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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von v_im_wunderland:

sehr interessant

Berauscht der Sinne beraubt von Racha Kirakosian

Das Cover des Buches ist bunte gestaltet und erinnert nicht direkt an ein exakt recherchiertes Sachbuch. Doch genau dies ist es . Es handelt sich bei diesem Buch über ein sehr detailliert recherchiertes Sachbuch über die Ekstase. Die Ekstase wird dabei in verschiedenen Zusammenhängen betrachtet. Zum Beispiel wie man sie als Historiker immer wieder in Texten des Mittelalters auffindet.

So wird in diesem Buch über die Ekstase im Zusammenhang mit Religion berichtet und dies sehr anschaulich dargelegt. Auch wird auf die heutige Zeit eingegangen, indem man natürlich auf die Ekstase durch den Tanz, wie zum Beispiel bei der Loveparade, eingeht. Ich fand dieses Buch sehr interessant, da ich mich mit dem Thema Ekstase im historischen Kontext noch nicht befasst hatte und durch dieses Buch mir sehr viel Wissen aneignen konnte. Sehr gelungen.

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Rezensionen von Julia:

Bewegende Schicksale

Suche liebevollen Menschen von Julian Borger

Wir alle kennen die Geschichte des zweiten Weltkrieges und wissen, welche grauenhaften Taten gegenüber Juden und anderen Menschen passiert sind. In diesem Buch erfahren wir etwas über eine ganz besondere Gruppe an Menschen: den Wiener Kindern, welche per Zeitungsanzeigen an Familien in England vermittelt und somit aus der Schusslinie gebracht werden sollten.

Der Vater des Autors war selbst so ein Kind und somit sind alle Geschichten immer wieder mit dieser Geschichte verknüpft. Die Kinder, welche auf der selben Zeitungsseite ihre Anzeigen hatten, wie der Vater. Und doch gibt es einen Unterschied: Der Autor hatte nie die Möglichkeit die Dinge aus Sicht seines Vaters erzählt zu bekommen und so kann er nur Mutmaßungen anstellen, ob sein Schicksal wohl dem der anderen Kindern geähnelt hat.

Man merkt, wie viel Mühe sich Julian Borger bei der Recherche zu diesem Buch gegeben hat und er deckt Teile der Geschichte auf, die mir so gar nicht bekannt waren. Denn wir lernen in der Schule viel über die Entwicklungen in Deutschland, jedoch nicht die, die in Österreich passiert sind. Für mich war das ein sehr spannender Einblick.

Die Schicksale der Kinder waren alle sehr unterschiedlich und hatten doch eins gemeinsam: sie gehen einem beim Lesen sehr nahe. Man möchte sich gar nicht vorstellen, welches Leid manche ertragen mussten. Da waren Geschichten dabei, die mir regelrecht eine Gänsehaut beschert haben.

Ein top recherchiertes Buch, mit vielen persönlichen Schicksalen, welche mit originalen Bildern noch einmal mehr unter die Haut gehen. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von Julia:

Fesselndes Verwirrspiel

Der Narbenschneider (Thriller) von Gunnar Schwarz

Der Narbenschneider ist der zweite Fall für Tabea Kurz und Frank Schünemann, lässt sich aber auch problemlos ohne Vorwissen aus dem ersten Band lesen.

Gunnar Schwarz schafft mal wieder ein beispielloses Verwirrspiel, bei dem die Lesenden sehr lange nicht wissen, wer hinter den Taten steckt. Dennoch bekommt man durch kurze Zwischensequenzen immer wieder Einblicke in die Sichtweisen des Täters.

Der Schreibstil ist packend und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, sondern unbedingt erfahren, was einen zu solchen Taten treibt.

Ich liebe die Bücher von Gunnar Schwarz, dennoch muss ich hier sagen, dass mir die ein oder andere Textstelle nicht so gut gefallen hat. Die haben für mich vom Erzählstil nicht so ganz reingepasst, sondern waren eher zusammenfassend, was in diesem Abschnitt passieren sollte. Fast so, als hätte man in groben Sätze die Handlung aufgeschrieben und dann vergessen, das Ganze richtig auszuformulieren. Das ist nun aber wirklich meckern auf hohem Niveau und hat der Handlung der gesamten Geschichte keinen Abbruch getan!

