Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Márta
Rückkehr nach Budapest von Nikoletta Kiss
Nikoletta Kiss wählt für ihren Roman „Rückkehr nach Budapest“ eine interessante Zeit und Konstellation: Zwischen Ungarn und DDR ab 1986.
Erzählt wird von der Ungarin Márta, die ihre Cousine Theresa in Ostberlin besucht und sich da in den Dichter Konstantin verliebt.Der wird aber der Freund von Theresa.
Konstantin leidet an der DDR. Er ist als Heimkind schlecht behandelt worden, seine regimekritischen Texte traut er sich deswegen nicht zu veröffentlichen. Aber Theresa will ein Manuskript von ihm nachWestdeutschland schmuggeln. Ein großes Risiko.
Die Handlung springt in den Zeiten. Es wird eindringlich erzählt, mit leicht melancholischen Ton. Es gibt die Szenen in der DDR. Dann wieder Jahre später ist gerade das Begäbnis von Theresa und Márta erinnert sich an vieles.
Es ist ein eher ruhiges Buch, dessen Stärke darin besteht, die Empfindungen der Figuren in dieser Zeit und Situation transparent zu machen.
Rezensionen von peedee:
Viel Stoff zum Nachdenken
In der Ruhe liegt die Kraft von Jennifer Dukes Lee
Immer schneller, höher, weiter! So lautet vielerorts das Credo. In der Geschäftswelt soll immer alles optimiert und beschleunigt werden und auch im Privatleben sollte vieles immer schneller gehen. Stopp! Die Autorin will den Weg zu einem entschleunigten Leben anhand des Lebens auf dem Land und dem Rhythmus der Jahreszeiten aufzeigen.
Kleine Dinge, die im Stillen wachsen und grosse Wunder darstellen…
Erster Eindruck: Ein unaufgeregtes, klares Cover – gefällt mir sehr gut.
Der Buchtitel ist in Verbindung mit dem Leben auf dem Land im Allgemeinen und in Bezug auf das geistliche Wachsen im Speziellen sehr gut gewählt.
Die Autorin hat ihr Buch anhand der Jahreszeiten in vier grosse Teile gegliedert: „Frühjahrsaussaat“, „Sommerwachstum“, „Herbsternte“, „Winterruhe“. Ich liebe die vier Jahreszeiten – obwohl ich sie nicht alle gleich gerne mag: Frühling, Zeit des Aufbruchs (meine Lieblingsjahreszeit); Sommer, Zeit der Unbeschwertheit; Herbst, Zeit des Rückzugs; Winter, Zeit der Besinnung.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Mir hat ihr Schreibstil sehr gut gefallen, ebenso der Mix von Auszügen aus ihrem persönlichen Leben und der Bibel. Als Stadtkind wollte sie nie auf dem Land wohnen – und wo ist sie gelandet? Genau! Ihr Mann hat Jura studiert und bewirtschaftet nun die Farm – war sein Studium vergebens? Mitnichten. Sprüche von „Wohlmeinenden“, als sie aufs Land zogen und ihr Leben änderten, gab es genug. Aber was berechtigt Menschen, die Zukunftspläne anderer zu kritisieren? Wichtig scheint mir in diesem Zusammenhang, dass man sich nicht mit anderen vergleichen sollte (daran muss ich arbeiten, denn bei Vergleichen mit anderen ziehe ich oft den Kürzeren).
„Eine Maispflanze vergleicht sich nie mit der Pflanze neben ihr. Sie kämpft nicht gegen die Uhr an und zweifelt nicht daran, dass es eine Ernte geben wird.“
Ich habe mir so viele Dinge markiert, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Dazu gehören z.B. die folgenden Punkte: Träume dürfen ändern; keine Angst zu haben, bei langsamerem Tempo etwas zu verpassen; wir leiden unter Ablenkung und Ungeduld. Ein sehr interessanter Input war für mich auch, dass man negative Gefühle zeitlich begrenzt zulassen solle – und sie dann loslassen. Von mir gibt es 4 Sterne.
Rezensionen von PMelittaM:
Anders als die Vorgängerbände
Verlassen von Eva Björg Ægisdóttir
Die schwerreiche isländische Familie Snæberg trifft sich in einem abgelegenen Hotel zu einem Familientreffen. Am Ende wird jemand tot sein.
