Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Eher Kriminalroman als Thriller
The Florist von C.L. Pattison
Eher Kriminalroman als Thriller
Inhalt:
Amy MacKenzie ist Floristin mit Leib und Seele. Ihr Blumenladen „Darling Blossoms“ beliefert namhafte Firmen und Amy hat schon Preise für ihre Blumeninstallationen gewonnen. Allerdings gibt es in ihrer Vergangenheit einen dunklen Fleck. Als James Elliot sie mit den Blumenarrangements für die Überraschungsparty seiner Schwägerin Izzy beauftragt, ist Amy überglücklich.
Sie freundet sich mit Izzy an - nicht ahnend, dass dies deren Untergang sein wird.
Meine Meinung:
Dies ist mein erster Roman von C. L. Pattison und aufgrund der Ankündigungen („Ein rasanter Thriller“ und „Psychospannung mit schockierenden Plottwists“) waren meine Erwartungen hoch - anscheinend zu hoch. In meinen Augen ist das kein Thriller, sondern eher ein Kriminalroman, der nur ganz sachte Spannung aufbaut, aber viel drumherum erzählt. Auch schockierende Plottwists konnte ich nicht erkennen. Überraschend ja, aber nicht schockierend.
Der Schreibstil ist ganz gefällig; das Buch lässt sich flüssig und ohne große Anstrengung lesen. Es sind interessante Details über Blumen eingeflochten, die ich sehr mochte. Auch der Aufbau des Romans ist gut gelungen: Es gibt Kapitel im „Jetzt“ und welche „Vier Monate davor“, „Zwei Monate davor“, „Vier Tage davor“ usw. Dazwischen immer wieder Protokolle von polizeilichen Vernehmungen. Alle zusammen greifen wie Zahnräder ineinander und enthüllen schließlich die ganze Story mitsamt den Hintergründen.
Erzählt wird hauptsächlich in der 1. Person aus Amys Perspektive. Trotzdem blieb mir diese Figur seltsam fremd, ich konnte mich nur schwer mit ihr identifizieren, ihre Gedanken und Handlungsweisen manchmal nicht verstehen.
Positiv ist, dass es etliche Ereignisse zum Miträtseln gibt, negativ, dass den Lesenden ein für die Lösung wichtiges Puzzlestück erst kurz vor Ende bekannt wird. Das ist ein bisschen schade.
Fazit:
„The Florist“ (warum eigentlich nicht „Die Floristin“?) ist ein locker lesbarer und recht unblutiger Kriminalroman, der gut aufgebaut ist, aber erst spät spannend wird. Schlaflose Nächte wird wohl kaum jemand davon bekommen.
Rezensionen von yellowdog:
Ein Buch über Freundschaft
Klapper von Kurt Prödel
Kurt Prödel, ein junger Autor, der einen originellen Coming-of-Age-Roman geschrieben hat. Durch den Text erlebt man das Leben und die Emotionen eines Schülers, Thomas, genannt Klapper, der eine Art Außenseiter ist. Verschlossen und unsicher, mehr oder weniger isoliert.
Die Handlung ist ins Jahr 2011 gelegt.
Es ist also gewissermaßen auch ein Zeitporträt, obwohl es auch ein paar Abschnitte in der Gegenwart gibt.
Mit Bär kommt ein neues, selbstbewusstes Mädchen in die Klasse, das Klapper beeindruckte. Schließlich merken sie, dass sie sich gut verstehen und ergänzen, dazu gehört auch das Gaming.
Aber beide Jugendliche haben auch ein problematisches, dysfunktionales Familienleben.
Manchmal meine ich einen Hauch von Tschick zu vernehmen, aber an Herrndorf möchte ich Kurt Prödl doch nicht messen. Einen Einfluss vermute ich aber doch.
Erschafft ein unterhaltsames, intelligentes Buch und viele Leser dürften an eigene Schulereignisse erinnert werden.
Rezensionen von Tara:
Ein vielschichtiger Familienroman
Vor hundert Sommern von Katharina Fuchs
„Vor hundert Sommern“ ist ein bewegender Roman über das Leben von drei Frauen der im Taunus lebenden Autorin Katharina Fuchs.
Die Handlung beginnt in der Gegenwart im Winter in Berlin.
Anjas Mutter Elisabeth ist aus ihrer Wohnung in ein Pflegeheim gezogen. Nun beginnt sie gemeinsam mit ihrer Tochter Lena die Wohnung auszuräumen.
Dabei stoßen sie auf sie auf Erinnerungsstücke von Elisabeths Tante Clara, die vor ca. 100 Jahren einen Hundesalon hatte. Anja spricht ihre Mutter darauf an, die sich daraufhin an schmerzende Zeiten mit schrecklichen Ereignissen erinnert.
