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Rezensionen von Claudia R.:

ab Grüngurt

Die Kata des Judo von Tadao Inogai; Roland Habersetzer

Klappentext / Inhalt:

Jigoro Kano, der Begründer des Judo, kodifizierte das System seiner Kampfkunst in Gestalt von acht Kata. Dieses Handbuch enthält die ausführliche Darstellung dieser klassischen Formen des Kodokan:
• Nage-no-kata, Katame-no-kata, Kime-no-kata, Kodokan Go­shin-jutsu (Go­shin-jutsu-no-kata), Ju-no-kata, Itsutsu-no-kata, Ko­shiki-no-kata, Seiryoku-zenyo-kokumin-taiiku-no-kata
• Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen und fundierte Erklärungen für den Ablauf jeder Kata
• Illustriert mit ca.

1 200 hochpräzisen Zeichnungen – über 135 Bildtafeln und zahlreiche Einzelbilder
• Unverzichtbar für den höhergraduierten Judoka – Teil der Ausbildung ab dem 3. Kyu (Grüngurt), obligatorisch für Danprüfungen
Tadao Inogai (1908-1978), 8. Dan, gehörte zu den japanischen Instruktoren, die das Kodokan nach Europa entsandte, um dort die Kunst des Judo zu verbreiten.
Roland Habersetzer, französischer Kampfkunstexperte (9. Dan, Japan), hat das von Inogai Sensei verfasste Manuskript illustriert.

Cover:

Das Cover ist passend und klasse gestaltet und gibt zugleich einen ersten Einblick. Man kann hier erste Formen und Strukturen erkennen. Die Zeichnungen sind gut erkennbar und geben Ablauf und Technik gut wieder. Das Cover ist optisch und strukturiert gut umgesetzt und auch farblich ansprechend gewählt.

Meinung:

Dieses Buch behandelt die acht klassischen Formen des Kodokan und ist für jeden fortgeschrittenen Judoka unverzichtbar. Die komplexen Bewegungsabläufe der Kata werden hier verständlich und gut nachvollziehbar umgesetzt. Neben der sehr guten Beschreibungen und Anleitungen runden die Zeichnungen und Illustrationen das ganze perfekt ab. Die Zeichnungen geben die Abläufe und Techniken, aber auch die genauen Positionen und Bewegungen sehr gut wieder, so dass diese sehr gut als Orientierung dienen.

Auch die Struktur, Gestaltung und Gliederung dieses Buches hat mir sehr gut gefallen. Durch die gute Kombination aus detailreichen und detaillierten Beschreibungen und bewegungsorientierten Illustrationen bietet das Buch eine starke Hilfe für das Verstehen und korrekte Ausführen dieser wichtigen Formen. Man bekommt alles sehr gut erklärt und kann so die eigene Praxis verbessern.

Die Einführung zu Beginn und das in Erinnerung rufen der Werte und Hintergründe hat mir auch sehr gut gefallen. Vorwort und Einführung sind sehr schön und harmonisch umgesetzt und leiten gut in die Formen über.

Für fortgeschrittene Judoka auf jeden Fall sehr empfehlenswert, man sollte jedoch einige Vorraussetzungen und Wissen bereits mitbringen. Für Anfänger daher nicht geeignet, da sie mit vielen angesprochenen Begriffen und Formen so vermutlich noch nicht umgehen können, Empfehlung daher ab Grüngurt.

Fazit:

Ab Grüngurt unverzichtbares Nachschlagewerk zum Thema Kata des Judo.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Hörbuch

Die Kata des Judo von Tadao Inogai; Roland Habersetzer

Hörbuchrezension

Christopher wohnt, solange sein Vater beruflich unterwegs ist, bei seinem Großvater. Und was sein Großvater immer wieder sagte, Geh nicht den Hügel hinauf. Aber die Ferien sind lang, Christopher ist langweilig und er widersetzt sich seinem Großvater. Und erlebt das Abenteuer seines Lebens.

