sich hat und von seltsamen Langzeitgästen lebt.
Robyn liebt True-Crime und die Gäste und die Geschichte des Hotels schüren ihre Phantasie, sie beobachtet das Kommen und Gehen des Hotels oft mittels Fernglas.
Bis sie dann eines Tages eine Entführung beobachtet. Aber wie soll sie aktiv werden, sie kann ja ihre Wohnung nicht verlassen?
Das Ganze klingt ein wenig wie Hitchcocks "Fenster zum Hof" - und ist auch ähnlich aufgebaut. Nur in die heutige Zeit versetzt, primär für Jungendliche gedacht, viel moderner und sogar noch spannender (finde ich).
Das Buch war unser Überraschungsbuch und mit das Highlight des Jahres 2024 - jetzt im Dezember (wir durften es vor Erscheinungstermin lesen) kann man das wohl schon sagen.
Der Klappentext klang ja schon sehr vielversprechend, das Buch hat alles gehalten.
Robyn ist eine Ermittlerin, die von den 0815-Stereotypen abweicht. Schwer krank und auf ihren Rollstuhl angewiesen meistert sie ihr Detektivinnen-Leben unter widrigsten Umständen. Sie ist auch nicht eine 100-%-ige Sympathieträgerin, das macht es zusätzlich reizvoll. Aber keine Bange: die Rolle mit den 100% ist trotzdem vergeben, falls Ihr wie wir das schon auch irgendwie beim Lesen braucht.
Das True-Crime-Setting ist super und das Buch wird von Seite zu Seite spannender.
Wir haben es zu zweit gelesen, einmal die 15-Jährige des Hauses und ich, Erwachsen und langjährige Krimi & Thrillerleserin.
Beide konnten wir ab einem gewissen Punkt das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste es bis tief in die Nacht auslesen, dieTochter hat den Weihnachtsmarktbesuch abgelehnt, weil sie weiterlesen musste.
Was ich damit sagen will: nicht nur für die Zielgruppe ab 14 Jahre ist das Buch etwas, es ist altersmäßig nach oben hin offen. Unterschreiten solle man die Altersempfehlung jedoch nicht, da es schon nicht gerade ganz ziemperlich mit den Lesenden umgeht. Ab 14 Jahre ist unserer Einschätzung nach jedoch kein Problem.
Neben der 5/5 Spannung hat uns das Buch aber auch noch überzeugt, weil es so witzig ist. Es gibt so viele Sprüche und Aktionen, die uns zum Lachen gebracht haben. Beispiel gefällig? Wenn man zum Beispiel eine neue Bekanntschaft als "latent gruseliges Mädchen" in den Kontakten abspeichert. So aus dem Kontext gerissen wirkt es vielleicht nicht ganz so witzig, aber lest selbst, denn werdet ihr es nachvollziehen können.
Super finden wir auch die Chat-Nachrichten, die sich immer wieder mit dem Fließtext abwechseln, das macht so richtig schön teenie-lebendig und ist eine schöne Variante zum reinen Text. Es wird auch nicht übertrieben eingesetzt, genau richtig.
Herausfordern ist lediglich die Vielfalt an Namen der ganzen Hotelgäste und da nicht den Überblick zu verlieren. Aber ihr schafft das, keine Bange! Und wenn ihr lost seid, dann gibt es immer wieder mal eine Hotelskizze, die einen wieder abholt.
Fazit: Wenn euch das Cover anspricht, dann lest das Buch. Es hält, was das Cover verspricht.
Rezensionen von Claudia R.:
fantasievoll
Die Essenz der Königin von Anette Schaumlöffel
Klappentext / Inhalt:
Katta ist eine ganz normale Fünfzehnjährige. Sie lebt zufrieden in einer Patchworkfamilie, liebt ihre kleinen Geschwister, aber noch mehr liebt sie es, sich in ihrem Zimmer zu vergraben und Geschichten über Elfen und Dracheneier zu lesen.
Eigentlich sollte Katta nur schnell Kaffee für ihre Mutter kaufen, doch dann stolpert sie in ein Abenteuer, das ihr Fantasybuch zu Hause in den Schatten stellt.
In der Parallelwelt, in die sie entführt wird, haben die Tiere das Sagen und Menschen sind nicht besonders helle. Eine geheimnisvolle Essenz ist verschwunden, und eine furchteinflößende Königin verlangt sie zurück. Doch niemand, der Katta begegnet, ist die Person, die sie zu sein vorgibt. Und alle haben ihre eigenen Pläne.
Wie gut, dass Katta in der anderen Welt zaubern und sich in jedes Tier verwandeln kann. Trotzdem muss sie all ihren Erfindungsreichtum aufbieten, um die verworrene Verschwörung zu einem guten Ende zu bringen.