Im Anschluß wechselt die Handlung in die Vergangenheit und es geht mit Clara im Berlin der 1924er Jahre weiter.
Der Schreibstil von Katharina Fuchs liest sich angenehm und ist lebendig. Sie vermittelt die Atmosphäre der Gegenwart ebenso gelungen wie die der Vergangenheit. Dabei tauchen wir tief in das Leben der Protagonistinnen ein. Jede von ihnen wird authentisch und facettenreich beschrieben.
Die Wechsel zwischen den Zeiten sorgen für Spannung und Abwechslung.
Der Roman ist fiktiv, aber die Autorin hat sich durch ihre Großtante Clara, die die Schwägerin ihrer Großmutter Anna war, inspirieren lassen. Thematisch geht es um Familiengeheimnisse, Schweigen innerhalb der Familie, Schuld, Scham, historische Ereignisse, gesellschaftliche Gefahren und Zwänge, die die Gegenwart belasten.
Mich hat das Buch gefesselt und mit ihrem Nachwort hat es die Katharina Fuchs zu einem gelungenen Leseerlebnis abgerundet.
Rezensionen von Linelovesreading :
Gelungener Auftakt
Die Insel der magischen Wächter - Der große Test von Christina Soontornvat
Das Buch konnte mich größtenteils überzeugen, aber leider nicht vollständig.
Die Geschichte an sich ist sehr kreativ und mal was ganz anderes. Das System mit den Inseln wurde für meinen Geschmack aber leider zu oberflächlich behandelt. Auch in einem Kinderbuch hätte man das vertiefen können.
Die Handlung hat mir im Allgemeinen gut gefallen, nur kam mir das Ende zu abrupt. Da wären ein paar Seiten mehr oder zwischendurch ein bisschen weniger erzählen und dafür ein längeres Ende gut gewesen.
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Berry war mir direkt sympathisch und ich mochte ihr Talent für Tiere und Pflanzen sehr gerne. Aber auch Sam war ein toller Charakter, der ruhig mehr hätte vorkommen können. Aber das könnte ja im zweiten Band dann der Fall sein.
Der Schreibstil ist gut lesbar und für Kinder gut geeignet. Das leicht asiatische Setting ist mal was ganz anderes und passt gut zur Handlung.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und die Illustrationen sind einfach zauberhaft.
Rezensionen von Tara:
Eine lebendige Story und ganz viel Wissen
NFL: Touchdown-Träume - Ein Lese-Abenteuer über American Football von Constanze Steindamm
In „NFL: Touchdown-Träume - Ein Lese-Abenteuer über American Football“ verbindet die Autorin Constanze Steindamm eine lebendige Story mit ganz viel Wissen über Football.
Julian, Jannis und Charlotte sind begeisterte Fans des American Football und als sie erfahren, dass ein NFL-Spiel in Deutschland stattfindet, setzen sie alles daran, um an Karten zu kommen.
Zunächst organisieren sie an ihrer Schule ein Flag-Football-Turnier, um die Finanzierung zu sichern. Mit viel Spaß und Energie beginnen sie ihr Vorhaben umzusetzen…
Die Kapitel sind kurz und der Schreibstil ist lebendig und leicht zu lesen, so dass sich das Buch gut für junge Leser eignet. Die Idee Regeln, Wissen und Fakten in eine - bei uns eher unbekannte Sportart - mit einer Geschichte zu verbinden, gefiel mir gut. So lassen sich die Informationen gut aufnehmen.
Die Schrift ist groß und es gibt passende Fotos von der NFL, die das Gelesene gelungen auflockern.
Als kleines Extra für alle Punktesammler, das Buch ist auch bei Antolin gelistet, was uns natürlich sehr gefreut hat.
Rezensionen von Danislesestube:
In der heutigen Zeit ein sehr wertvolles Buch
Herz gegen Kopf. Life is a Story - story.one von Hanna Roth
Seid ihr schon einmal auf einer Poetry-Slam-Veranstaltung gewesen? Bei dieser treten Teilnehmer mit einem selbst geschriebenen Gedicht auf die Bühne und kämpfen um die Aufmerksamkeit des Publikums. Nicht selten wird ein Wettbewerb daraus gemacht. Vor einigen Jahren war ich zuletzt selbst vor Ort. Dieses Buch hat mich wieder zurück zum besagten Abend geworfen, mich die Stimmung für Sekunden erneut durchleben und an daran denken lassen, was gewisse Texte in mir auslösten, obwohl ich so ziemlich alle vergessen habe.
Aber die Gefühle sind bis heute geblieben.
