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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ReiShimura:

Perfekt für „kleine“ wissbegierige Forscher*innen

Wieso? Weshalb? Warum? Kernreihe, Band 31 - Experimentieren mit allen Sinnen von Angela Weinhold

Ich vermute, in sehr vielen Kinderzimmern im deutschsprachigen Raum wird das eine oder andere "Wieso Weshalb Warum" Buch zu finden sein. Und dies nicht ohne Grund, denn die Bücher, die es für verschiedene Altersgruppen gibt, vermitteln auf sehr anschauliche, lehrreiche und spaßige Weise Wissen.

So dass sie von Erwachsenen gerne gekauft und von Kindern gerne erkundet werden.
"Experimentieren mit allen Sinnen" ist Band 31 der Reihe für die Altersgruppe der 4 bis 7jährigen. Und ich hoffe, dass auch dieses Buch in vielen Kinderzimmern Einzug halten darf. Denn uns hat das Buch wirklich begeistert. Es kombiniert anschauliches theoretisches Wissen man kindgerechten und sehr unterhaltsamen kleinen Experimenten. Für diese braucht man auch weder eine besondere Ausbildung noch ein kleines Chemielabor zu Hause. Für die meisten Experimente braucht man nicht einmal extra einkaufen gehen, sondern hat im Normalfall alles bereits zu Hause. Somit kann man nach Erwerb des Buches gleich mit dem Erforschen und Erkunden der Sinne loslegen.
Die Illustrationen im Buch sind sehr schön und ansprechend gestaltet. Das Verhältnis zwischen Illustrationen und Text finde ich auch sehr ausgewogen. Natürlich gibt es auch in diesem Buch wieder die Klappen, mit denen man noch mehr Wissen entdecken kann. Meiner Meinung nach sind diese aber teilweise sehr schwer zu öffnen und ich würde empfehlen, dass dies beim ersten Mal ein Erwachsener macht. Da ansonsten die Gefahr zu groß ist, dass das Buch gleich beschädigt wird.
Am Ende des Buches gibt es noch extra Material für zusätzliche Experimente. Leider gibt es aber keine Möglichkeit dieses Material im Buch zu verstauen, wenn es einmal herausgelöst wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier etwas verloren geht, ist dadurch leider relativ groß. Hier hätte man vielleicht eine Froschtasche oder einen Briefumschlag ins Buch integrieren können zur Aufbewahrung.
Auch wenn sie das Buch natürlich vornehmlich an Kinder richtet, macht es auch als Erwachsener Spaß das Buch zu betrachten und die Experimente durchzuführen. Hier kommen wirklich alle auf ihre Kosten und nebenbei wächst das Wissen der Kinder über den eigenen Körper und die Sinne, die unser Körper besitzt.

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Rezensionen von Ulla:

Menschen beim Bau des Panamakanals

Der große Riss von Cristina Henríquez

Adas Mutter hat es mit Hilfe ihrer Nähkunst geschafft ihren beiden Töchter eine gute Ausbildung zukommen zu lassen und hat als Alleinstehende sogar ein kleines Häuschen. Doch nun fehlt das Geld für eine überlebenswichtige Operation für ihre Tochter Millicent. Die 16-jährige Ada versteckt sich auf einem Schiff von Barbados nach Panama, dort wird gerade am Kanal gebaut und Arbeitskräfte fehlen.

Sie trifft auf Omar, der durch die schwere Arbeit und Malaria zusammengebrochen ist. Er ist einer der wenigen Panamaer, die den Riss in die Landschaft graben. Omars Vater, der Fischer Francisco ist damit nicht einverstanden. Die Arbeiter kommen aus vielen unterschiedlichen Ländern, die das Sagen haben stammen aus den USA, die sich wie Sklaventreiber benehmen und Privilegien besitzen. Ada hat Glück, das sie auf den Malariaarzt John Oswald trifft, der Hilfe für seine lungenkranke Frau Marian sucht. Doch einfach hat sie es dort auch nicht. In der Stadt Gatun regt sich Widerstand gegen den Staudamm, der zur Umsiedelung der Bevölkerung führt.
Viele Schicksale werden in diesem hoch interessanten Roman vorgestellt. Der politische Aspekt kam mir jedoch zu kurz. Spannend und emotional, vom Schreibstil sehr gut.