Für Thriller Fans auf jeden Fall ein super empfehlenswerter Nervenkitzel!

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Rezensionen von gerlisch:

Humorvoller britischer Krimi

Wir finden Mörder von Richard Osman

In Richard Osman’s neuer Krimi-Reihe lernen wir Amy Wheeler kennen. Sie war bereits als Bodyguard öfter in gefährliche Situationen verwickelt. Bei ihrem aktuellen Auftrag beschützt sie die berühmte Thriller-Autorin Rosie D’Antonio auf einer einsamen Insel. Als in ihrem näheren Umfeld Morde geschehen und dann auch noch auf Amy geschossen wird, bittet sie ihren Schwiegervater und ehemaligen Kriminalkommissar Steve um Hilfe.

Meine Meinung zu diesem Krimi ist leider zweigeteilt. Der Schreibstil ist locker und leicht, aber die Satzstellung hat stellenweise meinen Lesefluss gestört. Viele Verschachtelungen zwangen mich oft dazu den Satz zum Verständnis nochmal zu lesen.
Viele Passagen in diesem Buch waren zum einen superspannend, aber auch manchmal verworren, was vielleicht auch an der Vielzahl der Personen lag.
Die Figuren sind herrlich skurril gezeichnet. Am besten hat mir der Schwiegervater Steve gefallen, der eigentlich lieber seinen Ruhestand mit einem Pint genießen will, als in der Welt herumzujetten. Aber auch die taffe Amy und die exzentrische Rosie haben mir gut gefallen. Zusammen sorgt das Trio infernale für reichlich Humor und eine wilde Suche nach einem Mörder.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Berührend und unterhaltsam

Von hier aus weiter von Susann Pásztor

In ihrem neuen Roman "Von hier aus weiter" erzählt Susann Pásztor die Geschichte der pensionierten Grundschullehrerin Marlene, die nach dem Selbstmord ihres Mannes jeglichen Lebensmut verloren hat. Rolf litt an einer unheilbaren Krebserkrankung und wollte selbstbestimmt aus dem Leben scheiden.

Nun ist Marlene nach 30 Jahren, die sie mit ihrem Mann zusammen war, wieder allein und betäubt ihren Schmerz und ihre Wut mit Alkohol und Beruhigungsmitteln. Ihre Freundin Ida, die fünf Jahre zuvor Rolfs Arztpraxis übernommen hat, macht sich Sorgen um Marlene und rät ihr zum Besuch einer Trauergruppe.
 
Marlenes Leben ändert sich mit dem Erscheinen des Klempners Jack, der ihre Dusche repariert und sich als einer ihrer ehemaligen Schüler entpuppt. Da er gerade wohnungslos ist, stellt sie ihm ganz spontan ihr Gästezimmer zur Verfügung, bis er eine neue Bleibe gefunden hat. Seine Anwesenheit tut Marlene gut, er ist ein angenehmer und respektvoller Untermieter, der sich um die Mahlzeiten kümmert und wieder Struktur in ihren Alltag bringt. Als Marlene beschließt, nach Wien zu ihrer alten Schulfreundin Wally zu fahren, die ihr einen Brief von Rolf geben möchte, bieten Jack und Ida, die sich gerade behutsam einander annähern, ihr an, sie auf dieser Reise zu begleiten ...
 
Das Buch ist in schöner Sprache geschrieben, äußerst humorvoll und liest sich sehr flüssig. Die Figuren sind ganz wunderbar und liebevoll beschrieben, besonders die trauernde und auf ihren Mann wütende Marlene, der es nach ihrem schweren Verlust schwerfällt, nach vorn zu sehen und zurück ins Leben zu finden. Auch der patente und feinfühlige Jack, der sich um Marlene kümmert, ohne aufdringlich zu sein, war mir sehr sympathisch. Ich mochte den mit Leichtigkeit und Tiefgang geschriebenen Roman, in dem es nicht nur um Verlust und Trauerbewältigung, sondern auch um Liebe und die Kraft der Freundschaft geht. Ich habe die Geschichte, in der es trotz des ernsten Themas viele lustige Momente, ein wenig Slapstick und etwas Mystik gibt, sehr gern gelesen, sie hat mich gleichermaßen berührt, amüsiert und nachdenklich gemacht. 