Wer auf ein Wiedersehen mit Elma und Sævar hofft, könnte enttäuscht werden, denn der vierte Band der Reihe ist eher ein Prequel, denn das erzählte Geschehen findet 2017 statt, Elma ist noch nicht Teil der Polizei von Akranes, dafür trifft man aber auf Sævar und Hörður, allerdings nehmen die Ermittlungen der Polizei nur einen kleinen Teil der Erzählung ein.
Der Fokus liegt klar auf der Familie, ihren Beziehungen untereinander und ihren Problemen miteinander.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven in Ich-Form, wir erleben das Geschehen aus Sicht Petras, die jung heiratete, zwei Kinder hat und nicht im Familienunternehmen arbeitet, aus Sicht Leas, Petras sechzehnjähriger Tochter, aus Sicht Tryggvis, der erst vor kurzem in die Familie einheiratete und aus Sicht der Hotelangestellten Irma, die die Familie zu verehren scheint. Dieser Part beginnt nach einem kurzen Prolog mit dem Tag der Anreise, dem 03. November 2017. Zwei Tage später treffen wir auf Sævar und Hörður, die zu einer Leiche in der Nähe des Hotels gerufen wurden. Wer diese Leiche ist, erfährt man erst ganz am Ende. Sævars und Hörðurs Episoden sind eingestreut in den Rest der Geschichte, die das Geschehen im Hotel chronologisch erzählt, und geben immer wieder kleine Informationen preis.
Als Leser:in ist man somit ständig am rätseln, wer wohl das Todesopfer sein könnte, warum und wie es zum Tod kam, und wer darin involviert sein könnte. Das macht einen großen Teil der Spannung aus, weil man immer neue Informationen erhält, nicht nur von den Ermittlern, sondern auch von den Ich-Erzähler:innen. Am Ende wird das Geschehen nachvollziehbar aufgelöst.
Dieser Roman ist so ganz anders als die drei Vorbände, was vielleicht nicht allen gefällt, zumal die bekannten Charaktere nur kleine Rollen haben oder ganz fehlen. Mir hat der Roman trotzdem gut gefallen, er baut sich, wie auch die Vorgänger psychologisch auf, bietet immer wieder Überraschungen und gibt einen tiefen Einblick in eine ungesunde Familie.
Zum besseren Überblick enthält der Band eine Islandkarte und einen Stammbaum der Familie.
Der vierte Band der Reihe ist anders als seine Vorgänger, aber dadurch nicht schlechter. Da er zeitlich vor den anderen spielt, ist er eher ein Prequel, die Ermittler spielen zudem nur eine kleine Rolle, der Fokus liegt auf der Familie Snæberg. Man sollte ihm unbedingt eine Chance geben, mir hat er auf jeden Fall gut gefallen.
Rezensionen von Streiflicht:
Empfehlenswert
Lotti und das Land der Träume von Marlen Zeisl
Auf dieses Buch war ich neugierig, weil mir die Botschaft so gut gefallen hat. Auch das Cover hat mich sofort begeistert , obwohl ich definitiv keine Coverkäuferin bin. Bei Kinder- und Jugendbüchern finde ich das aber schon wichtig und da ist das Cover mit Lotti definitiv gelungen und ein Hingucker.
Ein bisschen schwierig fand ich die Wahl der Schriftart, weil man die Großbuchstaben von J und I nicht so gut auseinanderhalten kann. Aber das beeinflusst ja die Geschichte nicht.
Das Buch selbst hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich mag den Text, aber auch die Zeichnungen. Etwas seltsam fand ich das Ich, das erzählt. Hier wurde mir einfach nicht klar, wer da spricht und erzählt. Allerdings kenne ich auch das erste Buch nicht – vielleicht wurde das hier erklärt.
Ich mag die Idee, dass Lotti ins Traumland reist und dort ihre Kuscheltiere trifft, die lebendig sind. Auch mag ich die Ideen, welche Tiere es dort gibt und welche Besonderheiten. Die Botschaft, dass man mutig sein soll und es einfach versuchen soll, wenn man sich was wirklich wünscht, hat mir sehr gut gefallen.
Ein schönes Kinderbuch, das ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von S.:
Der Ring
Something Old, Someone New von Jessie Rosen
Der Antrag ist ein Schock! Ein Vintage-Ring! Darf Shea doch nie, nie, niemals nie den schon getragenen Ring einer anderen Frau annehmen! Das bringt unweigerlich Pech. Aber den Mann, den möchte sie schon. Logische Konsequenz: sie findet heraus, wer die frühere Trägerin, wie deren Leben war. Glücklich - dann kann sie ihn annehmen.