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Rezensionen von Ulla:

Liebesgeschichten mit Irrungen und Wirrungen

Middletide - Was die Gezeiten verbergen von Sarah Crouch

Elijah Leith träumt von einer Karriere als Schriftsteller und verlässt den keinen kleinen Heimatort Point Orchards im Nordwesten der USA, seinen alkoholabhängigen Vater und seine Jugendliebe Nakita. Er verspricht ihr, in 4 Jahren wieder an ihrem Treffpunkt zu erscheinen, es werden jedoch 15 Jahre bis er zurückkommt.

Seitdem ist der Vater verstorben, Nikata hat geheiratet und trauert um ihren bei einem Jagdunfall verstorbenen Mann. Elijahs Buch Middletide hat sich kaum verkauft, der geschilderte Mord in seinem Buch ist völlig unrealistisch. Ohne Geld richtet er die Hütte im Wald, sein Elternhaus, wieder her, schafft sich Hühner an, pflanzt an, jagd Wild und fängt Fische in seinem See. Chitto, ein alter Freund seines Vaters holt ihn aus seiner Einöde heraus und verschafft ihn einen Job in seiner Werkstatt. Dort trifft er auf die junge Ärztin Elin Landry, deren kleine Tochter bei einem Autounfall verstarb. Sie kommen sich näher, auch wenn er immer nich an Nakita hängt.
Auch wenn hier eine Kriminalgeschichte geschildert wird ist es in erster Linie eine Liebesgeschichte mit Irrungen und Wirrungen. Das indigene Volk dem Nakita angehört wird leider nicht näher beschrieben, man erfährt nichts über deren Leben. Der Roman ist recht seicht, manchmal auch mit kitschigen Passagen versehen, die Charaktere sind nur gut oder nur böse, recht eindimensional und mit einer erschreckenden Naivität versehen. Leicht und locker zu lesen, aber nicht tiefgreifendes.

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Rezensionen von Ulla:

raus aus dem Schneckenhaus, auf nach Wien

Von hier aus weiter von Susann Pásztor

Marlene kann den Tod ihres Mannes Rolf nur mit Hilfe ihrer Valiumtabletten überstehen. Besonders jetzt, auf der Trauerfeier, in der Rolfs Söhne aus seiner ersten Ehe und deren Kinder Gesangseinlagen zum besten geben. Sie ist froh, wenn sie wieder alleine in ihrem Haus ist. Rolf war unheilbar krank und hat als ehemaliger Arzt seinem Leben selbstbestimmt ein Ende gesetzt.

Doch der Plan war ein anderer, sie fühlt sich von Rolf verraten. Auf Grund ihrer defekten Dusche ruft sie einen Klempner zu sich, der sich als ihr ehemaliger Grundschulschüler Jack entpuppt. Sie sieht, dass er in seinem Lieferwagen lebt und lädt ihn zu sich ein, das Haus ist groß genug. Jack entpuppt sich nicht nur als ein guter Gesprächspartner, er ist auch ein hervorragender Koch. Marlene kriecht langsam aus ihrem Schneckenhaus heraus. Bis ein Anruf aus Wien sie erreicht, Rolf hat dort einen Brief für sie hinterlassen, der nur persönlich ausgehändigt werden darf. Jack und die Ärztin Ida, die Rolfs Praxis übernommen hat, machen sie mit Marlene auf den Weg nach Wien.
Die Trauerbewältigung ist nachvollziehbar, emotional aber nicht rührselig beschrieben, die Protagonisten sind charakterstarke Persönlichkeiten und trotz mancher Schrullen und Fehler liebenswert dargestellt. Einzig die Fahrt nach Wien hat nicht nachvollziehbare und unrealistische Episoden, die nachteilig auf die Bewertung wirken.

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Rezensionen von drachenzahn:

Mehr als Schwarz und Weiß

Super-GAU von Bea Davies

Diese Graphic Novel hat mich tief beeindruckt. Obwohl sie schnell gelesen ist, hallt ihre Wirkung lange nach. Die Geschichte ist dabei weder reißerisch noch deprimierend, vielmehr erzählt sie auf bittersüße, teils humorvolle und überaus authentische Weise von menschlichen Schicksalen.