Genauso könnte man eigentlich dieses kleine aber feine Büchlein beschreiben, welches mit vielen Erinnerungen jeglicher Art zu jeglichem Zeitpunkt im Leben eines Menschen aufwarten kann. Die Autorin hat hier viele kleine, aber aussagekräftige Gedichte zusammengetragen und mit wundervollen Illustrationen kombiniert. An dieser Stelle ein Dank an die Illustratorin. Die Bilder sind dir definitiv gelungen. Der Unterschied zur Veranstaltung ist nur, dass ihr die Texte immer wieder nachlesen könnt.
Meine angesprochenen Empfindungen kommen nicht von irgendwo her, denn diese Texte wurden offenbar, wenn man an den Klappentext glauben darf, unter anderem für Poetry-Slam-Liebhaber und Menschen mit Interesse an lyrischen Kunstwerken geschrieben. Es ist perfekt zum Nachdenken, zum Schwelgen in Erinnerungen, zum Motivieren und vieles mehr geeignet. Viele Passagen der Gedichte sind einzeln ebenso schön zu lesen wie im großen Ganzen. Ich habe mir ein paar Passagen sogar abfotografiert, weil mir diese so gut gefallen haben. Wer weiß, vielleicht findet ihr andere Zeilen, die euch berühren oder zum Nachdenken anregen. Es gibt nur eine Möglichkeit, das herauszufinden. ????
Rezensionen von DoraLupin:
Interessantes Buch über den Kaiserdamm und die dort lebenden Menschen
Menschen am Kaiserdamm von Oliver Ohmann
Auf dieses Buch bin ich sofort aufgrund des tollen Covers aufmerksam geworden. Ich liebe solche alten schwarz-weiss Fotographien, die die vergangene Zeit und ihre Menschen einfangen. Ich selbst war leider noch nie direkt am Kaiserdamm (wenn auch schon einmal in Berlin) aber nach diesem Buch habe ich richtig Lust bekommen den beeindruckenden Kaiserdamm einmal real zu sehen.
Inhaltlich geht es um folgendes: Der Kaiserdamm ist nicht berühmt, aber bedeutend. 1906 wurde er als schnurgerade Prachtallee aus dem Boden gestampft. Seither wohnte hier das Berliner Großbürgertum Tür an Tür mit Ufa-Stars, Schriftstellern und Nazigrößen.
Oliver Ohmann erzählt von den Menschen, die in dieser Großstadtstraße gelebt haben oder heute leben. Bei seiner Spurensuche trifft er auf kreative Geister, mutige Widerstandskämpferinnen, namenlose Dienstmädchen, seltsame Miethaie und erfolgreiche Sportlerinnen und Künstler – eine Mischung, wie sie nur in einer Stadt wie Berlin möglich ist.
Das Buch gliedert sich in 11 Geschichten von ganz individuellen Menschen und Begegnungen mit dem Kaiserdamm. Man merkt dem Autor an wie wichtig ihm diese "Prachtallee" ist und das er in dieses Buch auch sein Herzblut gesteckt hat! Ich fand es sehr interessant über die Menschen der damaligen Zeit mit Mittelpunkt dieser großen Straße zu lesen und die Seiten sind sehr oft während des Lesens dahingeflogen weil die Schilderungen so interessant waren. Es gab für mich einige Geschichten die ich interessanter fand als andere aber dies ist natürlich auch immer Geschmackssache über welche Menschen und Interessen man gerne liest. Insgesamt bietet das Buch aber eine sehr abwechslungsreiche Sammlung an.
Sehr gut gefallen haben mir vorallem auch die vielen tollen Fotos im Buch die bei den jeweiligen Geschichten zu sehen waren. Sie lassen einen richtig "auf Zeitreise" gehen und unterstützen den Text sehr gut.
Fazit: Für alle die sich für Berlin, Geschichte und den Kaiserdamm interessieren sehr zu empfehlen! Man bekommt Lust selbst einmal dort hinzugehen und über diese Straße zu flanieren...
Rezensionen von brauneye29:
Hat mich nicht abgeholt
Achtzehnter Stock von Sara Gmuer
Zum Inhalt:
Das Leben ist nicht so wie Wanda es sich gewünscht hat, denn statt sich bei Filmdrehs oder Premieren aufzuhalten, hängt sie mit ihrer fünfjährigen Tochter in einer Berliner Platte im achtzehnter Stock fest. Doch dann bekommt sie eine unerwartete Chance und befindet sich plötzlich in einer Welt in der Geld keine Rolle spielt, doch die Platte im Rücken spürt sie weiter.
Meine Meinung:
Dieses Buch hinterlässt mich hin und her gerissen, denn irgendwie wurde mir Wanda im Verlauf des Buches immer unsympathischer und das führte auch dazu, dass ich immer weniger gern weitergelesen habe. Gerade auch das Verhalten von Wanda gegenüber der Tochter war so überhaupt nicht nachvollziehbar und hat mich auch wütend gemacht. Der Schreibstil hat mir dabei schon gefallen, aber das Verhalten speziell von Wanda mit ihrer zum Teil auch unerträglichen Arroganz war einfach nicht meins.
