Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Tragische Coming-of-Age-Story
Death in Brachstedt von Tobias Wagner
Tragische Coming-of-Age-Story
Inhalt:
Der 15-jährige Leo lebt mit seinem dementen Vater zusammen, der eines Tages plötzlich verschwindet. Kurzerhand lädt Leo seinen Freund Henri zu sich ein, der davon träumt, Filme zu machen. Seine Idee ist es auch, im heruntergekommenen Hotel seines „Onkels“ Falco einen Kurzfilm zu drehen und diesen den Klassenkameraden auf einer Party zu präsentieren - inklusive Leos Schwarm Maja …
Meine Meinung:
„Death in Brachstedt“ lässt sich trotz der schwierigen angesprochenen Themen sehr leicht lesen, da es durch viele Prisen Humor aufgelockert wird.
Anfangs scheint auch alles noch ganz in Ordnung zu sein, doch mit jeder weiteren Seite nimmt das Unheil seinen Lauf. Dies wird zwar nicht unbedingt ausgesprochen, ist aber trotzdem zu spüren.
Die Hauptfiguren sind einigermaßen tiefgründig ausgearbeitet und alles andere als konventionell. Das gefiel mir sehr gut. Man kann sie auch leicht mögen, denn sie sind recht sympathisch, haben allerdings auch ihre Ecken und Kanten. Dadurch wirken sie absolut lebensecht.
Der Schreibstil ist dem jugendlichen Alter der Protagonisten angepasst und mit einigen Jugendslang-Ausdrücken angereichert, aber nicht so viel, dass es stören würde. Auch ein paar Fachausdrücke aus der Filmbranche sind eingestreut, aber keine Angst, man muss sich in diesem Thema nicht auskennen. Ebenso ist von Musikbands und Songs die Rede. Wenn man diese kennt, ist es gut, wenn nicht, macht das auch nichts.
Ein bisschen gestört hat mich am Ende, dass begonnene Handlungsfäden nicht abgeschlossen wurden und noch Fragen offen bleiben. Aber alles in Allem fand ich dieses Jugendbuch sehr gut und lesenswert.
Rezensionen von liesmal:
Fall Nummer 7 ist für mich der erste
Der Seher von Elias Haller
„Der Seher“, der siebente Fall in der Reihe der Arne-Stiller-Thriller, war für mich der erste. Wenn es aus den vorhergehenden Bänden etwas geben sollte, was für den Leser wissenswert ist, dann ist es dem Autor, Elias Haller, so gut gelungen, dass ich nicht den Eindruck hatte, etwas versäumt zu haben.
Natürlich hätte ich Arnes Kollegin Inge im Team gern noch näher kennengelernt, aber die wird gerade in die Rente verabschiedet. Dafür kommt mit der Praktikantin Sandy eine junge, selbstbewusste und quirlige Frau ins Team, auf die Stiller scheinbar nicht gerade gewartet hat. Aber sie bringt frischen Wind mit und das gefällt mir.
Auch Hallers Schreibstil gefällt mir. Spannend und abwechslungsreich gestaltete sich die Geschichte um den Fund einer Zeitkapsel bei Bauarbeiten, einen Cold Case, das Verschwinden eines Babys, einen Seher, der eher aufdringlich als hilfreich erscheint und um „die Person“, die immer wieder auftaucht und bei mir so manches Mal für Verwirrung sorgt. Dann gibt es noch einen Geheimcode, den es zu entschlüsseln gilt.
Bis zum Schluss hat mich das Buch gefesselt und dann ein für mich überraschendes gutes Ende gefunden.
Sehr gern empfehle ich den Arne-Stiller-Thriller auch den Leser*innen, die ihn erst jetzt kennenlernen wollen.
Rezensionen von Tara:
Ein zauberhaftes Buch über magische Pflanzen & Familie
Flora Magica (Band 1) - Das Geheimnis der Nachtschatten von Vanessa Walder
„Flora Magica - Das Geheimnis der Nachtschatten“ ist der erste Band einer neuen Fantasy-Reihe von der in Berlin lebenden österreichischen Buch- und Drehbuchautorin Vanessa Walder.
Seit Generationen beschäftigt sich die Familie Cunabula mit magischen Pflanzen. Als Flora mit 107 Jahren stirbt, treten ihre zwölfjährigen Urenkel Avia, Zacharias, Tierra und Sol ihr Erbe an, dass sie erst einmal begreifen müssen.
Dabei hilft ihnen ein altes Buch, in das ihre Vorfahren ihr Wissen niedergeschrieben haben. Viel Zeit bleibt ihnen aber nicht, da eine große Firma zu Entscheidungen drängt.