Im Mittelpunkt stehen weniger die Ereignisse rund um Fukushima selbst, sondern vor allem die Lebenswege verschiedener Menschen, die überwiegend eher lose mit der Katastrophe verbunden sind.

Der Super-GAU dient vielmehr als Hintergrund bzw. Rahmen der alles verknüpft und die Grundstimmung prägt. Die Tragödie wird in Radio- und Fernsehnachrichten immer wieder aufgegriffen, ist aber nur zu Beginn und am Ende der Graphic Novel direkter Teil der Handlung.

Mit fortschreitender Handlung entfalten sich neue Verknüpfungen zwischen den Figuren, wodurch frühere Szenen eine tiefere Bedeutung erhalten. Die Charaktere sind mit all ihren Ecken und Kanten eindrucksvoll und lebendig gezeichnet. Besonders die komplexe Beziehung zwischen Lea und ihrer Mutter sowie die berührende Dynamik zwischen Ignacio und Josie bleiben nachhaltig im Gedächtnis. Im Grunde werden aber alle Schicksale nur angedeutet. Genauere Details werden bewusst ausgespart.

Der Zeichenstil ist sehr grob, aber dadurch nur noch atmosphärischer. Wie bei einem Manga üblich sind alle Illustrationen schwarz-weiß, wodurch aber die Stimmung noch weiter verstärkt wird. Ich finde es auch toll, dass die Autorin mutig genug ist, die Emotionen ihrer Bilder einfach für sich stehen zu lassen. Bea Davies verzichtet vollständig auf die Erklärungen einer Erzählstimme und lässt die Bilder sowie die Dialoge für sich sprechen. Dadurch entsteht ein Raum für eigene Interpretationen, der die emotionale Tiefe noch verstärkt.

Auch die hochwertige Buchgestaltung verdient Anerkennung: Der Schriftzug „Super-GAU“ ist reliefartig geprägt und verleiht dem Cover eine besondere Haptik.

Ein bewegendes Werk, das mit seiner leisen, aber eindringlichen Erzählweise nachwirkt. Eine klare Empfehlung für alle, die tiefgründige Geschichten schätzen.

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Rezensionen von drachenzahn:

Hypothese: Witzig, aber voller Klischees

The Love Hypothesis - Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe von Ali Hazelwood

Wer eine leichte, unterhaltsame Liebesgeschichte sucht, kann sich hier entspannt zurücklehnen. Die Handlung ist zwar vorhersehbar und bewusst an bekannte Romcom-Klischees angelehnt, doch die schlagfertigen, witzigen Dialoge sorgen für kurzweilige Lesefreude.

Die Liebesgeschichte selbst ist nicht sonderlich außergewöhnlich.

Ich finde es aber toll, dass Frauen in einem MINT-Studium sowie ihre Probleme darin dargestellt werden. Olive ist Doktorandin der Biologie. Ihr liegt die Forschung sehr am Herzen und sie gibt alles, um ihr Ziel zu verwirklichen. Um ihrer besten Freundin Anh zu überzeugen, dass sie kein Interesse an einem Kommilitonen hat, küsst sie spontan Adam Carlsen. Obwohl dieser als fieser Tyrann gilt, steht er ihr nur allzu gern bei ihrem Fake-Dating-Plan zur Seite.

Viele Szenen sind wirklich sehr überzogen und unrealistisch. Einerseits ist das lustig, andererseits wirkt das kein bisschen authentisch. Während einige Momente durchaus unterhaltsam waren, gab es auch Elemente, die mich eher genervt haben. Absolut unnötig fand ich die Rahmenhandlung, dass die beiden sich bereits vor zwei Jahren schon einmal begegnet sind. Überhaupt wirkten die Charaktere in der zweiten Hälfte sehr überdreht.

Für mich hätte die Hauptdarstellerin Olive zudem etwas selbstbewusster und stärker auftreten können. Irgendwie wurde sie nur von allen anderen Charakteren vorwärts geschubst, ohne wirklich eigene Entscheidungen zu treffen. Das finde ich sehr schade, gerade weil es schön gewesen wäre, eine Frau zu sehen, die sich wirklich in einem männerdominierten Bereich behaupten kann.