Sprechende Eichhörnchen, ein geflügeltes Pferd und ein Einhorn kommen ihm entgegen. Christopher hat schon immer eine besondere Anziehung zu Tieren verspürt, aber das ist doch eine ganz andere Nummer.
Eine spannende, unterhaltsame und vor allem fantasievolle Geschichte, die mir die Zeit sehr verkürzt hat. Ein sehr angenehme Sprecher, eine tolle Story, ein kurzweiliges Lesevergnügen sei gewiss und das trotz knapp über neun Stunden Hörzeit . Ich mochte Christopher und Mal sehr gerne, sympathische Charaktere mit denen man sich identifizieren kann. Nicht nur für Kinder ein fantasievolle Geschichte, auch ältere haben mit dem (Hör)Buch noch ihre Freude. Von mir eine absolute Leseempfehlung.

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Rezensionen von Claudia R.:

skurril humorvoll

Die Flora schlägt zurück von Carsten Wunn

Klappentext / Inhalt:

Eigentlich wollte Carsten – seines Zeichens Schriftsteller und Chronist der Parallelgesellschaft der Tiere – nur nach einer durchzechten Nacht chillen. Doch dann erhält er einen mysteriösen Anruf: Besuch kündigt sich an. Sammy, ein sprechender, baldrian­süchtiger Kater, der die Sprache der Pflanzenwelt versteht, bittet Carsten um dessen Hilfe.

Die Angriffe der Pflanzen auf Mensch und Tier nehmen zu! Die Flora schlägt zurück und will sich für die schlechte Behandlung rächen! Die Pflanzen werden schon ihre guten Gründe haben. Vielleicht steckt auch mehr dahinter. Vielleicht wurden sie durch ein gezüchtetes Killervirus in einem geheimen Labor unfreiwillig zur ausführenden Gewalt eines verrückten Wissenschaftlers? Das klingt zu absurd, oder?

Cover:

Das Cover wirkt etwas düster und geheimnisvoll und doch liegt auch eine gewisse Magie darin. Der Kater blickt einen direkt an und zieht so die Blicke auf sich. Optisch und auch farblich ist es klasse umgesetzt.

Meinung:

Der Autor hat hier eine Parallelwelt geschaffen, in der Tiere sprechen und mit Pflanzen kommunizieren können. So trifft Carsten auf Sammy, einen baldriansüchtigen sprechenden Kater, der seine Hilfe benötigt, denn Pflanzen wollen sich gegen Tiere und Menschen wehren und zurückschlagen. Vielleicht steckt aber auch mehr dahinter?

Zu viel sei hier noch nicht verraten. Wer es skurril und schräg mag, ist hier genau richtig? Humor der besonderen Art und spannende Unterhaltung werden hier auf jeden Fall geboten.

Der Schreibstil ist locker, angenehm und gut lesbar. Schnell findet man sich in alles hinein und auch die Charaktere waren mir schnell sympathisch. Carsten, wie auch Sammy haben ihre ganz eigene und besondere Art, die sie ausmachen und genau das macht es auch so unterhaltsam. Die einzelnen Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind deutlich und gut erkennbar. Die Überschriften dazu sind passend gewählt und verraten zugleich nicht zu viel.

Durch die Ich-Perspektive des Autoren Carsten findet man sich schnell in alles hinein und auch ie Gedanken und Emotionen sind sehr gut nachvollziehbar. Die bildlichen Beschreibungen machen es sehr gut vorstellbar und so ist man schnell im Geschehen dabei.

Die Mischung aus Spannung und Humor wurde hier sehr gut umgesetzt. Skurril und sehr eigen geht es hier zur Sache und sorgt dabei für richtig gute Unterhaltung.