Cover:
Das Cover ist in marinen Tönen gehalten und zeigt eine verschlungene und verschnörkelte Glasflasche in Form eines Oktopus. Die Meere und das Wasser werden hier veranschaulicht und verdeutlicht. Etwas mystisches geht von der Flasche aus und so weckt diese Interne. Auch der verschwommene Hintergrund ist toll gewählt.
Meinung:
Fantasievoll, kreativ und spannend, wird man in eine Parallelwelt voller Macht und Intrigen entführt und erlebt an der Seite von Katta eine spannende Suche nach der verschwundenen und geheimnisvollen Essenz.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist locker und angenehm und lässt sich leicht und flüssig lesen und dennoch hatte ich in der ersten Hälfte Dees Buches ein wenig Probleme richtig hineinzufinden. An sich sind Wechsel der Perspektiven zumeist sehr spannend und fesselnd. Hier haben sie mich jedoch teils eher verwirrt, was sich aber irgendwann gab. Auch hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Die Grundidee und auch die Hintergründe fand ich toll, jedoch fehlte es mir manchmal ein wenig an Ausarbeitung.
Die Geschichte in sich ist spannend und fantasievoll. Man merkt, dass viel Kreativität darin steckt. Jedoch hat es mich nicht immer so gefesselt, wie ich es mir vielleicht selbst auch gewünscht hätte.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute Länge. Die Kapitelanfänge sind sehr schön herausgearbeitet. Die kleine Illustration am Anfang der Kapitel sticht hervor und auch die Kapitelüberschriften sind gut gewählt ohne zu viel zu verraten.
Ein tolle Fantasygeschichte, mit viel Kreativität und einer tollen Grundidee, das i-Tüpfelchen fehlt jedoch. Die Charaktere bleiben manchmal etwas blass, auch wenn ich Katta sehr mochte.
Alles in allem leicht und locker, kurzweilig und eine wunderschöne Fantasy Geschichte für zwischendurch. Tolle Grundidee, aber gern noch etwas mehr Tiefe.
Fazit:
Fantasievoll, kreativ und spannend, wird man in eine Parallelwelt entführt und eine spannende Suche beginnt.
Rezensionen von Claudia R.:
Achterbahnfahrt
Der König von Jo Nesbø
Klappentext / Inhalt:
Zwei Brüder, eine Stadt – nur einer kann hier König sein!
Das kleine Os im Norden Norwegens ist ein Naturparadies. Der Tourismus boomt. Die Brüder Carl und Roy planen ein Wellness-Hotel und einen Vergnügungspark. Da droht der Bau eines Tunnels den kleinen Ort von den Touristenströmen abzuschneiden.
Der drohende Ruin lässt alle die Messer wetzen. Carl und Roy versuchen zu retten, was zu retten ist. Doch als die Dämonen der Vergangenheit ins Spiel kommen und Fragen nach dem Tod ihrer Eltern aufkommen, ist schnell klar, gemeinsam werden sie nicht gewinnen: nur einer kann hier König sein.
Fans von Jussi Adler Olsen und Hjorth & Rosenfeldt werden Jo Nesbø lieben! Dieser Kriminalroman wird Sie in den Bann ziehen und Ihnen den Schlaf rauben!
Cover:
Gejagt, spannend und aufregend wirkt das Cover durch die Einstellung seiner selbst. Eine Person, welche sich umschaut und in der Aktion abgebildet wird macht einen überstürzten und gehetzten Eindruck. Die goldene Achterbahn die sich im ganzen Szenario zudem optisch glanzvoll hervorhebt macht es zudem interessant und spannend. Gelungen und faszinierend umgesetzt hat das Cover auf jeden Fall meine Neugier und mein Interesse geweckt.
Meinung:
Faszinierend und spannend zugleich, wird man hier schnell ins Geschehen gebracht und durch direkte Ansprachen und Fragen hineingezogen und zum Nachdenken gebracht. "Der König" ist der Nachfolger von "Ihr Königreich" und auch wenn man den ersten Band nicht kennt, dient man gut und schnell hinein. Ich zumindest habe nichts vermisst und kam schnell in die Erzählung hinein und hatte nicht das Gefühl, dass hier Wissen oder Kenntnisse dazu fehlten.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten, da ich nicht spoilern will und nichts vorweg nehmen möchte.
Der Schreibstil ist bildlich und spannend umgesetzt. Man kommt schnell und gut ins Geschehen hinein und wird von diesem mitgenommen und gefesselt. Auch die Kapitellänge fand ich angenehm und angemessen umgesetzt. Die Anfänge sind gut erkennbar und auch von der Gliederung und Gestellung fand ich es einfach, aber gut und passend gewählt.