Die Handlung ist in der Nähe von Klagenfurt angesiedelt. Dort steht Floras Villa und hier treffen ihre Urenkel auch das erste Mal aufeinander. Das Grundstück ist wunderschön bewachsen. Im Verlauf der Handlung erfährt man viele wissenswerte Fakten über Pflanzen, die geschickt mit der Handlung verwoben sind.
Jedes Kapitel beginnt mit einem treffenden Zitat.
Zahlreiche Zeichnungen der Illustratorin Marie Beschorner machen das Buch zu einem lebendigen Leseerlebnis. Die Schwarz.Weiß-Illustrationen wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet und passen einfach perfekt.
Thematisch deckt die Handlung einiges ab. Es geht um Familie, Pflanzen, unsere Natur, das Leben und das Sterben. Alles wird sehr einfühlsam und lebensnah beschrieben.
Mit ihren abschließenden Kapitel „Wem gehört das Leben?“ hat Vanessa Walder ihr Buch gelungen abgerundet und wir sind gespannt auf den kommenden Band der Reihe.
Rezensionen von dosi80:
Berührend
Luzie in den Wolken von Charlotte Lucas
"Luzie in den Wolken" von Charlotte Lucas, dem Pseudonym der Autorin Wiebke Lorenz, ist ein berührender Roman, der die Geschichte der siebenjährigen Luzie erzählt, die ihren verstorbenen Vater vermisst und sich einen neuen wünscht.
Eine Nachricht, den Luzie mit einem Luftballon in den Himmel schickt, erreicht den Bestsellerautor Gabriel Bach, der gerade auf der Suche nach einer Geschichte für seinen neuen Roman ist.
Er beschließt, wenn auch am Rand, am Leben von Luzie und deren Mutter teilzunehmen und daraus eine Geschichte zu kreieren.
Dies führt zu einigen Verwirrungen.
Die Geschichte rund um Luzie, ihre Mutter Miriam, deren Freundin Rebecca und den Autor Gabriel ist herzerwärmend geschrieben.
Die Geschichte ist in einzelnen Tagen unterteilt und erzählt aus der Sichtweise von Miriam und Gabriel.
Obwohl eigentlich etwas vorhersehbar, ein durchaus gelungener Roman.
Rezensionen von rosetheline :
Das Geschwistersein muss man erstmal lernen...
Mein artgerecht-Geschwisterbuch: Ich zuerst! Nein, ich! von Nicola Schmidt
In ihrem süßen Kinderbuch "Mein artgerecht-Geschwisterbuch" widmen sich Nicola Schmidt, die Autorin des Buches, sowie Iris Blanck, die Illustratorin, dem Thema des Geschwisterseins.
In dem Buch folgen wir einer Einhörnchenfamilie, die in diesem Fall aus der Einhörnchenmutter, dem Einhörnchensohn (Vincent) und der Einhörnchentocher (Sophia) bestehen.
Auch die Einhörnchentante kommt vor.
Vincent ist seit einem Jahr ein großer Bruder und das bringt für ihn viele Herausforderungen mit sich. Er mag seine Schwester, doch fühlt er sich oft genervt von ihr und immer wieder möchte sie etwas, das er möchte oder sie zerstört etwas. Er muss lernen, was es bedeutet ein großer Bruder zu sein; dass Teilen, Verzeihen und auch mal dem anderen den Vortritt zu überlassen, wichtig sind.
Das Buch ist sehr schön illustriert und passt perfekt zum Buch. Alles in Allem ist es ein altersgerechtes Buch für kleine Kinder, die zum ersten Mal Geschwister werden.
Rezensionen von yellowdog:
Sätze wie gemeißelt
Im Meer waren wir nie von Meral Kureyshi
Das Buch ist sehr von der Icherzählerin geprägt, die ruhig und beobachtend wirkt. Man spürt auch sofort ihre Sensibilität.
Es beginnt mit dem Begräbnis der 95jährigen Lili, um die sie sich lange gekümmert hat. Sie hatten eine besondere Beziehung, wie sie sie auch zu Lilis Enkel Sophie hat. Sophie ist seit Kindheitstagen ihre Freundin und heute auch eine Nachbarin, Sophie ist alleinerziehend, d.
h. ihren Sohn ziehen sie eigentlich gemeinsam auf.
Es ist kunstvoll und gelungen, wie die Autorin das komplexe Beziehungsgeflecht schildert.
Der Stil de Schweizer Sxchriftstellerin Meral Kureyshis hat sich nicht geändert, der neue Roman erinnert an ihre Vorgängerbücher Fünf Jahreszeiten und Elefanten im Garten.
Ihre Sätze sind bemerkenswert, wirken wie gemeißelt.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)
Schon immer tot von T. M. Payne
Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)
Ein Thriller der es in sich hat. Gleich zu Beginn steigt man als Leser:in unerwartet ins dramatische Geschehen ein und kann das Buch nicht mehr weglegen. Die Ermittlerin Sheridan Holler soll einen alten Fall aufrollen, in dem es um den Mord an Daniel Parks geht und sein Vater als Verdächtiger von den Geschworenen freigesprochen wurde.