Susann Pásztor ist es gelungen, mit viel Herz, Humor und Empathie ein tiefgründiges Buch mit einem hoffnungsvollen Ende zu schreiben - Leseempfehlung!

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Eine außergewöhnliche Fantasy-Geschichte, die lange nachwirkt

Liberantas von Larissa Braun

Ich habe vor dem Lesen die Triggerwarnung nicht beachtet. Aber ich empfehle dringend, dies unbedingt so tun, vor allem, wenn man unter Depressionen leidet und psychisch Krank ist!

Die 21-jährige Elainy kämpft mit Selbstzweifeln und verletzt sich immer wieder selbst. Als bei einem ihrer regelmäßigen Besuche bei der Psychologin Dr.

Lennox, eines Tages Dr. Michaels, die Behandlung übernimmt, bietet er ihr eine positive Veränderung durch eine Hypnose an.
Elainy lässt sich darauf ein, doch als sie erwacht, befindet sie sich nicht mehr in ihrer Welt, sondern in Liberantas. In dieser fremden, paradiesischen Welt ist alles anders. Die Farben sind leuchtender und die Gerüche intensiver. Doch der Schein trügt.
Diese Welt ist auch gefährlicher, denn ihr begegnen Geschöpfe, die von Emotionen angelockt werden. Deshalb sind intensive Gefühle, wie zum Beispiel Liebe, verboten.
Kontrolliert wird diese magische Welt von den Inanis, den Hütern Liberantas. Sie machen keinen Hehl daraus, dass Elainy ihrer Meinung nach, nicht in diese Welt gehört.
Besonders der Inanis Awan ist immer sofort zur Stelle, sobald die Emotionen bei ihr überhandnehmen und es gefährlich für sie wird. So bleibt es nicht aus, dass sie sich mit der Zeit näher kommen und Elainy beginnt, Gefühle für ihn zu entwickeln. Doch Awan ist Liberantas verpflichtet ….

Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig und atmosphärisch. Es ist ihr auf eine wunderbare Art gelungen, die Spannung und die Emotionen einzufangen.
Wie in einem Sog wurde ich durch die Geschichte gezogen und durchlebte die gesamte Gefühlspalette von Elainy.
Auch das Worldbuilding ist so detailliert und bildhaft beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, Liberantas mit eigenen Augen zu sehen.
Am Ende des Buches findet man in einem Glossar einen Überblick über die Geschöpfe dieser Welt und Erklärungen von welchen Emotionen sie angelockt werden.

Elainy fühlt sich wohl in Liberantas, doch die Vergangenheit holt sie schnell ein und es fällt ihr schwer, ihre Emotionen in den Griff zu bekommen. Ich konnte mich schnell in sie hineinversetzen und es fiel mir nicht schwer, ihre Handlungen und Gedanken nachzuvollziehen.
Elainy kämpft mit ihren Gefühlen und immer wieder lockt sie damit die mehr oder weniger gefährlichen Geschöpfe dieser Welt an. Außerdem fällt es ihr schwer, sich an die Regeln zu halten, die in Liberantas gelten.
Awan blieb für mich lange Zeit geheimnisvoll und undurchschaubar. Doch seine Entwicklung im Laufe des Plots hat mir gut gefallen. Unbeantwortet blieb für mich die Frage, was er und Milo in der Aviswelt verloren haben.
Aber vielleicht klärt sich das ja in der Fortsetzung.

Liberantas – Im Schatten der Erinnerung ist der Auftakt einer Fantasy-Geschichte, die mich mehr als überrascht hat und die ich so nicht erwartet habe.
Eine Story, die keine leichte Kost ist, aber emotional berührt und zum Nachdenken anregt.
Dafür gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung

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Rezensionen von EvaLiest:

Nicht meins

Only Margo von Rufi Thorpe

Only Margo von Rufi Thorpe (übersetzt von Heike Reissig) handelt davon, wie Margo ihr Leben gestaltet, nachdem sie ungewollt schwanger und vom Vater des Kindes sitzengelassen wird (wie der Klappentext bereits erwähnt spielt die Plattform OnlyFans dabei eine entscheidende Rolle).
Während ich bei einigen Stellen etwas schmunzeln musste, hat mich der Roman dennoch nicht richtig abgeholt.