Die Ich-Perspektive macht es sehr erlebbar und zugleich auch sehr emotionsreich und packend. man kommt in Gedanken und Gefühle der Charaktere und Situationen gut hinein und mir hat die Erzählweise sehr gut gefallen. Spannung wird sehr gut aufgebaut und auch Wendungen sind überraschend platziert. Mich haben einige Situationen zum Nachdenken gebracht und zugleich auch bewegt und mitfühlen lassen. Ein fesselnder Kriminalroman mit vielen spannenden Verwicklungen. Gier, Neid und die Dämonen der Vergangenheit holen hier die Gegenwart ein und sorgen für alten neuen Zwist.
Eine Achterbahnfahrt der Spannung und Emotionen, die gelungen umgesetzt wurde und auch die Charaktere wurden sehr gut getroffen und gekonnt umgesetzt und durchdacht.
Packend und fesselnd umgesetzt. Mich hat es mitgenommen und ich bin auf weitere Bücher und Werke des Autors gespannt und es wird sicherlich nicht das letzte Buch gewesen sein, welches ich von ihm gelesen habe.
Fazit:
Fesselnder, spannender und packender norwegischer Kriminalroman, der begeistert.
Rezensionen von Claudia R.:
wahrhaft mutig
LESEZUG/1. Klasse: Die Drachenschule von Daniela Höllwarth
Klappentext / Inhalt:
Kann man Mut lernen?
Knut möchte ein mutiger Ritter werden, genauso wie sein Papa. Bevor es so weit ist, landet er in der Drachenschule „Feuerflug“. Warten hier angsteinflößende Drachen
auf ihn? Ganz und gar nicht - die Drachenkinder sind schüchtern und überhaupt nicht mutig.
Aber mit Knuts lustigen Ideen schaffen sie es, über ihren eigenen Drachen-Schatten zu springen.
Cover:
Ein junger kleiner Ritter steht in der Schule umringt von vielen kleinen Drachenkindern und erklärt ihnen wichtige Lektionen und scheint dabei viel Spaß zu haben. Die Schulumgebung ist klar erkennbar und auch die kleinen Drachenkinder sind total niedlich dargestellt. Optisch und auch farblich finde ich es wundervoll und einfach richtig klasse gelungen.
Meinung:
Ein wundervolles Erstleseabenteuer, das sehr viel Spaß nacht und zum Selberlesen und Entdecken einlädt. Die große Schrift und die großen Buchstaben sind klasse gewählt und für Leseanfänger sehr gut geeignet. Nur wenig Wörter oder kurze Säte je Seite machen es für die Erstleser sehr einfach. Die Texte sind gut verständlich und zugleich gut lesbar. Die Geschichte ist sehr niedlich und liebevoll umgesetzt zugleich, aber auch ein wenig Spannung und Humor rundet das Ganze perfekt ab.
Aber mehr sei hier nicht verraten. Schaut am Besten selbst hinein und schaut was Knut zu berichten und zu erzählen hat. Denn der kleine Knut möchte gern ein mutiger Ritter sein und ob er auch mutig ist, das lest hier einfach nach.
Super niedlich fand ich auch die kleinen Drachenkinder und die tollen Aktionen, die sich Knut hat einfallen lassen. Die Umsetzung ist sehr gut gelungen und für Erstleser genau richtig und sehr gut geeignet. Das Text-Bild Verhältnis ist gut geeignet und ein gelungener Einstieg zum Selbstlesen.
Die Illustrationen sind wundervoll und sehr gut gelungen. Diese runden das Ganze perfekt ab und geben das Gelesene sehr gut wider. Besonders die Charaktere sind hier auch richtig toll umgesetzt. Super niedlich und einfach wunderschön sind die Zeichnungen umgesetzt und die bunten Bilder laden zum Betrachten und Anschauen ein.
Wundervolles Erstleserbuch, das Spaß macht und den Leseerfolg fördert. Wunderschön umgesetzt und einfach total niedlich.
Fazit:
Mutig, liebevoll und unterhaltsam ist dieses Buch einfach ideal für Leseanfänger umgesetzt.
Rezensionen von Claudia R.:
Drachenstarkes Abenteuer
Retter der Drachen - Sei schnell wie der Wind! (Retter der Drachen 1) von Annett Stütze; Britta Vorbach
Klappentext / Inhalt:
„Retter der Drachen – Sei schnell wie der Wind!" ist eine mitreißende, lustige und herzerwärmende Geschichte für Jungs und Mädchen von den Autorinnen Annett Stütze und Britta Vorbach. Das Buch eignet sich perfekt zum ersten Selberlesen für Kinder ab 7 Jahren – und zum Vorlesen für die Jüngeren.
Mit wunderschönen bunten Illustrationen von Stefanie Klaßen.