Daniels Leiche wurde nie gefunden. Dann werden Daniels Eltern ermordet und für Sheridan, die den Mord an Daniel akribisch aufarbeitet bleibt nur noch Jennifer als einzige aus der Familie, die ihr noch Informationen zur Vergangenheit geben kann. Für Sheridan beginnt eine intensive Ermittlungsarbeit mit unerwartetem Ausgang.
Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil mit sehr guter beschreibender Art, sodass man sofort in das Geschehen eintaucht und sich die Handlungen, die Orte und die beschriebenen Personen sehr gut vorstellen kann. Die Protagonistin Sheridan lernt man sowohl als Privatperson als auch als Ermittlerin kennen und sie kommt sehr sympathisch rüber. Dies gilt auch für alle wesentlichen Personen des Ermittlerteams, wie Anna Markinson, die Sheridan bei den Ermittlungen unterstützt und privat ihre Probleme hat als auch der neuen Chefin Hill Knowles, die sich als unnahbare Persönlichkeit mit privaten Schicksalsschlägen darstellt. Die Spannungen zwischen Hill und Sheridan sind spürbar und die Art, wie die beiden miteinander umgehen sind zum Teil witzig und humorvoll. Das Hauptthema des Verbrechens ist der sexuelle Missbrauch von Kindern und wie die Betroffenen damit umgehen. Die Autorin hat es sehr gut geschafft, laufend neue Entwicklungen und Erkenntnisse in die Handlungen einzubauen, sodass man als Leser:in immer überrascht wird. Das Buch ist von Anfang bis zum Ende perfekt abgestimmt und nachvollziehbar. Beeindruckt hat mich, dass das Buch nicht nur mit der Klärung der Mordfälle endet, sondern mit erklärenden Worten in Form von Briefen die an Sheridan und an weitere Personen ergehen und die Täter ihre Handlungen darin begründen. Das Buch regt zum Nachdenken an und die Empfindungen zu diesem Fall, die auch Sheridan am Ende hat, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ein sehr guter spannungsgeladener Thriller, den ich weiterempfehlen kann.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)
Die Spur der Sehnsucht von Jaane Janssen
Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)
Der erste Band zur Ostfriesland-Saga schildert das Leben von Sventje in Borkum, 1775, die als Frau eines Walfängers, der monatelang auf See ist, alleine das harte Leben mit ihren Kindern meistern muss. Die Autorin hat das Leben von Sventje sehr realitätsnah beschrieben, mit ihren Sorgen um die Kinder, Armut, Hunger und der täglichen Hoffnung auf die Ankunft ihres Mannes.
Dabei hat die Autorin viele Themen aufgegriffen, wie die Heirat aus nützlichen Zwecken statt Liebe, Trennung zwischen Arm und Reich und den Sehnsüchten, die sich innerhalb dieser Schichten auftun. Die Protagonisten sind unterschiedliche Charaktere, doch sie haben eines gemeinsam - die Suche nach der wahren Liebe. Svenja die als nicht volljähriges Mädchen, ohne Eltern, Lian heiratet und sich immer fragt, ob sie ihn wirklich liebt. Lian, der schon als Junge in Svenja verliebt war, sieht in ihr seine Liebe. Doch er hat auch die Liebe der See geschenkt und ist von Schuldgefühlen gegenüber Svenja und seinen Kindern geplagt, doch gleichzeitig kann er den Walfang nicht aufgeben und träumt davon, selbst Kapitän zu werden. Dann spielt noch Valentin von Halversberg eine wesentliche Rolle in der Geschichte. Er war schon als Kind in Svenja verliebt, jedoch gehörte er zu einer anderen gesellschaftlichen Schichte und durfte nicht mit ihr spielen. Die Rolle von Valentin hat die Autorin sehr gefühlvoll dargestellt und ihm einen Charakter gegeben, den man als Leser:in auf Anhieb mag. Er ist immer für Svenja da, versucht seine Gefühle in jeder Situation mit Svenja unter Kontrolle zu halten, wobei das Knistern zwischen den beiden richtig spürbar ist. Das Ende des Buches ist vielleicht nicht ganz so, wie man es sich für Valentin wünschen würde jedoch ist gerade dies die Brücke zum zweiten Band der Saga, wo man als Leser:in vielleicht doch hoffen kann, dass Valentin und Svenja zusammenkommen. Mir hat der erste Band sehr gut gefallen, er ist realitätsnah auf die damalige Zeit geschrieben, die Themen passen perfekt zusammen und der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gefühlvoll. Der Titel und das Cover des Buches passen perfekt! Sehr zu empfehlen!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)
Böhmische Schicksalstage von Karin Lindberg
Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)
Böhmische Schicksalstage ist der zweite Band zur Lemberg-Saga. Obwohl ich den ersten Teil nicht gekannt habe, war ich von der Geschichte Rund um die Familie Lemberg auf Anhieb begeistert. Aufgrund des sehr guten Schreibstils der Autorin und ihrer tollen Art die einzelnen Mitglieder der Familie sowie deren jeweiligen Charaktere sehr authentisch und kurzweilig zu beschreiben, war der Einstieg in das Buch sehr leicht und fesselnd.