Ganz begeistert ist der Verlobte nicht, dennoch macht sich Shea zusammen mit ihrer Schwester und einem Story- witterndem Journalisten auf die Suche. Die geht durch Italien und Portugal und weiter und gestaltet sich abenteuerlich. Shea vergleicht Leute oft mit mir unbekannten Personen, so ist ihre Meinung nicht immer nachvollziehbar. Und wie entwickelt sich die Geschichte mit Graham?
Jessie Rosen hat eine Lovestory , deren Heldin kritisch ihre Vorstellungen und Ansichten hinterfragt, geschrieben. Shea ist erfolgreich, John eigentlich ein Traumtyp, aber reicht das für ein ganzes Leben?
Die Gedanken der Prota sind stark beeinflusst durch ihre italienische Großmutter und deren abergläubischen Vorstellungen. Interessant ist dargestellt, wie dadurch ihre Entscheidungen beeinflusst werden.
Die Suche nach der Geschichte des Ringes ist eine nette und gut ausgedachte Idee.
Rezensionen von Streiflicht:
Starck ist stark
STARCK und der erste Tag von Christian Jaschinski
Auf dieses Buch war ich total neugierig, weil ich die Kurzbeschreibung so toll fand. Gleichzeitig ist auch das Cover mit seinem starken Pink ein absoluter Hingucker. Der Farbschnitt tut sein Übriges und ruft laut nach dem Leser. Ich war also sehr, sehr gespannt auf das Buch und schnell war mir klar, dass ich das Buch richtig mag.
Schon auf den ersten Seiten ist es total spannend und man fühlt direkt mit Andreas Starck mit. Er hat einfach so richtig üblen Mist am Hals, seine Frau ist tot, seine Tochter weg – ein Wunder, dass er nicht einfach aufgegeben hat und weiterkämpft. Das fand ich wirklich bemerkenswert.
Genau wie die Geschichte als solche. Viele wirklich gut gezeichnete bzw. beschriebene Figuren, die das miterleben und mitfiebern leicht machen. Wenn ein Autor das schafft, hat er aus meiner Sicht alles richtig gemacht. Wenn Figuren aus Bücher lebendig werden, beim Leser so ein Kopfkino entsteht und man immer nur weiterlesen will, beherrscht der Schriftsteller sein Metier.
Als ich die letzte Seite gelesen hatte, hätte ich so gerne direkt weitergelesen – schade, dass ich fast ein Jahr warten muss. Aber das ist auch alles, was ich nicht gut finde und zeigt ja umso deutlicher, wie sehr mit Starck und seine Geschichte gepackt haben.
Starck ist im wahrsten Sinne des Wortes stark, aber auch dem Autoren ist hier eine starke Story gelungen. Ich bin extrem gespannt auf Teil 2 und 3!
Rezensionen von Streiflicht:
Tolle Tipps und Touren
Texel - ReiseGenuss von Felicitas van Daalen; Tanja Neumann
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich zwar schon einiges von den Niederlanden kenne – wir wohnen nicht so weit weg und sind gerne in unserem Nachbarland – allerdings nicht die Insel Texel. Schon der erste Blick ins Buch hat Spaß gemacht und so hat es sich dann auch fortgesetzt. Ein sehr schönes Buch, das viele tolle Tipps und Ideen für Touren beinhaltet.
Eine Freundin von mir kennt Texel sehr gut und hatte sich das Buch trotzdem im Herbst vor ihrem Ausflug dorthin gekauft. Selbst sie hat noch Neues und Interessantes gefunden, obwohl sie schon so oft dort war.
Gut gefallen haben mir die kleinen Geschichten um Land und Leute, die guten Tipps zum Essen und Genießen. Schon im Untertitel steht ja das Wort ReiseGenuss und das ist es wirklich. Hier kann man auch mal Sachen probieren, die es bei uns so nicht gibt – ich liebe es, anderes Essen zu testen und neue Geschmäcker kennenzulernen. Regionale Spezialitäten finde ich immer super.
Dazu der Gedanke der Nachhaltigkeit, der mir selbst sehr wichtig ist. Radeln oder Wandern auf der Suche nach kulinarischen Leckerbissen, das hat was. So mache ich gerne Urlaub und Dank dieses Buchs ist das auch dann kein Problem, wenn man Texel bisher noch nicht kennt.