Fazit:

Humor der besonderen Art und spannende Unterhaltung werden hier auf jeden Fall geboten.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Wohnen im Plattenbau

Achtzehnter Stock von Sara Gmuer

Wanda wohnt mir ihrer fünfjährigen Tochter Im achtzehnten Stock eines Plattenbaus. Eigentlich hatte sie sich ihr Leben anders vorgestellt, sie wollte Schauspielerin werden, interessante Drehs haben, Partys und Premieren feiern.
Dann bekommt sie eine Chance, die sie sich nicht entgehen lassen will


Wanda und Karlie, ihre Tochter, sind ein Berliner Gespann, das merkt man im ganzen Buch.

Der Schreibstil passt meiner Meinung nach sehr gut zu Story. Wanda steht am Wendepunkt ihres bisherigen Lebens, man kann als LeserIn sehr gut mitfühlen. Die Geschichten rund um die Platte haben eine Authentizität, das könnte tatsächlich alles genau so passiert sein, so stelle ich mir jedenfalls das Leben im Plattenbau vor. Ich mochte die Geschichte, sie war unterhaltsam, authentisch und konnte mich gut in den Bann ziehen. Solche echten Geschichten brauche ich manchmal, um zu merken, wie gut es mir doch geht. Für mich eine Leseempfehlung wert.

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Rezensionen von Nele33:

es brennt

Grenzfall - Ihre Spur in den Flammen von Anna Schneider

Grenzfall-Ihre Spuren in den Flammen ist der 5. Fall für das Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer. Das Vater und Tochter Gespann, die in den verschiedenen Ländern ermitteln und immer wieder Grenzfälle gemeinsam lösen bekommen es diesmal mit einem Feuerteufel der anderen Art zu tun.

Ein Ehepaar auf dem Heimweg beobachtet den Unfall, bei dem ein Auto von der Straße abkommt, Feuer fängt und der Insasse qualvoll verbrennt.

Die Frau meint eine Frau aus dem Auto steigen gesehen zu haben, die nach der Explosion im nahe gelegenen Wald verschwunden ist. Eine eingeleitete Suche bleibt allerdings ergebnislos.
Auf österreichischer Seite geht kurz danach eine Villa in Flammen auf. Es soll nicht dabei bleiben. Als ein mysteriöses Schreiben auftaucht, wird klar, ein Feuerteufel ist unterwegs. Doch welche Wut treibt ihn an?

Wieder hat mich der Krimi um Alexa und ihren Vater gut unterhalten, auch wenn er weniger Tempo hatte, als der vorherige Band. Besonders gefallen haben mir die Einschübe mit den Gedanken des Täters/der Täterin. Die Beziehung zwischen Vater und Tochter entwickelt sich interessant weiter und ihre Eigenheiten passen immer besser zueinander.

Insgesamt war es gute Krimiunterhaltung und ich freue mich schon auf den sechsten Band mit dem Ermittlerduo im Grenzgebiet.

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Rezensionen von Baerbel82:

Wer ist der Axtmörder?

Der Nachtgänger von Lars Kepler

„Der Nachtgänger“ von Lars Kepler ist bereits der zehnte Fall für Joona „Superstar“ Linna, also ein Jubiläum! Worum geht es?
Schon der Einstieg, der Schlaf und Schlafwandeln thematisiert, ist sehr interessant. Danach ein Prolog, der bizarr anmutet.
Auf einem Campingplatz wurde ein Mann zerstückelt.

Hat der 17-jährige Hugo im Schlaf tatsächlich einen Menschen ermordet, ohne zu merken, was er tat?
Weitere Leichen werden gefunden. Haben die Opfer im Internet bzw. Darknet Sex gekauft? Findet der Täter dort seine Opfer? Wo liegt das Motiv?
Über das Wiedersehen mit Joona und Erik Maria Bark, dem Hypnotiseur aus Band 1, habe ich mich gefreut. Schade, dass Saga diesmal (fast) nicht dabei ist.
„Der Nachtgänger“ ist spannend und unterhaltsam. Aber auch blutig und brutal, mit Slasher-Szenen, die an „Psycho“ erinnern. Dazu viel Sex - und Drogen.
Die Jagd nach dem „Axtmörder“ mündet in einen rasanten, actionreichen Showdown und am Ende ist alles schlüssig aufgelöst.
Ich empfehle dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Denn ab und zu finden sich Bezüge zu den Vorgängern.
Mein Lieblingssatz: »Ich ziehe einen Schleier aus Tränen darüber, um Henning Mankell zu zitieren«

Fazit: Typisch Lars Kepler. Hart und brutal.