Für Fans lockerer Liebesgeschichten mit viel Humor dürfte das Buch dennoch eine unterhaltsame Lektüre sein. Mir persönlich war es jedoch zu klischeehaft und unrealistisch. Schade, denn das Potenzial für eine stärkere Geschichte war definitiv vorhanden.

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Rezensionen von drachenzahn:

Berührende Fantasy mit Gänsehaut-Garantie

Thirteen Witches - Die Erinnerungsdiebin von Jodi Lynn Anderson

Bei „Thirteen Witches“ handelte es sich um eine berührende Fantasiegeschichte mit Gänsehaut-Garantie, die sich insbesondere auf die zwischenmenschlichen Aspekte konzentriert. So werden Freundschaft, die Bedeutung von Familie und der Prozess des Erwachsenwerdens auf intelligente und einfühlsame Weise beleuchtet.

Doch auch Gruselfans kommen hier voll auf ihre Kosten.

Rosies Beziehung zu ihrer Mutter ist nicht gerade einfach. Das Mädchen wird von ihr kaum beachtet, geschweige denn geliebt. Die beiden leben eher nebeneinander her, als wären sie Fremde im eigenen Zuhause. Ihre Mutter wirkt wie ein Schatten, ohne Wünsche, ohne Ziele, ohne Gedächtnis. Sie vergisst ihre Tochter jederzeit aufs Neue. Eines Tages lernt Rosie den Grund dafür kennen, der ihre Welt auf den Kopf stellt. Ihre Mutter wurde von einer Hexe verflucht und ihrer Erinnerung beraubt. Kurz darauf gerät sie selbst ins Visier der Erinnerungsdiebin.

Die Schilderung der Mutter-Tochter-Beziehung hat mich von Anfang an mitgerissen. Auf welche Weise Rosie in ihrem Alltag versucht, Normalität herzustellen, ist bittersüß und traurig. Gleichzeitig droht die Freundschaft zu ihrer besten Freundin Keim zu zerbrechen. Während sich Rosie krampfhaft an das Vergangene festhalten will, ist diese bereit für Veränderung, für das Erwachsenwerden. Die Charaktere, ob Mensch oder Geist, werden allesamt authentisch geschildert, sodass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann.

Dafür entspringen jedoch die Hexen, die Mondgöttin und alle anderen mystischen Personen einer anderen Welt. Sie werden sehr atmosphärisch dicht, geradezu poetisch und im Falle der Hexen auch gruselig dargestellt. Durch Rosies Fähigkeiten wird schließlich auch ganz konkret die Liebe zum Buch, zum Geschichten-Erfinden realisiert.

Dieser erste Band einer Trilogie wird überwiegend sehr fesselnd und anschaulich erzählt. Lediglich der Mittelteil zieht sich etwas, als Rosie nach und nach die ganze Hintergrundgeschichte erzählt bekommt und aufdeckt. Sicher ist es notwendig, ihr dieses Wissen zu vermitteln, aber insgesamt kam es dann doch etwas trocken herüber. Das Ende ist wieder deutlich stärker und atmosphärisch sehr ansprechend, auch wenn ich mir das Finale dann doch ein klein wenig actionreicher gewünscht hätte, poetisch ist es in jedem Fall.

Das Buch erzählt eine abgeschlossene Handlung rund um die Erinnerungsdiebin, jedoch werden einige Geheimnisse aufgedeckt, die neugierig auf die nächsten zwei Bände machen. Wer düstere, emotionale Fantasy mit einem Hauch Grusel liebt, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen!

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Rezensionen von drachenzahn:

Witzige und kindgerechte Geschichten

Disney Vorlesebuch: Die schönsten Jahreszeiten-Geschichten von Jodi Lynn Anderson

Dieses Vorlesebuch aus der beliebten Disney-Reihe ist eine wunderbare Ergänzung für unsere Gute Nacht-Bibliothek. Wir haben bereits mehrere Bände, und unsere fast vierjährige Tochter liebt sie, ohne übrigens die ursprünglichen Filme zu kennen. Auch dieses hier wurde sofort begeistert in Empfang genommen.

Am besten gefällt ihr die Cars-Weihnachtsgeschichte und die Olaf-Sommergeschichte, aber auch viele andere möchte sie immer wieder hören.