Die Autorin beschreibt das Leben der Familie Lemberg passend zum historischen Jahr 1938, wo berufliche Ausbildungen den Männern vorbehalten waren. Die Protagonistin Alba, die genau dies nicht verstehen möchte und ihrem Vater in den Ohren liegt, im Betrieb mitarbeiten zu dürfen, kommt sehr sympathisch rüber. Auch ihre geheime Liebe zum Tschechen Miroslav ist nachvollziehbar. Doch ihre Mutter möchte Alba standesgemäß verheiraten und ist dagegen, dass Alba im Betrieb arbeitet. Das rebellische Verhalten von Alba gegen diese Ansichten kann man sehr gut nachvollziehen. Interessant dargestellt ist jedes einzelne Familienmitglied mit ihren jeweiligen Problemen und Geheimnissen. Letztlich auch die Vernetzung dieser Geheimnisse und das Verhalten der Familienmitglieder. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es sind viele Geheimnisse innerhalb der Familie offen geblieben, die für einen weiteren Band genügend Themen bringen können. Eine sehr gelungene, spannende und einfühlsame Saga, die ich sehr empfehlen kann.
Rezensionen von Emmmbeee:
Vaterland und Muttersprache
Russische Spezialitäten von Dmitrij Kapitelman
Ein Riss geht durch die Ukraine: hie russlandfreundliche Menschen, hie unabhängig bleiben wollende Ukrainer. Ebenso geht der Riss durch die vor Jahren geflohene, ausgewanderte Familie des Autors. Mama Kapitelman steht auf Seite Putins und hält die russische Sprache hoch. Papa bevorzugt alles Ukrainische.
Der Sohn will es mit seiner Mutter nicht verderben, kann aber ihre einseitigen Ansichten nicht billigen. So sitzt er zwischen zwei Stühlen, während die Handys und ihre Meldungen zur familiären Kluft noch beitragen. Die Widersprüche fangen bereits bei der Meteorologie an, die der Berichterstattung im Fernsehen deutlichst widerspricht.
Sohn Dmitrij führt den familieneigenen Laden, der allerlei russische Waren anbietet und muss auf Einkaufstour von Leipzig quer durch Polen in die Ukraine. Dort erfährt er am eigenen Leib, dass seine Mutter unrecht hat und die Kriegsmeldungen keineswegs Fake, sondern bittere Wahrheit sind. Zudem läuft er Gefahr, aufgrund seines Geburtsortes Kiew und trotz der deutschen Staatsbürgerschaft sofort zur Armee eingezogen zu werden.
Selbstverständlich ist es ein autobiographischer Roman, denn die Namen der Familienmitglieder werden verwendet. Und er offenbart, wie die Secondos mit dem Leben in dem Land, in dem sie aufgewachsen sind, und dem in der alten Heimat umgehen. Durchaus gespalten, kein Wunder, wenn der ideologische Riss mitten durch die Familie geht.
Es sind furchtbare Bilder und Schicksale, die vor dem Leser ausgebreitet werden, vermutlich ohnehin in eher schonender Form und Auslese. Dabei versteht es Dmitrij Kapitelman, auch noch Humor und Sprachwitz in die Geschichte zu flechten.
Überhaupt die Sprache spielt eine große Rolle. Allerdings wäre ein Vokabularium kein Luxus gewesen, denn manche Begriffe erklären sich erst im Lauf der Story solchen Menschen, die des Russischen nicht mächtig sind. Zudem ist vieles in kyrillischer Schrift gedruckt. Erläuterungen wären also sehr hilfreich gewesen, um sich besser ins Geschehen und die Bedeutungen hineinfinden zu können.
Der Autor spricht inzwischen längst ein fehlerfreies Deutsch, aber er versteht es, osteuropäischen Slang, slawischen Akzent ins Stück zu stricken. Sprachlich sehr gekonnt, wie schon in seinen früheren Werken zu lesen war. Und es ist eine Kunst, aktuelle politische und gesellschaftliche Zustände gleichzeitig genau aufs Korn zu nehmen, sie zu beschreiben und den Leser dennoch mit einem Lächeln auf den Lippen zu entlassen. Sehr empfehlenswert!