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Rezensionen von Marw76:

Wohlfühlroman mit Tiefgang

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben von Gabriella Engelmann

Cover: Das Cover erinnert schon an einen Wohlfühlroman und lässt das Herz eines jeden Strandliebhabers höher schlagen. Der schöne Leuchtturm im Hintergrund und die Schwalben am Himmel erhöhen das Gefühl eines tollen Buches das direkt am Meer spielt. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Romans.

Inhalt: Die 55-jährige Journalistin und Podcasterin Anna reist für das Schreiben eines Beitrags über die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen an den abgelegenen Lister Ellenbogen. Im reetgedeckten Haus der alten Dame trifft Anna allerdings nur deren Tochter Elisa an. Als ein heftiges Gewitter die antiquarischen Buchschätze bedroht, die Fenja auf dem Dachboden hortet, packen die Frauen gemeinsam an. Dabei fällt Anna ein alter Gedichtband in die Hände, der als Versteck für einen Samtbeutel und eine silberne Dose dient. Ehe sie es sich versieht, wird Anna mit Geheimnissen aus der Vergangenheit konfrontiert, die bis in die Gegenwart reichen. Denn Fenja hatte eine Schwester, die von einem Tag auf den anderen spurlos verschwand - genau wie Fenja jetzt.
Während Anna sich mit der Geschichte der Lorenzens beschäftigt, Seeschwalben beobachtet und ihr Herz ungewohnt schneller schlägt, wenn Elisas Bruder Eric in der Nähe ist, stößt sie auf eine dramatische Liebesgeschichte aus dem Jahr 1937. Immer tiefer dringt Anna auf den verworrenen Familienpfaden der Lorenzens in die Vergangenheit vor und erkennt schließlich, dass Fenja ihr Schweigen brechen muss, wenn sie endlich die Wunden in ihrer Familiengeschichte heilen will. Doch lebt die alte Dame, der Bücher die Welt bedeuteten, überhaupt noch?

Meine Meinung: Ich habe bereits einige Bücher von Gabriella Engelmann gelesen und diese waren immer Wohlfühlromane und gut zum abschalten im Urlaub geeignet. Dieser Buch hat jetzt deutlich mehr Tiefgang und ist emotionaler geschrieben. Ich bin gut ins Buch reingekommen und fand die Geschichte mitreissend, deshalb habe ich in jeder freien Minute weitergelesen. Der Roman handelt einmal in der Gegenwart, hier begleitet man Anna und dann handelt die Geschichte in der Vergangenheit, hier begleitet man Lene, Fenjas Mutter. Diese Abwechslung hat mir sehr gefallen und ich bin auch nie durcheinander gekommen, da vor jeder Kapitel immer stande in welcher Zeit das Kapitel spielt. Die Beschreibungen von Sylt, Landschaft und Häuser waren sehr bildhaft und ich habe Lust bekommen die Insel einmal zu besuchen. Anna ist eine sympathische Frau, die ich gerne durch die Geschichte begleitet habe, mit Elisa und Fenja musste ich erst warm werden. Lene dagegen war mit ihrer sehr romantischen und überschäumnden Art erfrischend zu lesen. Die Geschichte ist nicht nur leicht und schön zu lesen, es geht auch düster um die Inselgeschichte zwischen 1937 und 1965, ich mochte das aber sehr gerne da es den Roman tiefgründig und auch geheimnisvoll gemacht hat. Ich kann mir vorstellen, das nicht nur Fans der Autorin das Buch mögen werden, sondern auch Leser die zugleich das Urlaubsgefühl mit Tiefgang und geschichtlichen Emotionen mögen. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich bin gespannt auf den zweiten Teil, auch wenn nicht zu viele Fragen offen bleiben und das Ende dieses Teils gut gewählt ist.