Eventuell bin ich zu alt, um zur Zielgruppe zu gehören, aber einige der Szenen kamen mir einfach überzogen vor (zum Beispiel das Kennenlernen mit den anderen beiden Frauen und die Interaktion beim Podcast, sowie die Inhalte der geskripteten TikToks). Ebenso war mir der Vater zwar durchaus sympathisch, aber die Wrestling-Inhalte waren mir einfach zu viel. Mit der Vorstellung, vom eigenen Vater bei der Erstellung eines OnlyFans-Profils gecoacht zu werden, bin ich dann auch das gesamte Buch hindurch nicht wirklich warm geworden.
Die Protagonistin ist auf ihre Weise sehr liebenswert dargestellt und mir in vielerlei Hinsicht sympathisch – aber auch hier habe ich wieder den Altersunterschied gemerkt und fand sie unfassbar naiv (was sie selbst ja sogar stellenweise thematisiert). So richtig genervt hat mich dann allerdings der ständige Wechsel der Perspektive, ohne dass ich dabei einen Mehrwert erkannt hätte (ich habe verstanden, warum sie es tut – finde es nur einfach nicht stimmig).
Was mich weiter gestört hat, war, dass die Entwicklungsphasen des Babys oft keinen Sinn ergeben haben. Ein drei Monate altes Baby, das bewusst an einem Strauß Rosen riecht? Ich weiß ja nicht…
Insgesamt kein schlechtes Buch, und eine wichtige Thematik, aber einfach nicht für mich. Klassischer Fall von It’s not you, it’s me.

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Rezensionen von Petra Gruber:

Porträt zweier Frauen

Halbe Leben von Susanne Gregor

Klara ist erfolgreich im Beruf, sie liebt ihre Arbeit und überlässt Haushalt und Tochter lieber ihrem Mann Jakob und ihrer Mutter Irene. Doch nach dem Schlaganfall der Mutter ist alles anders, sie muss Stunden reduzieren, sich kümmern, hat das Gefühl, dass es nie reicht und ist eigentlich nur dann zufrieden, wenn sie wieder in der Arbeit ist.

Die Idee kommt eigentlich von ihrem Mann, ihre Mutter soll in Zukunft bei ihnen wohnen und es soll zusätzlich eine Pflegerin angestellt werden.
In Paulína, die aus der Slowakei kommt, finden sie eine verlässliche Frau, die ihnen schnell auch sympathisch ist und die sie, wie sie meinen, gut behandeln. Dass immer mehr Gefallen dazu kommen, dass Paulína in ihrer Heimat selbst zwei Söhne hat, dass es hinter der Fassade der freundlichen, patenten Frau auch noch ein eigenes Leben steht, wird nicht wirklich wahrgenommen.
Doch auch Klara hadert manchmal, mit der fehlenden Nähe zu ihrer Tochter, damit, dass ihr Mann zwar sagt, dass er sie versteht, aber die Gesten dazu dann trotzdem fehlen.
Susanne Gregor porträtiert hier zwei Frauen, die beide den Anforderungen und Zwängen ihres Daseins als Frauen ausgesetzt sind. Die eine, verlassen von ihrem Mann, den wirtschaftlichen Zwängen, die es ihr nicht erlauben, als Krankenschwester in ihrem Heimatland, genug für sich und die Söhne zu verdienen. Die andere, die ihre Karriere liebt, dafür mit dem Gefühl der Fremdheit zu ihrer Tochter bezahlt.
Beide Leben zeigen, wie schwer es ist als Frau jemals genug zu sein. Immer ist es zu wenig, immer kommt etwas oder jemand zu kurz. Und immer sind es die Frauen, die alles regeln müssen.
Das alles erzählt Susanne Gregor sehr sachlich. Es ist ein Porträt von sehr unterschiedlichen Frauen, gleichzeitig auch ein Blick auf ein Europa, das noch weit entfernt von Gleichheit ist. Es ist ein Blick aufs Muttersein unter verschiedensten Umständen und es wirft auch einen Scheinwerfer auf die vielen Pflegerinnen aus Rumänien, Bulgarien, der Slowakei, …
Ich fand den Roman sehr interessant, gut zu lesen, sehr stimmig. Es ist aber kein Wohlfühlbuch, kein Buch, das die Leserin mit einem guten Gefühl zurücklässt. Es ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt. Über Rollenbilder, Ungleichheit, Familien, Mutterschaft, …
Ein spannendes, sehr lesenswertes Buch!