Wie gewohnt enthält das Buch zu verschiedenen Disney-Originalen je eine Geschichte. In diesem Fall wurden die Geschichten nach den vier Jahreszeiten ausgewählt und sortiert: Frühling (Vaiana, 101 Dalmatiner), Sommer (Bambi, Eiskönigin), Herbst (Micky Maus, Die Schöne und das Biest), Winter (Susi und Strolch, Winnie Puuh, Cars).

Die Texte sind gerade so lang, dass mein Kind nicht das Interesse verliert und aufmerksam bleibt. Die vielen farbenfrohen und großformatigen Bildern verdeutlichen anschaulich das eben Gelesene. Zudem eignen sie sich als zusätzlicher Gesprächsanlässe, um bestimmte Szenen oder Emotionen noch besser zu erklären.

Mich stört jedoch, dass auch hier wieder eine Geschichte auftaucht, die wir bereits aus anderen Disney-Vorlesebüchern kennen. „Mickeys Camping-Ausflug“ ist zwar lustig und kommt sehr gut an, aber insgesamt haben wir sie nun in drei Versionen im Regal stehen. Wer also bereits Bücher aus dieser Reihe hat, sollte wahrscheinlich überprüfen, ob sich eventuell die ein oder andere Geschichte doppelt.

Trotzdem kann ich diesen Band uneingeschränkt als liebevolle Gute-Nacht-Lektüre empfehlen. Die Geschichten haben die perfekte Länge, sind wunderschön illustriert und in einer kindgerechten, einfachen Sprache verfasst. Ein tolles Vorlesebuch für kleine Disney-Fans!

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Rezensionen von clematis:

In der Forstau

Wintertöchter Trilogie von Mignon Kleinbek

Anna ist vierundsechzig und erinnert sich an ihr Leben in der Forstau, nahe Radstadt in Salzburg. Wehmütig schreibt sie auf, wie sie mit ihrer Mutter Marie am Julianenhof aufgewachsen ist und von klein auf mitgeholfen hat bei der Almwirtschaft, weit weg vom Dorf und dessen Bewohnern. Ihre besondere Gabe, Dinge zu sehen, welche anderen verborgen bleiben, begleitet sie von Geburt an und bringt nicht nur Positives, sondern auch eine Menge an Schwierigkeiten mit sich, auch wenn Tante Barbara Erklärungen liefert.

In drei überaus bewegenden Teilen dürfen wir Annas Geschichte mitverfolgen und teilhaben an aufwühlenden Ereignissen.

In der wunderschönen Forstau spielt sich der Großteil der Handlung ab und führt uns weit zurück ins Jahr 1940, in dem am Dreikönigstag Anna das Licht der Welt erblickt. In einer gelungenen Abwechslung aus tagebuchähnlichen Erinnerungen und einer romanhaften Erzählung sind wir hautnah dabei, wie sich dunkle Wolken über dem Tennengebirge zusammenbrauen und einen Schatten werfen auf Annas Schicksal, das geprägt ist von Niederlagen und Rückschlägen. Mit ihrer bildhaften und detailreichen Schreibweise fesselt Mignon Kleinbek ihre Leser von der ersten Seite an, zuweilen stockt einem der Atem, was Marie und Anna an Bürde zu tragen haben. Die Liebe zur Natur und die Ruhe auf der Alm können nur zum Teil ausgleichen, was das Leben für Mutter und Tochter vorgesehen hat. Mit eindringlichen Worten bringt die Autorin eine sehr berührende Geschichte zu Papier, die sich über viele Jahrzehnte spannt, bis hin ins Jahr 2004. Dabei bleibt die Spannung auf hohem Niveau, die gesamte Trilogie extrem kurzweilig. Wer anfangs im dritten Band meint, der große Zeitensprung kopple die Ereignisse zu stark ab vom bisherigen Geschehen, der wird bald eines Besseren belehrt und begegnet einigen Überraschungen, die das Ende dieser schönen Trilogie bereithält. Allerlei Interessantes über Kräuterkunde, besondere Sinnesempfindungen, Ausgrenzung von Menschen, die auf irgendeine Art „anders“ sind, fließt nach gewissenhafter Recherche in die drei Bücher ein, die Kulisse der abgelegenen Bauernhöfe passt bestens zur Atmosphäre, welche überwiegend vorherrscht. Wer Lust hat, kann auch heute noch zu jeder Jahreszeit auf Annas Spuren wandeln, im Nachwort werden Originalschauplätze genannt.