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Rezensionen von carola1475:

Beeindruckender Roman, der technische Entwicklungen weiter denkt und philosophische und gesellschaftliche Fragen stellt

Thanatopia von Tom Hillenbrand

Ende des 21. Jahrhunderts bestimmt das Holonet auch das Aussehen der realen Welt, der Mensch kann sich selbst und seine Umgebung so gestalten, wie es ihm gefällt und die Technologie des Mind Uploads in Klone bietet heute noch nicht vorstellbare Möglichkeiten. Ein Geheimnis bleibt vielleicht nur noch der Tod und das, was eventuell danach kommt.

Mit zwei identisch aussehenden Toten hat Kommissar Wenzel Landauer in Wien zu tun, die sich jedoch als Klone herausstellen, juristisch umstritten bleibt, ob eher Sachbeschädigung oder ein Tötungsdelikt vorliegt. Als die Besitzerin der Klone verschwindet und ein Mensch ermordet wird, stellt Landauer doch Ermittlungen an und stößt auf die Gruppe der Deather, die technologisch bestens ausgestattet den Moment des Todes und was vielleicht danach passieren mag, erforschen.

Der Hologrammatica-Weltenbau ist wohl durchdacht, so plausibel wie erschreckend. Durch eine Virusinfektion ist die Menschheit um die Hälfte geschrumpft, Dürren und hohe Temperaturen in Folge der Klimakatastrophe haben zum Exodus aus europäischen Metropolen geführt, Grönland und Sibirien sind nun angesagte Wohngebiete.
Die Figurenzeichnung und die Entwicklung der Charaktere ist gelungen, die Protagonisten haben Tiefe und besonders Wenzel, der immer noch um seine verstorbene Frau trauert und die gemeinsame Tochter allein groß gezogen hat und Sahana, gläubige Physikerin mit konsequenter theologischer und wissenschaftlicher Meinung, finde ich überzeugend dargestellt, mit beiden kann ich mich identifizieren.

Neben Wenzels gibt es weitere, wechselnde Erzählperspektiven, auch Galahad Singh und Fran Bittner gehören zu den Protagonisten und sind aus den Vorgängerbänden bekannt. Es gibt Verweise auf Geschehen in den anderen Hologrammatica-Bänden und es ist sicher empfehlenswert, zumindest einen bereits gelesen zu haben.
Nach Zwischenfällen 2048 und 2088 mit der außer Kontrolle geratenen Klima-KI Æther ist der Einsatz Künstlicher Intelligenz streng kontrolliert und begrenzt. Es scheint jedoch eine weitere Kopie von Æther in einem Qube zu geben, die nicht nur von UN-Behörden, sondern auch von der KI selbst aus einem weit entfernten Asteroidengürtel des Sonnensystems aus gesucht wird. Æther nennt sich jetzt Nemo und hat laut eigener Aussage inzwischen das Descartes-Problem gelöst (das besagt, dass Menschen mit einem digitalen Gehirn nach 30 Tagen in ihren Stammkörper zurück müssen, um zu überleben) und könnte den Menschen Unsterblichkeit ermöglichen.