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Rezensionen von peedee:

Zwei Fremde im Gespräch

In einem Zug von Daniel Glattauer

Eduard Brünhofer, gefeierter Autor von Liebesromanen – eigentlich müsste ich sagen, ehemals gefeierter Autor, denn er hat schon lange nichts mehr veröffentlicht –, sitzt im Zug von Wien nach München. Er ist nicht der grosse Redner, sondern eher der Schweiger, Nicker. Doch die jüngere Frau, die sich als Catrin Meyr vorstellt und ihm schräg gegenüber sitzt, sieht das anders: Sie will sich mit ihm unterhalten, und zwar über die Liebe.

Und was sie will, das kriegt sie auch. Es wird eine lange und unangenehme Reise werden, sofern sie nicht bald aussteigt…

Erster Eindruck: Mir gefällt die zweifache Interpretationsmöglichkeit des Buchtitels.

Grundsätzlich ist man ja höflich, auch im Umgang mit fremden Menschen. Daher kann man der Passagierin, die in Eduards Abteil Platz nehmen will, diesen nicht verweigern. Und leider kann er ihr auch nicht das kurzum begonnene Gespräch ausreden. Er hofft, dass sie – wie die jungen Leute heute eben so sind – kurzum ihr Handy zücken und im World-Wide-Web versinken wird. Aber nein. Catrin hat anderes im Sinn. Als sie von ihm erfährt, dass er seit vielen Jahren glücklich verheiratet ist, will sie alles über ihn, seine Frau Regina – genannt Gina – und die Liebe im Allgemeinen wissen. Wie kam es, dass er sich ausgerechnet dem Genre Liebesroman verschrieben hat? Und wie ist seine Frau so? Was hält sie davon, dass er auch mal „heisse“ Szenen beschreibt? Und so weiter und so fort.

„Ich liebe zwar die Menschen, ich liebe sie wirklich, aber eher schriftlich und durchaus in ihrer Abwesenheit.“

Das Buch (bzw. Büchlein) hat sich flüssig lesen lassen und war aufgrund des geringen Umfangs sehr schnell beendet. Die Geschichte war amüsant, unterhaltsam und bot auch Überraschendes. Am meisten erstaunt war wohl Eduard, als er plötzlich Gefallen an diesem Gespräch fand. Mir hat die lesetechnische Reise von Wien nach München sehr gut gefallen und daher vergebe ich gerne 4 Sterne.

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Rezensionen von Buster:

Irre Spannend

Der Engelschlitzer (Thriller) von Gunnar Schwarz

Das war wieder ein überaus spannender Thriller ganz in Gunnar Schwarz Manier!!

Es fängt, natürlich, mit einem Mord an aus der Sicht des Täters(in) und, na klar, ist es wieder ein recht grausamer Mord. Ich frag mich woher er immer die Ideen nimmt...? ???? Wie nicht anders zu erwarten bleibt es nicht bei diesem einen Mord und die beiden Kommissare, Bajetzky&Kuper, sind ganz schön am Rotieren.

Es gibt viele Wendungen und neue Erkenntnisse, viele Verdächtige und auch nebenbei Entdeckungen.

Die Charaktere sind wieder gut gezeichnet und das Kopfkino auf vollen Touren am Laufen. Die Kommissare holen das letzte aus sich raus, werden zum Teil mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, müssen über ihren Schatten springen und bleiben trotz allem menschlich.

Das Buch konnte ich wieder nicht aus der Hand legen und ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen. Oder auch ein anderes, neues Buch von Gunnar Schwarz, denn seine Art zu Schreiben, die Spannung immer hoch zu halten und Morde zu beschreiben, die an Grausamkeit kaum zu überbieten sind, gefällt mir einfach unglaublich gut.

Ich kann auch dieses Buch wieder nur sehr empfehlen!!!

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