Wer sich einlassen kann auf ein entbehrungsreiches Leben am Berg, wer Einklang sucht bei Tieren und in der Natur, daraus Zuversicht und Überlebenswillen schöpfen kann, wer malerische Eindrücke von Österreichs Bergwelt schätzt, tief verschneite Winterlandschaften und anstrengende Sommer als Senner auf der Alm, darüber hinaus eine überwältigende Familiensaga mit ungewöhnlichen „Gaben“ sucht, der ist mit der Wintertöchtertrilogie von Mignon Kleinbek bestens beraten. Ich empfehle diese drei Bücher (in einem Band) jedenfalls sehr gerne weiter!

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Rezensionen von Sheilo:

Ungeplant ins Glück?

Acht (un)geplante Tage mit dir von Vera Conny Jack

Hazel ist etwas neidisch auf ihre beste Freundin Milena, die durch einen Losgewinn eine Woche in New York verbringen wird, zusammen mit ihrem Bruder Lukas. Als Milena plötzlich etwas dazwischen kommt, springt Hazel ein. Nur wie soll sich Hazel gegenüber einem eigentlich vergebenen Mann verhalten, wenn sie die Nähe von ihm doch so gut anfühlt? Lukas und Hazel schließen einen Time-Out-Deal, doch ob das gut geht?


"Acht (un)geplante Tage mit dir" ist eine einfühlsame Liebesgeschichte von Vera Conny Jack mit einem flüssigen, amüsanten Schreibstil und dem wundervollen Setting von New York und den tollen Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Durch das Lesen wurde in mir selbst ebenfalls die Lust geweckt, New York irgendwann einmal zu erkunden.

Das Cover des Buches greift den Handlungsort New York sehr gut auf und reiht sich mit seiner Gestaltung perfekt in die Optik der anderen und wirklich empfehlenswerten Romane des Flamingo Tales Verlages ein, welche alle das Reisen und die Liebe aufgreifen.

Hazel ist für mich eine richtig interessante Figur, die wir von zwei sehr unterschiedlichen Seiten kennenlernen. Sie ist eine offene, direkte Person, die es liebt zu reisen und sich immer über einen Geheimtipp freut. Allerdings fällt es ihr sehr schwer, Beziehungen zu Menschen einzugehen und flüchtet sich in Ausreden. An der Seite von Hazel gibt es jedoch eine Konstante, ihre beste Freundin Milena, die auch vor kritischen Themen nicht zurückschreckt.

Lukas hat sich als Charakter sofort in mein Herz gestohlen. Er versucht während der Reise einfach er selbst zu sein und seine Schüchternheit abzulegen. Dadurch wirkt er auf Hazel wie ein ganz anderer Mensch, der liebevoll ist und sich immer wieder tolle Überraschungen für Hazel überlegt. Dabei hat er ein Geheimnis, welches für die Handlung sehr interessant ist.
Als Mathematiker liebt Lukas eigentlich Planung und Ordnung, aber auch diese wirft er für Hazel gerne über Bord.

In der Geschichte spürt man deutlich das Auf und Ab der Gefühle bei den Protagonisten. Die verschiedenen Sichtweisen von Lukas und Hazel im Buch transportieren diese Emotionen sehr gut an den Lesenden. Neben der Liebesgeschichte werden im Buch der Umweltschutz und die Nachhaltigkeit an mehreren Stellen thematisiert, die man auch bei Reisen nicht außer Acht lassen sollte. Besonders emotional berührt hat mich der Besuch am Ground Zero, mit seinen Erläuterungen zu den schrecklichen Vorkommnissen, die wir wohl alle nie vergessen werden.

Insgesamt ist für mich "Acht (un)geplante Tage mit dir" ein wunderschöner Wohlfühlroman, der einem mit seinem tollen Setting aus dem stressigen Alltag entfliehen lässt. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und kann die Geschichte von Hazel und Lukas sehr empfehlen.

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