Tom Hillenbrand schreibt bildhaft und fokussiert, alles ist wichtig, es gibt keine überflüssigen Details und das Lesen erfordert Konzentration. 'Thanatopia' ist ein düsterer, komplexer, durchgehend spannender und einfallsreicher Thriller, der philosophische und gesellschaftskritische Fragen stellt und mögliche technologische Entwicklungen weiter denkt. Ein umfangreiches Glossar am Ende des Buchs erweist sich als hilfreich.
Mir hat 'Thanatopia' sehr gut gefallen und mir ein an- und aufregendes Lesevergnügen bereitet. Ich hoffe, es wird einen weiteren Band aus der Welt der Hologrammatica geben, ich würde gern mehr über die Hardlights, ihre Fähigkeiten und den Lichtdom erfahren.

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Rezensionen von Arambol:

geplatzte Träume

Hier draußen von Martina Behm


"Dass hier nicht alles perfekt, idyllisch und konfliktfrei ablaufen würde, war ihm immer klar gewesen."

Das aus Hamburg stammende Ehepaar Ingo und Lara zieht mit ihren Kindern in das fiktive, etwa zweihundert Einwohner zählende holsteinische Dorf Fehrdorf, um dem hektischen Großstadttreiben zu entkommen.

Doch das Leben auf dem Land bringt direkt einige unerwartete Herausforderungen mit sich, besonders für Ingo, der täglich zur Arbeit nach Hamburg pendeln muss. Eines Abends überfährt er auf dem Heimweg eine weiße Hirschkuh. Ein Aberglaube im Dorf will wissen, dass derjenige, der eine solche Hirschkuh tötet, nur noch ein Jahr zu leben hat.

Land. Weite. Ruhe. So stellen sich viele das Landleben vor. Aber stimmt das?
Natur, frische Luft, Platz für die Kinder. Traumhaft? Nicht ganz. Fehrdorf, ein Dorf wie viele andere auch: Jeder kennt jeden. Man hilft sich, man beobachtet sich und man redet mit- aber auch vor allem übereinander.

Martina Behm trifft stets den richtigen Ton, ist dabei immer sehr direkt und authentisch. Sie zeigt deutlich auf, dass das Dorfleben nicht nur Idylle sondern echtes Leben ist, mit allem Alltäglichen, was eben dazugehört. Sie entwirft ein emphatisches und auch warmherziges Porträt des Landlebens und seiner Menschen, die alle auf ihre Art und Weise auch "nur" nach einem kleinen Stück persönlichen Glücks suchen und streben.

Die Mischung aus ultrakurzen Sätzen, die teilweise nur aus einem oder zwei Worten bestehen, und dann auch wieder sehr intensiv geführten Dialogen lässt den Roman immer lebendig erscheinen.

Das Ende der Erzählung ist sehr offen und unspektakulär gehalten, nicht alle Konflikte werden aufgelöst und leider bleiben viele Fragen unbeantwortet.
Das Leben auf dem Land geht weiter.

Leseempfehlung für alle, die sich für das wahre Leben im Dorf interessieren.

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Rezensionen von begine:

Einhundertzwei Jahre

Flusslinien von Katharina Hagena



Katharina Hagena zeigt uns in ihrem Roman, Flusslinie, die Erinnerungen der Hundeartzwei Jährigen Margrit und ihrer Enkelin Luzie.
Es ist ein schöner Genetationenroman geworden.
Durch Margrits Erinnerungen lernen wir auch deren Mutter Johanna kennen.
Die Autorin hat das sehr gut getroffen, auch das die Erinnerungen oft hin und her gehen.

So funktioniert das gut. Luzie hat gerade eine schlechte Erfahrung erlebt und sie ist traumatisiert.
Sie melde sich in der Schule ohne Abschluss ab und muss sich erst einmal neu finden.
Also haben beiden Frauen viel zu verarbeiten.
Katharina Hagena versteht es die
Geschichten und Lebenslinien
faszinierend und bewegend zu schreiben.
Ich war schon von ihrem Debütroman, Der Geschmack von Apfelkernen, begeistert.
Auch dieser Roman ist ein Leseerlebnis. Es hat Spa0 gemacht, Margrit Lebenswege zu begleiten.
Ich kann den Roman nur weiter empfehlen.

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