Als Lea nach Drachenfels zieht, nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung: Eine zufällige Begegnung mit der Nebelfee Nebula, die ein magisches Drachenei in der Hand hält, enthüllt eine entscheidende Mission: Der 13. böse Drache hat die Macht im Drachenreich an sich gerissen. Er schickt Spione in die Menschenwelt, die den Auftrag haben, Drachenbabys zu finden und zu fangen. Und schon schlüpft der kleine Drache Avindur aus dem Ei … Lea und ihre Freunde begeben sich auf ein spannendes Abenteuer, um die Pläne des bösen Drachens zu vereiteln. Begleite die Drachenretter auf einer Reise voller Freundschaft, Mut und der Verantwortung, sich um ein einzigartiges Drachenbaby zu kümmern.
Cover:
Das Cover ist toll gestaltet und ein Mädchen sowie ein Drache sind darauf erkennbar und verbreiten eine abenteuerliche und spannende Stimmung und Atmosphäre. Optisch und auch farblich ist es toll umgesetzt.
Meinung:
Auf der Innenseite sieht man die Charaktere, welche hier mit Namen abgebildet sind und dies hilft dann sehr gut bei der Zuordnung und Vorstellung der Charaktere. Danach geht es auch gleich spannend los und auf Lea wartet so einiges überraschendes und spannendes. Besonders niedlich ist der kleine Drache Avindur, welchen ich sofort in mein Herz geschlossen habe, mit seiner niedlichen und tollen Art. Er sorgt aber auch für so einige Turbulenzen und Spannung und auch der Humor bleibt hier nicht aus. Die Geschichte ist super niedlich und spannend umgesetzt.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit genaueren Details und Informationen dazu bedeckt.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und locker lesen. Die Schriftgröße ist für die Altersstufe gut und recht passend gewählt. Die großen Buchstaben und großen Schriftzeichen machen es einfach und angenehm. Auch die Textlänge und das einfügen der Bilder macht es für die Altersstufe sehr angenehm. Es eignet sich gut zum Vorlesen, aber auch für die etwas älteren auch zum Selbstlesen. Die Kapitel sind gut gegliedert und haben eine angenehme Länge. Die Kapitelanfänge sind deutlich und gut erkennbar.
Wundervoll sind auch die Illustrationen und Bilder zwischendurch. Diese runden das Ganze sehr gut ab und veranschaulichen das Gelesene. Die Illustrationen sind toll gewählt und haben mir sehr gut gefallen. Die Zeichnungen wurden sehr liebevoll umgesetzt und auch die Figuren und Charaktere sind sehr gut getroffen und es macht viel Freude beim Betrachten.
Die Geschichte selbst ist spannend und auch liebevoll umgesetzt und sorgt zugleich für gute Unterhaltung. Die Charaktere sind toll und gut getroffen und ich bin gespannt, was Lea und Avindur noch so erleben werden. Eine wundervolle, lebendige und fantasievolle Geschichte, die toll und gut verständlich umgesetzt wurde. Gliederung und Gestaltung ist toll gemacht und für die Altersstufe ansprechend umgesetzt.
Fazit:
Drachenstarkes Abenteuer mit tollen Charakteren und liebevollen Illustrationen.
Rezensionen von Sago:
Eulen am Karmesinhof
Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss von Julia Dippel
Das Buch hat mich ziemlich zwiegespalten zurückgelassen. Schreibstil und Worldbuilding haben mir so gut gefallen wie schon beim ersten Teil der Sonnenfeuer-Ballade-Trilogie. Mit der Reise an den Karmesinhof der Monarchin gab es auch mehr zu beschreiben und zu sehen als im durch Schneemassen abgeschlossenen Herbergen-Setting des ersten Bandes.
Stand dort noch ein Mordfall im Mittelpunkt, gilt es für Sintha und Arez nun das Rätsel zu lösen, wer sich hinter der Stimne in den Schatten verbirgt, die Arez' Bruder in den Tod getrieben hat. Im Zentrum des Verdachts stehen schnell die sogenannten Eulen, vier mächtige Angehörige des Hofs.
Die Geschichte hatte immer dann ihre Stärken, wenn die Handlung weiter auf der Spur der Rätsel voranschritt. Auch Sinthas Herkuft als letzte Onyde rückte erneut ins Zentrum und sorgte fürs spannende Momente.
Gar nicht gefallen hat mir aber über weite Strecke die Beziehung zwischen Sintha und Arez, die dafür sorgte, dass mir Arez regelrecht unsympathisch wurde. Lange Zeit steigert er sich in Vorwürfe an Sintha wegen des Todes seines Bruders starrköpfig hinein, um dann plötzlich umzuschwenken, Sintha aber weiter zu bevormunden und alle paar Seiten über seine Schulter zu werfen oder einzusperren. Ich hätte mir echt gewünscht, dass Sintha mit dem Minnesänger oder dem süßen Irrlicht durchbrennt.
Dennoch gab es einige interessante Wendungen, die mich neugierig auf den Fortgang der insgesamt guten Geschichten gemacht haben.