Rezensionen von Gavroche:
Ägyptische Grabungen
Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows von Isabel Ibañez
Inez Olivera lebt bei ihrer Tante und ihren beiden Cousinen in Argentinien, da ihre Eltern lange Monate des Jahres immer wieder in Ägypten verbringen, aber sie haben Inez nie mitgenommen. Und dann erreicht Inez eines Tages ein schockierender Brief: ihre Eltern sind verstorben, von einem Ausflug in die Wüste nicht zurück gekehrt.
Im Jahr 1884 macht sich Inez heimlich ganz alleine auf den Weg nach Kairo, um ihren Onkel zu treffen und von ihm mehr zu erfahren.
Funde aus Ägypten sind hoch im Kurs und so werden sie zu zigtausenden nach Europa verschifft und das kulturelle Erbe verlässt sein Heimatland. Diese Schatzsuchen, Plündereien und Betrügereien werden hier gut dargestellt. Das Buch spielt in einer leicht verschobenen Parallelwelt, in der es Reste von Magie gibt. So hat der Onkel von Inez eine Sandale, die leuchtet - sehr praktisch in dunklen Tempeln. Auch praktisch ein Koffer, der immer wieder mit frischer Seifenlauge zum Spülen gefüllt ist. Oder ein Tuch, aus dem kochendes Wasser kommt, wenn man es auswringt. Allerdings hat mich hier der Anachronismus gestört, dass Inez einen Teebeutel - eine Erfindung des frühen 20. Jahrhunderts - nutzt. Genau wie bei der Aufzählung von Gewürzen auch Curry neben Bestandteilen dieser Gewürzmischung aufgeführt wird. Nun ja, aber ich möchte auch nicht zu kleinlich sein.
Inez handelt manchmal etwas unbedarft und die Geheimnisse von Whit und ihrem Onkel werden lange Zeit zu sehr aufgebauscht.
Dennoch fand ich die Geschichte interessant und freue mich auf die Fortsetzung, denn das Ende kam wie ein Paukenschlag.
Rezensionen von Gavroche:
Auf nach Hollywood
Not your Darling von Katherine Blake
Margaret stammt aus Moorecamb in Großbritannien, aber ihr großer Traum ist es, in Hollywood als Maskenbildnerin zu arbeiten. Und so kommt sie durch eine Trickserei auch an ihr Ziel. Zumindest an den Ort und sie hat Glück, dass sie eine bezahlbare Wohnung findet - inklusive einer tollen Freundin, der Bordellbesitzerin Primrose.
Aber nicht alles verläuft so gut für sie, denn Hollywood ist einfach sexistisch und im Jahr 1950 haben ganz eindeutig die Männer das Sagen.
Aber Loretta - so nennt sie sich nun - ist nicht auf den Kopf gefallen und lässt sich auch nicht so leicht unterkriegen. Sie hat ihr Ziel fest im Blick, eine schnoddrige Schnauze und nimmt es mit allen Hindernissen auf. Aber es verläuft natürlich nicht alles immer gut.
Eine recht überzogene dargestellte Protagonistin, die in der Realität so nicht vorstellbar ist, aber im Buch hat sie mir gefallen.
Rezensionen von yellowdog:
Der Unfall
Dancing Queen von Camila Fabbri
Dancing Queen ist ein Roman aus Argentinien, der eine Frau in der emotionalen Krise zeigt.
Das Cover zeigt ein Auto und es beginnt auch mit einem schweren Autounfall. Die Protagonistin Paulina ist schwer verletzt, kann sich nicht bewegen, aber doch die Umgebung wahrnehmen. Dieser besondere Zustand bestimmt die Erzählweise.
Wechselnd auf der Fahrt ins Krankenhaus wird gezeigt, was vorher und danach passiert. Das ist ganz gut gemacht, obwohl mich der vorherrschende Erzählton nicht unbedingt anspricht.
Auch mit dem Ende kann man nicht ganz zufrieden sein. Irgendwie scheint etwas im Buch zu fehlen.
Dennoch gibt es von der Autorin Camila Fabbri gut gemachte Passagen. Das Buch hat was und man muss es nicht bereuen, dass Buch gelesen zu haben.
Über den Titel Dancng Queen, der auf ABBAs Song anspielt, habe ich mich gewundert, den der Roman hat nicht das Brave, dass dieser Song ausstrahlt.