Fazit:
Hat mich nicht abgeholt
Rezensionen von LeserinLu :
Im positiven Sinne absurd
Nimms nicht persönlich von Tom Hofland
Tom Hofland liefert mit Nimms nicht persönlich eine absurde Satire auf die Kälte der modernen Arbeitswelt – absurd im besten Sinne! Die Hauptfigur Lute steckt als Qualitätsmanager eines Pharmakonzerns in der Bredouille: Er soll alle Mitarbeitenden seiner eigenen Abteilung entlassen. Im Gegenzug dürfe er seinen Job behalten.
Lute trifft auf den zwielichtigen Lombard und seine Gehilfen, die Lute dabei unterstützen, die Mitarbeiten loszuwerden - die Arten, wie das geschieht, werden bald immer absurder und skurriler.
Besonders gefallen haben mir die skurrilen Einblicke ins Bürogeschehen – überaus überzeichnet, aber dann doch oft mit einem Bezug zur realen Arbeitswelt. Hofland schafft eine grotesk-komische Atmosphäre, die mich in diesen Szenen gut unterhalten hat, ich mag es aber auch, wenn es in Romanen ein bisschen schräg wird. Allerdings hat sich der Roman gegen Ende für mich dann trotz der wenigen Seiten doch spürbar gezogen, vor allem durch die Ausflüge ins Privatleben von Lute, aber auch weiterer Figuren, die für mich nicht wirklich Mehrwert hatten.
Insgesamt eine kreative Lektüre mit Kapitalismuskritik – leider für mich nicht durchgängig fesselnd.
Rezensionen von clematis:
Fräulein Doktor
Wer aus dem Schatten tritt von Melanie Metzenthin
Renate Schwarz ist mit Leidenschaft Ärztin im Allgemeinen Krankenhaus Ochsenzoll, einer Psychiatrischen Klinik in Hamburg. Aber das ist als junge Frau (Fräulein Doktor!) gar nicht so einfach im Jahre 1958, insbesondere, wenn man den Kollegen im Erdgeschoss gegen sich hat und erst recht nicht, wenn der leitende Oberarzt einen loswerden will (kindle, Pos, 3392).
Wie Renate mit den Anfeindungen umgeht, welche Romanze sich entspinnt und warum auch noch ein Stück weit eines Krimis mit hereinspielt, das erzählt Melanie Metzenthin auf brillante Weise in diesem wunderbaren Roman.
Erst geht es eher gemächlich dahin, erfahren wir von Renates Lebenslauf und ihren ersten Tagen in Ochsenzoll, dennoch spürt man gleich die Begeisterung der Ärztin für ihren Beruf und das große Fachwissen der Autorin, welche selbst Psychiaterin und Psychotherapeutin ist. Wer also anfangs meint, es handle sich vielleicht um einen oberflächlichen Roman mit einer piepsigen Dame als Hauptperson, der irrt gewaltig. Denn schnell stellt sich heraus, dass dieses Buch eine ganze Reihe von interessanten historisch belegten Details bereithält und ein phantastisches Bild seiner Zeit zeichnet. Dabei blickt Metzenthin tief hinter die Kulissen und beschreibt die einzelnen Szenen so bildhaft und realistisch, dass man sich ganz leicht verlieren kann im Geschehen und die 28 Kapitel in einem Rutsch hintereinander durchlesen möchte, ohne auf die Uhr zu sehen oder sich durch seine Umgebung ablenken zu lassen. Egal, ob es sich um das damalige Frauenbild handelt, als Mutter und am Herd, die Nachwirkungen des Nationalsozialismus oder eine aufkeimende Liebe, ja sogar um einen Kriminalfall – Melanie Metzenthin beherrscht ihr Metier und verknüpft alle Facetten dieses vielseitigen Romans perfekt zu einem lesenswerten Ganzen, das durch seine Lebendigkeit punktet. Die Charaktere sind derart lebhaft gezeichnet, dass man sich fast vor einer Leinwand wähnt, auf der dieser unterhaltsame Film abläuft. Während einige Figuren fest am Patriarchat festhalten, wenden sich andere der Zukunft zu und begegnen Frauen auf Augenhöhe, nicht zuletzt trägt Renate selbst dazu bei, sich ihren Platz zu erobern. Wenn sie demnächst ins Licht tritt, bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei!
Dieses Buch hat mich mit seiner Themenvielfalt und mit Metzenthins feinfühliger Schreibart so begeistert, dass ich „Im Lautlosen“ und „Die Stimmlosen“ sofort auf meine Wunschliste setze. Uneingeschränkte Leseempfehlung!











